THEMA: Die Badgers bei Tag und Nacht im Kruger
18 Okt 2023 12:07 #675480
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Prolog

Nach zwei Wochen im Kruger Nationalpark sind wir seit drei Tagen wieder in heimischen Gefilden. Und wie war es doch wieder schön! Ich könnte direkt zurück in den Busch. So sehr hat Hemingway diesbezüglich doch recht: „Ich wollte nur zurück nach Afrika. Wir hatten es noch nicht verlassen, aber wenn ich in der Nacht aufwachte, lag ich da und lauschte und hatte bereits Heimweh danach.“



Bereits ein knappes Jahr im Voraus hatten wir diese nun schon traditionelle Familientour gebucht – es sollte unsere vierte „Ausschließlich-Kruger-Reise“ im Oktober werden. Nach schnell vorgenommenen Buchungen und konstant schwelender Vorfreude kam es dann aber leider nach einiger Zeit zu Turbulenzen… :evil:

Unsere Flüge hatten wir dieses Mal mit Discover gebucht – zu einem wirklich guten Preis auf der neu eingeführten Strecke FRA-WDH-KMIA. Ohne umsteigen zu müssen, in den Kruger zu kommen, erschien uns allzu attraktiv. Nur leider war diese Strecke (große Überraschung!!! :whistle: ) wohl nicht rentabel genug und so wurde sie alsbald wieder eingestellt und die Airline stornierte einseitig (und mit Verzicht auf jede Zeile des Bedauerns…) unsere Flüge – ohne eine Umbuchung anzubieten. Nach ernsthaftem und sicher ungesundem Anstieg des heimischen Stresslevels (eine Neubuchung von Flügen mit LH würde für uns vier nun weit über 7000 Euro kosten… :sick: ) und das europäische Fluggastrecht im Rücken wurden dann einige Telefonate mit dem Mutterkonzern Lufthansa geführt. Wenn man zu nachtschlafender Zeit dort anruft, bekommt man glücklicherweise recht schnell jemanden an die Strippe. Und diese Jemande sind im Erstkontakt erstaunlich gut auf das Abwimmeln unliebsamer Kunden trainiert, die die nächtliche Callcenter-Ruhe mit ihren unverschämten Bedürfnisäußerungen stören. Einheitlicher Tenor: Man könne da nichts für uns tun. Sorry. Ciao.
Was hat es da doch für einen erstaunlichen Effekt, wenn man Paragrafen zitieren kann, die man sich in Vorbereitung auf die Konfrontation mit dem Kunden“service“ laienhaft angeeignet hat. LH bucht uns nach einiger Starrsinnigkeit meinerseits kurzerhand (zum alten günstigen Discover-Preis) auf den von ihnen durchgeführten Flug gen Johannesburg mit Airlink-Weiterflug gen Nelspruit um. Warum nicht gleich so? Zu unserer Freude können wir nun bereits am ersten Feriensamstag starten und gewinnen so zwei Nächte zu unserer Ursprungsplanung hinzu.

Und dann kommt es einige Zeit später zu den Unruhen in Niger – der Luftraum ist gesperrt. LH teilt uns mit, dass durch den nun längeren Flug unser Anschluss in Johannesburg nicht zu erreichen sein wird. Und wie handelt die Airline? Sie möchte die gesamte Reise stornieren und bietet in der Email, die uns erreicht, auch keine Alternative an! :pinch: Und so wird wieder telefoniert, nachdem ich recherchiert hatte, dass es noch freie Airlink-Plätze zu einem späteren Zeitpunkt des gleichen Tages gibt. Und so werden wir nach einem Austausch mit einer (zum Glück freundlich-kompetenten) LH-Callcenter-Dame auf einen Weiterflug um 15.20 Uhr gebucht. Nichts da Komplettstornierung!

Die Aktion zieht aber einen Schwanz weiterer Konsequenzen nach sich. Eigentlich wollten wir die erste Nacht in Berg-en-Dal im Kruger verbringen. Dies erscheint uns bei einer Ankunftszeit am Flughafen nach 16 Uhr nicht realistisch. Und so stornieren wir unsere Nacht dort und suchen uns zuerst ein Guesthouse am Malelane Gate. Als wir jedoch mit den Besitzern über unsere Ankunftszeit zu Sonnenuntergang kommunizieren, werden Sicherheitsbedenken laut und wir stornieren auch dort wieder. Schließlich landen wir bei der White House Lodge, die nur zehn Autominuten vom Flughafen KMIA entfernt ist. Eine rückblickend gute Wahl, die den Anfang der Reise sehr angenehm entspannen wird.

