THEMA: Namibia im Jan. 21
22 Mär 2021 22:10 #610558
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3.1. Ankunft in Windhoek , Der Urlaub kann beginnen!
Für den Nachtflug von Fra nach Windhoek hatten wir (das sind mein Mann und ich, beide seit kurzem aus dem Arbeitsleben raus) uns erstmalig einen LH-Businessflug gegönnt. Ich fand das dekadent, liebe ich doch die Einfachheit, die Wildnis, die Improvisation (eben:Afrika…). Aber wir fanden gute Begründungen: es ist in Coronazeiten sicherer, da größerer garantierter Abstand. Wir werden schließlich älter. Es ist natürlich viel besser, ausgeruht anzukommen. Man muß es doch mal ausprobiert haben…. Kurz: es war herrlich! Endlich mal gut im Flieger geschlafen, genießbar gegessen, den Flug genossen und tatsächlich ausgeruht und voller Tatendrang den Urlaub in Windhoek begonnen! ( auf dem Eco-Rückflug erlebten wir das krasse Gegenteil, aber da war es uns dann egal…) Dazu kam: Nirgends Schlangenstehen, überall freundliche Leute mit Zeit für Schwätzchen- da merkt man erst, wie sehr „Zeitdruck“ sonst zu unsrem Leben gehört..
Der Abholdienst von Bushlore stand am Gate, wir kannten uns schon vom letzten Jahr. Auch im Büro wurden wir herzlich wie Freunde begrüßt- 1. kannte man uns schon, 2. waren wir die einzigen Gäste seit Tagen… Wir bekamen einen nagelneuen Hilux und das Navi umsonst. Mehr noch: Mein vor einem Jahr bei der letzten Botswana-Namibia-Tour verlorenes Iphone, das eine eigene Reise hinter sich gebracht und sich schließlich aus Windhoek bei mir gemeldet hatte, hatte schließlich den Weg hier ins Büro gefunden und freute sich aufs Wiedersehen (eine eigene, tolle story, aber das führt jetzt vom Weg ab..). Die Autoübergabe ging schnell, dennoch kamen wir erst gegen Mittag los. Wir wollten nach Norden, dann nach Osten Richtung Khaudom + Caprivi.
Auf dem Weg dahin wollten wir ein befreundetes, derzeit in SA lebendes Paar treffen, die wir vor 1 Jahr im Mabuasehube-Teil des KTP kennengelernt hatten. Die 2 waren vor Weihnachten im eigenen Landcruiser aufgebrochen - sie wollten einfach aus dem Coronanest SA weg und „warteten“ im Etosha auf uns. Mit ihnen wollten wir den 1. Teil der Tour gemeinsam fahren - unklar, wie lange, wir freuten uns einfach auf ein Wiedersehen, und die 2 hatten „unendlich“ viel Zeit (nein, das Visum gilt max. 3 Mon.)
(..Corona - Nachtrag: Inzwischen sieht es ganz anders aus: in SA ist Corona derzeit kaum Thema, in Deutschland bestimmt es das Leben mehr denn je.…)
Ich hatte als 1. Nacht Omatozu (100 km ab WH) eingeplant, aber wir waren so ausgeruht, daß uns das viel zu früh erschien. Also fuhren wir auf der extrem langweiligen, z.T. LKW-verstopften B1 bis Okahandja ( 2 1/2 Std.), versorgten uns dort im gut sortierten Sparmarkt mit Vorräten für die nächsten Tage und peilten als 1. Bleibe die Campsite der Frans-Indongo-Lodge an, die wir passend um 17.00 erreichten - um dort zu erfahren, daß die CS coronabedingt geschlossen sei, daß überhaupt viele Campsites geschlossen seien und wir besser alles vorreservieren sollten. Eine ziemliche Ernüchterung. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Das (nicht wirklich einladend wirkende) Angebot, wir könnten aber gern für 2500 ND in der Lodge nächtigen , lehnten wir dankend ab. Schließlich freuten wir uns aufs Dachzelt und hatten noch Hoffnung. Noch. Nach etlichen vergeblichen Telefonaten mit Campsites in der näheren Umgebung ( geschlossen oder nicht erreichbar) gaben wir auf . Ich erinnerte mich, daß ich schon immer mal die ca 1 Std. entfernte Kambaku-Lodge kennenlernen wollte. (Erklärung: Dort werden Reitsafaris angeboten; ich bin passionierte Reiterin mit schon mehreren Reitsafaris im nördlichen und südlichen Afrika in meinem Erinnerungsrucksack und immer auf der Suche nach lohnende neuen Erfahrungen). Kurz vor Sonnenuntergang kamen wir dort an. Meine Hoffnung, evtl.“irgendwo in der Ecke“ campieren zu dürfen, wurde zwar nicht erfüllt, ab er wir bekamen das einzige noch freie Zimmer. (Dies war übrigens die einzige Lodge oder überhaupt die einzige Lokalität, die fully booked war ; überall später waren wir die einzigen oder fast die einzigen Gäste/Camper).
Und, once again: alles richtig gemacht! Die Nacht wurde zwar deutlich teurer als geplant, und wir mußten auf unsre 1. Nacht im Dachzelt noch warten, aber die Lodge hat uns sehr gut gefallen: Zimmer groß, Betten bequem, Essen ausgezeichnet, Garten und Pool sehr gepflegt mit schöner Aussicht, sehr freundliche Betreiber (deutsch) und Crew. Und, last not least: Alles Reiter und eine nette Runde mit sehr interessanten Gesprächen und Bekanntschaften beim Abendessen…Da konnte ich das Angebot, am nächsten Vormittag in kleinster Runde eine 2 1/2 stündige Reitsafari mitzureiten, nicht ausschlagen, zumal mein nichtreitender Mann gleichzeitig an einer Jeepsafari teilnehmen konnte. Außerdem hatten wir ja Zeit, wir waren weiter gefahren als geplant und hatten uns mit unsren Freunden erst für den kommenden Abend in Roys Restcamp verabredet (3 Std. Fahrt).
Also ein völlig anders als geplant gelaufener gelungener 1 Urlaubstag und -abend…




