THEMA: NAM 4.0 - Im Land der grünen Wiesen!
12 Mai 2018 06:10 #521123
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Tag 2, Windhoek

Ich habe so gut wie überhaupt nicht schlafen können! Zehn Minuten vielleicht. Kann ich eigentlich nie in der Holzklasse. Ich weiß nicht wohin mit meinen langen Knochen. Nur gut, dass wir heute nicht mehr fahren müssen. Vor fünf Jahren, in dem alten Flieger von Air Namibia, konnte man noch auf Premium-Economy upgraden, das war wunderbar. Bei dem moderneren Bomber gibt's das nicht mehr. Schade!
Frugales Frühstück, pünktliche Landung, es war noch dunkel, klar. Wir flogen in Reihe 15, es dauerte also, bis wir rauskamen. Der übliche Fußweg über das Vorfeld, wir machten uns schon auf längere Wartezeiten bei der Einreise gefasst. Aber weit gefehlt! Viele Mitreisende waren offensichtlich noch nicht wach, schlurften langsam und müde über das Vorfeld. Viele mussten noch Bilder vom Flugzeug machen. Somit holten wir einige Plätze auf und standen schon recht weit vorne in der Schlange. Ich kam recht schnell durch und stellte mich bei den Koffern an. Kaum zu glauben, kaum war ich dort, schon kam mein Koffer auf dem Band an mir vorbei! Wenn ich mich an die letzten Reisen erinnere, als wir ziemlich lange auf die Koffer gewartet haben! :(

Claudias Koffer verspätete sich, und so ging ich schon mal los, Geld und Telefonkarte bunkern. Aber erstmal musste das Gepäck nochmal durchleuchtet werden. Und irgendwas störte die Dame am Durchleuchter an meinem Gepäckstück. Ich solle durch den Nebenraum, wo anmeldepflichtige Waren geprüft würden. Ok, dann man los. Dort angekommen bemerkte ich, dass die Info über den obskuren Inhalt meines Koffers nicht hierhin übermittelt worden war. Wäre ja vielleicht hilfreich gewesen :woohoo: . Wieder eine etwas gelangweilte, aber durchaus freundliche Dame, die nicht so recht wusste was sie mit meinem Koffer tun sollte. „Was ist das?“ – „Ladegeräte“. „Und das?“ – „Kulturbeutel“. Das war’s, ab nach draußen.

Dort angekommen erwartete mich schon Calvin, von „Africa on Wheels“, und hieß mich freundlich willkommen. Ich erklärte ihm kurz, dass ich noch Geld und MTC benötigte, und dass meine Frau auch noch nicht da sei, und dass ich gerade auf letztere nicht verzichten wolle :whistle: , dann widmete er sich wieder seiner Zeitung, und ich mich dem Bargeldautomaten. Erfolglos! Kein Geld! Renitentes Miststück! Doof, aber nicht zu ändern. Calvin sagte mir dann, dass es im Außenbereich noch einen gäbe, also kein Problem.

Dann kam Claudia, wir gingen zu MTC, wo wir sofort drankamen und je eine Karte verschrieben bekamen. Calvin abholen, den Automaten draußen erleichtern, und ab ging es Richtung Windhoek! Wir waren endlich wieder in Namibia! Freude pur! :woohoo: :laugh:

Die Fahrt nutzten wir zum Klönen mit Calvin. Ein sehr netter Typ, der uns viel von Namibia, über sich, und über seinen Job erzählte. Er brachte uns heute erstmal direkt zu unserer ersten Unterkunft, dem „Olive Grove Guesthouse“. Koffer ausladen, Calvin verabschieden (er würde uns morgen hier wieder einsacken), dann ab zur Rezeption. Nett hier! Freundlicher Empfang, alles nett und gemütlich. Klar, unsere Zimmer waren um die Zeit noch nicht fertig, wir waren ja viel zu früh dran. Aber frühstücken konnten wir! Und das taten wir dann auch ausgiebig. Nach dem Flug und dem frugalen Frühstück im Flugzeug waren wir ganz schön „gar“, das Frühstück war hoch willkommen.



Gegen 11:30 konnten wir dann auch unser Zimmer beziehen. Wir waren sehr angetan! Viel Platz, sauber, großes, sehr großer Badbereich, das gefiel uns sehr gut! Erstmal duschen, dann sehen wir weiter.







Irgendwann um 14:30 kamen dann Michael und Mark an. Sie waren als Vielflieger über Johannesburg gekommen. Auf Meilen und Business, man gönnt sich ja sonst nichts! Herzliche Begrüßung, Zimmer entern, dann Kaffee, klönen, in der Sonne sitzen. Und erste Bilder machen.

Wir wollten natürlich den Nachmittag nutzen und einen Ausflug in die Innenstadt machen. Ein Shuttle-Service wurde geordert, es ging zur Christuskirche. Joi, das hatte sich seit unserem letzten Besuch aber verändert! Den „Coffee Grinder“ muss man mögen, oder?