Als dann der Flugraum über Niger wieder geöffnet wird und sich damit die Flugzeiten in ihre ursprüngliche Form zurückverwandeln, ruft das nur noch ein gequältes Lächeln unserseits hervor. Wir bleiben in der White House Lodge und bei unserem geänderten Airlink-Flug. Wegen der parallel zu unserer Reise liegenden südafrikanischen Frühlingsferien ist unser Häuschen in Berg-en-Dal sowieso schnell anderweitig gebucht worden. Und erreichbare Alternativen im Park gibt es nicht.

Nach diesem ganzen Hin und Her muss die Reise ja schließlich gut werden. Oder? :P

Das durchaus zweifelhafte Vergnügen, dass gefühlt halb Südafrika mit uns gemeinsam im Kruger unterwegs ist, hatten wir in der Vergangenheit noch nie. Überall waren Kinder, die Camps bis zum Rand ausgebucht. Das zeigte sich auch auf den Hauptpisten des Parks, die wir zu „Stoßzeiten“ eher gemieden haben – dadurch hatten wir trotz der Parallel-Ferien am Ende auch nur einen echten Kruger-Stau zu bewältigen und oftmals in Krugermaßen echtes Bushfeeling.

Aber genug der Vorrede: Ich lade euch ein, ein weiteres Mal mitzukommen auf eine Reise in den Kruger. Anders als in meinen Berichten der letzten Jahre werde ich dieses Mal nicht jeden Gamedrive einzeln in chronologischer Weise nacherzählen. Vielmehr wird es jeweils Kapitel zu den Regionen rund um die Camps geben, in denen wir unsere Zeit verbracht haben. Dabei geht es natürlich auch um Gamedrives. Denn damit verbringt man ja große Teile seiner Tage. Dieses Mal aber haben wir in sehr intensiver Weise auch abends im Schein unserer Taschenlampen die Camps erkundet – was schließlich zu einigen der schönsten Sichtungen der Reise geführt hat.

Die folgenden Orte erwarten euch:

1) White House Lodge nahe White River (1 Nacht)
2) Berg-en-Dal (1 Nacht)
3) Crocodile Bridge (2 Nächte)
4) Skukuza (1 Nacht)
5) Lower Sabie (3 Nächte)
6) Satara (3 Nächte)
7) Biyamiti (1 Nacht)
8) Berg-en-Dal (1 Nacht)

Ich freue mich auf eure Begleitung!

Ganz herzlich
Sascha
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23 Okt 2023 21:19 #675761
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1. Kapitel: Endlich zurück

Nach dem turbulent-ärgerlichen Vorlauf verläuft der tatsächliche Flug zum Glück planmäßig. Pünktlich um 22.05 Uhr hebt die Lufthansa-Maschine in Frankfurt ab und macht sich auf den Weg nach Johannesburg. Wir sitzen wie immer in einer Viererreihe in der Mitte – wir sind ja allesamt nicht die Größten und damit ist auch die Economy für uns gut zu ertragen. Das vielfältige Entertainmentprogramm ist wie immer ein großer Quell der Freude für den Nachwuchs. Ich bekomme – auch das ist wie immer – wenig davon mit, denn es schläft sich an Bord erstaunlich gut. Bis dann irgendwann in der Nacht heftige Turbulenzen auftreten und ich unserer Großen die angstfeuchte Hand halten muss. :S

Gut durchgeschüttelt landen wir schließlich um 8.30 Uhr pünktlich in Johannesburg. Die Einreise verläuft erstaunlich schnell, genauso flott sind wir wieder im Besitz unseres Gepäcks. Und haben nun reichlich Zeit, denn unser umgebuchter Airlink-Flug wird erst um 15.40 Uhr abheben.

