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THEMA: Namibia mit Kindern
03 Okt 2020 15:14 #595952
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Liebe Fomis,

nach vielem Stöbern und Mitlesen dieser tollen Berichte hier im Forum habe ich mich entschieden, auch einen Reisebericht über unsere Reise nach Namibia zu schreiben. Zu guter Letzt auch, um auch mal zu schreiben, wie solche eine Reise mit kleineren Kindern klappt. Von der Familie und Bekannten hört man allzu oft, warum wir denn mit Kindern eine solche Reise unternehmen müßten, statt in Europa zu bleiben. Daher möchte ich hier auch Familien mit Kindern ansprechen und zeigen, dass es unseren beiden Mädels - bei unserer Reise in 2018 5 und 7 Jahre alt - sehr gut gefallen hat.

Hier unser Reiseverlauf:

10.10.2018 Abflug Köln – Windhoek mit Eurowings
11.-12.10.2018 Windhoek, Hilltop Guesthouse
12.-15.10.2018 Swakopmund, Meike´s Guesthouse
15.-16.10.2018 Spitzkoppe - Camping
16.-18.10.2018 Damaraland, Madisa Campsite - Camping
18.-19.10.2018 Outjo, Sophienhof Lodge – Camping
19.-21.10.2018 Etosha, Vreugde Guestfarm
21.-22.10.2018 Etosha, Onguma Bush Lodge
22.-23.10.2018 Otjiwarongo, Out of Africa Lodge
23.-24.10.2018 Waterberg, Hamakari Guestfarm – Camping
24.-26.10.2018 Okahandja, Omatzu Guest Farm – Camping + Lodge
26.10.2018 Rückflug Windhoek – Köln




Wir haben bereits ein Jahr im Voraus unsere Reise geplant und uns bewußt für den Mix Camping und Lodges entschieden. Dies war sicherlich nicht die günstigste Alternative, da wir aber bislang keine Erfahrung mit Camping hatten - schon gar nicht in Afrika - erschien uns dies zum Einstieg als das Beste. So haben wir auch geschaut, dass wir die Reise „kinderfreundlich“ gestalten – nicht ganz so lange Strecken, Unterkünfte mit Pools und abwechslungsreiche Ausflüge. Meist hat dies auch gut funktioniert, aber ab und an wurde es den Beiden dann doch mal langweilig (was ihnen bei manch dann doch längeren Strecken nicht zu verdenken ist).

Letztendlich waren wir alle begeistert von unserem Urlaub in Namibia und freuen und schon auf das nächste Mal Afrika :)

Wir wünschen euch viel Spaß beim Mitlesen!
Letzte Änderung: 25 Okt 2020 20:42 von Simimo77.
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03 Okt 2020 19:54 #595970
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„Warum eigentlich Namibia?“ – und … unsere Planung

Lange haben wir überlegt, wohin unsere nächste Urlaubsreise gehen soll.
Früher sind mein Mann und ich viel durch Asien gereist. Wir lieben diese Art von Urlaub. Man taucht in eine andere Welt ein und kann gut abschalten. Und man nimmt so viel von diesen Reisen, dass man noch lange Zeit danach daran denkt und davon erzählt.
Und warum eine solche Reise nicht mit Kindern machen?

Zwei Jahre zuvor waren wir schon mit den Kindern in Südafrika und fanden diesen Urlaub so toll. Alles hat wunderbar geklappt und auch die Fahrerei haben unsere Kinder gut mitgemacht. Damals haben wir unser ehemaliges Au-Pair und ihre Familie besucht. Dies war der Anlass der Reise und ohne unser Au-Pair wären wir sicherlich gar nicht auf die Idee gekommen, nach Südafrika zu reisen.

Ein weiteres unserer Au-Pairs kam aus Namibia. Sie hat uns bei Ihrem Besuch einen Bildband mitgebracht und uns viel von Namibia erzählt. So sind wir neugierig geworden und haben uns mit diesem Land beschäftigt. Ich habe viele Reiseberichte über Namibia gelesen und viel im Forum gelesen. Den Entschluss, nach Namibia zu reisen, haben wir letztendlich im Herbst 2017 gefasst.

