THEMA: Mit dem Bayernbus in Botswana-Sambia-Zimbabwe III
09 Aug 2016 13:44 #440337
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1.6. Mwenzi-Region
Die ganze Nacht haben wieder die Löwen gebrüllt, wo stecken die nur ?
Nach dem Frühstück fahren wir zurück zum Gate, da wir uns entschlossen haben , nicht die Transitstrecke durch den Park zur Mwenzi-Region zu fahren, sondern aussen herum.
Auf dem Weg zum Gate sehen wir mehr Tiere als in den ganzen Tagen zuvor. Vor allem gibt es hier sehr viele Kudus.





Aber auch einige andere Tiere und immer wieder die großen Baobabs sehen wir.







Kurz vor dem Gate versperrt uns dann ein Elefant den Weg. Er steht direkt auf einer kleinen Brücke , an Vorbeikommen ist nicht zu denken.



Sobald wir uns der Brücke nähern, nähert sich der Elefant unserem Auto und droht. Wir fahren soweit zurück, dass er uns nicht mehr sieht und warten ein paar Minuten . Tatsächlich hat er sich dann von der Brücke wieder ins Flussbett begeben. Wir fahren zügig über die Brücke unter lautem Trompeten des Elefanten.
Am Gate checken wir aus und man verspricht uns, an einem Seitentor des Parks anzurufen, damit man uns dort aus dem Park läßt. Dieses ist ganz in der Nähe der defekten Brücke.



Das diese sogar mit einem Wegweiser „Broken Bridge“ ausgeschildert ist, zeigt die ganze Misere im Land. Ein Wiederaufbau der Brücke ist wohl nicht geplant. Auf unserem Weg zur Grenze werden wir noch mehrere zerstörte Brücken sehen. Die Menschen behelfen sich mit selbst gebauten Furten. Die Infrastruktur hier im Süden ist denkbar schlecht.
Vom Hauptgate queren wir den Runde dieses Mal in Chipinda, auch hier ist sehr wenig Wasser im Fluss und wir holpern über die Steine.







Tatsächlich werden wir am Tor schon erwartet und man verabschiedet uns freundlich.
Die Strecke ausserhalb vom Park ist sehr gut zu befahren, nur vereinzelt sehen wir Dörfer und Menschen auf der Straße.





Bereits nach 5 h kommen wir in Rossi Pools an. Zum Einchecken müssen wir zuerst nach Mabalauta. Die Strecken im Park sind grobschottrig und unangenehm zu befahren.
Rossi Pools war vor einiger Zeit abgebrannt und ist nun wieder aufgebaut. Vom Shelter hat man eine fantastische Aussicht auf den Fluss.







Den Nachmittag über beobachten wir viele Tiere im Flussbett und geniessen unseren letzten Tag im Park.





Am Abend gibt es Bohnen –Thunfisch-Salat und Spaghetti mit Käsesauße und den letzten Sonnenuntergang in Zimbabwe.



Zum Nachtisch habe ich ein Rezept probiert, an dem ich schon immer gezweifelt habe. Man nehme eine Dose gezuckerter Kondensmilch und koche sie 2 h ungeöffnet im Wasserbad.
Vorsichtshalber stellen wir den Potje weit weg, für den Fall, dass die Dose explodiert.
Aber siehe da, nach Öffnen der Dose haben wir tatsächlich die versprochene leckere Karamelcreme.
Leider nur mit unscharfem Beweisfoto.

Botswana 2016
Sambia 2016
Zimbabwe 2016
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Letzte Änderung: 09 Aug 2016 13:58 von Montango.
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18 Aug 2016 08:46 #441469
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2.6.
Zurück nach Südafrika
Schon um 6.30 verlassen wir Rossi Pools und machen uns auf den Weg nach Süden und entlang der Grenze zu Südafrika. Wir haben über diese Strecke nur ein paar Infos aus dem 4x4 Forum und sind gespannt, ob es eine gute Entscheidung war.
Tatsächlich läßt es sich zügig fahren durch nicht touristisches Hinterland.



Zum Teil ist die Strecke frisch gegradet, wir fahren kurz hinter der Parkgrenze nochmal über eine noch nicht eingebrochene Brücke. Hier ist uns angesichts der vielen kaputten Brücken unheimlicher als in den zahlreichen Furten.



Entlang der Strecke gibt es viele Dörfer und wir sehen viele Menschen, die Rinder zum Weiden treiben.





Alle winken uns freundlich zu. Den Maisfelder entlang der Straße sieht man die schlechte Regenzeit an. Der Mais ist größtenteils vertrocknet und kaum mehr als einen halben Meter hoch. Alle Flüsse incl. Bubi sind komplett ausgetrocknet.





Unterwegs halten wir an einem Dorf und verschenken unsere übrigen Lebensmittel. Auch wenn wir normalerweise nicht grundlos Geschenke verteilen, käme es uns nicht richtig vor, die Sachen wieder zurück nach Südafrika zu bringen. Die Freude ist zumindest gross. Hier im äußersten Süden hat es die Bevölkerung mit der Dürre besonders hart getroffen, es hat fast überhaupt nicht geregnet. Als dann endlich etwas Regen kam , war es für die Maisernte fast überall zu spät.



