RIRicoThemenstarter3 Beiträge · seit 201013. Mai 2010 · Hallo zusammen,
wir wollen im Juli/ August nach Namibia und Botswana und sind ein wenig unschlüssig, ob unsere geplante Route realistisch oder zu sportlich/ stressig ausgelegt ist. Wir sind absolute Afrika- und Selbstfahrerneulinge und haben in der Richtung fast keine Erfahrung. Wäre schön, wenn Ihr uns mit Rat zur Seite stehen könntet.
Wir wollen uns in Windhoek einen 4x4 mit Campingausstattung und Dachzelt mieten, um unabhängig zu sein und die Kosten niedrig zu halten. Folgende Tour haben wir geplant:
1. Tag Übernahme Mietwagen in Windhoek - Gobabis (200km)
2. Tag Gobabis - Maun (490Km)
3. Tag Okavango-Delta
4. Tag Okavango-Delta
5. Tag zurück nach Maun - Gweta (Makgadikgadi Pan, 250km)
6. Tag Gweta - Nata (100km)
7. Tag Nata - Kasana (300km)
8. Tag Vic Falls (ohne Mietwagen)
9. Tag Vic Falls
10.-13. Tag Vic Falls - Kasane - Caprivi Strip - Rundu - Grootfontain - Etosha NP (1300 km in 4 Tagen)
14.-15. Tag Etosha NP
16. Tag Etosha NP - Khorixas - Twyfelfontein (350km)
17. Tag Twyfelfontein - Brandberg - Cape Cross - Swakopmund (400km)
18. Tag Swakopmund
19. Tag Swakopmund - Solitaire - Sesriem (350km)
20. Tag Sesriem - Sossusvlai - Sesriem
21. Tag Sesriem - Windhoek (400km)
22. Tag PUFFERTAG
Was haltet Ihr davon? Freuen uns über alle Kommentare und Vorschläge.
Vielen Dank, Sandra und Rico
Mathias62 Beiträge · seit 200714. Mai 2010 · Hallo Sandra und Rico,
sorry aber eure Tour dürfte eher eine Tortur werden.
Die Länder Nam, Bots und Zim (Vic Falls) in dieser kurzen Zeit ist schon sehr sportlich.
Nicht nur als Afrikaneulinge würde ich mich auf ein Land/Region beschränken.
Ich würde ich euch vorschlagen eher klassisch Nam zu machen oder von Windhoek nach Botswana fahren und sich dann auf Bots, Kasane und Caprivi zu beschränken.
Für das Buchen von Campsites im Okavango Delta seit ihr wahrscheinlich schon viel zu spät.
Schaut euch doch noch mal hier im Forum noch ein paar Routen an.
Oder wie wärs:
WDH - Waterberg - Etosha - Palmwag - Epupa Falls - Brandberg - Swakop - Sossusvlei - WDH
Gruss
Mathias
Armin2’346 Beiträge · seit 200614. Mai 2010 · Hallo Sandra,
hallo Rico,
ich halte die erste Hälfte eurer Reise für völlig unsinnig. Ihr seid praktisch acht Tage in Botswana, erlebt das Land aber im Grunde genommen nur an den zwei Tagen im Okavango Delta - wie auch immer. Den Rest seid ihr auf öder Asphaltpiste unterwegs bzw. an den VicFalls. Und dafür den Riesenaufwand? Das ist nichts Halbes und nichts Ganzes. Kasane nur als Ausgangspunkt für die VicFalls? Und der Chobe Nationalpark, der praktisch vor der Haustür liegt? Überlegt euch das nochmal.
Ich würde entweder Botwana/VicFalls ganz weglassen oder zumindest den Schluss mit Swakopmund/Sesriem und dafür deutlich mehr Ruhe in den verbleibenden Teil der Route bringen. Zeit sparen würde ich selbst dann auf der Strecke Okavango Delta - Maun - Gweta - Nata - Kasane. Da dürfte eine Zwischenübernachtung reichen, zur Not sogar nonstop möglich, je nach dem, von wo aus ihr aufbrecht.
Trotzdem viel Spaß
Armin
Rajang1’115 Beiträge · seit 201014. Mai 2010 · Hallo Rico,
Aus meiner Sicht könnt Ihr ruhig 2 Tage Vic-Falls streichen, einer genügt (Tagesausflug von Kasane), dafür umsomehr 2 Tage an der Chobe Riverfront verbringen. Ihr werdet mit Sicherheit an diesen 2 Tagen mehr Tiere sehen als in den Tagen im Etosha - vorallem Elefanten. Camping z.B. bei der Chobe Safari Lodge, dann Boot mieten (wird mit Führer vom Nationalpark zur Verfügung gestellt).
