THEMA: Von Jo`burg bis in Sambias Norden 2022
19 Dez 2022 12:12 #657832
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Lower Sambesi Nationalpark

Das eigentliche Gate zum Lower befindet sich noch ein paar Kilometer entfernt, aber die Mvuu Lodge liegt bereits in einer Wildlife Area. Viele Tiere kennen die Grenze zum NP nicht und deshalb ist es hier einfach so schön, denn die Tiere sind auch in der Umgebung zu finden. Manche Leute sparen sich die 75 US$ Parkgebühren und fahren nur in der Umgebung umher, um nach Tieren zu schauen.
Wir sind einen Tag in den Park gefahren und einen Tag auf der Lodge geblieben.

Eigentlich wollten wir heute ausschlafen, aber unsere sambischen Nachbarn sind schon früh wach und sorgen für eine interessante Kommunikation mit ihren unerzogenen Kindern.
Um 7.00 Uhr schälen wir uns aus dem Zelt, genießen ein langes Frühstück. Bald tauchen die ersten Elefanten auf und laufen über den Platz.






Die meisten Elis gehen ans Wasser, um ihren Durst zu stillen.
Im Park wird immer noch gewildert, deshalb sind die Elis hier sehr scheu und teilweise auch aggressiv. 2017 wurde ein deutscher Tourist beim Fotografieren getötet. Der Elefant glaubte, der Gast hätte ein Gewehr in der Hand und hat ihn aufgespießt. Seither befindet sich eine Gedenktafel an dem Baum, an dem der Mann getötet wurde, auf dieser Campsite. Das Personal ist hier sehr aufmerksam und warnt gleich alle Gäste, wenn Elefanten durchs Camp ziehen. In den angrenzenden Dörfern soll jährlich ein Mensch durch Elefanten getötet werden.



Buschböckchen, Affen und Vögel lassen sich gut beobachten. Die Baboons werden von Bonda, dem Campattendent, mit einer Schreckschuss Waffe gejagt.






Auch Schmetterlinge besuchen uns!
Elefanten kommen und gehen, hier ist einiges los. Große und kleine Elis genießen das frische Wasser.






Plötzlich bewirft uns jemand mit Feigen, wie beim Regen fallen sie aus dem Baum :woohoo: und auf mein Buch...
Es ist bereits Mittagszeit, als die süße Äffchen über uns im Feigenbaum auftauchen. Mittagessen ist angesagt! ;) Sie erinnern uns stark an Colobusaffen, es sind Samangas. Die sind nicht am Essen der Menschen interessiert und lieben die Baumfeigen.


"Hallo, da bin ich!"






Sie sind putzig anzuschauen und genauso neugierig auf uns, wie wir auf sie.






Zum besonderen Service der Lodge gehört es, dass ein Angestellter das Geschirr abwäscht und jeden Abend das Feuer anrichtet und entzündet. Schließlich ist diese Lodge mit 28 US$ pP auch nicht billig.

Am Nachmittag genießen wir eine Erfrischung in der Lapa ... kurzer Weg zur Lodge









Herrlich, der leise dahin plätschernde Sambesi.

Biggi
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19 Dez 2022 12:56 #657836
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Achtung viele Fotos!

Unser Tag im Lower Sambesi Nationalpark

Unser Wecker klingelt um 5.15 Uhr. Wir fahren in den Lower Sambesi Park. Für die 17 Km bis zum Gate brauchen wir fast eine Stunde. Die Sandpiste ist alles andere als schnell zu befahren.




Aber auch ein paar Hyänen locken unsere Aufmerksamkeit, das gesamte Gebiet um die Lodge ist ja bereits eine Wildlife Area, deshalb findet man auch hier immer wieder Tiere.



Am Gate entrichten wir unsere Gebühren. Die sind nicht ganz günstig. Es kommen nur sehr selten Privatfahrzeuge in den Park, meistens verkehren hier Lodgefahrzeuge. Heute bleiben wir das einzige Privatfahrzeug, ein Grund, weshalb man am Gate auch nicht unser Geld wechseln kann. Kreditkartenzahlungen funktionieren nicht, wir zahlen dann 60 US$ in bar. Also geben wir 60 US$ für 2 Personen und die Autogebühr (250 Kw) entrichten wir in einheimischer Währung separat.



Der Park besticht durch seine wirklich abwechslungsreiche Flora; Savannen-, Wüsten- oder Flusslandschaften mit Palmen oder Marulabäumen, findet man hier.

Wenige Kilometer hinter dem Gate folgen wir dem Schild „Confluence“. Ein weiteres Safarifahrzeug folgt ebenfalls dem Weg. Wir treffen alsbald auf einen fantastischen Baobab. Hier haben wir 2014 ein Familienfoto gemacht und viele Erinnerungen werden wach. Wir umfahren den Baum und plötzlich ist der Weg versperrt.





Was liegt denn da? Zwei dicke Löwen. Es kommen nach und nach einige Safarifahrzeuge vorbei, so eine Sichtung spricht sich schnell herum und stellt für die Lodgegäste ein absolutes Highlight dar.









Die meisten Fahrzeuge verschwinden nach max. 20 Minuten von so einer Sichtung, wir haben den ganzen Tag Zeit, hier zu verweilen. Viele Fotos, aus verschiedenen Positionen lassen sich erstellen. Die beiden Protagonisten sind auch nicht ganz so faul und wandern mit dem Schatten von dem Weg zum Termitenhügel und später unter einen Busch, wo sie den Tag verschlafen.






Hübsch???








Goldmähne geht weiter---
Wenn der Tag schon so beginnt, freuen wir uns über alles, was vier Beine hat.
...und über die herrliche Landschaft


Erosionsgebiete am Sambesi. Diese Gegend lässt erahnen, wie viel Kraft der Sambesi haben kann.





Wir machen uns nun auch fort und folgen verschiedenen Spuren und der Mainroad.
In den Wäldern piesacken uns die Tse-Tse Fliegen – bloß keine Fenster öffnen! Wenig später finden wir direkt am Sambesi ein Picknickplätzchen.




Wir frühstücken ganz in Ruhe, während aus dem Wäldchen sich zwei Besucher anschleichen und ganz entspannt, mit dem nötigen Abstand, an uns vorbeiziehen.



Hier waren wir schon zweimal zum Lunch oder Frühstück. Wir sitzen in der ersten Reihe und vor uns läuft ein Krimi mit Krokodilen, Nilpferden, Elefanten und kleinen Booten ab. Es gibt kaum ein romantischeres Plätzchen. Am anderen Ufer des Flusses befindet sich das simbabwische Mana Pools.
Danach fahren wir immer weiter nach Osten durch den Park, große freie Flächen (Plains) mit Büffelherden, Makalanipalmen oder erodierte Flächen kommen zum Vorschein.







Manchmal folgt eine Wasserdurchfahrt oder wir müssen Umwege fahren. Dem Navi kann man kaum folgen.
Nach dem Frühstück sehen wir den Elefanten beim Ernten ihrer Lieblingsfrüchte zu...


Erst einmal muss der Baum geschüttelt werden...


Streckübungen folgen,



...schmeckt wieder besonders gut! :silly:






Immer wieder schweift der Blick in die Ferne. Es ist so schön!







Ein paar Kilometer weiter treffen wir auf eine Herde Büffel

Dann wandert unser Blick in die Bäume oder zu den Lillytrottern









auch der Monitor schielt von oben herab :silly:


Elefanten sind irgendwie immer überall,
Nilies sind auch sehr zahlreich






die Wasserböcke sind eher selten anzutreffen.




Schöne Gebilde,


Flüsse mit Crocs




Irgendwann müssen wir zurück, obwohl es uns schwer fällt.

Auf dem Weg zum Gate schauen wir noch einmal in der Nähe des Platzes, an dem wir am Morgen die Löwen sahen. Sie liegen nur wenig entfernt von dem Termitenhügel, an dem wir sie verlassen haben und würdigen uns keines Blickes.








