THEMA: Schwierige Reiseplanung-schöner Urlaub in Bot+Zimb
11 Feb 2017 18:22 #463457
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Prolog:
Diese Urlaubsplanung hat reichlich Nerven gekostet –besonders meine, denn ich kümmere mich hauptsächlich darum. :lol:

Das Ziel Zimbabwe war schon im Oktober 15 klar- dachte ich. Als ich jedoch die Preise für Camper/ Allradfahrzeuge mit Dachzelt recherchierte , fiel mir siedend heiß ein, warum wir im September 2014 nicht nach Namibia/Botswana gefahren, sondern dies auf April/Mai 2015 verschoben haben. September/Oktober ist Hochsaison, da wird mitunter der Tagespreis mal eben verdoppelt. :(

Dann soll(te) es eben Uganda werden – wir sind ja flexibel. ;) Reichlich Informationen – u.a. auch auf der ITB bei Speke (Veranstalter in Uganda) und mit Douglas von Alpha-rent-a-Car in Berlin - wurden gesammelt. So langsam kristallisierte sich heraus, dass unsere Reisezeit – in unseren Augen- nur suboptimal für Uganda ist (durch Regenfälle schwer befahrbare Matsch- und Schlammpisten). Wir zogen auch die Möglichkeit eines Fahrers in Betracht, was zwar zu höheren Kosten aber auch zu mehr Hintergrund- / Insiderwissen unterwegs führt, was beim ersten Besuch eines Landes sicherlich ein großer Vorzug ist. Aber besonders mein Mann konnte sich nicht so recht mit dem Gedanken anfreunden, die meiste Zeit des Tages mit einem Fremden zusammen zu sein (wenn die Chemie stimmt, kann es ja auch sehr nett sein, aber das weiß man ja vorher nicht :silly: ). Da das Preisniveau in Uganda im Vergleich zu SA/Namibia recht hoch ist, nahmen wir davon Abstand.

In diesem Zusammenhang war es vielleicht gut, dass mein Mann erst im März von seinem AG definitiv die Urlaubsfreigabe zum gewünschten Zeitraum erhielt, wenngleich auch die Ungewissheit genervt hat.

Nun war guter Rat teuer: wohin jetzt? SA geht eigentlich immer, aber wir waren erst über den Jahreswechsel dort (ja, ich weiß, dass sind Luxusprobleme :blush: ), außerdem sollte es etwas „Neues/Besonderes“ sein, da mein Mann einen runden Geburtstag hatte. Nachdem diverse Alternativen entweder aufgrund des Kostenfaktors oder aufgrund der Reisezeit verworfen wurden, sagten wir uns, dass wir in den sauren Apfel beißen würden und die (über-)teuer(t)en Mietwagenpreise in Kauf nehmen würden.

Wer jetzt aber denkt, es ist einfach, noch ein entsprechendes Fahrzeug –es war inzwischen Juni – für September zu buchen, der irrt gewaltig. Schlussendlich haben wir jedoch bei Suedafrika Wohnmobile und Camper einen Discoverer DC 4x4 zu einem akzeptablen Preis gebucht. Unnötig zu erwähnen, dass es natürlich nicht unser Wunschcamper war.

Konnten wir nun also endlich uneingeschränkt die Urlaubsvorfreude genossen werden? Mitnichten! :pinch:

