Picco geht mit Schnorchelmaske zum Lavasee...

Reisebericht 234 Antworten · 47,9k Aufrufe · gestartet 14. Sept. 2016 von picco
1'425 Beiträge · seit 201322. Sept. 2016 ·
Hi Sven (das ist ja eigentlich der Thread von dem mit dem fast perfekten Namen 😄 ),
aber wenn dieses Rosenbild das Highlight eures Urlaubs war, dann steige ich jetzt hier aus 🤩
He du mit dem fast perfekten Namen ,
komm mal in die Gänge und gib deinem Reisepartner mal ne Steilvorlage, er verweist in seinem Thread darauf, dass er auf dich wartet 😮
LG
Claudia
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
241 Beiträge · seit 201022. Sept. 2016 ·
NEIIIIN 🤩 , nicht aussteigen. Da gibt es noch viele viele viele andere tolle hammermässige Fotos und Erlebnisse. Der kleine botanische Garten im Hotel Gloria ist/war eines davon. Dranbleiben... 😄

Picco, hör auf Claudia (und mich): weiterschreiben... 😄 😛
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Themenstarter6'383 Beiträge · seit 201123. Sept. 2016 ·
Hoi zämä
Clamat schrieb:...aber wenn dieses Rosenbild das Highlight eures Urlaubs war, dann steige ich jetzt hier aus 🤩
Highlight?
Nein, aber ein Bild das mich freut, denn der schwarze Hintergrund ist nur Schatten auf einer eigentlich fast weissen Wand...und ich wollte dass das Bild etwa so aussieht! :-D
Clamat schrieb:He du mit dem fast perfekten Namen
🙄 Fast? 🙄 FAST? 🙄 🤩
Ich habs Dir doch schon mal erklärt, also nochmals: Es ist das A und O eines Namens wenn nach den perfekten Anfang (Claudi) nich ein kantiges und unförmiges 'A' sondern ein in sich perfekter Buchstabe wie das allseits runde 'O' kommt...genau deshalb gibts ja auch die Redewendung von 'A und O'! 😉 😛 😎
Clamat schrieb:komm mal in die Gänge und gib deinem Reisepartner mal ne Steilvorlage, er verweist in seinem Thread darauf, dass er auf dich wartet 😮
Ja, er muss ja auch nur arbeiten, für die Ausbildung lernen und schlafen, oich hingegen muss eine Foirma führen, da hab ich einfach zu wenig Zeit im Moment...und ich hab Probleme mit den Fotos, da ich erstmals nur die RAW-Dateien nutze...da bin ich völliger Anfänger, das dauert.
Seven schrieb:Picco, hör auf Claudia (und mich): weiterschreiben... 😄 😛
Ja, wird gemacht! Schreib Du nur ohne Rücksicht auf mich weiter, denn da ich ausführlicher schreibe (meine stichwortartigen Notizen sind ja schon so umfangreich wie Dein kompletter Reisebericht... 😄 ) brauch ich einfach länger...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter6'383 Beiträge · seit 201127. Sept. 2016 ·
Jean sitzt rechts und fährt, wie in Ruanda üblich, auch rechts, Sven schaut dem Gegenverkehr in die Scheinwerfer und ich sitze
mit den Rucksäcken hinten, wo ich mich wohler fühle...
Erst fährt Jean zum Busbahnhof, wo er Geld wechselt. Hier sieht das sonst so unafrikanisch eKigali auch wie eine afrikanische
Stadt aus, so ganz anders als auf den Hügeln oben.
Die Busse und Autos drängeln, jeder will mit jedem ins Geschäft kommen...
Einige weisen uns auf ein Problem am linken Vorderreifen hin, sie meinen der habe nicht genug Luft...
Jean steigt aus, begutachtet es (un)fachmännisch mittels vorwurfsvollem Blick auf den Reifen und meint 'Der hat genug Luft'... 😉
Und, wie sich am Ende des Tages herausstellen wird, der Reifen hat sich an Jean's Feststellung gehalten! 😉
Schon kurz hinter Kigali erklimmen wie die ersten Hügel, heute noch mit dem Auto...



