Malariaprophylaxe bei Kind 11 Monate? Erfahrungen?

82 Antworten · 24,6k Aufrufe · gestartet 15. März 2010 von Hippo76
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Themenstarter7 Beiträge · seit 201015. März 2010 ·
??????

Hallo, sicher nett gemeint aber hier geht es doch nicht um Impfungen.

Gegen Malaria kann mann ichts impfen.

Übrigens werden in Deutschland Kinder standartmäßig geimpft, was ich überwiegend als sinnvoll erachte!

Hepatitis A und B, Diphterie, Wundstarrkrampf, Polio usw. alles Krankheiten die man sich nicht wünscht.
zuletzt bearbeitet 15. März 2010
Gast15. März 2010 ·
Hallo,

wenn Du hier ein bisschen suchst, findest Du einige Reiseberichte mit kleinen Kindern, u.a. von Oribi. Meiner wird auch noch irgendwann fertig...

Spontan fallen mir nur noch Tipps zum Flug ein, die vermutlich überwiegend aber bekannt sind: Wenn irgendwie möglich würde ich Nachtflüge buchen. Abends in den Flieger steigen. Zwerg schläft ein. Und wenn der Zwerg morgens aufwacht, ist man da. Das ist ganz entspannt für das Kind, die Eltern und vor allem auch die anderen Passagiere. Den Zwerg bei einem Tagflug 10 Stunden bei Laune zu halten, kann für alle ein ziemlicher Horror werden. Wenn der Zwerg noch nie geflogen ist, würde ich das eventuell vorher auf einer Kurzstrecke (FRA-SXF mit Ryanair oder so) mal antesten. Falls der Zwerg wider Erwarten ein Problem mit dem Fliegen hat, dann habt ihr und Euer Kind ein richtiges Problem, wenn ihr das bei einem 10-Stunden-Langstreckenflug feststellt.

Airlines haben für Kleinkinder Babykörbchen zum Einhängen an die Trennwände (je nach Airline/Flugzeug bis zu einem Gewicht von 10-15kg). Plätze vor einer Trennwand sind generell eine gute Idee, weil ein eventuell mal strampelnder Zwerg da nicht dem Vordermann gegen die Rückenlehne treten kann. Während Start und Landung etwas zu trinken zu geben, erleichtert erheblich den Druckausgleich.

Beste Grüße

Guido
931 Beiträge · seit 200616. März 2010 ·
Ein interessanter Bericht über eine Reise mit Kindern, die sicher weit über das übliche hinaus geht, findet ihr z. B. hier:

http://129.143.232.107/jochen/index.php?index-21

Setzt euch doch mit solchen Leuten einfach mal in Verbindung.

Gruß

Ulli
0
3’766 Beiträge · seit 200616. März 2010 ·
Hippo76 schrieb:
Ich dachte hier werden Fragen beantwortet und nicht Leute zerhackt.
Ich habe den Eindruck "hauptsache was melden" egal ob zur Sache oder nicht.


. Denn mit Tips, Anregungen und Erfahrungen bezüglich der Reise mit den Kleinen kam bisher keiner um die Ecke.
Hallo,

natürlich werden hier auch Fragen beantwortet, nur, und das konntest du nicht wissen, gibt es 2 oder 3 Reizthemen hier und da gehen dann manchmal die Pferde durch 🙂 rate mal was eines davon ist 😄

Zu den Erfahrungen die du suchst, es wird wohl einige FoMi's haben die solche Erfahrungen haben, nur was nützt dir das?
Angenommen 2 FoMis haben Gute und 2 FoMi's haben schlechte Erfahrungen was dann? Und was mir persönlich wichtig erscheint, Erfahrungen mit Medikamenten müsst ihr irgendwie auch selbst machen denn Euer Kind reagiert uU nicht so wie Nachbars Spross.

Du schreibst auch euer Arzt hat keine Kinder die solche Erfahrungen haben, dieses Argument kann ich nicht nachvollziehen, wenn angenommen euer Kind an einer anderen Krankheit leidet müsst ihr auch uU einem Arzt das Vertrauen schenken der keine Kinder hat die an selber Krankheit leiden.
Tut mir leid dies ist für mich persönlich keine gute Argumentation.

