THEMA: Vom KTP bis zum Etosha NP 2017 - the lion's share
17 Aug 2017 10:48 #485449
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Liebe Forengemeinde,

mit tonnenweise Fotos und Erinnerungen an wunderschöne Erlebnisse mit Mensch, Tier und Landschaft sind wir kürzlich von unserer nunmehr neunten Reise ins südlich der Sahara gelegene Afrika zurückgekehrt.
Damit der Alltag nicht gleich wieder vollends von uns Besitz ergreift, werden jetzt allabendlich fließig Bilder aussortiert und nach und nach wird an dieser Stelle wieder ein kleiner Bericht über unsere Reise entstehen - als Ort der Erinnerung und des erneuten Nacherlebens für uns. Aber natürlich freuen wir uns auch nicht zu knapp über das Interesse des ein oder anderen aus eurem Kreise... ;)

In diesem Jahr waren wir gute drei Wochen schwerpunktmäßig wieder in Namibia unterwegs, nachdem die letzten Jahre einen klaren Südafrikafokus hatten. Wir, das sind übrigens meine Frau und ich mitsamt unseren zwei Töchtern, die aktuell fünf und zwei Jahre alt sind und schon ein wenig Safarierfahrung mitbringen.
Endlich haben wir einmal wieder den Etosha Nationalpark besucht, der ein Highlight unserer allerersten Afrikareise gewesen ist, dem wir aber zuletzt 2013 einen Besuch abgestattet haben. Erstmals sollte in diesem Jahr auch der Westteil des Parks von uns besucht werden. Der zweite Schwerpunkt der Reise war der KTP, den wir im letzten Frühjahr kennen- und lieben gelernt hatten und den wir nun in einer ganz anderen Jahreszeit und Stimmung erleben wollten.
Als fahrbaren Untersatz hatten wir einmal mehr einen Kleinbus gebucht - dieses Jahr war es ein Toyota Quantum -, um den Kindern bei längeren Sitzzeiten an Wasserlöchern etc. ein wenig Auslauf- und Spielfläche bieten zu können. Auch das hat wieder gut funktioniert - auch wenn der Quantum das ein oder andere Mal an seine Grenzen geführt worden ist... Aber dazu später mehr.

Wie eigentlich immer, wenn wir nach Afrika reisen, so hatte auch dieser Trip wieder einen klaren Fokus auf Wildtierbeobachtung und wir haben, wie oben bereits angedeutet, einen großen Teil der Tage in zwei Nationalparks verbracht.

Der genaue Ablauf gestaltete sich dabei wie folgt:
25.07. Ankunft in Upington
26.07. und 27.07. Kgalagadi Transfrontier Park: Twee Rivieren
28.07. und 29.07. KTP: Nossob
30.07. und 31.07. KTP: Mata Mata
01.08. Mesosaurus Fossil Camp
02.08. Bastion Farmyard B&B Mariental
03.08. Immanuel Wilderness Lodge
04.08. Omaruru Game Lodge
05.08. Oppi Koppi Restcamp Kamanjab
06.08. Etosha: Dolomite
07.08. und 08.08. Etosha: Okaukuejo
09.08. und 10.08. Etosha: Halali
11.08. und 12.08. Etosha: Mushara Bush Camp
13.08. Omatozu Safari Camp

Spätestens morgen geht die Reise dann an dieser Stelle auch mit ersten Fotos los.
Wir freuen uns über viele interessierte MitfahrerInnen!

Liebe Grüße
Sascha und die restlichen drei Badgers

Reisebericht 2016: Südafrika, Namibia, Mauritius www.namibia-forum.ch...in-der-kalahari.html
Reisebericht 2016: Kinder und Katzen im Kruger www.namibia-forum.ch...atzen-im-kruger.html
Reisebericht 2017: Namibia - vom KTP zum Etosha NP www.namibia-forum.ch...he-lion-s-share.html
Reisebericht 2018: Kinder und Katzen im Kruger - Reloaded www.namibia-forum.ch...kruger-reloaded.html
Reisebericht 2019: Etosha, Caprivi, Chobe www.namibia-forum.ch...be-2019.html?start=0
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18 Aug 2017 09:55 #485573
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25.07.2017

