THEMA: Reisebericht: Wo sind all die Elefanten hin?
26 Aug 2012 09:04 #250612
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Wo sind all die Elefanten hin? – 3 ½ Wochen durch Südafrikas Norden

Nach fast einjähriger Planung, Vorbereitung und viel Vorfreude ging es am 25.07.2012 für uns endlich wieder nach Südafrika.
Der Urlaub war für uns trotz mehrmaliger vorheriger Südafrikaurlaube eine Premiere: Erstmals war unsere knapp 3 ½ jährige Tochter dabei und wir waren doch ziemlich gespannt, wie das alles so klappen würde.

Unsere Reiseroute sah wie folgt aus:
Pilanesberg NP – Marakele NP – Mapungubwe NP – Tzaneen – Kruger NP (Mopani, Olifants, Satara) – Pezulu Tree House Lodge – Hazyview – Kruger NP (Lower Sabi, Berg-en-Dal)




Geplant waren laut den Berechnungen von T4A ohne Pirschfahrten rund 2500 km. Geworden sind es letztendlich rund 3700 km.

Neben der Premiere mit einem Kleinkind durch Südafrika war die Reise für uns eine Mischung zwischen altbekanntem und neuen. Den Kruger NP hatten wir zum letzten Mal im April 2008 in 14 Tagen von Satara an Richtung Norden bereist. Pilanesberg, Marakele und Mapungubwe waren Neuland für uns. Durch die schönen Reiseberichte mit den tollen Bildern (dazu später noch mehr) hier im Forum waren wir neugierig geworden.
Neu war auch die Reisezeit – ohne Kindergartenferien hätten wir aus Besorgnis über einen eher kühlen Urlaub diese Reise sicher nicht im Juli/August geplant. Hier sind wir aber äußerst angenehm überrascht worden. Bis auf zwei wirklich kalte Nächte im Marakele NP hatten wir die gesamte Zeit ein absolut angenehm warmes bis teilweise sogar heißes Traumwetter. Besser hätte es nicht sein können.

25.07.2012 – Endlich geht es los!

Bereits am Abend vor unserer Abreise waren Koffer und Taschen so gut wie fertig gepackt, da ich am Vormittag des 25. noch arbeiten musste.
Außerdem erledigten wir noch den Online-Check in bei SAA und druckten unsere Bordkarten aus.
Mit mulmigem Gefühl schaute ich mir unser Gepäck an. Durch ziemlich viel privaten Stress in den Tagen vor unserem Urlaubsstart lief das Packen dieses Jahr nicht so systematisch anhand von Listen wie sonst, sondern eher chaotisch. Außerdem: Was braucht unsere Tochter alles auf dieser Reise? Hatte ich genug Bücher und Spiele einpackt?
Irgendwann verdrängte ich das Thema einfach. Ob wir etwas wirklich Wichtiges vergessen hatten, würde sich sowieso erst in Südafrika herausstellen. Im Nachhinein betrachtet hatten wir übrigens nichts vergessen: Die Dinge, wie wir während des Urlaubs noch hätten brauchen können, hätte ich in diesem Urlaub auch beim Packen mit einer Liste nicht eingepackt.

Nachdem wir gegen zwei unsere Tochter aus dem Kindergarten abgeholt hatten, führte uns unser Weg nach Frankfurt zum Flughafen zunächst bei der Oma vorbei. Dort holten wir unsere bei einem Südafrika –Urlaub obligatorischen Schinkenhörnchen ab. Diese sollten sich später auch noch als äußerst nützlich erweisen, da die Essenzeiten im Flugzeug natürlich nicht ansatzweise mit dem Hunger unserer Tochter korrespondierten.:)