Wenn Ihr schon mit dem Auto in das Okavango fährt, warum nicht gleich rüber nach Savuti und weiter nach Kasane, statt über Nata?
Des weiteren würde ich Makagadikadi tauschen für Nxai.
Swakopmund würde ich opfern für mehr Zeit im Chobe NP resp. quer durch Moremi / Chobe (ihr habt ja 4x4).
Gruss Rajang
Burschi4’146 Beiträge · seit 200914. Mai 2010 · Hallo Rico,
ich habe vor Jahren eine ähnliche Tour auch schon mal gemacht. Das mit dem vielen Fahren ist richtig, aber schon machbar. Heute würde ich dem Rat der anderen Fomis aber folgen und mich räumlich etwas beschränken.
Trotzdem, Voraussetzung ist, dass du die Tour in das Okawango-Delta schon gebucht hast. Denn sonst würde das eng werden. An den Vicfalls genügt ein Tag, wenn du nicht vorhast, noch einen Elefantenritt in der Savanne zu unternehmen (Wild Horizons), was ich dir empfehlen würde. Gweta würde ich auch streichen zugunsten eines weiteren Tages im Chobe. Mir z.B. ist es lieber mal eine ganz langen Fahrtag zu haben und mir dann wieder an einem Ort etws mehr Zeit zu lassen. Deshalb würde ich auch die 4 Tage beim Durchqueren des Caprivi auf 2 kürzen und diese Zeit dann wieder in der Etoscha investieren. Eine gute Möglichkeit wäre auch, den Süden mit Sossusvlei ganz wegzulassen, wenn eure Vorlieben z.B. mehr bei den Tieren liegen.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
lilytrotter4’132 Beiträge · seit 200814. Mai 2010 · Hallo und Willkommen, Rico!
Ehrlich gesagt, ich halt davon „Garnix“!
Natürlich kann man „das schaffen“, - aber um eine bestimmte Strecke zu schaffen, fliegt man ja nicht dahin.
Als Selbstfahrer- und Afrikaneulinge, wie Ihr sagt, solltet Ihr Euch besser nicht solche enormen Strecken in diesen Ländern vornehmen. Abgesehen davon hastet Ihr nur durch die Lande und verpasst das Eigentliche, nämlich die Wildnis mit Zeit auf Euch wirken zu lassen! (außer, wenn ich das richtig interpretiere, Vic Falls und im Delta, - aber da bedeuten 2 Tage auch nur ½ Tag Ruhe, den der Rest ist An- und Abfahrt mit Motorboot, usw.)
– Und Ihr werdet enttäuscht sein, denn die vielen Kilometer sind ziemlich öde. Und für die Plätze, zu denen Ihr Euch „hingearbeitet“ habt, bleibt im Endeffekt zu wenig Zeit um es auszukosten.
Will sagen: Weniger ist mehr.
Vielleicht ist es Euch möglich, Euch auf ein Land zu beschränken und eine weitere Reise für das nächste Land zu nehmen. Dann würd ich Euch natürlich Namibia empfehlen! Das ist für "absolute" Afrika Neulinge noch gewöhnungsbedürftig genug, erst danach Botswana. Wobei ich durchaus gut verstehen kann, dass Ihr die Highlights Botswanas und Zimbabwes gleich mitnehmen wollt, wenn Ihr „schon mal da unten seid“. Aber selbstorganisiert funktioniert das so nicht wirklich gut.
Und kauft Euch gute Reisführer - und vertieft Euch da hinein und dann plant neu und überarbeitet Eure Tour. Und stellt sie wieder vor.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt SASASOWEWI3’080 Beiträge · seit 200914. Mai 2010 · Hallo Rico,
willkommen bei den "Verrückten", anders kann man uns fast nicht bezeichnen...
Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen das eine solche Tour nicht der beste Einstieg ist. Meine erste Tour war noch länger, dabei sind wir aber auch Teile innerhalb von NAM geflogen.
Ich schliesse mich dem Rat an und würde auch dazu raten erstmal mit einem Land zu beginnen. In Namibia gibt es so viel zu sehen und man braucht doch auch einen Grund um wieder runterzufliegen.
