Zimbabwe Poachers Paradise?

15 Antworten · 3’820 Aufrufe · gestartet 11. Feb. 2010 von schoelink
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Gast11. Feb. 2010 ·
wollte Bild einfügen - funzt nicht - leider
zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2010
470 Beiträge · seit 200614. Feb. 2010 ·
Auch wenn es in diesem Beitrag gut portraitiert ist, dieses Problem ist ja nicht Zimbabwe-spezifisch, sondern ist abertausendfach auf der ganzen Welt anzutreffen. Im Vergleich mit anderen für die Biodiversität wichtigen Habitaten steht Zimbabwe sogar noch sehr gut da.

Wer den Tieren helfen will, soll solche Gebiete in seine Reisepläne mit einschliessen.

Patrick
www.mywilderness.net
3’766 Beiträge · seit 200614. Feb. 2010 ·
Hallo,

ich unterscheide in zwei Kategorien der Wilderei

erstens die jenige der Trophäenwilderei um zB den Chinesischen Markt
für die «Potenzschwachen» Asiaten zu beliefern 🤩

zweitens die «Hungerwilderei» wo es einfach ums tägliche überleben geht!

Bei letzterem müssen wir, die wohlhabenden Industrieländer, uns an die eigenen Nase fassen weil wir doch mit ein Grund sind das die Armutsschere immer weiter aufgeht.

Bei der Trophäenwildereri können wohl nur drakonische Strafen etwas ausrichten
und vll sollten wir den Chinesen «Viagra for free» geben 🤩

Tourismus kann aber bei beiden eine positive Wirkung haben, wenn Einhamen zugunsten der Bevölkerung verwendet werden Arbeit (zB Wildhüter) = Geld = etwas weniger Hunger.

Gruss Kurt
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365 Beiträge · seit 200614. Feb. 2010 ·
Dem statement von Kurt bleibt nichts hinzuzufügen! Die Ranger im Matopo haben sehr beklagt das keine Touristen mehr kommen! Das Fernbleiben von Touristen spielt den Wilderen geradezu ins Handwerk.


Crazy Zebra schrieb:

Tourismus kann aber bei beiden eine positive Wirkung haben, wenn Einhamen zugunsten der Bevölkerung verwendet werden Arbeit (zB Wildhüter) = Geld = etwas weniger Hunger.

Zudem wird durch die Präsenz der Menschen auf der Fläche das Wildern erschwert. Niemand will Bilder wie diese (Matopo National Park Januar 2010)
Egal ob so etwas aus Geldgier oder Hunger geschieht, wobei mir die Wilderei aus Hunger hier eher im Hintergrund steht.

Gruss Jörg
Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren; die zweitbeste Zeit ist: HEUTE "Afrika hat seine Geheimnisse und selbst ein weisser Mensch wird diese nie verstehen. Er kann sie aber respektieren." Miriam Makeba One elephant is killed every 15 minutes www.iworry.org
41 Beiträge · seit 200915. Feb. 2010 ·
Herzlichen Dank an pme, Crazy Zebra und muzungu für Euren Aufruf an Reisende, Zimbabwe in ihre Touren einzuplanen! Je mehr Tourismus desto besser, nicht nur für das Land sondern auch für die Parks. Es ist nicht nur das Geld sondern auch Folgendes: je mehr los ist in den Parks, desto weniger Chancen für Wilderer. Außerdem, wenn die Menschen, die seit 10 Jahren jetzt eine wirtschaftliche Durststrecke erleiden durch mehr Besucher auch endlich mal eine Anerkennung ihrer Arbeit bekommen, gibt das ungeahnten Auftrieb und neue Energie.

Wer von Euch noch bei Facebook ist, kann helfen, in dem er/sie dieser Gruppe beitritt: http://www.facebook.com/?ref=home#!/group.php?gid=225363133069 , die Homepage ist wie folgt: http://www.iapf.org .