Wir kommen also in aller Ruhe an und prüfen, ob wir den Flug noch vor Ort auf die ursprünglich geplante Zeit umbuchen können. Klappt leider nicht – auch wenn noch Plätze frei wären… :side:

Also richten wir uns darauf ein, etwas Zeit am O.R.Tambo-Airport zu verbringen. Wir decken uns mit Bargeld ein und kommen alsbald auf die Idee, ein Tageszimmer in der City Lodge zu buchen. Gedacht – getan. Nachdem wir unsere Koffer am Airlink-Schalter aufgegeben haben, machen wir uns also mit kleinem Gepäck auf in Richtung Hotel und mieten uns dort für einige Stunden ein. Eine wirklich gute Sache: Wir können ein Nickerchen machen, warm duschen, ein wenig am Pool abhängen und bei strahlendem Sonnenschein Kaltgetränke und Sandwiches genießen. So beginnt die Reise angenehm entspannt.



Und so geht es Stunden später erholt und guter Dinge in Richtung Check-In. Der Flug gen Kruger verläuft Airlink-typisch entspannt und dauert dabei keine Stunde. Sind wir in Johannesburg bei sommerlicher Hitze gestartet, landen wir am Mpumalanga Kruger International Airport in tristestem Grau in Grau. Hier ist es gut 15 Grad kälter als in Joburg. Willkommen zurück. :P

Während ich mit den Kindern auf die Koffer warte, kümmert sich meine Frau bereits um die Mietwagenübernahme. Wie oft haben wir hier schon ewig auf die Abwicklung warten müssen… Und heute haben wir ja ein wenig die Zeit im Nacken. Zum Glück ist nichts los und im Nullkommanichts sind wir stolze Mieter eines noch ziemlich neuen Hyundai Staria. Der Kleinbus begeistert uns auf den ersten Blick. Er bietet eine Menge Platz für Kind und Kegel und hat dabei rundherum enorm große Fenster – ideal zum Beobachten und Fotografieren.
Bald rollen wir vom Gelände und navigieren uns mit maps.me zur White House Lodge, die nur etwa zehn Minuten Fahrzeit vom Flughafen entfernt ist.



Wir erreichen die Lodge ohne Probleme und werden von Susann, der Besitzerin, sehr freundlich in Empfang genommen. Wir beziehen ein großes Viererzimmer und erkunden den schönen Garten, in dem sich das Haupthaus und ein paar kleinere Chalets befinden. Die Handvoll Zimmer und das gepflegte Anwesen lassen die Lodge zu einem Quell der Ruhe werden. Die Kinder freuen sich über die ansässigen Hunde und probieren trotz der kühlen Witterung der Pool aus. Nicht hineinzuspringen wäre einfach keine Alternative. Vogelfotografie fällt wegen des kaum existenten Lichts heute weitgehend aus – auch wenn hier einiges an Federvieh unterwegs ist. Und auch weitere Fotos entstehen wegen des Wetters heute kaum.



Das Abendessen wird von Susann bereitet und in einem schönen kleinen Speisezimmer mit Gartenblick serviert – ein sehr schmackhaftes Dinner, in dessen Rahmen wir auch ihren Mann Detlev kennenlernen. Dass hier Deutsch gesprochen wird, macht es auch den Kindern leicht anzukommen.

Nach einer ruhigen Nacht wachen wir ausgeruht auf und genießen ein gutes Frühstück. Unser Gepäck bleibt noch etwas in der Lodge, während wir gen White River fahren, um dort im noch ziemlich neuen Checkers einzukaufen. Die gesamte Mall ist wunderbar sortiert und ermöglicht ein entspanntes und sicheres Einkaufen. Eine absolute Weiterempfehlung!

Zurück in der White House Lodge verladen wir das Gepäck und verabschieden uns von Susann. Sie gibt uns noch einen heißen Tipp für unseren Aufenthalt in Crocodile Bridge – dazu später mehr… ;)

Auf uns wohlbekannten Pfaden geht es nun in Richtung Malelane Gate. Wir kommen gut voran, einzig die omnipräsenten Kohlelaster sind mit ihrer selbstmörderischen Fahrweise eine Herausforderung. Hier ist stete Aufmerksamkeit gefragt. :S

Wir atmen durch, als wir das Gate erreichen. Der Anmeldeprozess geht schnell über die Bühne und schon sind wir im Kruger – ein Endorphinschub. :cheer:

Da es noch immer ziemlich bewölkt ist, verharrt die Temperatur bei rund 20 Grad. Das spielt uns heute in die Karten, denn bei wolkenlosem Himmel würde das Thermometer bereits auf mindestens 35 Grad geklettert sein. Mensch und Tier wären dann vor allem im Schatten dösend anzutreffen. Heute aber herrscht noch mehr Aktivität, denn zum Chillen lädt das Wetter beim besten Willen nicht wirklich ein…