Die Anreise verläuft zum Glück unspektakulär - lang und anstrengend ist sie trotzdem. Die Kinder fliegen zum Glück nach wie vor gern - das Entertainmentprogramm an Bord tut sein Übriges. Der Service auf dem SAA-Flug nach Johannesburg ist sehr aufmerksam und an Schlaf ist glücklicherweise auch zu denken.
In Johannesburg haben wir einen kurzen Aufenthalt, der uns ein gemütliches Frühstück und ein ruhiges Ankommen auf afrikanischem Boden ermöglicht.
Dann geht es mit Airlink weiter gen Upington. Auch dieser kurze Flug verläuft planmäßig. Mit schönen Blicken über die unter uns liegende Trockenheit gleiten wir dahin und erreichen bald unser Ziel.



Am Flughafen übernehmen wir unseren Toyota Quantum - nachdem wir im letzten Jahr mit einen VW-Bus unterwegs und damit auch sehr zufrieden waren, erstaunt uns die Größe unseres aktuellen Gefährts dann doch. Mit einem Mittelgang ausgestattet verspricht der Kleinbus maximale Bewegungsfreiheit im hinteren Bereich. Das erscheint uns für die Kinder als ideal. Auch die Sitzhöhe ist so gestaltet, dass die Kinder gut herausschauen werden können. Fahrer und Beifahrer sitzen aber so weit auseinander, dass wir schon jetzt ahnen, dass wir auf dem vor uns liegenden Wellblechpisten wohl nur mit stark erhobener Stimme Unterhaltungen werden führen können.



Das Auto ist in einem guten Zustand. Wir lassen uns kurz erklären, wo sich das Reserverad befindet und wie man es aus seiner Halterung lösen kann - man lernt schließlich aus Fehlern vergangener Reisen. Leider prüfen wir das Pannenwerkzeug nur oberflächlich...
Dann der erste kleine Schreck: Es wurde nur ein Kindersitz geliefert, bestellt waren natürlich zwei, aber das System hat auf dem Weg von Europa nach Afrika wohl einen unterschlagen. Das passiert anscheinend öfter. Am Standort Upington ist dann leider auch kein zweiter vorhanden. Man verspricht uns mit afrikanischer Gelassenheit aber, dass bis zum nächsten Morgen Abhilfe geschaffen und ein Sitz aus Kimberley herangeschafft sein wird. Der arme Fahrer...
Dann folgt das jedes Jahr wieder lästige Ritual des Einbauens des vorhandenen Sitzes. Wieder kann uns aus versicherungstechnischen Gründen niemand mit Rat und Tat zur Seite stehen und wieder rätseln wir vor uns hin - denn leider ist die auf dem Sitz befindliche Einbauanleitung an entscheidenden Stellen abgerissen... Nach einigem Hin und Her haben wir eine befriedigende Lösung gefunden, die zwar dem europäischen Sicherheitsdenken nur schwerlich genügt, aber ihren Dienst trotzdem tun muss.
Unsere kleine Tochter bezieht den Sitz, unsere Große müssen wir mangels Alternativen einfach so anschnallen - bis nach Upington ist es ja zum Glück nicht sehr weit.

Wir fahren zu unserer Unterkunft, die wir im Rahmen unserer ersten KTP-Reise bereits bewohnt haben: Le Must River Residence. Die direkte Lage am Orange River hat uns schon im letzten Jahr sehr gut gefallen. Außerdem verfügt das Haus über einen sehr schönen Garten direkt am Fluss und geräumige und gepflegte Zimmer. Ein rundum schöner Ort, um anzukommen also.







Wir machen eine Pause im Garten und lassen den Kindern Zeit, um ihrem Bewegungsdrang nachzugehen, der in den letzten Stunden schließlich arg eingeschränkt wurde.

Anschließend fahren wir zur Kalahari Mall, um uns für die Selbstversorgertage im KTP mit allen nötigen Dingen einzudecken. Nach einem zügigen Großeinkauf im Superspar, erwerben wir noch ein Spotlight zur Wildbeobachtung, das uns auch als leistungsstarke Taschenlampe gute Dienste erweisen wird und essen als Tagesausklang wie im letzten Jahr bei Ocean Basket, während die Kinder auf mechanischen Pferden in der Halle der Mall herumreiten.