Bereits um 10.30 Uhr sind wir in Beitbridge an der Grenze. Auf der Zimbabweseite kommt sofort einer der staatlichen Helfer und erklärt uns, wo wir hin müssen. Es ist nichts los und auch ohne Hilfe hätten wir alles sofort gefunden. Bei der Polizeikontrolle unseres TIP`s und der Fahrzeugpapiere fällt dem Beamten auch wieder nicht auf, dass das Kennzeichen im TIP falsch ist.
Bereits nach 10 Minuten sind wir durch die Grenzkontrollen und schenken unserem Helfer die Blechmünzen , die es als Wechselgeld im Land gibt. Es sind noch fast 2 Dollar, für uns ausserhalb des Landes ohne Wert , aber hier ein großzügiges Trinkgeld.
Zügig fahren wir zur Südafrikaseite. Bereits vor den großen Zollgebäuden stehen weisse Container und sehr lange Schlangen an jedem Schalter.
Wir fahren zum Gebäude vor, da wir 2012 auch dort die Abfertigung hatten. Sehr unfreundlich werden wir von einem Beamten weg geschickt. Dort ist nur noch Ausreise , für die Einreise müssen wir an die weissen Container. Jeder, den wir fragen, erklärt uns etwas anderes. Notgedrungen gehen wir dann zurück zu den Containern.
Die Schlangen sind so lang, dass es sicher 2h dauern wird bis wir dran sind. Alles in der prallen Sonne. Vorsichtshalber geht Frank vor, um zu fragen, ob wir hier denn nun richtig sind. Die Beamtin im Container läßt sich sofort seinen Pass geben, da er ja schon so alt sei. Normalerweise wären wir da eher beleidigt, heute sind wir froh über unser „hohes“ Alter.
Bereits um 11.00 Uhr sind wir in Südafrika , also eine halbe Stunde für den gesamten Grenzübertritt. In diesem Urlaub einsamer Rekord, sogar in München bei der Ankunft hat es länger gedauert.
Erschreckend finden wir, dass an der südafrikanischen Grenze sowohl bei der Einreise als auch auf der Ausreiseseite irrsinnig lange Schlangen stehen, während auf Zimbabweseite weder bei der Ein- noch der Ausreise nennenswerte Menschenmengen warten
In Musina kaufen wir noch ein paar Getränke und frisches Brot und sind bereits um 12.30 Uhr in Zvakanaka. Hier haben wir das Igababa Cabin für 2 Nächte gebucht.





Mit dem uns zugesandten Code können wir das elektrische Tor öffnen und im Cabin steckt der Schlüssel. Alles ist sehr schön und liebevoll hergerichtet, sogar 2 Minifläschen Amarula stehen zur Begrüßung bereit.
Es gibt Dosen mit Vogelfutter und eine Vogeltränke, so dass man von der Terrasse viele unterschiedliche Vögel beobachten kann.
Dazu gibt es einen kleinen Pool, in den wir aber nur die Füße stecken.



Es ist aufgrund der Höhe nachts schon ziemlich kalt hier, zum Glück gibt es im Cabin eine kleine Elektroheizung und einen Holzofen.
Wir machen uns Salat und dazu Pizza mit Salami sowie mit Thunfisch und Schafskäse. Aus lauter Gewohnheit backen wir im Potje, erst hinterher fällt uns ein, dass es in der Küche ja auch einen Backofen gibt.
Im Cabin gibt es einen Fernseher und so sehen wir zum ersten Mal seit fast 5 Wochen die Nachrichten. Bei uns daheim hat es so starke Überschwemmungen gegeben, dass wir zuhause anrufen und fragen, ob unser Keller noch trocken ist. Zum Glück ist daheim nichts passiert.
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3.6. Igababa cabin



Den Tag verbringen wir mit ein wenig wandern auf dem Farmgelände ( Es gibt unterschiedliche ausgeschilderte Wege) und viel lesen. Unterwegs sehen wir auch einige Tiere.





Vor dem Cabin können wir am Futter und der Vogeltränke den ganzen Tag verschiedene Vögel beobachten. Es ist schön und ruhig hier, genau das Richtige, um den Urlaub abzuschliessen.







Zwischendurch räumen wir etwas wehmütig das Auto aus, dass uns so treu 5 Wochen lang begleitet hat und packen alles wieder in die Rucksäcke. Die Zeit ist mal wieder viel zu schnell vergangen.
Ein letztes Mal wird gegrillt , es gibt mal wieder Huhn .





Es ist heute abend noch kälter , lange halten wir es trotzt Feuer draussen nicht aus.




4.6. Heimreise
Nach einem späten Frühstück machen wir uns auf den Weg zum Flughafen. Wir haben mit Bushlore eine Abgabe am Flughafen verabredet. Es ist wenig Verkehr und wir kommen zügig voran.



Am Tropic of Capricorn machen wir einen kurzen Stop und ein letztes Foto.



Unterwegs gehen wir dann noch eine Kleinigkeit essen und sind pünktlich um 16.00 Uhr am Airport. Die Abgabe bei Bushlore verläuft wie immer problemlos und ohne Mängel. Ein zerbrochener Teller und eine verlorene Radkappe wird nicht beanstandet.
Nach einem kleinen Einkauf im Airport für die letzten Mitbringsel treffen wir Panthers, die mit demselben Flug nach München zurück fliegen, noch auf ein Bier und tauschen ein paar Geschichten aus.
Der Flieger hat dann noch etwas Verspätung wegen eines Ersatzteiles , schafft es aber doch problemlos bis München.



Hier stehen wir erst einmal sehr lange bei der Immigration (länger als an irgendeiner Grenze in Afrika) und fahren anschliessend mit dem Taxi heim. Zu Hause ist alles prima, auch dank unserer netten Nachbarn, die sogar den Rasen gemäht haben.
Am Nachmittag fahren wir dann das erste Mal unseren Welpen beim Züchter besuchen. In 2 Wochen wird unsere Ridgeback Hündin Basha bei uns einziehen und Afrika muss vorerst auf uns warten.





Vielen Dank an alle Mitleser und Dankebuttondrücker und Euch allen viel Spass und alles Gute für die nächste Reise.
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