Beste Grüße, Sabine
1’155 Beiträge · seit 200615. Feb. 2010 ·
Hallo Kurt

Bin einverstanden was Du schreibst. Nur die Bemerkung, dass die Industrieländer schuld sein sollen, dass die Armutsschereimmer weiter aufgeht, kann ich nicht unterschreiben.

Viele Länder in Afrika sind an ihrer misslichen Lage selber schuld. Bestes Beispiel ist Zimbabwe, ein Land von einem Despoten zugrunde gerichtet…oder Nigeria mit riesigen Ölvorkommen und Bodenschätzen, auch ein Staat mit korrupter Regierung, die sich einen Dreck um die eigene Bevölkerung schert, lieber in die eigene Tasche wirtschaftet und schlimmer noch, die Rechte für
Ölförderung den Chinesen überlässt ...

Gruss Beat
3’766 Beiträge · seit 200615. Feb. 2010 ·
Tomcat schrieb:
Hallo Kurt

Bin einverstanden was Du schreibst. Nur die Bemerkung, dass die Industrieländer schuld sein sollen, dass die Armutsschereimmer weiter aufgeht, kann ich nicht unterschreiben.



Gruss Beat
Hallo Beat,

ich habe geschrieben, weil wir doch mit ein Grund sind, nicht ausschliesslich. Ich bin mir sehr bewusst das die Probleme vielschichtig sind.

Aber es fängt leider schon bei uns Reisenden an, da wird um jeden Cent gekämpft und da können meist nur internationale Firmen einigermassen mithalten. Und wenn wir (natürlich nicht alle) dann mal ne Ananas kaufen drücken wir den Preis so weit runter das über dem Strich nichts übrig bleibt für den Verkäufer 🙁 was das Leben nicht wirklich lohnenswerter macht in den Entwicklungsländern.

Politik, Misswirtschaft, Korruption, Aids ect. PP sind auch mir sehr wohl bewusst.

Gruss Kurt
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zuletzt bearbeitet 15. Feb. 2010
1’155 Beiträge · seit 200615. Feb. 2010 ·
Hallo Kurt

Diskussion über Afrika ist immer spannend : -)

Dass mit dem Handeln hast du recht. Handeln muss sein, macht Spass, wird erwartet, in Asien zumindest.

Aber im Gegensatz zu den Einheimischen, hat man das Gefühl, dass es bei vielen Turis um Leben und Tod geht. Beide Seiten müssen das Gesicht wahren, dann ist es am Ende in Ordnung.

Gruss Beat
1’723 Beiträge · seit 200915. Feb. 2010 ·
hallo

zunaechst einmal vielen dank (mal wieder) an schoenlink fuer das video und gleichfalls auch an sabine fuer die links facebook und die homepage.

die diskussion ueber afrika ist passionierend und leider ueber ein forum nicht leicht fuehrbar.

Meine Meinung, zumindest was das wildern angeht, ist jedoch, dass sich die katze hier sehr in den eigenen schwanz beisst. Und das ist aufklaerungs- und erziehungssache. Nicht nur, dass unsere welt um ein vielfaches aermer wird ohne diese spektakulaere tierwelt, auch weil ueber kurz oder lang, wenn nicht gegengesteuert wird, selbst fuer die wilderer nix mehr uebrig bleibt.

Wenn es wirklich um die notwendigsten beduerfnisse geht, das heisst nahrung (schlacht von zebus, zebras etc um das fleisch zu essen) dann kann ich noch verstaendnis aufbringen, wenn es allerdings darum geht unsere lieben chinesischen freunde fuer ihre perversen reize zu befriedigen, dann kann man nur mit dem kopf schuetteln. Es gab ja hierzu vor einer woche schon einmal einen thread.

die bilder und videos die auf der von sabine genannten seite zu finden sind, sind fuerchterlich und lassen auf die grossen qualen der tiere hindeuten. Ein Nashorn, getoetet fuer vielleicht 1 % seines lebendgewichtes (wahrscheinlich sogar weniger) verendet im busch mit einer riesen wunde auf der nase ist ein bild welches sich fuer einen tierliebhaben ins gehirn brennt.

