THEMA: Reiseeindrücke Uganda Juli 2016
23 Nov 2016 22:27 #453404
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Danach verbringen wir zwei Nächte auf der CS auf Mweya, die ebenfalls sehr gepflegt und gut ausgestattet ist.
Auch hier werden wir bewacht, was aber Marabus, Hippos, Water Bucks und Warzenschweine nicht hindert, uns zu besuchen. :)
In den CS von Ishasha und Mweya sind wir nicht allein, aber die Sites sind groß genug, dass man sich nicht gestört fühlt.










Vom QENP geht es zur Kluge's GF, bei Fort Portal für vier Übernachtungen. Hier passt alles und wir fühlen uns sehr wohl. Service gut, Essen gut, Zimmer gut. Stefan Kluge ist sehr präsent und die Seele des Unternehmens.
Aus unserer Sicht ein sehr gelungener Aufenthalt. Jederzeit wieder.





Von Fort Portal fahren wir nach Busingiro und übernachten auf Busingiro Eco Tourism Site.
Es gibt drei Gebäude, Informationszentrum, eine Banda und ein Lapa. Wirkt sehr vereinsamt. Bis auf einen Ranger ist niemand da. Es gibt leider nur nasses Brennholz. Vielleicht wäre unser Eindruck positiver, wenn es nicht so stark geregnet hätte.

Am nächsten Tag campen wir auf der Südhälfte des MFNP, dem Top of the Falls CS. Wir sind hier allein und können unseren Standort frei wählen. Wir stellen unser Autole direkt vor das Lapa, wo wir kochen können, ohne nass zu werden, falls es regnen sollte. Es ist die einzige CS auf unserer Reise, die einen großen Wassertank mit Deckel, gefüllt mit sauberem Wasser (!!!) hat. Es gibt genügend trockenes Holz und eine traumhafte Aussicht auf den Victoria Nil. Ein kurzer Weg führt direkt bis ans Nilufer. Zu den Fällen könnte man theoretisch laufen. Diese CS ist unser Favorit. :laugh: :lol:








Die nächsten zwei Nächte verbringen wir auf der UWA CS auf der Nordhälfte der MFNP. Schön gelegen, mit Blick auf den Nil und Fähre. Leider nicht so schön gepflegt wie die CS Top of the Falls. Allerdings mit Elefantenbesuch und vielen Vögeln. :) Es gibt Sanitäre Anlagen, grün schimmerndes Wasser im Tank ohne Deckel und verstreuter Müll. :evil: Der untere Teil der CS ist sauber und es gibt genügend Brennholz.










Vom MFNP fahren wir direkt zum Kidepo NP. Urspünglich ist campen geplant, da es stark nach Regen aussieht entscheiden wir uns eine UWA Banda mit Bad zu mieten. Sehr basic. Dank unserer mitgeführten Campingausrüstung können wir es uns einigermaßen einrichten. Das Essen in der Kantine ist einfach, aber sehr gut und schmackhaft. Wir steuern keine Lebensmittel bei, sondern essen was auf den Tisch kommt, mal vegetarisch, mal mit Ziege.





Die letzen drei Nächte verbringen wir im The Haven bei Jinja in der Honey Moon Suite. Hier gibt es nix zu meckern. Es gibt Wifi, Strom, Wasser, gutes Essen und eine unglaubliche Sicht auf Stromschnellen im Nil.
Richtig gut. Ein sehr schöner Abschluss.




LG
Elsi
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27 Nov 2016 16:48 #453758
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Rund ums Essen
Auf Empfehlung fahren wir in EBB zur Victoria Mall, wo wie bei Nakumatt uns mit allem Nötigen eindecken. Danach versorgen wir uns entweder bei den Ständen am Straßenrand oder in Ortschaften wie Kihihi, Fort Portal oder Gulu.
Wir lernen schnell, dass wenn man am Straßenrand was sieht und es haben möchte, man es sofort kaufen muss. Es kann durchaus sein, dass es in die nächsten Zeit dann keine Ananas oder sonstiges mehr zu kaufen gibt.
Wir essen Bananen, Mangos, Ananas bis sich die Haut im Mund in Fetzen auflöst. Ich mutiere zum Passionsfruchtliebhaber. Wenn wir sagen, dass die Früchte noch zweieinhalb Tage halten müssen, bekommen die VerkäuferInnen es punktgenau hin. Bis aufs Brot :woohoo: :sick: , sind Obst , Gemüse (Tomaten waren nicht so gut), Hülsenfrüchte, Fleisch super.





