was mal mir wieder auffällt: geht es um die- ggf. überzogene- Preisgestaltung, überschlagen sich die Stellungnahmen vor Empörung und dem Androhen von Konsequenzen, geht es um schlimmste politische Verhältnisse und Verletzungen von Menschenrechten- siehe simbabwe z.B.- findet sich immer noch ein Grund, trotzdem hinzufahren und sich den geplanten Urlaub doch von so etwas nicht kaputt machen zu lassen. elefant
travelNAMIBIA33,3k Beiträge · seit 200614. Okt. 2009 ·
Hi Kurt,
wenn ist es SADC (nicht SACU), aber Botswana unterscheidet leider nur zwischen Ausländern, Bewohnern und Botswanern. Also nichts mit Vergünstigungen für Nachbarländer 🙁
Sonnige Grüße Christian
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Crazy Zebra3’766 Beiträge · seit 200614. Okt. 2009 ·
Ja klar, recht hast du SADC (Southern African Development Community) war gedanklich bei einem anderen Thema, SACU (Southern Africa Customs Union) sorry!
Gruss Kurt
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Holla, na das sind ja Neuigkeiten... Da kann ich ja also froh sein, dass unsere Botswanaplanung 2010 auf entweder Ende 2010 oder gar 2011 verschoben werden musste. Mal sehen, was sich bis dahin tut und ob die von Kurt angesprochenen marktwirtschaftlichen Mechanismen greifen.
@elefant:
was mal mir wieder auffällt: geht es um die- ggf. überzogene- Preisgestaltung, überschlagen sich die Stellungnahmen vor Empörung und dem Androhen von Konsequenzen, geht es um schlimmste politische Verhältnisse und Verletzungen von Menschenrechten- siehe simbabwe z.B.- findet sich immer noch ein Grund, trotzdem hinzufahren und sich den geplanten Urlaub doch von so etwas nicht kaputt machen zu lassen. elefant
Ohne schon wieder eine politische Diskussion vom Zaun brechen zu wollen: das liegt wohl daran, dass dieses Forum eher ein Reise- als ein Politik-Forum ist, und die des öfteren zu solchen Themen geführten Diskussionen regelmäßig im Eklat enden.
Es ist laut einer Statistik so, dass 70% der Campinggaeste aus ZAR kommen. Wenn diese also wegfallen ist das bereits ein enormer wirschaftlicher Schaden
Uns hat man in den letzten Jahren schon mehrfach erzählt, dass man in Botswana gerade diese Klientel unbedingt loswerden will. Gründe: Südafrikanische Camper brächten praktisch ALLES von zuhause mit und (wer sie schon mal auf dem Campingplatz erlebt hat, weiß, wie sehr das stimmt 🤩 ) und würden am meisten Dreck und Lärm machen (zumindest das mit dem Lärm spiegelt auch unsere Erfahrungen wieder). Man wolle lieber die finanzkräftigen Gäste in den Luxuslodges haben, Camper brächten zu wenig Geld ins Land.
Dazu kann ich nur sagen: wenn sie mich als Camperin nicht mehr haben wollen, besuche ich dort natürlich auch keine Luxuslodge mehr! Ich denke es wird in Botswana unterschätzt, wie viele Leute eben nicht nur campen (das macht man ja schließlich nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen!), sondern auch mal zwischendurch z.B. für 3 Tage im Delta eine teure Lodge buchen - für uns hatte das immer einen besonderen Reiz (jetzt nicht mehr...)!
Man wolle lieber die finanzkräftigen Gäste in den Luxuslodges haben, Camper brächten zu wenig Geld ins Land.
Auf der Website irgendeiner Regierungsbehörde von Botswana kann man eine unabhängige Studie zum Tourismus herunterladen. Tenor war, dass die teuren Luxuslodges im Vergleich zu Campern nicht so überragend viel für die Wirtschaft von Botswana bringen, wie das angesichts der Tarife auf den ersten Blick scheint. Egal ob Baustoffe, Kloschüsseln, Mobiliar, Bettbezüge, Handtücher, Duschgel, Besteck oder auch ein Großteil der Lebensmittel: Es gibt kaum verarbeitende Industrie in Botswana und deshalb kommt sehr viel von dem, was Lodges brauchen, aus dem Ausland. Deshalb bleibt laut der Studie von den teuren Lodgetarifen gar nicht soviel in Botswana hängen.
