THEMA: Erstes Mal Ostafrika - Kenia im Oktober 25
18 Jan 2026 19:07 #719253
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  • Sonabozi am 18 Jan 2026 19:07
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Dies ist unser 4. Kurzbericht (ohne Fotos) im Forum, diesmal haben wir uns für Kenya entschieden, das erste Mal Ostafrika und das erste Mal ohne selbst dein Auto zu steuern. :)
Ungefähr 11 Monate vor unserem geplanten Reisetermin haben wir verschiedene Angebote von "Ostafrika-Spezialisten" eingeholt und festgestellt, dass fast alle Anfragen bei einem einzigen Reisebüro gelandet sind. Wir haben uns dann dafür entschieden, möglichst viele Leistungen selbst und direkt in Kenya zu buchen. Insgesamt wurden es schließlich drei Wochen, aufgeteilt auf Nairobi - Masai Mara - Nairobi - Amboseli - Tsavo West - Lumo Sanctuary - Tsavo Ost - Chale Island und mit Flugzeug/Auto/Zug/Boot. Und jetzt geht`s los:
Der Flug mit Lufthansa (über Frankfurt) nach Nairobi hatte nur minimale Verspätung, die Abfertigung am Flughafen war allerdings von Chaos und langen Schlangen geprägt, sowohl bei der Einreise als auch bei der Gepäckausgabe. Kurz vor Mitternacht konnten wir den Flughafen verlassen und wurden von einem Fahrer zum Hotel Rudi gebracht. Ursprünglich sind wir mit Heike Hollwitz (Bush Adventure) zwecks Buchung eines selbst konzipierten Tagesausfluges in Nairobi in Kontakt gekommen. Der Austausch im Vorfeld war hilfreich und so angenehm, dass wir uns zusätzlich für die Buchung des Hotel Rudi und des Flughafentransfers entschieden haben.

Aufgrund der Lage im Viertel Karen liegt das Hotel Rudi für uns optimal, zum Wilson Airport sind es nur wenige Kilometer (für Montag Morgen sind 30 Minuten Fahrtzeit sehr wenig), aber dennoch ist es hier ruhig und sicher. Es gibt nicht so viele Zimmer, das Abendessen kann tageweise dazu gebucht werden und die Mitarbeiter*innen waren extrem aufmerksam. Das Gebäude ist schon ein wenig in die Jahre gekommen, die Badezimmer benötigen eigentlich eine Renovierung, es war aber überall makellos sauber. Am Samstag sind wir zu Fuß zur Galleria Mall (super Kaffee beim Artkaffee) gelaufen, ansonsten ist jegliche Fortbewegung mit Uber oder Bolt unproblematisch. Eine wirkliche Empfehlung für Mittagessen und Souvenir-Shopping sind die Langata Link Shops, am Rand von Karen; das Utamaduni Craft Centre hat uns dagegen nicht so überzeugt. Am Sonntag genossen wir einen wunderbaren Tagestrip zu zweit (Nairobi N.P., Sheldrick Wildlife Trust, Mittagessen bei Mat Bronze, Karen Blixen Museum, Besuch Kobetough sowie Giraffe Centre). Montag Vormittag ging es dann weiter in die Masai Mara mit dem Flugzeug. Am Wilson Airport hat Airkenya im ersten Stock ein kleines Bistro mit wunderbarem Kaffee und schönem Blick auf das Rollfeld.
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24 Jan 2026 20:58 #719543
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  • Sonabozi am 18 Jan 2026 19:07
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Vor einigen Jahren haben wir im Kruger N.P. jemand aus dem Forum kennengelernt, sie hat uns damals vom Malaika Camp in der Masai Mara vorgeschwärmt. Und wir wollten ja möglichst lokale Anbieter buchen, so dass wir uns für dieses Camp am Talek River entschieden haben. Außerdem war uns wichtig, dass wir ganz alleine mit Guide im Auto sitzen. Am Olkiombo Airport hat uns dann Joseph, ein Masai Guide abgeholt.
Das Camp liegt schön am Fluss, beim Mittagessen kann man gut sehen, was dort so alles passiert. Unser Zelt war zwar schon etwas in die Jahre gekommen, allerdings sehr sauber und ausreichend ausgestattet. Das Frühstück wird während der morgendlichen Game Drives eingenommen, Mittag- und Abendessen ausschließlich im Camp. Von der kulinarischen Seite her hat uns das Malaika Camp leider nicht überzeugt, aber deswegen sind wir ja auch nicht in die Masai Mara gekommen. In einer Nacht sind Hippos zwischen den Zelten durchgelaufen, die Holzstege mussten dann entsprechend repariert werden. Und kurz vor einem Morgen-Game Drive haben Löwen die Autos belagert, hier haben wir doch gerne auf deren Abzug gewartet.
Unser Guide Joseph ist eher ruhig und zurückhaltend, aber ein fantastischer Guide. Wir genießen eindrucksvolle Sichtungen, sind meist alleine oder die ersten bei den Tieren. Erfreulicherweise ist uns Mara-Overtourism erspart geblieben, lediglich bei einer Leopardenbegegnung nerven die anderen Fahrzeuge. Falls es uns wieder in die Mara verschlagen sollte, würden wir uns allerdings für ein anderes Camp entscheiden. Nach fünf ereignisreichen Tagen verlassen wir die Mara erneut mit Airkenya und kommen für eine weitere Nacht nach Nairobi ins Hotel Rudi zurück.

