Malariaprophylaxe bei Kind 11 Monate? Erfahrungen?

82 Antworten · 24,6k Aufrufe · gestartet 15. März 2010 von Hippo76
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499 Beiträge · seit 200617. März 2010 ·
Endlich sind wir wieder bei qualifizierten und nicht-wertenden (!) Aussagen angekommen.
Guido hat mich auf die Idee gebracht, hier nochmal explizit darauf hinzuweisen, das vor allem Frühgeborene, auch wenn sie gesund sind, mindestens 6 Monate nicht fliegen sollten.
Hier ein aktueller, interessanter und auch für Laien zu verstehender Artikel zu diesem Thema:

http://www.medicalforum.ch/pdf/pdf_d/2010/2010-09/2010-09-336.PDF

Liebe Grüsse
Tobias
20 Beiträge · seit 200917. März 2010 ·
Hallo zusammen!

Nun muss ich doch auch noch meinen "Senf" dazu geben, da mich dieser T. langsam ziemlich verärgert!

Meine Cousine ist mit ca. 3 Monaten von Ecuador nach Zürich geflogen und nach ca. 3 Wochen wieder zurück. Sie ist inzwischen 21 Jahre alt, lebt noch (dort wo sie aufgewachsen ist, herrscht in gewiesen Monaten auch Malariagefahr), ist gesund etc.! Manchmal habe ich in diesem Forum das Gefühl, dass sich nur Menschen darin aufhalten, welche einmal im Jahr in CH od. DE in den Flieger steigen, in Windhoek wieder raus, ihren super 4x4 in empfang nehmen und ab zum nächsten super Campingplatz oder Lodge! Seit ihr auch schon in anderen Ländern rum gereist, auf einfache weise? Jährlich fliegen hunderte von Frauen mit ihren frisch geborenen Babys in ihre Heimat (da der Mann aus CH od. DE stammt) um diese stolz ihren Familien zu zeigen, habt ihr das Gefühl, die leben dort im Luxus (sicher nicht, sonst hätten sie ja kaum einen Mann aus Europa)? Oder dass es dort keine Malaria gibt (z.B. Südamerika, Amazonasgebiet)?

Wünsche Euch einen Sorgenfreien Tag.
Sonnige Grüsse
Mili
3’766 Beiträge · seit 200617. März 2010 ·
Mili schrieb:
Hallo zusammen!


Meine Cousine ist mit ca. 3 Monaten von Ecuador nach Zürich geflogen und nach ca. 3 Wochen wieder zurück. Sie ist inzwischen 21 Jahre alt, lebt noch
Wünsche Euch einen Sorgenfreien Tag.
Sonnige Grüsse
Mili
Hallo,
was willst du uns damit mitteilen?

Ändert es etwas an der Tatsache das Fliegen in diesem Alter nicht ohne Risiko ist? Nur weil es viele tun macht es die Sache nicht ungefährlicher. Von deiner Cousine auf die Gesamtheit der Menschen Rückschlüsse zu ziehen wäre etwa so wie wenn ich schreiben w,ürde mein Grossvater hat mit 90 noch geraucht, deshalb kann ja Rauchen nicht so gefährlich sein.

Zudem solltest du dich mit dem Thema Malaria mal wirklich auseinandersetzten und dann wirst du bald merken das es so etwas wie Risikogruppen gibt. Zu dem sterben in den von dir genannten Ländern unzählige Menschen an den Folgen solcher Krankheiten!

Ich habe mühe mit deiner Aussage, Gruss Kurt
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20 Beiträge · seit 200917. März 2010 ·
Hi Kurt
Ich wollte mit dem nicht sagen, dass fliegen im Kindsalter kein Risiko darstellt. Ich finde einfach, es sollte jedem selber überlassen sein, wie er sich entscheidet. Habe in der Reisebranche gearbeitet und mitbekommen, dass jährlich etliche Familien mit Kleinkindern lange Flugstrecken absolvieren....

Mit der sehr traurigen Malariaproblematik kenne ich mich
gut aus! Ich war längere Zeit im Amazonasgebiet und habe dort viel mit der einheimischen Bevölkerung über dieses Thema gesprochen. Seltsamerweise machen die Leute, die wirklich direkt mit dieser Krankheit konfrontiert sind, kein "so grosser Aufstand" wie wir hier in Europa. Dies hängt auch alles wieder mit Geld etc. zusammen!

