Selber Fahren in Sambia Tour im Mai 2010

9 Antworten · 3'468 Aufrufe · gestartet 06. Nov. 2009 von Gemsbok
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Themenstarter13 Beiträge · seit 200906. Nov. 2009 ·
Hallo zusammen

Bin ein eifriger Leser dieses Forums habe aber selbst noch nicht soviel gepostet (quasi gar nichts). Nun habe ich aber bei der Planung unserer nächsten Reise doch eine Frage, bei der ich mir Hilfe und Ratschläge von einigen Afrikaexperten hier erhoffe.

Nächstes Jahr im Mai wollen meine Frau und ich wieder nach Afrika. Unser Wunschziel ist eigentlich Sambia, wir sind uns aber nicht sicher, ob eine Selbstfahrer-Tour für uns machbar ist. Wir waren letztes Jahr in Namibia und Botswana mit eigenem Jeep unterwegs, haben davor aber nur geführte Touren durch Afrika (inkl. Sambia und Malawi) gemacht.
Die Ziele, die wir in Sambia ansteuern wollen sind Kafue, Livingstone, South Luangwa, ev. North Luangwa und (ein Traum von uns) die Bengweulu Sümpfe. Wir haben insgesamt 4 Wochen Zeit für die Tour und wolle uns auch genügend Zeit lassen. Abgelegene Gebiete wollen wir nicht riskieren.
Haltet ihr diese Tour für machbar, was haltet ihr von der Jahreszeit und wie ist die Situation bezüglich selber fahren in Sambia. Habt ihr eventuell Tips zu Autovermietern und Camping-Möglichkeiten in den genannten Gegenden?

Vielen Dak schonmal im voraus

Viele Grüsse

Markus
931 Beiträge · seit 200606. Nov. 2009 ·
Hallo Markus,

als bekennender Samibia und Malawi Liebhaber behaupte ich einfach das jede Jahreszeit reizvoll ist! Allerdings nicht jedes Ziel...

In den North Luangwa und in die Bangweulu werdet ihr im Mai mit großer Wahrscheinlichkeit nicht hinein kommen. Dort steht dann noch alles unter Wasser.

Bevor wir also zu irgendwelchen Details kommen einfach mal vorweg gefragt: seit ihr urlaubstechnisch auf den Mai festgelegt oder könntet ihr auch etwas schieben? So 4-6 Wochen später sieht es meist schon deutlich besser (= trockener) aus.

Gruß

Ulli
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2'732 Beiträge · seit 200606. Nov. 2009 ·
Kafue Nordteil kann an den Basunga Plains auch noch nicht erreichbar sein.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
84 Beiträge · seit 200806. Nov. 2009 ·
Hallo Markus,

für uns war es völlig unproblematisch selbst zu fahren - aber es war im September!
Im Mai sind vermutlich viele Gebiete nicht zugänglich. Entweder Ihr beschränkt Euch auf Ziele, die auch mit hohem Wasserstand gut erreichbar sind oder verschiebt die Reise am besten in den Spätsommer.

North Luangwa ist für Selbstfahrer definitv nicht im Mai machbar. Falls Ihr ins Buffalo Camp möchtet (echt empfehlenswert!): Das öffnet erst im Juni.

Im Shoebill Camp waren wir in diesem Jahr Mitte September wohl die ersten, die selbst reinfahren durften.

Wenn Ihr die Vic Falls schon im letzten Jahr gesehen habt, schlage ich vor, Livingstone wegzulassen und von Lusaka aus zu starten. Das spart Fahrzeit.

Für die Planung sind wir mit dem Bradt Travel Guide und dem Reiseführer von Ilona Hupe sehr gut gefahren. Ich habe gerne zwei Bücher, die sich dann oft ergänzen.

In Sambia müsst Ihr die Camping Plätze in der Regel nicht vorreservieren, es gibt genügend Platz. Außnahmen sind vielleicht North Luangwa und das Shoebill Camp, diese sollte man vorreservieren, wenn man sein Glück nicht herausfordern will.

Grüße Sybille
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Themenstarter13 Beiträge · seit 200906. Nov. 2009 ·
Hallo zusammen

Erstmal danke für die diversen Reaktionen.

Ich hatte mir schon gedacht, dass Mai ein wenig zu früh im Jahr ist, um in den Norden zu fahren. Leider sind wir von der Reisezeit nicht flexibel. Gemäss unserem Ilona Hupe Reiseführer von 2004 könnte es gerade so funktionieren mit den Bangweulu Sümpfen. Eventuell organisieren wir dafür etwas. Ein Hauptgrund, weshalb wir in die Sümpfe wollen, sind die Schuhschnabelstörche. Die Chancen auf eine Sichtung sollen im Mai und Juni deutlich grösser sein.

Welche Ziele sind denn im Mai unproblematisch bzw. empfehlenswert? Für uns ist eigentlich das ganze Land interessant mit Ausnahme Lower Zambezi NP. Den haben wir schon ausgiebig gesehen.

War jemand kürzlich in Sambia und kann etwas über die Versorgungslage mit Benzin und Diesel sagen? Das kann ja manchmal ein Problem in Sambia werden.

Hat jemand Erfahrungen mit dem Autovermieter "Livingstone 4&4 Hire" gemacht? Sind die empfehlenswert?

Vielen Dank

Markus
Gast06. Nov. 2009 ·
Hallo Markus,

wir waren gerade für fast zwei Monate in Sambia,
hier findest du unseren Reisbericht:
http://meet-the-oceans.de/html/17___18_juni.html

Grundsätzlich kann jeder gut, sicher und alleine durch Sambia und Malawi fahren!

Die Versorgungslage mit Benzin und Diesel ist großartig,
wir haben in fast jeder größeren Stadt zwei bis fünf Tanken getrackt,
die auf der T4A Karte nicht drauf sind, alle 50 - 70 km findet man welche.

Das Camp in den Bangweulu Sümpfen wird vom Kasanka Trust gemanaged,
nehmt doch einfach Kontakt auf zwecks Reisezeit.

Der Hupe Verlag ist derzeit in Afrika unterwegs,
Ende November sind sie wieder da und können Euch sicher weiterhelfen.
Der Reiseführer ist wirklich sehr gut und aktuell.

Ich würde an Eurer Stelle auch Ziele in Malawi ansteuern,
die meisten Straßen Malawis sind geteert, es gibt nur wenige
interessante Parks wie das Nyika Plateau. Dafür aber wunderschöne Landschaft,
freundliche Menschen, viel Geschichte....

Von einem Park in Sambia muss ich euch abraten,
das ist der Blue Lagoon NP, man kann eventuell hineinfahren und einen Tagesbesuch machen, Übernachtungsmöglichkeiten gibt es derzeit keine,
und es wird, leider, stark gewildert.

Viele Grüße aus dem Kruger Park,

Beate
Themenstarter13 Beiträge · seit 200909. Nov. 2009 ·
Hallo Beate

Vielen Dank für den Link auf euren Reisebericht. Ich habe bereits etwas darin gelesen und bin mir sicher, dass ich einige wertvolle Tips erhalte!

Mittlerweile haben wir uns definitiv fürs selber fahren entschieden. Nun heisst es Flüge reservieren und Tour planen.

Schön zu hören, dass die Treibstoffversorgung gut war. Wir hatten diesbezüglich im 2005 mal negative Erfahrungen und es ist ab und zu in den Nachrichten, dass Diesel schwer erhätlich sei. Aber wenn das dann so wäre... müssen wir uns eben irgendwie behelfen.

Das mit Malawi ist so eine Sache. Da bekomme ich meine Frau nicht mehr hin... Sie wurde im Jahr 2005 mal beinahe aus dem Land deportiert. Seitdem ist sie schlecht auf Malawi zu sprechen. Also ist das eher kein Ziel für uns.

Mit den Camps bei den Bangweulu Sümpfen werden wir einfach mal Kontakt aufnehmen und schauen, was sich so ergibt.
Danke für den Tip mit dem Blue Lagoon NP. Hatte den schon als Stop-Over-Möglichkeit erwogen auf dem Weg in den Kafue. Das lassen wir dann lieber.

Besten Dank nochmals und viele Grüsse aus der verregneten Schweiz

Markus
415 Beiträge · seit 200810. Nov. 2009 ·
Hallo

Wir waren im September 2009 in Zambia unterwegs (Kafue, Lusaka, SLNP, LZNP). Das Reisen in Zambia ist herrlich. Die Leute ausgesprochen freundlich und interessiert. Es ist halt das richtige Afrika.

Plane einfach nicht zu viele Kilometer, weil ihr sonst nur im Auto sitzt. Vorankommen in Zambia ist aufgrund der Strassen teilweise muehsam, obwohl die Chinesen fleissig am Strassen bauen sind...
www.hafz.ch / Ein Projekt, welches privat finanziert und transparent ist. Informiert Euch. Für Fragen stehe ich Euch gerne zur Verfügung
Gast11. Nov. 2009 ·
Hallo Markus,
ich kann das auch nur bestätigen, was Matt sagte,
es ist schön, aber man kommt langsam voran,
jeder Ort hat einen Police Road Block,
im Ort ist 50 angesagt und das alles hält auf.

Abraten kann ich von Lower Sambesi National Park
und von der Sambesiquelle,
empfehlen kann ich
Chimfunshi
Kasanka NP
Kafue NP mit Lufupa Camp
Kapishiya und Shiwa Ngandu
North Luangwa Buffalo Camp (buche in Kapishyia), its Wild Buscamp nach der Fähre
South Luangwa mit Nsefu Sektor und Wildlife Camp

Viele Grüße,


Beate