Unsere erste Nacht werden wir nicht weit vom Gate entfernt in Berg-en-Dal verbringen. Und so bleiben wir auf der geteerten Straße und steuern erstmal direkt das Camp an. Doch wir werden nicht so schnell dort ankommen, denn wenige Kilometer vor den Toren des Rastlagers können wir einige Autos am Straßenrand ausmachen. Was uns wohl hier als erste Sichtung (abgesehen von den omnipräsenten Impalas) erwarten wird?

Als wir sehen, was der Grund des kleinen Autoauflaufs ist, sind wir begeistert. Direkt neben der Straße hat ein siebenköpfiges Löwenrudel einen Büffel gerissen und ist nun damit beschäftigt, sich die zum Zeitpunkt unseres Eintreffens bereits prallen Bäuche weiter zu füllen.





Wir suchen uns einen guten Platz und beobachten begeistert. Was für ein schöner Safari-Beginn! Nur wenige Meter trennen uns von den schlemmenden Katzen. Ihre Kaugeräusche beeindrucken uns sehr.



















Als wir uns sattgesehen haben und auch die Löwen mehr oder weniger satt zu sein scheinen, fahren wir weiter in Richtung Berg-en-Dal.
Weit kommen wir aber auch jetzt nicht. Neben der Straße wälzen sich in einem Schlammloch vier halbwüchsige Elefanten. Sie rangeln miteinander, klettern übereinander und haben augenscheinlich eine gute Zeit. Die haben wir bei ihrer Beobachtung auch: So eine nette Elefantenbegegnung hatten wir lange nicht mehr.





Zufrieden mit diesem ersten Kurz-Gamedrive erreichen wir bald darauf Berg-en-Dal. Wie es uns dort ergangen ist, berichte ich im nächsten Kapitel.
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30 Okt 2023 09:54 #676104
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Fortsetzung

Nach diesen wirklich schönen Begegnungen mit Büffelriss-Löwenrudel und Matsch-Elefanten treffen wir bald im Rastlager Berg-en-Dal ein. Normalerweise enden hier wegen der Flughafennähe unsere Kruger-Touren und wir beginnen in Crocodile Bridge. Wegen der Airline-Kapriolen im Vorfeld der Reise ist dieses recht große Restcamp, zu dem wir eine ambivalente Beziehung pflegen, aber unsere erste Station.
Wir mögen an dem Camp den dichten und schönen Baumbestand und die Möglichkeiten, für lange Strecken an den Umzäunungen entlangzuwandern – hier haben wir in den vergangenen Jahren schon Hyänen, Civets und Genets entdecken können. Und auch im ansässigen Restaurant kann man gut essen und vor allem auf der Terrasse sehr nett mit (mehr oder weniger) Blick auf den Damm sitzen.
Wir mögen an dem Camp nicht die verwinkelt-düstere Bauart der großen Familienchalets und immer wieder auch nicht deren Zustand. So auch bei diesem Aufenthalt. Unser großes Haus mit sechs Betten liegt zwar sehr schön direkt am Perimeter Fence. Es ist jedoch Berg-en-Dal-typisch wahnsinnig düster – Backsteinoptik innen wie außen, kleine Fenster in den meisten Räumen. Dazu kommt noch, dass das uns zugeteilte Chalet in einem ziemlich miesen Zustand ist. Irgendwann gab es wohl mal einen größeren Wasserschaden, der nur höchst lieblos behoben worden ist. Daher finden wir im Bad eine aufgebrochene Wand und an den Decken der Bäder herabblätternde Farbe vor. Hier würde man sich ein wenig mehr Mühe bei der Instandhaltung wünschen. Die Betten jedoch sind wie immer sehr sauber.
Vor allem die ruhige Lage der Hütte entschädigt uns für den bestenfalls mittelprächtigen ersten Eindruck. Am Ende einer Sackgasse gelegen, kommt hier kaum jemand vorbei. Jedenfalls kein Mensch. Denn (welch Freude!) von unserer Terrasse aus lassen sich direkt nach unserer Ankunft zwei Glanzhaubenturakos beobachten. Berg-en-Dal ist erfahrungsgemäß ein guter Ort zur Beobachtung dieser so scheuen wie schönen Vögel.