Namibia Camper 1999, 2005,2007, 2011, 2012; Botswana 2011,2012, 2018 ; Uganda+ Ruanda 2016; Südtansania 2018; Botswana/Limpopo zu Pferd 2018; Madagaskar zu Pferd 2019;Botswana+ Namibia/ Kaokofeld 2020; Namibia Camper 2021
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4.1. Kambaku Lodge - Roys Restcamp
Einziger Wermutstropfen an diesem schönen Urlaubsbeginn: Ich mußte morgens um 6.30 fit und fertig bei den Pferden sein. Ja, ich weiß, so eine Reitsafari muß früh beginnen, auch ein Gamedrive ist morgens am ergiebigsten, und auf dem Pferd wird es verdammt schnell zu warm. Aber es war so garnicht eingeplant….
(Exkurs für Reiter: Die ca. 25 Pferde leben auf dem ca 80 qkm riesigen eigenen Farmgelände völlig frei und kommen zu den ihnen sehr gut bekannten Fütterzeiten von selbst an den Stall; es gibt keine Wildkatzen oder Elefanten hier, so daß auch die Gäste problemlos über die Farm spazieren können. Damit nicht dauernd nach verirrten Urlaubern gesucht werden muß, sind einzelne Wanderwege markiert.)
Die frühe Std. ist schnell vergessen. Putzen, satteln, Helm aussuchen (hier herrschen deutsche Regeln!), und schon sind wir 4 von der „advanced group“ mit der jungen, sehr erfahrenen, englisch sprechenden Guid-in (ich habe gendern gelernt!!) unterwegs. Der Ritt ist ein wunderbarer Einstieg ins feeling der Weite Afrikas. Der deutlich weitere Blick in die Ferne, warmer Wind um die Nase beim Galopp neben Gnus oder Zebras, Giraffen, deren Gesicht man nicht nur mit Tele einfangen kann, sondern deren Atem man über sich vom Pferderücken aus beinahe zu spüren scheint (ängstlich war in diesem Fall mein Pferd, nicht die Giraffe) - das gibt mir immer wieder ein Gefühl von Freiheit, von Verbundenheit mit der Natur… Immer wieder kann ich mich dafür begeistern, auch ohne spektakuläre Begegnungen. Schön, daß es sich rein zufällig so ergab!
Die 2 1/2 Stunden waren schnell rum - es reichte dann auch, in der schnell aufkommenden Hitze ist es kein Spaß mehr.


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Zurück in der Lodge wartete nach erfrischender Dusche ein super Frühstücksbüffet mit allem, was das Herz begehrt, incl. schöner Aussicht und nochmals interessanten Begegnungen und Gesprächen. So ungeplant dieser Aufenthalt war: besser hätte der Urlaub nicht anfangen können!
Mittags brachen wir auf. Über Otavi und Grootfontein waren wir 3 Std. später in Roys Restcamp. Unsre Freunde hatten sich schon auf dem besten Platz niedergelassen (auf dem Overlander Platz mit Sitzgelegenheit unter Regendach, falls es naß werden sollte), wir stellten uns auf den Platz daneben. (Außer uns in größerer Entfernung nur noch 3 Autos einer deutschen Gruppe und ein einzelner Camper). Wir freuten uns riesig über das Wiedersehen, der Rest des Tages verging viel zu schnell mit Erinnerungen, Erzählungen, Planungen, später bei Risotto und Wein….Über den weiteren gemeinsamen Verlauf der Tour waren wir uns schnell einig: angesichts der zu erwartenden Regenfälle wollten wir zunächst am Kavango entlang bis zum Mudumu NP (dem erklärten Lieblingsplatz unsrer Freunde- uns noch unbekannt), dann erst je nach Wetter über die weitere Tour bzw. bzgl. Fahrt durch den Khaudom NP entscheiden.
Soweit zumindest der Plan, den wir mit in den Schlafsack nahmen….