Freilich schaffen Lodges aber mehr Jobs für Geringqualifizierte als Campsites. Und Lodgebesucher bringen Botswana immer noch mehr als Camper, aber eben bei weitem nicht im Verhältnis der Preise.
Tja, dann weiß ich auch nicht, was das Ganze soll. Uns paulimanns als (mittelzahlungskräftige) Touristen mit bisheriger Affinität zu Botswana wird es jedenfalls aus diesem eigentlich ganz schönen Land vertreiben. Aber nach Sambia, Zimbabwe und Malawi wollten wir ja auch schon lange, und SA haben wir in letzter Zeit zugunsten Namibias und Botswanas auch ein wenig vernachlässigt... 😛
travelNAMIBIA33,3k Beiträge · seit 200614. Okt. 2009 ·
Hi Guido,
Deshalb bleibt laut der Studie von den teuren Lodgetarifen gar nicht soviel in Botswana hängen.
kann ich nicht nachvollziehen, wenn ich alleine schon an die VAT denke (ich glaube momentan 10% in Botswana). 10% von €300 für eine Lodgeübernachtung ist doch mehr als 10% von €10 für einen Campingplatz, oder? Man müsste natürlich wissen wie viele Bettnächte es in Lodges und wie viele auf Campingplätzen es gibt. Und besser mit teilweise importierten Materialien etwas bauen (Arbeitskräfte für den Bau etc.) wie im Falle von Lodges, als "gar nichts" bauen (z.B. Campingplätze).
Aber das nur am Rande 🙂
Sonnige Grüße Christian
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STsteinbeisser577 Beiträge · seit 200614. Okt. 2009 ·
Mich würde mal interessieren, um welche Art von Privatisierungen es sich eigentlich handelt: -werden Grundstücke/Campgrounds an private Unternehmen wie Wildenes oder andere verkauft/verpachtet? - handelt es sich um (neudeutsch) public privat partnerships (ppp)ähnlich unseren komunalen Modellen, d.h. grob, ein privater Investor übernimmt 49% und betreibt fortan das städtische Freibad, nachdem er in eine Rutsche etc. investiert aht. Die Stadt hält aber weiter ca. 50% und den Daumen auf den Konditionen? - es wird schlicht eine Art Stadtwerke GmbH gegründet, hier natürlich die Moremi Campsite GmbH? Wenn durch Privatisierung der Tourismus dezentralisiert und als Betreiber/Partner die lokalen Komunen oder z.B. Genossenschaften oder lokale Unternehmen fungieren, kommt mir das z.B. ganz vernünftig vor. Preise wie hier genannt, werde ich aber zukünftig auch bei einem solchen Modell nicht zahlen, dann war die 8. Fahrt vorerst mal die letzte. Zudem: die neuen Ablutions, wie auch die Dreingabe von neuen Wirtschafts-, Verwaltungs- und Wohngebäuden ist ja offenbar ganz oder z.T. EU-finanziert. Da hat kein Lodgeunternehmen und kein Kwai Community Trust investiert. Der Zustand wenige Monate nach Eröffnung zeigt überdies die bekannten Mängel. Die EU hat wieder vergessen, ein Instandhaltungsseminar anzubieten, genügend Ersatzteile zu beschafen und die Handwerker auszubilden 😉 Speziell zu Gernots Einwurf: sicher gibt es Camper, die sich wie die Schweine benehmen. Die sind aber nach unserer Erfahrung in deutlicher Minderheit, auch aus ZAR. Wenn die ereitstehenden Müllboxen von Affen und Hyänen geplündert werden, liegt das wohl eher an der Konstruktion. Wenn wie dieses Jahr im August das schöne neue Klo zugesch.. war,lag das einzig daran, daß die angestellten Männer zu faul waren, den neuen Wasserbehälter mit der neuen Pumpe aufzufüllen und die angestellten Frauen lieber im Office am PC spielten, statt ihren Männern "Beine zu machen". ok, wir haben auch oft großes Engagement in den Parks erlebt, aber das Verhältnis Engagement/Service/Freundlichkeit versus Gleichgültigkeit/Unfähigkeit schätze ich dennoch bei 20:80. In D vielleicht umgekehrt. Und das wird durch das EU-finanzierte Hinstellen von schönen Häuschen sicher nicht besser. In zwei Jahren haben wir das alte Moremi wieder 🙂
Und querfeldeinfahrende oder sonstwie rowdyhafte Camper/Touris haben wir zwar auch immer mal wieder gesehen, Prozentsatz geschätzt aber sicher weit unter 5%. Und davon mindestens zur Hälfte sogenannte Touroperator.