Die allgemeine Situation in Zimbabwe (Unruhen, kein Geld per ATM) und vor allem der Hinweis von Suedafrika Wohnmobile und Camper, dass die Geschäftsführung von Britz, KEA und Maui allen Kunden von der Fahrt nach Simbabwe abrät, da dort in den letzten Monaten Mietwagen unbegründet beschlagnahmt und nur gegen Zahlung hoher unberechtigter Gebühren wieder frei gegeben worden sind, sprachen dagegen. Speziell der Hinweis auf eine unbegründete Beschlagnahmung des Mietwagens verunsicherte uns sehr. Da ich jedoch im Forum nichts darüber gelesen habe und auch meine gezielte Nachfrage diesbezüglich nichts ergab, wollten wir erst vor Ort entscheiden, ob wir uns nur auf Botswana beschränken.
Ich telefonierte auch mit einer netten Angestellten vom Zimbabwe Tourist Office in Frankfurt, die mir zwar bestätigte, dass die Polizei korrupt sei, jedoch bei Touristen eher zurückhaltend agieren würde. Für den Fall, dass dennoch Probleme bei Polizei-Kontrollen auftreten würden, gab sie mir noch Telefonnummern von ihren Vorgesetzten vor Ort und auch ihre eigene.
Ich hoffe, ihr fühlt euch durch meine lange Einleitung nicht abgeschreckt. Ich verspreche, dass ich mich im Reisebericht kürzer fasse und freue mich über jeden Mitreisenden. Kommentare sind wie immer willkommen.
Für alle, die den Reisebericht ohne Kommentare lesen wollen, scheint die Sonne :)
Gruss Chrissie
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Letzte Änderung: 08 Apr 2017 18:25 von chrissie.
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12 Feb 2017 16:52 #463654
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25.9. / 26.9.2016 Flug über London nach Johannesburg
Endlich geht es ins südliche Afrika. Da es wie fast immer ein Nachtflug ist, packen wir am Vormittag in aller Ruhe. Während andere ihren Nachmittagskaffee trinken, lassen wir uns mit dem Taxi zum Flughafen chauffieren. :)
Der Zubringerflug nach London landet zum Glück pünktlich, denn die Umsteigezeit liegt nur unwesentlich über dem Minimum von 70 Minuten. Leider müssen wir jedoch noch 25 Minuten im Flieger sitzen bleiben, da unsere Parkposition belegt ist. Wir stellen uns schon auf einen Spurt zum entsprechenden Gate ein, aber wir haben Glück, die Gates liegen nicht weit auseinander.
Als wir im Langstreckenflieger sitzen, beginnt auch gefühlsmäßig der Urlaub. Die Bordverpflegung (Gemüselasagne, das Curry ist schon aus) ist ok. Ich döse im Vergleich zu den letzten Flügen relativ viel. Gegen 6:00 h bin ich endgültig wach. Wir überfliegen gerade Nxai Pan und sehen einen schönen Sonnenaufgang –natürlich haben ich keinen Fotoapparat zur Hand. :( Das Frühstück fällt für die hinteren Reihen – und somit auch für uns- aus nicht nachvollziehbaren Gründen aus. :dry:
Da wir so weit hinten sitzen, dauert es dementsprechend lange, bis wir durch die Passkontrolle sind. Unser Gepäck wartet schon neben dem Kofferband.
Für uns ist es ungewohnt, dass wir dieses Mal nach jemanden mit unserem Namensschildchen Ausschau halten müssen. Malou von Bobo Camper erwartet uns bereits. Nach kurzer Rücksprache mit ihr heben wir noch Geld ab und laden unsere Simkarte mit Guthaben auf.
Nach kurzer Fahrt erreichen wir das Gelände von Bobo Camper. Wir werden von einer anderen Dame übernommen und regeln das Vertragliche. Anschließend weist sie uns geduldig in das Auto ein – einen Toyota Hilux mit Automatikgetriebe. Wir hätten gerne einen Bushcamper gehabt, da es bei einem Dachzelt doch –zumindest bei uns- immer etwas dauert, bis wir zum Game drive aufbrechen können. Aber wir sind zufrieden, überhaupt noch einen Camper bekommen zu haben. Nach 2,5 h fahren wir mit unserem Camper vom Hof. Wir sind erst die zweiten Mieter, was uns nicht so ganz recht ist, denn vermutlich wird da noch genauer bei der Rückgabe nach Kratzern etc geschaut.
Bei Pick n Pay kaufen wir ein und endlich bekommt unser Magen auch etwas. Christian geht abschließend zum Alkoholshop, während ich im Auto sitzen bleibe. Prompt geht die Alarmanlage an. :silly: Zum Glück hat er mir den Schlüssel dagelassen, so kann ich die unangenehme Geräuschkulisse schnell zum Verstummen bringen.
Wir tanken voll, und um 13:00 Uhr geht es Richtung botswanischer Grenze.

