THEMA: Namibia - Don´t worry - be happy!
20 Jul 2015 21:09 #392421
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Fazit:

Was haben wir uns vor dem Urlaub Gedanken gemacht über sämtliche Sicherheitsaspekte, die hier diskutiert wurden, die Wasserqualität, Hygiene, Verhalten/Erreichbarkeit in Notfällen, Bargeldversorgung, Umgang mit Kreditkarten, Verlässlichkeit der Buchungen, Qualität des Campers, Ebola, Malaria und sonstige mögliche Krankheiten, das nötige Werkzeug für Notfälle, mögliche „Begegnungen“ mit Spinnen, Schlangen und Skorpionen, Einkaufs- und Waschmöglichkeiten, Sauberkeit der Sanitäranlagen, wie kommt man ins Sossouvlei, wie fährt man mit Allrad, wird es zu kalt oder zu warm, etc.
Aber: Don´t worry – Be happy

Und deshalb fange ich meinen Reisebericht mal ganz untypisch mit dem Fazit an.

Bei der Bargeldversorgung haben wir uns für die Sparcard der Postbank entschieden, mit der man theoretisch an allen Automaten mit Visa-Zeichen 10 mal/Jahr ohne zusätzliche Gebühren Geld abheben kann. Ansonsten hätten wir auch noch mit den Kreditkarten Geld abheben können.
Die ATMs der Windhoek-Bank wollten die Karte grundsätzlich nicht akzeptieren (mit unterschiedlichen Fehlermeldungen). Bei den ATMs von der First National Bank (FNB) haben wir nie Probleme gehabt.

Normalerweise sind wir immer mit Kreditkarten der Postbank unterwegs (2xVisa und Mastercard). Um noch eine weitere postbankunabhängige Karte zu haben, haben wir noch die kostenlose Mastercard von advanzia dazugenommen. Mit dieser Karte kann man im Ausland ohne zusätzliche Gebühren bezahlen. Zum Geldabheben ist diese Karte nicht geeignet, weil dabei viel zu hohe Gebühren anfallen.
Am ATM der Windhoek-Bank am Flughafen in Windhoek habe ich dann mit der Visa-Karte Bargeld bekommen (da hatten sehr viele Menschen vor und nach uns Probleme damit). Als wir am nächsten Tag in Windhoek an einem ATM der Windhoek-Bank Geld holen wollten war dies weder mit der Sparcard noch mit der Visa-Karte möglich. Obwohl wir zum Schluss unter 2.000 N$ waren, war die Summe angeblich zu hoch. Wir wollten dann bei der Bank direkt Geld holen, doch angeblich war unser Tageslimit ausgeschöpft !?! Kurze Panik! Wir haben es dann an einem ATM der FNB versucht und siehe da, no problem. Spasseshalber haben wir es unterwegs immer wieder mit dem ATM der Windhoek Bank versucht und haben dort nie Geld bekommen. Beim ATM der FNB gab es nie Probleme - muss man nicht verstehen.
Wir haben an den ATMs keine einzige „brenzlige“ Situation gehabt, haben aber immer nur dort Geld abgehoben, wo nicht zu viele Menschen drumherumgelungert sind und haben vor dem Abheben den Automaten auf Manipulation „untersucht“.
Beim Bezahlen mit Kreditkarte waren wir erstaunt, wie „korrekt“ alle Personen mit der Karte umgegangen sind. Wir wurden immer aufgefordert zum Apparat mitzukommen, so dass wir die Karte nie aus den Augen lassen mussten. Es wurde uns immer noch der Betrag gezeigt und gefragt, ob das so in Ordnung ist und erst dann durften wir den Beleg unterschreiben.
Lediglich ein Supermarkt kam uns irgendwie suspekt vor und dort haben wir dann bar bezahlt.

