THEMA: Begegnungen - In den Norden von Namibia
26 Jun 2016 07:55 #435569
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Donnerstag, 19. Mai 2016: Sundowner Fahrt auf Wüstenquell

Heute ist ausschlafen angesagt – aber mich zieht es einfach zum Sonnenaufgang nach draussen.





Und ich bekomme schon wieder ein schlechtes Gewissen: Das ist sicherlich toll, so früh morgens schon auf dem Hügel den Sonnenaufgang zu bewundern :whistle:



Heute ist nochmals Faulenzen angesagt: wir vertreiben uns die Zeit mit Fotografieren, Vögel und Echsen beobachten, Tagebuch schreiben, Bilder sichern und mit lesen.

















Aber es geht ein richtig heftiger Wind. Ständig rennen wir allen möglichen Dingen hinterher – das hält fit :blush:

Und dann ist es auch schon Zeit für die Sundowner Fahrt. Wir werden pünktlich abgeholt: mit im Auto sitzen Susanne und Uwe vom Namibia-Forum, zu erkennen an der "Namibia-Forum-Mütze". „Alte“ Bekannte, wie wir erfahren, denn die beiden waren an der Blutkuppe unsere Nachbarn und es war Uwe, den ich heute früh fotografiert habe. Sie haben uns schon viel früher erkannt: Woran? An unserem Camper natürlich :laugh: Wir haben uns jede Menge zu erzählen gehabt, und in Mowani – in drei Tagen also - werden sich unsere Wege nochmals kreuzen und wir haben uns gleich für den Sundowner verabredet. Sie wollen dort im Anschluss weiter ins Konzessionsgebiet fahren, ob wir Lust hätten? Hm, das würde uns auch reizen – mal schauen :woohoo:

Wir machen eine kleine Rundfahrt durch das Farmgelände, bekommen die besonderen Felsformationen erklärt, schauen uns die Felsmalereien an und beobachten ein paar Tiere unterwegs - alles ganz relaxed.































Und dann geht´s zum Sundowner - zum Adlerfelsen.

















Auch diesen Abend beenden wir dann wieder mit einem schönen grossen Lagerfeuer.

Am nachmittag hat der Wind etwas nachgelassen, doch in der Nacht pfeift es so richtig heftig um unseren Camper herum – hm, haben wir vorhin alles "windsicher" verstaut? . Natürlich nicht. Also heisst es aufstehen und die wichtigsten Dinge „sichern“. Den Rest suchen wir dann morgen früh zusammen. Gute Nacht. :laugh:

Wüstenquell: Der Campground wird ja nun in Zukunft leider nicht mehr vermietet. Doch auch die Chalets - es gibt auch Selbstversorgerchalets - sind traumhaft schön in den Felsen hineingebaut und die Atmosphäre hier auf Wüstenquell ist schon etwas Besonderes. Es gibt ein paar ausgeschilderte Wanderwege, es werden Gamedrives und Wanderungen angeboten oder man kann es sich einfach am Pool gutgehen lassen. Also genau die richtige Unterkunft um relaxed in den Urlaub zu starten oder die Ferien ausklingen zu lassen.
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26 Jun 2016 16:18 #435613
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Freitag, 20. Mai 2016: Weiter geht´s zum Brandberg

Heute haben wir schon viel mehr Routine: Wir frühstücken, räumen alles zusammen und verabschieden uns mit diesen Erinnerungsfotos von diesem schönen Campground.







Wir müssen noch bezahlen und treffen auf der Terrasse nochmals Susanne und Uwe, von denen wir uns nun endgültig verabschieden. Aber wir sehen uns ja bald wieder. :lol:



Unser Guide hat uns gestern den Tipp gegeben, nicht in Usakos, sondern in Karibib einkaufen zu gehen. Also folgen wir den ersten 50 km der D1914 und biegen dann in die D192 nach Karibib ab.



Ich weiss nicht, wie viele Gates ich öffnen musste – aber schön war die Pad, ganz nach unserem Geschmack. Für die 90km bis Karibib brauchen wir dennoch 3 Stunden.



Was ist aber das? Ach, ich erinnere mich, da habe ich was drüber gelesen – der Marmor von Karibib! Der Marmor ist international bekannt und wurde weltweit geliefert. Hauptabnehmer waren Deutschland, Italien, China, Japan, Südafrika, Spanien und Argentinien.





