T-RiderThemenstarter34 Beiträge · seit 201605. Juni 2017 · #1
Hallo Lt. einer Meldung auf N-TV sollen alle direkten Nachbarn des Emirats die Grenzen geschlossen haben. http://www.n-tv.de/politik/Nachbarn-brechen-Beziehungen-zu-Katar-ab-article19874640.html Soll auch für den Luftraum gelten. Da bin mal gespannt, ob / welche Auswirkungen das auf die Flüge von Frankfurt über Doha nach Windhuk hat. Wir fliegen morgen mit Qatar. 😮
der Jemen wurde ja schon länger umflogen und die Routen ins südliche Afrika führten von Doha aus über Saudi-Arabien und Oman und dann Somalia. Die Qatar-Flüge von heute gingen nicht mehr über Saudi-Arabien sondern über die UAE und Oman. Der Saudi-Luftraum ist für Qatar offenbar schon zu, der UAE-Luftraum scheint Stand jetzt noch offen für Qatar Airways. Der kleine Umweg dürfte die Flugzeit um unerhebliche 20 Minuten erhöhen.
Die UAE-Airlines Emirates, Etihad, flyDubai und Air Arabia stellen ab Dienstag alle Flüge nach Doha ein und dann ist laut Golf-Medien auch der UAE-Luftraum für Qatar Airways zu. Dann kann Qatar vermutlich noch die Straße von Hormuz fliegen und dann über den Oman nach Süden. Dürfte Flüge ins südliche Afrika (JNB, CPT, WDH) um knapp eine Stunde verlängern. Hinter den Kulissen übt Saudi-Arabien bestimmt auch schon Druck auf den Oman aus... Auf Flüge von Ost- und Zentral-Europa nach Doha dürfte das keinen Einfluss haben, auf Flüge von Westeuropa nach Doha nur einen geringen Einfluss < 20min.
Ich habe für den Sommer auch Qatar-Flüge samt Stopover in Doha offen. Mal schauen, wie sich das entwickelt...
Beste Grüße
Guido
T-RiderThemenstarter34 Beiträge · seit 201605. Juni 2017 · #3
danke für die Einschätzung. Wenn es bei nur einer Stunde bleibt ist das ja unkritisch - das haben ja so manche Airlines schon fast als Standardverspätung z.B. aus London raus.
Du kannst ja morgen früh auf Flightradar gucken, wie die Flüge QR1363 (JNB), QR1369 (CPT), QR1373 (WDH) geroutet wurden. Da die Umwege sämtliche Routen nach Afrika und Südamerika betreffen, könnte es noch sein, dass es grundsätzliche Flugplanänderungen gibt, weil zu viele Flugzeuge länger brauchen und nicht wie geplant für den nächsten Trip zur Verfügung stehen. Auf der anderen Seite hat man aber zusätzliche Maschinen zur Verfügung, die bisher Emirate, Saudi-Arabien und Bahrein angeflogen haben, was aber vor allem A320 sein dürften. Qatar wird das heute alles ausrechnen. 🤪
Beste Grüße
Guido
T-RiderThemenstarter34 Beiträge · seit 201605. Juni 2017 · #5
Flightradar ist eine gute Idee! Früher hatte ich Tripit pro, da ich aber weniger reise ist mir das die Jahresgebühr nicht mehr wert.
Gruß Stefan
mika1606663 Beiträge · seit 201605. Juni 2017 · #6
Stand jetzt fliegen Qatar-Maschinen auf Routen nach Westen (z.B. Beirut) auch weiter über Saudi-Arabien. Der 08.20-Uhr-Flug von DOH nach JNB (mit 7 Stunden Verspätung gestartet) wurde dagegen wieder um Saudi-Arabien herum geroutet.
Qatar-Airways selbst kommuniziert bislang nur die Einstellung der Flüge nach Saudi-Arabien. Über eine Einstellung der UAE-Flüge (u.a. fliegt Qatar 15 mal täglich nach Dubai) steht da (noch) nichts. Eben so noch nichts über die etwaigen Auswirkungen gesperrten Lufträume. Vielleicht wird hinter den Kulissen noch eifrig verhandelt oder man ist noch dabei auszurechnen, was sich wie umschiffen lässt. http://www.qatarairways.com/us/en/travel-alerts.page
nur zum Abschluss: es ist wie gestern vermutet: Lufträume zu und Qatar fliegt über die Straße von Hormuz und Iran/Oman um Saudi-Arabien und die Emirate zu umschiffen. Das verlängert die Flugstrecke um ca. 800km oder knapp eine Stunde. Möglicherweise kann das zum Teil durch etwas höhere Geschwindigkeit kompensiert werden?
Dann muss man hoffen, dass das nicht noch weiter eskaliert, sondern sich in den nächsten Monaten löst.
Beste Grüße
Guido
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201206. Juni 2017 · #9
Tut mir leid für die Betroffenen, es ist aber höchste Zeit, daß der Terrorbande des IS die unaufhörlichen Lieferungen mit nagelneuen Toyota Pickups und Waffen unterbunden wird.
fordfahrer1'003 Beiträge · seit 200806. Juni 2017 · #10
Hi, so einfach ist das nicht und eigentlich geht es darum nicht. Das ganze ist eine historisch bedingtes, sehr komplexes Setup.
