Kulturzauber Marokko - Eine Reise zwischen Königsstädten, blauen Gassen und Meer

Reisebericht 10 Antworten · 585 Aufrufe · gestartet 20. Sept. 2026 von Makalani
Themenstarter221 Beiträge · seit 202320. Sept. 2026 ·
Hallo liebe Fomis,


im März dieses Jahres haben wir eine kleine Tour durch Nordmarokko gemacht, um genau zu sagen von Fès über Chefchaouen, die blaue Stadt bis nach Tanger an der Straße von Gibraltar. 

Und was soll ich sagen, dieses faszinierende Land mit seiner interessanten Kultur, schönen Landschaften und sehr freundlichen Menschen hat einen ganz besonderen Platz in unseren Herzen gefunden 😍

Geflogen sind wir mit Ryanair, die Unterkünfte haben wir über Booking, Überlandtransfers und Ausflug nach Meknès über Get your Guide und die Flughafentransfers über den jeweilige Riad gebucht. Mit dem Wetter hatten wir großes Glück - Temperaturen tagsüber zwischen 18 und 23 Grad und immer blauer Himmel. Noch zwei Wochen vor unserer Reise war es in Nordmarokko kalt und nass. Alle Fotos habe ich mit meinem I-Phone 13 gemacht. 

Und so sah unsere Reise aus:


23.03.2026: Flug mit Ryanair von Barcelona nach Fès (Urlaub im Urlaub 😊)

23.03. - 27.03.2026: 4 Nächte Riad Citronnier & Spa in Fès

24.03.2026: Medina von Fès el Bali auf eigene Faust

25.03.2026: Ganztägige Privattour nach Volubilis über Moulay Idris nach Meknès 

26.06.2026: Weitere Erkundung von Fès auf eigene Faust und marokkanischer Kochkurs im Palais Amani 

27.03.2026: Privattransfer von Fès nach Chefchaouen und erster Spaziergang durch blaue Gassen bis zur Bouzafer Moschee zum Sonnenuntergang 

27.03. - 29.03.2026: 2 Nächte Tja Chefchaouen and Spa mit spektakulärem Blick über die blaue Stadt

28.03.2026: Spaziergang durch die Medina und Besuch der Kasbah Chefchaouen auf eigene Faust

29.03.2026: Morgens nochmal durch die Souks von Chefchaouen und am Nachmittag Gruppentransfer nach Tanger

29.03.2026: 2 Nächte Riad Dar Elif in Tanger

30.03.2026: Erkundung von Tanger auf eigene Faust 

31.03.2026: Rückflug mit Ryanair von Tanger nach Barcelona 



 Bick von der Dachterrasse unseres Riads in  Fès


 In der Medina von Fès


 Auf dem Weg nach Volubilis - Blick auf Barrage Sidi Chahed 




 Archäologische Stätte Volubilis 


Bab El Mansour Laalej in Meknès

 Blick über Chefchaouen aus der Kasbah


 In einer blauen Gasse


 Sonnenuntergang an der Straße von Gibraltar 


 Blick über Tanger von der Dachterrasse unseres Riads


 Wer hat hat Lust durch den wunderschönen Norden Marokkos mitzureisen ? 

 Sei es, um alte Erinnerungen wieder aufleben zu lassen oder neue, inspirierende Reisemöglichkeiten zu entdecken. 


 Liebe Grüße, Sabine


zuletzt bearbeitet 24. Sept. 2026
68 Beiträge · seit 202620. Sept. 2026 ·
Liebe @Makalani ,Sabine, 

Ich bin gerne dabei - mal ganz was anderes! Ich freue mich schon, die ersten Bilder sind ja schon wirklich traumhaft. 

Liebe Grüße, 

Caro

Themenstarter221 Beiträge · seit 202321. Sept. 2026 ·
Liebe @caroline, 

wie schön, dass du uns durch Nordmarokko begleitest. 

Ja, es ist etwas ganz anderes als das östliche oder südliche Afrika. Der Fokus in Marokko liegt auf Kultur und Landschaft. 

Wer Katzen mag, kommt hier auch voll auf seine Kosten. 