Holzkohle ist ebenfalls am Straßenrad erhältlich, so dass die Verpflegung keinerlei Probleme darstellt. Und egal was wir kaufen, es kostet immer zwischen 2500 und 4000 UGX je Stück/Ration/Einheit. ;)
Wir versorgen uns auch mit Samosas, Chiabati und gegrilltem Fleisch am Straßenrand. Ich kann mich nicht erinnern, jemals ein so gutes, gegrilltes Schweinefleisch gegessen zu haben: zartes Fleisch, gut gewürzt mit einer knusprigen aber dennoch kaubaren Schwarte (war aber auch ein kleines Schweinchen)









Als wir in Kitgum Tanken bietet mir das Fräulein von der Tankstelle an, ihr Essen zu probieren. Ich hätte bestimmt noch nie so was gute zu essen bekommen. :)
Was scharfes Essen anbelangt, bin ich eine Sissi :blush: . Daher ist die indische Küche nicht so das meine und die ugandische Küche ist stark indisch beeinflusst. Also esse ich wann immer Wasser in der Nähe ist
leckeren Fisch. Michael isst gern scharf und hat somit keine Probleme.
Sunset Motel: Pangasius mitUgali + Steak mit Pommes (gut)
Lake Bunyonyi: Bruscheta, Crayfish mit Knoblauchsauce + lokales Gericht(sehr gut)
Traveller's Rest: Corn pancake, Koriandersuppe, Chicken und Avocadocreme als Dessert (nicht unser Geschmack)
Gorilla Mist Camp: Buffet - OK, aber nix besonderes
Tempa Canteen: Talapia und Chicken Tikka - sehr gut



Kluge's GF: reichhaltiges Buffet - sehr gut
Ndali Lodge: Fisch in Cocossauce mit Reis - sehr teuer und mittelmäßig
Apoka Restcamp: Gemüse mit Reis, mal vegetarisch mal mit Ziege, schmeckt immer gleich, aber gut
The Haven: Menues - sehr gut
LG
Elsi
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28 Nov 2016 19:37 #453920
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Nach ein paar Stunden fahren wir weiter zu unserem nächsten Ziel Lake Mburo. Es dauert ein Weilchen bis wir auf die Kasanje Rd nach Mpigi kommen, vorbei an Bananenfelder. Wir sammeln unsere ersten Erfahrungen mit und auf den roten Pads. Ab Mpigi geht aus auf der geteerten Mbarara-Masaka Rd weiter.





Sobald wir von der Hauptstraße Richtung Park abfahren, haben unsere erste Begegnung mit den Ankole Langhörnern. Da der Park nicht eingezäunt ist teilen sich Nutz und Wildtiere die Futterplätze.









Am Rwonyo Rest Camp angekommen, sind wir etwas enttäuscht. Mangels Gäste wird keine Bootsfahrt angeboten bzw. nur wenn wir 60 USD dafür bezahlen. Die CS ist ziemlich versifft :sick: , mit einem großen Müllberg an dem Meerkatzen und Warzenschweine die Resteverwertung vornehmen.



Wir fahren zur 7 km weiter entfernten CS No.3, die OK ist. Man hat einen schönen Blick auf den See. Die CS ist mit vielen Hippotrampelpfaden überzogen. Wir können uns hinstellen wo wir wollen, wir werden immer im Weg sein. Sehen tun wir keine Hippos, aber hören tun wir sie, ein richtiges Konzert. Wir sind umzingelt. :woohoo:

Man bedenke, ich werden heute das allererste Mal in meinem Leben campen. Wir unterschätzen, wie schnell es dunkel wird. So richtig wohl fühle ich mich nicht in meiner Haut, weil es stock dunkel ist, daß wir selbst mit unserem großen Lampe nix sehen können. Und die Viecher schreien immer noch. Ich beschließe, dass es heute einen Fastentag gibt und steige in unser Dachzelt. Michael will noch draußen sitzen und den Abend genießen.
Ich kann gut nerven, so dass er dann doch schneller als gewollt ins Zelt kommt.
Wir schlafen recht gut in unserem Zelt auch wenn mir im Traum kleine Hippos begegnen.

Auf die Bootsfahrt verzichten wir. Wir fahren die Tracks im SO ab, sehen viele Schreiseeadler, Paare mit schon großen Jungen und ihre riesige Horste. Irgendwann muss man sich selbst zwingen, diese Vögel nicht mehr zu fotografieren. Aber sie sind halt schon schön... :kiss:







Zum Kazuma Look Out Point geht es ziemlich steil auf losen Steinchen nach oben, von wo man aber einen tollen Rundumblick hat.
Der Abstecher lohnt sich.



Der Park macht insgesamt einen etwas ungeliebt Eindruck und das Potential ist noch nicht ausgeschöpft. Wir verlassen den Park und fahren zum Lake Bunyonyi.
LG
Elsi
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28 Nov 2016 20:16 #453937
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Die Anfahrt zum Lake Bunyonyi führt durch eine hügelige, abwechslungsreiche Kulturlandschaft.