Unser „Hauptproblem“ im Vorfeld war die Sicherheit beim Einkaufen, Tanken oder Parken – vor allem beim Ersteinkauf in Windhoek. Wir sind zum SuperSpar in der Maerura Mall gegangen auf den „offenen“ Parkplatz. Es waren jede Menge Menschen unterwegs und wir hatten überhaupt keine Bedenken und auch kein komisches Gefühl, den Camper dort unbeaufsichtigt stehen zu lassen – trotzdem haben wir immer wieder mal während des Einkaufs geschaut, ob noch alles da ist :lol: . Beim Einräumen, nein eigentlich schon beim Einpacken im Supermarkt, haben sich dann einige Jungs angeboten, uns beim Einräumen zu helfen, gegen etwas Trinkgeld natürlich. Aber auch diese Situation fanden wir jetzt nicht schlimm oder bedrohlich.
Und das war eigentlich bei all unseren Grosseinkäufen so: weder in Rosh Pinah, noch in Swakopmund oder in Tsumeb hatten wir ein komisches Gefühl oder haben wir uns bedroht gefühlt. In den kleineren Orten, wo wir nur wenig eingekauft haben, ist immer einer beim Auto geblieben, doch das wäre eigentlich nie wirklich nötig gewesen.
Klar, dass im Auto nichts sichtbar rumlag und unsere Wertsachen (Geld, Kreditkarten und Reisepässe) hatten wir immer „am Mann“ – aber das machen wir immer und überall so. Und das ganze elektrische Equipment und diverse Fotoapparate waren im hinteren Teil des Campers „versteckt“ also einfach im Camper gelassen.
Unterwegs auf den Picknickplätzen und am Strassenrand hatten wir auch keine „dubiosen“ Begegnungen – und da hat man hier ja auch schon einiges gelesen, was man tun oder nicht tun sollte. Ich glaube, wir hätten sogar den ein oder anderen Tramper mitgenommen, wenn wir Platz gehabt hätten.
Natürlich wurden wir unterwegs auch immer wieder angesprochen und um Geld, um Unterstützung für eine Jugendfussballmannschaft - nein nichts geben - oder um den Kauf von Souvenirs gebeten. Doch diese Personen waren immer freundlich und höflich und wenn man nein gesagt hat, waren sie auch gleich wieder weg.
Und auch auf den Campgrounds – da waren manche schon ganz schön abgelegen (also für unsere Begriffe) – hatten wir kein einziges Mal ein komisches Gefühl.
Alles in allem haben wir uns eigentlich kein einziges Mal bedroht gefühlt, und wir hatten auch nie das Gefühl, dass man uns übers Ohr hauen wollte. Ganz im Gegenteil: Als wir ins Sossouvlei gefahren sind, wollten wir uns die Luftablass- und wieder Aufblasprozedur sparen und haben den Shuttle genommen. Der Fahrer hatte kein Wechselgeld und meinte, dass er es uns auf der Rückfahrt geben würde. Na ja, daran haben wir jetzt nicht so wirklich geglaubt. Und was soll ich sagen: Er kam irgendwann auf uns zu und meinte nur, dass wir doch die mit dem Wechselgeld wären und gab uns das bereits abgezählte Geld zurück!
Wobei unser Sicherheitsempfinden natürlich durch die Nachricht vom Überfall auf Andi Meier und seine Freundin einen gehörigen Dämpfer bekommen hat.

Wenn wir im Ausland unterwegs sind, nehmen wir grundsätzlich nur Trinkwasser zum Zähneputzen, fürs Kaffee- und Teewasser oder zum Nudeln abkochen. Anfangs haben wir das hier auch so gemacht, doch war uns das irgendwann zu „doof“ und wir haben das Wasser vom Campingplatz genommen (man hat uns immer wieder versichert, dass das alles Trinkwasser sei). Und was soll ich sagen? Nichts passiert.

Das Fleisch war auch immer so lecker, dass wir es – trotz einiger Warnungen hier im Forum – immer medium gegessen haben und auch sonst haben wir fast alles gegessen, was auf den Teller kam. Es war immer gut und immer lecker. Tiramisu und Salate mit Mayo und ähnliches essen wir auch daheim im Sommer nicht. Auch das Fleisch, das wir unterwegs in Meatshops, auf den Farmen oder in Tankstelle gekauft haben, hatte immer eine super Qualität.