Wünsche Dir einen schönen Nachmittag.
Mili
3’766 Beiträge · seit 200617. März 2010 ·
Mili schrieb:
einheimischen Bevölkerung über dieses Thema gesprochen. Seltsamerweise machen die Leute, die wirklich direkt mit dieser Krankheit konfrontiert sind, kein "so grosser Aufstand" wie wir hier in Europa. Dies hängt auch alles wieder mit Geld etc. zusammen!

Wünsche Dir einen schönen Nachmittag.
Mili
Hallo, ich habe dich sicher teilweise falsch verstanden!

Das die Leute vor Ort Südamerika wie Afrika oder Asien keinen grossen Aufstand machen hängt sehr wohl mit dem Geld zusammen (das sie nicht haben) und sie einfach damit leben müssen und das Beste daraus machen.

Hingegen die Europäer können das Risko für ihre 4-6 Wochen Ferien reduzieren. Mit Kindern fliegen um in die Ferien zu kommen kann um 1 Jahr verschoben werden wenn eine Abklärung anzeigt das es gewisse Risiken beinhaltet.

Gruss Kurt
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76 Beiträge · seit 200817. März 2010 ·
Hi Mili,
und alle anderen Interessierten!
Daß die Leute, die in Malariagebieten leben, keinen großen Aufstand um Krankheit und Prophylaxe machen, liegt nicht (nur) am Geld, sondern vor allem an der Tatsache, daß die längere oder sogar ständige Einnahme von medikamentösen Prophylaktika ein zu großes Risiko unerwünschter Wirkungen hätte, also selbst gesundheitsschädlich wäre. Die Chemoprophylaxe sollte immer zeitlich begrenzt sein.
Außerdem wäre die Dauerreinnahme von Prophylaktika durch die Bevölkerung in Malariagebieten aus epidemiologischer Sicht auch nicht sinnvoll, da dies die Resistenzentwicklung des Erregers auf die Medikamente nur fördern und beschleunigen würde. Da hat dann niemand was davon, denn die sog. Prophylaktika werden ja auch zur Therapie eingesetzt.
So viel zu den Leuten, die in Malariagebieten dauerhaft leben müssen... Mit Dingen, die man nicht ändern kann, muß man sich halt bestmöglich arrangieren...
Schön wäre, wenn endlich einmal die Ansätze zur Entwicklung eines Impfstoffes weiter verfolgt würden! Aber das hat wirklich mit Geld zu tun, und zwar nicht mit dafür fehlendem Geld, sondern mit zu erwartendem zu geringen Gewinn für die pharmazeutische Industrie...
zuletzt bearbeitet 17. März 2010
3’766 Beiträge · seit 200617. März 2010 ·
edwina schrieb:
Schön wäre, wenn endlich einmal die Ansätze zur Entwicklung eines Impfstoffes weiter verfolgt würden! Aber das hat wirklich mit Geld zu tun, und zwar nicht mit dafür fehlendem Geld, sondern mit zu erwartendem zu geringen Gewinn für die pharmazeutische Industrie...
Sehr treffend geschrieben, hier ein Link der einige interessieren könnte

MALARIA-Impfstoff


Gruss Kurt
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1’723 Beiträge · seit 200917. März 2010 ·
@ mill

also zumindest in einem punkt sind wir uns einig : det thread macht langsam aergerlich..
ach nee es gibt noch nen punkt wo wir uns einig sind : jedem das seine und seine eingene entscheidung.. Dann aber doch bitte nicht hier die frage stellen und sich dann entruesten wenn die antworten nicht sooo ausfallen wie man das gerne haette.

abgesehen davon was hast du denn nachhaltig fuer beweise, dass die betroffenen frauen bzw kinder keine krankheiten davon getragen haben ??? Das wuerd mich mal interessieren !! kommen die nachher jedes jahr zu dir zum rapport ?

und naja das beispiel deiner schwester (oder wer war das noch gleich) ist auch gelinde gesagt einiger massen dumm.. Es gibt immer faelle wo nix passiert... !! beispiel der raucher (wobei ich selber einer bin, ich kenne das risiko aber ich frag auch niemanden was er denn raten kann oder bitte um bestaetigung) .. mein vater, kein raucher, ist an einer lungenerkrankung zugrunde gegangen.. von diesen und jenen beispielen kann jeder hunderte auffuehren..

