Camping-Gebühren Savuti 50US$ pro Person?

35 Antworten · 13,4k Aufrufe · gestartet 09. Feb. 2010 von Tiger-Lilli
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5’486 Beiträge · seit 200915. Feb. 2010 ·
Auch ich sehe weniger in dem Betrag von 50,-US$ das Problem, als vielmehr in dem undurchsichtigen Buchungsprozedere.
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1’290 Beiträge · seit 200615. Feb. 2010 ·
Das Buchungsprozedere ist nicht undurchsichtig sondern ziemlich klar festgelegt: Zahlungsarten, Zahlungsziele, Anzahlungen und Überweisungsarten. Man muss halt nur aktuell informiert sein, ein "früher war alles besser" gibt es auch hier nicht und hilft auch nicht weiter.

Statt 2 unzuverlässige Ansprechpartner hat man jetzt halt 8 Ansprechpartner für seine Botswana Buchungen. Manche der neuen Konzessionsinhaber antworten schnell, manche sind nur "proudly 100% Botswana" Für die meisten Bereiche hat sich eine klare Verbesserung gezeigt.
Nicht angezahlte Buchungen verschwinden ziemlich schnell aus den Buchungssystemen und blockieren nicht ewig. Es sind sogar durch Stornierungen wieder Campingplätze im Moremi im Juli - Oktober 2010 frei geworden, die eigentlich bereits seit Monaten ausgebucht waren.

Tendenz: Die teuren wie Savuti und Linyanti und Khwai sind eher ausgebucht, während die günstigen wie South Gate und Third Bridge eher noch zu haben sind.

Die sanitären Anlagen sind zum Teil hervorragend geworden, wenn auch durch deutsche Steuerzahler finanziert und nicht durch die neuen Konzessionsinhaber, die jetzt hohe Gebühren - hoffentlich als Anschubfinanzierung - abschöpfen.

Die Konzessionsinhaber mussten Ihre ausgeschriebenen Konzessionen holterdiepolter übernehmen. Eigentlich war erst eine Privatisierung ab Mai 2010 geplant und nicht so überraschend inmitten der Saison im August 2009. Daher sicher auch ein paar Anlaufschwierigkeiten.

Stressoren kommen eher durch Dinge wie: Mehrwertsteuererhöhung um 2% in Botswana ab 01.April,
anbieten von Inselcamping im Moremi für Dachzeltinhaber, Blitzeinschläge in Maun und mehrtägige Ausfälle von Faxgeräten, die technischen Probleme für Europäer Faxe mit Kreditkartendetails nach Botswana durch zu bekommen, sowie umständliche Banküberweisungen.

Mit sonnigen Grüßen aus Dornach
Carsten Möhle

P.S.: Ich muss mich heute für 20 Minuten unter einen Turbobräuner legen. Dafür bezahle ich dann 12 Euro. Für das gleiche Geld könnte ich mich den ganzen Tag in einem der Großwildreichsten Nationalparks der Welt herumtreiben ( um ihrer Lebensmittel beraubten Europäer beim traditionellen verhungern zuzuschauen ? ).
Gast15. Feb. 2010 ·
ja über die deutschen Turbobräuner hab ich mir auch schon so meine Gedanken gemacht.....

aber Herr Möhle - ja nun geben sie doch mal einige Tipps, wie Sie den Lebensmitteltransport in BW handhaben, damit Sie zu den Zuschauenden und nicht zu den Verhungernden gehören.

Gruß
1’290 Beiträge · seit 200615. Feb. 2010 ·
Sehr geehrter Sambezi,

sicher wird irgendwann einmal auf den einschlägigen Kernwebseiten der religiösen Führer zu Namibia und Botswana ein Botswana Kochbuch als .pdf zu finden sein. Direkt neben dem "Flattened Fauna" Ausgaben. Wahrscheinlich wird es eine Anti - Atkinson Bewegung entspringen und vornehmlich mit Reis, Spagetti, Tomatensoße und Nutella auskommen. Es wird Salate geben, ich hörte von Gurken und Tomaten.
Die Kinder erfreuen sich an verdönerten Dosen-Wiener.
Papa bekommt dampfende Bratkartoffeln und im Potjie werden die Pommes im Heißen fett gegrillt mit einem lekkeren honigverschmierten Bratapfel als Nachtisch.
Mutti steht dafür auf Heringsmakrelenfilets in Tomatensoße, die mit dem frischgebackenen Stockbrot zu einem schmackhaften Brei verrührt werden.