Der Tipp mit dem Supermarkt in Karibib war super: Wir haben hier wirklich alles bekommen, was wir noch gebraucht haben – und noch viel mehr :woohoo: . Sogar Buttermilch! Hier haben wir dann auch gleich noch unsere Bier- und Weinvorräte aufgefüllt und Bargeld geholt. Alles ganz entspannt.



Getankt haben wir in der Shell-Tankstelle in Usakos. Und dort wir sind neugierig geworden, wo all die Autos hinfahren und was sich hinter „Namib Wüste Farmstall“ verbirgt: Was soll ich sagen: Das ist ein sehr nettes Restaurant, wo wir dann spontan zu mittag gegessen haben. Hm, lecker. Zu dem Restaurant gibt es auch einen Campingplatz – oder gehört das Restaurant eher zum Campingplatz? – und einen Pool. Hier hat es uns wirklich sehr gut gefallen.
Und da jeder, der in den Laden gegangen ist, mit mindestens einer Tüte Biltong wieder herausgekommen ist, haben wir uns natürlich auch gleich eine ganze Tüte gekauft. Da hätten wir mal mehr einpacken sollen. Also unbedingt dort anhalten für einen Zwischenstopp.





Und dann ging es weiter. Die Spitzkoppe lassen wir dieses Jahr links liegen – da sind wir ja letztes Jahr schon gewesen, obwohl ich dort auf dem Campground gerne mal übernachtet hätte - aber das hat einfach nicht mehr reingepasst :blink:



Gegen 16 Uhr sind wir dann endlich am Brandberg und dann kam auch endlich die Abzweigung zur Brandberg White Lady Lodge.



Die Zufahrt ist etwas ruppig, aber irgendwann geht jede Pad zu Ende. Auch hier sind wir wieder sehr freundlich empfangen worden. Die Lodge ist sehr schön angelegt, hat einen schönen Pool, einen üppigen Garten und einen eigenen Sundowner-Aussichtspunkt. Das hat uns sehr gut gefallen. Schade, wir sind auf dem Campground – und auch der hat uns gut gefallen. Hier war kaum was los und wir haben uns ganz spontan für den Platz 1 gleich an der Einfahrt entschieden.



Schnell packen wir alles aus, erkunden die Gegend und dann wird es so langsam auch schon wieder Zeit für den Sundowner - was für eine tolle "Erfindung" .





Mit frisch aufgefüllten Vorräten macht das Grillen gleich doppelt Spass :laugh:



Heute ist Vollmond – irgendwie gruselig.



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27 Jun 2016 19:24 #435743
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Samstag, 21. Mai 2016: Auf geht´s zur White Lady

Wir beeilen uns heute früh etwas: wir wollen zur White Lady wandern und je früher wir loskommen, desto weniger heiss ist es.
Wir haben ja ganz bewusst im namibianischen Winter gebucht, da wir es nicht so mit der Hitze haben. Und nun ist es seit Wochen im Norden einfach nur heiss – zu heiss für die Jahreszeit und zu heiss für uns (wir sind ab 25 Grad bewegungsunfähig – und es hat tagsüber 30 Grad und mehr).



Gegen 7:30 Uhr sind wir bereits am „Buchungsbüro“ und treffen dort Heiner, der mit Schulfreunden unterwegs ist. Jedes Pärchen fährt einen anderen Camper und so stehen hier nun etwa 5 unterschiedliche Modelle auf dem Parkplatz: ein Camper Marke Eigenbau von Heiner, ein ganz normaler Camper mit Dachzelt, ein Discoverer von Bobo Campers, der Bushcamper von Savanna und unser Camper von ASCO. Da muss natürlich sofort jeder Camper erstmal begutachtet werden, von innen und von aussen – „Camperbörse am Brandberg“ und so kommt man natürlich auch schnell ins Gespräch.



Dieser Gruppe haben wir uns dann auch angeschlossen, um zur White Lady zu wandern. Na ja, wandern ist vielleicht etwas übertrieben – für den Auf- und Abstieg braucht man etwa je 1 Stunde. Aber unser Guide hat genau das richtige Tempo gefunden, hat uns auch mal im Schatten ausruhen lassen – ja, selbst um diese Uhrzeit war es schon sehr warm – und uns unterwegs auf die Schäden hingewiesen, die die Elefantenherde hinterlassen hat, die sich hier letzten Herbst rum herumgetrieben hat.