Es geht bei kleinkindern um verantwortung. medizinische verantwortung kann hier im forum keiner geben, selbst die aerzte nicht. Und siehe da die meisten aerzte hier im forum raten eher grundsaetzlich ab.. Aber die haben sicher unrecht, weil deine schwester lebt ja noch !!!!!!!!!!!!!!

Also die argumentation is wirklich ziehmlich kurz in meinen augen.
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
499 Beiträge · seit 200617. März 2010 ·
Eigentlich wollte ich mich ja aus der Diskussion ab jetzt raushalten, aber etwas muss ich noch loswerden: es ist eben nicht jedem selbst überlassen, was er tut. Wir haben in diesem Threat über Säuglinge in Malariagebieten und auf Langstreckenflügen gesprochen und die können sich in keiner Weise gegen die Entscheidungen ihrer Eltern wehren oder ihre Meinung kund tun! Also nicht solche Aussagen, die sind, mit Verlaub, Unsinn.
Ganz abgesehen davon ist es einfach, sich als Vertreter der Armen zu sehen, wenn man selber vieles oder sogar alles hat. Und: es gibt bei Menschen, die in Malariagebieten leben auch erworbene und angeborene Resistenzen, weshalb weniger Menschen an Malaria sterben, als zu erwarten wäre. Als Beispiel sei hier die Sichelzell-Anämie zu nennen, die den Vermehrungsprozess der Plasmodien verunmöglicht. Diese Erkrankung kommt bei der negroiden Bevölkerung überproportional häufig vor und "schützt" vor Malaria. Hier wird wie immer versucht, Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Es würde den Menschen sicher auch helfen, mal auf eine Fernreise zu verzichten und das Geld an ein Projekt zu spenden, als nur drüber zu reden, wie es die Meisten tun. Ich für meinen Teil kann ruhig schlafen, weil ich jedes Mal einen Container an Medikamenten und Verbrauchsmaterial mit nach Afrika oder Südamerika nehme, welche ich den Pharmavertretern abgeschwatzt habe!
Ich kann nicht verstehen, wie jemand, der nach der Meinung anderer fragt, diese dann nicht akzeptiert, nur weil sie nicht so ausfällt, wie erwartet.
Tobias
zuletzt bearbeitet 17. März 2010
2’612 Beiträge · seit 200717. März 2010 ·
Hallo zusammen,

Spiegel Online hat dem Thema Malaria eine eigene Rubrik gewidmet:

http://www.spiegel.de/thema/malaria/

Ein Querschnitt zu verschiedenen Facetten (u.a. auch Impfung), allgemeinverständlich formuliert.

Viel Spaß bei der Lektüre.

Volker
Bye bye Forum
1’155 Beiträge · seit 200617. März 2010 ·
...mein Goldhamster hat auch Malaria 🙁 obwohl er nie in einem Risikogebiet war… wie kann man das erklären 😮
1’723 Beiträge · seit 200918. März 2010 ·
WAS ? Dein Goldhamster hat Malaria ??? Das find ich echt spooky ...
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
1’155 Beiträge · seit 200618. März 2010 ·
... ja Miss Ellie ... ist voll daneben... und die Katze hat er auch noch
angesteckt : -((
3’766 Beiträge · seit 200618. März 2010 ·
Tomcat schrieb:
... ja Miss Ellie ... ist voll daneben... und die Katze hat er auch noch
angesteckt : -((
Wie ist dass den passiert? Hat die Katze den Hamster gefressen 🤩

Jetzt werden wir OT und müssen darauf achten (mich eingeschlossen) das wir ein relativ ernstes Thema nicht abwerten.