Oben: Blick zurück nach Kigali



Oben: Typische Landschaft, wohlgeformt und hügelig rumliegend...

Es erstaunt mich schon etwas wie trocken das Land ist und wie wenig Grün ich sehe!!!
OK, Ruanda ist immer noch grüner als alle anderen Länder die ich bisher gesehen habe, aber kein Vergleich zu unserer Reise 2013!
Ich spreche Jean drauf an und er stellt die richtige Frage: 'Wann ward Ihr hier?'...
Auf meine Antwort 'Im Oktober 2013!' entgegnet er 'Das war in der Regenzeit, wir haben jetzt den Höhepunkt der Trockenzeit!'
OK, alles klar, das erklärt meine Wahrnehmung!
Und stimmt, wir haben damals mit der Begründung 'Regenzeit' aufs Campen verzichtet!



Oben: Nicht so grün wie in der Erinnerung...richtig dürr für Ruandische Verhältnisse!



Oben: Alles wird auf Last-Draht-Eseln transportiert...schiebend hinauf, im Affenzahn wieder runter!

Jean will uns eine Pause gönnen, in Wirklichkeit hab ich schon mehrmals bemerkt wie er gähnt, seine Augen reibt und allgemein
einen müden Eindruck hinterlässt, ohne aber in irgendeiner Form seinen Job zu vernachlässigen.
Er stopt in einem Dorf und holt sich ein Red Bull...
Wenn man bedenkt dass diese Dose wie ich aus dem Rheintal stammt und entweder in Nüziders (Vorarlberg) oder in Widnau, etwa
200m von meiner Wohnung in Widnau entfernt produziert wurde und wir hier in Ruanda aufeinander treffen hat das schon etwas
Spezielles an sich...
In der Hochpreisinsel Vorarlberg oder in der Höchstpreisinsel Schweiz produziert man für die finanzschwachen afrikanischen Menschen
einen Saft mit Stierhormonen...und er wird gekauft!
Aber nicht von mir...buäää....nur schon beim Gedanken an Red Bull wird mir übel...
Ohne grosse Probleme können wir an Polizeipatrouillen und einem gefällten Baum, der auf die Strasse gefallen ist und gleich die
Elektroversorgung mit zu Boden gerissen hat, vorbeifahren.



Oben: Zielsicher auf die falsche Seite gefällter Baum...inklusive runter gerissener Stromversorgung...



Oben: Die Radfahrer düsen in aberwitzigen Geschwindigkeiten die Hügel runter...den konnten wir kilometerweit nicht überholen!



Oben und unten: Es grünt nicht so grün wie auch schon...Ruanda in der Trockenzeit!





Oben: So transportiert man was mit dem Fahrrad, Satteltaschen sind was für Weicheier! 😉



Oben: Und alle gehen zur Kirche, denn es ist Sonntag...
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zuletzt bearbeitet 27. Sept. 2016
382 Beiträge · seit 200627. Sept. 2016 ·
Hoi Picco,

schön das es weitergeht.
Trotz der Trockenheit sehr schöne Farben auf Deinen Bildern.
Immer wieder schön Bilder und Geschichten von den Menschen am Strassenrand zu sehen, das ist einfach total spannend und es wird nie langweilig auch bei längeren Fahrten.

Gruss
Christian
Themenstarter6'383 Beiträge · seit 201128. Sept. 2016 ·
Hoi Chris

Danke für die Blumen! 🙂
Diesmal benutze ich erstmals die RAW-Dateien und versuche die Farben so darzustellen wie ich sie in Erinnerung habe...auch deshalb hats so lange gedauert bis es weiter ging.
Zumal viele der Fahrt-Fotos durch die Front- oder die geschlossene rechte Seitenscheibe entstanden sind und so halt auch etwas getrübt waren.
Nicht ganz so einfach da bei den ersten Versuchen einen natürlichen Eindruck zu erreichen.
Aber es wird nun schneller weitergehen, wenn auch nicht in dem Tempo das ich normalerweise hinlege. 😎
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Themenstarter6'383 Beiträge · seit 201130. Sept. 2016 ·


Oben: Dicht besiedeltes Ruanda...