Manche mögen sich erinnern: Da war das Gebiet um die White Lady so lange gesperrt, bis die Elefanten mit dem Heli vertrieben worden sind. Elis bei der White Lady

Der Aufstieg ist kurzweilig und einfach zu meistern, vor allem wenn man so eine nette Reisebegleitung hat.



Sie kommen jetzt vom Kunene und sind nun mehr oder weniger schon auf dem Rückweg. Sie sind die D3700 von Kunene nach Epupa in etwa 6 Stunden gefahren! Äh, DIE D3700, von der hier im Forum wirklich fast alle abraten und dann auch noch mit dem Bobo-Camper? Ja, die Pad wäre jetzt von alten Landminen geräumt worden und wird gerade gerichtet. Lediglich ein kleines Stück sei noch nicht fertig und etwas holprig. Aha, wir können es nicht so richtig glauben, aber trotzdem überlege ich, ob wir das auch fahren können!?! Ein Teilnehmer der Gruppe scheint meine Gedanken lesen zu können, nimmt mich zur Seite und meint: Da wäre noch ein ganz schön kniffeliges Stück dazwischen, und ohne die Unterstützung und die Erfahrung von Heiner hätte er sich das wohl nicht getraut. Tja, was nun? Fahren oder nicht, die Strecke steht ja in einigen Tagen auch auf unserem Programm. Mal abwarten, wir treffen sicherlich noch andere Camper, die uns etwas mehr darüber erzählen können.

Unterwegs gibt es dann nicht nur die Landschaft und die tolle Steinformationen zu bestaunen, sondern auch jede Menge Echsen und Klippschliefer.







Und dann ist auch schon unser Ziel in Sicht.







Wir bewundern die „White Lady“, unser Guide erzählt uns alles, was wir dazu wissen müssen und dann geht es auch wieder zurück. Und nun wird es so langsam richtig heiss.







Wir dachten ja, der Brandberg hätte seinen Namen von der schönen glutroten Farbe im Sonnenauf- und Sonnenuntergang - ähnlich wie die Blutkuppe. Aber das stimmt gar nicht. Der Name kommt vom tiefschwarz glänzenden Gestein, das wie lackiert aussieht und als "Wüstenlack" bezeichnet wird. Dadurch sieht der Berg aus als hätte es hier gebrannt - Brandberg halt.

Wir verabschieden uns von unseren Wanderbekanntschaften und wünschen uns noch gegenseitig eine schöne Weiterfahrt und alles Gute.





Im schön klimatisierten Camper fahren wir nun zurück zum Campground, wo wir dem Schatten hinterherlaufen und unsere ersten Versuche im „Birden“ unternehmen – es ist gar nicht so einfach, vernünftige Vogelbilder zu machen – Respekt an all die anderen Birder, deren Bilder wir immer wieder bewundern - ständig rennen oder fliegen die Vögel weg oder verstecken sich im Unterholz. Das Bestimmen geht dann mit unserem neu erworbenen Vogelbestimmungsbuch ganz einfach und macht richtig Spass. Wir beginnen hier also mal mit den "Standardvögeln" (wenn wir uns vertan haben - bitte melden :whistle: ).


Kapturteltaube


Waffenkibitz


Natürlich der Gelbschnabeltako


der Rotschnabelfrankolin - die veranstalten immer einen Höllenlärm


Graulärmvogel (Turako) - die können auch ganz schön lärmen :cheer:





Diese Ziege hat ihre Herde verloren und sucht diese nun ganz verzweifelt und lautstark…..



Und die Jungs hier haben gerade „Eselkarrenfahrschule“ – die Jungs sind willig und fähig, nur der Esel will nicht immer so….



Und dann ist es auch schon Zeit für den Sundowner, das Lagerfeuer und den Sternenhimmel. Ja, so lieben wir den Urlaub.



White Lady Lodge Campground: Der Platz ist weitläufig, hat mehrere saubere Sanitärhäuschen und schöne schattige Plätze. Uns hat es hier sehr gut gefallen. Selbst wenn es voller ist, sind die nächsten Camper so weit entfernt, dass man sich nicht auf dem Schoss sitzt.