Und was ich nicht verstehe weshalb man Aerzten in Europa in dieser Sache so wenig Kompetenz zutraut, weshalb nur?!

Wie gesagt es ist eure Sache wem ihr Vertraut, einem Reisebericht von XY-Unbekannt oder einer Fachperson die die ganze Tragweite einer Prophylaxe meiner Meinung nach in aller Regel besser beurteilen kann.

Hier eine Info

Hohes Risiko in den (Sub-) Distrikten Boteti, Chobe, Ngamiland, Okavango, Tutume, vor allem während der Regenzeit November - Juni.
Geringeres Risiko aber vorhanden Juli - Oktober in diesen Gebieten.
Geringes Risiko in übrigen Landesteilen, ebenso in den Grenzgebieten zu Zimbabwe in den Regionen Bobirwa und Selebi-Phikwe.

Erreger:
über 90% Plasmodium falciparum (Malaria tropica), der Rest v.a. Plasmodium vivax und ovale (Malaria tertiana) also das volle Programm 🤩


Wie du siehst ist auch in eurer Reisezeit mit einer Malaria je nach Region zu rechnen und eine Mücke reicht, ist nun mal so.

Thema Standb Medikament, es ist schon bei Erwachsenen sehr schwierig während der Reise und ein Jahr danach eine richtige Diagnose zu stellen, bei Kleinkindern mit höherer Anfälligkeit auf Infektionskrankheiten mit begleitendem Fieber noch um einiges mehr.

Es wird dir nicht gefallen was ich jetzt schreibe, aber eigentlich bin ich ganz froh das andere mit ihren "Erfahrungen" zurückhaltend sind, immerhin geht es um ein Menschenleben 😎

Gruss und gesunde Reise, Kurt
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
499 Beiträge · seit 200616. März 2010 ·
Über eure Kinderärztin kann und will ich nicht urteilen, ich habe nur meine Meinung als einer der wenigen Profis in diesem Forum (ich hab über Höhenmedizin promoviert, bin in der Luftrettung tätig, habe schon viele beatmete Patienten, teilweise an einer Herz-Lungen-Maschine hängend, auf Langstreckenflügen betreut) meine Meinung gesagt. Wenn man auf 1500 m.ü.M. geboren wird (was bei Kindern in den Alpen der Fall ist), ist der Körper angepasst. Wenn man "von Null auf Hundert" auf diese Höhe transportiert wird, ist das etwas anderes. Ich werde mich hüten ,mich auf dieses Niveau zu begeben und hier eine Abhandlung über die Sauerstoffaufnahme beim Säugling (zu dem zählt ein Kind bis zum vollendeten 1. Lebensjahr) schreiben bzw. mich auf eine Diskussion mit pseudo-internet-wikipedia-gebildeten Mitmenschen einlassen. Wir reden hier nicht über ein Kleinkind, sondern über einen Säugling! Wer der Meinung ist, er müsse sein Kind viele Stunden in ein Flugzeug zwängen, es mit mit einer homöopathischen Substanz vor einer tötlichen Erkrankung schützen und auf Ratschläge von Nicht-Fachleuten hören, der soll das tun. Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied. Ich habe in meiner Karriere als Intensivmediziner schon genug Schicksale gesehen. Wir haben bei uns noch keinem Menschen mit Besserwisserei oder Wikipedia das Leben gerettet.
Dem Ursprung dieses Threats will ich damit nicht zu nahe treten, Ihr müsst für Euch selbst das Risiko abwägen und selbst entscheiden, mit oder ohne professionelle Beratung. Am Ende muss jeder selbst die Konsequenzen seines Handelns verantworten.
Viele Grüsse
Tobias

Guido. schrieb:
Hallo,

Tobias schrieb:
Abgesehen, dass eine 10stündige Flugreise für einen Säugling eine immense physische und psychische Belastung ist (Kabinendruck entspricht einer Höhe von 1500m über Meer) und davon jeder Kinderarzt abraten würde,
Dann ist unsere Kinderärztin wohl eine der vielen völlig verantwortungslosen Kinderärztinnen in Deutschland, die da überhaupt kein grundsätzliches Problem sehen. Mir ist unverständlich, wie man als Arzt derart falsche Pauschalaussagen tätigen kann. Wenn ein Luftdruck entsprechend 1500 m.ü.M. für ein Kleinkind problematisch ist, verbietet sich auch ein Urlaub im Harz, in den Alpen, usw....?