Mit einem ausreichenden Zeitpuffer traten wir den letzten Teil der Reise nach Frankfurt an. Eigentlich hätte das alles jetzt total entspannt laufen müssen. Tat es natürlich nicht. Wir gerieten von einem Stau auf der Autobahn in den nächsten und unser schöner Zeitpuffer begann ziemlich zu schmelzen. Endlich erreichten wir den Flughafen und machten uns auf die Suche nach den Parkhäusern 2 und 3, in denen wir mit unserem vorgebuchten Parkticket parken konnten. So hatten wir das auch 2008 schon gelöst und für praktisch empfunden. Das Parken direkt am Flughafen ist zwar etwas teurer als das Parken in den umliegenden Parkhäusern, aber man spart sich das lästige und langwierige Hin- und Hergefahre mit dem Shuttle.
Nach kurzem Suchen fanden wir erleichtert das P2 und fuhren hinein. Vielleicht hatte einer von euch dieses Erlebnis auch schon, wir durften es jetzt schon zwei Mal erleben: Nach gefühlt ewigem Hochfahren an lauter gesperrten Einfahren vorbei findet man sich auf einmal wieder ohne jeder Chance auf einen Parkplatz auf der Ausfahrtsspur. Also wieder herausgefahren und ein neuer Versuch im P3. Hier fanden wir dann endlich einen Parkplatz, der sich allerdings im Nachhinein quasi als der im hintersten Eck herausstellte. Ebenfalls stellte sich heraus, dass im Parkhaus selbst keine Kofferwagen gibt. Also schleppen wir zwei Koffertrollys, eine Rollenreisetasche und einen Kindersitz sowie zwei Rucksäcke als Handgepäck plus Kind an der Hand und fast kindgroßer Löwe (Leo sollte endlich mal richtige Löwen sehen) im Arm Richtung Aufzug. Im Erdgeschoss genkommen gab es dann auch endlich zwei Kofferwagen für uns. Uffff….

Am SAA –Schalter haben wir dann ohne große Wartezeit unser Gepäck aufgegeben („Ja, den Kindersitz finden Sie in Johannesburg bei ihrem normalen Gepäck“) und ab durch die Kontrollen. Das ging bis auf eine etwas gründlichere Untersuchung unseres Fotorucksackes alles erstaunlich schnell, so dass wir 30 min vor dem Boarden an unserem Gate eintrafen.

Im Vorfeld hatten wir diskutiert, ob wir die Möglichkeit, mit Kind frühzeitig boarden zu können, tatsächlich wahrnehmen sollen, weil sich dadurch die Zeit im Flugzeug natürlich noch verlängert. Wir hatten uns schließlich dafür entscheiden, um auch in Ruhe Zeit und Platz zu haben, unser Handgepäck unter zu bringen. Angesichts der Mengen von Handgepäck, die manche Passagiere anschließend in die Maschine schleppten, war das eine gute Entscheidung.
Unsere Tochter fand das ganze natürlich alles total aufregend und wartete ungeduldig auf den Start. Als es dann pünktlich losging, was sie total begeistert. Nach einigen Schinkenhörnchen und ein bisschen unruhigem Rumgehopse legte sie sich tatsächlich gegen elf gemütlich auf mich hin und schlief recht schnell ein.

Nach einer etwas unruhigen und für uns Erwachsenen eher schlafarmen Nacht landeten wir dann gegen sieben Uhr in Johannesburg.
Endlich wieder AFRIKA – der Flug und der Schlafmangel waren sofort vergessen.
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Wo sind all die Elefanten hin? – 3 ½ Wochen durch den Norden Südafrikas

26.07.2012/27.07.2012 – Pilanesberg NP

Nach der Landung machen wir uns auf zur Gepäckabholung. Ich hatte noch den Satz im Ohr, dass unser Kindersitz mit dem normalen Gepäck ankommt und war natürlich gespannt.
Ihr ahnt es – Koffer und Tasche da, aber kein Kindersitz. Unsere Tochter wirkte schon leicht verzweifelt. Also habe ich bei der SAA-Gepäckstelle nachgefragt. Dort gab es den Hinweis, ich solle doch mal neben dem Gepäckband 5 schauen. Und oh Wunder, dort stand mitten in der Halle einsam und alleine unser Kindersitz. Ich also hin und hab erst mal schaut, ob es jemand von SAA dort gibt, der einen Nachweis möchte, dass das unser Sitz ist. Natürlich nicht. Wie gut, dass niemand sonst einen Kindersitz gebraucht hat.B) Also Sitz gepackt und zu meinem Mann und meiner Tochter getragen, die am Gepäckband 10 gewartet hatten.

