Anders gesagt: wenn du das Fleisch nur für den heimischen Markt nutzt, ist die Auswirkung doch eher begrenzt.
Liebe Grüsse
Guido
Anders gesagt: wenn du das Fleisch nur für den heimischen Markt nutzt, ist die Auswirkung doch eher begrenzt.
Liebe Grüsse
Guido
pollux schrieb:Meine Frage wegen Südafrika war eigentlich anders gemeint: Wenn da MKS großflächig verbreitet ist, und geimpfte Rinder nicht von befallenen Rindern unterschieden werden können, wie selektiert man Rinder, die in Schlachthöfe gehen? Oder dürfen nur ungeimpfte Rinder mit negativem Test geschlachtet werden?
Es darf alles, nur nicht für den Export nach Europa. Aber den Status hat Südafrika eh 2019 verloren. Das hat aber nichts mit lokaler Nutzung zu tun.
Viele Grüße
Christian
Seyko schrieb:hmmm… MKS ist für Menschen imho ungefährlich. Selbst bei infizierten Rindern sterben nicht mehr als 5%.Anders gesagt: wenn du das Fleisch nur für den heimischen Markt nutzt, ist die Auswirkung doch eher begrenzt.
Also geht es auch in Namibia nur um den Export. Dann sollte doch intern Fleisch großflächig verfügbar sein, eher im Gegenteil mehr da sein, solange sie eh nicht exportieren dürfen. Woher kommen dann die Annahmen hier über negative Auswirkungen auf Touristen (jenseits dessen, Fleisch ggf. möglichst lokal kaufen zu müssen, und nicht in größeren Mengen am Anfang in Windhoek)?
pollux schrieb:Fleisch großflächig verfügbar sein, eher im Gegenteil mehr da sein, solange sie eh nicht exportieren dürfen.
Genau, das sagte ich ja vor einigen Beitragen. Problematisch könnten Einschränkungen des Viehtransports zu den Schlachthöfen sein. Man möchte derzeit natürlich so wenig wie möglich irgendwie an zentralen Orten Rinder aus verschiedenen Regionen zusammenbringen. Deshalb sind auch Viehauktionen abgesagt. Mit Negativ-Bescheinigung des Amtstierarztes geht es aber derzeit.
Anderer Aspek ist, dass die Importe (betrifft vor allem Wurst etc) nach Namibia noch mehr eingeschränkt sind und stets durch die Problemregion |Kharas führen müss(t)en. Auch andere Tierprodukte könnten problematisch sein (Mal abgesehen von Südafrikanischer Butter, die es schon seit einem Monat nicht mehr gibt).
Viele Grüße
Christian
In RSA hat es nie so umfassende Maßnahmen und Einschränkungen in der (Fleisch)Mobilität wie in NAM und BW gegeben (die hier Bände füllen), deswegen war es bei regionalem Auftreten auch nie so medial prominent. Also hat man als Normalverbraucher wenig bis nix davon mitgekriegt.
MW wurde nur „situativ“ reagiert. In etwa: Tiere mit Symptomen keulen, Rest der Herde isolieren, in Quarantäne, regionale Einschränkungen ….. Impfen
Wie jetzt verfahren wird, ist hier
In einer Medienversion des Ministers beschrieben, n. b. aus Juni!!
Alles nur zur Info, ohne Meinungsäußerung, wozu ich mangels Fachwissens nicht fähig wäre😉.
Grüße
PS: MKS-frei ohne Impfung für Export gilt wohl nur für EU (und ?? noch) aber es gibt auch andere überseeische Märkte, afrikanische sowieso . RSA war nie MKS-frei, auch nicht mit Impfung, und hat immer auch exportiert und tut es auch jetzt.
Grundsätzlich stimmt das - aber eben doch nicht so ganz.
Der Export, so die aktuelle Hoffnung, ist ja nur vorübergehend ausgesetzt.
Deshalb darf es auf keinen Fall in anderen Regionen zu Ausbrüchen kommen. Wo es in Zentralnamibia (kleinere/mittlere Orte) durchaus zu aktuellen(!) Problemen kommt ist:
Joghurt, Käse, Sahne, Butter, Wurstwaren und teilweise Fleisch. Was du immer bekommst ist Fat Spread und derlei gesunde Alternativen 😁
Das Ganze ist dynamisch zu betrachten. Ich weiss nicht ob ich mich falsch ausgedrückt habe: Jenseits von evtl. leeren Regalen gibt s keinerlei zu erwartende Einschränkungen bei Touristen.
Ich klinke mich jetzt hier auch aus. Ich möchte niemandem auf den Schlips treten, sondern wollte nur darauf hinweisen, dass ie Wahrscheinlichkeit, dass das Ding in wenigen Wochen vom Tisch ist, sehr gering ist. Namibia hat in den 60er Jahren 4 Jahre benötigt um die Seuche loszuwerden. Südafrika plant inkl. Impfung eine Freiheit innerhalb von 10 Jahren. Sobald Namibia auf den Export dauerhaft verzichtet, ist hier die (Fleisch- und Tierprodukt) Welt wieder normalisiert. Solange sie versuchen es ohne Impfung hinzubekommen um den Export wieder aufzunehmen, ist mit Einschränkungen zu rechnen.