Schon als unsere Planungen noch im Anfangsstadium waren, haben wir gelesen, dass der Grenzübertritt von Südafrika nach Zimbabwe ziemlich nervenaufreibend sein soll, daher haben wir von Anfang an die Einreise nach Zimbabwe von Botswana aus geplant.
Unterwegs kristallisiert sich raus, dass wir heute nicht mehr bis zum Matamba Bush Camp kommen, was wir im Vorfeld anvisiert hatten. Daher beschließen wir, die erste Nacht auf dem Silver Rocks Caravan Park zu verbringen. Ich liebäugele mit einer Übernachtung in einer festen Unterkunft, damit ich unser Gepäck den Ansprüchen für die nächsten Campingnächte entsprechend sortieren kann, aber die Preise sind für unseren heutigen Bedarf (wir würden zB kaum die HP in Anspruch nehmen, da wir uns schon für heute was zu essen besorgt haben) unangemessen: über 1100 Rand pro Person mit Halbpension. Daher entscheiden wir uns, eine Campsite zu belegen.
Neben uns sind noch drei andere Camper anwesend. Die Sanitäranlagen sind sehr gut, sauber und durchdacht: die Duschen mit Extraabteil zum Umziehen und genügend Haken. Nach dem Duschen lege ich mich eine halbe Stunde im Dachzelt hin, da ich wie üblich aufgrund des Schlafmangels Kreislaufprobleme habe. Christian ist fleißig und räumt derweil am Auto rum. Später essen wir, und ich sortiere danach das Gepäck. Wir hören die verschiedensten Tierlaute. Ich sehe so etwas wie Hauskatze in einiger Entfernung laufen. Nicht allzu spät ziehen wir uns ins Dachzelt zurück.


Damit der Tag nicht ganz bilderlos bleibt, ein Foto unseres Autos vom nächsten Morgen.

Übernachtung: Silver Rocks Caravan Park bei Bela Bela
Kilometer: 190

Gruss Chrissie
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Letzte Änderung: 12 Feb 2017 16:53 von chrissie.
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13 Feb 2017 18:35 #463832
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27.09. Grenzübertritt nach Botswana
Die Nacht ist von einer tierischen Geräuschkulisse geprägt, wenn diese auch nicht zwangsläufig mit Afrika in Verbindung zu bringen ist: Frösche quaken, mitten in der Nacht beginnt ein Hahn zu krähen und Katzen tragen ihre Revierkämpfe aus. Es ist sehr frisch.
Nach der obligatorischen Tasse Tee bzw. Kaffee und einem kleinen Snack schauen wir uns noch in der Anlage um.





Es blühen gelbe Akazien (?), und wir können einige Vögel beobachten: Haubenbartvögel, Stare, Strauße und andere Vögel, die wir nicht identifizieren können. In einiger Entfernung grasen Zebras. Gegen 8:30 Uhr fahren wir ab.

Die Fotos von unterwegs sind aus dem (fahrenden) Auto geknipst worden, daher ist die Qualität mitunter sehr mau, aber um einen kleinen Eindruck zu bekommen, sicherlich ausreichend. B)





Um 9:40 h erreichen wir Vaalwater.



Bei „The Black Mamba“ (wird im Reiseführer als Souvenirshop für außergewöhnlich schöne afrikanische Kunst beworben- muss sich jeder sein eigenes Urteil bilden) kaufe ich eine Kerze für eine Freundin. Anschließend stocken wir bei Spar unsere Lebensmittel auf.