Über die Sauberkeit der Sanitäranlagen – sowohl unterwegs als auch auf den Campgrounds - wurde hier schon so viel geschrieben und das können wir wirklich nur bestätigen. Da können sich manche Restaurants in Deutschland eine Scheibe abschneiden.

Ein grosser Diskussionspunkt bei uns waren Spinnen, Schlangen und Skorpione. Mein Göttergatte hat eine Spinnenphobie und wäre er am ersten Abend einer Spinne begegnet, dann hätte er die Abende – und die fangen im Juni ja sehr früh an – im Camper verbracht. Und an alle „Leidensgenossen“ folgende Nachricht: Lediglich am allerletzten Campground ist ihm eine klitzekleine Spinne begegnet und da war er so entspannt, dass auch hier einem Lagerfeuer im Freien nichts im Wege stand. Man hat uns im Vorfeld immer wieder gesagt, dass man diese Tiere wohl eher selten sehen wird und dass es ihnen im Winter viel zu kalt wäre. Das haben wir nicht ganz geglaubt, aber wir können das wirklich so bestätigen. Keine „Tiersichtungen“ in diesem Sektor – Uff, Glück gehabt.

Und so kommt dann auch unser Fazit zustande: Namibia – Don´t worry – Be happy!

Ach und auch noch ein paar Worte zu ASCO – da gibt es ja gerade einen eher unschönen Bericht dazu.
Wir haben uns für ASCO entschieden, weil wir den Bushcamper haben wollten. Zum einen wegen dem schönen grossen bequemen Bett, aber auch weil der Camper eine Toilette hat, die wir aber nie benutzt haben B) . Und natürlich auch, weil die Beurteilungen alles in allem ganz in Ordnung waren.
Gebucht haben wir von daheim aus – bereits diese Abwicklung war vorbildlich. Wir wurden im Vorfeld über alles informiert, was wichtig ist. Und wir haben die „Zusatzversicherung“ mitgebucht – ob die jetzt sinnvoll ist oder nicht – uns hat sie etwas beruhigt. Die Rechnung war in Euro und wurde auch nach der „Euroabwertung“ im Frühjahr nicht angepasst und wir konnten auf ein deutsches Konto überweisen.
Vor der Anreise wurden wir gebeten ein Excel auszufüllen mit allen möglichen Infos, unter anderem auch für die Vertragserstellung und die Transfers. Und sowohl der Transfer vom Flughafen zum Hotel, als auch der Transfer am nächsten Tag vom Hotel zur Vermietstation hat reibungslos geklappt. Der Fahrer war sogar wesentlich früher da wie vereinbart. Der Vertrag war vorbereitet – das hat in den USA bisher noch nie funktioniert – und nachdem wir das Sicherheitsvideo gesehen haben und man uns den Camper bis ins kleinste Detail erklärt hatte, konnten wir losfahren. Das Auto war trotz 96.000 Kilometern auf dem Tacho in einem sehr guten Zustand und alle Reifen einschliesslich der Ersatzreifen waren (fast) neu. Wir waren wirklich erstaunt, wie professionell das ASCO managt.
Wir hatten die ganzen vier Wochen, die wir unterwegs waren keine Probleme mit dem Auto und mussten – zum Glück – auch keinen Service in Anspruch nehmen. Auch hatten wir keine einzige Reifenpanne. Lediglich auf einem 4x4-Trail war ein Stein im Weg, der die Abdeckung des Wassertanks beschädigt hat und die Aufhängung wurde komplett verbogen. Dumm gelaufen.
Die Abwicklung bei ASCO dann wirklich vorbildlich: Der Manager (?) ist zufälligerweise am Camper vorbeigelaufen und meinte nur: „Tja, da war wohl was im Weg – kann passieren“. Und an der Rezeption meinte man dazu nur, dass man nun die Kaution einbehalten werde (1.500 N$) und für diese Belastung wurde dann ein neuer Beleg erstellt (und nicht der provisorisch gebuchte Betrag abgezogen). Mit weiteren Kosten müssten wir nicht rechnen. Das war´s und bisher ist auch nichts weiter abgebucht worden.
Wir können uns also wirklich nicht beschweren und würden jederzeit wieder bei ASCO buchen.