Erledigt von der langen Anreise und den Vorbereitungen des heutigen Tages fallen wir nach unserer Rückkehr in unsere Herberge bald in die Betten.
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18 Aug 2017 10:32 #485577
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26.07.2017

Nach dem Aufstehen stellen wir fest, dass der fehlende Kindersitz bereits geliefert worden ist. Uns fällt ein Stein vom Herzen, denn heute wollen wir schließlich Upington in Richtung KTP verlassen. Und die vor uns liegende lange Transferstrecke sollte unsere Große doch in einem Kindersitz hinter sich bringen...

So früh am Morgen liegt der Oranje malerisch im Nebel.





Nach einem gemütlichen und sehr guten Frühstück (auch dies ein Grund, aus dem wir wieder hier Quartier bezogen haben), baue ich den neuen Sitz erfreulich zügig ein. Auch unser Gepäck ist durch das große Platzangebot des Quantums schnell verstaut. Es kann also los gehen!

Auf geteerter Straße geht es rund 250 Kilometer gen Norden. Wir kommen gut voran und sehen - ganz anders als im Vorjahr - leider recht regelmäßig überfahrene Tiere am Straßenrand liegen: afrikanische Wildkatzen, Kapfüchse und vor allem Löffelhunde. Das sind traurige Anblicke.

In Askham machen wir einen kurzen Tankstopp und erreichen mittags Twee Rivieren.



Die Einreiseformalitäten an den verschiedenen Schaltern gehen schnell vor Statten und bald sind wir wieder stolze Wildcard-Besitzer. Denn die Tageseintritte für die Woche, die wir im Park wohnen werden, wären in Summe für unsere Familie höher als der Jahresbeitrag für die Wildcard.

Wir beziehen das Chalet Nr. 25. Es liegt ganz am Rand des Camps und damit sehr ruhig. Das gefällt uns. Außerdem ist es für sechs Personen ausgelegt und bietet uns neben einem Aufenthaltsraum mit voll ausgestatteter Küche und Esstisch noch zwei abgeschlossene Schlafzimmer (mit den obligatorischen Fledermausmitbewohnern...). Richtig viel Platz also zum Herumtollen für die Kleinen.



Nach einer kurzen Rast beschließen wir, einen Nachmittagsgamedrive zu machen und fahren voller Vorfreude in den Park. Was uns wohl als erstes begegnen wird? Wir tippen auf Springböcke oder Oryx und behalten recht.



Wir entscheiden uns für eine Tour ins Auob-Tal, da die dortigen Wasserlöcher besser im Nachmittags- und Abendlicht liegen als die Wasserstellen im Nossob-Tal.
Nach der wie gewohnt sichtungsfreien Fahrt über die Dünenstraße erreichen wir das Flusstal und erblicken gleich unter einem der ersten Bäume einen faul vor sich hindösenden Löwenkater. Verschlafen heißt uns seine Majestät in seinem Königreich willkommen. Ein schöner Auftakt!



Da wir hier in der nächsten Zeit nich viel Aktivität erwarten können, fahren wir weiter und statten den verschiedenen Wasserstellen bis Auchterlonie einen Besuch ab. Es zeigen sich uns viele Springböcke, Oryx und einige Kuhantilopen und Riesentrappen. Das Licht ist erstaunlich harsch, was das Fotographieren nicht gerade erleichtert.







Dem Blick einer Oryx folgend können wir am gegenüberliegenden Ufer ein Stachelschwein ausmachen, das sich aber schnell zurückzieht. Das ist für uns eine Erstsichtung, über die wir uns sehr freuen. Und dann auch noch bei Tageslicht!




(Man könnte es leicht für einen Busch halten...)

Im schöner werdenden Licht des späten Nachmittags fahren wir zurück. Unser Löwe liegt noch immer unverändert an Ort und Stelle, der Schatten ist aber gewandert und er ist nun deutlich fotogener.



Kurz vor Twee Rivieren entdecken wir in einem großen Baum zum Abschluss unserer ersten Ausfahrt noch einen Milchuhu, den wir bis zum Toresschluss beobachten.