Für eine Tour zur White Lady geht man zum „Buchungsbüro“ (ist von etwa 7.30 Uhr bis gegen 16 Uhr geöffnet), zahlt seinen Obulus (ich glaube das waren 80N$/Person) und dann bekommt man einen Guide zugewiesen. Dort bekommt man auch kalte Getränke.
Letzte Änderung: 27 Jun 2016 19:39 von LolaKatze.
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28 Jun 2016 18:19 #435832
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Sonntag, 22. Mai 2016: Es geht weiter nach Twyfelfontein zum Campground des Mowani Mountain Camps

Heute haben wir keine weite Fahrstrecke vor uns, also können wir uns Zeit lassen. Trotzdem kommen wir obwohl wir ganz schön rumtrödeln schon kurz nach 8 Uhr los.





Unterwegs verabschiedet uns diese Giraffenfamilie – tierische Begegnungen, die wir hier so gar nicht erwartet hätten.



Die C35 schlängelt sich nun durch eine tolle Landschaft. Diese Farben…..





Dann biegt man nach Westen auf die D2612 nach Twyvelfontein ab. Schön zu fahren. Wir sind mal wieder fast alleine unterwegs.



Wir haben noch nie die Tiere gesehen, vor denen auf den Schildern „gewarnt“ wird – das wird wohl nur eine reine Vorsichtsmassnahme sein. Oder doch nicht?



Hier gibt es auch das ein oder andere Dorf - na ja, wohl eher eine lose Ansammlung von Blechhütten :whistle:




aber auch einen Kindergarten

Und wir begegnen einer grossen Pavianfamilie.


Mist, schon wieder bin ich zu langsam für ein schönes Pavianbild. Das ganze Trockenflussbett ist voll mit Pavianen.

Es ist jetzt gerade mal 11 Uhr als wir am Schild zum Mowani Mountain Camp ankommen, viel zu früh, um schon auf den Campground zu fahren. Also fahren wir gleich weiter in Richtung Twyvelfontein, um ein bisschen die Gegend zu erkunden.

Genau am Abzweig der D3254 von der D2612 nach Twyvelfontein ist das Living Museum der Damara – gut zu wissen. Da haben wir jetzt aber keine Lust dazu, da steht ein grosser Bus rum.

Die Twyfelfontein Country Lodge macht uns neugierig und wir machen zuerst einen kleinen Abstecher dorthin. Ein Schild weist darauf hin, dass hier diverse Game Drives öffentlich angeboten werden – interessant. Schön sieht die Lodge aus – toll in die Landschaft, die Steine, integriert.



Ein Stück weiter warten die Guides auf Kundschaft, die zu den Felsgravuren von Twyvelfontein wandern wollen. Nachmittags soll das Licht am besten sein, aber dann ist es halt auch wieder zu heiss. Nein, das machen wir lieber früh am morgen.

Wir wollen nun doch lieber erst einmal zum Campground fahren. An der Schranke fragen wir gleich nach, wie es aussieht, ob wir an dem Elephant Drive vom Mowani Camp teilnehmen können. Das war ja eigentlich der Hauptgrund, weshalb wir hierhergefahren sind und natürlich der Campground, der so hochgelobt wird. Widerwillig lässt man uns - nach Rücksprache mit der Rezeption - zur Lodge weiterfahren, damit wir uns dort danach erkundigen können. Jedoch nicht ohne uns darauf hinzuweisen, dass wir dort zwar gerne Getränke kaufen können, aber wir dürften sie nicht an der Bar verzehren. Also, wenn wir dort nicht erwünscht sind, wollen wir dort auch nichts trinken :blink: . Wir haben zum Glück ja immer unsere eigene Bar dabei: immer gut bestückt und wir haben immer nette Gesellschaft :woohoo:



An der Rezeption teilt man uns dann freundlich aber desinteressiert mit, dass sie heute abend jemand zu uns schicken würden, der uns Bescheid gibt, ob wir mitfahren können oder nicht. Aha! Danke für die Auskunft :whistle:



Wir bekommen die Campsite Nr. 2 mit den zwei schönen grossen Steinen. Aber: es ist unerträglich heiss und – noch viel schlimmer – hier hat es die furchtbaren lästigen kleinen Fliegen. Die tun einem eigentlich nichts, aber sie fliegen scharenweise um einen herum und krabbeln einfach überall hin. Eine Begegnung der lästigen Art.