Ich hoffe instaendig, dass es einen tag gibt, an dem zimbabwe zu einer fuer mensch und tier respektvollen regierung zurueck findet, wo es programme gibt die sowohl einen lebensraum fuer mensch und tier gewaehrleisten oder zumindest die regierung sich dem annimmt. ich weiss, heute scheint das utopisch aber traeumen ist ja nunmal nicht verboten...

Fuer all diejenigen, die sich aktiv und finanziell an diesen programmen beteiligen, hoffe ich, dass ihre muehen und aufwendung zu etwas fuehren. Und wenn nur ein nashorn gerettet ist, ein babyelefant verschont.. jedes leben zaehlt..
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
1’457 Beiträge · seit 200615. Feb. 2010 ·
. . . und wieder nur Weiße in den führenden Positionen und als die "großen Schützer"
Gast15. Feb. 2010 ·
Hallo,

ja die Wilderei…

sag ich mal dazu:

Einem Farmer ist das Fleisch ausgegangen, dann nimmt er seine Flinte, steigt in seinen Pick Up, lässt 3 Farmarbeiter hinten aufsteigen und fährt los – schießt nen Kudu (das Wild in Namibia gehört ja dem Staat und somit allen), die 3 Arbeiter bergen ihn aus dem Busch, legen ihn auf die Ladefläche, es wird im Farmhaus zerlegt und wandert in den Kühlraum. Wenn der Farmer Hunger hat, geht er in sein Kühlhaus und holt sich etwas davon und lässt es sich gut gehen.
Nun hat aber der „gewöhnliche Einheimische“ mit schwarzer Hautfarbe, im Allgemeinen landlos und nicht über die Mittel verfügend, sich ein weidgerechtes Wissen anzueignen und sich ne offizielle Flinte zuzulegen, aber mit dem Wissen ihrer alten Jagdmethoden (sh. Buch die „Kavangojäger“ ausgerüstet und hat auch Hunger und eine Familie zu versorgen. Wenn der nun nen Kudu „erlegt“ und will ihn für seinen Hunger verwenden, wird er wegen Wilderei bestraft und verurteilt.
Oder: Eine Jagdgesellschaft erlegt im Beisein etlicher Jagdhelfer ein Nashorn – z.B. offiziell am Waterberg und der Kopf wird abgetrennt und als Trophäe irgendwohin abtransportiert, der Kadaver, wenns gut läuft, ans nächste Dorf als Nahrung geliefert. Das Verständnis dann: Irgendwelche Reiche waren da, haben geschossen und irgendjemand hat viel Geld damit gemacht. Da ja sicherlich, ähnlich wie bei uns, 80-90 % der Bevölkerung aus den elitären Kreisen ausgeschlossen ist, wissen sie natürlich nicht, wer das viele Geld bekommen hat – sie jedenfalls nicht. Ergo, warum sollen wir das nicht selber machen und wir bekommen das Geld…

Wo soll dann ein Verständnis für die Unrechtmäßigkeit herkommen?

Ich möchte nicht wissen, wie wir Deutschen reagieren würden, wenn eine Volksgruppe ungestraft auf der Autobahn so schnell fahren darf wie sie möchten und das ungestraft, die restlichen „Normalos“ müssen hundert fahren, falls nicht, werden sie bitter abgestraft… Oder schimpfen wir nicht, wenn Eliten Steuern ungestraft hinterziehen können und der „Kleine“ wird bestraft… Hat zwar nichts mit Tierleben zu tun, wollte aber das Rechtsverständnis für irgendwelche Dinge andeuten.