Im Vorfeld hatten wir uns selbst eine Route zusammengestellt, 2 Nächte Amboseli, 2 Nächte Tsavo West, 2 Nächte Lumo Conservancy (wurde uns empfohlen) und zum Abschluss noch eine Nacht Tsavo East. Eigentlich fahren wir lieber allein durch die afrikanische Landschaft, viele haben uns jedoch davon abgeraten, dies in Kenia zu tun. Wenn ich jetzt an die Etappe zwischen Amboseli und Tsavo West denke, bin ich letztlich schon froh über diese Entscheidung. Bei der Suche nach einer lokalen Agentur sind wir auf einen hervorragend bewerteten kleineren Anbieter mit Büro am Diani Beach gestoßen. Wir haben für eine Woche ein Fahrzeug mit Guide, alle Übernachtungen sowie die Eintrittsgebühren vorab gebucht.
Pünktlich hat uns Mike, unser Guide für die kommende Woche, um 06.30 Uhr in Nairobi abgeholt. Nach fast 5 Stunden Fahrt erreichen wir das Kibo Camp, das ganz nah am Kimana Gate zum Amboseli liegt. Im ersten Moment sind wir erschrocken, so viele Menschen zu sehen - das Camp hat sicher fast 90 "Zelte". Es handelt sich um kleine Häuschen, die großzügig geschnitten und gut ausgestattet sind. Besonders schön ist der Blick direkt vom Camp auf den Kilimanjaro, der uns an allen drei Tagen fast wolkenfrei begrüßt hat. Wirklich überrascht hat uns das ausgesprochen leckere Essen im Kibo Camp, auch wenn wir keine Fans von Buffet-Mahlzeiten und Reisegruppen sind/werden. Im Amboseli war es ordentlich staubig, heiß, aber nicht so voll wie befürchtet, obwohl der Park so nah an Nairobi liegt. Der Kilimanjaro im Hintergrund ist eine atemberaubende Kulisse und es gibt hier wirklich so viele Elefanten! Dann geht es auf einer ziemlich schlechten Piste weiter zum Tsavo West mit erstem Stopp am Shetani-Lavastrom, sehr beeindruckend.
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15 Feb 2026 14:37 #720526
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Im Tsavo West haben wir trotz frühzeitiger Buchungsanfrage unser Wunsch Camp leider nicht mehr bekommen, deswegen sind wir in der Severin Safari Lodge gelandet. Die Lodge liegt mitten im Park, ist gut ausgestattet und hat nicht viele Unterkünfte. Allerdings waren zwei Drittel der Gäste Familien mit Kindern, so dass an ruhige Mahlzeiten nicht zu denken war. Das Essen kann mit täglich wechselnden Gerichten a la carte ausgesucht werden und war ausgesprochen lecker. Allerdings mögen wir es nicht, wenn Vögel am Tisch gefüttert werden. :(
Die Häuschen stehen außerdem nicht weit genug voneinander entfernt, dadurch teilt man neben den Geräuschen auch Gerüche. Insgesamt also ein Erlebniscamp für Familien, die Urlaub am Strand im zweiten Severin Camp verbringen und dann einen kurzen Safariausflug machen, das haben wir so nicht erwartet.
Der Tsavo West hat uns gut gefallen, neben dem Lavafeld gibt es noch Mzima Springs zu besichtigen mit kleiner Führung durch die Ranger. Aussteigen und Rumlaufen ist ja auch mal ganz schön! Und von den Sichtungen kann sich der Park durchaus sehen lassen (Leopard im Baum, Löwen, Elefanten...). Hier erwischte mich dann noch der erste Stich einer Tsetsefliege, darauf hätte ich lieber verzichtet. Die zwei Tage im Tsavo West waren allerdings der einzige Ort während unserer Tour, an dem wir auf Fliegenjagd gehen durften.