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 16. März 2010
2’047 Beiträge · seit 200716. März 2010 ·
Hallo Hippo,
vielen Dank für Deine Antwort. Eine der ganz wenigen, die ich gebrauchen kann.

Ich wollte mich hier nicht "beschimpfen" lassen. Vermutlich hätte meine Frage anders lauten müssen, etwas so: "Hat jemand Erfahrungen mit Malarone Junior, CHloroquin usw...
Vermutlich wären dann die Leute nicht so über mich hergefallen.
Naja egal. Zu den Einzelheiten will ich gar keine Stellung beziehen.
was willst du eigentlich?
Hören dass Fachleute sagen "Laß es sein" offensichtlich nicht. Hören dass es auch andere gibt, die sich um die Meinung von Fachleuten nicht scheren?
Hast du ja auch, Jemand der sich nicht Impfen läßt, jemand mit homöopathischer Malariaprophylaxe. Und geh mal auf die Straße, da findest du sicher auch Jemand,dr Rauchen, Saufen oder Drogen nehmen ganz ok findet. Hättest du das wegen einer solchen Meinung während der Schwangerschaft deines "Zwerges" akzeptiert?
Ich denke, du willst keine Informationen sondern suchst Leute, die dir einfach nur Zustimmen. Und da du das heir nicht bekommen hast schimpfst du jetzt auch noch die, die sich die Mühe machen hier zu antworten.
Ok - gut das ich es weiß - brauch ich mir bei dir diese Mühe nicht mehr machen.

jaw
(übrigens auch Arzt mit flugmedizinischer Ausbildung und Tropenerfahrung)
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
818 Beiträge · seit 200716. März 2010 ·
Nasenspray weitet die Gefäße und erleichtert so den Druckausgleich im Flieger. Außerdem bietet sich in der trockenen Fliegerluft auch ein Feuchtigkeitsnasenspray an.

Vomex A ist ein Mittel für Kleinkinder gegen Reisekrankheit, mit der positiven Nebenwirkung der Müdigkeit.

Ein Nachtflug ist eine super Sache für Kinder, aber beachte, dass noch lange Geräumt und Gerammelt wird (von den Erwachsenen) und somit lange (mind. 2 h) keine wirkliche Ruhe einkehrt. Entsprechend ungünstig dürfte ein Flug sein, der erst 22 Uhr startet, weil die Kinder dann vor Mitternacht keine Ruhe finden. Rücksicht kann man von anderen Mitfliegern nicht erwarten.

Evtl. bieten sich dazu auch Ohropax an, die es für Kleinkinder ebenso gibt, wie für Erwachsene (kleiner, weicher). Über globetrotter kriegst du m. E. auch welche mit Druckausgleichsventil, falls wirklich Probleme beim Druckausgleich bestehen.

Die Kinder sind am Ankunftsmorgen genauso gut oder schlecht drauf, wie man selbst. Man hat zwar geschlafen, aber nicht wirklich toll. Aber je nach Kind stellt das kein Problem dar.

11 Monate alte Kinder werden für gewöhnlich nicht mehr in der einhängbaren Babyschale zugelassen, zumindest wurde uns immer gesagt: bis 6 Monate.

Unsere Reiseberichte mit Kleinkindern, u. a. ins Südliche Afrika (RSA, NAM, BOT, MOZ), findest du über unten stehenden Link. Wir sind nicht selten konkret auf das Thema Reisen mit Kindern eingegangen und haben auch diesbezüglich unsere Erfahrungen geschildert. 🙂

Ansonsten keine Sorge - die "Beschimpfungen" aus dem Forum zu diesem Thema musste bis jetzt jeder einstecken, der solche Fragen stellt, 😉 warum auch immer.
http://www.oribi.de/
Gast16. März 2010 ·
Hallo Tobias,

ich finde es grundsätzlich sehr gut, wenn Du Dich als Arzt hier zu dem Thema äußerst.