Eine Stunde später erreichen wir die vergleichsweise große Ortschaft Lephalale. Wir kaufen nach langem Suchen eine Sicherheitsweste (wir dachten, wir hätten nur eine, in Zimbabwe werden jedoch zwei benötigt. Während des Urlaubs finden wir dann auch die zweite Sicherheitsweste von Bobo Camper – so wie von uns im Vorfeld bei Bobo Camper bestellt-, als wir den Kompressor hervorholen :silly: ), heben Geld ab und schauen auch bei Pick n Pay noch rein. Kurz vor der Grenze packen wir die Wurst- und Käsewaren in die separate Kühltasche.
Auf südafrikanischer Seite sind die Grenzformalitäten innerhalb von 10 Minuten erledigt. Bevor wir jedoch in Botswana einreisen können, müssen wir mit einem unfreundlichen Grenzbeamten Vorlieb nehmen und brauchen fast eine Stunde, um die Straßengebühren von 150 Pula (per Kreditkarte) zu bezahlen, da Lkw-Fahrer sich vordrängeln, indem sie ihre Papiere einfach einem Fahrer geben, der schon an der Kasse steht. Christian kann seinen Unmut nach einer Weile nicht mehr zügeln. :evil:
Knapp zwei Stunden benötigen wir bis Serowe, wo wir Geld abheben und das Angebot von Spar checken.
Um 17:10 Uhr sind wir im Khama Rhino Sanctuary.





Wir begleichen die Eintritts- und Campinggebühren (rund 960 Pula) und fahren zum unter Mokongwabäumen gelegenen Campingplatz. Die Campsite ist mit Grillstelle, Wasseranschluss und Abfalltonne ausgestattet. Wir bauen das Zelt auf und gönnen uns erst mal einen frühen Sundowner.



Leider gibt es sehr viele kleine nervige Fliegen an der Campsite. Wir zünden eine Anti-Mücken-Kerze an, die zwar schnell herunter brennt, uns aber die Fliegen und Käfer größtenteils vom Leib hält. Der Tisch ist anschließend von vielen Käfern übersät. :woohoo:
Zum Abendessen gibt es nur eine Kleinigkeit. Später gehen wir duschen, bevor wir uns im Dachzelt verkriechen.
Übernachtung: Khama Rhino Sanctuary
Kilometer: 449
Gruss Chrissie
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15 Feb 2017 09:39 #464129
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28.9. Khama Rhino Sanctuary
Die Nacht ist sehr windig, und es regnet sogar etwas. Wir hören Hundegebell ebenso wie Kuhglockenläuten. :silly:
Als wir um 5:45 h aus dem Zelt kriechen, ist der Sand trocken. Während wir Kaffee bzw. Tee trinken, beobachten wir Braundrosslinge, Stare und Tokos. Die Droßlinge und Tokos machen einen Heidenlärm. Ein tree squirrel und ein Frankolin statten uns einen Besuch ab. Unser Highlight ist jedoch ein Buschhase:



Im Auto sind unzählige kleine Fliegen, als wir zum Game drive aufbrechen.
Christian entdeckt einen Milchuhu, als wir halten, entdecke ich im gleichen Baum einen zweiten.



Am birdhide ist eine Menge los: viele Perlhühner, Stare, Graulärmvögel, Gelbbauchammern, Maskenbulbüle, Kapturteltauben und Blaubäckchen. Nacheinander kommen ein Kudubock und Impalas zum Wasserloch. Die Warzenschweine entdecke ich erst, als sie das Wasserloch wieder verlassen.







Während des weiteren Game drives sehen wir Steinböckchen, eine Nashornmutter mit Kind, Eland- Antilopen. Warzenschweine, Impalas und einen Schakal.



Ein Schildrabe hat etwas zum Fressen gefunden.



Beim Aussichtspunkt auf die Serwe Pan sehen wir viele Geier, Impalas, Warzenschweine und einen weiteren Schakal.





In der kleineren Malema's Pan sind vier Strauße mit unzähligen Kindern. Die Zebras verlassen leider gerade die Pfanne.



Ein Strauß kommt zum Wasserloch, trinkt und wälzt sich anschließend im Sand. Kurz darauf kommt ein Kuduweibchen. Nachdem eine größere Springbockherde das Wasserloch erreicht hat, fahren wir weiter. Christian schaltet sicherheitshalber stellenweise den Allradantrieb ein, da der Sand so tief ist.