Die Passkontrolle ging schnell, so dass wir schon kurz vor acht bei Europcar waren. Dort war es erstaunlich leer, so dass wir schon knappe 10 min später im Besitz der Autoschlüssel waren. Wir hatten uns nach längerem Überlegen im Vorfeld für einen 4x4 entschieden. Ein SUV hätte es für unsere Fahrtstrecke vermutlich auch getan, aber aufgrund des größeren Platzangebots und der garantiert guten Sicht für unsere Tochter erschien und ein 4x4 sinnvoller. Gebucht war ein Hillux Double Cab. Den haben wir tatsächlich auch bekommen. 45.0000 km gelaufen, am Vortrag in der Inspektion gewesen, nagelneue Reifen drauf. Eine recht ordentliche Einweisung gab es auch noch dazu.




Insgesamt kann ich sagen, dass wir mit unserer „Emma“ (Maras Lieblingsbuch auf Reise war Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer…) und der Abwicklung durch Europcar sehr zufrieden waren. Gebucht hatten wir übrigens über Check24.de und fti-drive zu einem wirklich guten Preis.

Nachdem das Gepäck im großzügigen Kofferraum verstaut und der Kindersitz installiert war, ging es endlich los.
Unser erstes Zwischenziel war die Einkaufsmall in Brits. Dort wollten wir uns mit Getränken und allen haltbaren Lebensmitteln (Savanna!!!) versorgen, die wir bis Tzaneen voraussichtlich brauchen würden. Wir haben in diesem Urlaub wirklich viele Pick n’Pay-Supermärkte kennengelernt – der in Brits gehört tatsächlich zu den bestsortiertesten. Kurz vor Brits hat dann unsere Tochter beschlossen, den fehlenden Nachtschlaf nachzuholen. Also sind wir erst mal auf den bewachten Parkplatz der Mall gefahren und eine gute halbe Stunde gewartet, um Madame eine kleine Auszeit zu gönnen. Solange habe ich unseren Einkaufszettel fertig geschrieben und mir überlegt, ob wir uns jetzt tatsächlich schon einen Datentarif für unser Tablet PC zulegen sollen. Eigentlich wäre eine Weile ohne I-Net doch auch ganz schön…..

Nach dem Einkaufen ging es dann weiter Richtung Pilanesberg NP. Offensichtlich hatten wir irgendwann mal eine Abzweigung verpasst, denn auf einmal zeigte ein Schild zum Kwa-Maritane-Gate. Da wollten wir eigentlich gar nicht hin, aber egal, machen wir eben einen ersten kleinen Gamedrive durch den Park zum Manyane Camp, wo wir die nächsten beiden Nächte verbringen sollten.

Ein kurzer Einschub an dieser Stelle: Wir hatten uns im Vorfeld entschieden, ohne Navi zu fahren und uns lediglich auf die T4A-Audrucke und unsere Straßenkarten zu verlassen. Fazit im Nachhinein: Es ging, aber es gab immer wieder Situationen, in denen ein Navi ziemlich hilfreich gewesen wäre. In den Ausdrucken aus T4A hat es mir oft an der Angabe von kleineren Zwischenzielen gemangelt. Außer etwas größeren Schwierigkeiten in Lephalale durch eine Umleitung sind wir aber auch so jeweils gut ans Ziel gekommen. Nächstes Mal nehmen wir aber ein Navi mit.

Am Gate sind wir kurz ausgestiegen, ich habe den Eintritt bezahlt (150R für zwei Erwachsene und das Auto, Mara war umsonst) und eine Karte (20R) gekauft, während Micha unsere Kamera mit dem großen Objektiv bestückt hat. Den Eintritt in den Park bezahlt man übrigens nur einmal, auch wenn man mehrere Tage bleibt.

Tiere, wir kommen!

Nur – wo sind sie denn alle? Okay, es war kurz vor Mittag, also nicht die allerbeste Uhrzeit, aber wenigstens ein Impala könnte sich doch mal zeigen, oder? Nach halbstündiger Fahrt auf dem Tshepe Drive sind wir dann endlich auf ein einsames Genu gestoßen. Einige Zeit später kamen dann an einem Wasserloch am Nkakane Link auch noch ein paar Hippos dazu, die uns allerdings nur ihre Kehrseiten zeigen möchten.

Kurze Zeit später ein Ruf von der Rückbank: Da - ein Zebra! Wir vorne unisono: Wo? Na da? Nach einigem Suchen haben wir es dann auf der gegenüberliegenden Bergseite auch endlich entdeckt.