Und so können wir einen unserer Birding-Wünsche direkt abhaken. :) Ob uns das auch mit unserem zweiten Wunschkandidaten im Camp gelingen wird? In Berg-en-Dal hoffen wir nämlich stets auf eine Begegnung mit Kapkäuzen.

Auf weiteren Streifzügen durch das Camp lassen sich Buschböcke in großer Zahl beobachten. Wir haben den Eindruck, dass in allen Restcamps deren Population in den letzten Jahren stark zugenommen hat.



Und auch erste Grünmeerkatzen stellen sich ein. Von der Pavianplage, die das Camp vor Jahren heimgesucht hat, fehlt aber auch dieses Mal zum Glück jede Spur.



Ein Glanzstar bietet sich als Fotomotiv an.



Und eine Gruppe Zwergmangusten wuselt durch die Laubdecke vor unseren Füßen – will dabei aber so gar nicht für ein gutes Foto stillhalten.



Nachdem der Pool von unseren Töchter fachmännisch erkundet wurde, fahren wir zu einer kleinen Nachmittagsrunde aus dem Camp heraus. Diese wird aber leider recht ruhig und ohne vorzeigbare Fotoausbeute verlaufen. Trotzdem können wir in weiter Entfernung und/oder sehr verbuscht zweimal jeweils drei BN entdecken. Das freut uns vor dem Hintergrund der anhaltenden Wilderei sehr. (Wobei uns ein Ranger berichtete, dass, seit im südlichen Kruger Schalldetektoren und Kameraüberwachung installiert wurde, die Wilderei stark zurückgegangen sei. Ein Hoffnungsschimmer?) Und auch die Löwen sind natürlich noch vor Ort: Jedoch liegen sie löwenlike faul im hohen Gras herum. Das hatten wir vor einigen Stunden schon schöner. ;)

Nach Sonnenuntergang geht es nochmal kurz in den Pool – diese Tagesordnungspunkte sind für unsere Töchter total wichtig – und ein zentraler Punkt im Bereich der Motivation für weitere NP-Aufenthalte im südlichen Afrika. :P

Und bald ist es dann auch schon stockfinster. Mit unseren Taschenlampen bewaffnet wandern wir am Zaun entlang zum Camprestaurant. Ein Buschbaby huscht im Geäst vorbei – mal wieder keine Chance auf ein Foto.
Dafür ruft aber bald der Kapkauz. Wir folgen seinem regelmäßigen „Hu“, das uns sicher zum Verursacher führt. Dieser sitzt auch noch erfreulich frei in einem noch kahlen Baum und lässt sich bei seinem lautstarken Auftritt nicht stören. Lange bleiben wir stehen, beobachten und lauschen dem kleinen Kerl. Zweiter Birding-Wunsch: Erfüllt!





Wir folgen dem Weg am Perimeter Fence weiter – bis er sich plötzlich im Geröll verliert. Das Hochwasser zu Jahresbeginn hat hier deutlich seine Spuren hinterlassen. Also schlagen wir uns ein wenig durch die Böschung zurück zu den Hütten und finden dort einen gangbaren Weg zum Restaurant.

Wir werden freundlich begrüßt, bekommen gutes Essen serviert und die Kinder freuen sich über eine Sportinterviewübertragung im TV, bei der sie sich den Spaß machen, die ausgeschaltete Audiospur durch Simultandolmetschen zu ersetzen. Immer wieder machen wir im Verlauf des Abends eine Stippvisite am nahegelegenen Damm. Dabei huschen ein paar Buschbabies an uns vorbei. Immer wieder schön.