Oben: Endlich sehen wir den Lake Kivu!!! :-D

Noch vor 14:00 Uhr sind wir am Zoll, und jetzt wirds lustig, wie immer bei afrikanischen Grenzübertritten!
Erst müssen wir mal aus Ruanda auschecken, also mal anstehen und den Pass abstempeln lassen.
Dann auf die andere Strassenseite, durch einen überdachten, etwa 20m langen Gang zu zwei Typen, die auf Plastikstühlen im Schatten
sitzen und lautstark telefonierend unsere Pässe anschauen.
Dann wieder auf die andere Strassenseite rüber. Pässe und die international gültigen gelben Impfpässe mit der Gelbfieberimpf-
bestätigung dem Jean abgeben, der sie dann in ein Büro gibt.
Im Büro wird mein Impfpass an eine Frau in einem anderen Büro weitergereicht, zu der Jean den Sven und mich reinschickt.
Sie schaut erst Svens Impfpass mit kritischer Miene an, greift sich irgendwas und hält es Sven an die Stirn.
Dabei erschrickt Sven gut sichtbar und verständlicherweise, denn das Teil sieht aus wie eine Pistole! :-O
Aber sie will ihn nicht erschiessen sondern nur seine Temperatur messen, um sicher zu sein dass er nicht schon Gelbfieber hat...
Phu, Glück gehabt!
Nachdem ich das alles angesehen habe fällt es mir leicht ganz cool zu bleiben...denn ich bin mir sicher dass sie auch mich
nicht erschiessen wird!
Die Arroganz dieser Frau kann sich jeder, der schon mal einen missmutigen und gelangweilten afrikanischen Beamten erleben 'durfte'
gut vorstellen...nicht sehr sympatisch...
Anschliessend dürfen wir wieder vor das Büro wo Jean die Pässe und Impfpässe reingegeben hat und wir bekommen die notwendigen Stempel!
Jean hat offenbar alles gut vorbereitet gehabt, denn alles in allem dauert der Grenzübertritt vieleicht etwas mehr als eine
halbe Stunde, da hab ich schon ganz Anderes erlebt!
Also wieder ins Auto und weiter gehts zum Hotel 'Centre d'Accueil Caritas'!
Auf dem Weg werden wir an den Strassenrand befohlen, denn ein Radrennen findet heute genau hier statt!
Und nach einigen Motorrädern und Autos kommt uns wirklich ein Radfahrer entgegen!
Ja, genau: EINER!!!
OK, danach mit grossem Abstand noch drei, aber dann nichts mehr und wir fahren weiter! 😉
Im Hotel angekommen checken wir ein und Jean bittet uns um Verständniss dass er das Programm auf den Kopf gestellt hat, denn
da schon einige seiner Kunden nach der Nyiragongobesteigung nicht mehr zum Gorillatrecking wollten will er dass wir die Gorillas
morgen Montag stat wie geplant am Mittwoch besuchen!
OK, wir sind einverstanden und verabschieden Jean, der dringend schlafen gehen muss, denn seit heute früh um sechs Uhr sitzt der
arme Kerl im Auto...und es ist ja auch schon 15Uhr!
Wir haben vollstes Verständniss und gehen in den Garten, Bier trinken...



Oben: Das Badezimmer...natürlich ohne Duschvorhang... 😉



Oben: Das Zimmer 34 (Sven hat die 35 gleich nebenan)...



Oben: Der Balkon...



Oben: Der Garten...