Naja… Weiter in die Stadt. Insgesamt wurde unser Ausflug relativ kurz. Beim letzten Mal waren wir noch begeistert, hatten wunderschöne Geschäfte mit afrikanischen Wohnaccessoires gefunden, jetzt konnten wir die Läden aber nicht mehr finden. Dort, wo wir meinten, dass sie sein müßten, waren große Baustellen. Wir liefen überall in der Gegend herum, aber irgendwie wurden wir nicht glücklich. Also zurück zum Hotel.

Für den Abend hatten wir einen Tisch im „The Stellenbosch Wine Bar & Bistro“, eine Empfehlung von Christian, wenn man keine Lust auf das trubelige Joe’s Beerhouse hat. Sehr zu empfehlen, der Laden! Ruhig, sehr schön gelegen, mit dem Innenhof ein Traum. Tolle Steaks, lecker Bier – wir waren sehr zufrieden! Dann tauchte noch Reverent Johann auf, der uns vor 10 Jahren auf der Elim-Düne getraut hat. Herzliche Begrüßung und viel zu erzählen.

Sehr alt wurden wir aber nicht, wir waren alle „durch“! Erwähnen sollte ich noch, dass abends dunkle Wolken aufzogen, aus denen es dann ergiebig regnete. Ungewohnt für uns, hatten wir doch bisher immer nur knallblauen Himmel in Namibia erlebt. Aber erfrischend, und fotografisch durchaus interessant!

Fazit Olive-Grove Guesthouse:
Sehr nett, gut gelegen, sauber, gemütlich. Gutes Frühstück, man kann wohl auch sehr gut dort zu Abend essen, was wir leider nicht in Anspruch nehmen konnten. Sicher keine spektakuläre Unterkunft, aber für eine Nacht eine runde Sache.

Viele Grüße
Martin
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12 Mai 2018 14:45 #521143
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Tag 3, Windhoek – Bagatelle

Wunderbar haben wir geschlafen! Wir sollten um 9:30 abgeholt werden, also schnell packen und ab zum Frühstück. Wir konnten wunderbar draußen sitzen, es war noch kühl, es war aber sehr angenehm, Frühstück war lecker. So kann man starten!

Calvin kam pünktlich, Koffer wurden verladen, Windhoek-Lager bezahlt, ab zu „Africa on Wheels“. Den Laden kannten wir schon, beim letzten Mal haben wir bei „Caprivi Car Hire“ gebucht, dem Vorgänger. Und da standen unsere beiden „Boliden“ schon. Zwei Toyota FJ Cruiser.







Wir wurden von Herrn Scheuermann (hoffentlich habe ich seinen Namen richtig behalten) begrüßt, dann wurden die Formalitäten erledigt, anschließend kam die Einweisung. Bemerkenswert für uns war, dass sehr dringend auf die Einhaltung der Geschwindigkeit, und den umsichtigen Umgang mit dem 4x4 etc. gedrungen wurde. "Laßt bloß die Autos nicht an der Küste am Strand unterhalb der Wasserlinien stehen!". "Niemalsnicht die Differenzialsperre aktivieren, es sei denn, zum Freifahren aus Tiefsand, und dann nur ein ganz kurzes Stück Weg!". Und so weiter. Die müssen ziemlich schlechte Erfahrungen gemacht haben, dass die so vehement immer wieder darauf hinweisen müssen! Wir versprachen heilige Eide, umsichtig mit den guten Stücken umzugehen! Alles wurde geprüft, nur den Kompressor probierten wir nicht aus. Fehler! Später mehr davon!

Diesmal hatten wir Funkgeräte geordert. Keine Handfunkies, sondern Festeinbauten, die mit etwas mehr Dampf daherkamen. Magnetantenne auf dem Dach, wunderbar. Einziger Nachteil war, dass die Geräte an der 12V-Bordbuchse angeschlossen wurden. Eine zweite gab es vorne aber nicht, somit war keine Versorgung für’s GPS in Sicht. Hinten gab es auch zwei Steckdosen, dafür waren aber die Kabel zu kurz. Ok, dafür würden wir eine Lösung finden, vorerst war das GPS wichtiger.

Koffer wurden verladen und sicherheitshalber verspannt, dann ging es los. 4L Hubraum, sechs Zylinder, Automatik. Macht Laune. Dass das keine Diesel, sondern Benziner sind, hat Vor- und Nachteile. Nachteil ist sicher der Durst von den Kisten.

Das Linksfahren klappte auch noch gut, nur das ständige Scheibenwischen, wenn ich abbiegen wollte, war irgendwie lästig :S ! Zumal die Kiste drei Scheibenwische hatte! Naja, das würde sich im Laufe der nächsten Kilometer auch legen.

Der erste Weg führte uns in die Maerua-Mall. Wasser, Biltong, Kekse etc., was man so braucht, oder meint zu brauchen. Lange hielten wir uns nicht auf. Per GPS fanden wir den Weg zur B1 problemlos.

Auf der bleiben wir aber nicht lange. Dem Tipp von Robin folgend bogen wir nach kurzer Stecke auf die D1463 ab und fuhren über Dordabis, Uhlenhorst, Hoachanas Richtung Bagatelle.