Zurück zur Hütte folgen wir gepflasterten Wegen. Und dann: Ab in die Betten und gute Nacht! Denn am morgigen Tag geht’s früh schon weiter gen Crocodile Bridge. Ob sich wohl die Sonne zeigen wird? Und ob die Löwen noch an ihrem Riss liegen werden? Und was wird der Busch darüber hinaus zu bieten haben? Wir sind gespannt.
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03 Nov 2023 12:15 #676352
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2. Kapitel: Das Beste kommt (heute) zum Schluss

Um kurz vor fünf wird es so langsam hell und siehe da: Die Wolken haben sich verzogen, es wird ein sonniger und damit auch heißer Tag.
Im Oktober öffnen die Camptore um 5.30 Uhr. Als wir uns in dieser Herrgottsfrühe zum Morgendrive aufmachen, stehen bereits ein paar Autos in der Schlange vor dem noch geschlossenen Tor. Pünktlich wird es geöffnet und wir fahren als Wagen Nummer vier in den Park hinaus. Das Ziel aller Frühaufsteher ist natürlich das Löwenrudel, das sich gestern nur wenige Kilometer von Berg-en-Dal aufgehalten hat. Und tatsächlich: Es ist noch an Ort und Stelle. :) Den Sonnenaufgang verbringen wir also mit der Großkatzenansammlung – es könnte schlechtere Auftakte für einen Safaritag geben. Den Riss haben die Löwen leider in eine verbuschtere Ecke gezogen, auf die wir von unserer Position aus nur mit Gestrüpp im Blick sehen können. Immer wieder kommt zu dieser frühen Stunde aber Bewegung in das Rudel. Es werden Überbleibsel des Büffels herumgetragen, um in Ruhe daran nagen zu können. Es wird die Morgentoilette betrieben – immer in respektvollem Abstand zum Rudelrest. Da ist der Löwe gut erzogen.







Die Sonne lässt die Tiere in einem immer schöneren Licht erscheinen.





Und hier mein Lieblingsbild des noch jungen Tages:



Als sich nach und nach mehr Autos einfinden (das dauert trotz der Campnähe tatsächlich erstaunlich lange), fahren wir weiter.

Einige der nahen Dirtroads sind auf Basis unserer Erfahrungen aus den letzten Jahren gute Orte, um BN zu entdecken. Zuerst freuen wir uns aber über einen Trumpeter Hornbill, der sich jedoch schnell abfliegend einem Foto entzieht. Das ist etwas schade, ist es doch ganze zehn Jahre her, seit wir diesen Vogel zuletzt beobachten konnten.
Nach diesem Intermezzo wird der Loop dann glücklicherweise auch in diesem Jahr seinem Ruf gerecht. Zuerst können wir zwei BN entdecken, die auf der Gegenlichtseite dösen und grasen.



Einige hundert Meter weiter stehen zwei weitere BN direkt an der Pad und zum Glück dieses Mal auf der „richtigen“ Seite im schönen Licht der Morgensonne. Wir verbringen eine lange Zeit mit diesen gutmütigen Kolossen, um deren Zukunft es so ungewiss bestellt ist. Das macht immer wieder traurig – aber gleichsam dankbar dafür, dass wir sie heute noch im Schutzgebiet beobachten dürfen. Schön an den vielen kleinen Byways des Kruger ist es, dass sie im Vergleich zu den Hauptpisten nur ganz sporadisch befahren werden und so müssen wir heute früh die BN-Sichtungen trotz südafrikanischer Frühlingsferien kaum mit anderen Fahrzeugen teilen.





Nachdem wir den Dickhäutern alles Gute gewünscht haben, fahren wir gen Süden zum Crocodile River. Zuerst geht es durch dichten Busch, dann über schön offene Ebenen, auf denen bereits frisches Gras grünt.



Der erste große Regen ist in diesem Jahr bereits Ende September gefallen und so erleben wir den Kruger so grün wie noch niemals zuvor. Das gefällt uns ausgesprochen gut und ist ein wohltuender Kontrast zu den Dürrejahren (im Extrem 2016), in denen wir den Park auch schon zur gleichen Jahreszeit besucht haben und in denen der Park sich vor allem in grau-braunen Tönen präsentiert hat.

Wir kehren zurück nach Berg-en-Dal. Vorher wird selbstverständlich ein kleiner Stopp bei den nun bereits faul in der schnell aufkommenden Tageshitze dösenden Löwen eingelegt. Die meisten Rudelmitglieder präsentieren bereits die Seitenlage, die dem safarierprobten Auge signalisiert, dass hier in nächster Zeit nicht unbedingt mit Action zu rechnen ist. Da freut man sich schon über einen intensiven Blick in unsere Richtung.



Da der Büffel so langsam bis auf seine Knochen abgenagt ist, machen sich die bereits seit einiger Zeit wartenden Geier vielleicht bereits Hoffnung auf eine baldige Riss-Übernahme. Aber wie gesagt: Wenn ein Löwe erstmal auf der Seite liegt, dann liegt er auf der Seite. Da bleibt den Kappengeiern nichts Anderes übrig, als sich weiter in Geduld zu üben.