Man fährt dann wieder mit der Angel, um auf der Nationalparkabgewandten Seite eine der zahlreichen Kwaibrassen zu erhaschen oder fährt kurz bei Mc Paddel in der Dorfschaft Khwai vorbei, um sich aus dem Lande zu verpflegen und der dortigen Bevölkerung zu zeigen, dass Tourismus sich auch für sie lohnt.

Vielleicht hilft dieser dänische Entwicklunsgshilfeansatz:
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26924/1.html

Auch gibt es Grillpakete / Braaipacks der verschiedenen Unterkünfte, aus denen man mit Hilfe dieser ortsfesten logistischen Einrichtungen auch mobil köstliche Speisen zubereiten kann. Lukullus läßt grüßen.

Auch mit Formfleischversuchen wie corned beef lassen sich jede Menge Fleischbeilagen und Aufpeppungen erfolgreich simulieren. Mit corned beef gesprenkelte Semmelknödel in Rindfleischbrühe gesimmert, fällt mir jetzt so auf die Schnelle ein.

Sicher fährt man auch weiterhin nicht mit einem Schlachtschußapparat aus dem Metzgereibedarf neben seinem Leatherman am Gürtel durch die Nationalparks.

Warum nicht einmal Sonntagmorgens fern der Rindfleischtheke den Tag mit einem Muesli beginnen? Oder ein Tofu-Oryxxschnitzel in die Pfanne hauen, bevor es die Hyäne wegschnappt.

Vielleicht gibt es ja endlich einmal am North Gate Campingplatz einen ausgehöhlten verlassenen Termitenhügel, den findige Reiseveranstalter als Backofen für Bushpizza 9 Kostbarkeiten umgebaut haben, wie zum Beispiel am Mount Etjo.

Und abends am Lagerfeuer wird die Geschichte vom Bonbon aus Wurst, das Glück gebracht hat, erzählt. Denn nicht jedes Problembewußtsein braucht auch ein Problem.

Mit sonnigen Grüßen aus Dornach, noch 90 Minuten bis zur Turbosonne.
Carsten Möhle
Gast15. Feb. 2010 ·
danke für die nett verpackte Beschreibung - wird sicher vielen BW-besuchern helfen.
Ich bleib dann doch lieber bei meiner Variante...
Gruß
459 Beiträge · seit 200615. Feb. 2010 ·
zuletzt bearbeitet 15. Feb. 2010
193 Beiträge · seit 200915. Feb. 2010 ·
Hallo,
einen freundlichen Gru0 aus dem Osten der Bundesrepublik,
vornweg nichts gegen die Preis auf den Campsites in BW nichts gegen die VK auf den Strassen von BW !
Das ist alles OK - ich hoffe das Bleibt.
Wer das nicht versteht sollte doch lieber woanders Urlaub machen - oder den ohnehin sinnlosen Versuch starten aus Botswana die zigste Republik Deutschlands machen mit MC doof und wie sie alle heißen - würde Euch das gefallen ?
Wir lieben das südliche Afrika wie es ist und freuen uns wahnsinnig auf unseren nächsten Trip - komme was wolle.
Sambezi - wer sich so nennt sollte auch so sein - oder ?

Gruß Potje

Wir hoffen, dass es in Botswana und rundherum noch recht lang so bleibt wie es ist - frei von gesetzlichn Reglementierungen eben Afrika pur !Wir haben es uns schon lang abgewönht Fleisch zu transportieren und uns über solche Sachen aufzuregen - bleibt cool und freundlich zu jedermann und jedertier!
Gast15. Feb. 2010 ·
Hallo Potje,

Sambezi - wer sich so nennt sollte auch so sein - oder ?

