WOWoMaGast10. Okt. 2009 · mike8812 schrieb:Ja, das mag ja zutreffen was Ihr da schreibt, aber ich glaube gerade für mich, der zum ersten Mal Namibia bereist ist es doch von großem Nutzen, wenn ich mich auf Land und Leute einstellen, und so manchen Gefahrensituationen aus dem Weggehen kann.
Das Problem ist dass du den sogenannten Gefahrensituationen kaum aus dem Weg gehen kannst. Du musst einkaufen, du musst irgendwann mal Rast machen, und du musst irgendwo übernachten. Das alles sind potentielle Gefahrensituationen wenn man so will. Du kannst allerdings deinen gesunden Menschenverstand einsetzen und dich in diesen Situationen so verhalten, dass das geringste Risiko besteht. Diese Verhaltensmaßregeln sind universell! Klar kannst du die Gefahrensituationen auf ein Minimum beschränken wenn du dich von den Einheimischen tunlichst fernhältst, damit beschränkst du aber auch die Möglichkeit von positiven Erfahrungen die dich menschlich weiterbringen. Der Umgang mit den Menschen hier sollte sich nicht vom "normalen" Umgang unterscheiden: Höflichkeit, Freundlichkeit und ein gesundes Maß an innerem Abstand sollte selbstverständlich sein. Das Schöne an Namibia ist, dass die Menschen hier zum größten Teil ebenso höflich und freundlich sind. Sollten sie wirklich einmal aufdringlich werden, lassen sie sich leicht wieder in die Schranken weisen wenn man sich klar und deutlich dahingehend ausdrückt - dafür muss man nicht mal unfreundlich werden.
Es sind Menschen, vielleicht etwas naiver als anderswo, dafür aber auch nicht so gerissen. Um sich speziell auf sie einzustellen musst du dich schon mit ihnen einlassen - genauso wie überall sonst auf der Welt. Erlebnisberichte von anderen helfen da nur bedingt. Wie sagt das Sprichwort so schön: Selber erleben ist anders als erzählt bekommen.
Nach deinem Urlaub wirst du also schlauer sein, und wirst deine eigenen persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse gehabt haben. Ich wünsche dir von Herzen dass sie allesamt positiver Natur sein werden!
Miss Ellie1’723 Beiträge · seit 200910. Okt. 2009 · hallo ich melde mich hier nocheinmal zum thema, selbst wenn ich mich wiederhole (hatten wir schon mal in einem aehnlichen Fred) ..
Fuer mich ist diese Frage der SICHERHEIT hintergruendig immer ein Thema von rassismus... in afrika kann man sehr haeufig folgendes beobachten :
die guten "weissen touristen", die ja ach so weltaufgeschlossen sind und diese wunderschoenen laender mit viel geld bereisen, pflegen haeufig ganz merkwuerdige verhaltensweisen, vor allem diejenigen die immer ganz viel ueber sicherheit zu sagen haben.
Da kommt es zum beispiel vor, dass sobald irgentwo ein paar schwarze zusammen stehen und plaudern, diese mit sehr argwoehnischen augen betrachtet werden. Weil der schwarze guide in einer luxuslodge ist zwar der tolle kumpel der einem ja sehr viel ueber land und leute beibringen kann (der auch ohne jede Ruecksicht auf Alter oder Nachfragen geduzt wird) , aber der "wildumherstreundende schwarze" wird irgentwie mit freilaufendem Wild verglichen.
Da wird dann schnell mal die Hand auf den Rucksack der Frau gelegt, oder mann laeuft direkt hinter frau hier um sie zu beschuetzen. Oder man wechselt gar die Strassenseite, besser is besser man weiss ja nie ob der nicht ploetzlich ne Tollwutkrise bekommt)
Bei unserem letzten urlaub waren wir sehr viel in Windhoek, sind in der stadt zu fuss kilometerweit gelaufen und haben zig solcher szenen gesehen. (sonst wuerde ich es mir nicht anmassen dies hier zu schreiben)
Man traut diesen Menschen, zumindest diesen die so einfach mal in der stadt rumlaufen, einfach nicht... Wenn das weisse waeren wuerde man sich darueber gar keine gedanken machen.
und das finde ich einfach schlimm...