Endlich wieder Schotter :lol: ! Bei "Africa on Wheels" hatte man uns gesagt, dass der aktuelle Reifendruck (1.8 - 2.0 bar) für fast alle Strecken in Namibia ausreicht. Also keine Veränderung, auf geht's!
Gleich zogen wir wieder die übliche lange Staubschleppe hinter uns her. Da wir vorne fuhren waren unsere Mitstreiter schnell außer Sicht.

Kurzer Exkurs. Auf der Reise 2013 hatten wir auf der D707 eine Reifenpanne. Unsere vorausfahrende Bezugsgruppe hat das natürlich nicht gemerkt, weil Staubschleppe und weit weg. Das fanden wir damals ziemlich - äh - irritierend, daher die Entscheidung für die Quatsch-Geräte. Aber auch sonst haben wir sie zu schätzen gelernt.

Was man auch noch erwähnen sollte - es ist grün rungsrum! Alles steht satt in Blüte, überall gelbe Blümchen, blaue, rote. Das kannten wir aus den vergangenen Reisen nicht. Ein ungewohntes Bild!









Die ersten Tiere, die wir sehen, sind Affen, die vor uns die Straße überqueren, es folgend Warzenschweine, Antilopen verschiedener Arten, und die üblichen Haustiere, wie Esel, Ziegen und Rinder.

Kurz vor Bagatelle sind die Nachfahrenden nicht mehr zu sehen. Was ist los? Mist, kein Funk, siehe oben. Kurze Zeit später tauchen sie wieder auf, sie haben die ersten Giraffen gesehen. Wie konnten wir die großen Viecher nur übersehen :S ?

Wir werden am Tor vor Bagatelle in Empfang genommen. Autonummern und Namen werden notiert, dann dürfen wir auf schmalen Sandwegen die letzten drei Kilometer bis zur Lodge weiterfahren.

Auf dem Parkplatz vor der Rezeption wird Michaels Schnürsenkel gleich von einem zahmen Springbock angeknabbert. Angenehm - "Skunky". Mit den Gartenschlauch-Stücken, die zum Schutz für die Gästen auf seinen Hörnern stecken, sieht sie schon etwas - äh - "strange" aus, aber sicher ist sicher.

Im Schnelldurchlauf bekommen wir die Aktivitäten erklärt, die hier angeboten werden. So zum Einstieg melden wir uns für die Cheetah-Fütterung mit anschließender Sundowner-Tour an. Es ist 17:15, um 18:00 Uhr geht es los. Nun aber hurtig! Schnell zu unseren Dune-Chalets ganz am Ende des Geländes. Michael und Mark haben Nr. 1, wir Nr 2. Wunderschön gelegen, mit einer traumhaften Aussicht! Und das Innere ist auch großes Kino, wie wir finden. Viel Platz, sehr geschmackvoll eingerichtet, und das Bad… Claudia ist hin und weg von der Badewanne mit DER Aussicht :woohoo: !









Um 18:00 Uhr starten drei voll bepackte Safarifahrzeuge zur Gepardenfütterung. Nach fünf Minuten sind wir vor Ort und der Geparden-Guru, Typ "Südwester-Haudegen", erklärt uns etwas über die beiden alten Herren. Sie sind schon ca. 15 Jahre alt und genießen hier ihr Gnadenbrot. Schon kommen sie angeschlurft, sie kennen die Vorstellung offensichtlich schon. Dem einen sieht man die harten Jahre durchaus an, sein Gesicht ist ganz schön vernarbt.

Ansonsten finde ich die Vorstellung etwas gewöhnungsbedürftig. Die Geparden werden gefüttert, und jetzt darf jeder, der möchte, mal vorbeikommen und dem Gepard über den Kopf streicheln. Ok, naja… Das war übrigens die einzige Lodge, bei der wir sowas überhaupt noch erlebt haben. Bei allen anderen, bei denen es zahme Wildtiere gab, war das Streicheln der Tiere, und "Selfies" mit den Tieren verboten.








Nachdem die beiden alten Herren satt sind, schieben sie wieder ab, und wir starteten zum Sundowner. Der Weg ist kurz, auf einer Düne ist schon der obligatorische Tisch mit Getränken und Knabberkram aufgebaut. Wir genießen den GT und den Sonnenuntergang, es ist wieder traumhaft schön!



Zurück in der Lodge geht es dann zum Abendessen. Die Tische sind draußen aufgebaut, alles ist sehr stimmungsvoll und gemütlich, mit Kerzen schön eingedeckten Tischen. Wir ordern das obligatorische Windhoek Lager. Mark schmust derweil mit Skunky, die sich von ihm ausgiebig streicheln läßt. Freunde für's Leben! Ansonsten liegt Skunky dekorativ im Weg rum und genießt offensichtlich Aufmerksamkeit und hin und wieder eine Streicheleinheit und Brot.



Vorspeise ist Oryx-Carpaccio, dann gibt es Buffet. Steaks, Kudu-Frikadellen, Gemüse, Nudelsalat etc. Pappsatt geht es dann in die Hütten. Auf der Treppe zu unserer Hütte finden wir noch sehr dekorativ eine fast weiße Gottesanbeterin. In weiß hatten wir die auch noch nicht!