Gruss Kurt
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1’155 Beiträge · seit 200618. März 2010 ·
…nein ging über Tröpfcheninfektion … muss ich der WHO melden, kann interessant werden für die nächste Pandemiehysterie : -O

Kurt. Das Thema ist schon ernst, aber die letzen 100 Diskussionen hier über Malaria haben immer
in einer Art Glaubenskrieg geendet. Jeder ist am Ende für sich selbst verantwortlich. Meine Methode
ist Hardcore: ich nehme nie was, passe einfach auf, funktioniert seit 20 Jahren, vielleicht auf der nächste Reise in eine Woche nicht mehr. Andere pumpen sich mit Prophylaxe voll und meinen sie sind 100% geschützt, sind sie eben dann auch nicht usw...

Gruss Beat
76 Beiträge · seit 200818. März 2010 ·
@ tomcat:
daß jeder Erwachsene für sich selbst verantwortlich ist, ist schon klar. Wenn man den Thread aber aufmerksam verfolgt, wird klar, daß hier eigentlich ein anderer Punkt zur Diskussion kam, nämlich:
Wie nehme ich meine Verantwortung für Säuglinge/Kleinkinder wahr? Welche Risiken soll ich in Kauf nehmen und welche Prioritäten setze ich, wenn ich mit einem Säugling verreisen will/muß? Und wie kann ich die Risiken minimieren?
Daß da der ein oder andere sich ein bißchen dabei aufregt, wenn es um Schutzbefohlene geht oder Leute die Expertenmeinungen nicht gelten lassen wollen, muß doch in einem Forum legitim sein, oder?
Wer's nicht lesen will, ignoriert den Thread halt, würde ich vorschlagen 😉
1’089 Beiträge · seit 200918. März 2010 ·
Gegen Malaria gibt es zur Zeit keinerlei Impfung. Die angebotene Prophilaxe schützt keinesfalls vor Malaria. Sie dämpft lediglich die Symptome. Wenn man mit Malaria infiziert ist, hat man den Spass das ganze Leben lang. Durch Medikamente kann man die Erreger soweit zurückdrängen, dass man evtl sogar jahrelang nichts davon merkt. Irgendwann und völlig ohne Vorwarnung bricht die Krankheit aber wieder aus.
235 Beiträge · seit 200918. März 2010 ·
reiseklaus,
kann dir nur recht geben!!!!!!!!
1’723 Beiträge · seit 200918. März 2010 ·
ja tomcat, kann ich dir nur recht geben...
ich persoenlich habs auch (bis auf die ersten 2 male ) so gehandhabt. Ich erinnere mich noch vor vielen jahren bin ich mit meiner mutter nach kenia. meine mutter hat alles mitgenommen was es an impfstoff gab, fuer und gegen alles. Schoen vom Tropenarzt verabreicht etc.. hat ein schweingeld schon damals gekostet. ich hab gar nix gemacht (war damals schon komisch drauf!!)

nach dem urlaub wird meine mum krank und waer uns dann fast unter den haenden weggestorben. Legionnellenkrankheit!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Leider im nachhinein erstmal auf Malaria behandelt wordben bevor mans (arzt) es korrekt diagnostiziert hat.. da waere es fast zu spaet gewesen.

eines dieser beispiele : die ausnahme bestaetigt die regel.
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
76 Beiträge · seit 200818. März 2010 ·
Ich glaube nicht, daß sie Impfungen und medikamentöse Prophylaxe für und gegen alles hatte. Das geht nicht. Denn gegen Legionellen gibt es nun mal keine Impfprophylaxe oder medikamentöse Prophylaxe. Deshalb hat die Infektion mit Legionellen nämlich gar nichts zu tun mit all den Impfungen, die die Frau bekommen hat oder dem Malariamittel, was sie geschluckt hat oder auch nicht.

Vielleicht hat sie sich mit den Legionellen auch gar nicht in Kenia infiziert - obwohl das nicht wenig wahrscheinlich ist -, sondern zu Hause. Da kommt man nach 4 Wochen aus dem Urlaub zurück und duscht erst mal ausgiebig, bis sich das Badezimmer in ein Dampfbad verwandelt hat. Und in den 4 Wochen Urlaubsabwesenheit hatten sich im heimischen Wassertank die Legionellen munter vermehrt, weil die Heizung/Warmwassererzeugung runtergeschaltet war und die Wassertemperatur bei dauerhaft stehendem Wasser nicht mehr als 57°C betragen hat...