Mara war glücklich. Endlich ein richtiges Zebra. Es hat sich im Laufe des Urlaubs übrigens noch einige Male herausgestellt, dass Mara erstaunlich viele Dinge gesehen hat, die wir nicht entdeckt haben. Mit dieser Fähigkeit hat sie uns im Krüger auch an einem Tag Full House in Sachen Big Five beschert – aber dazu später mehr. Über den Tilondi Loop, an dem wir noch ein paar Giraffen getroffen haben, mit sind wir dann ins Manyane Camp gefahren.

Zum Camp:

Für das Mayane Camp hatten wir uns entschieden, weil wir mit Mara dieses Jahr noch nicht in eine private Lodge wollten. Unabhängig von dem Problem, dass viele Lodges verständlicherweise so kleine Kinder noch gar nicht aufnehmen, waren wir uns ja auch nicht sicher, ob das längere Sitzen im Auto bei den Gamedrives so gut klappen würde. Also Manyane.

Positiv ist anzumerken, dass Kinder bis 4 Jahre komplett kostenlos sind, also weder Übernachtung noch Essen zahlen müssen. Der Haken daran ist allerdings, dass sie auch keinen Anspruch auf ein eigenes Bett haben. Das wurde mir beim Buchen leider nicht gesagt. Überall sonst wurde uns nämlich, waren nicht eh schon drei Betten vorhanden, ein Zusatzbett für Mara aufgestellt. Mir standen also zwei nicht allzu bequeme Nächte mit Kleinkind im 90cm Bett bevor….:whistle:

Wir hatten den Bungalow 6B. Da wir leider vergessen haben, Bilder von innen zu machen, bevor wir das Ding in Beschlag genommen haben, gibt es hier zur zwei Außenansichten.






Um es kurz zu beschreiben: Dunkel und sehr eng. Würden wir definitiv nicht mehr nehmen. Wir hatten die Unterkunft mit Halbpension gebucht. Das war auch gut so, die Küche und der Grillplatz sind nicht gerade einladend. Die Verpflegung hingegen war recht ordentlich. Am ersten Abend gab es das Abendessen a la carte, am Freitagabend dann in Buffetform. Das Frühstück war reichhaltig und bot eine gute Grundlage für den Tag.
Des Weiteren gibt es auf dem Gelände mehre Walkings-Trails und einen Spielplatz. Der ist nicht mehr ganz fit, aber für südafrikanische Verhältnisse noch in recht gutem Zustand. Wir haben im Laufe unserer Reise gelernt, dass Spielplätze immer zuerst auf Gefahrenstellen hin kontrolliert werden sollten….
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Zum Pilanesberg NP:





Der Park ist ziemlich hügelig und in weiten Teilen auch ziemlich buschig bewachsen, so dass es teilweise ziemlich schwierig ist, Tiere zu sehen. Wir sind insbesondere am zweiten Tag relativ lange auf dem Mankwe Way unterwegs gewesen, ohne überhaupt etwas zu entdecken. Elefanten haben wir lediglich 3x gesehen, wobei es sich um zwei verschiedene männliche Tiere gehandelt hat. Löwen sind uns leider gar nicht begegnet, dafür haben wir mehrere Nashörner gesehen.

Am Mankwe Dam konnten wir eine interessante Begegnung zwischen Nashörnern und Hippos beobachten. Die Nashörner kamen vom Wasser und wollten in die Richtung in der die Hippos Gras fressend standen. Diese haben den Nashörnern dann gezielt den Weg versperrt und haben sie gezwungen, in einem recht großen Bogen um sie herumzulaufen. Als eines der Hippos direkt auf ein Nashorn losgelaufen ist, hat dieses schleunigst die Flucht ergriffen.






Gut gefallen hat uns der Fisch Eagle-Picknickplatz oberhalb des Mankwe-Dams, den wir am Vormittag des zweiten Tages auf unserer Tour rund um den Dam besucht haben. Von dort hat man eine schöne Aussicht. Die Anlage macht einen gepflegten Eindruck. Allerdings war die Gegend zumindest zu unserem Zeitpunkt sehr tierarm. Außerdem ein paar Impalas, Zebras und mehreren Warzenschweinfamilien haben wir auf unserer Tour über den Mankwe Way und den Kubu Drive kaum etwas gesehen. Schön ist auch der Hippo-Loop, der direkt am Wasser entlang führt. Bei uns gab es – mal wieder – allerdings nur Impalas und Zebras, die überdies sehr scheu und nervös waren.