Oben: Die Biere...zuerst Sven ein Simba und ich ein Primus, anschliessend ungekehrt...was bei mir schon für einen kleinen
'Düdeldü' sorgt...
Sind immerhin je gut 1,3 Liter auf seit dem Frühstück nüchternen Magen...


Um 19:00 treffen wir uns zum Abendessen, davor werden Fotos gesichert usw...
Ich bestell mir einen Avocadosalat mit Thunfisch als Vorspeise und einen flambierten Tilapia mit Pfeffersauce udn enorm viel Reis,
Sven als Vorspeise Tomaten mit Toastbrot und einen Tilapia mit Pommes.
Und jetzt wirds Zeit für Food-Porn:



Oben: Unsere Vorspeisen...



Oben: Meine Hauptspeise...



Oben: Sven's Hauptspeise...

Dazu ein Tembo-Bier von der Brauerei Simba, dunkel und süss… ...hmm… Ich mag doch kein süsses Bier! :-O
Um 21:00 gehen wir müde ins Zimmer, Reisenotizen schreiben und das Gepäck vorbereiten, denn morgen es geht’s um 06:30 los!
Gute Nacht!
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1'425 Beiträge · seit 201330. Sept. 2016 ·
picco schrieb:
Aber es wird nun schneller weitergehen, wenn auch nicht in dem Tempo das ich normalerweise hinlege. 😎
......na dann kann es ja wohl dauern
183.gif

Dir auch gute Nacht 😛
LG
Claudi
index.png
(mit dem perfekten Schwung 🤩 )
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
zuletzt bearbeitet 30. Sept. 2016
241 Beiträge · seit 201002. Okt. 2016 ·
Clamat schrieb:
Claudi
index.png
(mit dem perfekten Schwung 🤩 )
Schönes "a" hast du da am Schluss geschrieben.
Kriegst du das auch mit einem "o" hin? 😄 😛
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1'250 Beiträge · seit 200903. Okt. 2016 ·
Hallo Picco mit dem perfekten "O" und Seven,

das Nilpferd mach es sich auf der Motorhaube bequem und freut sich auf eine spannende Reise.
Also bitte nicht wundern, wenn das Auto nicht mehr als 4000 Höhenmeter schafft.

Ich bin besonders auf Eure Erlebnisse bei der Sonnenfinsternis interessiert.
Im Katavi gab es am wolkenfreien Himmel ein perfektes "O". 🤩
Nur kam bei er SoFi weder eine Giraffe noch ein Gieraffe vorbei.
Ägypten, Äthiopien, Benin, Botswana, Elfenbeinküste, Eritrea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Kenia (2x), Madagaskar, Malawi, Marokko, Mauretanien, Namibia, Niger, Ruanda, Sambia, Senegal, Simbabwe (2x), Sudan, Tansania (3x), Togo, Tschad, Uganda (2x) Fotoreportagen und Bildgalerien aus aller Welt: foto-kiboko.de
Themenstarter6'383 Beiträge · seit 201103. Okt. 2016 ·
Hoi Du NIlpferd mit den zwei perfekten "o"'s!

Herzlich willkommen auf der Motorhaube! 🤩 😄 😎

Heute oder morgen gehts weiter, und dann schneller als bisher! 🙂
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Themenstarter6'383 Beiträge · seit 201103. Okt. 2016 ·
Tag 3: Gorillas, wir kommen! :-D



Oben: Unsere Strecke heute: Vom Hotel 'Centre d'Accueil Caritas' in Goma zu den Gorillas und zurück.