Zum Thema China – wo ja etliche Produkte aus Wilderei oder zweifelhaften Fang- und Jagdmethoden hingeliefert werden. Durch unseren Wissens- und Produktiontransfer in diese Länder verstärken wir die Nachfrage und heizen diesen Markt weiter an. Einfach deswegen, weil einer immer größeren Menschengruppe durch verbessertes Einkommen der Zugang zu diesem Markt ermöglicht wird. Solche Produkte gelten halt als Luxus und jeder strebt nach etwas Luxus um sich etwas zu gönnen. Sind wir da aber anders? Oder ist uns der Super Porsche nicht lieber als nen Kleinwagen? Der Sprit wird auch durch große Ölkonzerne aus Quellen bezogen, die unsagbare Umweltschäden, z.B. im Brasilianischen Regenwald verursachen und durch ungerechte Schürfgenehmigungen „offiziell“ sind. Die zig Arten, die dadurch geschädigt werden, interessiert niemanden. Uns auch nicht, wir fahren Autos, Haben Flat TV`s, Handys mit Platin, Gold, Kupfer usw. im Innenleben.

Gruß
3’766 Beiträge · seit 200616. Feb. 2010 ·
Hallo,

zu obigen Beitrag den ich vom generelen Inhalt her sehr gut finde möchte ich doch ergänzend etwas schreiben da aus meiner Sicht nicht alle Fakten berücksichtigt wurden. Man darf mich jederzeit berichtigen, no Body is Pefrect.

Die Wildtiere einer Farm gehören dem Gesetz nach nicht dem Staat sondern dem Besitzer der Farm.
(Ausgenommen Tiere die dem Artenschutz unterliegen)

Wenn der Farmer mit seinen Angestellten eine Antilope schiesst so ist das im Grunde genommen vom Staat verlangt.

Nebst dem Mindestlohn für seine Angestelltem muss der Farmer je Woche 2Kg Fleisch je Person an seine Angestellten abgeben. Dieses Fleisch ist in aller Regel Wildfleisch aus verschiedenen Gründen.

Nashorn im Waterberg,

im Gegensatz zu andern NP wird im Waterberg nur zu Fuss gejagt, das kann dann schon mal länger dauern und ist nicht zwingend von Erfolg gekrönt.

Der Bulle der letzhin geschossen wurde war ein alter Bulle und da im Waterberg es nicht für eine ungebremste Poulation (und Inzucht) platz hat wurde dieser Bulle zu gunsten eines Jüngeren, wie sagt man, entfernt?

Der Erlös der nicht gering war kam wieder dem Park zu Gute, das Horn durfte mW nicht verwendet werden.

Dies ist kein Statement für oder contra der Jagt, sollte meine Infos nicht der Wahrheit entsprechen bitte ich höflich um Korrektur.

Gruss Kurt
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zuletzt bearbeitet 16. Feb. 2010
Gast16. Feb. 2010 ·
Hallo Kurt,
Deine Fakten sind vollkommen richtig und die Dinge die so passieren sind sicherlich auch nicht unrechtmäßig - aber ob das alle Leute verstehen und Einsicht haben?
Du sagst es selbst - dem Farmer gehören die Tiere auf seiner Farm... nun besitzt aber in der Regel nicht jeder eine Farm, welches Verständnis haben die wohl...
Nicht jeder bekommt eine Fleischration, weil nicht jeder auf ner Farm arbeitet. Aber sicher hat jeder Verwante in der Stadt/Dorf und es wird erzählt wie das so geht, auf der Farm.
Stell Dir mal vor, bei uns würden alle finanziellen Hilfen für Menschen abgeschafft, die sich selbst nicht versorgen können, was meinst Du z.B, wie schnell vorm Winter unser Wald angeholzt wäre und sicherlich würden auch wieder Fallen in der Natur auftauchen, obwohl ein Jäger offiziell die erlaubnis hat, die Hege zu betreiben.
Ich will die Wilderei nicht gut heißen, aber wir neigen dazu, die Dinge aus unserer ja so " richtigen und rechtmäßigen" Welt zu betrachten.

Gruß
3’766 Beiträge · seit 200616. Feb. 2010 ·
Hallo Sambezi,

nicht das da ein Missverständnis entsteht!

Ich bin ganz nahe bei dir und deiner Meinung 😉

Es ging mir nur darum ganz emotionslos die Situation ohne Wertung aufzuzeigen.

Gruss Kurt
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zuletzt bearbeitet 16. Feb. 2010
Gast16. Feb. 2010 ·
Hallo Kurt,

nein - wir verstehen schon.

Gruß