Tobias schrieb:
Über eure Kinderärztin kann und will ich nicht urteilen, ich habe nur meine Meinung als einer der wenigen Profis in diesem Forum
Dann solltest Du aber gerade bei so einem Reizthema und als Profi etwas präziser formulieren. Wenn man seine persönliche Meinung kundtut, dann macht man das mit Sätzen wie "Ich rate davon ab." Wenn man wie Du schreibt "Jeder Kinderarzt würde davon abraten", dann ist das eben (bewusst?) keine Meinungsäußerung oder persönliche Einschätzung, sondern eine pauschale (und definitiv unzutreffende) Feststellung. Nur deshalb bin ich darauf eingegangen.
Wenn man auf 1500 m.ü.M. geboren wird (was bei Kindern in den Alpen der Fall ist), ist der Körper angepasst.
Deshalb schrieb ich auch explizit nicht von dort geborenen Kindern, sondern von Urlaub in den Alpen. Die Kindern sind die Verhältnisse (Luftdruck, Sauerstoffgehalt, ..) dann auch nicht gewohnt und werden ggf. auch innerhalb von 20 Minuten von 0 auf über 2.000 m.ü.M. gebracht.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 16. März 2010
499 Beiträge · seit 200616. März 2010 ·
@ Oribi:

Du hast Recht, Beschimpfungen gehören hier nicht her. Und ich habe weiter oben schon gesagt, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, was er tut. Schlussendlich erlebe ich fast jeden Tag Menschen, die sagen "...hätte ich nur nicht..." (oder ihre Angehörigen).
Nur kurz zu Deiner Antwort: Nasensprays mit gefässverengenden Substanzen haben z.T. erhebliche Nebenwirkungen. Nasivin gibt es als Präparat für Säuglinge, trotzdem sind ein Rebound (nach Abklingen der Wirkung ist die Nase noch mehr zu, als vorher), trockene, schmerzende Schleimhäute (die trockene Kabinenluft sorgt eh schon dafür) und auch Herz-Rhythmusstörungen und kurzzeitiger Blutdruckanstieg nicht selten.
Dimenhydrinat (Vomex A) ist erst ab dem 2. Lebensjahr zugelassen. Das es als Antihistaminikum müde macht, ist meist ein wünschenswerter Nebeneffekt, stimmt. Aber auch sie stellen einen erheblichen Eingriff in den (bei einem Säugling noch nicht voll ausgereiften) Stoffwechsel dar.
Ohne den Säugling zu kennen, sein Geburtsgewicht, Verlauf von Geburt und Schwangerschaft etc. würde ich mir nie anmassen, medikamentöse Empfehlungen abzugeben, so wie einige "Spezialisten" in diesem Thread.
Viele Grüsse
Tobias

oribi schrieb:
Nasenspray weitet die Gefäße und erleichtert so den Druckausgleich im Flieger. Außerdem bietet sich in der trockenen Fliegerluft auch ein Feuchtigkeitsnasenspray an.

Vomex A ist ein Mittel für Kleinkinder gegen Reisekrankheit, mit der positiven Nebenwirkung der Müdigkeit.

Ein Nachtflug ist eine super Sache für Kinder, aber beachte, dass noch lange Geräumt und Gerammelt wird (von den Erwachsenen) und somit lange (mind. 2 h) keine wirkliche Ruhe einkehrt. Entsprechend ungünstig dürfte ein Flug sein, der erst 22 Uhr startet, weil die Kinder dann vor Mitternacht keine Ruhe finden. Rücksicht kann man von anderen Mitfliegern nicht erwarten.

Evtl. bieten sich dazu auch Ohropax an, die es für Kleinkinder ebenso gibt, wie für Erwachsene (kleiner, weicher). Über globetrotter kriegst du m. E. auch welche mit Druckausgleichsventil, falls wirklich Probleme beim Druckausgleich bestehen.

Die Kinder sind am Ankunftsmorgen genauso gut oder schlecht drauf, wie man selbst. Man hat zwar geschlafen, aber nicht wirklich toll. Aber je nach Kind stellt das kein Problem dar.