Vom Schlaf einfach so verlassen lieg ich schon um 05:00 Uhr im Bett, von 'wach' kann aber noch keine Rede sein, ich schlafe
nur nicht mehr...
Um 05:30 Uhr singt mein Handy einen Accapella-Song als Wecker, auch das reisst mich nicht aus meiner Lethargie...
Ich bin nur müde, die einzige Tätigkeit die ich schon schaffe ist das Bett zu beschweren...
Um 06:00 wollen wir Frühstücken, aber erst um genau 06:00 hört auch mein Hirn auf zu schlafen!
Shit, ich bin zu spät!!!
Aufstehen/Anziehen/Waschen/Linsen einsetzen/Zähneputzen/Schuhe anziehen...
...alles gleichzeitig und dann runter zu Sven!
Um 06:10 bin ich auch endlich da, er hat zum Glück nicht gewartet sondern sein Frühstück begonnen!
Es hat viele Früchte, Brot, Milchpulver statt Milch, Kaffee und Fruchtsaft.
Passt doch! 🙂
Leider ist kein Spanish Omelette zu bekommen...
Während wir so essen kommen ein Mann und zwei Frauen zur Frühstücksterrasse. Ich höre dass sie deutsch sprechen und quatsche
sie an.
Schnell stellt sich heraus dass eine Frau Schweizerin ist, in Bukavu am anderen Ende des Lake Kivu für eine NGO arbeitet
und die anderen Zwei ein deutsches Paar sind das sie hier besucht.
Nach einem kurzen interessanten Gespräch tauschen wir die Kontaktdaten aus, ist doch immer gut jemanden zu kennen der/die dort
wohnt wo ich vieleicht mal hin will... :-D
Sympatische Leute!
Die drei waren schon auf dem Nyiragongo und geben uns begeistert einige Infos darüber, was immer hilft einzuschätzen was man
mitnehmen muss!
Falls Ihr hier mitlest: danke Euch nochmals dafür! :-D
Sie fahren heute mit dem Schnellboot wieder rüber nach Bakavu, wofür das Boot nur drei Stunden benötigt!
Mir fallen bei der Info beinahe die Zähne aus dem Kiefer, liessen wir uns doch im Oktober 2013 von Cyangugu (Ruandische
Grenzstadt bei Bukavu) bis Gisenyi (Ruandische Grenzstadt bei Goma) auf 243km während 8 Stunden durchschütteln...
OK, damals wars im Kongo noch sehr unruhig, so dass wir auf die damals schon geplante Besteigung des Nyiragongo verzichteten
und an eine Bootsfahrt nach Goma nicht zu denken war.
Zumal seit Sommer 2013 wieder Kämpfe zwischen der UNO-begleiteten 'MONUSCO' und den Überbleibseln der M23-Rebellen aufflammten,
Goma darauf von den Rebellen eingenommen und später, zu der Zeit als wir damals in Ruanda und Uganda waren, wieder an die 'Monusco'
zurückgefallen war.
Keine gute Zeit um sich in Goma aufzuhalten...deshalb gingen wir damals nicht rüber und entsprechend auch nicht auf den Vulkan!
Aber wir haben Goma und auch den Nyiragongo von der mit Goma zusammengebauten ruandischen Stadt Gisenyi aus gesehen, wir waren
also beinahe hautnah dran, aber weit genug entfernt um nicht in Mitleidenschaft gezogen zu werden.

Zitat aus dem www.standart.at (klick mich):

2013
Die Gewalt nimmt (vorläufig) ein Ende
Im Vorfeld von international besetzten Friedensgesprächen in Äthiopien erklärt sich M23 zu einem Waffenstillstand bereit. Sein
mutmaßlicher Gründer Bosco Ntaganda stellt sich in der US-Botschaft in Ruanda den Behörden. Er wartet heute in Den Haag auf
seinen Prozess. Nach zwischenzeitlicher Ruhe sind im Sommer die Kämpfe zwischen dem Kabila-Regime und M23 wieder aufgeflammt.
NGOs warnen vor einer erneuten humanitären Katastrophe, 70.000 Menschen sind vor den neuen Gefechten geflohen. Die französische
Regierung prangert systematische sexuelle Kriegsführung aller Kriegsparteien an. Am fünften November gelingt es dem
kongolesischen Militär mithilfe von UNO-Truppen, die M23-Rebellen aus dem Land zu vertreiben.