Totmüde fallen wir ins Bett. Das war ein gelungener Auftakt unserer Reise, wie wir übereinstimmend finden!

Gefahrene Kilometer: 274

Viele Grüße
Martin
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15 Mai 2018 06:17 #521385
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Guten Morgen,

herzliche willkommen auch Heike und Annick! Freue mich, dass Ihr auch dabei seid!
Dann will ich mal weitermachen.

Tag 4, Bagatelle

Die Aussicht beim Aufwachen in der Morgendämmerung ist einfach großartig! Die Dusche dann aber weniger. Das Wasser tröpfelt vor sich hin und wechselt von heiß auf kalt. Grund ist ein Stromausfall, der hier wohl öfter vorkommt. Egal, dann eben Katzenwäsche!



Jetzt erstmal Frühstück auf der Terrasse des Restaurants. Die Auswahl ist nicht üppig, aber absolut ausreichend. Kaffee gibt es reichlich, damit ist das Wesentliche abgedeckt.
Heute steht eigentlich nichts wichtiges auf dem Plan. Nur ein "Nature-Drive" am Nachmittag, mit anschließendem Sundowner ist geplant. Bis dahin heißt es ausruhen, fotografieren, keinen Streß aufkommen lassen. "Advanced pooling" könnte man das nennen ;) .







Wir entdecken eine offensichtlich zahme Eland-Antilope, die hier auf dem Lodge-Gelände herumläuft. Wir schnappen uns die Kameras und laufen los. Völlig unnötiger Streß, wie wir bald merken, denn die Antilope steht kurz darauf neben uns auf der Terrasse und wird von der Cheffin (?) gefüttert! Sachen gibt es hier! Der Antilope wurden die Hörner gekappt, damit sie keinen Unsinn machen kann.







Kurz darauf kommt eine Horde Erdmännchen dazu, auch sie werden gefüttert. Die lustige Bande beschäftigt uns die nächsten Stunden am Pool.













Und Skunky stattet uns einen kurzen Besuch ab, um noch einen tiefen Schluck aus dem Pool zu nehnen :sick: .



Ein Angestellter taucht auf uns zeigt uns eine junge Kapkobra, die er wohl erst vor kurzer Zeit gefangen hat. Er hat sie in einem schwarzen Eimer. Außerhalb des Pools im Sand läßt er sie aus dem Eimer auf den Sand rutschen, damit wir sie mal genauer ansehen können. Winzig ist sie, knapp 30cm lang! Man erklärt uns, dass sie zwar sehr klein, das Gift aber genauso gefährlich ist, wie das der ausgewachsenen Tiere. Nur eben weniger pro Biß. Was aber nur eine kleine Beruhigung ist, denn es würde immer noch für ein finales Ende der Reise reichen.



Irgendwann wird es der Schlange zu viel und sie versucht zu entwischen. Ganz schön schnell, die Kleine! Als der Angestellte den Eimer in den Weg legt, kriecht sie freiwillig hinein, sie will halt zurück in die schützende Höhle.

Um 16:00 Uhr fahren wir zu viert mit Philamon, unserm Fahrer, los. Den Safariwagen für uns zu haben ist schon großer Luxus! Philamon geht auf jeden unserer Wünsche ein und lenkt den Wagen immer so, dass wir gute Fotopositionen auf die Tiere haben.
Wir sehen Springböcke, Oryxe, Gnus mit Jungtieren, Giraffen aus nächster Nähe, Strauße - und als HighLight Löffelhunde! Philamon versucht alles, um uns gute Fotopositionen zu ermöglichen. Ein wirklich großartiges Erlebnis, eine tolle Ausfahrt!

Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass wir zwar begeistert und ambitioniert Tiere - und nicht nur Tiere! - fotografieren, bei Vögeln aber irgendwo an unsere Grenzen stoßen. Mit Hochachtung habe ich die Reiseberichte gelesen, bei denen jeder Vogel mit lateinsichem Namen bestimmt und erklärt wurde. Respekt! Wir sind da eher Richtung "Vogel", "bunt", "Raubvogel". Banausen, ich weiß! :unsure:











Hier nochmal ein schönes Beispiel zum Thema "grüne Wiesen"





















Dann geht es auf die obligatorische Düne zum Sundowner. Wieder wartet ein traumhafter Sonnenuntergang auf uns. Etwas später kommt noch ein zweiter Safariwagen dazu. Eine Gruppe Italiener und ein Australier leisten uns Gesellschaft und wir klönen ein Wenig.







Der Abend in der Lodge ist wieder wunderbar, es ist warm, das Essen ist lecker. Es gibt Oryxsteak vom Grill, Gemüse, und als Nachtisch Tiramisu. Typisch Namibisch, klar! :laugh:
Und Windhoek Lager! Eh klar! :woohoo:

Morgen geht es weiter! Wir hätten hier gut noch einen Tag verbringen können.