Am Samstag Vormittag sind wir dann noch bei unserm Weg aus dem Park an der Mankwe Hide vorbeigefahren und haben dann noch den Makorwane Dam besucht. Letzterer lohnt sich nicht wirklich, insbesondere sieht man von der Hide aus nicht allzu viel. Über den Tlou Drive und den Kgabo-Drive haben wir den Park dann am Bkgatla-Gate wieder verlassen.

Insgesamt hat uns der Pilanesberg NP recht gut gefallen, auch wenn die Tierbegegnungen weitaus geringer ausgefallen sind, als wir uns das gewünscht/erhofft hatten. Am Wochenende sollte man den Park allerdings nach Möglichkeit meiden. Wir sind am Do angekommen und haben unterwegs kaum ein Auto gesehen. Auf dem Freitag nachmittags-Drive nahm der Verkehr schon deutlich zu und am Sa morgen war die Hide am Mankwe Dam quasi überfüllt. Wir waren dann ganz froh, dass wir den Park Richtung Marakele verlassen konnten.

Hier eine kleine Auswahl unserer Tierbegegnungen:












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28.07.2012/29.07.2012 – Marakele NP

Nach einem entspannten Frühstück haben wir den Pilanesberg NP durch das Bakgatla Gate verlassen und uns auf den Weg nach Thabazimbi, unserem Einkaufsstopp vor dem Marakele NP gemacht. Nach Thabazimbi waren es nur rund 120 km, also eine angenehm kurze Strecke.
Dort angekommen, füllten wir im örtlichen Pick n’Pay unsere frischen Vorräte auf. Fleisch, Gemüse, Obst, Milch etc. Uns stand mit jeweils 2 Nächten Marakele und Mapungubwe schließlich reine Selbstversorgung bevor. Der Supermarkt in Thabazimbi ist natürlich nicht so groß und gut sortiert wie der in Brits, aber man bekommt auf alle Fälle alles, was man fürs Grillen und fürs Frühstück so braucht.

Von Thabazimbi aus waren es dann noch knapp 30 km bis zum Gate des Marakele NP.
Im Vorfeld hatten wir mit der Buchung unseres Tents im Tlopi Tended Camp so unsere kleinen Schwierigkeiten: Eine Online-Buchung wie bei den übrigen Sanparks-Unterkünften über die Homepage war nicht möglich, da wir für Mara ja ein Zusatzbett brauchten. Also haben wir im November per Mail gebucht und jeweils brav die Anzahlung und die Restzahlung geleistet. Nach der Anzahlung hatten wir auch sofort das „Deposit erhalten“-Schreiben bekommen. Und nach der Restzahlung kam dann einfach nichts. Nachdem wir festgestellt hatten, dass der Betrag von der Kreditkarte tatsächlich abgebucht worden war und ein paar Tage ins Land gezogen waren, haben wir erste Mail an Sanparks geschickt. Reaktion null. Um es kurz zu machen: Es hat fünf Mails an Sanparks gebraucht, bis wir dann einige Tage vor unserem Abflug endlich die Zahlungsbestätigung erhalten hatten. Eine Erklärung, warum nicht gleich, gab es natürlich nicht. Ich war mir den Nerven schon etwas am Ende und kurz davor, zum Telefon zu greifen.:angry:

In unserer Buchungs-Email und auch in Folge-Emails hatte ich natürlich jedes Mal darum gebeten, dass Lourie-Tent zu bekommen. Das hat leider nicht geklappt. Wir hatten das Fisch-Eagle-Tent, das ziemlich in der Mitte liegt. Die Sicht zum Ende des Damms ist noch recht gut, allerdings haben wir auf den meisten Fotos seitlich einen Baum drauf, der ziemlich ungünstig ins Wasser ragt.

Der Empfang an der Rezeption war sehr nett. Während wir noch kurz warten mussten, unterhielt ich mich mit einer älteren Dame, die schon mehrmals im Camp war. Die erzählte mir was von einer regelmäßigen Elefantenbadeparty oben am Damm, die man vom Zelt aus prima beobachten könnte.

Nachdem wir von den wenigen Elefantenbegegnungen im Pilanesberg ein bisschen enttäuscht waren, hofften wir hier natürlich auf unser Glück. Elefantenbadeparty klang doch schon mal ziemlich gut.