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5.1. Planänderung - lets go west!
Nachts gingen die Schleusen auf; mit den Wassermassen kamen die Mücken, und der 1. Schritt morgens aus dem Dachzelt führte ins Nasse. Die weiteren Schritte auch… Inzwischen kam zwar nichts mehr von oben, aber in den Nachrichten wurden weitere ergiebige Regenfällen im Osten und Süden angekündigt.
Beim Frühstücken überlegten wir den weiteren Routenverlauf erneut. Bei aller Neugier auf den Caprivi und den Khaudom NP, v.a. auch auf den „Lieblingsplatz“ unsrer weitgereisten Freunde, den Mudumu NP: Unsre Priorität war vorerst, schöne gemeinsame Abende in freier Natur genießen zu können (schließlich wohnten wir nicht Haus an Haus, sondern einen Erdteil voneinander entfernt…). Wir wollten nicht jeden Abend vor dem Regen und Moskitoschwärmen ins Zelt fliehen und auch nicht jeden Morgen Mühe haben müssen, ein nasses Zelt einzupacken. (Nicht, daß wir einzelne Moskitos nicht eingeplant hätten: Unsre Freunde hatten Moskitoschnelltests im Gepäck, die in SA offenbar billig problemlos zu bekommen sind, ich hatte Malarone als Stand by dabei, die mit Medikamenten - NW unempfindlicheren Männer hatten bereits begonnen, Doxicyclin zu nehmen … dennoch, auf Moskitomassen hatten wir keine Lust…).
Also wurde der am Vorabend ausgeheckte Tourenplan wieder verworfen. Wir hatten ja noch Plan B - und im NW war noch am wenigsten Regen zu erwarten. Also: lets go west! D.h., zunächst durch den Etosha NP (den unsre Freunde vorher ja schon ergiebigst durchfahren hatten), wo wir 2 Nächte einplanten, dann im W durchs Galton Gate wieder raus und nach NW.
An der Rezeption von Roys Restcamp nutzten wir nochmals ausführlich die rel. gute WLAN-Verbindung, dann fuhren wir los -jedes Auto für sich, nächster Treffpunkt Halali, wo wir die 1. Nacht verbringen wollten.
Zum Mittagspicknick waren wir in Namutoni. Sooo leer, völlig ungewöhnlich, dazu noch überall frisches Gras auf den leeren Plätzen von Regen, der hier offenbar runtergekommen war, von dem aber momentan nichts mehr zu spüren war. Jetzt war es heiß und sonnig (Wie die ganzen nächsten 14 Tage lang, trotz dauernder Regenmeldungen für den Rest des Landes!) Es wirkte richtig ungewohnt einladend, zumindest für uns, die wir keine Lodges, Restaurants und Läden suchten, sondern möglichst viel unberührte Natur. Für andere vielleicht gespenstisch vereinsamt…

Namutoni
So ging es den Rest des Tages weiter: Kaum andere Fahrzeuge, überall leichter Grünschimmer und viele viele Jungtiere - die Natur wußte offenbar diese fruchtbare Zeit zu nutzen! Der Regen hat seine Spuren hinterlassen, ohne uns persönlich zu behelligen. So wünscht man sich das!

Halali empfand ich völlig reizlos und langweilig, ich hatte es schöner in Erinnerung. Auch hier nur einzelne andere Camper. Egal, wir kamen erst gegen Sonnenuntergang an und wollten nur nächtigen. Die Ablutions waren sauber, die Duschen heiß. Und zu gemeinsamem Zusammenhocken bei Chili con Carne und Wein reichte es allemal.
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6.1. Etosha
Ein typischer Gamedrivetag- dazu gibts wohl wenig zu berichten. Wie schon am Vortag: insgesamt kaum andre Autos unterwegs, heiß und trocken, aber mit den deutlichen Nachwirkungen von vorherigen Regenfällen: ungewöhnlich viel Grün und vor allem ungewöhnlich viele Jungtiere!










Und alle hatten sich lieb und genossen ihr das Dasein:








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