Ja und über den Bushcamper ist ja auch schon einiges geschrieben worden und dem können wir uns nur anschliessen: Obwohl es ein Camper ist, ist er super geländegängig. Wir sind einige Trails gefahren und der hat wirklich alles mitgemacht (ok, einmal war es halt einfach etwas eng – und was muss auch der Stein da in den Trail hinreinragen :whistle: ). Er hat einen Doppeltank mit 170 Litern Fassungsvermögen – damit kommt man ganz schön weit – einen Wassertank mit 40 Litern – den wir nicht wirklich gebraucht hätten – ein bequemes und grosses Bett, das man nicht erst aufbauen muss und eine Toilette – sofern man diese wirklich braucht. Die Matratze ist echt ok und wir haben anstandslos eine zweite Garnitur Decken und Kissen bekommen. Der Stauraum ist beträchtlich und wir haben unser gesamtes Gepäck und die gesamten Vorräte für vier Wochen untergebracht. Und auch der Kühlschrank bietet genügend Platz für Essen und die Sundowner-Getränke. Die „Geschirrkiste“ umfasst alles, was man braucht und natürlich war auch Werkzeug, ein Kompressor, ein Erste-Hilfe-Kasten, Warndreieck und eine Schaufel mit dabei.








Und was natürlich ganz toll war: Es ist ein Inverter eingebaut mit einem deutschen Stecker, so dass wir immer und jederzeit alle unsere elektrischen Geräte laden konnten, auch wenn wir keinen Strom hatten. Mit dem Camper ist man wirklich stromunabhängig und wir haben deshalb auch oft darauf verzichtet, ihn überhaupt an Strom anzuschliessen.
Wir hatten übrigens den Camper mit dem Kennzeichen N 130584W und dort war die Fussklappe mit Silikon fest verschlossen.

Ach ja, noch ein paar Tipps für unterwegs:
• Die Namibianer lieben Listen und Registrierungen. Und jedes Mal wird man nach dem Auto-Kennzeichen gefragt – also am Besten die Nummer einmal aufschreiben und dann diesen Zettel immer zur Hand haben oder den Autoschlüssel mitnehmen

• Für den Camper gibt es ein Leintuch, doch das ist ziemlich knapp. Um nicht ständig das Leintuch zurechtziehen zu müssen, haben wir ein passendes Spannbetttuch mitgenommen. Das war Gold wert.

• Und was man ständig braucht sind: Labello, Nasenspray und Handcreme.

So, genug geschrieben, jetzt geht es endlich Auf Pad und ich versuche natürlich auch ein paar (Nichtprofi) Fotos miteinzubauen. Vielleicht hat ja jemand Interesse daran, an unserer Ersttäter-Tour in Namibia mitzufahren. Kalte Getränke gibt es reichlich und auch am Lagerfeuer ist noch Platz genug.
Letzte Änderung: 20 Jul 2015 21:12 von LolaKatze. Begründung: Foto richtig platzieren
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21 Jul 2015 18:39 #392544
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So, und nun geht es endlich los:

Tag 1: Donnerstag, 11. Juni 2015

Wir sind pünktlich um 5.30 Uhr In Windhoek angekommen. Es ist richtig kalt (minus 2 Grad wird gemunkelt) und wir beeilen uns alle, in die Halle zu kommen. Bereits daheim haben wir das Einreiseformular ausgefüllt (bekommt man über das Tourist-Office in Frankfurt) und so haben wir schnell unser Visum bekommen. Die Koffer waren auch bald da und am Ausgang hat uns auch schon Bruno, unser Fahrer von ASCO begrüsst.
Wir haben noch Zeit, um zum ATM zu gehen. Mit der Postbank Sparcard hatte ich kein Glück, aber mit der VISA-Karte hat er 2000 N$ ausgespuckt. Andere Urlauber hatten da wesentlich mehr Probleme. Für eine Telefonkarte war es noch zu früh, also sind wir gleich in unsere Pension Steiner nach Windhoek gefahren worden. Bereits im Vorfeld haben wir gefragt, ob wir überhaupt so früh schon kommen dürfen – wir durften – und da ein Zimmer frei war, konnten wir auch gleich aufs Zimmer gehen. Das war toll – und das ist Service. Wir haben uns etwas frisch gemacht und sind dann gleich frühstücken gegangen. Alles da, was man braucht, es werden sogar Spiegeleier und Rühreier gemacht.