Liebe Grüße, Sabine

zuletzt bearbeitet 24. Sept. 2026
Themenstarter221 Beiträge · seit 202322. Sept. 2026 ·
Prolog: Der Beginn unserer Leidenschaft für Marokko 


Meinen Geburtstag im September letzten Jahres wollte ich gemeinsam mit Stefan an einem besonderen Ort verbringen und so fiel unsere Wahl auf Fès in Marokko. Die Kultur kannten wir schon aus einem Badeurlaub in Agadir, als unsere Tochter noch klein war und von einem 3-tägigen Städtetrip nach Marrakesch in 2012.

Auch in 2025 flogen wir mit Ryanair von Barcelona nach Fès und verbrachten 3 Nächte im wunderschönen Riad „Hanael Garden & Spa“ in der Medina von Fès. Quafae und ihre Tochter aus der Schweiz führen den Riad mit herzlicher Gastfreundschaft und verwandelten unseren Aufenthalt zu einem Traum aus 1000 und einer Nacht. 


Am ersten Morgen nach einem leckeren Frühstück im Garten des Riads,


begrüßen wir um 10: 00 Uhr unseren Guide Abdullah. Gemeinsam mit einem Ehepaar aus den Niederlanden, verschaffen wir uns einen ersten Überblick von Fès. Mit einem Van inklusive Fahrer geht es einmal rund um Fès-el Bali und Abdullah erweist sich als exzellenter Reiseführer. Er erzählt viel über die Stadt und die marokkanische Kultur. Ein großes Plus ist auch, dass er Deutsch spricht. Als pensionierter Lehrer ist er überall bekannt und immer wieder hält er einen Plausch mit ehemaligen Schülern und anderen Einheimischen. 

Unser erster Halt war ein Aussichtspunkt mit Blick über die Medina. 


 Als nächstes folgte ein kurzer Stopp am Bab Boujloud, dem blauen Tor. 


Am Königspalast verlassen wir das Fahrzeug 


  


 und schlendern entlang der Rue Bou Ksissat im historischen jüdischen Viertel (Mellah). Viele Häuser der Mellah haben Balkone zur Straße und deutlich mehr Fenster als die traditionellen Häuser der muslimischen Viertel. Heute leben fast keine Juden mehr in diesen Häusern, sondern in anderen Stadtvierteln.



Durch das Bab Semmarine gelangen wir auf die Grand Rue des Fès-el Jdid, die wir bis zum Ende folgen. 



Auf beiden Seiten der verkehrsberuhigten Straße reihen sich Geschäfte, Cafés und die El Hamra Moschee aneinander. 



Die Menschen sind ausgesprochen freundlich und ruhig, sodass wir die angenehme orientalische Atmosphäre ganz in Ruhe genießen können. Es gibt sooo viel zu entdecken - an jeder Ecke wartet etwas Neues!


zuletzt bearbeitet 24. Sept. 2026
Themenstarter221 Beiträge · seit 202322. Sept. 2026 ·
Am Ende der Grand Rue biegen wir rechts ab und laufen entlang einer Mauer, wo ein Barbier seinen Stand im Schatten eines alten Baumes aufgebaut hat. Doch keiner der drei Männer benötigt eine Rasur! 


Wir passieren eine kleine Moschee, blicken durch ein Gitter auf ein altes Wasserrad und durchqueren ein altes Tor, in dessen unmittelbarer Umgebung derzeit Sanierungsarbeiten stattfinden. 


Nach diesen ersten Eindrücken der Medina von Fès-el Jdid betreten wir am Ende der Gasse kurz vor einem kleinen Tor rechts

den Jardin Jnan Jdil, eine grüne Oase im Herzen der Stadt.


Wir spazieren durch diesen wunderschönen Garten bis zu einem anderen Eingang, wo unser Fahrer schon auf uns wartet. Wir steigen ein und weiter geht die Fahrt zum Borj Sud, einer alten Festungsanlage. 



Von dort hat man einen beeindruckenden Blick auf die Altstadt und die umliegende Landschaft.


Dananch besuchen wir eine nahegelegene Keramikmanufaktur und erhalten bei einem Rundgang durch die Werkhallen Einblicke in diese faszinierende Handwerkskunst. 


