Der Südwesterreiter reitet weg, das Museum kommt

9 Antworten · 1’985 Aufrufe · gestartet 29. Juli 2009 von travelNAMIBIA
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Themenstarter33,5k Beiträge · seit 200629. Juli 2009 ·
Hallo zusammen,

vielleicht interessiert es den ein oder anderen. Die Stadt Windhoek und die Regierung haben den Umzug des "Südwester-Reiters" zu ende diesen Monats beschlossen. Er zieht vor die Alte Feste und an seinem jetzigen Standort wird ein futuristisches Unabhängigkeitsmuseum errichtet.

Leider wird damit das "historische" Stadtbild etwas zerstört, aber zumindest bleibt der Reiter erhalten.

Sonnige Grüße
Christian
Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
81 Beiträge · seit 200629. Juli 2009 ·
futuristisches Unabhängigkeitsmuseum
...gebaut von den Nordkoreanischen Genossen, damit diese weiter zündeln können.
Aber wer zündelt (oder selbstüberschätzt sich wiedermal masslos) denn da noch?: http://www.voanews.com/english/archive/2006-07/2006-07-21-voa16.cfm?moddate=2006-07-21

Die Senilität hat vermutlich schon vor vielen vielen Jahren eingesetzt (so man denn dieses Herren Äusserungen fortdauernd mit seinem Geisteszustand in Zusammenhang bringt). Zumindest hat dieser Zustand noch bis zum MSc in Geology gereicht. Vielleicht sieht ihn ja demnächst jemand mit Spitzhacke und Schaufel nach Yellow cake im Erongo buddeln 😄.
Themenstarter33,5k Beiträge · seit 200630. Juli 2009 ·
Update: http://www.az.com.na/lokales/umzug-des-reiters-rckt-nher.89959.php

Das Museum wird wohl a la neues Staatdshaus werden...die Nordkoreaner dürfen mal wieder Handanlegen...
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89 Beiträge · seit 200605. Aug. 2009 ·
Es ist gar nicht so sicher, dass das Reiterstandbild NUR umzieht.

Es werden zwar 6000000 NamDollar für den Bau des neuen Museums zur Verfügung gestellt, aber nichts wurde unternommen, um den Umzug des Standbildes zu ermöglichen.

Jetzt wird erst mal ein Zwischenlager für das Standbild gesucht. Und ausserdem werden Spenden für den Wiederaufbau benötigt. - siehe Artikel in der AZ -

http://www.az.com.na/lokales/reiter-sucht-asyl.90268.php

Anscheinend hat die Regierung gar kein Interesse an dem Denkmal, daher überlässt man es dem Zufall was damit geschieht.

Ich wäre nicht überrascht, wenn das Denkmal entweder das Zwischenlager nicht überlebt oder gar nicht wieder aufgebaut wird.

Passt alles in das Schema, was wir mit der SWAPO-Regierung erleben. 🙁

Die Erhaltung der Reiterstandbildes ist ganz und gar privater Initiative überlassen.

Viele Grüsse
Satara

travelNAMIBIA schrieb:
Hallo zusammen,

vielleicht interessiert es den ein oder anderen. Die Stadt Windhoek und die Regierung haben den Umzug des "Südwester-Reiters" zu ende diesen Monats beschlossen. Er zieht vor die Alte Feste und an seinem jetzigen Standort wird ein futuristisches Unabhängigkeitsmuseum errichtet.

Leider wird damit das "historische" Stadtbild etwas zerstört, aber zumindest bleibt der Reiter erhalten.

Sonnige Grüße
Christian
5’538 Beiträge · seit 200805. Aug. 2009 ·
Hallo Satara,

ich bin zwar kein Swapo-Freund, aber was erwartest Du eigentlich von der namibischen Regierung? Deutsche Straßennamen, deutsche Denkmäler, deutsche Traditionen? Diese Regierung vertritt das namibische Volk und das ehrt seine eigenen Helden und zwar immer die, die gerade aktuell sind. Das haben wir doch auch so gemacht. Wir hatten Kaiser-Wilhelm-Straßen, Adolf-Hitler-Straßen und Josef-Stalin-Alleen.

