THEMA: 12 Reifen für ein Halleluja - Namibia im August 13
25 Sep 2013 18:50 #305815
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Kapitel 3: Sonntag, 4. August 2013
Klein Aus Vista, Eagle’s Nest - Tagestour nach Kolmanskop und Lüderitz


Teil 2: … Straße gesucht! …

Die Geschichte von Steffi und den Flamingos ist eine Geschichte voller Missverständnisse B) ! Der Flamingo ist in Bezug auf mich wie das Eland, nur eben halt als Vogel! Überall, wo es die Tiere in Massen geben soll – wenn ich komme, sind sie nicht da :blink: ! Sind sie doch da und sehen sie mich kommen, fliegen sie weg…sofort… alle … :S ohne zurückzublicken … einfach nur weg … und ich bleibe zurück … einsam, flamingoverlassen… :dry: ! Ich breche mittlerweile schon in Jubelschreie aus (innerlich B) ) wenn mir ein einziger Flamingo zurückbleibt, mir nicht die Kehrseite zeigt und nicht sofort das Weite sucht! Mein liebreizender Göttergatte findet das Ganze übrigens höchst amüsant und lacht sich regelmäßig schlapp, wenn ich wahlweise schmollend oder wild fluchend den Flamingos hinterher blicke – obwohl die Flamingos bei ihm bisher das allerselbe stark verflüchtigende Verhalten an den Tag gelegt haben! Vermutlich trägt Christian aber auch die ganze Schuld an unserer bisherigen Flamingo-Misere und hat einfach schlechtes Flamingo-Karma und ich werde hier nur in Sippenhaft genommen :whistle: !

An diesem Tag aber sollte sich das ändern …



Denn als unser Ranger durch die unwirtliche Landschaft rollte, sahen wir vor uns plötzlich eine kleine Bucht. Und in der Bucht … Flamingos … :woohoo: nicht flüchtend … und wenn ich richtig liege, dann sogar gleich Vertreter beider Flamingoarten!

… die „Kleinen“ (lesser Flamingo)…



… die „Großen“ (greater Flamingo)…



Und es sollten nicht die einzigen sein: Auf unserer weiteren Fahrt Richtung Diaz Point sahen wir immer wieder einzelne Gruppen in den Buchten stehen … allesamt nicht flüchtend. Was will man mehr? :cheer:

Tag 3 der Reise und wir hatten was gesehen?

- Flamingos, die – bei uns ja nicht selbstverständlich – überhaupt da waren, mehrere, mehrmals und die dann auch nicht vor uns flüchteten (die allermeisten wenigstens) B)

- Elands, die – bei uns ebenfalls nicht selbstverständlich – überhaupt da waren, mehrere und die dann auch nicht vor uns flüchteten (gar keins!) B)

Da konnte der Klippspringer doch nicht weit sein, oder? … ums vorweg zu nehmen: War er! :huh: Ist er! :blink: Und überhaupt! - wir sind immer mehr der Ansicht, dass Klippspringer ein Mythos sind :woohoo: ! Die gibt’s bestimmt überhaupt nicht in Afrika! Die wurden nur erfunden, um uns mit ihrem Nicht-Auftauchen zu ärgern! Kann gar nicht anders sein! :whistle: B)

Aber zurück nach Lüderitz Halbinsel! Landschaftlich ist die Halbinsel – bzw. zumindest das, was wir gesehen haben, in ihrer Unwirtlichkeit wirklich sehr beeindruckend. Faszinierenderweise liefen uns sogar dort inmitten dieser beeindruckenden Sand- und Gesteinödnis vereinzelte Springböcke über den Weg.

Für alle die sich jemals gefragt haben, wie die Wetterlagen an der Küste zu bestimmen sind, stand dieser tolle Helfer am Parkplatz beim Diaz Point ;) .



Nun muss ich zugeben: So wirklich am Diaz Point waren wir ja nicht :whistle: … wir haben nur hingesehen .. aus der Ferne! B) Meine Familie hatte nämlich in Kolmanskuppe bereits beschlossen, dass strahlender Sonnenschein plus Afrika ab spätestens 9.00 Uhr morgens Wärme bedeutet und hatte sich entsprechend entkleidet (okay in Kolmaskuppe war es temperaturtechnisch schon ganz angenehm gewesen) – entgegen meiner vehementen Hinweise, dass wir doch nun an die Küste fahren würden, und dass es dort immer windig und kalt sei! Aber nein, trotz bisheriger gegenteiliger Erfahrungen und meinem ausdrücklichen Rat – Afrika? Kalt? Kann gar nicht sein! :whistle:



Und so standen neben mir vor der Brücke hinauf zum Diaz Point drei bibbernde, schlotternde Gestalten in Sandalen und kurzen Hosen, die Haare vom kühlen Wind verzaust mit Blick auf das tosende Meer, die einstimmig feststellten: „Da gehen wir nicht hin! Hier ist es kalt!“ :laugh:

Okay, es war wirklich ziemlich „frisch“ und außerdem echt übelst windig – ich wollte da geschlossenes Schuhwerk hin oder her auch nur bedingt hinauf laufen… ;)



Das Panorama um uns herum war zwar beeindruckend, aber nicht wirklich einladend zum längeren Verweilen…

Wir beschlossen deshalb die Lüderitz-Halbinsel weiter vom warmen Auto aus zu erkunden. Auf unserer Karte waren ja noch ein paar frei zugängliche Pisten eingezeichnet, die zu irgendwelchen weiteren Buchten führen sollten. Vielleicht würden da ja noch ein paar Flamingos auf uns warten?

Nachdem an der ersten Abzweigung gleich Ruinen einer Walfängerstation angeschrieben waren, bogen wir dort ab. Klang ja interessant! Hhhmm… :huh:

Irgendwie war es das dann auch! :laugh: … So im Nachhinein bin ich der festen Überzeugung, dass die Ruinen besagter Walfängerstation aus einem verrosteten Irgendwas mitten im Nirgendwo bestehen ;) . An dem sind wir nämlich vorbeigefahren - haben es allerdings nicht als unser Ziel erkannt. Vor uns führte ja die Piste weiter … ein Ziel kommt bekanntlich ja immer am Schluss :whistle: , also weiter … und weiter … und weiter … die Piste wurde immer, nun ja … abenteuerlicher? :huh: … interessanter? :blink: … weniger vorhanden? :unsure: Genau genommen war es eigentlich nur noch eine Fahrspur, der wir folgten … wenngleich neben uns kreuz und quer noch zig andere Fahrspuren verliefen… :S

Nun ist es ja so: In unserer Familie und folglich in unserer Kleingruppenreisetruppe wird NIE abgebrochen bevor man am Ziel ist :whistle: … selbst dann nicht, wenn man vielleicht schon am Ziel vorbeigefahren ist. In diesem Fall taten wir es dennoch, denn als die Fahrspur irgendwann zwischen Felsen führten und die Breite der Fahrspur bzw. die Breite des Spaltes zwischen den Felsen nicht mehr ganz vereinbar schien mit der Breite des Rangers, meuterte unser Fahrer und weigerte sich noch einen Meter weiterzufahren. :dry:

Okay, war auch ganz sinnvoll so. Aber der Spaß fing damit erst an! Denn als Christian den Ranger gewendet hatte, standen wir vor einem Sammelsurium an unterschiedlichen Fahrspuren – welche nun nehmen? :blink:

Eigentlich war es kein großes Problem – die ungefähre Richtung wussten wir ja und soooooo weit waren wir nun auch nicht vom Hauptweg ab. Mir tut Christian im Nachhinein nur immer noch ein bisschen leid, denn in den folgenden 10 Minuten durfte er sich zahlreiche Ratschläge seiner drei Passagiere anhören, die sich vor engagierter Hilflosigkeit nur so überboten! :whistle: (Ich rechne es ihm echt hoch an, dass er uns nicht ausgesetzt hat! :blush: )

Passagier 1: „Pass auf, da ist ein Stein!“ – Fahrer: :huh: „Danke, für den Hinweis! Hier sind überall Steine!“

Passagier 2: „Du, probier doch mal die Fahrspur dort oben, die sieht besser aus!“ – Fahrer: :S „Und wer sprengt mir den Felsen zwischen unserer und der dort oben weg?“

Passagier 3: „Wäre es nicht sinnvoll, wenn du zurück auf die Straße fahren würdest?“ – Fahrer: :blink: :blink: - Stille – :blink: :blink:

Letzten Endes hat uns Christian dann aber doch recht zügig zurück zur „Hauptstraße“ gebracht und der nächste Abzweig zu irgendwelchen Buchten, war dann auch nicht mehr ganz so abenteuerlich … :)

… dafür hatte er Aussicht auf Lüderitz …



Zur Mittagszeit waren wir wieder in Lüderitz, kauften schnell noch ein paar Sachen im Super Spar ein und gingen dann ins Nest Hotel zum Essen. Das Buffet dort ist für 115 Nam-$ wirklich sehr reichhaltig und schmackhaft und damit absolut zu empfehlen. :) Fred und Ursula hatten den Fisch des Tages für 85 Nam-$ und bekamen eine riesige, sehr leckere Portion Fisch (ich weiß nicht mehr welcher …) serviert! Pappsatt und kugelrund gefuttert machten wir uns dann auf den Weg zurück nach Klein Aus …

… Hyänenschild mit Kolmanskuppe im Hintergrund…



Der Wind hatte etwas aufgefrischt, was dazu führte, dass uns teilweise die Straße ganz schön zugesandet war…



Zurück im Eagle’s Nest ...