Nach einer kurzen Einweisung zur Wegstrecke („Falls der Schlüssel für das Zelt nicht irgendwo oben im Küchenzelt liegt, ruft einfach an – wir schicken dann jemand hoch….), durften wir in den Park.

Davor deckten wir uns allerdings noch mit Eis und Holz für unser abendliches Braii ein. Es ist übrigens erstaunlich, wie sich die Holzpreise im Laufe unserer Reise gesteigert haben. Angefangen haben wir mit 15R pro Sack, geendet haben wir in Lower Sabi mit 22R.
Dass die Sache mit dem Eis zumindest für Mara angesichts der kommenden Pistenverhältnisse nicht ganz so ideal sein sollte, wussten wir zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht….

Wir fuhren auf dem Ndlopfu Drive ohne größere Umwege auf die Big Five Area zu und in den Tunnel hinein. Unterwegs sahen wir einige Kudus und Zebras.

Ein kurzer Einschub für diejenigen, die den Marakele NP nicht kennen: Der Park ist in zwei Areas aufgeteilt: Im unteren Teil gibt es hauptsächlich verschiedene Antilopenarten. Allerdings haben wir dort auch Elefantenhinterlassenschaften gesehen. Abgetrennt durch einen Tunnel und ein großes elektrisch betriebenes Schiebetor ist davon die Big Five Area, in der sich das von uns gebuchte nicht eingezäunte Tlopi Tented Camp befindet.

Nachdem ich ja aus verschiedenen Reiseberichten schon wusste, dass die Sache mit dem Tor nicht immer so einfach ist, war ich auch nicht wirklich überrascht, als das Ding bei Druck auf den Knopf keinen Pieps von sich gab. Micha schaut mich nur freundlich an: Ich fahre, also solltest Du aussteigen… Na toll. Ich also ausgestiegen und das Tor geöffnet. Als wir gerade durch waren und ich wieder im Auto saß, kamen uns zwei Südafrikaner mit deutlich zu hohem Tempo entgegen, die offensichtlich dachten, ich könne für sie gleich nochmal aussteigen und das Tor hinter ihnen wieder zuschieben…

Danach fing die Sache dann an, etwas interessanter zu werden. Wir wussten ja schon, dass der Marakele nach Möglichkeit nicht unbedingt mit einem normalen Fahrzeug befahren werden sollte, waren aber über die „Hoppelpiste“ (Maras Lieblingswort neben „Hippos!“ in diesem Urlaub) doch ziemlich überrascht. Ihr erinnert euch, dass Mara ein Eis in der Hand hatte……:ohmy:

Micha fand es jedenfalls schon mal richtig nett, unsere Emma durch die ganzen Löcher und über die netten kleinen Hügelchen zu lenken, während ich schon mal übte, die Kamera auf dem Schoß ohne Schäden durch das Gehoppel zu balancieren.

Oben angekommen war ich ziemlich fasziniert, dass es offensichtlich doch Menschen gibt, die diese Strecke auch im Audi A3 zurücklegen…

Von unserem Zelt und der tollen Aussicht über den Damm waren wir gleich total begeistert. Für Mara gab es im Zelt eine zusätzliche Klappliege. Die war für eine 3-jährige absolut prima, bei älteren Kindern würde ich aber schon überlegen, zwei Zelte zu buchen.



















Gewarnt von den Affen-Geschichten aus den anderen Reiseberichten haben wir unsere Lebensmittel dann zügig ins Küchenzelt geschafft und den Schlüssel für das Schlafzelt gesucht. Nachdem ich die Hoffnung schon fast aufgegeben hatte, haben wir ihn dann in einer der unteren Schubladen ganz hinten in der Ecke entdeckt….

Affen haben wir zu diesem Zeitpunkt übrigens noch keine gesehen. Die waren bei uns lediglich während der Abendessenvorbereitung bis Einbruch der Dunkelheit und morgens beim Frühstück höchst aktiv. Mara war so abgelenkt von ihren Versuchen, das Küchenzelt zu entern, dass sie zwei Brötchen verspeist hat… .