Die Saudis verfolgen eine andere Ausprägung des Islam als der Iran. Qatar hat sich hier immer als Vermittler gesehen bzw. Sympathie für den Iran gezeigt. Trumph ist ein Iran Hasser. Das hat er vor zwei Wochen bei seinem Besuch in Riyadh bekräftigt. Warscheinlich hat das diese Initiative der Saudis ausgelöst. Das ist ein weiterer Stellvertreterkrieg, wie Jemen oder Syrien. Die Saudies nutzen ihre Macht in der Region um ihre Interessen durchzusetzen. Das gab es ja 2014 schon mal, als die Botschafter der UAE und KSA aus Doha abgezogen wurden.
Wenn überhaupt, nehmen sich die Saudis und Qatar nicht viel bei der Finanzierung des Daesh. Dieses Argument wurde ja schon mal weltweit verbreitet, hat sich dann aber als haltlos erwiesen. Staatliche Unterstützung aus Qatar gibt es für Daesh nicht. Für deutsche Medien ist das ganze Problem aber zu komplex, also schreiben sie einfach irgendwas.
KSA und Abu Dhabi sind da in einer Linie gegen den Iran - Qatar nicht und auf Manama hat man sicherlich Druck ausgeübt. Wird interessant, wie das die größtenteils schiitische Bevölkerung Bahrains sieht, dass sein sunnitisches Herrscherhaus gemeinsam mit den KSA Wahhabiten hier Fronten gegen die Schiiten im Iran aufbaut.
Auch eine sehr interessante Situation, liefert doch Qatar einen überaus großen Teil des Leichtgases für die UAE und Bahrain. Die USA unterhalten ja auch in Al Udeid die größte Militärbasis der Region. Man wird also hier bald schlichtend eingreifen.
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ist komplett offtopic, aber liest man kurz Analysen in arabischen Medien quer, dann scheint es vor allem um 2 Dinge zu gehen: Es geht um den Fernsehsender Al Jazeera und um Iran.
Der Fernsehsender Al Jazeera sitzt in Katar und darf von dort aus relativ frei berichten. Al Jazeera kritisierte den Militärputsch in Ägypten, kritisiert das unsägliche Regime in Bahrein (gerade letzte Woche wieder 5 Oppositionelle ermordet), usw. Und weil Medien in arabischen Ländern immer stark zensiert werden, unterstellt man das auch für Al Jazeera und ordnet all die auf Al Jazeera geäußerte Kritik der Herrscherfamilie von Katar zu. Das will man sich nicht länger bieten lassen. Im Vorfeld wurden in Ägypten schon lange Al Jazeera Journalisten verhaftet, in Saudi-Arabien Al Jazeera Büros geschlossen und in anderen arabischen Ländern die Einspeisung des Al Jazeera-Signals unterbunden.
Dann hat der Emir von Katar unerhörterweise dem iranischen Präsident Ruhani zum Wahlsieg gratuliert. Eine Gratulation! Skandal! Und darüber hinaus sucht Katar - wie Christian schon geschrieben hat - einen pragmatischen Kurs in Sachen Iran. Saudi-Arabien sieht sich als Hüter des sunnitischen Islam und als Hegemonialmacht und Iran ist der Erzfeind. Das Katar sich da eine eigene Meinung gönnt, ist ein Affront, den Saudi-Arabien nicht länger hinnehmen will. Das kleine Katar hat sich gefälligst dem großen Saudi-Arabien unterzuordnen und nicht aus der Linie auszuscheren, die Saudi-Arabien vorgibt.
Viele schmeißen die ganzen Länder in der Region in einen Topf, aber die Unterschiede sind groß. Eigentlich teilt der Westen mit keinem Land so wenig Werte wie mit Saudi-Arabien. Trotzdem ist das der "große Freund" des Westens auf der arabischen Halbinsel. Mit Katar, Iran, Oman, Jordanien teilen wir mehr Werte. Kleines Beispiel: In Katar dürfen christliche Kirchen gebaut werden. Mit ein paar Einschränkungen, aber es ist möglich und es wurden welche gebaut. Wenn man in Saudi-Arabien einen christlichen Glauben in irgendeiner Form auch nur ansatzweise öffentlich ausüben will, fällt einem anschließend üblicherweise die Rübe vom Rumpf. Aber die Saudis sind unser großer Freund....
Hallo, spannend dürfte es beim nächsten Treffen des Ölkartells werden, schert Katar aus der derzeitigen Fördermengenbegrenzung aus, könnte das wieder Probleme bei den Haushaltsbudgets der Nachbarländer geben. Gruß
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
fordfahrer schrieb:Hi, Für deutsche Medien ist das ganze Problem aber zu komplex, also schreiben sie einfach irgendwas.
Na ja, falls die Ösi-Medien zumindest als grenzfällig deutsch anerkannt werden 😗 , empfehle ich Gudrun Harrer im Standard LG vom leser
ERErnst541'079 Beiträge · seit 201606. Juni 2017 · #16
Standard ist halt ein Qualitätsmedium, ein fixer TAB bei meinem Browser. LG vom Ernst
T-RiderThemenstarter34 Beiträge · seit 201608. Juni 2017 · #17
Hallo kurzes update. Wir sind am 6.6 in Frankfurt leicht verspätet los. Haben in Doha nix mitbekommen im Transitbereich. Der Flug von Doha nach Windhuk hat länger gedauert, da wir über die Straße von Hormus raus sind
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