Ich liebe es, Reisen zu planen und so stand die Reiseroute auch recht schnell fest. Hier haben mir die Beiträge und die Rückmeldungen aus dem Forum gut weitergeholfen. Die Sossusvlei haben wir bei unserer Route ausgeklammert, da die Fahrtstrecken bei unserer eher kurzen Reisezeit von 16 Tagen dann doch etwas zu lang gewesen wären.

Zum Glück habe ich dank der Beiträge hier im Forum früh genug mit der Planung begonnen. Denn schon im November waren einige Unterkünfte bereits ausgebucht - vor allem im und um den Etosha Nationalpark.

Die Route habe ich mit google maps und tracks4africa ausgearbeitet und dabei vor allem immer die Fahrtzeiten im Auge gehabt. Mit der Karte von tracks4africa ging das wunderbar - die Karte war uns auch unterwegs eine große Hilfe.
Die Unterkünfte und Campsites habe ich alle von hier aus direkt über die Internetseiten der Unterkünfte gebucht. Das ging problemlos. Den Wagen, einen Toyota Hillux mit 2 Dachzelten, haben wir bei Kalahari Car Hire gebucht.

Dann haben wir überlegt, was alles mitzunehmen ist. Ist ja dann doch etwas mehr, als bei einem normalen Pauschalurlaub. Neben den normalen Reiseutensilien auch Campingzubehör, wie Solarleuchten, Taschen- und Stirnlampen, Schlafsäcke, Spannbettlaken, Kissen etc. , Sitzerhöhungen für die Kinder, Spiele fürs Auto, eine umfangreiche Reiseapotheke, Verbandszeug usw. Auch Malarone haben wir als Standby mitgenommen. Wir haben lange überlegt, ob wir – und vor allem die Kinder – direkt Malariaprophylaxe nehmen sollen. Letztendlich haben wir uns im Hinblick darauf, dass zu unserer Reisezeit nur in der Etosha-Gegend low malaria risk bestand, dagegen entschieden.

Auch eine umfangreiche Einkaufsliste für den ersten Einkauf in Windhoek haben wir erstellt, damit wir bloß nichts vergessen. Fleisch haben wir bereits von hier aus per Mail bei der Klein Windhoek Schlachterei bestellt. Das hat super geklappt und wurde uns sogar ins Guesthouse geliefert.

Kurz vor Abreise dann noch einen Tisch bei Joe´s Beerhouse für den ersten Abend reservieren und dann konnte es endlich losgehen :)
Letzte Änderung: 23 Okt 2020 18:49 von Simimo77.
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25 Okt 2020 16:12 #597291
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10. + 11.10.2018 - Windhoek

Spät abends um 22.35 h sollte unser Flug von Köln nach Windhoek starten. Wir hatten uns extra für einen Nonstop-Flug entschieden, so dass wir alle etwas schlafen konnten. Leider hat sich unser Flug 2 Stunden nach hinten verschoben, so dass wir - und vor allem die Kinder - völlig übermüdet am Flughafen rumsaßen. Waren zwar nur 2 Stunden, für die Kinder aber doch ein ziemlicher Unterschied ob halb 11 oder halb 1 nachts. Glücklicherweise blieb es bei dieser Verspätung.

Bis wir dann im Flugzeug alle zum Schlafen kamen, hat leider etwas gedauert. Zunächst musste das Abendessen serviert werden (wer auch immer mitten in der Nacht darauf gewartet hat? – aber es mußte ja weg) bis dann endlich um 2.30h das Licht gedimmt wurde und Ruhe eintrat. Bis Sonnenaufgang und dem Frühstück war es also nicht so sehr lang. Die Kinder waren daher dann doch sehr übermüdet, was sich bei unserer Älteren in Übelkeit und auch in Erbrechen äußerte. Zum Glück sind Kinder hart im Nehmen und alles ist schnell wieder gut, so dass beide nach der Landung vergnügt und aufgeregt aus dem Flugzeug hüpften. (Natürlich haben wir vorher noch kurz Fieber gemessen, nicht dass wir Probleme bei der Einreise bekommen).