11 Monate alte Kinder werden für gewöhnlich nicht mehr in der einhängbaren Babyschale zugelassen, zumindest wurde uns immer gesagt: bis 6 Monate.

Unsere Reiseberichte mit Kleinkindern, u. a. ins Südliche Afrika (RSA, NAM, BOT, MOZ), findest du über unten stehenden Link. Wir sind nicht selten konkret auf das Thema Reisen mit Kindern eingegangen und haben auch diesbezüglich unsere Erfahrungen geschildert. 🙂

Ansonsten keine Sorge - die "Beschimpfungen" aus dem Forum zu diesem Thema musste bis jetzt jeder einstecken, der solche Fragen stellt, 😉 warum auch immer.
499 Beiträge · seit 200616. März 2010 ·
@ Guido:

Ok, ich stimme Dir zu, das war eine pauschale Aussage zu den Kinderärzten. Ich habe auch Erfahrung in Neugeborenen-Intensivmedizin und ich weiss daher, wie empfindlich ein Säuglingshirn ist. Eine diskrete Hypoxie (Sauerstoffmangel) im Gehirn, wie sie bei einem Urlaub in den Alpen über 2000m auftreten kann, merkt man sicher nicht, das Kind wird ja nicht bewusstlos. Aber Unruhe, "Nörgelei", Konzentrationsstörungen sind möglich und treten viel auf.
Ausserdem lässt sich ein Besuch eines Gipfelrestaurants auch nicht mit x Stunden im Flugzeug (bei 1500m Höhe) vergleichen. Ansonsten würde, so gefragt, ich von solch einer Reise abraten. Ich habe eben meine Frau gefragt, sie ist Leitende Ärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe und sie sagt klar, wenn sie gefragt wird, rät sie im ersten Lebensjahr von "Höhenurlauben" ab. Nur fragen eben viele nicht und fahren einfach.
Und ich habe mal eine Untersuchung bei "meinen" Helikopterpiloten bei der Rega gemacht. Sie haben nach Einsätzen in der Höhe, die länger (mehrere Stunden) gedauert haben, wie z.B. Lawineneinsätze oder Spaltenbergungen, über Konzentrationsstörungen geklagt. Dies lies sich klar auf die reduzierte Sauerstoffsättigung im Blut zurückführen.
Aber wir sind vom eigentlichen Thema abgewichen. Malaria stellt weltweit ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar und man stirbt unbehandelt und teilweise auch behandelt an der Malaria tropica. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Liebe Grüsse
Tobias
zuletzt bearbeitet 16. März 2010
649 Beiträge · seit 200716. März 2010 ·
"Beschimpfungen"????!???
Habe ich in dieser Diskussion keine entdecken können. Abweichende Meinungen allerdings schon.

Wenn Ihr "Reisende mit Kindern" darauf bereits emfindlich reagiert... Könnte es dann sein, dass Ihr doch nicht ganz so sicher seit, daß Ihr zum Wohle der Kinder handelt?
727 Beiträge · seit 200816. März 2010 ·
Oh mann, das ist ja ein Thread 🙄

Ich hoffe die Threadstarterin liest auch noch mit.

Ich habe zwar keine Erfahrung mit den Medikamenten bei Kindern, aber mal selber einen Tipp (für Erwachsene!) bekommen, über den Ihr vielleicht auch mal nachdenken könnt.

Als ich das erste Mal Lariam genommen haben, hat man mir empfohlen schon 2 Wochen vorher damit anzufangen (Normalerweise nimmt man die erst eine Woche vorher). Warum? Damit man die "Nebenwirkungen" schon zuhause bekommt und dann noch eine Möglichkeit hat zu reagieren und eventuell auf "Plan B" umzuschalten. Ausserdem kann man so ausschliessen, dass beobachtete "Nebenwirkungen" nicht ganz andere Ursachen haben (Klima- / Essensumstellung)

Klar, man verlängert natürlich die Einnahmezeit des Medikaments, aber wenn man sich sowieso für die chemische Keule entschieden hat, macht das den Braten auch nicht mehr fett.

