Khaudum und Caprivi - offene Fragen

21 Antworten · 1’133 Aufrufe · gestartet 07. Sept. 2026 von dergnagflow
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Bei uns hatte es schon ausgiebig geregnet. Alles war saftig grün, dicht bewachsen und überall stand Wasser. Das genaue Gegenteil von dem was man erwartet. Trotzdem waren wir mit den Tiersichtungen zufrieden. In den Omurambas gibt es weite Grasflächen, auf denen sich viele Tiere aufhalten. Dadurch, dass der Park wenige Besucher hat, sind die Tiere allerdings wesentlich scheuer als z.B. im Etosha. Mit Insekten hatten wir kein Problem. Das Khaudom Camp ist für uns eine der schönsten Campsites in ganz Namibia.
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Da wir gerade aus dem Khaudom zurück sind, hier ein paar subjektive Erfahrungen:

Wir sind von Shametu (sehr schöne Stellplätze, schöne Sundownertour zu den Popa Falls, schattig, überdacht, betonierte Stellfläche, private, sehr schöne Ablutions, aber null Sicht) von Norden durch den Khaudom gefahren. Die Anfahrt ist sehr tiefsandig, leider wird sie vom Parkmanagement nicht gewartet, soll heißen, wir hatten vier Bäume auf der Strecke, links und rechts starkes Buschwerk und man muss dann aus der etwa 1 m tiefen Spur raus, den Baum umfahren und wieder rein in die Spur - dreimal ist es gelungen, beim vierten gab es Gratis-Buddeln. Der nette Beamte am Gate meinte lachend: JA, der Weg ist furchtbar, sagt jeder 😄 Man merkt, dass da wochenlang keine Versorgungs- oder Tourifahrzeuge vorbeikommen. Am Gate geht nur Bargeld in passend. Unsere fehlenden 130 Nam$ wurden uns erlassen. Das Khaudom Camp ist traumhaft schön gelegen, von Campsite 1-4 hat man Sicht auf das Wasserloch, einen knappen Kilometer entfernt, Campsite 5 und 6 haben uns weniger gefallen. 

Die Wege im Park sind sandig, anderenorts sehr steinig, aber der Park entschädigt für alles. Die Wasserlöcher waren alle in Betrieb, Tiere gab es zuhauf zu sehen. Sikereti gefiel uns nicht so gut, die Plätze sind riesig, Ablutions gut, die Feuerstelle die beste, die wir je gesehen haben, aber wenig Schatten, total verbuscht, allerdings mit nächtlichem Besuch von Elefanten. An der Lodge wird tagsüber gearbeitet, der Baulärm war aber zuverlässig zum Sundowner vorbei. Die Strecke Khaudom Camp - Sikereti beläuft sich auf offiziell rd. 120 km, wir haben noch ein paar Schlenker gemacht (insgesamt 160 km) und haben dafür trotz weniger Stopps mehr als 9 Stunden gebraucht. Die Zufahrt von Süden ist gut geräumte sehr breite Gravelroad. Wir fanden Khaudom großartig, würden aber erst wiederkommen, wenn es in der Mitte des Parks eine dritte Campsite gibt. Wir bummeln lieber durch die Parks und fühlten dann doch Zeitdruck aufgrund der anspruchsvollen Wege und der Sorge, vielleicht doch irgendetwas mit dem Auto zu haben. Allein ein Radwechsel kostet ja doch Zeit. Allerdings gehören wir auch eher zur Fraktion der Touristen, die schlechte Wege in Kauf nehmen, um dafür Einsamkeit und Wildnis zu haben. Für jemanden, dem auch das Fahren auf Steinen, extremen Tiefsand und engen Wegen Spaß macht, ist Khaudom aber sicher noch mehr ein Traum als es für uns war. 

Mahangu Camp (wir hatten Site 6) war grandios, die Lage am Fluss ist toll, die Sicht auf Hippos und vor allem Elefanten am gegenüberliegenden Wasserloch ist wunderschön. Campsite 1 und 2 sind nah an der Lodge und eng beieinander, Campsite 5 gefiel uns auch noch gut. 

Zu Wasser im Khaudom kann ich leider nichts beitragen, bei uns war es staubtrocken, tagsüber sehr heiß, nachts frisch (15 Grad). 

Gäbe es eine dritte Campsite, würden wir nächstes Mal von Süden anreisen und dann:

1N außerhalb

1N Sikereti

1N (die dann neue dritte in der Mitte)

3N Khaudom Camp

1N (die dann neue dritte in der Mitte)😃

"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo