THEMA: 3 Wochen NAM im Juni 21 - genau zur richtigen Zeit
25 Aug 2021 14:26 #624120
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9. Juni – Mavunje Camp
Wie bereits erwähnt, waren wir die einzigen Gäste. Sehr schade für Dan! Für uns eine himmlische Ruhe; obwohl ich nicht glaube, dass man hier Camp-Nachbarn gehört hätte. Die wenigen Stellplätze waren weit voneinander entfernt errichtet worden.

Dan musste dieser Tage dringend ein paar Dinge in Katima Mulilo erledigen, weshalb wir nur in den Genuss einer Bootstour kamen, die für den morgigen Tag angedacht war. Seine Angestellten waren aber jederzeit erreichbar und hätten sofort zur Stelle gestanden, wenn wir sie gebraucht hätten.

Der heutige Plan war folgendermaßen: Ausschlafen, gemütlich frühstücken (auch hier mit frechen Yellow-bellied Greenbuls) und gegen Mittag zu einer ausgedehnten Rundfahrt in den Mudumu NP fahren.
Unser offenes Esszimmer mit Blick Richtung Flusslauf

Im Voraus hatten wir ein bisschen Bammel bezüglich der Fahrerei im Mudumu NP. Ich hatte gelesen, dass es viele Tiefsandpassagen geben soll. Dan lächelte ziemlich amüsiert über unsere Bedenken und riet uns, den Nationalpark auf jeden Fall zu besuchen. Wortwörtlich meinte er: „Fahrt langsam! Lasst im Tiefsand einfach das Lenkrad los und das Auto wird seinen Weg finden.“ :S Wir schüttelten ungläubig den Kopf, fuhren aber dennoch mutig los. Und natürlich gab es jede Menge Tiefsand und fast permanent so zugewachsene enge Fahrwege, dass es nur so kratzte am Lack. :whistle:

Nachdem wir anfangs noch fast panisch versuchten, das Auto in den engen Tiefsandpassagen in der Spur zu halten und teilweise gegenlenkten, ließen wir uns irgendwann einfach auf Dan’s Tipp ein und das Lenkrad los. Und zu unserem größten Erstaunen funktionierte das auch! Wir waren wieder einmal total von den Socken! Im 1. bzw. 2. Gang fahrend blieb das Auto tatsächlich in der Spurrinne und so schaukelten wir fröhlich voran. :woohoo:

In solchem Dickicht sahen wir kaum größeres Wild, aber die ersten Vögel ließen nicht lange auf sich warten und endlich hielt auch mal ein Gelbschnabeltoko zumindest so lange still, das ich ein Foto knipsen konnte.

Erbitte Hilfe bei der Bestimmung von diesem Vögelchen… Waffenkiebitz Senegalkiebitz

Die Aussicht an den Flussläufen jedoch war grandios und zumindest auf die Hippos war trotz Mittagshitze Verlass.



Am überdachten Aussichtspunkt trafen wir die einzigen anderen Touristen an diesem Tag. Sie fuhren aber bald weiter und meinten, es wäre nichts los hier. Wir machten es uns mit Snacks und Hängematte gemütlich und erfreuten uns einfach an der wunderschönen Natur.


Und wer ein bisschen Zeit und Geduld hat, wird auch im Mudumu NP nicht enttäuscht. Natürlich nicht zu vergleichen mit Etosha, aber dafür war es umso schöner, als wir auch hier noch ein paar Hippos zu Gesicht bekamen (Sie waren die ganze Zeit da, das konnten wir hören, nur eben hauptsächlich im hohen Schilf oder Wasser versteckt.) Außerdem kam noch eine Kuduherde mit ca. 15 Tieren, von ganz klein bis ganz groß, zu Besuch an das Flussufer.




Im weiteren Verlauf unserer Rundfahrt sahen wir hier und da ein paar Pumbas, Springböcke sowie eine Pferdeantilope.


Ein schönes Wasserloch im besten Licht, aber ohne jegliche Tiere.

Zum Sonnenuntergang waren wir wieder im Camp, genossen eine heiße Dusche und aßen zur Abwechslung mal Spagetti ohne Fleisch.