Wir sagen Löwen und Geiern Adieu und kehren zurück ins Camp. Es ist Zeit für ein Frühstück und dann wird dem Pool ein Besuch abgestattet. Heute ist es schließlich heiß und die Kinder benötigen unbedingt Abkühlung und Bewegung.

Nach dieser Pause räumen wir unsere Gammel-Hütte und empfinden dabei wenig Abschiedsschmerz. Hoffentlich haben wir am Ende der Reise mehr Glück mit der uns zugewiesenen Unterkunft in Berg-en-Dal…

Kurz vor zehn sind wir „on the road“ – die Crocodile River Road liegt vor uns. Und die hat es seit den Überschwemmungen des Jahresbeginns leider in sich… :S
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06 Nov 2023 21:04 #676661
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Fortsetzung 2. Kapitel

Eigentlich mögen wir die Crocodile River Road ja ganz gerne. Aber dieses Mal ist der Wurm drin. Und das hat zwei Gründe. Erstens: Es ist bereits fortgeschrittener Vormittag, als wir die Dirtroad am Flussufer befahren. Die Sonne brennt vom Himmel – und das wirkt sich deutlich auf die Sichtungsdichte aus. Diese tendiert nämlich gegen null. Zweitens: Noch ärgerlicher ist aber der Zustand der Straße. Die Überflutungen zu Jahresbeginn haben hier deutliche Spuren hinterlassen. Die Fahrbahn ist eine Melange aus üblem Wellblech gespickt mit enormen Schlaglöchern und größeren Auswaschungen. Der Fahrer kann hier nicht konzentriert in den Busch schauen. Tut er es doch, so folgt Reue auf dem Fuße. Nicht nur einmal gestaltet sich die Fahrt dadurch äußerst „bumpy“. Das schlägt sich auf die Laune aller Insassen nieder – irgendwann ist die ganze Familie äußerst dünnhäutig und genervt. Die Strecke zieht sich ewig in die Länge – das einzige Tier, das es auf ein Foto schafft – ich weiß nicht mehr, ob es tatsächlich das einzige war, das wir entdecken konnten – ist (Trommelwirbel :silly: ) diese Giraffe, die ähnlich bedröppelt wie wir dreinblickt.



Als sich die Straße ihrem Ende nähert, kommen uns zwei Sekretäre entgegen. Das wiederum ist eine Sichtung, über die wir uns freuen. Es ist eine ganze Zeit her, dass wir diese Vögel so schön beobachten konnten.



Während wir am Straßenrand stehen, kommt ein Südafrikaner vorbei, hält an und fragt uns, ob wir Warthogs sehen wollten? „Warthogs?“, frage ich etwas ungläubig. Er feixt: „No! Wilddogs!“. Yippee - das löst natürlich Freude aus und wir lassen uns gespannt den Weg zu der Sichtung weisen: Nördlich von uns auf der S 108 lägen die Hunde, derzeit würden sie schlafen. Wir hoffen, dass dieser Zustand noch etwas andauert und verabschieden uns von dem freundlichen Südafrikaner und dem Plan, direkt ins Camp zu fahren.

Wir beeilen uns, die Wildhunde zu erreichen. Und auch jetzt gilt noch: Die Strecke zieht sich. Aber wir haben tatsächlich Glück. Als wir um eine Biegung der engen S 108 fahren, sehen wir zwei Autos am Wegesrand stehen. Wenig später sehen wir auch die Wildhunde. :woohoo: Sieben an der Zahl ruhen unweit des Weges unter einem Baum. Ich bin im Safarihimmel: Eine schöne Wildhundsichtung hatte ich mir so sehr gewünscht. Und jetzt hat es bereits am ersten vollen Tag im Kruger geklappt. Ohne den Tipp des Südafrikaners wären wir hier niemals vorbeigekommen.





Wir suchen uns einen guten Platz, schalten den Motor aus und beginnen damit, die Hunde anzustarren, bis tatsächlich irgendwann Bewegung in den trägen Haufen kommt. Das ist u.a. das Schöne an Wildhunden: Wenn sie herumliegen, tun sie das in der Regel nicht so ausdauernd bewegungsarm wie Löwen.