Kurzer Gruß!!!
Wir verlassen erst gegen 16.00 Uhr den Park und sind mit unseren Sichtungen sehr zufrieden.
Am Gate erhalten wir noch unsere Quittung , es funktioniert alles.

Für heute haben wir uns zum Dinner auf der Lodge angemeldet. Eine Platte mit Wurst, Steak, Pommes, Bohnen- und Krautsalat sowie Apfel Crumble mit heißer Vanillesoße sind durchschnittlich und ganz ok.
Nach dem Essen begleitet uns Bonda zum Camp. Die Gefahr einem Elefanten zu begegnen ist zu groß.

Biggi
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Letzte Änderung: 19 Dez 2022 14:25 von tiggi.
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14 Jan 2023 14:18 #659533
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Ein sorgenfreies und abenteuerliches neues Jahr wünsche ich allen Fomis und vor allem Mitreisenden!

Nun kann es endlich weitergehen mit unserer Sambiareise. ....

Vom Lower Sambesi NP in den Kafue NP

Die Nacht war laut und unruhig, aber mit Geräuschen, die wir lieben.
Elefanten ziehen durchs Camp und fressen an den Bäumen neben unserem Auto, Löwen scheinen sich zu paaren, außerdem hören wir die Hyänen jaulen.
Bis 7.00 Uhr bleiben wir noch liegen, dann lucken wir vorsichtig aus dem Zelt. Alles sieht gut aus. Um 9.00 Uhr verlassen wir das Camp, nachdem wir mindestens eine halbe Stunde auf unsere Rechnung gewartet haben. Wir können hier aber mit Kreditkarte zahlen.

Kurz hinter dem Camp steht eine Herde Kudus, die Samangas sind auch schon unterwegs und wir haben viel Zeit, noch ein wenig hier zu verweilen.


Die Landschaft mit den Bergen im Hintergrund ist einfach berauschend schön!





Der Weg bis nach Chirundu ist manchmal sehr steinig und staubig, viele kleine Hütten befinden sich am Wegesrand, eine kleine Dorfschule, aber manche Häuser sind auch hübsch bemalt.





Hier fehlt ein bisschen vom Weg!




Dieser Shop wurde blau bemalt, wir haben hier bereits 2014 eingekauft, damals war er noch grau!


Diese Kirche ist auch noch nicht alt!


Die Schule ist besonders niedlich.


Gerade in Coronazeiten, ist die Händehygiene besonders wichtig - auch in Sambia!




Es wäre bestimmt interessant, wie lange ein Schüler in Deutschland auf diesen Bänken sitzt???




Kurz vor Chirundu befahren wir diese tolle Straße, von den Chinesen erbaut, 1 Km lang und führt über die Brücke des Kafue Rivers.

Heute wollen wir zu Harry und Gehrke nach Lusaka zurück. Bevor wir ins Casa fahren, besuchen wir die Makeni Mall und trinken, den wohl besten Cappu in ganz Sambia. Das dortige Cafe hat ebenfalls sehr verlockende Torten!





Im Casa Lukasa treffen wir auf die Eigentümer der Kasabushi Lodge, die sich als Libby und Andrew vorstellen. Diese Lodge befindet sich im Kafue NP. Den Sohn, Jake lernten wir ja bereits kennen. Libby ermuntert uns sehr, doch noch bei ihnen vorbeizuschauen. Wir sind allerdings ohne Buchungen und Ziel unterwegs und könnten ein paar Tage im Kafue „einbauen“. So beschließen wir, dem Kafue eine weitere Chance zu geben und wollen morgen starten.
2019 waren wir kurz im Nordteil und 2017 für drei Tage im Kaingu Camp/Lodge. Die Tierwelt ist nicht so zahlreich, wie im South Luangwa, deshalb begeistert uns der Park nicht so.
Wir lassen uns überraschen.
Doch heute genießen wir die Ruhe im Casa Lukasa bei Harry und Gehrke, Wäsche waschen, das Auto aufräumen, Reisenotizen festhalten und die Fotos anschauen, erfüllen den Tag.