Aber dann hat Hansi eine sehr gute Idee, wozu man das Moskitonetz von Elsa noch benutzen könnte.



So lässt es sich hier halbwegs aushalten. Zumindest so lange bis wir eine Kleinigkeit gegessen haben.

Und dann ergreifen wir aber die Flucht und fahren nochmal in Richtung Twyfelfontein: Zum einen ist es im Auto schön kühl und zum anderen sind wir hier sicher vor den lästigen Mücken.

Während dem Essen haben wir uns aber auch Gedanken gemacht, wie Plan B oder sogar Plan C für morgen aussehen könnte, wenn wir die Tour hier nicht mitmachen können. Und im Moment haben wir da nicht wirklich grosse Hoffnungen.
Wir haben uns daran erinnert, dass die Touren an der Twyfelfontein Country Lodge „öffentlich“ waren. Und das wollen wir nun etwas genauer wissen. Leider sind wir etwa 10 Minuten zu spät dran, sonst hätten wir an der heutigen Tour teilnehmen können. Aber morgen können wir gerne an der Tour teilnehmen. Abfahrt ist um 15.30 Uhr. Wir sollen einfach etwas früher da sein. Ob wir uns anmelden können? Klar, sie kann sich einfach mal notieren, dass wir Interesse haben, aber nötig wäre das nicht. Und wir fragen auch gleich nach, ob es noch freie Zimmer gibt – Ja, auch das kein Problem. So, somit wäre Plan B in trockenen Tüchern. Wenn wir also nicht an der Mowani-Tour teilnehmen können, dann schauen wir uns gleich morgen früh die Zeichnungen an, verbringen den Tag hier in der Country Lodge, machen den Game Drive mit (es geht auf jeden Fall zu den Elefanten, dann schaut man sich noch etwas die Landschaft an und zum Schluss gibt es einen Sundowner) und damit wir nicht im Dunkeln in der Gegend rumfahren müssen, gönnen wir uns dann die Übernachtung hier in der Lodge. Supi! Der morgige Tag wäre also auf jeden Fall gerettet.

Wir fahren noch zu den Organ Pipes – na ja, das muss man jetzt nicht wirklich gesehen haben



Und auch beim Burning Mountain hält sich unsere Begeisterung in Grenzen.



Schliesslich fahren wir zurück zu unserem Campground. Natürlich nicht ohne vorher nochmals nachzufragen, ob wir nun morgen mitfahren dürfen oder nicht. Irgendwie nervt uns das ganz schön, so auf Mowanis Gnade angewiesen zu sein :angry: . Und wir wissen es immer noch nicht. :S



Die Mücken nerven immer noch, doch wir freuen uns auf den Sundowner und den Abend mit Susanne und Uwe und laufen frohgelaunt in Richtung Campground Nummer 7 los. Und wir könnten uns durchaus vorstellen, dass hier Plan C seinen Lauf nehmen könnte – mit den beiden zusammen ins Palmwag Konzessionsgebiet zu fahren. Doch irgendwas ist komisch: Der Camper sah doch ganz anders aus und die Personen im Auto, die vor den Mücken dorthin geflüchtet sind, sind auch nicht Uwe und Susanne. Wir bekommen liebe Grüsse ausgerichtet – danke dafür – die beiden sind früher wieder losgefahren, die Mücken haben genervt. Wie gut wir das verstehen können. Schade eigentlich.

Also trinken wir unseren Sundowner alleine und sobald die Sonne untergegangen ist, verschwinden auch die Fliegen. Juchu!



Wir geniessen den Abend bei einem schönen Lagerfeuer, Hansi macht ein paar erste Sternenbilder und wir richten schon mal alles her, damit wir morgen früh gleich zu den Felszeichungen losfahren können. Es ist nun schon nach 19 Uhr und es hat sich noch immer niemand vom Mowani Camp gemeldet.