Die Passkontrolle ging recht zügig und auch die Koffer haben wir schnell bekommen und am Ausgang wurden wir schon vom Fahrer von Kalahari Car Hire erwartet, der uns nach Windhoek fuhr. Dort angekommen, wurden wir herzlich von Hubert Hester und seiner Frau empfangen. Der Wagen war schon bereit und nachdem uns alles erklärt wurde, wurde alles verstaut und los ging es zum Hilltop Guesthouse. Hier hatten wir ein großes Zimmer mit zwei Doppelbetten. Leider war es etwas dunkel, aber für eine Nacht kein Problem. Der Garten war gerade in der Bauphase, aber Hauptsache, die Kinder konnten in den Pool. Also erst einmal plantschen und etwas erholen.



Danach erst einmal zum Spar und den Großeinkauf tätigen. Schon sehr lustig, welche deutschen Produkte hier zu kaufen sind :laugh:






Abends ging es dann zu Joe´s Beerhouse. Das ist ja der Tipp in allen Beiträgen und es war wirklich super. Allein die Einrichtung und die vielen Gegenstände, die überall stehen oder hängen, wirklich toll. Und auch das Essen war spitze!

Letzte Änderung: 25 Okt 2020 20:44 von Simimo77.
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25 Okt 2020 21:20 #597312
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12. – 15.10.2018 - Swakopmund

Nach einem leckeren Frühstück am nächsten Morgen verstauten wir alles im Auto und bekamen noch unser vorbestelltes Fleisch. Wir waren wirklich skeptisch, ob das mit der Vorbestellung von hier aus klappen würde. Hat es aber wunderbar :) und es war auch mit Abstand das beste Fleisch, was wir in Namibia gekauft haben.

Dann ging es noch einmal in den Spar und dann auf nach Swakopmund mit Zwischenstopp in Usakos beim Namib Oasis und Deli. Diesen Tipp hatte ich von einer Bekannten bekommen und der war wirklich gut. Auf nahezu hälftiger Strecke zwischen Windhoek und Swakopmund gelegen war es perfekt für einen Zwischenstopp. Die Kinder hatten Hunger und nach 2 Stunden Autofahrt war es auch gut sich mal die Beine zu vertreten. Das Essen war lecker und die Kinder konnten sich sogar auf dem Trampolin etwas austoben.





In Swakopmund wurden wir in Meike´s Guesthouse herzlich empfangen und hatten dort eine ganze Wohnung für uns. Wir hatten ein riesiges Schlafzimmer, die Kinder ihr eigenes Schlafzimmer (was sie natürlich richtig cool fanden), ein großes Wohnzimmer, eine komplett eingerichtete Küche und ein großes Badezimmer. Also richtig viel Platz für die nächsten drei Tage. Auch das Auto konnten wir direkt vor unserer eigenen Haustür parken. Perfekt!









Allerdings war es wirklich kalt; zum Glück hatten wir auch warme Klamotten mitgenommen.
Dann erst einmal die Beine vertreten, die Stadt kennenlernen und ab an den Strand.

Abends waren wir lecker im Kückis essen, wobei die Entscheidung zwischen Eisbein mit Sauerkraut oder Schweinelende mit Röstis und Rohkohl nicht wirklich leicht gefallen ist :laugh:

Am nächsten Tag ging es nach einem leckeren Frühstück los in die Wüste. Die Wüstentour haben wir von zu Hause aus bei Close up africa gebucht. Morgens gab es etwas Verwirrung. Zunächst wurden andere Gäste abgeholt. Als wir uns dann irgendwann wunderten, dass wir nicht abgeholt wurden, fragte Meike bei Close up africa nach. Die waren ebenso verwundert – anscheinend hätten wir wohl mit den anderen Gästen gemeinsam fahren sollen. Es wurde uns dann direkt aber ein weiteres Auto mit Guide geschickt und so hatten wir eine Privattour. Das war super, denn so war die Führung auf deutsch. Dies hatten wir zwar ausdrücklich so gebucht, da für die Kinder einfacher und vor allem interessanter, hätte aber bei der gemeinsamen Tour mir den anderen Gästen nicht geklappt. Also Glück gehabt. Die Tour war super. Da es in der Nacht sehr kalt war, war es wohl sehr schwierig, Tiere zu finden. Unser Guide hat lange gesucht und war dann auch erfolgreich. Die Kinder fanden es ganz toll auf die Dünen zu steigen und die Tieren zu bestaunen. Der Ausflug hat sich also wirklich gelohnt und ist sehr zu empfehlen.

