An einem Rastplatz, wo vielleicht schon eine schwarze Familie ein Picknick macht, haelt man besser nicht an... da faehrt man doch lieber weiter.. Sind es weisse steht dem anhalten jedoch nichts im Wege
Darin liegt doch einfach auch der unterschied... Wenn wir nach frankreich oder spanien fahren gehen die meisten menschen davon aus in SICHERHEIT zu sein, weil man sich ja unter "ziviliesierten menschen" befindet, aber die schwarzen, die afrikaner sind doch in den koepfen (wenn vielleicht auch im unterbewusstsein) vieler noch halbe wilde!!
und es ist genau das was mich an dieser sicherheitsdiskussion so sehr stoert. Wenn mike hier schreibt, es ist sein erster Nam Urlaub und die Tips sind ihm wichtig um zu wissen wie er unangenehme situationen vermeiden kann bzw sich am besten verhaelt, zeigt es doch deutlich, dass er davon ausgeht, dass es in einem afrikanischen Land anders, schlimmer, gefaehrlicher zugeht... Und warum sollte das so sein ?? Weil er in der Wueste ist ?? Weil er 10 000 Km weit von zuhause weg ist, oder vielleicht doch vielmehr weil man dieser Bevoelkerung, die obendrein noch zu einem grossen prozentsatz eine andere hautfarbe hat einfach nicht ueber den weg traut ??
Ich habe es schon einmal in einem Thread geschrieben. Bei vielen europaeischen Touris hat man den Eindruck, dass sie Afrika toll finden, das einzige was stoert sind die afrikaner .
Und leider kann ich eben das mal so gar nciht nachvollziehen.
Wie einige es wissen lebe ich ja nun auf Reunion. hier herrscht ein wirkliches miteinander (welches auch nicht perfekt ist), aber es wird doch wesentlich weniger auf hautfarbe geachtet. Ich persoenlich mache ueberhaupt keinen unterschied zwischen Menschen fuer mich sind alle gleich und darum bin ich auch in Namibia voellig unvoreingenommen, vielleicht naiv, und total angstfrei und kann mich der aussage nur anschliessen, dass man sich nicht in Unsicherheit fuehlen muss und eigentlich schon fast nicht darf. Dies schliesst allerdings auch in keinster Weise aus, dass mir nicht mal etwas ganz unangenehmes in Namibia oder irgentwo in Afrika passiert, weil es kann mir ueberall auf der Welt passieren, am ehesten vor der eigenen Haustuere.
je mehr Angst oder Bedenken an den Tag gelegt werden ein desto einfacheres Ziel ist man auch fuer denjenigen der unschoene Absichten im Kopf hat.
Wir haben Nam als ein solch nettes Land empfunden mit solch netten Menschen (voellig egal welcher hautfarbe), mit viel Hilfsbereitschaft mit einem Mass an Service welches wir in europa doch sehr suchen muessen. Aber Namibia ist ein armes Land mit einem grossen sozialen Gefaelle, auch darueber muss man sich im klaren sein. Und wir als Touristen sind da nunmal eine sehr leichte Beute, wie auch in Asien, Europa, America, etc etc;;
Ich weiss, dass mein Statement hier wieder sehr heftig kritisiert werden wird, und letztendlich nichts bringt, aber mich macht diese Sicherheitsdiskussion, die alle 2 wochen wieder aufgefrischt wird manchmal sehr wuetend weil ich fast sicher bin, das hinter diesem Thema ein ganz anderer Ausgangspunkt liegt. Aber seis drum...
Dennoch wuensche ich allen die das erste mal nach Nam fliegen oder gar nach Afrika, dass sie ohne irgentwelche Einschraenkungen die Schoenheit des Landes und die Schoenheit des Volkes geniessen koennen.
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Jamiroquai98 Beiträge · seit 200610. Okt. 2009 · Fuer mich ist diese Frage der SICHERHEIT hintergruendig immer ein Thema von rassismus... in afrika kann man sehr haeufig folgendes beobachten :
War ja klar, dass irgendjemand auch die Rassistenkeule herausholen muß. Solche Zusammenhänge herzustellen, ist wirklich jenseits von Gut und Böse und ich möchte doch mal an Miss Ellie appelieren, derartige Vorwürfe zunächst zu Ende zu denken.
Gänzlich unverständlich bleibt mir, wie man eine berechtigte Frage eines Erstreisenden so degradieren kann.