Dann auf einmal fährt ein Jeep vor und der TourGuide gibt uns Bescheid, dass wir morgen früh mitfahren können. Abfahrt um 6.30 Uhr. Damit hat er uns total überrumpelt. Aber was soll´s – wir sind ja flexibel. Also wieder zurück auf Los und alles für den Game Drive zusammenpacken :laugh:
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02 Jul 2016 09:22 #436206
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Montag, 23. Mai 2016 – Elephant Drive

Abfahrt um 6:30 Uhr ist schon ganz früh – aber was macht man nicht alles für so einen Elephant Drive – hoffentlich sehen wir überhaupt Elefanten :S .



Gleich am Anfang treffen wir auf ein paar Springböcke im Sonnennaufgang.



Und dann geht es zum Aba Huab River weiter ....



... wo wir auf unseren ersten Wüsteneleanten teffen – ganz nah. Oh wie wir uns freuen :)







Dann fahren wir weiter und treffen auf? Ja, auf was wohl?


Esel :lol: .

Aber auf einmal sehen wir im Flussbett weitere Elefanten.





Viel interessanter ist aber eine Elefanten Familie mit einem ganz jungen Eli, der sich gleich mal bei seiner Mutter versteckt.









Doch dann wird das Kleine mutiger, rennt los und will es den Grossen nachmachen.





Aber irgendwie ist der Baumstumpf dann doch noch etwas zu gross für den Kleinen :woohoo:

Egal, dann vertreiben wir doch einfach mal die Touris hier von unserem Platz, die nerven doch eh nur :evil:



Uff, das war aber anstrengend. Jetzt geh ich mal besser wieder zu Muttern zurück.



Da ist die "Verpflegung" eh viel besser :whistle: Keine so stacheligen, trockenen Sträucher :pinch:





Wir sitzen alle ganz still im Jeep und trauen uns anfangs kaum zu reden. Doch unser Guide fährt immer noch näher ran, dreht nochmals, damit wir die Elis auch gut fotografieren können und wir geniessen es einfach, diesen Tieren so nah zu sein. Das sind dann wirklich tollen Begegnungen hier in Namibia B) .

Und das einzige, was zu hören ist, ist das Knacken der Äste, wenn diese vom Baum gerissen werden sowie die Kau- und Schluckgeräusche. Sonst sind diese Riesen nicht zu hören.











Doch hinter uns ist noch eine Herde….







… und dort läuft eine Elefantendame mit ihrem Kleinen auf die andere Seite....





.... und drüben auf der anderen Seite des Flussbettes stehen auch noch ein paar Dickhäuter rum. Wow – wir können unser Glück kaum fassen.



Dann fangen diese beiden Jungbullen eine kleine Rauferei an :ohmy:











Ganz wohl ist uns nicht, doch unser Guide kennt da nichts – er fährt den beiden hinterher, damit wir ja eine gute Sicht haben.



Dann haben sie aber keine Lust mehr...



... und sie verschwinden im Gestrüpp.



Wir fahren auf die andere Seite des Flussbettes und treffen auf eine weitere Elefantenherde. Die muss natürlich auch nochmals ausgiebig bewundert und bestaunt werden. Und ganz klar, es müssen auch Fotos geschossen werden :laugh:







Irgendwann drängt unser Guide dann aber doch darauf, endlich weiterzufahren. Es gibt ja noch so viel anderes zu sehen heute :whistle: .

Weiter geht es im Flussbett...



... und dann geht nichts mehr – wir stecken fest. Alles aussteigen, vielleicht hilft es ja, wenn der Jeep weniger Ballast hat.



Nach einigen Anläufen schafft es unser Guide, frei zu kommen und wir können weiterfahren.

Wir sehen noch ein paar Paviane bevor es weiter in Richtung „Gebirge“ geht.













Es geht nun wirklich über Stock und Stein, die Landschaft ist atemberaubend, aber Tiere sehen wir keine mehr.





Nachdem wir alle gut durchgeschüttelt sind, halten wir für ein zweites Frühstück an.