Nachmittags kam dann doch noch etwas die Sonne hervor und wir sind zur Strandpromenade gegangen. Hier ist ein schöner Spielplatz wo die Mädels sich etwas austoben konnten und sogar Freundschaften geschlossen haben.





Auf dem Craftmarket nebenan haben wir noch ein paar Holztiere gekauft und uns auch diese geschnitzten Nüsse aufquatschen lassen- aber so ist das nun mal, wenn man mit Kindern unterwegs ist :laugh:



Für den nächsten Tag hatten wir bei Jeanne die Pelican Point Kajak Tour gebucht und waren schon ganz gespannt.
Hierzu ging es am nächsten Morgen früh los nach Walvis Bay. Hier haben wir unser Auto geparkt und sind mit den anderen bis zum Pelican Point gefahren worden. Unterwegs fährt man an vielen Pelikanen und Flamingos vorbei. Am Pelican Point angekommen, wurden wir mit wasserfesten Klamotten und Schwimmwesten eingekleidet und dann ging es mit den Kajaks aufs Meer. Kaum das die Kajaks im Meer waren, sind die Jungrobben ins Meer gesprungen und alle um uns herum geschwommen, haben uns mit ihrer Schwanzflosse zugewunken und mit unseren Paddeln gespielt. Unserer Kleinen war das anfänglich nicht so geheuer. Sie hat geweint und wollte wieder zurück an den Strand. Nach einiger Zeit hat sie sich aber dann doch beruhigt und fand es dann auch wirklich toll und sehr spaßig. Wir waren letztendlich alle begeistert von diesem Ausflug und traurig, als er vorbei war. Jeanne war sehr nett und hat uns auch viel über die Robben erzählt. Und sie hat uns ganz viele Fotos und Videos, die sie von uns gemacht hat, per Mail geschickt. Einfach klasse!








Zurück in Swakopmund haben wir an der Strandpromenade an einem Foodtruck zu mittag gegessen und uns dann wieder auf dem Spielplatz und auf dem Craftmarket vergnügt. Und dann war wieder packen angesagt.

Morgen sollte es zur Spitzkoppe gehen. Das erste Mal campen – wir waren schon ganz gespannt und freuten uns auf das Abenteuer (obgleich unsere Kinder doch etwas skeptisch und auch ein wenig ängstlich waren).
Die Kinder spielten noch etwas mit dem Haus- und Hofhund und wir quatschten noch mit Meike und Hans – über ihre Auswanderung, die Farm, die sie zunächst in Namibia hatten, das Guesthouse, die Schule in Namibia … Dann das letzte Mal Abendessen in Swakopmund und ab ins Bett.

Schön war´s hier – den Kindern haben die Ausflüge sehr gefallen und auch das Spielen auf dem schönen Spielplatz und das Stöbern auf dem Craftmarket viel Spaß gemacht. Gerne kommen wir noch einmal wieder!
Letzte Änderung: 25 Okt 2020 21:23 von Simimo77.
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12 Nov 2020 22:59 #598592
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15.-16.10.2018 Spitzkoppe

Heute geht´s weiter zur Spitzkoppe. Wir sind schon alle ganz gespannt auf´s erste Mal campen!
Erst einmal gut und lecker frühstücken, alles zusammen packen, noch die letzten Einkäufe tätigen und dann heißt es: Tschüss Swakopmund!

Die 1-stündige Fahrt zurück über die B2 ist wirklich langweilig – rechts und links ist so gar nicht zu sehen, nur Sand und Steine. Dann taucht auf der linken Seite in der Ferne ein Hügel auf und wir folgen dem Schild „Spitzkoppe“ auf eine Schotterpiste. Jetzt kann das Abenteuer beginnen :cheer:





Am Straßenrand werden Edelsteine angeboten und Brennholz. Letzteres nehmen wir direkt mal mit – daran hatten wir nämlich in Swakopmund nicht gedacht. Unterwegs noch eine Pipi-Pause und dann sind wir auch schon am Gate. Wir hatten bereits von zu Hause aus reserviert und uns auch schon ein/zwei schöne Stellplätze ausgeguckt. Lt. des Rangers an der Rezeption soll diese Gegend wohl aber schon recht belegt sein, so dass er uns einen anderen Stellplatz anrät.