Die Kriminalitätsdiskussion ist eben nicht dieselbe wie in einer deutschen Großstadt. Zwar gibt es auch hier sehr tragische Einzelfälle von Gewaltkriminalität. Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich im südlichen Afrika bei einer Straftat, deren Opfer ein Tourist wird, um ein Kapitalverbrechen handelt, ist erheblich höher.
Hinzu kommt, und damit sind wir wieder beim Thema, dass tatsächlich unter einigen Zeitgenossen, angetrieben durch verschiedene zum Glück (noch) wenige Hetzer, das Thema Rassismus als Tatmotiv vorhanden ist. Damit meine ich nicht den von vielen gern präsentierten Rassismus Weiß gegen Schwarz, sondern Schwarz gegen Weiß. Ich weise nur auf verschiedene Artikel der AZ aus den letzten Wochen hin...
Ich selbst bin aus diesem Motiv bereits vor Ort angepöbelt worden. Und nein, ich habe keinen Anlass dazu gegeben, denn ich bin ein stets höflicher Mensch. Auch zu Schwarzen! Die Vorfälle haben sich allerdings in einem Supermarkt abgespielt, sodass ein Sicherheitsmann auf meine Bitte hin, sich um den Störenfried gekümmert hat.
Um aber etwas zur Ausgangsfrage beizusteuern:
Ja, man kann auch meiner Meinung nach Namibia unversehrt bereisen. Allerdings gehören eben verschiedene Sicherheitsmaßnahmen dazu. Die namibischen Rastplätze bieten tatsächlich ohnehin keinen Komfort, sodass ich gar nicht wüsste, warum man dort anhalten sollte. Dies erledigt man eben auf freier Strecke. Ansonsten schließe ich mich auch denjenigen Postings an, die tatsächlich entsprechende Hinweise enthielten.
Geniesst Euren Urlaub!
Miss Ellie1’723 Beiträge · seit 200911. Okt. 2009 · @jamiroquai
du hast da, glaube ich, was falsch verstanden. Es geht weniger um den Erstreisenden, denn der weiss nun wirklich nicht unbedingt was ihm "bevorsteht".. daher ist die Frage erlaubt und ueberhaupt fragen ist immer erlaubt.
Was mich vielmehr stoert sind dann die "experten" die voll von guten Ratschlaegen sind, und diese Ratschlaege spiegeln haeufig ein Bild wieder als wenn tatsaechlich an jeder Ecke eine Gefahr lauert. Das ist meiner Meinung nach einfach nicht so.
Was und womit kannst du belegen, dass es sich in Deutschland zum Beispiel um Einzelfaelle handelt, im Gegensatz zu Nam ? Gibt es hierzu eine belegt Studie ? Ich persoenlich empfinde die Nachrichten aus der deutschen Presse (zum Beispiel, aber auch Frankreich, Italien gesamt europa) nicht als Einzelfaelle. Klar nennt man immer einen bestimmten als Exemplarfall.
Und nochmals, ich spreche von meinen Erfahrungen, Situationen die ich persoenlich beobachten konnte. (wenn es um das Verhalten von europaeischen Touristen geht)
Dann erklaere doch mal sachlich warum man blos nicht auf einem Rastplatz anhalten soll, der bereits von schwarzen besucht ist!! Gib hierzu doch mal eine objektive Analyse. Ich glaube einfach, dass sich hier viele Menschen etwas vormachen.
naja aber ich habs mir fast gedacht, wenns ums Eingemachte geht wird halt gern um den heissen Brei herum geredet.
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
Miss Ellie1’723 Beiträge · seit 200911. Okt. 2009 · ach ja noch was ....
du forderst mcih auf das Thema "zu Ende zu denken" .. genau das tue ich und verstecke mich nicht hinter globalen floskeln, dass in es sich in Deutschland um Einzelfaelle handelt in Afrika aber die Gewaltbereitsschaft und Kriminalitaetsrate viel hoeher ist...
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
travelNAMIBIA33,4k Beiträge · seit 200611. Okt. 2009 · Hallo Jamiroquai,
Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich im südlichen Afrika bei einer Straftat, deren Opfer ein Tourist wird, um ein Kapitalverbrechen handelt, ist erheblich höher.