Wenn Ihr Euch entschieden habt Eurem Nachwuchs Vor-Ort die Chemo zu verabreichen, dann macht ein Vorab-Test die Sache nur unwesentlich "schlimmer" und Ihr könnt Euch im Notfall einen Plan B überlegen? Ihr werdet aber nicht darum herumkommen einen erfahrenen Arzt zu finden, der z.B. beurteilen kann, wie lange man das Medi der Wahl nehmen muss, damit die Nebenwirkungen auch auftreten können.

Gruß

Dino
Gast16. März 2010 ·
Hallo,

giraffenmog schrieb:
Könnte es dann sein, dass Ihr doch nicht ganz so sicher seit, daß Ihr zum Wohle der Kinder handelt?
Natürlich ist man vor der ersten (Fern-)Reise mit einem kleinen Kind höchst unsicher. Das ging uns zumindest so. Wir haben lange hin und her überlegt, ob wir das verantworten können und wollen.

Die meisten Bekannten und Verwandten schütteln nur den Kopf. Die haben in der Regel aber auch weder eigene Erfahrungen zu Fernreisen mit kleinen Kindern noch kennen sie Länder wie Namibia und Botswana. Eine pauschale Ablehnung basiert dann häufig vor allem auf diffusen Vorurteilen. Umso größer das Unwissen war, umso entschiedener war häufig die Ablehnung derartiger Reisen. Den Vogel abgeschossen haben meistens die, die selbst überhaupt keine Kinder haben.

Wir haben versucht, uns nicht von gefühlten Risiken leiten zu lassen, sondern zu allen theoretischen Risiken möglichst viele Informationen zu sammeln, um diese dann möglichst rational beurteilen zu können. Unser Zwerg bekommt weder was zum ruhig stellen beim Flug noch prophylaktisch etwas gegen Malaria. Die Malariagefahr kann man durch Wahl von Reisezeit und Reiseroute auf Nahe null bringen.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 16. März 2010
499 Beiträge · seit 200616. März 2010 ·
Ich hab Zwillingsmädchen, letzte Woche 12 geworden... 😉
Gast16. März 2010 ·
Hallo Tobias,
Tobias schrieb:
Ich hab Zwillingsmädchen, letzte Woche 12 geworden... 😉
Glückwunsch - somit für qualifizierte Aussagen qualifiziert 🙂

Ganz interessant zur Malaria sind übrigens die Karten vom Mara-Projekt. Dahinter stecken Forschungseinrichtungen und Ministerien diverser Länder. Während viele in Europa gängige Malaria-Karten lediglich die grundsätzlichen Malariagebiete kennzeichnen, kann man den Mara-Karten auch entnehmen, wann die Malaria-Saison beginnt und endet. In den meisten Malaria-Gebieten der Welt ist die Malaria-Infektionsgefahr schließlich "nur" ein saisonales und kein ganzjähriges Problem.

Wichtig ist zu verstehen, dass die meisten Karten nicht auf Basis der Erfassung von Infektionsfällen vor Ort o.ä. erstellt wurden, sondern auf Basis eines Klimamodells. Die Karten stellen darauf ab, wann es in den einzelnen Regionen die klimatischen Bedingungen gibt, die die Anophelesmücke zwingend braucht. Da das Wetter auch mal deutlicher abweichen kann, sollte man, wenn man ganz sicher gehen will, also ein paar Toleranzen dazurechnen.
http://www.mara.org.za/mapsdownltab_pdf.htm

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 16. März 2010
3’766 Beiträge · seit 200616. März 2010 ·
Hallo,

unabhängig davon wer, was und überhaupt etwas gegen Malaria und dessen Folgen unternimmt oder kann, gelegentlich habe ich das Gefühl das Malaria nicht immer als das Wahrgenommen wird was es ist

Eine wahllos mordende Krankheit

Es ist sicher gut für die richtige Entscheidung wenn man die Fakten wieder einmal zur Kenntnis nimmt siehe PDF im Anhang.