Lake Bunyonyi mit seinen vielen Inseln und den Uferterrassen, hat fast mediterranen Flair oder erinnert (ein bischen) an den Gardasee. Na ja, man sucht halt immer irgendwelche Vergleiche. Aufgrund der Höhe ist es am Lake Bunyonyi Moskito-frei. Laut unserm Bootsguide ist es der zweit tiefste See Afrikas und der dritt-tiefste See der Welt (900m an manchen Stellen.) Hippos gibt es hier nicht. Die Ufer fallen zu steil ab.









Im See gibt es viele kleine Inseln, und zu jeder eine Geschichte dazu. Auf der sehr kleinen Insel Akampene wurden früher schwangere alleinstehende Frauen ausgesetzt, in der Hoffnung, dass sich die Probleme von alleine regeln würden, da es dort nix zu essen gibt und die meisten nicht schwimmen konnten. Die Insel ist Handteller-groß, es steht ein armseliger, abgestorbener Baum drauf, den heute die Kormorane besetzt halten. Unser Guide hat mir versichert, dass dieser Brauch zwischenzeitlich abgeschafft wurde. :S
Wer will kann am Lake Bunyonyi paddeln, schwimmen oder sich sonst wie sportlich betätigen, oder einfach nur entspannen und faul sein. Ein schönes Fleckchen Erde.
Der See ist recht groß mit vielen Buchten und Inseln. Die Aussichten sind famos. Zu einem großen Teil führt eine Straße am Ufer entlang, die allerdings nicht zu den Besten gehört.







Einmal entscheiden wir uns für die falsche Abzweigung, landen im Hof eines Bauern und müssen umdrehen. Auf der einen Seite geht es steil runter, auf der anderen hat es wenig Platz. Erstaunlich wie schnell die Leute hier mitbekommen, dass es was zu sehen gibt. Innerhalb Sekunden werden wir von einer ganzen Mannschaft eingewiesen.



Am nördlichsten Ende des Sees erreichen wir die Asphaltstraße, die uns nach Kisoro führt.


Manche Dinge verankerns sich in unserer Wahrnehmung. Für mich sind es die gelben Kanister :blink: (in Namibia waren es die blauen und grünen Dixiklos), sie sind überall präsent. Man kann die Jerrycans (20 Liter) in Tankstellen, Supermärkte, eigentlich überall kaufen, wenn sie nicht vergriffen sind, was des Öfteren passieren kann. Es gibt aber auch einen Speiseölhersteller, der sein Öl in solche Kanister abfüllt, in einem etwas blasseren Gelb. Die Gebinde gibt es von einem halben Liter bis zu 20 Liter gestaffelt, d.h. vom Kleinkind bis zum Erwachsenen kann jeder auf seine Größe und seinem Kräftevermögen abgestimmt, mit dem richtigen Kanister Wasser holen gehen oder sonst was damit tun. Die Kanister sind sehr vielseitig einsetzbar, als Fensterscheibenersatz, Einkaufskorb, Schöpfkelle, Blumeneimer, Rechenschutz.
Auf Anraten unseres Autovermieters haben wir uns zwei Kanister für die Fahrt zum Kidepo NP zugelegt, da wir ursprünglich über Moroto zurück nach EBB fahren wollten. Nachdem wir die 40L in den Tank gekippt haben, haben wir die Rezeptionistin (die eigentliche Chefin des Camps) gefragt, ob sie die haben möchte, und ein enthusiastisches: Oh yes, I am very grateful erhalten - für das Trinkgeld, von dem sie sich hätte mehrere Kanister kaufen können, haben wir nur ein huldvolles Nicken erhalten.

















