|
Tag 1 & 2: Ankunft in Windhoek und Fahrt nach Ghanzi / El-Fari über Kalahari Bush Breaks
05. & 06.10.2023 Pünktlich zum Sonnenaufgang sind wir wieder im Flugzeug wach geworden. Da sich nach dem Start das Abendessen und der Service im Flugzeug etwas hingezogen hatte, sind wir erst um kurz vor Mitternacht eingeschlafen. Ich habe mal wieder fast durchgeschlafen. Kai war ziemlich gerädert… Die Landung in Windhoek und die anschließende Immigration ging sehr schnell und auch unser Gepäck wartete schon auf uns. Wir haben noch schnell etwas Geld am ATM abgehoben uns sind dann mit Rudolph zu Safari Car Rental gefahren, wo wir schon von Kimi erwartet wurden. Die Autoeinweisung lief dieses mal etwas schneller und wir sind schon um kurz vor 11 Uhr in Richtung Kalahari Bush Breaks an der Grenze zu Botswana aufgebrochen. Unterwegs haben wir in Gobabis Mittagspause gemacht und ein paar Kleinigkeiten fürs Abendessen und Frühstück eingekauft. Am frühen Nachmittag haben wir dann die Campsite von Kalahari Bush Breaks erreicht und erstmal etwas Schlaf nachgeholt, bevor wir dann anfingen unser Equipment aus den Taschen zu räumen und ein wenig „Ordnung“ in den Kofferraum zu bringen. Die Campsite ist eigentlich ganz schön und auch die Ablutions sind recht einladend. Je nachdem, wie der Wind steht hört man jedoch mal mehr, mal weniger die Geräusche der Trucks, die den Trans-Kalahari-Highway langbrettern… Wenn man jedoch bedenkt, was man im Vergleich zur Lodge spart, ist das aber nicht weiter schlimm und für die Durchreise völlig okay. Wir hatten etwas Mühe uns an die furchtbar trockene Luft zu gewöhnen. Augen, Lippen und Hals sind zunehmend trockener und gereizter geworden, während die Nase immer weiter zuschwoll. So war das Einschlafen etwas mühselig, aber die Anstrengung des Tages hat ihr Übriges getan… Der nächste Morgen war angenehm frisch und wir sind kurz nach 7 Uhr aufgestanden, um noch in Ruhe zu frühstücken, bevor es dann weiter nach Botswana ging. Wir verabschiedeten uns bis in ein paar Wochen und fuhren den Trans-Kalahari-Highway entlang weiter nach Botswana. Die Grenzformalitäten waren schnell erledigt und dank des wenigen Verkehrs sind wir ohne Vorkommnisse gegen 11 Uhr in Ghanzi angekommen, wo wir alle weiteren Vorräte eingekauft haben. Im Vergleich zu Maun ist es hier aber um einiges aufwändiger gewesen die Einkaufsliste abzuarbeiten. Nachdem wir so ziemlich jeden Supermarkt besucht haben, versuchten wir noch in der lokalen Metzgerei etwas Grillfleisch zu bekommen. Da gerade Mittagspause war, warteten wir eine halbe Stunde in der Mittagshitze bei ca. 38 Grad im Halbschatten, um dann zu erfahren, dass es kein Grillfleisch gibt. Man hat mir dann irgendwas von der Rinderschulter zurechtgesägt und angedreht, was sich später noch als getarnte Schuhsohle herausstellen wird Vollgepackt mit Vorräten, Wasser und Feuerholz sind wir dann weiter nach El-Fari gefahren und haben die dortige Campsite bezogen. Wir waren die einzigen Gäste, was bei einer Lufttemperatur von mittlerweile 40 Grad nicht allzu verwunderlich war. Wir unterhielten uns kurz mit der Besitzerin und erzählten von unserem Plan am nächsten Tag ins CKGR aufzubrechen. Das kam gar nicht so gut an und ich glaube, dass uns die Frau für bekloppt und leichtsinnig gehalten hat Als die Sonne schon tief stand versuchte ich aus einem Teil des Fleischs eine Art Kartoffelgulasch auf dem Feuer zu kochen. Nach 2 Stunden Kochzeit war das Fleisch jedoch immer noch zäh wie Gummi und es wurde auch nicht besser. Wir puhlten die besten Stücke heraus und entsorgten die restlichen zähen Stücke im Feuer, bevor es dann begleitet von Eulenrufen ins Bett ging. Ich empfand die Eulenrufe als sehr gemütlich. Kai war jedoch schnell davon genervt, dass eine der Eulen manchmal nicht der anderen Eule geantwortet hat und der eintönige, entspannte Gesang so unterbrochen wurde Morgen gehts dann ins CKGR Viele Grüße Marcel |