Biggi
Letzte Änderung: 15 Jan 2023 13:46 von tiggi.
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15 Jan 2023 11:45 #659577
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Kafue Nationalpark

Heute fahren wir das erste Mal über die neue Ringroad zur D 164 und zur M9, die geradewegs zum Kafue NP führt. Die Parkgebühren sind auch hier sehr hoch, deshalb beschließen wir, in Roys Camp, am Rande zu übernachten und erst am nächsten Morgen in den Park zu fahren.
Wir erreichen das Camp gegen Mittag, stellen aber fest, dass es eine Baustelle ist. Ein Campangestellter bietet uns ein Plätzchen für 245 Kw an. Das ist günstig, mehr kann man hierfür auch im Moment nicht zahlen. Der eine Toilettenblock funktioniert gar nicht, der andere ist nicht auf Gäste eingestellt. Öltonnen, Metall und Holzreste zieren die Campsite.
Als ich nach Feuerholz frage, meint der Angestellte, jetzt muss er sich erst ausruhen, später sammelt er den Platz ab und bringt, was er findet. Dafür möchte er aber 100 Kwacha. :evil: Ich bin ein bisschen erstaunt und erkläre, dass wohl 55 Kw genug seien. Ich zahle insgesamt 300 Kw.
Wir räumen bereits die Tische und Stühle aus und wollen zur Ruhe kommen, als der Angestellte zurückkommt und meint, er hätte sich vertan, sein Chef möchte noch einmal 300 Kw. :ohmy: Das finden wir gar nicht angemessen, eine Diskussion bringt keine Einsicht, weder bei dem Angestellten, noch bei uns. Ein bisschen macht sich das Gefühl breit, dass er uns einfach nur „abzocken“ möchte.
Wer und wo ist der Chef? Wir erfahren es nicht. Vermutlich wollte der Angestellte noch etwas für sich verdienen. Er erschien uns von Anfang an sehr fragwürdig.
Wir packen schnell unsere 4 Dinge ein und verlassen den Platz. Eigentlich befindet sich er sich in einer schönen Umgebung, direkt am Fluss, umgeben von kleinen Palmen und vielen Pavianen. :dry:




Die Behelfsbrücke über den Kafue River existiert schon seit vielen Jahren. Ich weiß nicht, wann sie ersetzt wird!

Bis zur Kasabushi Lodge ist es eine gute Stunde Fahrt durch den Park.





Hätten wir vorher gewusst, welch eine Lodge uns erwartet, wären wir sofort durchgefahren.

Leider müssen wir für den heutigen Tag auch die Parkgebühren am Gate entrichten, insgesamt für 4 Tage, entsprechend 3 Nächte, zusammen 276 US$. Bis um 8.30 Uhr muss man am Gate erscheinen - es kann auch 9.00 Uhr gewesen sein, jedenfalls muss man sehr früh aus dem Park sein, um nicht erneut zu zahlen.
Die Kasabushi Lodge selber ist ein Traum, sehr gepflegt und super nettes Personal. Sie ist allerdings auch gut gebucht, dennoch finden wir einen Platz. Der Campattendent bringt Holz und richtet das Feuer für den Abend. Wir stehen direkt am Kafue-Fluss und vor uns grunzen die Hippos.


Ein traumhaftes Plätzchen, es ist wirklich sehr schön hier.



Ganz originell ist der Ablutionblock gestaltet.



Das Wasser der Dusche läuft über die Kante, links. Sehr witzig gemacht!


Besonders gut gefiel uns auch die Mülltrennung.


Auch die Einrichtung zum Reinigen des Geschirrs nutzen wir gerne!
Ein paar hundert Meter von der Campsite entfernt befindet sich eine Lapa und ein Restaurant.


Regelmäßig kommen Elefanten zum Trinken






Hier kann man sich wirklich zu Hause fühlen und länger verweilen.