Dass die Gegend noch nicht ganz zur Ruhe gekommen ist war mir vor der Reise bewusst, aber dass 5 Tage bevor wir in der Gegend
sind im www.spiegel.de (klick mich) folgendes zu lesen ist hat mich dann doch etwas verunsichert (Zitat):

Dienstag, 16.08.2016 18:40 Uhr
Bei einem Angriff mutmaßlicher Rebellen auf zwei Fahrzeuge der Hilfsorganisation Caritas sind im Osten des Kongos drei
Mitarbeiter entführt worden. Zudem wurde eine deutsche Journalistin bei dem Zwischenfall in der Provinz Nord-Kivu angeschossen,
wie die Organisation im Kongo mitteilte. Die Frau sei am Bein verletzt worden.

(Zitat Ende)

Meines Wissens war das im Grenzgebiet zum Virunga National Park, also nicht wirklich weit weg...zumal wir die nächsten Tage
in genau diesem Park verbringen werden!
Und da gibts Touristen, die nichts von Rebellen wissen und komplett uninformiert an so einen Ort gehen und sich für mutig oder 'cool' halten.
...
Frei nach dem Motto:
"Wenn was passiert weil ich mich nicht informiert habe kann der Steuerzahler mich mutiges Kerlchen ja wieder raushauen lassen..."
...
Wie wir noch merken werden sind noch einige solch fragwürdige Leute unterwegs... 🙁
Dabei wärs so einfach sich zumindest rudimentär zu informieren:
Sehr gute und recht aktuelle Infos hat uns nebst einigen Kontakten die wir in dieses Gebiet hatten auch folgende Homepage
geliefert:
www.kongo-kinshasa.de (klick mich)

Aber fertig mit den Ausführungen zu den Problemen dieser wunderschönen Gegend!
Jean kommt um 06:35 Uhr, davor haben Sven und ich noch je eine Flasche Wasser geordert, damit wir auf dem wohl langen Marsch
zu den Gorillas nicht verdursten!
Um 06:40 Uhr fahren wir los, denn um 09:00 Uhr müssen wir beim Rangerposten sein!
Und nun mal einige Bilder aus Goma, teilweise durch die Scheiben geschossen:



Oben: Goma am Morgen...



Oben: Goma's Möbelhaus... 😉



Oben: Goma erwacht, der Verkehr nimmt zu...im Hintergrund ist schon der Nyiragongo zu erkennen!



Oben: Vor allem Fussgänger und Motorradfahrer sind unterwegs...



Oben: ...und ein einzelner Sportler auf dem Rennvelo! Wohl der Letzte vom gestrigen Rennen... :-D



Oben: Hier ging die letzte Eruption des Nyiragongo durch und verwüstete alles was ihr im Weg stand...
...und im Wissen dass auch die nächste Eruption wohl hier durch geht werden wieder Hütten errichtet...




Oben: Getränkemarkt am Strassenrand...oder wohl eher Tankstelle mit Benzin...



Oben: Wie man sieht muss auch hier jeder mithelfen, egal ob Kind oder Erwachsener...



Oben: Immer wieder begeistern mich die für diese Region typischen Lasten-Velos aus Holz...
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104 Beiträge · seit 201604. Okt. 2016 ·
Hallo Picco

Nun bin ich auch dabei!
Ich bin schon gespannt wie es auf dem Niragongo aussieht!
104 Beiträge · seit 201605. Okt. 2016 ·
Hallo Picco
picco schrieb:Wenn Du hier bleibst wirst Du den Nyiragongo nicht nur als Fotos sondern auch als Video bewundern können... 😉 🙂 😎
Das ist ja toll, da freu ich mich drauf!
382 Beiträge · seit 200605. Okt. 2016 ·
Hoi Picco,

die morgendlichen Bilder von der Strasse mit ein bißchen Gegenlicht und der etwas diesigen Luft sind Dir super gelungen, gefallen mir richtig gut.
Ich freue mich schon auf die Gorillas und dann später den Lavasee.