Am Picknickplatz legen wir einen kurzen P-Stopp ein. Unweit davon ist das Gate, wo wir uns Feuerholz besorgen.



Da es heute wieder weit über 30 ° C sind, fahren wir zum Restaurant, wo es einen Pool gibt.



Der Pool hat die Größe eines Spucknapfes, und das Wasser sieht nicht besonders einladend aus (wirkt auf dem Foto besser), daher entscheiden wir uns, auf dem Campingplatz zu duschen.

Ich muss jedoch etwas warten, da die Putzkolonne noch nicht fertig ist. Währenddessen kann ich ein paar Rotbauchwürger beobachten.
Es ist ziemlich windig. Nachdem wir das Bodenzelt aufgebaut haben,



suchen wir uns den wenigen Schatten, essen ein paar Scheiben Toast und lassen die Seele baumeln. Jetzt ist es ruhig, da kein Generator oder ähnliches wie gestern Abend zu hören ist.
Bevor es noch mal auf eine kleine Rundfahrt geht, nutzen wir die Gelegenheit, uns ein Chalet anzuschauen. Es ist mit Kühlschrank, etwas Besteck und Geschirr sowie Dusche und WC ausgestattet und verfügt über Strom.



Am bird hide sind jetzt weniger Tiere/Vögel, aber während wir morgens alleine waren, sind nun mehrere Besucher anwesend.


Gelbbauchammer und Schopffrankolin ?

Dass jetzt mehr Leute unterwegs sind, stellen wir auch auf der Weiterfahrt fest, während der wir mehr Fahrzeuge als morgens sehen. Es ist aber nicht überlaufen.
Neben den Tierarten, die wir morgens bereits gesichtet haben, entdecken wir diesmal auch Gnus, Wasserböcke und eine einzelne Oryx-Antilope.





Wir grillen heute das erste Mal. Wie immer freue ich mich besonders auf die Süßkartoffeln und die Gem Squash, während Christians Augenmerk auf dem Fleisch liegt. ;)



Die Käfer nerven beim Essen, aber uns schmeckt es sehr gut. Wir sind gespannt, wie die erste Nacht im Bodenzelt wird. Die Angestellten von Bobo Camper waren sehr verwundert, dass wir uns zusätzlich zum Dachzelt noch ein Bodenzelt mitgeben haben lassen. Da wir meist zwei Nächte pro Campingplatz eingeplant haben, wollten wir mal ausprobieren, wie wir damit zurechtkommen, denn es hat den Vorteil, dass man es morgens nicht abbauen bzw. abends nach dem Game drive aufbauen muss, was mich bei der letzten Dachzeltreise insofern gestört hat, dass weniger Zeit für den Game drive gerade zu den „wichtigen“ Zeiten am Morgen bzw. Abend bleibt.
Übernachtung: Khama Rhino Sanctuary
Kilometer: 69


Da wir fast den ganzen Urlaub zwar hohe Temperaturen, aber keinen blauen Himmel hatten, wirken die meisten Fotos etwas fad von den Farben
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Letzte Änderung: 18 Feb 2017 12:46 von chrissie.
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17 Feb 2017 14:35 #464487
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29.09. Khama Rhino – Elephant Sands Lodge
Die Nacht im Bodenzelt war ok. Wir hatten das Zelt windgeschützt neben dem Fahrzeug aufgestellt, so dass die Nacht sogar ruhiger war als die vorige. :)
Als wir aufstehen, fühlt es sich bei 14 ° C sehr frisch an. Wir frühstücken und als wir um 8 Uhr losfahren, hat es sich auf 22 °C erwärmt.
An der A 1 sehen wir oft Eselskarren, vereinzelt Radfahrer, ab und zu sind Ziegen am Straßenrand.





An den diversen Polizeikontrollen werden wir bis auf eine durchgewinkt. Ca. 30 km vor Francistown mehren sich verstreute Ansiedlungen.