Ich wünsche sehr dass es klappt, da das eine sehr wichtige Einnahme ist, möchte allerdings nciht drauf wetten.
Liebe Grüsse
Guido
pollux schrieb:
Also geht es auch in Namibia nur um den Export. Dann sollte doch intern Fleisch großflächig verfügbar sein, eher im Gegenteil mehr da sein, solange sie eh nicht exportieren dürfen. Woher kommen dann die Annahmen hier über negative Auswirkungen auf Touristen (jenseits dessen, Fleisch ggf. möglichst lokal kaufen zu müssen, und nicht in größeren Mengen am Anfang in Windhoek)?
tacitus schrieb:RSA war nie MKS-frei,
Doch bis 2019 (https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S3051308126000409) deshalb auch mein ursprünglicher Hinweis, dass Südafrika nix macht. Dieser aktuellen Ausbruch dort begann 2021...und nun impft man, nach 5 Jahren. Botswana und Simbabwe haben nun auch begonnen, weil Südafrika es eben nicht in den Griff bekommt (https://dairybusinessmea.com/2026/05/13/zimbabwe-botswana-vaccinate-72000-cattle-against-fmd-as-south-africa-battles-outbreak-control-challenges/). Das liegt aber auch am mangelnden Zusammenspiel zwischen Staat und Privatwirtschaft. Die haben sich ja erstmal jahrelang gegenseitig die Schuld zugeschoben. Das ist in Namibia Gott sei Dank anders, da scheinen alle an einem Strang zu ziehen.
und hat immer auch exportiert und tut es auch jetzt.
Namibia exportiert auch schon länger von nördlich der freien Zone, u.a. in die Kongo-Republiken. Es geht, bedarf nur dennoch der Einhaltung strenger internationaler Regeln (Stichwort CBT).
Man könnte es auch halblang machen.
Argentinien exportiert Rindfleich nach Deutschland und die EU.
Dabei ist nur Patagonien Seuchenfrei. Mittel- Nordargentienien ist MKS frei mit Impfung.
Allerdings ist die Verarbeitungsmethode wesentlich höher, um die Importerlaubnis in EU zu bekommen.
Also es gibt eine Möglichkeiten, die ergriffen werden könnten. Warum tut man es nicht, wenn es sooooo wichtig für die Einnahmen wäre?
Leider bin ich da auch auf die KI angewiesen. Bitte mal die Frage eingeben: "Warum darf Argentinien Rindfleisch von geimpften Tieren nach Deutschland umd EU exportieren. "
Botswana hat seinen Status im Frühjahr 26 verloren. Die suchen nun Wege nach China, Naher Osten und Afrika selbst nebst Inseln.
Vielleicht gab es deswegen in Groblerbrug auf Botswana Seite keine VET Kontrolle bei mir.
Für die Versorgung der EU haben die südlichen Länder kaum eine Bedeutung.
Die EU hat aber 60% über afrikanischen Preisen bezahlt und die Abwicklung war stabil und verbindlich.
VG
R51 schrieb:Also es gibt eine Möglichkeiten, die ergriffen werden könnten. Warum tut man es nicht, wenn es sooooo wichtig für die Einnahmen wäre?
Tut man ja, siehe Info zum Bau eines Zauns bzw Nutzung bestehender Wildzäune von Wildfarmen, um die Region Kharas erstmal auszuklammern. Dann kann der Rest zwischen den Zäunen als MKS-frei exportieren. Das geht aber eben nicht von heute auf morgen.
Namibia exportiert bereits auch nach China. Die haben aber, anders als man denkt, kaum weniger strikte Vorschriften als die EU. Botswana hat seine Quote für den Export nach Norwegen z.B. nie genutzt (ich meine 2000 Tonnen pro Jahr) und stets an Namibia abgegeben, da Botswana eben nichtmal die Menge aus freien Gebieten aufbringen konnte.
Viele Grüße
Christian
Aber man muss natürlich auch dazu die Frage stellen, inwieweit die EU ihren Markt abschottet und die Situation in den afrikanischen Ländern der EU gelegen kommt.
Man hört ja immer wieder, wie schädlich Fleisch für unsere heilige Kuh dem Co2 ist. Und weiter hört man auch dass der Fleischkonsum jährlich zurück geht, wegen Klima und mehr vegan angesagt ist. Jede Kirche hat ihre Gläubiger und es scheint, es werden immer mehr.
Könnte auch eine gute Gelegenheit sein, Namibia nie wieder eine Importerlaubnis zu erteilen. Auch wenn die Mühe noch so groß ist.