Wir beschließen heute im Restaurant des Camps zu essen. Eine gute Wahl, denn die Kinder verspeisen mit großen Appetit ihre Schnitzel und das von uns georderte Oryxfilet und der Gemüseteller sind sehr schmackhaft.

Unter dem unwahrscheinlich schönen Sternenhimmel Afrikas spazieren wir zurück zu unserer Hütte. Für die Kinder eine abenteuerliche Nachtwanderung mit Stirnlampen.
Während eine Fledermaus traditionell über unseren Köpfen ihre Bahnen zieht, schlafen wir ein.
KTP - wir sind wieder da.
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21 Aug 2017 09:47 #485943
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27.07.2017

Gemeinsam brechen wir in der Frühe zu einer Ausfahrt ins Nossob-Tal auf. Es ist noch richtig frisch draußen - in unserer Hütte war es dank dicker Decken und Klimaanlage (Twee Rivieren hat als einziges Camp 24h lang Strom) dagegen schön warm.
Mit der bereits weitestgehend aufgegangenen Sonne steigen wir ins Auto. Das Gate öffnet um 7.30 Uhr, erst im August wird die Öffnung auf 7 Uhr vorverlegt. Das hat zur Folge, dass es bereits vollständig hell ist, als wir das Camp verlassen können.
Als erstes statten wir dem Milchuhubaum vom Vorabend einen Besuch ab, der nur wenige Meter hinter der Campausfahrt direkt an der Wasserstelle steht. Der Vogel ist zuhause und blickt uns unter müden rosa Augenlidern an.



Die weitere Fahrt gen Norden verläuft dann eher ruhig.
Als kleinen (im wahrsten Sinne des Wortes) Höhepunkt entdecken wir eine Elefantenspitzmaus beim morgendlichen Sonnenbad. Es ist für uns das erste Mal, dass wir ein solches Tier entdecken und fotographieren können. Entsprechend ist die Freude groß.



Die weitere Fahrt führt uns unter anderem vorbei an Borstenhörnchen, Springböcken, Oryx und einigen Schakalen, von denen einer gerade mit seinem Frühstück beschäftigt ist und sichtlich große Mühe hat, das fette Nagetier zu verschlingen, was interessante Beobachtungen ermöglicht.
















(hier sind wir uns unsicher, was wir fotographiert haben)

Am späten Vormittag sind wir zurück in Twee Rivieren und machen eine Mittagsrast.
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21 Aug 2017 10:10 #485949
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Weil ich lange Pausen in Nationalparkcamps nicht gut aushalten kann, darf ich gegen Mittag zu einer kurzen Fahrt allein aufbrechen. Der Rest der Familie ruht sich noch ein wenig in der Hütte aus und macht dann das Camp unsicher.
Ich fahre nur wenige Kilometer aus dem Camp heraus und entdecke bald auf dem Dünenkamm und damit natürlich in recht weiter Entfernung einen Erdmännchenclan. Ich bleibe stehen und beobachte lange mit dem Fernglas. Erdmännchen zu entdecken, war schließlich einer der zentralen Wünsche für diese Reise, da die Tierchen sich (wegen der großen Hitze) bei unserem letzten Aufenthalt im KTP absolut rar gemacht hatten.



Bald fahre ich zurück und sammele den Rest der Familie ein.
Nach einer Stippvisite beim noch immer müden Milchuhu versuchen wir die Erdmännchen wiederzufinden, was uns aber leider nicht gelingen will. Am Wasserloch Samevloeiing fotographieren wir noch einen Habicht. Ansonsten herrscht hier Leere.





Also fahren wir ins Auobtal und versuchen dort unser Glück für diesen Nachmittag.
Und was soll ich sagen - schon bald treffen wir auch dort auf Erdmännchen. Dieses Mal jedoch sogar nah an der Straße und emsig mit der Nahrungssuche beschäftigt. Es freut mich, dass nun auch die anderen Famlienmitglieder in den Genuss der quirligen Gesellen kommen. Lange lassen uns die Tiere an ihrem Alltagsgeschäft teilhaben, bis sie schließlich unter unserem Auto hinweg die Straße queren und im dichten Gebüsch unsichtbar werden. Über diese Sichtung freuen wir uns sehr, deshalb folgen jetzt auch einige Bilder...



