Unser Fazit über die Bagatelle Kalahari Game Ranch:
Wunderschön gelegene Lodge mit wirklich tollen Unterkünften. Die Aussicht ist spektakulär, das Essen sehr gut. Als Start der Reise super!
Wir hatten das Glück, dass um diese Zeit nicht viel los war. Bis auf den ersten Abend waren ab unserem zweiten Tag nur noch wenige Gäste außer uns da. Ansonsten wäre die Lodge für unseren Geschmack wohl etwas zu groß.

Demnächst mehr!

Herzliche Grüße
Martin
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19 Mai 2018 06:15 #521759
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Moin liebe Mitreisende!

Wo, weiter geht's. Der nächste Tag ist ein eher magerer Tag, was erzählenswerte Erlebnisse und damit auch Bilder angeht. Aber die fetten Tage kommen noch!

Tag 5, Bagatelle - Kalahari Game Lodge

Frühstück ist wieder um 8:00 Uhr. Wir haben vorher schon gepackt, damit keine Hektik aufkommt. Auf dem Weg zum Haupthaus müssen wir schon die ersten Fotos machen. Ein dicker Tausendfüßler läuft hier rum und hinterläßt witzige "Reifenspuren".



Beim Frühstück kommen dann zwei Strauße zu Besuch. Einer von ihnen zeigt sich sehr interessiert an dem, was die Gäste so auf dem Teller haben. Und als einer nicht aufpaßt, ist ein Toast weg! :ohmy:



Beim Packen der Autos bemerke ich, dass der rechte Hinterreifen unseres FJ recht wenig Luft hat. Ich spreche Philamon an, der mich hinter die Lodge dirigiert, wo sich das "House-Keeping" befindet, und wo auch die Autos der Lodge gewartet werden. Schnell wird ein Kompressor angeworfen und der Reifen aufgepumpt. Das werde ich beobachten müssen.

Auf geht's Richtung Kalahari Game Lodge! Bei Hoachanas fahren wir erstmal tanken. Bei der Gelegenheit versuche ich auch im örtlichen Supermarkt am ATM Geld zu zapfen, leider erfolglos. Hoffen wir mal, dass in Mata Mata Kartenzahlung möglich ist!

Weiter geht es über Stampriet und Gochas durch relativ unspektakuläre Landschaft. Die Temperaturen steigen auf 34°C. Kurz vor der Lodge läuft uns eine recht große Leoparden-Schildkröte vor's Auto. Das Tier ist mindestens 40cm lang und wiegt geschätzt 10kg. Ich hebe sie mal kurz vom Boden, was sie erst mit einem heftigen Fauchen beantwortet, dann pinkelt sie mir auch noch vor die Füße! :woohoo: Ist ja gut, kein Problem, sorry! Wir machen noch ein paar Bilder und fahren weiter.



Kurze Zeit später finden wir das Tor zur Lodge. Hier müssen wir selber Hand anlegen. Von dort aus geht es noch ca. einen Kilometer zur Lodge.

Die Lodge selber macht einen etwas nüchternen Eindruck. Alles ist relativ neu, sieht im Vergleich zu Bagatelle eher "stylish", und eben nüchtern aus.
Ein junger Mann heißt uns willkommen, dann müssen wir an der Bar erstmal die Anmeldeformalitäten durchlaufen. Jeder einzelne muss auf einem iPad seine Daten incl. Passnummer eingeben. Mühsam! Dann schlürfen wir unseren Willkommens-Drink, dann wird uns der Weg zu unseren Hütten gezeigt.
Unsere beiden Hütten liegen oberhalb der Lodge, etwas abgelegen unter einem Baum. Ringsrum Bäume und Büsche. Leider keinen Blick auf die Ebene, aber egal.
Die Hütten selber sind sehr funktional und nett eingerichtet. Es gibt eine Mini-Küchenzeile im Eingangsbereich, ein Bad und ein Schlafraum. Wir richten uns ein, packen das nötigste aus, immerhin sind wir ja nur für eine Nacht hier.









Aktivitäten können wir heute nicht mehr buchen, dafür sind wir zu spät dran. So relaxen wir in der Nähe des Pools bei kühlen Getränken. Die Liegen am Pool sind leider besetzt, der Pool selber lädt mit seinem arg trüben Wasser nicht so recht zum Baden ein.
Als Claudia nochmal zurück zur Hütte geht, entdeckt sie unterwegs eine "Yellow Mangoose", wie uns später der KTP-Guide erklärt!



Vor dem Abendessen machen wir noch einen Spaziergang zur Aussichtsplattform, die auf einem Hügel, ca. 1km hinter der Lodge liegt. Der Blick von dort ist großartig, dicke Wolken kündigen Regen und Gewitter an.





Das Abendessen ist sehr gut, die Springbock-Keule ist einfach großartig! Wir werden von dem jungen Mann bedient, der uns willkommen geheißen hat. Wir haben außer ihm noch niemanden gesehen! Scheint ja wenige Menschen dort zu geben!

Früh sind wir wieder in den Hütten. Bilder sichern, Akkus laden, dann ab ins Bett. Morgen wird es mit Sicherheit aufregender!

Fortsetzung folgt! Und morgen wird es spannender!

Herzliche Grüße
Martin
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24 Mai 2018 06:22 #522065
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Hallo liebe Mitreisende!

