kOa_MasterThemenstarter391 Beiträge · seit 201522. Apr. 2017 ·
Guten Tag miteinander,
Die Frage ist scheinbar simpel aber wirklich zufriedenstellende Antworten habe ich bisher noch nie erhalten. Deshalb: Gibt es irgendwo eine Karte (oder Liste) mit den Veterinärzäunen und Check Points und den jeweiligen Angaben, in welche Richtung man was mitnehmen darf (oder eben nicht)?
Im Reise-Knowhow ist eine kleine Karte drin, leider hilft diese nur bedingt. Ich würde mir gerne etwas übersichtlicheres wünschen, um die Tage in Botswana gescheit zu planen. Und natürlich damit ich im Voraus weiss, wann ich wo die entsprechenden Artikel verstecken muss 😉
Im Botswana Reiseführer von Ilona Hupe sind stationäre Vet-Gates bei der Beschreibung der jeweiligen Reiserouten als Wegpunkte angeführt. Ob das vollständig für ganz Botswana der Fall ist, kann ich nicht beurteilen. Auf unseren Routen hat es immer gestimmt. Zudem findet beim Grenzübertritt eine Veterinärkontrolle statt. Bei Ausbruch einer Tierseuche können aber auch zusätzliche, lokale Kontrollpunkte eingerichtet werden, um deren weitere Ausbreitung zu verhindern. Deshalb ist das mit der Planungssicherheit so eine Sache...
Im Prinzip finden die Kontrollen im Landesinneren immer von den Wild-Gebieten her kommend in Richtung der landwirtschaftlich genutzten Regionen (Rinderzucht) statt - bzw. vom feucht-warmen Norden in Richtung trockener Süden. Und vielleicht sollte man die Vorsichtsmaßnahmen und Regeln zur Eindämmung von Tierseuchen ernst nehmen und einhalten???
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201622. Apr. 2017 ·
Guten Morgen! Auf diese Frage wirst du auch keine zufriedenstellende, oder besser, allgemein gültige Antwort erhalten, wie wir heuer festgestellt haben. Es scheint doch ein wenig Auslegungssache zu sein, was man von einer Seite zur anderen mitnehmen darf (egal ob Grenzübertritt oder Kontrollpunkt) und was nicht. Allein an der Strecke Maun-Groblersbrug passierten wir 8 (acht!) Kontrollen. Einmal war es "rotes Fleisch" wonach man gesucht hat, beim nächsten auch "weißes". Und das Thema war nicht nur Fleisch, Wurst, Geflügel, Fisch, sondern auch Obst und Gemüse. Auch hier gabs eine große Bandbreite an heute erlaubt, morgen verboten. Mal war alles ok was unter der Erde wächst, wegen der Fruchtfliegen, beim nächsten waren auch Kartoffeln ein verbotenes Gut. Mit den Beamten ausdiskutieren...vergiss es! Faustregel, ausgenommen Grenzübertritt bei Einreise: Fahrtrichtung nach Westen und nach Norden quasi alles problemlos! Nach Süden und Osten würde ich dir zB Nudeln mit Tomaten und Thunfisch (beides aus der Dose) empfehlen! Gruß Gina
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200622. Apr. 2017 ·
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
lilytrotter4'130 Beiträge · seit 200822. Apr. 2017 ·
Hallo, kOa_Master,
wo und wie waren denn die Kontrollen, als du durch Botswana gereist bist? Die Notizen wären doch ein guter Anfang um hier auch anderen, die noch nicht Bescheid wissen, ein wenig behilflich zu sein.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Auf T4A kannst Du Kontrollpunkte sehr genau an den Schnittpunkten von Straße und Vet-Zaun ausmachen. Dort wird immer kontrolliert. Wo keine Veterinärzäune das Land durchschneiden, sind auch keine permanenten Kontrollstellen. So fährt man z.B., ohne eine Vet-Kontrolle zu passieren, ungehindert von Buitepos via Khang, die Kalahari querend, bis an die Grenze zu Südafrika. Wird aber die Maul- und Klauenseuche im Lande vermutet oder sie ist gar ausgebrochen, so werden mobile Kontrollstellen errichtet, …die kann man natürlich nicht vorher erfassen. Es gibt aber auch Kontrollpunkte für die sogenannte „Lungenseuche“. Bei S18 50 19.5 E22 13 45.3 ist z.B. ein solches Gate. An diesen Punkten darf der Verkehr meist ungehindert passieren.