Zuletzt werden wir in einen Verkaufsraum geführt und können nicht widerstehen ein paar der schönen Keramikprodukte zu kaufen. Wie sich später herausstellt, haben wir viel zu viel dafür bezahlt …  😅


Am späten Nachmittag beenden wir die Runde um Fès-el Bali und steigen am Rand der Medina aus. Wir verabschieden uns vom Fahrer und von unseren netten Mitreisenden, bevor uns Abdullah durch die Souks zu unserem Riad zurückbringt. 


Wir wünschen ihm noch einen schönen Abend und freuen uns, morgen mit ihm auf einem Rundgang die Medina und Souks zu erkunden.

Den Rest des Tages lassen wir in unserer Oase der Ruhe zuerst bei einem Tee und später bei einem idyllischen Dinner im Garten ausklingen. 


zuletzt bearbeitet 24. Sept. 2026
725 Beiträge · seit 202322. Sept. 2026 ·
Ich reise auch noch gerne mit. 

Marokko hatte ich bisher noch nicht wirklich auf dem Schirm, aber deine Bilder wecken auf jeden Fall Interesse, einfach auch mal was anderes zu sehen. Und schließlich sind wir doch alle immer wieder mal auf der Suche nach neuen Ideen.

Ich freue mich auf deinen Bericht!

Lg, Melanie 

zuletzt bearbeitet 22. Sept. 2026
Themenstarter221 Beiträge · seit 202323. Sept. 2026 ·
Liebe Melanie,

bis letztes Jahr hatten wir Marokko auch nicht wirklich auf dem Schirm. Das Land bietet sehr viele Pluspunkte , wie z. B. kein langer Flug, kein elektronisches Visum vorab, recht gute Infrastruktur (wird im Moment noch weiter ausgebaut), gute Preise,  mit Englisch kommt man zurecht, eine völlig andere Kultur und last but not least haben wir uns bisher immer sicher gefühlt. 

Ich freue mich sehr, dass du mitreisen willst 😊.

Morgen geht es dann weiter.

Liebe Grüße, Sabine

Themenstarter221 Beiträge · seit 202324. Sept. 2026 ·


Unser Guide Abdullah holt uns am nächsten Morgen pünktlich um 10:30 Uhr in unserem Riad ab. Heute trägt er einen weißen Gandoura, ein langes, lockeres Gewand - genau das richtige bei den hohen Temperaturen! 


Zuerst laufen wir ein Stück durch die Gassen, 


bevor wir den Qued Bou Khrarab überqueren. Der Fluss verläuft durch die historische Medina und war früher mal die Grenze zwischen den beiden Städten Madinat Fas und al-Aliya. Unter den Almoraviden im 11. Jahrhundert wurden sie zu einer gemeinsamen Stadt verbunden. Der Fluss ist von hohen Mauern eingefasst und wurde im Laufe der Zeit mit zahlreichen Brücken überbaut. Teilweise verläuft er heute verborgen unter einer Straße. Für meinen Geschmack sieht das alles andere als schön aus. 

Um so mehr freue ich mich auf der anderen Seite des Flusses eine kleine Medina zu betreten. So früh am Morgen sind noch viele Läden verschlossen, doch nach und nach öffnen sie ihre Tore. 



 Es ist schön durch die Gassen zu schlendern und in eine andere Kultur einzutauchen. Manche Gassen sind so eng, dass wir nur hintereinander durchlaufen können. Alleine wären wir hier wahrscheinlich nie durchgegangen …

 


 Ein Funkmast getarnt als Palme 😀

 Schließlich kommen wir gegenüber der „La Porte du Marché Rcif“ raus, überqueren die Straße und schon sind wir in der großen alten Medina von Fès-el Bali.

Wir laufen durch den Teil der Souks wo überwiegend Obst, Gemüse und sonstige Lebensmittel angeboten werden.

 Während wir Abdullah folgen, können wir uns ganz auf die Umgebung konzentrieren und die Eindrücke auf uns wirken lassen.