Sorry, dass es etwas länger dauert, aber ich komme viel zu selten dazu, Claudias Tagebuch abzutippen.

6. Tag, Kalahari Game Lodge - KTP / !Xaus

Das Frühstück ist in der Kalahari Game Lodge recht gut, finden wir. Ausreichend Kaffee, alles andere ist auch gut und reichlich. Wir lassen uns, wie meistens, recht viel Zeit.
Dann gehe ich mal die Rechnung begleichen. Zu spät bemerke ich, dass uns das Abendessen berechnet wurde, obwohl es eigentlich mit gebucht und im Voraus bezahlt wurde. Rückbuchen geht nicht, weil keine Verbindung vom Kartenteminal zur Bank. Watt nu? Wir sind ja auf dem Rückweg nochmal hier, man wird uns den Betrag gutschreiben.

Um 10:00 Uhr sind wir auf dem Weg, um 10:30 in Mata Mata! Die Aus- und Einreiseformalitäten werden viele hier im Forum bereits kennen. Alles klappt problemlos, alle sind freundlich, es gibt keine Probleme. Sicherheitshalber stecken wir gleich ein paar Blanko-Formulare für die Rückreise ein. Die beiden Polizei-/Zollbeamten auf der Südafrikanischen Seite sind aber schon der Hit, finde ich! Beide müssen jeweils in ein separates Buch die Passdaten eintragen. Eine schon fast meditative Zeremonie ;-)!
Ach ja, Kartenzahlung war natürlich ohne Probleme möglich!



Gleich zu Beginn im Park sehen wir die ersten Giraffen, Knus und Springböcke. Die Landschaft begeistert uns total. Wir sind ja das erste Mal hier, entsprechend euphorisch sind wir!
Nach einer halben Stunden sehen wir zwei Autos am Rand stehen. Vorsichtig gehen wir längsseits und fragen das Südafrikanische Paar, was es denn dort zu sehen gäbe. Sie zeigen uns einen Löwen unter einem Baum, "auf acht Uhr", ziemlich weit weg. Ein Baum weiter soll noch einer liegen, noch schlechter zu sehen. Selbst mit langen Tüten keine berauschenden Bilder, aber immerhin!
Als die beiden Faulpelze auch nach längerer Zeit keine Anstalten zu irgendwelchen Aktivitäten zeigen, fahren wir weiter.



















Trappen, Sektretärvögel, Oryxe - Viehzeugs gibt es hier reichlich! Und entsprechend mager ist unsere Durchschnittsgeschwindigkeit. Man muss ja immer wieder anhalten! Auch die Landschaft ist großartig. Blumen gibt es jede Menge, alles ist ziemlich grün.









Gegen 13:30 kommen wir an der Kamqua Picnic Site an. Hier sollen wie um 14:30 abgeholt werden. Die Zufahrt zur Lodge ist reglementiert, man kann nicht einfach so hinfahren. Warum, das werden wir noch erfahren.

Wir haben damals, als wir uns entschlossen in den KTP zu fahren, lange darüber unterhalten, wie und wo wir denn dort übernachten wollen. Mehr als drei Nächte sind bei der Gesamtplanung nicht drin. Somit hatten wir keine große Lust darauf für nur drei Tage einzukaufen, um in einer der üblichen Unterkünfte auf Selbstversorger zu machen. Also viel die Wahl auf !Xaus. Ich habe auch die vielen Kritiken in den Reiseforen gelesen. Hier im Forum gibt es nur sehr wenige, und dann noch recht alte Berichte über die Lodge. Und den Kritiken in Reiseforen traue ich aus eigener Erfahrung nur sehr rudimentär. Zu oft werden Unterkünfte als negativ bewertet, die wir als super empfunden haben.

Wir haben also noch etwas Zeit! Direkte neben dem Parkplatz hat sich eine große Herde Giraffen eingefunden. Wir zählen mindestens 16 Tiere, die mampfend zwischen den Bäumen stehen und uns hin und wieder neugierig beäugen.
























Wir lassen schonmal Luft aus den Reifen, immerhin soll es gleich über die Dünen gehen. Dann kommt Hendrik von der !Xaus-Lode im üblichen Safari-Fahrzeug. Außer uns ist noch ein deutsches Paar dabei, die auch dort übernachten wollen.

Als alles geklärt ist geht es im Konvoi los. Ein kurzes Stück hinter dem Rastplatz biegen wir auf das Privatgelände der Lodge ab. Der Weg ist ein schmaler Sandweg, der kurvig, teilweise steil hoch und runter, über die Dünen führt. Für uns ein Riesenspaß! Ich hatte mir die Strecke allerdings auf Grund der Beschreibung im Internet deutlich anspruchsvoller vorgestellt. Hier fährt man fast wie auf Schienen. Bei den tiefsandigen Spuren braucht man kaum zu lenken.







Plötzlich hält Hendrik an und zeigt in die Landschaft. Löwen! Unter einem Busch, ca. 50m entfernt, liegen zwei Löwen und dösen. Die hätten wir nie gesehen!