Anhang:
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Elsi
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02 Dez 2016 14:30 #454404
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Kisoro ist eine geschäftige Stadt mit vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten und einem großen Markt, die sicherlich von der nahen Grenze nach Ruanda profitiert.Da ist richtig was los. Die UWA unterhält hier ein Büro, wo wir den Parkeintritt und die Gebühren für das Golden Monkey Tracking bezahlen. Anders als in einem unserer Reiseführer lautend, hat das Büro sieben Tage die Woche geöffnet.
Zum Mghaninga Parkeingang geht durch viele umtriebige kleinere Ortschaften. Viele Menschen sind unterwegs, speziell Kinder auf dem Weg zur Schule. Die Anfahrt von Kisoro zum Mgahinga NP dauert etwa eine halbe Stunde. Der Parkeingang liegt auf ca. 2300 m. Heute sind wir die einzigen Teilnehmer für das Tracking. Wir werden von Guide Anton und Ranger John, mit AK47 wg. unfreundlichen Elis und Büffel, begleitet. :woohoo:
Nach kurzem Briefing erhalten wir Wanderstöcke und los gehts. Es ist 08:30h. Anton meint, dass wenn die Tracker bis 15:00h keine Affen finden, das Tracking abgebrochen wird - dann hätten wir uns über sechs Stunden just for nothing geplagt!! :evil: Nicht ganz, da der Park sehr schön und beeindruckend ist.
Immer vor uns sichtbar sind die drei östlichen Virunga-Vulkane. Es gibt blühende oder Früchte tragende Bäume und Sträucher. Wir erhalten ausführliche Informationen über Fauna und Flora, z.B. erfahren wir, dass 58% des Parkgebiets ist mit Bambuswald bedeckt ist.
Nach zwei Stunden erhalten wir die Info, dass die Affengruppe gefunden ist. Nach einer weiteren Stunde sind wir endlich am Ziel.
Hübsch sind sie, die Goldmeerkatzen. 30-40 Tiere, die wie aufgezogen durch die Bäume hopsen. Und wir am Boden hintendrein. Na ja, wir versuchen es wenigstens. Einer der Tracker packt mich am Ärmel und es geht quer durch den Wald, mal nach oben, mal nach unten, teilweise rutschen wir auf dem Hintern auf dem feuchten Gras die Abhänge runter. Über Schlangen soll ich mir keine Gedanken machen, es ist zu kalt - sein Wort in Gottes Ohr. Die Affen machen sich einen Spaß mit uns. Nach einer Stunde mit den Affen sind wir am Ende. :blink:
Zum Glück geht das meiste jetzt den Berg runter. Da wir schon mitten im Wald stehen, geht es quer durch den Wald zurück Richtung Ausgangspunkt.























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Elsi
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04 Dez 2016 09:37 #454575
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Unser nächstes Ziel ist Ruhija im Bwindi NP. Hier haben wir unser Gorilla Tracking gebucht. Die Anfahrt nach Ruhija ist traumhaft. Zuerst geht es durch hügelige Kulturlandschaften, dann in den Regenwald. Hier erfüllt der Regenwald alle Wünsche: Farne, Nebel, unterschiedliche Blautöne - einfach nur schön.
Wir kommen nachmittags im Gorilla Mist Camp an. Eine schöne Anlage mit fantastischen Ausblicken.
Heute ist der große Tag der Gorillas. Wir fahren zum UWA Büro für die Registrierung. Danach werden die ca. 30 Teilnehmer in Gruppen aufgeteilt. Wir werden Bitukura, eine der zu letzt habituierten Gorilla Gruppen, zugeteilt. Unsere Gruppe besteht aus sechs Touristen, zwei Studenten, vier Portern, zwei Rangern und einem Guide.
Wir laufen ein Stück die Straße entlang und biegen dann in den Wald ab. Es geht auf und ab und nach einiger Zeit geht es seehr steil den Hang runter und ich denke jetzt schon mit Grauen an den Rückweg.
Nach ca. zwei Stunden treffen wir auf die Tracker und dann geht es das letzte Stück zu den Gorillas.
Die Gruppe hat vier Silberrücken und zwei Schwarzrücken, drei Gorilla-Damen. Insgesamt besteht die Gruppe aus 14 Mitglieder. Wir sehen einen Youngster von zweieinhalb Jahren und eine Mutter mit einem 10 Monate altem Baby. Der Chef der Gruppe heißt Ndahura. Laut unserem Guide hat er diese Position noch nicht so lange inne, einer der anderen Silberrücken hat einige Schrammen am Kopf, die aus diesem Machtkampf rührt.
Der unterlegene Silberrücken hat seine Niederlage akzeptiert und sich dem neuen Chef untergeordnet.
Eine Gorilla-Dame schaut recht traurig und liegt etwas abseits. Sie hat vor kurzem ihr Baby verloren und trauert noch.
Der kleine Mann von zweieinhalb Jahren ist natürlich der absolute Mittelpunkt. Er tanzt dem Chef/Vater auf dem Kopf herum und genießt Narrenfreiheit.
Wir stehen mitten in der Gruppe, die Gorillas bewegen sich in unserer Gruppe und stören sich an gar nix.
Teilweise sind sie so nah, dass man keine Bilder machen kann.
Außer einem Mal, da will einer der Ranger einer Gorilla-Damen einen der Wedel, an denen sie kaut, wegnehmen. Da war es vorbei mit lustig und der Ranger hat eine Ansage bekommen.
Nach einer Stunde heißt es Abschied nehmen. Es geht zurück und diesmal alles steil den Berg hoch.
Einer der Ranger meint, er könnte ja einen Heli für uns anfordern, aber da es sich um einen afrikanischen Heli handelt, würde er uns empfehlen zu laufen. Es ist verflucht anstrengend. Aber irgendwann ist es geschafft.
Der Besuch der Gorillas ist ein tolles und auch sehr emotionales Erlebnis und ich würde dafür jede Plackerei wieder auf mich nehmen.




















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Elsi
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