Beschränkt Euch auf ein Land, geniesst es und lasst Botswana für die nächste Reise übrig, es lohnt sich auf jeden Fall, ich bin gerade zurück und freue mich jetzt schon auf die Nächste Reise.
Meldet Euch einfach mal mit einer neuen Route und stört Euch nicht dran das ihr dann 25 Vorschläge bekommt wie man auch fahren könnte, das ist hier halt so 😉
Viele Grüsse
SASOWEWI
RIRicoThemenstarter3 Beiträge · seit 201014. Mai 2010 · Vielen Dank für die schnellen und hilfreichen Antworten (auch wenn diese nun viel Denkarbeit kosten 😉 ).
Jetzt heißt es hinsetzen, Reiseführer und Karten wälzen und Hausaufgaben machen.
Werde mich die nächsten Tage mit einer neuen Routenversion melden.
Viele Grüße an alle!
Sandra und Rico
Andreas Cierpka2’732 Beiträge · seit 200614. Mai 2010 · Also wenn ich die Strecke so fahren moechte wie ihr, wuerde ich meine Tage eher so abaendern. Etosha ist nach Botswana nicht mehr so reizvoll weil es wesentlich reglementierter ist.
Aber ich kann eueren Wunsch gut nachvollziehen - deshalb mein Vorschlag:
1. Tag Übernahme Mietwagen in Windhoek - Gobabis (200km)
2. Tag Gobabis - Maun (490Km)
3. Tag Chobe Nationalpark (Savuti)
4. Tag Chobe Nationalpark (Savuti)
5. Tag Chobe Nationalpark - Kasane
6. Tag Vic Falls als Tagesausflug
7. Tag Chobe Nationalpark (Ihaha)
8. Tag Chobe Nationalpark (Ihaha)
9. Tag Chobe Nationalpark - Rundu
10. Tag Rundu - Etosha
11. Tag Etosha
12. Tag Etosha
13. Tag Etosha
14. Tag Etosha NP - Khorixas - Twyfelfontein (350km)
15. Tag Twyfelfontein - Brandberg - Cape Cross - Swakopmund (400km)
16. Tag Swakopmund
17. Tag Swakopmund - Solitaire - Sesriem (350km)
18. Tag Sesriem - Sossusvlai - Sesriem
19. Tag Sesriem
20. Tag Sesriem - Windhoek (400km)
22. Tag PUFFERTAG
21. Tag - wo es euch gefaellt ruhig mal laenger bleiben
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
RIRicoThemenstarter3 Beiträge · seit 201016. Mai 2010 · Hallo zusammen,
hier unser zweiter Versuch einer Routenplanung. Vielen Dank an Andreas und alle anderen, wir haben versucht, uns an euren Tipps zu orientieren. Wir haben das Okavango Delta gestrichen, da wir hier vermutlich eh keine Unterknft mehr bekommen.
Eigentlich sind wir nicht so sehr an Tieren interessiert, da wir vorher schon 4 Wochen in Kenia und Tansania unterwegs sind. Daher haben wir nun beschlossen, auf euren Rat hin den Chobe NP zu besuchen und nur einen kurzen Abstecher in den Etosha zu machen. Reicht es, wenn wir die Unterkunft im Chobe NP in Maun reservieren? Oder sollen wir das jetzt machen?
Also hier nun die Planung:
1. Tag Übernahme Mietwagen in Windhoek - Gobabis (200km)
2. Tag Gobabis - Maun (490Km)
3. Tag Maun - Savuti
4. Tag Savuti
5. Tag Savuti - Chobe Riverfront
6. Tag Chobe Riverfront
7. Tag Tagesausflug zu Vic Falls
8. Tag Chobe River Front - Mundumu NP
9. Tag Mundumu NP - Mahango NP
10. Tag Mahango NP
11. Tag Mahango NP - Etosha NP (Namutoni)
12. Tag Namutoni - Okaukuejo
13. Tag Okaukuejo - Twyfelfontein (350km)
14. Tag Twyfelfontein und Umgebung
15. Tag Twyfelfontein - Damaraland (Wereldsend - Driefontein - Straße D3245 bis zur Küste. Hier planen wir wild zu campen, ist dies möglich und empfehlenswert?)
Eventuell einen Abstecher nach Norden. Ist das empfehlenswert?
16. Tag Straße C34 - Damaraland Camp - Brandberg - Damaraland Camp
17. Damaraland Camp - Cape Cross - Swakopmund
18. Tag Swakopmund
19. Tag Swakopmund - Solitaire - Sesriem (350km)
20. Tag Sesriem - Sossusvlai - Sesriem
21. Tag Sesriem - Windhoek (400km)
22. Tag PUFFERTAG
Wir freuen uns wieder auf eure Kommentare und Anregungen.