Die Campsite neben uns wird von Gabi und Andreas aus Köln belegt. Die beiden haben ebenfalls einen eigenen Wagen nach SA verschifft, sich ein Grundstück in Botswana gekauft und reisen jetzt jeweils in ihrer Urlaubszeit durch die südafrikanischen Länder. Pläne für das Grundstück in Maun gibt es schon. Wir werden uns irgendwann einmal dort treffen.
Ein nettes Gespräch rundet den Tag ab.

Biggi
Letzte Änderung: 15 Jan 2023 13:49 von tiggi.
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15 Jan 2023 12:47 #659587
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Kafue NP

So schön wie die Campsite ist, so wenig attraktiv ist der Park hier im Nordteil an der Spinalroad. Warum? ...

Ein kleiner Morgengamedrive über den Kaingu Loop ist wenig erfolgreich. Tausende von Tse-Tse Fliegen machen ein Öffnen der Fenster und Fotografieren unmöglich. Wir sehen Tsessebes, viele Pukus und Kudus.








Die Pukus sehen immer so puschelig süß aus! :P

Die Tiere selber sind sehr scheu und zudem ist ein Großbereich der Natur einem Feuer zum Opfer gefallen. Außerdem ist die Pad sehr löchrig und holperig, stellenweise kaum zu ertragen.
Ein kurzer Stopp an den Rapids (Stromschnellen) gehört aber dazu, ich klettere über ein paar Felsen und wir stellen fest, von der anderen Seite des Flusses sind die Stromschnellen besser zu erkunden.
Auf der gegenüberliegenden Seite der Stromschnellen befindet sich die Kaingu Lodge, die wir 2017 besuchten.










Ein paar Feuerlibellen fliegen umher, es macht Spaß sich hier frei zu bewegen, ohne von den Fliegen verfolgt zu werden. :woohoo:



Direkt auf den Felsen am Wasser sind keine Tse-Tses, aber um unser Auto lauern die Biester und schlagen unerbittlich zu.
So sind wir schnell auf der Tse-Tse-Fliegen freien Lodge zurück und genießen den Tag.
Eine niederländische Familie spricht uns an. Sie sahen uns auf dem Loop und wollen wissen, was wir gesehen haben. Wir unterhalten uns recht lange und dabei schwärmen sie von der neuen Straße, die aus dem Kafue nach Livingstone führt. Wieder eine neue Idee, um eine neue Region zu erkunden.
Auf der Lodge treffen wir Jake und Rebecca, die Kinder der Eigentümer, die von einem Loop im Norden des Parks schwärmen. Sie haben dort ihren Morgendrive gemacht, allerdings mit einem Guide. Wir machen uns noch einmal auf. Da es hier keine Zäune oder Tore gibt, die um 18.00 Uhr alles abriegeln, können wir noch die 40 Km bis zum Loop fahren.
Und tatsächlich, wir treffen auf zahlreiche Pukus, Elefanten, Wasserböcke uvm.


Eine Elefantenherde kreuzt unseren Weg, teilweise laufen die Tiere über frisch abgebranntes Gebiet. Es ist sehr traurig, das mit ansehen zu müssen.









Hier brennt es stellenweise immer noch. Der Shishamba Loop ist zudem sehr staubig und auch sehr uneben. Wir erinnern uns, dass wir ihn 2017 mit dem Guide Israel gefahren sind.




Impalas und Pukus machen die Tse-Tses wohl nichts aus?









Zurück auf der Campsite wollen unsere niederländischen Nachbarn wissen, ob es sich lohnt dort entlang zu fahren. Ja, es lohnt! Und so wurde es letzten Endes doch wieder ein toller Tag!
Löwen und Leoparden sahen wir dieses Jahr dort nicht, aber es gibt sie. Jack hat mit Guide am Morgen einen Leo mit Jungem gesehen, berichtete er.
Die Kasabushi Lodge ist wunderschön, aber die Tiere leiden unter den Feuern und ergreifen die Flucht. So schön wie es hier ist, wir werden am nächsten Morgen zur Hippo Bay Lodge fahren und dort noch eine Nacht verbringen, um dann den neuen Weg nach Livingstone zu fahren.

Die Kasabushi Campsite kostet 50 US$/ pro Nacht für 2 Personen.