Eigentlich wollte ich ab Francistown weiterfahren, aber die A 3 ist schmaler als die A1. Sie ist auch von der Qualität etwas schlechter und hat keinen Seitenstreifen. Daher will ich mir das bei dem starken (Gegen-)Verkehr nicht zumuten. Am Straßenrand stehen bzw. liegen öfters Kühe im Schatten der Bäume. Im weiteren Verlauf sehen wir Ziegen sowie Esel in der Nähe von Ansiedlungen. In den Bäumen hängen kleine Nester der Webervögel. Es gibt auch diverse Roadblocks.
Eine tote Kuh wird am Straßenrand auseinander genommen, vermutlich wird sie heute Abend im Kochtopf landen. Mehrere Veterinärzäune folgen.



Nach dem Nata bird sanctuary sind vermehrt graue Termitenhügel zu sehen. Ab hier fallen uns auch vermehrt Palmen auf. In Nata tanken wir.





Ca. 20 km vor der Abzweigung zur Elefanten Sands Lodge sind die ersten Warnhinweisschilder vor Elefanten. Wir sehen eine Windhose,



als wir daran vorbeifahren, wirbelt es auch in unserem Auto ganz schön. :silly: Hier ist wesentlich weniger Verkehr, es gibt auch einen kleinen Seitenstreifen, jedoch auch einige größere Schlaglöcher.

Gegen 15:00 Uhr erreichen wir Elefant Sands. Die Elefanten am Wasserloch sind nicht zu übersehen. Wir beobachten sie zuerst von der Campsite,


von der Campsite zum ablution block fotografiert

Sogar beim Duschen kann man Elis beobachten, die das abfließende Wasser trinken :S .




danach gehen wir rüber zur Bar, wo man noch näher an ihnen dran ist. Die Preise an der Bar sind moderat.







Elephant Sand scheint an diesem Tag fest in deutscher Hand zu sein - um uns herum wird fast nur deutsch gesprochen. :lol:















Mein Hauptaugenmerk ist zwar auf die Elefanten gerichtet, aber für Vögel kann ich mich auch begeistern.





Southern Masked Weaver - Maskenweber



Wir grillen heute nicht, die „Küche“ bleibt kalt. Wäre bestimmt auch nicht so ein Highlight, wenn hier jeder grillen würde, denn die Stellplätze sind dicht an dicht. Ich will mich aber nicht beklagen, schließlich haben wir deswegen auch noch einen Platz mit Sicht auf das Wasserloch bekommen. Ich ärgere mich jedoch über die Leute, die die Absperrung zum Wasserloch ignorieren und von ihren Hütten querfeldein zur Bar spazieren.
Es ist windig, aber es sind noch knapp 25°C, angenehm, nach Tageshöchsttemperaturen von 38 ° C.



Bevor wir ins Bett gehen, hören wir in der Ferne Löwen brüllen.

Übernachtung: Elephant Sands
Kilometer: 477
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19 Feb 2017 14:37 #464740
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30.09. Elephant Sands Lodge – Kasane
Es ist wieder sehr windig in der Nacht, und wir hören Elis laut tröten. Christian bekommt mit, wie ein Elefant um unser Zelt herumschleicht und mit dem Rüssel am Seitenfenster schnuppert. Leider weckt er mich nicht. :S
Wir stehen wieder früh auf. Es sind ca. 16 °C.







Ich komme mit der Nachbarin ins Gespräch, sie zeigt mir ihren Land Cruiser von Bushlore. Ja, mit solch einem Fahrzeug macht das Reisen noch mal so viel Spaß.

Noch einmal vom Barbereich aus am Wasserloch geschaut,








"Morgentoilette" :P

dann heißt es auf nach Kasane. Ich sitze heute mal am Steuer.
Am Straßenrand deutet uns eine Frau, anzuhalten. Sie ist aus Francistown, die aber jeweils ein halbes Jahr lang mit ihrem Mann eine Lodge im Kafue Nationalpark führt. Nun sind sie mit ihrem Fahrzeug liegen geblieben, der Dieselfilter ist vermutlich verstopft. Wir nehmen sie bis zum Panda Rest Camp in Pandamatenga mit. Die Fahrt ist kurzweilig, da wir uns gut unterhalten. Wir erfahren u.a., dass auch die Polizei in Botswana mitunter versucht, bei Verkehrskontrollen abzuzocken. :(
Wie tierreich diese Gegend ist, erfahren wir – im wahrsten Sinne des Wortes- schon beim Durchfahren: wir sehen Ducker, Hornraben, Paviane und Kudus sowie Bateleur, der auf der Straße was zu fressen gefunden hat und natürlich:







Als wir um 10:30 h am Senyati Safaricamp ankommen, verkündet ein Schild, das sie aufgrund des Unabhängigkeitstages erst um 14:00 Uhr wieder da sind.
Man wird jedoch auf uns aufmerksam, und wir buchen eine Campsite für die Nacht.





Nachdem wir mit Blick auf das Wasserloch Samosas gegessen haben, fahren wir nach Kasane. Wir nehmen jedoch nicht den kürzeren Weg über die Allradpiste, sondern über das Leshoma Valley, da die Besitzerin vom Senyati uns von der Feier zur 50jährigen Unabhängigkeit Botswanas im Leshoma Valley erzählt und uns eingeladen hat, zuzuschauen. Es wird Musik gespielt und einige jugendliche Tänzer treten auf. Später mischen sich auch die Zuschauer unter die Tänzer. Wir schauen uns das Schauspiel eine halbe Stunde an, länger halten wir es in der prallen Sonne nicht mehr aus.












nicht nur Kinder tragen Perücken in den Nationalfarben Botswanas

In Kasane steuern wir das Buchungsoffice von NKWE (darüber hatten wir 2015 eine Bootsfahrt gebucht) an, weil wir uns für den nächsten Tag nach einer Campsite auf dem Ihaha CP im Chobe Nationalpark erkundigen wollen. Leider hat es wahrscheinlich aufgrund des Unabhängigkeitstages zu. Wir fahren zum Gate des Chobe Nationalpark. Auch dort haben wir kein Glück, eine Campsite für Ihaha zu reservieren. Eine Dame telefoniert zwar, aber uns kommt das nur geschauspielert vor.
Wir wollen bei Spar einkaufen, aber das Geschäft ist seit 12:00 Uhr wegen des Unabhängigkeitstages geschlossen. Wir fahren zu Choppies, hier ist sogar der bottle store offen. Wir bekommen leider kein gutes Grillfleisch, deswegen verzichten wir und gehen zu Coffee & Curry, wo wir letztes Jahr auch waren, essen. Ich wähle ein Chicken Curry, Christian ein Game Curry. Wir müssen lange auf unser Essen warten, mein Essen ist sehr gut, auch scharf, obwohl ich nur medium bestellt habe, Christians Curry hat viele Knochen.
Auf der Weiterfahrt sehe ich ein Schild von Steebok Safaris. Auch hier haben wir keinen Erfolg, die Dame von Steebok Safaris erreicht keinen. (nach dem Urlaub lese ich im Forum, dass jemand am 1.10. in Ihaha gecampt hat und von den 10 Plätzen 8 frei waren :evil: ). Ich hätte einerseits gerne heute noch eine Bootstour gemacht, da sie aber letztes Jahr Christian nicht wirklich überzeugt hat, versuche ich nicht, meinen Wunsch durchzusetzen, zumal wir dann im Dunklen zu Senyati zurück fahren müssten.
Den Rest des Tages verbringen wir zum Teil an der Bar, zum Teil auf der Campsite.









Die Fotos von den Impalas und den Mangusten sind nicht besonders gut, aber ich wollte euch auch mal was anderes als Elefanten zeigen :lol:



Wirklich viel ist nicht am Wasserloch los: ein paar Elefanten, Impalas, Warzenschweine und Zebramangusten sind zu sehen; wir hören Schakale rufen. Wir versuchen uns im Internet einzuloggen. Nach einer Weile klappt es endlich, und wir versenden ein paar WhatsApp.
Später duschen wir (jede Campsite hat ein eigenes Bad) und lassen den Tag mit einem Hunters ausklingen.
Übernachtung: Senyati Camp
Kilometer: 308
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