Die Angestellten heizen jeden Abend den Warmwasser-Donkey an und diese sind so gut isoliert, dass das Wasser auch am nächsten Morgen noch sehr warm ist. Welch ein Paradies für uns Früh-Duscher!
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27 Aug 2021 10:19 #624243
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10. Juni – Mavunje Camp
Den Vormittag nutzten wir, um unsere fahrbare Unterkunft mal wieder etwas aufzuräumen und in Kongola unseren Bier- und Savannavorrat aufzustocken.
Am Nachmittag unternahmen wir die heißersehnte Bootstour entlang der unendlichen Flussarme des Kwando Rivers.


Den Hippos kamen wir so noch einmal ein ganzes Stückchen näher…


Das Alphamännchen sticht durch seine enorme Größe heraus, auch wenn nur die Köpfe aus dem Wasser lugen.

Vögelchen sahen wir wieder reichlich…Zwergspinte, Weißstirnspinte und viele weitere, die wir nicht alle bestimmen konnten.




Wir sahen in diesem Gebiet unendlich viele Letschwe Antilopen. Sie sind an Sümpfe und Schwemmebenen gebunden und halten sich vorrangig auf den von Wasser umgebenen Inseln aus.



Sobald man ihnen jedoch versehentlich zu nahe kommt, nehmen sie Reißaus. Sie sind sehr scheu und flüchten schnell.


Wenn sie dann mitunter in Richtung „Festland“ fliehen, also weg von ihren Inseln, rennen sie wild durcheinander und fühlen sich sichtlich unwohl. Dan erklärte es uns damit, dass die Inseln eben ihr vorrangiger Lebensraum sind und sie dort instinktiv wissen, sicherer vor Raubtieren zu sein. Also schnell wieder zurück auf die Insel…

Zwischendurch sahen wir eine einzelne Rappenantilope, die uns neugierig hinterher schaute.

Auch einen Wasserwaran erspähten wir. Er verzog sich jedoch lieber schnell in seine Erdhöhle.

Insgeheim hatte ich im Vorfeld unseres Urlaubs gehofft, Sitatunga Antilopen zu sehen. Ich wusste aber, dass sie noch viel scheuer als die Letschwe sind und man sie sehr sehr selten sieht. Im Gegensatz zu den Letschwe, die in erster Linie auf festem Boden leben, verbringen die Sitatungas die meiste Zeit quasi im Wasser. Mit ihren langen, spreizbaren Hufen sind sie hervorragend an sumpfigen Untergrund angepasst. Mein Wunsch sollte in Erfüllung gehen…gut versteckt hinter hohem Schilf, aber im Bruchteil von wenigen Sekunden verschwunden, sahen wir einen ausgewachsenen Bock. Toll! :woohoo:

Nach einer weiteren Herde Letschwe war es eigentlich langsam an der Zeit zurück zum Camp zu fahren.


Allerdings sahen wir gleich darauf von weitem Hunderte Geier, die sich versammelt hatten und wir alle wissen doch, was das heißt und dass man dem definitiv auf den Grund gehen sollte…. B)

Mann, was waren wir jetzt gespannt! Was würden wir finden? Würden wir überhaupt etwas finden? Direkt am Ufer eröffnete sich dann dieses Spektakel: Eine außerordentliche, auch für Dan nicht alltägliche Sichtung, die Augen, Ohren und Nase :sick: gleichermaßen beanspruchte:

Ein rießiger, alter Kudubulle hatte sich wahrscheinlich zum Sterben ans Flussufer gelegt und nun verschiedene Assfresser angezogen.
Neben immens vielen Geiern auf den umliegenden Bäumen stritten sich die ersten schon am Kadaver.


Eine Hyäne hoffte an Land auf Ihre Chance.

Im Wasser wartete ein Krokodil.

Und auch ein Marabu wollte einen Happen erhaschen.

Die Geier waren in der Überzahl und so verzog sich die Hyäne irgendwann ins Dickicht, dankenswerterweise nicht bevor wir sie wenigstens einmal im schönsten Abendlicht bewundern durften.

Auch der Marabu war sich anscheinend unsicher, ob er sich ins Getümmel stürzen sollte oder nicht.






Irgendwann mussten wir jedoch wirklich die Heimfahrt antreten, denn im Dunkeln auf einem kleinen Bötchen ist nicht gut Kirschen essen mit den Hippos. Mit einem mulmigen Gefühl brausten wir durch die wunderschöne Abenddämmerung und hofften, keinem Flusspferd zu nahe zu kommen.


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30 Aug 2021 12:58 #624550
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11. Juni – Fahrt zum Waterberg – Andersson campsite
Ein kleiner Nachtrag zum Kudu des vergangenen Abends: Ich war mit Dan nach unserem Urlaub noch einmal in Kontakt, weil ich ihm meine Fotos der gesichteten Hyäne zukommen ließ, die er wiederum zur möglichen Identifizierung an Forscher weiterleiten wollte. Ich fragte ihn nach dem toten Kudu und er berichtete, dass er am nächsten Abend natürlich wieder hinfuhr, aber der Kudu nicht mehr an dieser Stelle lag. Er fand den Kadaver dann weiter flussabwärts. Wahrscheinlich hatte ihn ein großes Krokodil in der Nacht ins Wasser gezogen und somit gingen die Geier und Hyänen leer aus.

Außerdem ist mir eben bei der Sortierung der Fotos folgendes aufgefallen: In den Wellen, die unser Boot verursachte, tauchte just in diesem Moment ein Hippo auf. Glücklicherweise haben wir uns knapp verfehlt. Genau aus diesem Grund sollte man mit Beginn der Dunkelheit den Fluss lieber den darin lebenden Tieren überlassen! :unsure:

Nun aber zum heutigen Tag:
Es war wieder einmal an der Zeit „Tschüss zu sagen“. Dan verabschiedete uns und wir brachen auf zu unserem nächsten Ziel. Wir hatten heute eine sehr lange Fahrt vor uns und wollten in einem Ritt bis zum Waterberg fahren. Die letzten Tage verliefen entspannt und somit waren wir ausgeruht, um diese Strecke von ca. 11 Std. Fahrtzeit mit kurzem Einkaufsstopp in Grootfontein in Angriff zu nehmen. Ein jeder muss natürlich für sich selbst entscheiden, ob er sich solche langen Strecken zutraut bzw. Lust darauf hat. Wir fahren lieber zwischendurch mal einen ganzen Tag und übernachten ungern „sinnlos“ auf der Strecke, wenn man am nächsten Morgen sowieso wieder ganz zeitig aufbrechen muss, um sein eigentliches Ziel zu erreichen. Außerdem war heute Freitag und wir waren für ein gemeinsames Wochenende mit unseren Windhoeker Freunden am Waterberg verabredet. Die Fahrt verlief super und gleich zu Beginn sahen wir unerwartet einige meiner Lieblingstiere (neben den Zebras natürlich): Ndlovu! Das ist das Xhosa-Wort für Elefant. Wir freuten uns wahnsinnig, noch einmal im Caprivi den grauen Riesen zu begegnen, hatten sie sich doch bis dahin ziemlich rar gemacht.

Einige von ihnen hatten bereits die Straße überquert und obwohl wir mit Abstand stoppten und den Motor ausstellten, waren sie außerordentlich nervös. Sie witterten mit ihren Rüsseln in die Luft und trompeteten wild. Die immer wieder vorbeifahrenden, immens lauten Trucks machten es auch nicht besser. Die Büsche verdeckten sie weitestgehend, aber es muss eine große Herde gewesen sein, die letztendlich beschloss, doch lieber im Dickicht zu bleiben. Sie zogen weiter und querten wahrscheinlich später irgendwann die Straße, um sich ihren anderen Familienmitgliedern anzuschließen.




Die folgenden Roadblocks waren weit weniger gefährlich, zumindest solange man aufpasste und rechtzeitig bremste.


Ein letzter schneller Blick auf den Okavango

In Grootfontein kauften wir bei Pick’n’Pay Lebensmittel ein, aber das Angebot an Fleisch war leider überhaupt nicht appetitlich. Kurzerhand sprach ich eine Einheimische an und fragte nach einer Empfehlung für gutes Fleisch. Sie riet uns, zu Otjiwanda Meat Market quasi um die Ecke zu gehen. Die Auswahl war dort wirklich gut und wir kauften die besten Landjäger, die wir je gegessen haben…mit einem außergewöhnlich leckeren Raucharoma.

Wir kamen weiter zügig voran und bogen bald in die D2512 ab. Wie ich finde, eine landschaftlich sehr idyllische Strecke, die im Abendlicht immer schöner wurde.

Es gibt hier viele Tore verschiedener Farmen, durch die man fahren bzw. die man öffnen und wieder schließen muss. Beim Omega Rest Camp lebt eine putzige Erdhörnchenkolonie, für die wir auf jeden Fall kurz anhalten mussten.

Komplett im Dunkeln würde ich diese Straße allerdings nicht fahren wollen. Und wenn es wirklich nicht anders geht, dann nur unter größter Vorsicht und mit extrem geringer Geschwindigkeit. Wir bekamen einen enormen Schreck, als eine Kududame kurz vor unserem Auto mit riesigen Sprüngen die Straße querte. Und der Rest der Bande folgte…

Mit Einbruch der Nacht checkten wir im Andersson Camp von Waterberg Wilderness ein, mussten allerdings noch eine Weile auf unser Abendbrot warten. Das war noch auf den letzten Kilometern unterwegs in der Thermobox unserer Freunde. Irgendwann fanden sie dann doch den richtigen Abzweig und wir konnten mit Burger und Bierchen unser gemeinsames Wochenende einläuten.

12. und 13. Juni - Waterberg
Wir lernten unsere Freunde ursprünglich im Jahr 2018 beim Fallschirmspringen in Swakopmund kennen. Wir verbrachten damals nur den einen halben Tag + das Abendessen miteinander und doch waren wir schnell auf einer Wellenlänge. Es stellte sich heraus, dass wir am gleichen Tag und sogar im gleichen Jahr unsere Hochzeitstage feiern. Was für ein Zufall! Seitdem sind wir in Kontakt geblieben und wollten uns wieder treffen, sobald wir unsere nächste Reise nach Namibia planen.

Sie gaben uns zu Beginn und Ende unserer Reise ein zweites Zuhause. Aber leider hatten die beiden nicht genügend Urlaubstage übrig, sodass dieses verlängerte Wochenende am Waterberg reichen musste. Nichtsdestotrotz hatten wir eine tolle Zeit. Wir verstanden uns glücklicherweise auch nach mehr als einem Tag noch prächtig und verbrachten unsere gemeinsamen Tage sehr entspannt mit vielem leckeren Essen, viel zu vielen süffigen Getränken :whistle: und noch viel mehr Lachen und Heiterkeit.

Und täglich grüßt das Murmeltier…ähm der Klippschliefer, Part 1.

Wir unternahmen kleinere Wanderungen, z.B. entlang des Dassie Trails, gingen zum Sonnenuntergang zum Lookout Point, von welchem wir im Tal unzählige Kudus vorbeiziehen sahen.


Auch rund um das Andersson Camp erspähten wir immer mal wieder Kudus und Dik Diks, letztere wollten sich leider nicht fotografieren lassen.

Und täglich grüßt der Klippschliefer, Part 2.

Am Sonntagvormittag nahmen wir an der Wanderung auf das Hochplateau teil.

Trittsicherheit wird hier auf jeden Falls gebraucht, aber der Aufstieg lohnt sich. Den restlichen Tag „mussten“ wir uns von diesem Marsch erholen.

Den letzten Abend genossen wir am Lagerfeuer, zwischenzeitlich nur aus der Ruhe gebracht von raschelnden Geräuschen aus dem umliegenden Gebüsch. Schnell konnten wir die Ruhestörer enttarnen…


14. Juni – Weiterfahrt zurück zum Etosha NP
Bevor sich unsere Wege gegen Mittag vorerst wieder trennten, erkundeten wir noch gemütlich den kleinen Wanderweg zur Quelle, wobei die Quelle dabei wenig spektakulär war, wir aber die Landschaft als Ganzes wiederum sehr genossen.