Biggi
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Noch etwas Kafue Nationalpark

Da es hier nichts mehr zu entdecken gibt und wir nur noch für eine weitere Nacht die Parkgebühr entrichtet haben, machen wir uns auf nach Süden, obwohl diese Unterkunft wirklich super schön ist. Unser Ziel ist die Hippo Bay Campsite, am Staudamm des Parks. Die Spinalroad lässt sich gut fahren, immer wieder brennt es links und rechts des Weges, besonders die mittleren 130 Kilometer der langen Strecke sind komplett abgebrannt. Kleine Hügel machen die langweilige Landschaft aber interessant.




Wasserböcke im Gegenlicht auf einer abgebrannten Fläche


Granithügel bringen Abwechslung in die Landschaft

Säbelantilopen, Kudus, Elefanten und Wasserböcke stehen oft auf dem Weg. Sie sind sehr scheu und laufen schnell weg. Scharfe Fotos gelingen mir nicht.








...und schon sind sie wieder verschwunden!
An einer Brücke beobachten wir einen Waran und immer wieder sehen wir viele Impalas.
Die letzten 30 Km bis zur Hippo Bay CS sind bewaldet und nicht verbrannt, viele Elefanten und Pukus halten sich hier auf.

Nach 2,5 Stunden haben wir die Hippo Bay CS erreicht, wir melden uns in der Lodge an (50 US$ oder 800 Kw/Nacht) und müssen die 2 Kilometer zur Campsite durch ein Waldstück mit Tieren fahren. Die Campsite liegt wunderhübsch am etwas entfernten Wasserrand, hier ruhen in der Mittagshitze viele Pukus.






Ablutionblock; von außen rustikal, aber sehr nett von innen!
Unter einem Schattendach wird unsere Hängematte aufgehängt, Cappuccino gekocht und wir genießen die herrliche Umgebung.
Später kommt ein weiteres Fahrzeug an. Ein Pärchen aus Österreich mit Koch und Guide baut ihre Zelte auf. Sie haben den Fahrer/Guide und die Tour bei Wild Dogs/Wigwam Reisen gebucht. Ein deutsches Reiseunternehmen zu denen jetzt auch das Pioneer Camp gehört.
Das Ehepaar ist begeistert, dass wir alleine hier umherfahren und möchten Vieles wissen, können sich aber nur schwer vorstellen, das nachzumachen. Natürlich haben sie einen guten und kompetenten Guide, der viele Tiere sichtet.
Leider haben die 4 kein Klopapier dabei und hier ist nichts vorhanden. Bisher brauchten wir nie eigenes Klopapier, so können wir mit einer Spende aushelfen. :evil:
Gegen Nachmittag starten wir noch einmal zu einem Gamedrive. Es sind die üblichen Verdächtigen unterwegs und immer wieder endet der Weg an einer Feuerstelle. Es ist uns unverständlich, wie man die Natur so massiv verbrennen kann. An Stellen mit hohem Gras mag es ja Sinn machen, aber hier brennt es überall.


Im Süden ist nicht ganz so viel Land verbrannt, wie im Mittelteil des Nationalparks, es stimmt uns aber insgesamt sehr traurig.


Manche Pukus liegen direkt an der Campsite und fühlen sich offenbar gar nicht gestört.






Trotz der Pukus in unserer Nähe, sind wir noch einmal mit dem Wagen in die Gegend gefahren.












Inzwischen gefallen mir die Wasserböcke sehr gut, sie sehen so puschelig aus.






Die Dämmerung beginnt schon als wir den Weg zur Campsite antreten. ;)
Als wir auf der Campsite zurück sind, steht noch ein weiterer Guide mit Gästen unter einem Busch und versorgt sie gerade mit einem Abendessen. Der Platz bietet aber ausreichend Abstand, allerdings hat er nur 2 Schattendächer mit Tischen.
Diese Nacht wird von lautem Löwengebrüll und Hippogrunzen begleitet.






Mit diesen drei letzten Handyaufnahmen endet wieder ein toller Tag in Sambia!
Biggi
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