Wie, tief, tückisch, undurchsichtig und doch ruhig und träge dahinfließend???? 😎 🤩 😛

Wollte noch etwas nachschieben, wegen den "frei von gesetzlichen Reglementierungen" laß Dir mal das Buch zeigen, wo die gesetzlichen Regelungen über das Verhalten in den Nationalparks geregelt ist, das ist so dick wie die Bibel. Oder setz Dich mal an der Grenze ins Office vom diensthabenden Beamten und lass Dir die Verkehs- und Grenzbestimmungen zeigen und Dir erklären, warum die Strecke x von Gobabis kommend zb. 160,- Pula kosten und für die gleiche Strecke x von Zimbabwe kommend plötzlich 4 mal so teuer sein soll.
Die haben schon Gesetze und wenn es Dich trifft, dann werden die eng ausgelegt...

Wenn man natürlich hinnimmt wie es ist und Du tust was Dir gesagt wird, dann ist man frei, das stimmt.

Aber das ist nur meine Erfahrung, wie auch schon gesagt, jedem das was er mag.

Gruß
zuletzt bearbeitet 16. Feb. 2010
76 Beiträge · seit 200816. Feb. 2010 ·
Um noch mal auf die Campinggebühren zurückzukommen...
das war ja nur eine Frage der Zeit, bis die Gebühren höher werden, denn die Preise sind für uns ja auch extrem gesunken in den letzten Jahren, was nicht zuletzt wohl auch am Wechselkurs liegt. Die Park Entrance Fee ist ja nach wie vor gering. 1992 und auch 1997 noch war Botswana viel teurer, und da gab's so gut wie gar keine Einrichtungen bzgl Wasser, Klo, Dusche, Grillplatz oder ähnlichem. Da war Moremi teurer als die Serengeti, und in der Serengeti wird man (2 Personen, 1 Auto) heute mindestens 160 US$ pro Tag los. Auch South Luangwa in Zambia kostet heute noch - ohne Übernachtung - um die 75 US$ am Tag.
Das Ärgerliche an der ganzen Geschichte ist doch eher die Umständlichkeit der langfristigen Vorausbuchungen und der Verlust an Freiheit für spontane Routendurchführung. Ich wüßte gerne mal, wieviele Campingplätze nur so auf Verdacht gebucht und bezahlt werden und dann doch leer stehen bleiben. Logisch, denn so einen strikten Fahrplan kann und will man doch kaum einhalten. Es gab Zeiten, da hatten die Ranger an den Parkeingängen einen ziemlich perfekten tagesaktuellen Überblick über die Auslastung ihrer Campsites und es war selbst in der Hochsaison nie ein Problem, einen Stellplatz zu erhalten. Aber das ist schon länger her und ich verstehe nicht wirklich, warum das heute nicht mehr so funktionieren kann. Aber das ist ja jetzt nicht das Thema...
193 Beiträge · seit 200916. Feb. 2010 ·
Wie, tief, tückisch, undurchsichtig und doch ruhig und träge dahinfließend????

Nein !!!!! Abenteuerlich einladend, Offen, !

Hallo Sambezi,

keine Kritik an Deiner Person - es ist so - bist Du in den Mühlen des Gestzeswerkes wird es unverständlich, vielleicht sogar Ernst. Den Zeitpunkt des Werkseintritts kann man manchmal gar nicht selbst bestimmen.Das kenn ich zu genüge aus der Zivilisation.
Wir als moderne Abenteuerer suchen ja wohl immer noch wie eben früher. Vorbei - schade aber um zu überleben muss man sich halt anpassen. Meiner Frau und mir fällt das offensichtlich nicht so schwer drum denke ich halt so 40 Jahre Sozialismus prägen und erziehen !!!
Worüber wundern wir uns eigentlich - vor zwanzig Jahren gab es im Osten kaum Leute mit irrsinnig viel Geld - ich schliesse den gesamten Ostblock ein. Heut gibt es sie !!!!
Auch in Afrika - das ist so!
Hart ist - wer nicht dazu zählt, muss eben bei seinem beabsichtigten Besuch wie eben in Savuti 50US$ pN zahlen, denke bitte daran die Lodgen in den NP von BW kosten das 10 bis 15 fache pN - und - die Dinger sind Randvoll.
Die Lodgegäste treffen bei ihrem Gamedrive auf Camper wie Dich und mich - das ist für die Ranger bestimmt erklärungsbedürftig - oder ?
Aus eigener Erfahrung haben ich noch nicht erlebt, dass sich die Edelgäste unter das Campervolk mischten - wir machen es andersherum - wir mischen uns bei denen unter. Gehen zum Frühstück in die Lodgen - und das für ein geringes Endgeld - so gleichen wir aus. Es gibt viele Möglichkeiten auch angenehme Seiten in seinem ohnehin kurzem Besuch auf der Erde für sich zu finden.
Alles Gute