Gruss
Christian
Themenstarter6'383 Beiträge · seit 201105. Okt. 2016 ·
Hoi Christian
chris p schrieb:die morgendlichen Bilder von der Strasse mit ein bißchen Gegenlicht und der etwas diesigen Luft sind Dir super gelungen, gefallen mir richtig gut.
Danke! :-D
Freut mich dass es Dir gefällt!
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Themenstarter6'383 Beiträge · seit 201105. Okt. 2016 ·


Oben: Behausungen am Strassenrand...hier hat wohl mal Rambo gewohnt!



Oben: Wenns mal keine Lasten hat dann nimmt man halt einige Freunde mit...man beachte die Vorderradfederung!!!



Oben: Unglaublich was die Holzdinger tragen können!!!



Oben: Und endlich relativ freie Sicht auf den Nyiragongo inklusive Rauchfahne!



Oben: Es muss sein: Ein weiteres dieser geilen Velos! 😉

Es herscht relativ wenig Verkehr hier in Goma, zumindest verglichen mit anderen afrikanischen Städten die ich kenne.
Gefahren wird aber genauso, denn gemäss Jean gibt es etliche Verkehrsteilnehmer die nie eine Fahrprüfung gemacht sondern den
'Check' einfach auf dem Schwarzmarkt gekauft haben...
...und genau so fahren die Meisten auch!!! :-O
Gegen Aussengrenze der Stadt sehen wir nur noch einfache Holzhäuser, die Strasse ist schon ohne Belag und voller Felsen und
Schlaglöcher, die Lastvelos kommen den Hügel heruntergebraust, den Fuss der Fahrer meist stark aufs Bremspedal am Hinterrad
gepresst...
Kein Wunder bei den Lasten die die transportieren!
Links von uns ist nun der älteste Nationalpark Afrikas, der Virunga Nationalpark!
Ich kanns kaum glauben dass ich nun wirklich hier bin und in den Park reinsehen kann!!!
Das hab ich mir nun doch schon einige Jahre gewünscht und jetzt ist es so weit!
Und was seh ich?
Nix ausser Büschen und Bäumen!
😉
Wir erreichen eine Schranke, Jean muss raus und Wegzoll bezahlen...ob das aber offiziell so ist oder nicht bleibt unklar...
Die unklaren Worte von Jean sowie die Aufmachung des Schrankenhäuschens lassen mich daran zweifeln dass das eine offizielle
Mauteinnamestelle ist...
Aber wir fahren bald weiter, rechts an einem Camp der hier auch Strassen bauenden Chinesen vorbei, links vorbei am Headquartier für die Nyiragongo-Besteigung...



Oben: Wie mit Velos auch ungegangen werden kann sieht man hier...



Oben: Blick zu den Virungavulkanen rechts von uns, der links dürfte der Mikeno (4437müM) sein, der im Hintergrund wohl der
Karisimbi, der mit 4507müM der Höchste der Virungas ist.




Oben: Immer wieder staun ich über das viele Grün in der Gegend...



Oben: Der Urwald reicht nicht nur bis an die Strasse sondern auch bis zum Atlantik in einigen tausend Kilometern Entfernung...
...also ein eher grösseres Wäldchen, nur der Amazonas-Regenwald ist noch grösser...




Oben: Ein Mercedes Kurzhauber...höchstens 58 Jahre alt und schon defekt...tststs...
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Themenstarter6'383 Beiträge · seit 201106. Okt. 2016 ·


Oben: Bequemer Reisebus...odrr so...