|
Letzte Änderung: 24 Feb 2024 09:43 von Skotch.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Pascalinah, Hanne, Tanja, aos, ANNICK, Champagner, urolly, Logi, TinuHH, CoM und weitere 6
|
|
Tag 3 & 4: CKGR Passarge Valley
07. & 08.10.2023 Die Nacht war ruhig und ich bin schon ohne Wecker gegen 6 Uhr zum Sonnenaufgang wach geworden. Dafür, dass es tagsüber so heiß ist, war es an dem Morgen doch sehr frisch. Wir haben noch in Ruhe gefrühstückt, alles zusammen gepackt und sind dann zeitig zum CKGR aufgebrochen. Die Fahrt zum Veterinärzaun war nicht lang und man konnte die Abzweigung nach Osten kaum verpassen. Als wir die Teerstraße verlassen haben, senkten wir erstmal den Reifendruck auf 1.7 bar und sind dann immer parallel zum Zaun in Richtung des Gates gefahren. Die Strecke fuhr sich doch verhältnismäßig gut und so kamen wir zügig voran. Unterwegs gab es hin und wieder mal ein kleines Steinböckchen oder Kudus zu sehen. Zu unserer Verwunderung haben wir auch bereits nach einigen Kilometern immer wieder Elefantenspuren gesehen und auch der Zaun war ganz schön niedergetrampelt. Am Tsau-Gate angekommen erzählte uns die Parkmitarbeiterin, dass momentan eine größere Gruppe Elefanten und sogar Löwen in der Gegend sind. Nach einem kurzen Plausch setzten wir unsere Reise zur Passarge-Campsite fort. Wir passierten das Motopi-Wasserloch und beobachteten kurz einen scheuen und einsamen Elefantenbullen, bevor wir anschließend auf der dahinterliegenden Pan eine kurze Verschnaufpause zum Füße vertreten einlegten. Das Autothermometer zeigte derweil 45 °C an und tatsächlich war das Aussteigen alles andere als angenehm Die Fahrt war doch ziemlich anstrengend und entsprechend k.o. kamen wir auf der Campsite an. Sie liegt etwas erhöht abseits des Hauptweges, bietet u.a. aufgrund der umgebenden Bäume und Sträucher aber keinerlei nennenswerten Ausblick. Für den Tag war´s das. Die Hitze und die lange Fahrt haben ziemlich geschlaucht und so haben wir nur schnell noch etwas gekocht, die Eimerduschen ausprobiert und sind früh zu Bett gegangen. Bereits um kurz nach 5 Uhr morgens hat der Wecker geklingelt. Wir haben nach einer kurzen Runde „Frischmachen“ alle Sachen zusammengeräumt und sind zur Leopard Pan und Sunday Pan aufgebrochen. Der Weg ist doch um einiges weiter als auf den T4A-Karten eingezeichnet und die teilweise sehr schlechte und zugewachsene Piste lässt einen nur langsam vorankommen. Landschaftlich ist es an der Leopard Pan und Sunday Pan sehr schön und wir erkundeten bis zum frühen Mittag das Gebiet. Es gab viele Oryxantilopen, Giraffen und Gnus zu beobachten. Von Raubtieren fehlte jedoch jede Spur. Wir entschieden uns an einer lichten Baumgruppe an der Leopard Pan die Mittagsstunden einigermaßen im Schatten zu verbringen und haben dort gebruncht und versucht die Temperaturen jenseits der 40 Grad-Marke irgendwie zu ertragen. Am Nachmittag sind wir nochmal zurück zum Sunday Pan-Wasserloch gefahren und haben uns in den Schatten zwischen die Oryxantilopen gestellt, um einige Stunden lang das Kommen und Gehen zu beobachten. Hin und wieder gab es kurze Gefechte zwischen den Oryx und zusammen mit dem aufgewirbelten weißen Staub und dem fahlen Licht ergaben sich eine mystische Stimmung und tolle Fotomotive. Auch rund ums Wasserloch gab es einiges zu sehen. Ein scheinbar gammeliges "Irgendwas" entpuppte sich dann als eine nicht mehr ganz so frische braune Hyäne, die trotz ihres sehr unansehnlichen Aussehens noch ganz schön mobil war. Da wir leider keine Reservierung für die Sunday Pan-Campsite hatten und es auch nicht drauf ankommen lassen wollten am späten Nachmittag doch noch zurück fahren zu müssen weil Leute mit Reservierung auftauchen, sind wir wieder zu unserer weit entfernten Passarge Nr. 1 Campsite gefahren und haben den Abend dort verbracht. Kurz vor dem Abendessen kamen plötzlich einige Bienen, die versucht haben etwas von dem Abwaschwasser abzubekommen. Wir haben die paar Bienen nicht weiter beachtet, doch es sind es von Minute zu Minute immer mehr geworden Viele Grüße Marcel |