Viele Grüße,
Sandra und Rico
Carsten Möhle1’290 Beiträge · seit 200616. Mai 2010 · Ein kleiner Unkenruf aus väterlicher Fürsorge:
Juli August 2010, als Afrika-und Selbstfahrerneulinge, nach 3 Tagen ohne Allraderfahrung im Moremi-Savuti Bereich, bei Hochwasser im Delta? Ein toller Plan für ein Desaster.
Gut, dass keine Campingplätze mehr für die Durchquerung verfügbar sind und Sie
3. Tag Nxai Pan
4. Tag Nata-Elephant Sands
5. -7. Tag Kasane Camping
fahren können.
Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
Burschi4’146 Beiträge · seit 200916. Mai 2010 · Hallo Rico,
muss Carsten da Recht geben, Tag 3 - 5 halte ich für sehr problematisch, besonders im Juli. Kann gut gehen, kann aber auch gewaltig ins Auge gehen, die Strecke ist schwer kalkulierbar.
Auch gefällt mir an eurer Tour nicht die Rekorddurchquerung der Etoscha. Am 12. Tag habt ihr einen ganzen Fahrtag, wo ihr nur jeweils schnell mal an den Wasserlöchern vorbeischaut. Da spart euch lieber einen Tag bei Twyfelfontain ein, denn das Programm dort könnt ihr auch an einem Tag erledigen und schiebt noch eine Zwischenübernachtung z.B. in Halali ein, falls ihr zu dieser Zeit noch was in der Etoscha bekommt, auch da solltet ihr euch sputen.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
Rajang1’115 Beiträge · seit 201016. Mai 2010 · Hallo Rico,
Hier nur einige Hinweise betr. Zeiten:
T4A berechnet die Strecke Maun - Savuti (gerade Linie ohne durch Moremi GR) mit 200 km /Fahrzeit 6:15. Die Strecke von Maun via South Gate (Moremi GR) nach Savuti 260 km / Fahrzeit 8:30. Diese Berechnungen haben in der Praxis etwa 5% Abweichung +/- gezeigt = anders gesagt sind realistisch.
Dies als Vorgeschmack für die anstehenden 'Tagesleistungen'. Zudem ist das Fahren auf diesen Strecken ein ununterbrochene volle Aufmerksamkeit auf die Wege - sehr anstrengend und ermüdend!
Gruss Rajang
joli3’491 Beiträge · seit 200616. Mai 2010 · Hallo Sandra und Rico,
mal abgesehen von den elend langen Strecken verstehe ich Eure Routenplanung auch aus anderem Grunde nicht so ganz: auf Tiere seid Ihr nicht so wild - aber dennoch ist die Hälfte Eurer Stops vor allem wegen ihrer Tierwelt begehrt - Savuti, Chobe, Caprivi, Etosha - das alles sind klassische "Tierziele". Weshalb wollt Ihr denn überhaupt ins südliche Afrika ? - Nur wegen der VicFalls ? - Auch wenn Eure neue Route schon etwas entspanner als der erste Entwurf ist - für nur 3 Wochen Reisezeit solltet Ihr Euch für ein Schwerpunktgebiet entscheiden - entweder Chobe und Umgebung oder Caprivi und Umgebung oder Namibias Norden oder Namibias Süden. Lasst Euch nicht durch Katalog-Angebote auf die falsche Fährte locken - ich weiß, dass dort solche Mammut-Touren angeboten werden. Aber das ist kein Beweis dafür, dass die auch vernünftig sind.
Ihr wollt campen und mit einem 4x4-Fahrzeug fahren - ok. 4x4 braucht Ihr aber eigentlich nur für die Strecke Maun - Savuti - Chobe.Und die Kombination "4x4 und komplette Campingausrüstung" dürfte unter finanziellen Gesichtspunkten kaum billiger sein als eine Alternative mit "2x2 und Festunterkünften".
Abgesehen davon - Juli-August ist südafrikanischer Winter, d.h. es kann dort wirklich richtig kalt sein. Ob Campen dann die angesagte Übernachtungsvariante ist, müsst Ihr entscheiden. Wie auch immer - Ihr solltet Euch schnell über die Route klar werden, da es auch in der Nebensaison nicht überall frei Kapazitäten gibt.
Gruß Joli