Den Nachmittag haben wir in der Hoffnung auf die erwähnte Elefantenbadeparty gemütlich auf der Terrasse mit Lesen, Vorlesen und Spielen verbracht. Zum Fotografieren gab es außer der tollen Landschaft leider nichts, der Damm war wie leergefegt.:huh:

Gegen halb sechs begannen wir mit den Vorbereitungen für das Abendessen. Es gab Rumpsteak für uns, Würstchen für Mara und dazu Kartoffeln mit Sour Creme und Gemüsepäckchen mit Babyzucchinis, Pilzen und Paprika. Dazu geröstete Brötchen und natürlich Savanna.
Kaum war die Sonne untergegangen, wurde es ziemlich frisch. Wir wussten zwar, dass uns durchaus der eine oder andere kühle Abend bevorstehen würde, aber der Temperaturabfall war erstaunlich.
Anhang:
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Also packen wir gleich mal unsere mitgebrachten Sommer-Schlafsäcke aus, die wir zusätzlich zu der Laken-Wolldecken-Kombi nutzen wollten. Außerdem endeckten wir die Heizauflage in unserem Betten. Juhu – das versprach doch halbwegs gemütlich zu werden. Nachdem Mara warm verpackt in ihrem Schlafsack eingeschlafen war, setzten wir uns noch eine Weile warm angezogen und in mehrere Decken gehüllt nach draußen, um den Sternenhimmel anzuschauen und ein Savanna zu trinken. Unser ursprünglicher Plan, uns hier an Sternspuraufnahmen zu versuchen, scheiterte an den Lichtquellen der anderen Zelte. Die Zelte stehen leider relativ dicht aufeinander, so dass man die Geräusche und das Licht der Nachbarn deutlich mitbekommt.

Die Nacht war angesichts der Bettheizung und unserer zusätzlichen Schlafsäcke recht angenehm. Nur das morgendliche Ausstehen in die Kälte viel uns etwas schwer. Nach dem Frühstück mit Affenbelagerung machten wir uns auf zum ersten Game-Drive im Marakele. Wir fuhren zunächst den Lekganyane Drive entlang, bis wir am geschlossenen Tor wieder wenden mussten. Unterwegs begegneten wir unzähligen Elefantenhinterlassenschaften, einer Giraffe und ein paar Impals. Auch auf der Mbidi Road sah die Sache nicht besser aus. Nur Warzenschweine und Impalas, aber dafür während des gesamten Drives eine wunderschöne Landschaft und vom Aussichtspunkt einen tollen Blick auf den Damm und das Camp.






Anschließend wollte Micha unbedingt noch den Lenong Drive fahren. Auch hier wieder kurz für diejenigen, die bei dem Wort nicht schon zusammenzucken: Dabei handelt es sich um eine ca. 10km lange ziemlich schmale Straße, die zu einem Aussichtspunkt auf dem Berg führt. Gegenverkehr ist höchst problematisch, da auf der einen Seite der Berg und auf der andern Seite ein steil abfallendes ungesichertes Nichts ist…:ohmy:

Oben auf dem Berg haben wir schöne Aussicht genossen und ein paar Bilder von den süssen Rock Dassies gemacht, die es dort in großer Anzahl gibt. Ich gebe aber zu, dass ich durchaus froh war, als wir wieder unten waren.






Angesichts unserer geringen Sichtungserfolge am Vormittag beschlossen wir, den Nachmittag im Camp zu verbringen. Das war wohl unser Glück, denn an diesem Nachmittag war der Damm sehr gut bevölkert:


















Elefanten gab es allerdings schon wieder keine…

An diesem Abend starteten wir wegen der zu erwarteten Kälte etwas früher mit dem Grillen und konnten gerade noch bei Tageslicht essen. Den Abend verbrachten wir wie den Abend zuvor eingehüllt in Decken auf der Terrasse.

Am nächsten Morgen gab es um kurz vor sieben ein schnelles Müsli, dann beluden wir Emma. Heute hatten wir einen langen Fahrtag vor uns. 419 km bis zum Mapungubwe NP. Meinte zumindest T4A. In der Praxis sollte sich das dann noch als einige Kilometer mehr herausstellen, wobei daran nicht nur T4A schuld war…

Auf dem Weg zum Gate sahen wir im unteren Parkteil dann noch ein paar Tsessebe-Antilopen und Zebras. Der von uns noch besuchte Bollonto Dam lag verlassen da.




Insgesamt hat uns der Marakele NP sehr gut gefallen. Der Park ist landschaftlich sehr schön und das Tlopi Tented Camp ist für uns auf alle Fälle einen Wiederholungsbesuch wert. Dann hoffentlich in einem der drei vorderen Zelte und mit der Elefantenbadeparty.
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