|
Letzte Änderung: 04 Mär 2024 20:36 von Skotch.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Tanja, tigris, ANNICK, maddy, Lotusblume, Flori, Champagner, solitaire, urolly, Logi und weitere 11
|
|
Tag 5: CKGR Sunday Pan und Deception Valley
09.10.2023 Wir sind früh aufgestanden, um weiter zur Deception Campsite zu reisen. Obwohl es gerade erst dämmerte bekamen wir wieder Besuch von den Bienen. Von Minute zu Minute wurden es wieder mehr Unterwegs haben wir noch der Sunday Pan einen Besuch abgestattet und unsere alte Bekannte – die nicht mehr ganz so frische braune Hyäne – an der gleichen Stelle wie am Tag zuvor gesehen. Eine weitere Hyäne versteckte sich ganz in der Nähe im Gebüsch. Wir drehten einige Runden um die Pan und beobachteten Giraffen und Gnus, die sich trotz der frühen Morgenstunden bereits im Schatten aufgehalten haben. Immerhin hatten wir um 8 Uhr bereits 39 Grad… Unterwegs trafen wir eine deutsche Reisegruppe. Wir tauschten uns etwas über die Sichtungen aus, stellten jedoch schnell fest, dass es mit Großkatzen ziemlich mau aussieht. Kurz bevor wir die Sunday Pan verlassen wollten, haben wir noch ein Warzenschwein bei der Nahrungssuche beobachtet, als ich plötzlich im Seitenspiegel einen Gepard in aller Ruhe hinterm Auto langgehen sah. Wir wendeten das Auto und fuhren im Schritttempo neben ihm her. Sein Ziel war eine kleine Baumgruppe auf der Pan, wo er es sich im Schatten nur wenige Meter neben unserem Auto gemütlich machte. Wir beobachteten ihn eine ganze Zeit lang, bis wir uns endlich losreißen konnten. Als wir gerade los wollten kam uns die deutsche Reisegruppe entgegen und wäre an dem Gepard vorbeigefahren, wenn wir sie nicht auf ihn aufmerksam gemacht hätten. Wir gaben unsere Pole Position frei und fuhren weiter zur Deception Campsite. Der Weg fuhr sich sehr gut und entspannt und so kamen wir zur Mittagszeit auf der Campsite an und holten erstmal ein spätes Frühstück nach und verbrachten die heißen Mittagsstunden in der Hängematte Am Nachmittag erkundeten wir ohne nennenswerte Sichtungen das Deception Valley. Gegen Abend waren wir zurück auf der Campsite und erhielten prompt wieder Besuch von Bienen… Dieses Mal zwar nicht ganz so schlimm, jedoch entschieden wir uns bis zum Sonnenuntergang zu warten, bevor wir anfingen zu kochen und zu duschen. LG Marcel |
|
Letzte Änderung: 16 Mär 2024 18:43 von Skotch.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Tanja, tigris, aos, ANNICK, Lotusblume, urolly, Logi, take-off, Sue.ch, Gromi und weitere 8
|
|
Ach du meine Güte, jetzt hab ich euch aber lange im Auto warten lassen
Und das bei diesen Temperaturen … Ich hoffe, ihr seid mittlerweile nicht schon zu Fuß losgegangen oder verdurstet. Jetzt wird’s aber höchste Zeit, dass ich hier mal weitermache. Bele hat mir nämlich auch mitgeteilt, dass man erst wieder nach Botswana darf, wenn man seinen Reisebericht beendet hat. Und da wir im Mai 2026 wieder loswollen, muss ich mich jetzt sputen, um bis dahin alles erzählt zu haben Ich hoffe ihr habt die Zeit genutzt und euch auch mit neuem Proviant eingedeckt, denn die Reise geht weiter und bis zum Mai müssen wir ja am Ziel angekommen sein Tag 6: Deception Valley und Boteti 10.10.2023 Wo waren wir jetzt eigentlich? Ach ja, genau – im Deception Valley! Wir sind wieder früh aufgestanden, um vor der Fahrt zum Matswere Gate noch eine kleine Runde durchs Deception Valley zu drehen. Die Luft war an diesem Morgen angenehm, und solange die Sonne nur knapp über dem Horizont stand, waren auch die