Mir haben die deutschen Namen und die deutschen Denkmäler in Namibia auch besser gefallen, aber ich habe in dieser Hinsicht (leider) Verständnis für die Leute.

Liebe Grüße
Gerd
5’538 Beiträge · seit 200805. Aug. 2009 ·
Hallo Satara,

stelle gerade fest, dass der Ton missinterpretiert werden kann. Das ist auf keinen Fall persönlich gemeint.

Liebe Grüße
Gerd
Themenstarter33,5k Beiträge · seit 200605. Aug. 2009 ·
Hi Zusammen,

in den Grundsätzen hast Du natürlich Recht, Gerd, aber es handelt sich um ein National Heritage, also ein Nationaldenkmal, d.h. es verdient auch den Schutz wie jedes andere Denkmal. In der Tat ist es aber überhaupt überraschend, dass in Namibia die "kolonialen Denkmäler" so lange überlebt haben, aber bei den 60 Mio für den Neubau sollte dennoch der ein oder andere Dollar auch für den Erhalt des Reiters drin sein.

Vieeel schlimmer finde ich, dass das Museum nicht nur von Nordkoreaner designed wird, sondern auch von diesen gebaut wird. Davon hat Namibia als Land mit 35% Arbeitslosigkeit nun gar nichts. Das sollte angeprangert werden. Und natürlich die Tatsache, dass sogar eine Vielzahl/Großteil der Namibier die nicht ihre Vergangenheit im Reiterstandbild sehen gegen die Versetzung sind. Zumal es 100te alternative Plätze direkt im Zentrum für den Bau des Museums geben würde.

Sonnige Grüße
Christian
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98 Beiträge · seit 200605. Aug. 2009 ·
zuletzt bearbeitet 05. Aug. 2009
89 Beiträge · seit 200622. Aug. 2009 ·
Ich denke nur, daß niemand vor seiner Geschichte davonlaufen kann. Und außerdem hätte man sich ja mal was einfallen lassen können, so z. B. einen Wettbewerb unter namibischen und südafrikanischen Künstlern, wie man die Erinnerung um das Reiterdenkmal erweitern kann, ohne es zu entfernen.

Fakt ist eben auch, daß ohne die Kolonialgeschichte es ein Namibia in der jetzigen Ausrichtung nicht geben würde.
Viele Grüsse
S.


gglink schrieb:
Hallo Satara,

ich bin zwar kein Swapo-Freund, aber was erwartest Du eigentlich von der namibischen Regierung? Deutsche Straßennamen, deutsche Denkmäler, deutsche Traditionen? Diese Regierung vertritt das namibische Volk und das ehrt seine eigenen Helden und zwar immer die, die gerade aktuell sind. Das haben wir doch auch so gemacht. Wir hatten Kaiser-Wilhelm-Straßen, Adolf-Hitler-Straßen und Josef-Stalin-Alleen.

Mir haben die deutschen Namen und die deutschen Denkmäler in Namibia auch besser gefallen, aber ich habe in dieser Hinsicht (leider) Verständnis für die Leute.

Liebe Grüße
Gerd
zuletzt bearbeitet 22. Aug. 2009
98 Beiträge · seit 200622. Aug. 2009 ·
Fakt ist eben auch, daß ohne die Kolonialgeschichte es ein Namibia in der jetzigen Ausrichtung nicht geben würde.
Genau das ist es, was dort unten, wie hier oben in die Köpfe einiger Menschen nicht hinein will!

Aber solange sogar die Bundesregierung Fehler und Starrsinn noch mit reichlich Entwicklungshilfe belohnt, ohne diesbezüglich auch Gegenleistungen einzufordern, wird sich auch nichts ändern.