Die weitere Fahrt führt uns vorbei an den typischeren Flussbettbewohnern. Für einige rastende Strauße und später für Artgenossen im schönen Abendlicht wird noch einmal die Kamera gezückt. Auch einen Kudubullen entdecken wir das erste Mal im KTP.











Den Abend lassen wir wiederum im Restaurant des Camps ausklingen. Die Kinder bleiben beim bewährten Schnitzel und die Erwachsenen lassen sich von Elandsteak und Cordon Bleu verwöhnen. Es ist erstaunlich, wie sehr uns die Küche in diesem staatlichen Restcamp (vor allem auch, wenn man sie mit Etoshas Küchen vergleicht...) überzeugt.

Durch die sternenklare Nacht geht es im Schein der Taschenlampen zurück zu unserer Hütte, wo wir bereits unsere Sachen zusammenpacken, schließlich wollen wir morgen mit Gateöffnung zu der langen und in unserer Erinnerung durchaus beschwerlichen Fahrt nach Nossob aufbrechen.
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28.07.20117

Es gelingt uns ein recht früher Aufbruch. Bereits bevor die Kinder erwachen, haben wir ein Frühstück für unterwegs bereitet und den Großteil des Gepäcks im Bus verstaut. Und so durchfahren wir um 8 Uhr das Gate und verlassen Twee Rivieren. Als wir im letzten Frühjahr die gleiche Strecke gefahren sind, haben wir sie als durchaus anstrengend empfunden: Sie ist ersteinmal einfach ziemlich lang und dazu noch im weiter nördlichen Nossobtal von bescheidener Straßenqualität (Wellblech!). Die Herausforderung teilweise tiefer Pfützen wird sich in diesem Jahr aber sicher nicht stellen. Tiersichtungen hatten wir damals keine nennenswerten. Daher sind wir gespannt, was uns in diesem Jahr auf dieser Strecke erwarten wird...
Schon wenige Kilometer hinter dem Wasserloch Samevloeiing wird der "keine-Sichtungs-Bann" durchbrochen. Meine Frau erspäht mit Adleraugen Bewegungen im Gras und wir machen zwei Löffelhunde aus, die wir lange im Morgenlicht beobachten, bevor wir die Fahrt fortsetzen. Dabei lässt sich aber nur ein Teil des Pärchens von uns ablichten, der andere ist stets im hohen Gras oder hinter Gebüsch eher zu erahnen.



Die Wasserstellen an der Straße sind meist verwaist. Einzig einen Lannerfalken können wir ein wenig bei erfolglosen Jagdversuchen beobachten.



Dafür sehen wir aber zwischendurch immer wieder verschiedene Tiere in der Nähe unserer Fahrbahn.
Den Anfang machen einige Erdmännchen, die in einiger Distanz ihrer Nahrungssuche nachgehen. Kurz darauf erfreuen wir uns an zwei Schakalen, die sich recht fotogen in Szene setzen.







Als nächster kleiner Höhepunkt dieser bisher sehr schönen Fahrt begegnen wir einer Oryxherde, was an sich nicht wirklich spektakulär ist. Zwei Bullen jedoch liefern sich einen beeindruckenden Kampf: Sie schieben sich mit ihrer ganzen Kraft durch ihre Arena, verkeilen sich mit ihren langen Hörnern ineinander und wirbeln dabei viel Staub auf. Ihr heftiges Schnauben und das Knallen der Hörner beim Aufprall sorgt für eine passende akustische Untermalung dieses beeindruckenden Kräftemessens.





Etwas weiter nördlich stehen zwei Autos am Straßenrand, was im KTP bereits auf eine "besondere" Sichtung hindeuten kann. Und tatsächlich liegt direkt neben der Pad ein vollgefressener Löwenkater im Schatten eines Baumes. Im Gebüsch ist noch die vordere Hälfte einer Oryx zur erkennen. Zuerst präsentiert er uns nur seine flache Rückseite. Da wir einige Geduld mitbringen, haben wir Glück und seine Majestät lässt sich dazu herab, uns einiger Blicke zu würdigen.





Am Wasserloch Kij Kij ist dann eine Menge los. Ein Treffen verschiedener Antilopenarten findet statt. Besonders freuen wir uns über den anwesenden imposanten Elandbullen.











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