Temperaturen gut auszuhalten. Das dachten sich offenbar auch die Löffelhunde und Schabrackenschakale – überall sah man die Kleinen umherwuseln. Hier und da konnten wir sogar Löffelhund-Pärchen beobachten, wie sie sich gegenseitig liebkosten. Gaaanz langsam versuchten wir, mit dem Auto näher an die Tierchen heranzukommen, um ein paar schöne Bilder zu knipsen. Meistens hat das nicht so gut geklappt, aber ein paar Löffelhunde haben uns immerhin ein paar Schnappschüsse gegönnt. Der Weg zum Matswere Gate war relativ kurz, und wir entschieden uns, dort erstmal in Ruhe zu frühstücken und unsere Kaffeetafel aufzubauen. Kurz darauf traf auch die deutsche Reisegruppe ein und bewunderte unsere entspannte Frühstücksrunde. Als die Reiseleiter mal nicht direkt daneben standen, steckten uns einige der Gäste, dass es bei ihnen nicht ganz so gemütlich zugeht – sie würden ganz schön von A nach B gescheucht Von der Reiseleitung erfuhren wir dann noch, dass uns am Boteti riesige Zebraherden erwarten würden, die sich zu der Zeit dort aufhielten. Voller Vorfreude machten wir uns also auf den restlichen Weg: Ein kurzer Zwischenstopp in Rakops zum Tanken und Vorräte auffüllen (Fleisch gab’s keins – zumindest keines, das wir essen würden), dann ging’s direkt weiter Richtung Khumaga. Da der Boteti zu der Zeit trocken lag, konnten wir ohne Fähre ans andere Ufer fahren und unsere Campsite beziehen. Tatsächlich hörte man schon von dort die Zebrarufe, und wir haben keine Zeit verloren, den ersten Gamedrive zu starten. Was uns sofort auffiel: Hier wimmelte es ja nur so von Elefanten! Sie waren wirklich überall – alle paar Meter, hinter jeder Kurve, riiiesige Bullen, die aus den Tiefen des Makgadikgadi-Nationalparks zum Boteti gekommen waren, um zu trinken. Viele von ihnen schienen nicht besonders an Autos gewöhnt zu sein – zumindest wirkten sie genauso überrascht und aufgeregt wie wir. Daher endete diese Begegnung auch mit starrem ausharren und aneinander vorbei manövrieren und ohne Bild Die Atmosphäre, das Licht, die Geräuschkulisse am Boteti – das war genau so, wie man sich Afrika vorstellt. Bis kurz vor Sonnenuntergang haben wir das Flussbett und die verschiedenen Aussichtspunkte erkundet, bevor wir zurück zur Campsite gefahren sind und den Abend bei einem Savanna Cider und leckeren Nudeln mit Pesto gemütlich ausklingen ließen. |
|
Letzte Änderung: 10 Aug 2025 18:08 von Skotch.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: tigris, ANNICK, Champagner, Logi, TinuHH, CoM, Enilorac65, Rockshandy, chrischris, JohannaHen
|
|
Tag 7: Boteti
11.10.2023 Die Nacht haben wir wieder gut verbracht. Dieses Mal sind wir etwas später aufgestanden, da der Weg zu den Game-Drive-Strecken nicht besonders weit war. Auf dem Weg zum Flussbett des Boteti waren diesmal keine Elefanten zu sehen – vermutlich haben auch sie etwas länger geschlafen. Den gesamten Vormittag folgten wir dem Lauf des Boteti – mal die Böschung hinauf, dann an anderer Stelle wieder hinunter. Gegen 10 Uhr tauchten schließlich doch Elefanten auf, und beim Verlassen des Flusstals musste man gut aufpassen, nicht plötzlich einem durstigen, eiligen Elefanten gegenüberzustehen. Selbst in der Trockenzeit, wenn er völlig ohne Wasser ist, wirkt der Boteti landschaftlich beeindruckend. Wie mag es hier erst aussehen, wenn der Fluss Wasser führt? Die Mittagspause verbrachten wir auf der Campsite und nutzten die Zeit zum Wäschewaschen. Dank angenehmer 40 Grad war die Kleidung in Nullkommanix trocken. Am Nachmittag wiederholten wir unser Programm vom Vormittag. Die Luft war erneut staubgefüllt, wodurch das Fotografieren schwierig war – für die Augen und Ohren war es trotzdem wunderschön. Zwar blieben spektakuläre Sichtungen aus, doch wir genossen die Zeit. Am Wasserloch sammelten sich die Elefanten, einige völlig mit einer weißen Lehmschicht