Aha, wer sagt Dir das denn? Nur weil Du davon in der AZ liest (und es die AZ-Leser nicht interessiert wenn kein Tourist involviert ist)? Lies mal die Regionalblätter beliebter deutscher Reiseregionen... da steht auch jeden Tag drin, dass dies und jenes Touristen zugestoßen ist.
Das ist eine Degradierung der Menschen die in Namibia tagein tagaus friedlich leben und denen nie etwas passiert und die nie jemandem etwas tun... nicht die Überlegungen von Miss Ellie wg. Rassismus.
Sonnige Grüße
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Miss Ellie1’723 Beiträge · seit 200911. Okt. 2009 · @travel Namibia
gut zusammen gefasst.. !! Danke !
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
SISilvy298 Beiträge · seit 200711. Okt. 2009 · Hallo,
zu diesem Thema möchte ich auch gerne meine Meinung sagen. Natürlich ist es nicht schön, wie unsere Freunde in Namibia auf der Farm leben müssen: eingezäunt mit hohem Elektrozaun, da sie schon zweimal mit Waffen überfallen worden sind, ständig das Gewehr neben dem Bett stehend. Aber auch hier, im friedlichen Bayern passieren am hellichten Tag schlimme Sachen (Mann an S-Bahn totgeprügelt, alte Frau überfallen). Ich selber wurde gestern Abend in der S-Bahn von zwei jungen Männern bedroht.
Aber in Namibia sind es leider die Schwarzen, die die weißen Farmer und Touristen überfallen und schnell von der Schußwaffe Gebrauch machen. In Windhoek sind uns einige schwarze Jugendliche in der Ind. Av. gefolgt, mittags inmitten vieler Menschen, und haben versucht, meinen Rucksack zu öffnen. Nur weil ich aufmerksam war und mich umgeschaut hatte, habe ich das bemerkt und dem Schwarzen einen Stoß versetzt. Daher ändert man natürlich sein unbefangenes Verhalten und wird vorsichtig, wie z.B. bei einer etwas "merkwürdigen" Autopanne. Aber das gilt für alle Reiseländer der Welt.
Ich werde immer wieder nach Namibia fahren und dieses Traumland mit etwas "vorsichtigen" Augen sehr genießen. Das wünsche ich auch allen anderen Namibia-Reisenden.
Viele Grüße
Silvy
WOWoMaGast11. Okt. 2009 · Silvy schrieb:Aber in Namibia sind es leider die Schwarzen, die die weißen Farmer und Touristen überfallen und schnell von der Schußwaffe Gebrauch machen.
Nun, das mag daran liegen dass Weiße nur etwa 4,5% der Gesamtbevölkerung stellen und nur sehr selten dazu gezwungen sind sich ihren Lebensunterhalt mit räuberischen Aktivitäten zu sichern. Sie haben das bessere Umfeld, die bessere Ausbildung und Eltern die lange genug leben um ihnen moralische Grundsätze beizubringen. Das heißt allerdings nicht dass es keine kriminellen Weißen hier gibt, sie agieren nur subtiler und haben den Vorteil dass man sie nicht aufgrund der Hautfarbe von vorneherein verurteilt.
Trotz der schlechteren Ausgangsbedingungen leben übrigens die meisten dunkelhäutigen Einheimischen hier friedlich und neidlos ihr Leben. Nur aufgrund ihrer Hautfarbe werden sie oft auf eine Stufe gestellt mit den "schwarzen Schafen" - in diesem Falle ist es durchaus legitim von Rassismus zu sprechen.
Die Aussage mit dem schnellen Gebrauch von der Schusswaffe halte ich übrigens für viel zu pauschal. 😐
Eigentlich ist das hier:
Silvy schrieb:In Windhoek sind uns einige schwarze Jugendliche in der Ind. Av. gefolgt, mittags inmitten vieler Menschen, und haben versucht, meinen Rucksack zu öffnen.
eher zu erwarten, aber auch nicht Standard. Dein Verhalten ist genau das Richtige gewesen.
Und diesem Statement:
Silvy schrieb:Ich werde immer wieder nach Namibia fahren und dieses Traumland mit etwas "vorsichtigen" Augen sehr genießen. Das wünsche ich auch allen anderen Namibia-Reisenden.
kann ich mich nur anschließen.