Unsere Kameras klacken emsig vor sich hin. Die Kinder verlieren über kurz oder lang das Interesse an der Sichtung, sie spielen und lesen. Aber ich kann gar nicht genug von den Hunden bekommen und bin total dankbar, dass die ganze Familie bestimmt eine Stunde in der brütenden Hitze gemeinsam mit mir bei den Wilddogs aushält. Dabei teilen wir die Sichtung nur mit ganz wenigen anderen Autos – zwischen den Hauptrouten und den Byways des Kruger liegen Welten.



Irgendwann wird es doch zu heiß und wir verabschieden uns von den Wilddogs. Jetzt geht es schnurstracks nach Crocodile Bridge. Wir haben schließlich schon viel länger als beabsichtigt im Auto gesessen.

Den Rest des Tages verbringen wir – nur unterbrochen von einer kurzen und leider recht ereignislosen Spätnachmittagsausfahrt, auf der es nur Giraffen auf ein Foto schaffen – in dem kleinen Camp, das wir sehr mögen. Hier ist alles so schön unaufgeregt und übersichtlich.



Und nun sei kurz an den Titel dieses Kapitels erinnert: Das Beste kommt (heute) zu Schluss. B)
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Fortsetzung

Crocodile Bridge ist ein kleines Camp, das nicht unbedingt zu ausgedehnten Spaziergängen einlädt. Die Hütten und Safarizelte bilden einen Kreis zwischen Umzäunung und einer baumbestandenen Wiese. Etwas abseits davon liegen Campground, Tankstelle und der kleine Shop. That’s it.
Wegen der geringen Größe des Camps ist man hier - auch wenn das Camp so wie heute ausgebucht ist – ziemlich unter sich. Wie immer streifen auch hier Buschböcke und Grünmeerkatzen herum und auch der ein oder andere Vogel lässt sich blicken. Hier stellvertretend ein Bearded Srub-Robin (Streifenkopf-Heckensänger).



Kurz vor Sonnenuntergang steuern wir zielsicher einen Punkt des Camps an, den uns Susann beim Abschied von der White House Lodge ans Herz gelegt hat. Dort soll nämlich jemand sehr Possierliches seine Tage verbringen. Und wir sehen schon bei unserer Ankunft, dass wir heute Abend nicht enttäuscht werden, denn das „Zielobjekt“ schaut uns bereits mit seinen charakteristischen Riesenaugen aus seinem Unterschlupf entgegen: Wir stehen wieder vor einem Bushbaby! Und sind wie im letzten Oktober sofort schockverliebt. :)



Vorsichtig äugt das kleine Nachtäffchen aus seinem Tagesversteck zu uns herüber, zieht sich dann immer wieder kurz zurück, um dann wenige Augenblicke wieder sein Köpfchen hinauszustrecken und die Umgebung zu beobachten.





Als wenn das nicht schon Attraktion genug wäre, bekommt es bald Gesellschaft. Der Kopf eines zweiten Galagos wird sichtbar. Wir lächeln selig.



Sobald es ganz finster geworden ist, springen die Bushbabies aus ihrem Zuhause in die umstehenden Bäume. Das geht so schnell, dass man den Absprung verpasst, wenn man nur eine Sekunde nicht genau hingesehen hat.
Das waren ganz wunderbare Minuten – wir sind so dankbar für diesen tollen Tipp! Und das besonders Schöne: Morgen Abend werden wir wieder vor Ort sein. Die Galagos auch?

Zufrieden kochen wir uns in der Außenküche auf unserer Terrasse ein einfaches Abendessen und lassen diesen doch ziemlich gelungenen ersten vollen Safaritag gemütlich gemeinsam ausklingen.
Im Schein der Taschenlampen spazieren wir Erwachsenen, als die Kinder bereits im Bett sind, nochmal über die Wiesen des Camps und leuchten die Bäume ab. Und auch jetzt können wir die nagapies entdecken. Mehr oder weniger hoch über unseren Köpfen stillen sie ihren Hunger. Das geht wie immer sehr quirlig vonstatten. In schnellem Tempo wird immer wieder von Ast zu Ast und von Baum zu Baum gewechselt. Da kommt man mit der Kamera kaum hinterher.



Müde und zufrieden kuscheln wir uns schließlich zu den Kindern. Goeie nag!
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