bedeckt. Leider war der Blickwinkel zum Fotografieren ungünstig. Zurück auf der Campsite bereiteten wir das Abendessen vor, wurden jedoch sofort von frechen Meerkatzen belagert. Ein Trupp versuchte, den Tisch mit den Lebensmitteln zu plündern, während ein zweiter die Gelegenheit nutzte, ins Auto einzudringen. Diebische Ausbeute: eine Tüte Brötchen und ein paar Kartoffeln. Diese Gruppe war zudem nicht leicht einzuschüchtern und zeigte uns angriffslustig ihre kleinen Zähnchen. Da wir die Wirksamkeit unserer Tollwutimpfung nicht auf die Probe stellen wollten, räumten wir rasch alles weg und konzentrierten uns auf die Bratkartoffeln. Offenbar waren die Affen erfolgreich genug gewesen, denn sie ließen uns schließlich in Ruhe essen und den Tag gemütlich am Lagerfeuer ausklingen. |
|
Letzte Änderung: 11 Aug 2025 20:11 von Skotch.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: Champagner, Logi, take-off, TinuHH, CoM, Enilorac65, Rockshandy, jekabemu, Kornado, Cara Engel und weitere 1
|
|
Tag 8 + 9: Nxai Pan
12.+13.10.2023 Am nächsten Morgen brachen wir wieder früh auf. Ziel war das South Camp im Nxai-Pan-Nationalpark – ein Ort, der uns schon im letzten Jahr begeistert hatte: schöner Park, tolle Sichtungen, schöne Campsite und übersichtliches Wegenetz. Vor allem während der Trockenzeit versprechen Berichte im Internet „dramatische Szenen“ am Wasserloch – zu Recht, wie sich zeigen sollte. Auf dem Weg hielten wir bei den Baines Baobabs für ein Frühstück. Doch selbst am Morgen war es dort kaum auszuhalten: Windhosen aus salzigem Staub tanzten über die Pfanne, ein heißer Wind mit 40–45 Grad wehte ununterbrochen. Im Schatten war es kaum angenehmer, sodass wir schnell einpackten und im klimatisierten Auto weiterfuhren. Viel besser war es auf unserer Campsite Nr. 1 im South Camp auch nicht – wir drängten uns in den wenigen Schatten und warteten einfach, bis wir am Nachmittag den ersten Game Drive starteten. Am Wasserloch bot sich uns ein großartiges Schauspiel: Elefantenherden und viele andere Tiere eilten zum Wasser, um ihren Durst zu stillen. Gleichzeitig hielten Löwen – trotz der Hitze – Wache über ihren Riss, um Schakale und Geier fernzuhalten. Wir beobachteten dieses Treiben stundenlang, bevor wir im letzten Abendlicht ins Camp zurückfuhren. Am nächsten Morgen, direkt nach Sonnenaufgang, fuhren wir erneut zum Wasserloch. Das Löwenrudel wartete in aller Ruhe, lief dann mit vollem Bauch halbherzig hinter neuer Beute her. Die Reste von der letzten Mahlzeit wurden ebenfalls nur noch halbherzig verteidigt. Die restlichen Tiere waren sichtlich nervös, näherten sich nur zögerlich dem Wasser und sprangen bei jeder Bewegung erschrocken zurück. Für die Löwen wirkte die Szene wie ein Selbstbedienungsbuffet – beim nächsten Hüngerchen einfach zuschnappen. Wir verließen das Wasserloch, um etwas die Umgebung zu erkunden. Abgesehen von einer jungen Straußenfamilie war nichts zu sehen, und wir kehrten zurück. Doch in unserer Abwesenheit hatte das Rudel bereits die nächste Kudu-Antilope erlegt. Auch wenn es für die Antilope tragisch war, hätten wir die Jagd gerne miterlebt. Am Nachmittag verschwanden die Löwen mit ihrem Riss ins Gebüsch und waren kaum noch zu sehen. Dafür versammelten sich nun unzählige Elefanten am Wasserloch und boten uns einen würdigen Tagesabschluss. Eins steht fest: Die allgegenwärtige Hitze von weit über 40 Grad, der Staub – all das nahm man gerne in Kauf, um dieses Spektakel beobachten zu können: den harten Überlebenskampf am Wasserloch, wenn Leben und Tod so nah beieinanderliegen. (Wie poetisch |
|
Letzte Änderung: 11 Aug 2025 20:27 von Skotch.
Der Administrator hat öffentliche Schreibrechte deaktiviert.
Folgende Benutzer bedankten sich: tigris, fotomatte, Champagner, Logi, take-off, CoM, fiedlix, Enilorac65, Rockshandy, jekabemu und weitere 4
|