Jamiroquai98 Beiträge · seit 200611. Okt. 2009 · Aha, wer sagt Dir das denn? Nur weil Du davon in der AZ liest (und es die AZ-Leser nicht interessiert wenn kein Tourist involviert ist)? Lies mal die Regionalblätter beliebter deutscher Reiseregionen... da steht auch jeden Tag drin, dass dies und jenes Touristen zugestoßen ist.
Das ist eine Degradierung der Menschen die in Namibia tagein tagaus friedlich leben und denen nie etwas passiert und die nie jemandem etwas tun... nicht die Überlegungen von Miss Ellie wg. Rassismus.
Nun, es ist doch inzwischen eine Binsenweisheit, dass zwischen existenzieller Armut, zu der sich auch noch Aussichtslosigkeit der Situation gesellt, und der Bereitschaft, Straftaten zur Bereicherung zu begehen, ein Zusammenhang besteht.
Wer in einer Wellblechhütte haust und nichts zu essen hat, wer darüberhinaus auch keinerlei Ausbildung genossen hat und daher an seiner Situation kaum etwas verbessern kann, der wird sich eben seinen Lebensunterhalt auch mit Diebstählen und sonstigen Vermögensdelikten aufbessern bbzw. erwirtschaften. Und je größer dabei die Armut ist, umso größer ist auch die Bereitschaft, zur Not auch Gewalt anzuwenden.
Was ist ein Fakt und gilt überall auf der Welt! Auch in Deutschland.
Der Unterschied zwischen Europa und dem südlichen Afrika ist nur folgender:
1. Derart existenzielle Armut, wie im südlichen Afrika ist hierzulande so gut wie ausgestorben.
2. Hierzulande gibt es keine politischen Führer, die von der breiten Masse der Bevölkerung ernst genommen werden
und rassistische Hetze verbreiten. Falls jetzt jemand auf die NPD verweist, so sei ihm von vornherein gesagt, dass diese Partei in der breiten Bevölkerung weder in Ost noch in West nicht ernstgenommen wird, wie die vergangenen Landtags- und Bundestagswahlen ja wohl gezeigt haben. Dort unten nehmen sich viele aber zu Herzen, was die SWAPO sagt!
Miss Ellie1’723 Beiträge · seit 200911. Okt. 2009 · tschuldigung jamiroquai aber ich muss dir noch einmal widersprechen.
Zwar ist die existenzielle armut in deutschland bzw in europa anders als die in afrika, weil einfach das grund politsche und sozialesystem anders aufgebaut sind, allerdings gibt es mittlerweile wieder hunger und armut in europa (ich will nicht nur von deutschland sprechen) ..
in frankreich zum beispiel ist es mittlerweile ein riesen problem, dass sogar arbeitendes menschen sich eine geregelte unterkunft mehr leisten koennen und in den grossstaedten in parks mit zelten hausen... ich stelle mal in frage ob dies so viel besser ist als ne wellblechhuette.
und trotz excellenten ausbildungsmoeglichkeiten gibt es in europa so viel menschen die keiner geregelten arbeit somit einkuenften mehr nachgehen und somit an der totalen armutsgrenze leben.
noch was ich moechte doch dringends davon abraten, dass alle finanziel armen menschen als raeuber, moerder und betrueger hingestellt werden. selbstverstaendlich verleitet eine grosse soziale luecke immer zu kriminalitaet aber das ist in afrika nicht anders als in europa... vielleicht ist sogar die bereitschaft in europa fuer viel weniger, dh viel weniger lebensnotwendig groesser...
aber darum ging es urspruenglich gar nicht .. Es geht darum warum touristen von einem ueberdimensionalen Risikofaktor ausgehen, und womit sie diesen Risikofaktor begruenden.
und da glaube ich einfach, dass es nicht mehr um echte relationen geht sondern vielmehr von fehlendem vertrauen in eine andere kultur, in die andere hautfarbe.
Nur mal so zum spass.. eine kleine anekdote : wir sassen an einem letzten abend in WDH im Nice und haben einen gemuetlichen abend verbracht.. Einen Tisch entfernt eine andere Gruppe deutscher Touristen, auf der Terrasse neben uns ein Tisch mit sehr gepflegenten und sehr netten Einheimischen. (wir haben nachher mit denen ein paar Worte gewechselt) ...