Eine gute Stunde dauert die Fahrt, dann erreichen wir die Lodge. Wir werden von Anthony, dem Manager, und seiner Frau Susy herzlich begrüßt. Da die Lodge nicht umzäunt ist, setzen uns alle in den überdachten Aufenthaltsbereich am Büro, wo uns bei einem GT erstmal über die Lodge, das Projekt, und unseren Aufenthalt dort erzählt wird. Als der Nationalpark eingerichtet wurde, mussten die San und Mier ihr Land verlassen. 1999 haben sie dagegen geklagt, und 2004 wurden ihnen 50.000 HA Land zugesprochen. Nur leben durften sie hier nicht, ist ja Nationalpark! Daher kam man auf die Idee hier eine Lodge zu bauen, die als San/Mier-Projekt laufen soll. Mit den Gewinnen werden Projekte, wie z.B. die medizinische Versorgung und die Ausbildung für die San / Mier finanziert. Auf der Lodge arbeiten bis auf Susy und Anthony nur San und Mier.

Bis zum Abendessen richten wir uns in unseren Hütten ein. Diese sind über einen langen Steg miteinander verbunden. Anthony erklärt uns, dass uns, solange wir uns auf den Stegen oder der Lodge, die etwas erhöht gebaut ist, bewegen, nichts passieren kann. Nur wenn wir diesen Bereich verlassen, könnte es gefährlich werden. Wie haben sie das bloß den Löwen erklärt? Hoch sind die Zäune nicht! ;-)

Strom gibt es in der Lodge nur morgens und abends für ein paar Stunden. Klimaanlage gibt es nicht, es ist also ziemlich muckelich warm in der Hütte. Die Holzhütte ist mit Gras oder einer Art Reet gedeckt. Die Einrichtung ist gemütlich, das Bad ist recht groß und etwas nüchtern, aber alles funktioniert einwandfrei. Wir sind sehr zufrieden! Von unserer kleinen Terrasse aus hat man einen wunderbaren Blick über die Salzpfanne.



















Das Wasser im Bad ist leicht salzig, es kommt aus den drei Brunnen, die hier gebohrt worden sind. Anthony hat uns erklärt, dass es nicht so gut schmeckt, aber gesundheitlich unbedenklich ist. Zum Trinken taugt es aber nicht, dafür gibt es eine Filteranlage, wir können uns immer frisches Trinkwasser holen.

Wir testen erstmal den Pool, trinken einen GT, und genießen die Salzpfannenaussicht.

Um 19:00 Uhr gibt es Abendessen im halboffenen Restaurant. Es schmeckt hervorragend! Durch die offenen Bauweise und die Lampen an den Wänden und unter den Balken gibt es natürlich ziemlich viele Insekten, die um die Lampen fliegen. An der Wand sehen wir einen Gecko, der sich die Situation ganz offensichtlich optimal zu Nutze macht. Er sitzt in einer der Lampen, die seitlich offen sind, und macht eigentlich nur noch hin und wieder das Maul auf, um ein Insekt zu fangen. Bewegen tut er sich eigentlich kaum noch, entsprechend dick ist er!

Nach dem Abendessen geht es zu einem Nightdrive auf den Safariwagen. Ein Angestellter sitzt vorne auf einem kleinen Sitz und bedient den starken Scheinwerfer mit dem er die Gegend ableuchtet. Die beiden Guides können schon am Leuchten der Augen der Tiere erkennen, um welches Tier es sich handelt! Wir hätten nichtmal gesehen, dass da überhaupt Tiere sind!

Mittlerweile hat sich die Wolkendecke mehr und mehr geschlossen. Es ist kühl geworden, es geht ein straffer Wind. Wir verabschieden uns in die Hütten, wo wir über den kühlen Wind recht froh sind. Türen und Fenster sind mit einer dicken Zeltplane abgedeckt, von der man ein "Fenster" öffnen kann. Darunter ist Gaze. Praktisch, so zieht es schön rein.
Es grummelt am Horizont, Blitze zucken. Mitten in der Nacht werden wir von einem heftigen Schlag geweckt. Ein Blitz ist direkt neben der Salzpfanne eingeschlagen. Es stürmt und nun kommt der Regen. Alles wackelt und man hat das Gefühl, als ob die Hütte gleich weggeweht wird. Ich will mir nur kurz anschauen, ob die Gaze hält, da bin ich schon naß! Über die Tür drückt der Wind derart heftig rein, dass der Regen mit Hochdruck durch die Gaze über der Tür gedrückt wird. Schnell versuche ich die Abdeckung wieder anzubringen. Hoffentlich halten die Klettverschlüsse! Als alles gesichert ist, hauen wir uns wieder hin. Um den nassen Fußboden kümmern wir uns morgen. Abenteuer Afrika!

Fortsetzung folgt! (wenn ich zum Tippen komme... ;-)

Herzliche Grüße
Martin
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31 Mai 2018 06:12 #522566
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  • TinuHH am 12 Mai 2018 06:10
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Moin allerseits!

Jetzt hat es doch etwas länger gedauert. Bei dem Wetter komme ich einfach nicht zum Tippen, es ist einfach zu warm! Aber jetzt - weiter geht's mit der Kalahari!