Eine generelle Ausnahme gibt es: An ALLEN (!) Grenzübergängen nach Botswana kann spontan nach Fleisch kontrolliert werden. Reist man von Osten kommend nach Botswana ein, so wird zusätzlich nach frischem Obst und Gemüse kontrolliert!
Um gleich der großen Kritik aus der „sensiblen“ Leserschaft hier im Forum vorzubeugen, möchte ich darauf hinweisen, daß jedermann hierzulande (in Afrika!) selbstverantwortlich handeln muß! Ich verstecke daher mein Fleisch und „schmuggle“ es über die Kontrolle, aber nur weil ich weiß, daß meine Fleischwaren von einem zertifizierten Schlachter stammen und eingefroren sind! Ich kaufe kein Fleisch vom Straßenrand! Ich habe kein Rind auf der Weide geschlachtet und möchte dieses Fleisch möglichst schnell in der nächsten Stadt in klingende Münze verwandeln! Darum geht es bei den Veterinärstellen: Unkontrollierte und evtl. infizierte Fleischwaren sollen nicht ungehindert durch das Land gebracht werden. Wir als Touristen oder in meinem Fall als Operator, wissen jedoch um die Sicherheit unserer Fleischwaren! Deshalb kann ich auch mit gutem Gewissen so handeln. Ich schädige niemanden und bringe auch nichts in Gefahr!
Wer Fleisch vom Straßenrand kauft und damit durch Botswana reisen möchte, …der muß sein Gewissen befragen!
Biltong-essende Grüße aus Windhuk,
Olli
Wer aus der Wüste zurückkommt, ist reicher, aber auch einsamer. Denn die Zahl derer, die einen verstehen können, ist kleiner geworden. Zitat nach B. Baumann
Hallo , als Anlage die Karten mit den Kontrollstellen in Namibia und Botswana .
Gruß Dieter
seit 1959 u.a. : 4xMarocco, 2xTunesien, 2xAlgerien-Mali, Ägypten-Sudan, 4xNamibia-Botswana-Simbabwe, Israel, 2xKanada, 3xUSA, 4xAustralien, 2xNeuseeland, Mexico, Europa total ,Türkei ,Zypern,
kOa_MasterThemenstarter391 Beiträge · seit 201522. Apr. 2017 ·
Vielen Dank für eure Antworten, die Karten sind eine grosse Hilfe @ Dieter & Christian. Danke auch für deinen Input Olli. Mir selber ist natürlich sehr wohl klar, was man machen darf/soll und was nicht aus Sicht des Seuchenschutzes. Nur hat das erfahrungsgemäss wenig bis sehr wenig mit dem zu tun, was dann vor Ort effektiv kontrolliert und gefragt wird... @Lilly: Einerseits waren das soviele, dass ich mich nicht konkret an alle erinnern kann (speziell die Strecke Maun -> Martin's Drift), andererseits waren (zu unserem Glück) die wenigsten Kontrolleure und Polizisten bereit uns zu kontrollieren, da es sehr häufig in Strömen geregnet hat. Und in der Art ging das von sehr ausführlichen Kontrollen inkl. Blick in Kühlschrank, Autoinneres und Kofferraum über ein kurzes "habt ihr was? nein? okay weiter"...
Man hatte genau den Eindruck, der hier auch erläutert wird: Nichtmal an den Posten selber wissen sie, was sie tun müssten gemäss Gesetz. Es kommt auf die Laune und das Ermessen des einzelnen an. Konkret als Beispiel: Einmal war ein abgepacktes Joghurt nicht erlaubt, das andere mal waren sämtliche ungeöffnete und "in Plastik verschweiste Sachen" ok.