Nach einem späten Frühstück/Brunch/Mittagessen verabschiedeten wir uns und wir fuhren wieder Richtung Norden; voller Vorfreude, was der Etosha NP wohl noch einmal für uns bereithalten würde.
Die kleinen Erdmännchen grüßten uns auch wieder, keine Frage.
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11 Okt 2021 14:22 #627927
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14. Juni – Weiterfahrt zurück zum Etosha NP
Obwohl es uns auf der Onguma Leadwood campsite außerordentlich gut gefallen hat, entschieden wir spontan direkt im NP in Namutoni zu campen. Durch diverse Berichte hier im Forum war uns klar, dass wir bezüglich Ausstattung, Sauberkeit etc. nicht viel erwarten durften. Doch wir wollten während unserer beiden letzten Safaritage jede Minute von Toröffnung bis Torschließung auskosten. Der Namutoni Campingplatz war fast leer, das Wasserloch nicht der Rede wert und mein Mann überhaupt nicht begeistert von den sanitären Anlagen. Ich konnte mich aber über die Sanitäreinrichtungen im Bereich der Frauen nicht beschweren: Zwar alles sehr alt, jedoch weitestgehend sauber und mit Flip Flops auch in den Duschen für mich ok.

Gegen 15 Uhr checkten wir ein, suchten uns fix ein Plätzchen und düsten gleich wieder zum Sundowner Drive ab. Klein und Groot Okevi waren wiedermal verwaist und so fuhren wir weiter Richtung Tsumcor.

Unterwegs begegneten wir unter anderem diesem großen Gnu-Dreckschweinchen :lol: und merkten wieder einmal, dass sich die Ellies trotz ihrer Größe hervorragend verstecken können.



Die Straße schien dann aber wohl besser zum Flanieren…bevor man sich wieder die leckersten Sträucher unmittelbar neben der Pad suchte.






Am Tsumcor Wasserloch hatte sich eine riesige Elefantenherde eingefunden. Es wurde getrunken, gespielt, gerangelt, sich mit Staub und Schlamm gepudert und zwischendurch halbherzig Zebras verscheucht. (Bitte entschuldigt den Elefanten-overload an Bildern :whistle: )












Nach ca. einer halben Stunde brachen sie auf und wir waren schon traurig, dass dieses großartige Spektakel schon vorbei war…Aber nix da! Aus dem Gebüsch tauchte eine nicht weniger große Herde auf. Man grüßte sich kurz und gab sich sozusagen die Klinke in die Hand. Wir waren happy und genossen eine weitere ¾ Std. mit den Riesen.









Der Chef der Bande stand die ganze Zeit an der gegenüberliegenden Seite des Wasserlochs und passte auf bzw. scheuchte uns irgendwann etwas zurück, denn er wollte schließlich mit ausreichend Platz an uns vorbei.


Leider drängte die Zeit irgendwann und so machten wir uns auf den Rückweg. Auf der Höhe der beiden Okevi Wasserlöcher wurden wir jedoch ausgebremst. Ein großer Elefantenbulle spazierte gemütlich auf der Pad und kam geradewegs auf uns zu. Er dachte nicht im Traum daran, uns vorbei zu lassen; schlackerte immer mal wieder mit den Ohren und machte uns klar, dass er hier Vorfahrt hat.

Mhmm…was tun? Direkt an ihm vorbeifahren wäre höchstwahrscheinlich lebensgefährlich, also doch lieber den Rückwärtsgang eingelegt und gehofft, dass er alsbald ins Gebüsch abdrehen würde. Dem war leider nicht so. Mit den Insassen eines weiteren Fahrzeugs beratschlagten wir uns und riefen sicherheitshalber schon mal in Namutoni an, um nicht außerhalb des Camps übernachten zu müssen. Nach einer gefühlt ewigen Rückwärtsfahrerei tat sich endlich eine kleine Straßeneinmündung auf, in die wir einfuhren und so dem Elefantenbullen Platz machen konnten. Nun aber schnell! Kurz vor Namutoni blockierte noch eine Giraffe den Weg. Sie war aber weitaus kooperativer und sprintete schnell zu ihren Artgenossen, sodass wir schlussendlich 10 Minuten nach der eigentlichen Deadline durchs Tor zum Camp fuhren und den Abend gemütlich ausklingen lassen konnten.
Letzte Änderung: 11 Okt 2021 14:32 von Ndlovu.
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