Aber: Wo ist meine kleine Kameratasche mit den ganzen Reserveakkus? Mist! :sick: Mir wurde unterwegs zu warm und da habe ich meine Jacke ausgezogen. Und dabei muss es passiert sein – ich habe vergessen, das Täschchen wieder umzuhängen und durch die holprige Fahrt durch das Gebirge muss sie wohl aus dem Jeep gefallen sein. Das ist jetzt aber echt ärgerlich :blush: . Die Kamera selber ist zum Glück noch da, aber ohne Reserveakkus fotografieren? Schwierig.
Unser Guide meint, wir fahren dann halt dieselbe Strecke wieder zurück – mit etwas Glück würden wir die Tasche vielleicht wieder finden. Das ist aber wirklich lieb, :cheer: aber trotzdem ärgerlich :blush: .
Und dann kommt er plötzlich mit einem Täschchen auf mich zu, das wie meines aussieht: Juhu :woohoo: - es ist meines :silly: . Der zweite Safariwagen hat die Tasche ein paar Kilometer von hier entfernt unterwegs gesehen und aufgehoben. Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen – so viel Glück auf einmal. Unvorstellbar.

Wir fahren weiter durch diese unheimlich schöne Gegend....



... und haben noch einen tollen Blick auf den Burning Mountain.



So sieht er dann doch etwas besser aus wie gestern abend.

Kurz vor dem Camp dann noch diese Straussenfamilie mit drei Kleinsträussen - ohhhh sind die niedlich.





Und diese "Was auch immer für" Trappen.



Gegen 12 Uhr kommen wir wieder an unserem Campground an.

Ich fahre noch mit zur Lodge, um die Tour zu bezahlen und geniesse auf dem Rückweg die vielen schönen "Kullersteine" B)









Hansi flüchtet vor Hitze und Mücken in den Camper, während ich mir meinen Mückenschutz überziehe. Zwischendurch muss ich aber einfach diese tollen Echsen bewundern. Die halten wenigstens still und sind einfacher zu fotografieren wie Vögel :whistle:










Äh, das ist natürlich ein Gecko :blink:

Zum Kochen gebe ich gerne Hansi meinen Mückenschutz ab....



...und dann warten wir geduldig auf den Sonnenuntergang bis wir von diesen Fliegen erlöst werden.



Wir haben keine Lust, morgen früh wieder mitten in der Nacht aufzustehen, nur um zu den Zeichnungen zu wandern und so beschliessen wir, dass wir auf die Felszeichnungen auch verzichten können.
Das ist doch die Gelegenheit, um noch etwas Holz ins Feuer zu legen und noch ein Gläschen Wein zu trinken – Good night.







Mowani Mountain Camp – Campground: Die Campgrounds liegen wunderschön zwischen den Felsen mit Blick ins Tal. Jeder Platz hat eine Küchenzeile, eine eigene Toilette und Dusche. Manche Plätze haben sogar ein Sonnendach, das hatten wir so nicht. Uns hat uns hier schon sehr gut gefallen. Lästig sind aber auf jeden Fall die vielen Mücken. Die sind nicht zum Aushalten.
Viele gehen glaube ich auch auf diesen Campground, in der Hoffnung an Elephant Drive – der sich wirklich gelohnt hat – teilnehmen zu können. Ich denke aber, dass die nachmittags Tour der Country Lodge eine gute Alternative dazu ist und dass das Mowani Camp einfach überbewertet wird. Camper sind dort wirklich überhaupt nicht erwünscht und werden entsprechend behandelt. Schade eigentlich. Unterwegs haben wir viele andere Lodges erlebt, die sich mit den Campern sehr gut „arrangiert“ haben und wo man sich auch – oder gerade als Camper - sehr sehr wohl fühlt.

Und hier noch ein paar "Closchüsselbilder" vom Campground:







Anhang:
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Dienstag, 24. Mai 2016 – Part I: Living Museum der Damara

Wir geniessen noch einmal das Frühstück hier an diesem schönen Platz – noch sind die Mücken nicht aufgetaucht – und packen dann so langsam unsere sieben Sachen zusammen. Und das heisst dann auch wieder: Vögel beobachten :woohoo:









Wir sind früh dran, bis nach Palmwag ist es nicht weit und so halten wir doch noch am Living Museum der Damara an.





Wir sind etwas skeptisch, was solche Besuche angeht. Letztes Jahr haben wir ja schon so ein Living Museum der San besucht. Klar, das war schon sehr interessant zu sehen, wie die San lange Zeit gelebt haben. Wir sind uns aber auch immer bei den Vorführungen ziemlich „blöde“ vorgekommen, vor allem gegen Schluss zu, wenn man für uns getanzt und gesungen hat.
Aber wir wagen einen neuen Besuch und werden sehr freundlich und liebevoll von dieser Dame in bestem Englisch begrüsst.