Nach einiger Zeit, es ist nun etwa 08:00 Uhr, kommen wir wieder an eine Schranke, die aber sofort geöffnet wird...
Was die auch immer für einen Zweck hat...aber sie ist da, kurz nach einer alten beschädigten Kanone aus dem dritten Kongokrieg
und kurz vor dem Dorf Ngiko, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
Und nun beginnt der Anstieg...erst flach, aber immer steiler und vor allem holprig!
African Massage vom Feinsten! 😉
Wir fahren durch Kulturlandschaft, viele Kinder helfen den Eltern auf den Feldern...und je weiter wir kommen umso mehr Kinder
verlangen nach 'Money'...
Natürlich ignorieren wir dies, damit nicht plötzlich die Kinder mehr Geld nach Hause bringen als die Eltern und deswegen nicht
mehr zur Schule dürfen...
Das wäre definitiv keine Hilfe!



Oben: Enorm fruchtbares Land...



Oben: Felder am Weg zum Startpunkt des Gorillatreckings...aus den rot blühenden Pflanzen wird eine Art Bier gebraut...



Rundherum wird angebaut was das Zeug hält!



Und wo nicht angebaut wird stehen Kühe rum...



Die Agrarflächen reichen bis auf über 2000müM, hier bei 1950müM.

Endlich kommen wir am Startpunkt des Gorillatreckings an, es ist viertel vor Neun, also sind wir etwas über 2 Stunden unterwegs
gewesen, ohne Zwischenfälle!
Nebst uns sind noch sechs Touristen da, vier Amis und Monika aus der Schweiz mit ihrem Begleiter.
Erst gehts mal in die gute Stube wo wir die Formullare für das Permis ausfüllen müssen, danach werden wir in zwei Gruppen von
je vier Touristen aufgeteilt.
Dann gehts raus und uns werden die dort wartenden Träger vorgestellt und das Engagement eines dieser Männer nahegelegt, damit sie
überhaupt eine Einkommensquelle haben.
Wie immer nehm ich mir einen, auch wenn mein Rucksack mit Wasserflasche kaum mehr als 2kg auf die Waage bringt.
Nur schon damit der Mann einen Job hat, wie schon damals beim Gorillatrecking in Uganda!
Die 15$ Fixpreis tun einem Europäer der Gorillas besucht nicht wirklich weh...
Wir stellen uns vor und lustigerweise heisst 'mein' Träger beinahe wie ich, nämlich 'Claude' statt 'Claudio'! :-D
Auch unser Guide wird uns vorgestellt, aber ich hab seinen Namen leider vergessen...
Es geht wieder rein, alle rund um den Tisch, für weitere Erklärungen und die Gruppenaufteilung.
Die eine Gruppe sind die vier Amis, die andere Gruppe wir Schweizer und Monikas Begleiter...ich glaub er ist Holländer odrr so...
Nach einigen Erklärungen zu den verschiedenen Gorillagruppen in französisch und englisch und natürlich zum Verhalten bei den Gorillas
werden Einweg-Mundschutzmasken verteilt.
Im Gegensatz zu Uganda und Ruanda sind diese hier im Kongo Pflicht!



Übersicht der diversen Gorillagruppen und der Virungavulkane im Ranger-Hauptquartier beim Startpunkt des Gorillatreckings.



Und mein Permis! 'Stolz!' :-D Wir wurden der 'Bukima'-Gruppe zugeteilt!



Und los gehts!
Gorillas, wir kommen!!! :-D


Nun geht’s los, minim bergauf, etwas bergab, an Feldern vorbei und nach 5 Minuten rechts steil zum Wald hoch und zwischen einem
Drahtzaun und einer kleinen Mauer darunter hindurch.
20 Meter weiter heists plötzlich 'Stop!'!!!
Nun bleiben die Träger zurück, wir nehmen aus den Rucksäcken was wir brauchen (ich mein PanaLeica 100-400mm-Objektiv) und ziehen
den Mundschutz über!
Das heute morgen extra gekaufte Wasser bleibt im Rucksack, denn bei den Gorillas ist kein Wasser in Flaschen erlaubt...
Wir gehen weiter, unglaubliche 4,5 Meter weit...und schon sitzt ein Silberrücken vor mir im Gebüsch!
Haleluja! :-D



Oben: Hallo Kleiner! :-D
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