Eigentlich hätten wir uns jetzt gerne hingelegt, aber wir wollten uns noch ein bisschen die Independence Avenue anschauen.






Wir schlendern etwas rum, aber wir sind müde, überall wird gerade gebaut – das lädt nicht wirklich zum Flanieren ein – und zum Shoppen haben wir nicht wirklich Lust.



Im Wernhill Park haben wir dann wenigestens noch die Telefonkarte gekauft. Der Verkäufer war so nett und hat uns – trotz einer riesengrossen Schlange hinter uns – noch alles eingerichtet. Das nenn ich mal Service.

Dann wollten wir noch etwas Geld holen und zwar am ATM der Windhoek Bank. Aber sowohl mit der Sparcard als auch mit der Visa-Karte: Fehlanzeige. Die Summe wäre nicht verfügbar. Naja, dann versuchen wir es halt in der Bank, vielleicht ist der ATM ja auch leer. Man hat in irgendeinem VISA-Büro angerufen und wir haben kein Geld bekommen, weil angeblich das Limit überschritten wäre. ???? Panik!!!
Was tun? Ist da heute früh am Flughafen die Karte kopiert worden? Nein, das kann eigentlich nicht sein. Ok, lass es uns mal am ATM der FNB versuchen: Mit der Sparcard: kein Problem. Und jetzt noch mit der VISA-Karte: Auch kein Problem. Seltsam, also ist die Karte wenigstens in Ordnung. Uff, da ist uns dann doch ein Stein vom Herzen gefallen.
Und dann hatten wir keine Lust mehr und sind in die Pension zurückgegangen. Während Hansi etwas Augenpflege betrieben hat, habe ich mich an den Pool gesetzt und gleich Freundschaft geschlossen. Eigentlich waren es ja 3 Stubentiger, doch die wollten nie alle zusammen auf ein Bild.









Der Hunger hat uns dann zu einem Take-Away in der Nähe getrieben (gegenüber dem Baumarkt). Dort kann man sich die Komponenten seines „Menüs“ selber zusammenstellen, dann wird das Essen einzeln gewogen, auf den Teller gegeben und zusammen warm gemacht – ganz schön umständlich. Draussen haben wir uns dann hingesesetzt und unser „Festmenü“ so richtig mit Appetit und mit bester Unterhaltung gegessen. Hier herrscht ein Kommen und Gehen, man begrüsst sich lauthals, lacht, sitzt zusammen, telefoniert, schimpft – und wir mittendrin!




Dann mussten wir wieder zurück, weil wir bei Bwana Tucke Tucke die Stadtrundfahrt gebucht haben. Uwe (?), unser Fahrer war viel zu früh da. Und dann ging es los.
Ist das toll, sich in einem alten offenen Landrover durch die Stadt fahren zu lassen. Zuerst ging es über ein holprige Piste zum Auas-Blick – Windhoek von oben.



Hier erfahren wir dann erst einmal einiges zu Land und Leuten, den einzelnen Stadtteilen und Namibia im Besonderen. Weiter geht es dann zur Christus Kirche mit Blick auf die „Kaffeemaschine“ und wir lassen uns natürlich einen geschnitzten Schlüsselanhänger mit unserem Namen „andrehen“. Es ist heiss, wir haben vergessen, uns einzucremen, meine Sonnenbrille ist verschollen und Hansi hat seine Mütze vergessen. Prima.








Weiter geht es zum Bahnhof und dann fahren wir durch Katutura, dem Ort, wo niemand sein will. Katutura hat bei uns grossen Eindruck hinterlassen – so viel Elend (?) auf einem Haufen und trotzdem so viele fröhliche Gesichter – das war zumindest unser Eindruck.