Das wär ja echt ganz schön teuer, wobei ich mal lieber abwarten würde, bevor es aktuell wird - noch stammt die Info ja von Maun Self Drive und keine Ahnung wie zuverlässig die sind?! Hoffen wir mal, dass es vielleicht nur zum Teil stimmt, sonst wird wohl die Botswana-Erkundung per Zelt wirklich zu teuer und Botswana als nächstes Urlaubsziel wieder gestrichen ...
Hallo Andreas, ich hätte es schon gern etwas offizieller, zumindest was die 50 USD pro Person und Nacht angeht. Die Tabelle (parkfees.pdf) die du zum runterladen anbietest, spricht noch von 30 Pula. Ich bitte um Verständnis, aber bevor ich mir Gedanken zur Änderung meiner Planungen für Oktober 2010 mache, möchte ich schon sicher sein, ob die Campinggebühr nun bei 30 oder 100 Pula oder 50 USD liegt. Gruß Reinhard
Da gehe ich mit Reinhard einig. So lange es nur eine Quelle gibt, kann ich mir eine solche Preiserhöhung kaum vorstellen. Wer sind dann die Betreiber dieser Camps? Was hat Maun Self Drive damit zu tun? Und was ist mit all jenen Gästen, die bereits in Maun über National Parks gebucht haben? Gibt es einen Kontakt in Botswana, wo man Verlässliches erfahren könnte?
Und noch etwas: Preisexplosionen bedeuten in Afrika noch lange nicht, dass an der Infrastruktur etwas verbessert wird. Dies ist meines Erachtens europäische Erwartungshaltung.
zimpix
If you don't have a sense of humor, don't go to Africa
Andreas CierpkaThemenstarter2’732 Beiträge · seit 200615. Okt. 2009 ·
Die Park Fee bleibt nach wie vor! Also Auto und Eintritt and die Parkvewaltung und das restliche Geld an den Campingplatzbesitzer.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
Crazy Zebra3’766 Beiträge · seit 200615. Okt. 2009 ·
travelNAMIBIA schrieb:
10% von €300 für eine Lodgeübernachtung ist doch mehr als 10% von
Sonnige Grüße Christian
Hallo,
wo kann man dieses Schnäpchen buchen, habenwill 🙂
Gruss Kurt
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Das ist ja faustdick mit diesen erhöhten Preisen für 2010. Ich finde diese im 2009 schon happig.
Über was ich mir immer wieder Gedanken mache, wer kassiert denn das ganze Geld. Die Angestellten,Ranger welche in den Parks arbeiten, sind ja hundslausig bezahlt. Manche haben uns erzählt, was sie im Monat bekommen ( ob die gemachten Angaben stimmen???? ) mit diesem Gehalt kann keine Familie leben oder überleben. Von Sozialleistungen kann auch keine Rede sein und die Lebenskosten sind ja bald teuer wie bei uns.