Egal, erst mal in den Park fahren und staunen. Wahnsinn! So toll! Als hätte der liebe Gott Steine vom Himmel fallen lassen.

Wir fahren durch den Park, schauen uns diese einzigartige Umgebung an und überlegen, wo wir heute Abend unsere Zelte aufschlagen wollen. Die Campingplätze sind mit Nummern markiert und haben zum Teil Grillgelegenheiten. Viele Plätze sind bereits belegt und so entscheiden wir uns für einen auf einem Hügel gelegenen Stellplatz im Schatten eines großen Steinbrockens. Hier gibt es zwar keine Grillgelegenheit, aber dafür haben wir ja unser eigenes Equipment dabei. Also richten wir uns häuslich ein und stellen Tisch und Stühle auf. Ein kleiner Snack zwischendurch und erst einmal um- bzw. ausziehen. Denn während es in Swakopmund recht frisch und kühl war, ist es hier jetzt richtig heiß – vor allem um die Mittagszeit.

Dann fahren wir noch einmal los – wir wollen die „Bridge“ sehen. Wir parken im Schatten eines Hügels, laufen durch eine Felsenschlucht und klettern auf ein großes Plateau. Der Ausblick ist einfach toll! Unser Auto sieht so winzig aus zwischen den großen Felsen. Unsere Kinder entreißen mir die Kamera und es wird um die Wette geknipst. Erst versucht unsere Große, die Steinbrocken wegzuschieben, dann ist die Kleine dran. Aber die sind dann doch zu groß :laugh:









Wir klettern weiter und dann sehen wir sie – die Brücke. Faszinierend wie die Natur so etwas schaffen kann. Auch hier machen wir natürlich unzählige Fotos und klettern umher. Die Kinder freuen sich über die Klippschliefer, die hier herumlaufen und uns neugierig beäugen.





Wir überlegen, ob wir nicht einfach hier bleiben und an dieser Stelle unser Nachtlager aufschlagen wollen, fahren dann aber doch zu „unserem“ Platz zurück.
Dort versuchen wir erst einmal, unser Auto einigermaßen eben zu parken und dann werden – zum ersten Mal – unsere Zelte aufgebaut. Unsere Mädels sind ganz aufgeregt, freuen sich auf die erste Nacht im Zelt, haben aber auch etwas Angst. Es wird diskutiert, wer mit Papa und wer mit Mama in einem Zelt schläft, aber wir campen ja noch das ein oder andere Mal, da kann man sich ja abwechseln. Wir decken den Tisch und mein Mann kümmert sich ums Feuer. Die Sonne geht unter und färbt alles in rotes Licht. Unser Platz ist perfekt – wir können in die ganze Ebene schauen und dem Sonnenuntergang zuschauen. Und dann ist es auch schon dunkel – stockdunkel. Etwas unheimlich ist es ja schon, so ganz allein. Ein paar Hundert Meter entfernt sind zwar noch andere Camper, aber von denen sieht und hört man nichts. Aber es ist auch spannend. Am Lagerfeuer sitzen, grillen und mit Stirnlampe essen. So etwas haben wir noch nie gemacht. Und dann geht´s ab ins Bett – also ab ins Zelt!
Wir kuscheln uns in unsere Schlafsäcke und schauen uns noch den tollen Sternenhimmel an. Dann noch eine Decke drüber, denn es wird dann doch richtig kalt, und dann schlafen wir ein.

Am nächsten Morgen wachen wir früh auf, frühstücken, packen alles zusammen, beobachten ein paar Erdhörnchen und klettern noch auf ein Felsplateau. Dann geht’s zum Eingang und dort bei strahlendem Sonnenschein unter die offene Dusche – richtig schön.

Dann verabschieden wir uns von der Spitzkoppe und fahren weiter ins Damaraland.
Letzte Änderung: 12 Nov 2020 23:10 von Simimo77.
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