So langsam nähern wir uns dem Handwerkerviertel und beobachten, wie Wolle nach alter Tradition in leuchtenden Farben gefärbt wird. 

 Auch kleine Betriebe, die hier Leder färben sehen wir. 


Am Stand eines Messerschleifers beginnt Abdullah ein Gespräch mit dem Inhaber, der sehr gut Englisch spricht. Er erzählt uns, dass er vorher einen guten Beruf in einem Unternehmen hatte, den er jedoch aufgab, um das Geschäft seines Vaters weiterzuführen. Dann wirft er seine Maschine an und wir können live erleben, wie ein Messer professionell geschärft wird.

Am Place Seffarine, dem traditionellen Platz der Kupferschmiede, können wir den Handwerkern bei ihrer Arbeit zusehen. Das rhythmische Hämmern gehört seit Generationen zum Klangbild der Medina.


zuletzt bearbeitet 25. Sept. 2026
57 Beiträge · seit 202425. Sept. 2026 ·
@Makalani: Ich steige auch noch zu. In Marokko waren wir bisher nicht, aber dein Bericht inkl. der tollen Bilder macht Lust darauf. Zudem

bin ich gerade krank und da kommt mir die Reise in ein afrikanisches Land sehr gelegen 🤩​

Marc
Themenstarter221 Beiträge · seit 202325. Sept. 2026 ·
Hallo MaLu

Willkommen an Bord und schön, dass du bei unserer Reise dabei bist! Voraussichtlich geht es frühestens Samstag der nächsten Woche weiter. Hoffentlich bist du bis dahin wieder fit und fährst noch mit uns weiter. 

Gute Besserung und Liebe Grüße, Sabine 

zuletzt bearbeitet 26. Sept. 2026
Themenstarter221 Beiträge · seit 2023gestern 19:25 ·

Nach einer wunderbaren Woche in Marokko. - diesmal mit Essaouria, Agafay Wüste und Marrakesch - und einem Rucksack voller neuer Eindrücke, unvergesslicher Erlebnisse und Begegnungen geht die Reise nun in Fès weiter. 

Vom Handwerkerplatz laufen wir  …


… zur Cherratine Madersa aus dem Jahr 1670, eine große Koranschule mit über 100  kleinen Studentenzimmern auf mehreren Etagen. Abdullah lässt uns genügend Zeit, alles in Ruhe zu besichtigen. Diese Auszeit hat er sich auch redlich verdient.


In einem Teppichgeschäft werden uns bei einem Tee verschiedene Teppiche vorgeführt und eigentlich haben wir kein Interesse daran. Als uns etwas modernere helle Berberteppiche gezeigt werden, erkennen die Verkäufer wohl an meinen Augen, dass mir diese gefallen. Und so wird ein Teppich nach dem anderen dieser Art angepriesen. Doch wir bleiben dabei - kein Teppichkauf heute! 


Beim Mausoleum of Moulay Idriss II, der in Marokko als bedeutender Heiliger verehrt wird, erklärt uns Abdullah die Spendenvorrichtung am Mausoleum. Manche Besucher verbinden die Spende mit einem Gebet oder einer Bitte um Segen. Nur Muslime dürfen diesen wichtigen religiösen Pilgerort betreten, durch die offene Tür können wir jedoch einen  Blick hineinwerfen. 


Am Place Nejjarine bewundern wir den mit bunten geometrisch angeordneten Mosaikfliesen verzierten Nejjarine Brunnen. Er diente Reisenden, Händlern, Bewohnern und ihren Tieren früher als Wasserstelle. Der Name bezieht sich auf die Holzhandwerker in diesem Viertel. Im Hintergrund ist der Eingang zum Nejjarine Miseum für Holzkunst zu sehen, das wir dann in diesem Jahr besucht haben. 


Rund um den Platz findet man traditionelle Werkstätten und Geschäfte, in einem Geschäft kaufe ich mir ein Paar Silberohrringe mit Türkisen. 


Normalerweise bin ich nicht so der Shoppingtyp, aber diese von Hand gefertigten, filigranen Kunstwerke in der Medina von Fès beeindrucken mich sehr. 😍

zuletzt bearbeitet gestern 20:47