Nachdenkliche Grüsse, Kurt

📎 http://www.namibia-forum.ch/media/kunena/attachments/legacy//files/Malaria_De_de_1779791.pdf
📎 Malaria_De_de_1779791.pdf
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
zuletzt bearbeitet 16. März 2010
499 Beiträge · seit 200616. März 2010 ·
Hallo nachdenklicher Kurt,

ich hatte ja darauf auch schon hingewiesen:

Tobias schrieb:
@ Guido:

Aber wir sind vom eigentlichen Thema abgewichen. Malaria stellt weltweit ein erhebliches Gesundheitsrisiko dar und man stirbt unbehandelt und teilweise auch behandelt an der Malaria tropica. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Dein PDF zeigt es eindrücklich...
Gesunde Grüsse
Tobias
415 Beiträge · seit 201016. März 2010 ·
Hallo Tobias,

wir sind Kollegen - ich nunmehr 25 Jahre als Kinder- Jugendarzt mit Schwerpunkt Reise- und Tropenmedizin, reiseerfahren und privat eine Krankenstation in Tansania unterstützend/regelmäßig besuchend.

Du und ich, aber auch viele unserer Kolleginnen und Kollegen warnen doch nicht zum Vergnügen (vor Hirnödem eines Sgl.-Gehirnes bei niedrigem O2-Partialdruck während der Langstrecke, vor schwieriger Diagnostik und noch komplizierterer Therapie bei Sgl. mit z.T. überhaupt nicht zugelassenen Medikamenten u.a.) - NEIN, wir haben leider etwas gesehen, was vielen anderen Menschen glücklicherweise erspart geblieben ist. Und so kommt es eben zu unterschiedlichen Warnehmungen der realen Gefahren, was eine sachliche Diskussion leider fast unmöglich macht.

Dennoch, ich werde nicht nachlassen und bitte hippon (so er noch mitliest) lass Dich von Eurer Kinderärztin zu einem erfahrenen Reise- und Tropenmediziner überweisen. Nur er kann nach der Anamneseerhebung Euer individuelles Risiko abschätzen und Entsprechendes empfehlen. Jedes Internetforum muss hier wegen fehlender oder viel zu oberflächlicher Individualkenntnis versagen.

Jens-Uwe
Meine letzten Reisen
zuletzt bearbeitet 16. März 2010
273 Beiträge · seit 200616. März 2010 ·
Hallo Jens Uwe,
vielleicht könntest du deinen letzten Abstatz kopieren. Den finde ich sehr gut. Wenn dann in Zunkunft wieder jemand eine Frage zu solch einem unendlichen Thema in einem Reiseforum stellt könntest du in ganz einfach wieder einfügen. Vielleicht sollte man ihn auch ins FAQ aufnehmen. Wobei das wohl auch nicht wirklich helfen wird.

Jürgen
www.born-tobewild.de
1’910 Beiträge · seit 200616. März 2010 ·
Hallo zusammen,
wenn ich mich auch zum zigsten Male dazu äussere, auf der Seite 2 dieses Freds hab ich zur Wiki verlinkt.

Wenn in Wochen oder irgendwann eben, etwas zu diesem Thema auftaucht wird der Thread wieder endlos lang, die FoMi haben schon so oft darauf hingewiesen... in die FAQ bzw. jetzt in die neu Wiki vorher zu schauen oder die Suche zu nutzen.

"Ah die Oma von Tante Erna hat da was, dass kannste auch nehmen"
Nein eben nicht
Wer übernimmt die Verantwortung hier, wenn gesagt wird "nehme schon 7x das und das, es war nie etwas" und plötzlich eine Kreuzreaktion beim FoMi, weil's vorher ein bestimmtes anderes Medikament hat nehmen müssen...
Jeder weiss nur zu gut was dann kommt, "ja im Forum ist das und das gesagt worden, hätte ich nur..."

Es wird generell hier und in der Wiki davon gesprochen, dass ein Facharzt am besten darüber etwas aussagen kann, auch die Frage zum Kind.
Gruss, der K l a u s Nicht behindert zu sein ist ein Geschenk, welches einem schnell genommen werden kann....... In einem Augenblick! ...... Wer einen Fehler macht und ihn nicht korrigiert, begeht schon den zweiten...