Dann geht es zur Rush Hour zurück zur Pension. Irgendwie sind wir ziemlich fertig, aber kurz vor 19 Uhr – natürlich wieder viel zu früh – war unser Fahrer des „sicheren“ Taxis da – wir haben einen Tisch in Joe´s Beerhouse reserviert. Uns hat es dort ausgesprochen gut gefallen und wir fanden auch die Einrichtung sehr urig mit viel Atomsphäre. Gegessen haben wir natürlich die „Game-Platte“, um einmal die wichtigsten Fleischsorten (Kudu, Springbock und Oryx) für die nächsten Wochen kennenzulernen – es hat alles vorzüglich geschmeckt. Aber wir waren so müde, dass wir ganz vergessen haben, das Essen zu fotografieren. Dann haben wir bezahlt (mit Kreditkarte und ich musste mitkommen zum Karten-Apparat) und die Bedienung hat unseren Taxifahrer bestellt, der auch kurz darauf gekommen ist. Jede Fahrt hat 80 N$ gekostet. In der Pension sind wir dann hundemüde ins Bett gefallen – was für ein erster Tag in Namibia.


Anhang:
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22 Jul 2015 20:39 #392718
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Tag 2: Freitag, 12.Juni 2015 - Übernahme des Bushcapers

Ab 7 Uhr gab es Frühstück und dann mussten wir uns beeilen, weil der Fahrer von ASCO uns bereits um 8 Uhr abgeholt hat – natürlich wieder viel zu früh.

Bei ASCO hatten sie schon alles vorbereitet und wir mussten den Vertrag nur noch unterschreiben. Nachdem wir das Sicherheitsvideo gesehen haben und man uns den Bushcamper ganz genau erklärt hat, sind wir noch die vorhandenen Schäden durchgegangen. Der Camper hatte bereits 96.000 km auf dem Buckel, war aber bis auf die vielen Dellen und Kratzer (aber dann kommt es auf eine mehr auch nicht mehr an :whistle: ) in einem super Zustand. Die Reifen und auch die Ersatzreifen waren (fast) neu und das Auto war picobello sauber. Wir haben – weil es so kalt war – anstandslos einen zweiten Satz Decken und Kissen bekommen und dann konnten wir auch schon losfahren mit unserem neuen Zuhause. Oh je Linksverkehr - da muss man sich erst einmal dran gewöhnen.

Es ging in den SuperSpar in der Maerura-Mall und was soll ich sagen: Ein Einkaufsparadies, in dem es alles gibt, was das deutsche Touri-Herz braucht (oder auch nicht).






Wir hatten jede Menge helfende Hände, wollten aber auf dem Parkplatz nicht mit dem Einräumen anfangen. Also haben wir nur das Fleisch in den Kühlschrank gelegt und den Rest einfach mal so aufs Bett geschmissen. Wir haben auch noch Wein und Bier gekauft und beim PEP haben wir die restlichen Dinge bekommen, die uns noch gefehlt haben. Jetzt aber nichts wie weg hier, zurück in die Pension.



Dort war dann erst einmal auf- und einräumen angesagt. Wo soll nur das ganze Zeug hin? Unsere Klamotten (viel zu viel) und die ganzen Vorräte für vier Wochen? Nein man muss nicht wirklich Milch für vier Wochen einkaufen und Wasser bekommt man auch überall – Anfängerfehler! Aber irgendwann hatte alles seinen Platz. Uns haben noch einige Campingsachen gefehlt, die wir noch schnell beim Cymot geholt haben – und auch das hat noch in den Camper gepasst.



Zum Essengehen hatten wir dann aber keine Lust mehr, deshalb gab es Vesper mit Wein auf dem Zimmer. Und wir haben dann das letzte Mal für die nächsten vier Wochen Fernsehen geschaut.

Morgen geht es endlich richtig auf Pad. Bisher hat uns Windhoek eher genervt – so viel Verkehr und dann auch noch links, Baustellen ohne Ende und so viele Menschen….

Pension Steiner: Sehr zentral gelegen, rund um die Uhr bewachter Eingang, sicherer Parkplatz, schöner und ruhiger Innenhof mit Pool, Frühstück vollkommen ausreichend, saubere und recht grosse Zimmer, Safe
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23 Jul 2015 19:48 #392893
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So, und jetzt geht es endlich auf Pad.

Tag 3: Samstag, 13.Juni 2015 - Fahrt zur Bagatelle Game Ranch

Wieder früh raus, gefrühstückt und dann endlich losgefahren. Wir wollten aber noch bei Trans Kalahari Meat & Bildtong Supplies vorbei und Fleisch kaufen – aber nach zwei Stunden sinnlosem herumkurven in Windhoek haben wir den Laden immer noch nicht gefunden.
=> gibt es diesen Laden überhaupt noch? Weil eigentlich müssten wir dort ein paar Mal vorbeigefahren sein.



Aber dann habe ich aus dem Augenwinkel den Biltong&Bites Laden gesehen - wenigstens haben wir jetzt richtig leckeren Biltong in allen möglichen Geschmacksrichtungen :cheer: . Jetzt aber nichts wie raus aus Windhoek. Sobald man die Stadt hinter sich gelassen hat, wird der Verkehr zusehends weniger und es ist angenehm zu fahren. Aber auch langweilig. Aber wir sehen unsere ersten Paviane! (auch wenn das Foto leicht unscharf ist - der erste Pavian muss einfach gezeigt werden :whistle: )





Natürlich halten wir am Tropic of Capricorn an, um das obligatorische Bild zu machen :P



Hansi ist froh, als wir endlich in unsere erste Gravel Road abbiegen. Das gefällt ihm (noch) wesentlich besser - aber wie das staubt!



Boh, sind die gross, die Webervögelnester.



Und was ist das für ein komischer Vogel?



Wie kommen aus dem Staunen nicht heraus. Die nächsten zwei Stunden bekommen wir ausser ein paar Springböcken und unsere ersten Oryxe keine Menschenseele zu sehen.



Aber auch jede Menge Termitenhügel - sehen die toll aus.



Und dann sind wir auch schon da: An der Bagatelle Game Ranch.





Wir werden freundlich mit einem Begrüssungscocktail begrüsst und da alles vorgebucht war, sind die Formalitäten sehr schnell erledigt und wir können auf unsere Campsite fahren. Auf dem Weg dorthin springen Springböcke herum - wir der Name schon sagt.



Und dann erst unsere Campsite – ein ganzes Waschhäuschen nur für uns alleine Wow! Wir können es gar nicht fassen. Wir trinken erst einmal unser „Hach, was geht es uns doch gut“-Bierchen und geniessen die Ruhe und unseren ersten richtigen Tag in Namibia.







Der Sonnenuntergang ist traumhaft schön, doch dann wird es auch schon dunkel. Schnell den Grill angeschmissen – wenn das nur so schnell gehen würde – und dann gibt es lecker Fleisch und zum Abschluss noch ein schönes Lagerfeuerchen.







Kalt ist es , aber wir haben das ja gewusst und entsprechende Kleidung eingepackt. Es gibt also kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung. Und für die ganz kalten Nächte haben wir noch eine dünne, leichte, aber sehr warme und kuschelige Fleecedecke eingepackt.
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So und heute kommen wir endgültig in Afrika an.

Tag 4: Sonntag, 14.Juni - Bagatelle Ranch - Part I

Der Wecker klingelt früh, wir haben den Bushmanwalk gebucht - nicht nur wir. Eine ganze Reisegruppe – Mann sind wir froh, dass wir alleine unterwegs sind – kommt ebenfalls mit. Jonathan ist unser Dolmetscher und dann warten auch schon fünf Buschmänner, die ausser ihrem Lendenschurz nichts anhaben auf uns – und das bei der Kälte, die armen. Brrrr



Nach einer kurzen Begrüssung geht es dann auch schon los.



Uns wird in den nächsten drei Stunden gezeigt, wie die San früher gejagt haben, wie sie in der Wüste überleben konnten, was für Heilmittel sie haben und wie sie gelebt haben. Obwohl es natürlich schon alles etwas touristisch angehaucht war, hat uns der Walk sehr gut gefallen, hat er uns doch etwas das Leben der San nähergebracht und auch die für uns so ungewöhnliche Sprache mit den Klicklauten.
