Als die Leute von der Terrasse reinkamen wurden sie bereits von unserem nebentisch aufs innigste taxiert. Da wurden die Handtaschen der Frauen plotzlich unter den Tisch und zwischen die Beine geklemmt. (kein witz) Ich schwoere euch, die hatten fast panik in den augen und waren scheinbar darauf vorbereitet dass gleich pistole gezueckt wird und geld gefordert wird.. Nach einiger Zeit hatte man wohl begriffen, dass es sich um Gaeste wie du und ich handelt.. Und dann kam die Diskussion ... Da hies es doch tatsaechlich "ach kuck mal ist ja ganz erstaunlich, hier essen ja sogar schwarze" .. ich bin bald aus der Hose gesprungen, wie kann man denn sowas von sich geben ??? !!!Den Rest der Diskussion erspare ich hier.
naja, aber sicher, alles nur ertraeumt. und da muss man sich dann nicht wundern wenn irgentwann die Frage kommt " und wie verhalte ich mich in einem Restaurant wenn ploetzlich schwarze reinkommen??" man weiss ja nie! Hier verweise ich auf den tollen Thread "sicherheit an der Tankstelle" ..
Aber gut, das hab ich wahrscheinlich auch nur getrauemt.
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
travelNAMIBIA33,4k Beiträge · seit 200611. Okt. 2009 · Hi Jamiroquai,
Wer in einer Wellblechhütte haust und nichts zu essen hat, wer darüberhinaus auch keinerlei Ausbildung genossen hat und daher an seiner Situation kaum etwas verbessern kann, der wird sich eben seinen Lebensunterhalt auch mit Diebstählen und sonstigen Vermögensdelikten aufbessern bbzw. erwirtschaften. Und je größer dabei die Armut ist, umso größer ist auch die Bereitschaft, zur Not auch Gewalt anzuwenden.
Die wenigsten in Namibia hausen in einer Wellblechhütte, die Alphabetisierung liegt bei 85+ % (Stichwort: keinerlei Ausbildung). Ein Beispiel, wenn auch nicht Namibia. Schau z.B. mal nach Sierra Leone (Westafrika). Laut HDR das ärmste Land der Welt... dennoch nachweislich (UNO Report) unter den 5 Ländern in Afrika mit der geringsten Kriminalität und Freetown ist angeblich sogar die sicherste Hauptstadt Afrikas. Und da herrscht "existenzielle Armut" (bei etwa 95% der Bevölkerung), ganz im Gegensatz zu weiten Teilen Namibias. Es liegt also durchaus nicht immer nur daran!
Dort unten nehmen sich viele aber zu Herzen, was die SWAPO sagt!
Die große Mehrheit wohl nicht und insbesondere nicht mehr was Old Sam sagt. Der wird ja sogar von seiner eigenen Partei zurückgerufen. Ansonsten würde es wohl kaum noch einen der zahlreichen, sehr glücklich in Namibia lebenden Weißen geben. Übrigens. Das Innenministerium hat eine Statistik veröffentlicht bzgl. der Zu-/Abwanderung. Es wandern mehr Weiße nach Namibia ein, als abwandern, v.a. was die Jüngeren (20-40) angeht.
Sonnige Grüße
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
WOWoMaGast11. Okt. 2009 · Jamiroquai schrieb:Nun, es ist doch inzwischen eine Binsenweisheit, dass zwischen existenzieller Armut, zu der sich auch noch Aussichtslosigkeit der Situation gesellt, und der Bereitschaft, Straftaten zur Bereicherung zu begehen, ein Zusammenhang besteht.
(...)Und je größer dabei die Armut ist, umso größer ist auch die Bereitschaft, zur Not auch Gewalt anzuwenden.
Was ist ein Fakt und gilt überall auf der Welt! Auch in Deutschland.
Wie Christian schon ausführte ist das so nicht richtig. Wenn nämlich alle Einwohner eines Landes ungefähr gleich arm sind machen Straftaten zur Bereicherung keinen Sinn.
Nun ist ausgerechnet Namibia das Land mit der am weitesten klaffenden Reich-Arm-Schere, insofern hätte Jamiroquai nun trotzdem Recht...Nur hat er etwas ganz wesentliches übersehen, nämlich den dritten und wesentlichsten Unterschied zwischen Europa und Afrika respektive Namibia:
Die Mentalität der hiesigen schwarzen Bevölkerung.