Tag 7, !Xaus-Lodge

Es hat die ganze Nacht geregnet! Nicht mehr mit so heftigem Sturm, aber das leise Rauschen hat uns begleitet. Das haben wir noch nie in Namibia erlebt.

Um kurz vor halb sechs klingelt der Wecker, kurz danach klopft Hendrik an die Tür, um uns an die Wanderung zu erinnern, die um 7:00 Uhr starten soll. Schnell unter die Dusche, rein in die Klamotten - Klamotten? Schuhe? Da war doch was… AAAAAHH! :S :pinch: Meine Schuhe! Ich hatte meine Schuhe gestern Nachmittag auf die Terrasse gestellt, und natürlich vergessen! Jetzt sind sie triefend nass! Na bingo, das hat er ja gut gemacht, der kleine Fischkopp! :angry: :unsure:
Die Schuhe triefen vor Nässe, ich kann aus jedem mindestens eine Tasse Wasser kippen! Die sind zwar aus Stoff, werden also hoffentlich schnell wieder trocknen, aber für diese Wanderung war's das, wenn ich nicht in klatschnassen Schuhen durch die Pampa latschen will. Und da ich sonst nur noch Badelatschen dabei habe, war's das wohl für heute! Die Truppe wird ohne mich auf Wanderung gehen müssen. Mist!

Der Himmel ist nach wie vor verhangen, es nieselt sogar noch leicht. Das hört aber bald auf, damit kann die Wanderung wenigstens im Trockenen laufen.











Hendrick erklärt alle möglichen Pflanzen und Blüten. Von gelben "Devils Thorns", pinken "Cats tails", dem "Shepherd's Bush", dessen Wurzeln teilweise über der Erde liegen, dem "Cattle Sour", dessen Blätter sehr erfrischend sauer schmecken etc. pp.
Für mich bleiben nur Erzählungen, die Wanderer sind aber begeistert, als sie nach gut einer Stunden wieder da sind. Ich habe derweil schonmal die Schuhe in die Sonne gestellt, die so langsam durch kommt, und ich habe die Kaffeevorräte dezimiert.





Zum Frühstück gibt es nicht nur das übliche, wie Brötchen, Käse und Marmelade, sondern auch eine recht umfangreiche Karte mit warmen Gerichten. Claudia nimmt einen "Happy Bushman", einen Hackfleischtopf mit Gemüse und Ei. Was ich hatte, habe ich vergessen. Es war aber sehr gut, aber auch sehr reichlich.

Genudelt brechen wir zu dem Bushman-Museumsdorf auf. Zu Fuß geht es runter zur Pfanne, dann ein Stück weiter, bis wir ein paar Hütten hinter einem Palisaden-Zaun sehen. Hendrik erklärt uns, dass die Bushman natürlich nicht mehr so leben, dass sie sich für die Touristen so kleiden, wie sie es früher gemacht haben, und das Leben, die Techniken für die Herstellung von z.B. Schmuck etc. für uns demonstrieren.
Wir werden von zwei Familien empfangen, die an zwei kleinen Feuern Schmuck aus Holz, Horn etc. herstellen. Zwei kleine Jungs tollen herum und finden diese Abwechslung offensichtlich großartig. Wir können uns die Herstellung von Schmuck genau ansehen. Man erklärt uns wie das Leben hier früher ablief, wie der Schmuck gemacht wird etc.




























Zurück in der Lodge ist heute erstmal ausruhen angesagt! Wir liegen im Schatten am Pool, schwimmen ein paar Runden im leicht salzigen Wasser der Brunnen, fotografieren Vögel und Eidechsen, und was sonst noch knipsenswert ist.














Gegen fünf sammelt uns Hendrick zum Sundowner ein, und wir fahren auf die andere Seite der Pfanne, wo wir in wunderschöner Landschaft mit Blick auf die Lodge auf den Sonnenuntergang warten. Zusätzlich zur grandiosen Landschaft ist der Himmel heute Abend dramatisch! Offensichtlich wird es heute Nacht wieder Regen geben. Dramatische Wolken ziehen auf, es wird schon ziemlich dunkel am Horizont.











Zurück in der Lodge gibt es Abendessen. Tomatensuppe, Lammkeule, Kürbismus, und zum Nachtisch Pudding - wir sind genudelt und total begeistert!
Zwei Windhoek Draft später sind wir wieder total platt und wir machen Feierabend für heute.
Kurze Zeit später beginnt es auch wieder zu stürmen, das Gewitter kommt, es regnet heftig, blitzt, donnert - das volle Programm. Diesmal sind wir etwas besser vorbereitet. Die Fenster sind alle zu, und die mittlerweile trockenen Schuhe sind im Trockenen!

Fortsetzung folgt!

Herzliche Grüße aus dem zu warmen Hamburg
Martin
Anhang:
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NAM 1.0: 2008, NAM 2.0: 2010, NAM 3.0: 2013, NAM 4.0: 2018
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Letzte Änderung: 31 Mai 2018 06:19 von TinuHH.
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