Potje
5’486 Beiträge · seit 200916. Feb. 2010 ·
Edwinas Beispiel mit der Serengeti verdeutlicht sehr gut meine Ansicht. In der Serengeti zahle ich noch erheblich mehr und die die gesamte Campingplatz-Infrastruktur besteht aus einem Schild mit der Aufschrift "Campsite". Aber ich kann jederzeit ungeplant und spontan ankommen und dort übernachten. Diese Freiheit ist für mich unbezahlbar.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Gast16. Feb. 2010 ·
Hallo Potje,

na gut, dann werde ich mal die Eigenschaften versuchen zu beherzigen… 😛 😛 😛

Aber die angeblich ausgebuchten Lodges sind nicht nur ein Tribut zahlender Gäste. Wer belegt die Lodges – Reisegruppen, geführte Touren etc. eher seltener individual Reisende.
Auch die haben Rahmenverträge oder meinst Du, ein Veranstalter sagt, ich bringe Euch im Jahr soundso viele Gäste und der zahlt den Preis wie Du als Einzelreisender? Ich glaube selbst dort ist der Konkurrenzdruck ziemlich hoch, als das die Lodges keine Preisnachlässe mit Hinsicht der Belegungsquote geben.

Ich war oft in der KUBU Lodge – meine Beobachtung: Zimmer kaum belegt, Swimmingpool und Bar leer, das Boot für die Flussfahrt lag ungenutzt am Steg. Obwohl ich keinen Platz mehr irgendwo in den Parks buchen konnte weil alles belegt war sagte mir der Barmann, dass z.Zt wenig Besucher in der Stadt sind.
IHAHA Camp – es war alles ausgebucht, aber Ihr könnt an den Ersatzplätzen stehen… Haben ich auch getan, brauch ja nix weiter – aber wenn ich dann sehe, dass die offiziellen Plätze leer geblieben waren, zweifelt man schon ein wenig…

Aber die gleiche Strategie versucht ja Namibia zu fahren, erst war alles ausgebucht und dann gabs plötzlich Preisnachlässe für alle? Komisch. Endergebnis – die Leute fahren nicht mehr hin bzw. übernachten außerhalb – die Etosha Safari Lodge vor Etosha wächst und wächst…

Aber zurück: Anpassen ok – aber keine Kritik üben und nicht sagen was einem nicht gefällt nein, dass muss nicht sein.

Gruß
2 Beiträge · seit 201012. März 2010 ·
Hallo Jenny

Ich bin am Suchen der Reservierungsadresse (per mail) für das Savuti Public Camp, kann aber nirgens eine Anschrift finden. Kannst du mir sagen wie diese lautet?
193 Beiträge · seit 200912. März 2010 ·
Hallo martin57

Savuti Public Camp ist genau wo ?

Gruß Potje
2 Beiträge · seit 201013. März 2010 ·
Morgen Potje
Ich meine das Camp in der Nähe der Savuti Safari Lodge, auf meiner Karte mit Savuti Camp Site vermerkt auf anderen websites eben als Savuti Private Camp bezeichnet. Das ist aber wohl dasselbe, denn alle liegen an der Strassenkreuzung Chobe - Moremi -Linianti am ausgetrockneten Savuti River.
Danke für die Hilfe und besten Gruss.
761 Beiträge · seit 201013. März 2010 ·
Die Savuti Campsite wird über die Mapula-Lodge reserviert.

http://www.mapulalodge.com/

Dort findest Du auch die Email-Adresse.

Gruß Doro
~ Africa is a feeling ~