Die überwiegende Mehrheit neigt nämlich nicht zur Gewalt, und ist zufrieden mit dem was der Tag ihr so bringt. Die Leute sehen sich nicht als arm solange sie ein Dach über dem Kopf und Millipap im Bauch haben. Sehr viele bringen es sogar zu einem Handy. Für einen Europäer ist das natürlich unvorstellbar arm, aber hier ist man da genügsamer.
Man darf aber nicht die Augen davor verschließen dass die Kinder zwar eine grundlegende Ausbildung genießen, darüber hinaus die Qualität der (Staats-)Schulen aber schon sehr zu wünschen übrig lässt, und dass viele Jugendliche die Schule nur mit Grad 10 beenden, oder Grad 12 mit ungenügenden Noten in zuwenig Fächern, oder gar ganz ohne Abschluss. Die AIDS-Problematik tut noch ihr Übriges dazu dass viele Kinder ohne Eltern aufwachsen müssen und keinerlei moralische und kulturelle Unterweisung mehr bekommen. Dem gegenüber stehen aber ein ganze Menge gut bis sehr gut schulgebildeter Namibier jeglicher Hautfarbe die hoffentlich die Zukunft dieses Landes sichern werden.
Für erstere ist es natürlich eine große Versuchung weil sehr lukrativ, reiche Touristen zu bestehlen, aber dies passiert in den seltensten Fällen mit Gewalt bzw Gefahr für Leib und Leben, ist nicht an der Tagesordnung und lässt sich auch durch das übliche empfohlene Verhalten (wie das von Silvy) abwenden oder gar vermeiden.
Es kann übrigens nicht schaden wenn man sich mit den geschichtlichen und politischen Hintergründen eines Landes befasst das man bereist, aber ein absolutes Muss ist es denke ich nicht.
Wenn man es dennoch tun möchte empfehle ich dringend die Informationssuche nicht nur auf die AZ zu beschränken 😐
Miss Ellie schrieb:und da muss man sich dann nicht wundern wenn irgendwann die Frage kommt "und wie verhalte ich mich in einem Restaurant wenn ploetzlich schwarze reinkommen??" man weiss ja nie!
Der ist gut 😛
crossfire67 Beiträge · seit 200911. Okt. 2009 · WoMa schrieb:Es kann übrigens nicht schaden wenn man sich mit den geschichtlichen und politischen Hintergründen eines Landes befasst das man bereist, ...
100%ige Unterstützung meinerseits für dies Empfehlung 😉
YOYoshikawaNeuGast12. Okt. 2009 · Moin zusammen.
„Die hohen Einkommensunterschiede sorgen naturgemäß für eine höhere Kriminalität.“
Im Umkehrschluss müsste also in einer egalitären Gesellschaft die Kriminalität verschwunden sein. Dies war meines Wissens selbst in den realsozialistischen Staaten nicht der Fall.
Sind es wirklich überwiegend die Menschen in existentieller Not, die die Straftaten begehen? Könnte es nicht auch so sein, dass in einem Staat mit im Wesentlichen dysfunktionalem Polizei- und Justiwesen sich Kriminalität als die bequemste Form der Lebensführung heraus stellt (Crime pays!)?
Warum behaupten gebürtige Südwester immer wieder, dass es vor 1990 eine derartige Kriminalität nicht gab? Wenn es sie tatsächlich nicht gab: Warum gibt es sie heute?
Wenn Nujoma keine Stimme des (politischen) Volkes mehr ist, worauf stützt sich diese Meinung? Wodurch/durch wen wird die schwarze Bevölkerungsmehrheit informiert TV, Radio, Zeitung, mündlich?
Wie ist so etwas zu werten?
http://www.netnewspublisher.com/zimbabwe-and-namibia-sign-pact-on-land-redistribution-cooperation/Gruß, Michael
RARalph81 Beiträge · seit 200613. Okt. 2009 · Das Innenministerium hat eine Statistik veröffentlicht bzgl. der Zu-/Abwanderung. Es wandern mehr Weiße nach Namibia ein, als abwandern, v.a. was die Jüngeren (20-40) angeht.
dazu würde ich gerne die Quelle haben.
Vielen Dank
Ralph