Sie ist jetzt unsere Guide und führt uns durch das Dorf. Gerne dürfen wir fotografieren und wir sollen sie alles fragen, was uns in den Kopf kommt. Da fühlen wir uns sofort wohl. Währenddessen sind noch andere Gruppen angekommen, die nun ebenfalls herumgeführt werden - Das ist hier echt gut organisiert und man fühlt sich hier wirklich wohl.

Zuerst werden wir im "Dorf" herumgeführt....







.... dann zeigt man uns die "Waffen" und was man damit noch so alles machen kann :silly:






Dieses Teil kann man als eine Art Messer oder als Pfeife verwenden oder man kann sich damit aber auch hervorragend am Rücken kratzen :laugh: . Ein echtes Multifunktionsteil also :woohoo:

Hier erklärt uns unsere Guide, wie Bier gemacht wird.




Nein danke, wir probieren mal lieber nicht :unsure:

Schliesslich geht es zur „Medizinfrau“, ganz wichtig im Leben der Damara.






Das hätten wir mal die letzten Tage wissen müssen: Elefantendung gegen Mücken :evil:


Und dieses Kraut kann man auch zum Zähneputzen verwenden.

Auch ich werde gleich mal mit der roten Farbe eingeschmiert - damit ich keinen Sonnenbrand bekomme.


Leider vergesse ich das irgendwann und laufe den ganzen Tag so rum :silly: Haha....

Uns wird gezeigt, wie aus den Fellen der gejagten Tiere die schönen "Kleider" der Damara gemacht werden.


Das ist mal ganz viel Arbeit.... und auch dafür kann man das "Multifunktionstool" benutzen - wie fortschrittlich :whistle:

Natürlich sitzen auch hier die Frauen zusammen und stellen den tollen Schmuck her, den man hier überall angeboten bekommt :whistle:




Am besten hat uns aber das Spiel gefallen, das die Damara wohl stundenlang spielen können. Wir haben die Spielregeln zwar nicht ganz verstanden, aber die beiden Damara, die uns das Spiel vorführen, wollen gar nicht mehr aufhören, und es kommen immer mehr Damara dazu und es wird heftig über den nächsten Spielzug diskutiert....











Das Feuermachen - natürlich Männersage :woohoo: - wird uns auch gezeigt.












Geschafft :woohoo:

Und ganz zum Schluss wird natürlich auch hier getanzt und gesungen. Doch es macht wirklich Spass der Darbietung zuzuschauen, man hat anscheinend wirklich Spass daran.





















Und bevor wir das tolle Dorf wieder verlassen noch ein paar weitere Eindrücke.



























Der Besuch hier hat uns ausgesprochen gut gefallen. Unsere „Gastgeberin“ war richtig gut drauf, hat gut Englisch gesprochen und ihr war es dann auch wichtig, dass wir etwas von ihrem alten Leben mitbekommen. Und sie hatte jede Menge Spass - wir auch :woohoo:
Am Ausgang ist dann natürlich noch ein kleiner Crafts Shop, an dem wir aber gerne das ein oder andere Schmuckstück und Mitbringsel gekauft haben.



Jetzt sind wir natürlich froh, dass wir hier noch angehalten haben. Das war auch eines der wirklich aussergewöhnlich beeindruckenden Begegnungen hier in Namibia B)





So, mehr schaffe ich vor dem Fussballspiel nicht mehr, ich hoffe, die Mädels sind nun "glücklich" :woohoo:

Living Museum der Damara:: Etwa 8 km von Twyfeltontein (an der Ecke D 3214 und D 2612 ausgeschildert), liegt das 2010 eröffnete Living-Museum der Damara, das in Zusammenarbeit mit der Living Culture Foundation Namibia entwickelt und aufgebaut wurde. Hier kann man viel über das Leben der Damara vor der Kolonialisierung erfahren. Wie sah ihre traditionelle Kleidung aus? Was aßen sie? Welchen Schmuck trugen sie? Das Museum hat täglich geöffnet. Der Link zum Schaudorf. Der Eintritt hat 80 N$/pro Person gekostet, glaube ich.

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