Aber Spekulation ist auch so ein zweischneidiges Schwert...
VG
Ich habe mich hier durch die Seiten versucht zu lesen, verstehe aber die korrekte Verhaltensweise trotzdem nicht.
Was ich verstanden habe: ich kann Fleisch und andere tierische Produkte zum Beispiel in Windhoeck kaufen und frei durch Namibia fahren so lange ich unterhalb des VET Zauns bleibe.
Falls ich mich oberhalb des VET Zauns bewege ist die „Einfuhr“ von tierischen Produkten von Süd nach Nord auch kein Problem. Schwierig wird es in die Gegenrichtung.
Ist das soweit richtig ?
Wie verhält es sich wenn ich zum Beispiel in den Etosha beim Anderson Gate einfahre und zu Galton Gate wieder heraus ? Da hätte ich ja theoretisch den VET Zaun umfahren??
Vielen Dank, ich möchte mich auch gern an die Regeln halten….denn de regels are the regels
mike11833 schrieb:Ist das soweit richtig ?
Früher schon, seit Ende September nicht mehr. Siehe Antwort von Pollux.

mike11833 schrieb:Wie verhält es sich wenn ich zum Beispiel in den Etosha beim Anderson Gate einfahre und zu Galton Gate wieder heraus ? Da hätte ich ja theoretisch den VET Zaun umfahren??

Seyko schrieb:Joghurt, Käse, Sahne, Butter, Wurstwaren und teilweise Fleisch. Was du immer bekommst ist Fat Spread und derlei gesunde Alternativen 😁
Oh, Fallback auf die Versorgungslage von ländlichem Angola oder Zambia - sehr verlockend. Wobei es in letzteren Ländern kein Problem ist, nach 2..3-Wochen-Großeinkauf in der Hauptstadt. Der südafrikanische Weg erscheint da doch erheblich plausibler. Reisepläne im Hinterkopf müssen wohl nochmal auf den Prüfstand.
Und Namibia muss sich wohl demnächst mal überlegen, wie sie Rindfleisch-Export nach einer (sowieso permanent am Rad drehenden) EU vs. Tourismus im Allgemeinen abwägen wollen. Ausnahmezustand a la "Covid light" verdirbt mit permenter Filze am Straßenrand sicher dem einen oder anderen Touristen dem Spaß am Reisen, nicht "nur" den Campern...
PS @ RSA "nie MKS-frei".
bleibe ich bei meiner Meinung, auch wenn sie vielleicht etwas schlampig formuliert war.
Ich bin jetzt zu faul um die verschiedenen Zonen in RSA betr. den MKS-Status zu rekonstruieren, auch weil sich diese über die Jahre verändert haben (könnten). Tatsache ist, dass sich „MKS-frei ohne Impfung“, nur auf bestimmte Zonen bezog und bezieht und in den u. a. „Problemzonen“ immer wieder Ausbrüche waren, die sich von dort auch ausbreiteten, aber auch wieder „eingefangen“ wurden, sodass RSA „zonale Freibriefe“ auch wieder erlangen konnte. Der von dir verlinkte Artikel sagt das ebenfalls.
Warum sollte RSA auch anders oder besser sein, als z.B. Botswana? Zumal es noch dazu die dortigen Zäune und Mobilitätsbeschränkungen in RSA nicht gibt. RSA hat große und viele Wildschutzgebiete, meist umgeben von kommunalem Land mit Rinderhaltung und "informellem -handel", ohne oder schwacher staatlicher Aufsicht. Außerdem wurden Zäune (unter großem Applaus) sogar abgebaut, was den Kontakt mit Nutztieren weiters erleichtert, gewildert wird sowieso. MW sind das Bedingungen, um latentes „Dahinköcheln“ auf niedrigem Niveau zu ermöglichen. Jahrelang konnte (und wollte man auch) damit leben. Das Jetzige ist natürlich eine andere Größenordnung und Kategorie.
„RSA war nie MKS-frei, auch nicht mit Impfung“ kann man angesichts o.a. mM nach durchgehen lassen😉, wenn man es auf das ganze Land bezieht.
Grüße
Betr. Exporte in der augenblicklichen Situation siehe hier.
tacitus schrieb:„RSA war nie MKS-frei, auch nicht mit Impfung“ kann man angesichts o.a. mM nach durchgehen lassen😉, wenn man es auf das ganze Land bezieht.
Na ja, dann war Namibia auch nie MKS-frei...
No culling for FMD cattle, only vaccinations – Zaamwani
https://www.namibian.com.na/no-culling-for-fmd-cattle-only-vaccinations-zaamwani/
Interessant ist, dass dieser Herr schon wegen anderer illegaler Vorkommnisse im Rahmen des "Fishrot" auffällig war. Natürlich noch alles Spekulationen, aber wenn was dran ist, hat er ein grooooßes Problem.