Dann ging es weiter zur Lumo Conservancy, die wir nach lediglich 2,5 Stunden Fahrt erreicht haben. Diese wurde uns ans Herz gelegt, es war die schönste Unterkunft im Safariteil unserer Reise. Wir wohnten im Cheetah Tented Camp, das liegt traumhaft auf halber Höhe an einem Hügel mit Blickrichtung auf den Kili. Die insgesamt nur 10 Zelte sind recht neu und luxuriös ausgestattet. Das Essen war ein Traum, der Ausblick von Zelt und Restaurantbereich unvergleichlich schön in die weite Landschaft hinein. Und auch die Tierwelt war gut vertreten, die zwei Tage dort haben sich definitiv gelohnt.

Zum Ende unserer Safariwoche ging es dann noch in den Tsavo East, über Voi (ca. 1 Stunde Fahrt) hinein in den Park bis zum Satao Camp (weitere 2 Stunden durch den Park). Dieses liegt gefühlt am Ende der Welt, die letzten 20 km bis zum Camp ziehen sich und bieten viel Ödnis und weniger Sichtungen. Es war die schlichteste Unterkunft mit älterer Ausstattung, allerdings sauber und mit äußerst freundlichem Personal. Wirklich aufregend ist das Wasserloch am Camp, das tierisch gut besucht ist. Auf die schlauen Affen im Camp muss man aufpassen, die können Zelte mit Reißverschluss ganz einfach öffnen!
Aufgrund der langen eintönigen Fahrt bis zum Camp würden wir nächstes Mal das Ashnil Aruba bevorzugen, dort war mehr geboten aufgrund des kleinen Stausees. Hier haben wir zweimal ein wirklich großes Rudel Löwen mit fast 40 Tieren gesichtet und auch die Elefantenherden sind schön anzusehen.

Damit wir auch mal das Verkehrsmittel wechseln, haben wir uns zum Ende der Safari für den Zug von Voi nach Mombasa entschieden. Eigentlich dachten wir auch , dass wir damit schneller an die Küste kommen, allerdings war unser Guide mit dem Auto deutlich vor uns da. Von Mombasa aus ging es dann noch an den Strand.
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16 Feb 2026 13:54 #720584
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  • Zimba am 16 Feb 2026 13:54
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der Suche nach einer lokalen Agentur sind wir auf einen hervorragend bewerteten kleineren Anbieter mit Büro am Diani Beach gestoßen

Magst du mir den Anbieter verraten, ich suche nach einem zuverlässigen örtlichen Anbieter für eine Flyin Safary in die Masai Mara von Diani aus?
LG
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16 Feb 2026 19:30 #720605
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Sehr gerne Zimba, pN ist schon raus!
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