Dieser "Bursche" hatte richtig schauspielerisches Talent:





Zum Abschluss sind wir dann noch in ein Schaudorf der San gegangen, wo man uns unter anderem gezeigt hat, wie aufwändig es ist, die schönen Ketten aus Strausseneiern herzustellen. Und natürlich – was für ein Zufall – konnte man gerade diese Ketten dort auch kaufen. Das habe ich aber gerne getan, weil die Ketten sind wirklich schön.



























Und zum Abschluss noch ein kleines "Spielchen" - wir sollten das Alter der San schätzen und die San unseres - gar nicht so einfach.



Zurück am Campsite haben wir dann erstmal ausgiebig gefrühstückt und da wir bisher, wenn wir was gebraucht haben, ständig am Suchen und Wühlen waren, habe ich einen Versuch unternommen, etwas Ordnung in das Chaos zu bringen. Schwierig – egal was man braucht, man ist immer am Wühlen und Suchen. Und weil ich gerade noch etwas Zeit hatte, habe ich auch gleich mal einen „Waschtag“ eingelegt.



Ja, jetzt sind wir wirklich angekommen - Fortsetzung folgt.
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25 Jul 2015 11:50 #393102
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Fortsetzung Bagatelle Ranch

Und dann ist auch schon wieder Zeit für unsere nächste Aktivität: Wir haben auch noch den Game-Drive gebucht. Wir sind etwas früh dran, lernen den Hausspringbock kennen und schauen uns etwas die Lodge an. Die gefällt uns sehr sehr gut.





Ach ja, die Hauskatze scheint gespürt zu haben, wie sehr wir unsere Lola vermissen.



Dann kann es endlich losgehen.



Etwa 2 Stunden lang fahren wir durch das Gelände und sehen ersteinmal wieder springende Springböcke.



Natürlich dürfen die Oryxe auch nicht fehlen.





Und dann der erste Kudu - wie auf dem Laufsteg präsentiert er sich uns - und weitere folgen.





Schau, dort ist ein Streifengnu.



nein ganz viele, die laufen vor uns über die Pad - wie schön die sind.







Und dann, unsere allererste Giraffe.





Nein sogar zwei, drei, ..... viele!















Sorry, unsere ersten Giraffen, die müssen ausreichend gewürdigt werden.





Oh, ist das toll. Jetzt sind wir in Namibia angekommen. Wir fahren zurück zur Lodge.









Dort holt Pedro, unser Fahrer, Fleisch für die Cheetahs und dann geht es weiter zum Cheetah-Feeting, das uns auch total fasziniert. Soo schöne Tiere.





Achtung Vegetarier - es wird blutig.







Die Cheetahs sind satt und ziehen sich zurück - und wir fahren weiter.



Nach so viel neuen Eindrücken, ist es jetzt Zeit für den ersten richtigen Sundowner hier in Namibia mit einem fantastischen Sonnenuntergang.







Und zum Abschluss des Tages haben wir noch das Dinner in der Lodge dazugebucht, das nächste Highlight.
Als Vorspeise gab es Kudu Carpaccio – schmackofatz - und im Anschluss geht es zum Buffet: Kartoffelgratin – hm lecker – Bohnen und Karotten – lecker – Couscous Salat – saulecker – Chicken – kann ich daheim essen – Kudu Sosatie – yamyam- und gegrillten Springbock – der Hammer. Dazu ein vorzüglicher Weisswein und zum Abschluss Eis mit Schoko/Amarula-Sauce. Das Essen war einfach die Wucht, das hat sich mal richtig gelohnt.



Vorsichtig fahren wir zurück zu unserer Campsite und fallen glücklich, zufrieden, satt und hundemüde ins Bett.

Bagatelle Ranch Campground:
Es gibt etwa fünf Campgrounds, die ziemlich weit auseinander liegen und jedes hat sein eigenes Sanitärhäuschen. Man bekommt hier regelmässig Besuch von Springböcken, Kudus und Oryxen und zur Einstimmung ist der Platz einfach super. Die angebotenen Aktivitäten haben uns sehr gut gefallen und hier hatten wir das – mit Abstand – beste Essen unserer Reise.
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