Nochmals wer nimmt denn das ganze Geld, von welchen hier die Rede ist? Sprich : Parkeintritt und Übernachtungen. Gruss Margrit
Hallo, also das mit den Preisen schein ja jetzt langsam umgesetzt zu werden. War alnge schon in Maun in betsimmten Kreisen diskutiert worden. Der Hintergrund wurde hier schon mal angesprochen: Die ZAR'ler, die in die Parks fahren, ihre Elektrozäune aufstellen, überall kreuz und quer fahren, die Campsides belegenu und für Natur weig über haben. Hab das selbst in Moremi Savuti erlebt. Deswegen mehr Geld, um abzu schrecken. Die Gedankengänge gingen aber noch weiter. Self driven nur bis zum public Campside ohne Guide. Und dann muße ein local guide angeheuert werden, der dann die Tour um die Campside begleitet. Das scheint jetzt nicht eingeführt worden zu sein. Was macht man denn, wenn man von einer Side zur nächsten fahren will? 3rd Bridge nach Khwainorth. Muss der Guide mit? Das ganze ist ja noch schlimmer in meinen Augen. Die Camps wurden, wie mache ja erfahren konnten, renoviert. Fast überall gib es neue Ablution blocks und Eingänge in die Parks. Mit Geldern der EU, als unseren euopäischen Steuergeldern.. Hab ch prinzipiell wenig Probleme damit. Aber: die Parks wurden jetzt privatisiert. Also bekommt irgendjemand Geld, das eigentlic dem Botswana Staat zu steht.!!!???? Vetternwirtschaft. Undwenn man dann sieht, wie das private verwaltet wird. In der CKR sind die Kloschüsseln aus Plastik nicht noch Jahren in der Sonne nicht benutzbar. Und, werden sie von der Privatenfirma ersetzt? Nö, bis dato nicht. Man streicht nur das Geld ein. Und so soll/ist/wird es wohl mit den schönen Duschen etc. in den Privatenparks auch sein. Geld nehmen ja, unterhalten nein. Sicherlich kennen einie die Strasse Nata Kasane.Voller Schlaglöcher. Es ab einen Tender (Ausschreibung) um die Strasse zu reparieren. Denn man sah ein, dass etwas gemacht werden mußte.Nachdem der Auftrag vergeben wurde kam dann die Frage auf, wann gehts denn jetzt los. Und man stellte fest, das Unternehmen war gar nicht in der Lage zu renovieren, denn es hatte schlicht weg keine Fahrzeuge und Werkzeug für einen deartigen Auftrag. Oder Air Botswana. Hoffentlic ist niemand mit denen geflogen. Viel Geld für nix Service. Und je nach Laune inden die Flüge statt. Hab ich selbst erlebt. Das ist Afrika. Stimmt. Aber ich kann es mir gut vorstellen, dass jemand der gerade für Mombo oder Abu Camp 2000$/Nacht ausgegeben hat,dann seinen Business oder First Class Flug in Johannesburg verpasst. Oder gar ohne Gepäck reisen muß, denn die nagelneuen ATR's können zwar mehr als 60 Passagiere befördern, nicht aber deren Gepäck. Wir werden sehen, was geschieht.Hier in dem Forum können wir sowieso nichts ändern. Ich find es auch Schade bin nämlich ein totaler Botswana Fan und werde dieses Jahr zum 3. Mal im November da runter reisen. Aber die Politik versteh ich nicht. Man kann nur hoffen, ass sie damit auf die Schnauze fallen, und ein etwas ausgewogeneres System einführen. Stefan
Dass auch die Buchung der nördlichen Botswana-Camps privatisiert wird, ist ja eine logische Fortentwicklung und - wenn man das bisherige Buchungschaos betrachtet - vielleicht grundsätzlich keine schlechte Idee. Insoweit halte ich die Meldung von Maun Self Drive für glaubwürdig. Dies wird offensichtlich auch in anderen Foren so gesehen (z.B. 4x4community.co.za). Die 50 USD stechen allerdings so aus der bisherigen Tarifstruktur (x10 !) heraus, dass ich hier auf einen Tippfehler hoffe. Falls das aber wirklich so eingeführt wird, können sich die Campsites in Namibia, Zimbabwe und co. auf höhere Besucherzahlen freuen.
Gruß
Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
(Hans Magnus Enzensberger)
Andrea 1961306 Beiträge · seit 200815. Okt. 2009 ·
Hallo Zusammen, sollen nun die neuen Preise schon in 2009 gelten oder wie hier auch geschrieben wurde ab 2010? Wisst ihr schon, ob für 2009 bereeits gebuchte und bezahlte Camps dann vor Ort nachbezahlt werden müssen? Noch knapp 2 Wochen, dann sind wir dort. Gruß Andrea
habe diese Woche meine Bestätigungen für Moremi und Chobe für September 2010 bekommen, Preise sind alle geblieben, außer Third Bridge, dort hat sich die Campinggebühr von 30 auf 150 Pula erhöht.Ich hoffe das bleibt auch so.
Andreas CierpkaThemenstarter2’732 Beiträge · seit 200615. Okt. 2009 ·
Indeed this is correct, I checked with the dwnp, this is the answer : "Some campsites have been privatised but this change does not affect your reservation; it is still valid, "
Quelle: Steven / overland-froum
Vielleicht ist das die Erklaerung warum einige noch die alten Preise haben. Aufgrund dieser Aussage wuerde ich davon ausgehen, dass es ein langsamer Schritt ist, bis sich die neuen Preise etabliert haben.
I have now a written confirmation from dwnp that there is no extra payment for already confirmed bookings. Only new bookings are affected by the new rule.