....wanderte ich noch ein bisschen umher, während der Rest der Familie den restlichen Nachmittag auf der Terrasse genoss. Eigentlich wollte ich ja ein bisschen Ausschau nach Klippspringer halten – naja, Klippspringer habe ich natürlich keine gesehen :unsure: ( ich sag doch: Mythos! :P ) … aber das landschaftliche Panorama, dass sich vor mir aufzog, entschädigte eigentlich für alles! :)



Unser Ranger, das Eagle's View und Aussicht! :)



Und dann durfte ich noch einem kleinen Hamster-Bieber-Wesen (Kopf und Rumpf wie Hamster, Schwanz wie Bieber und außerdem frech wie Oskar ;) ) dabei zusehen, wie es fröhlich Zweige abknabberte und über den Weg transportierte. Für ein Foto hat’s mit dem Fisheye-Objektiv leider nicht gereicht, auch wenn das Kerlchen erstaunlich unerschrocken direkt vor meinen Füßen hin und herlief. Und für die Identifikation über meine Tier-App war ich irgendwie auch zu doof :dry: … Christian und ich haben die Kerlchen (sie sollten uns noch mehrfach über den Weg hopsen) dann einvernehmlich „Hamber“ getauft, weil irgendwie halb Hamster und halb Bieber und mir wurde gleichzeitig verboten eins mit heim zu nehmen :whistle: (wie fies aber auch! :pinch: ).

Sonnenuntergang vom Eagle’s View aus gesehen…



Den Abend ließen wir dann ganz gemütlich bei einer gemeinsamen Brotzeit und einem anschließenden Savanna Dry auf der Terrasse ausklingen! :)

… Sternenhimmel mit Eagle’s View!




Fazit Klein Aus – Eagle’s Nest Lodge

Eine Traumunterkunft mit einer Panorama-Aussicht, die ihresgleichen sucht :) ! Die Chalets sind groß und geräumig und sehr gut eingerichtet … und die Aussicht ist einfach nur klasse („Room with a view“ eben ;) ) – hier könnte man auch mal eine Woche nur mit Ausspannen verbringen! Allerdings nur als Selbstversorger – das Buffet im Desert Horse Inn können wir nicht wirklich empfehlen.
Alles in allem hat sich der Abstecher nach Klein Aus, Kolmanskuppe und Lüderitz auf jeden Fall sehr gelohnt. Wer fotografisch interessiert ist oder einfach nur die Geisterstadt menschenleer erleben möchte, dem sei das Fotopermit von Lüderitz Tours and Safaris ans Herz gelegt. Kostet zwar ein bisschen mehr (200 Nam-$ pro Nase), hat sich unserem Empfinden nach aber sehr gelohnt, weil eine Geisterstadt so völlig allein zu durchstreifen schon eine echt coole Sache ist!

Was euch an Tag 4 der Reise erwartet?

- wir haben unseren ganz persönlichen Horrorplatten! :S
- Nach dem „Room with a View“ wechseln wir nun ins „Tent with a View“ und haben ganz viel „Oryx with a View“ :laugh:
- Achja … neue Toilettenfotos gibt’s auch! ;)

Liebe Grüße
Steffi
Letzte Änderung: 25 Sep 2013 19:10 von Steffi82.
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26 Sep 2013 18:21 #305962
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Kapitel 4: Montag, 5. August 2013
Klein Aus – Wolwedans (Dune Camp)


Teil 1: … „Schatz, ich glaube, wir haben ein Problem mit unserem Reifen!“ :whistle:

Wenn ich euch einen Ratschlag nach dieser Reise geben kann, dann: Wenn ihr euch je einmal fragen solltet „Sag mal, ist das die Straße oder sind wir das?“ während der Fahrt in eurem Wagen :blink: – ANHALTEN! Andächtig lauschen ist in diesem Fall keine gute Idee :pinch: – auch wenn es bei uns glücklicherweise keinen Unterschied letzten Endes gemacht hat!

Aber von vorne :) … den bevor wir zu der Sache mit dem Reifen kommen, ist da ja noch die Geschichte mit der Maus zu erzählen … oder den Hamber … wir wissen es nicht so genau! :whistle:

Das Ganze nahm seinen Anfang eigentlich schon am Tag zuvor: Als ich mit meiner Kamera bewaffnet durch die Gegend streifte, den Hamber bestaunte, lief ich auch am Desert Vista vorbei, wo ich auf die höchst amüsierten Schwiegereltern traf! Diese hatten nämlich festgestellt, dass sie einen Künstler als Untermieter hatten :woohoo: … jedenfalls war ihr bunter Küchenputzschwamm feinsäuberlich in kleine Kügelchen zerlegt und farblich recht ansprechend von der Künstlermaus (vielleicht war es aber auch ein Künstler-Hamber ;) …) im ganzen Schrank verteilt worden…

Nachdem Ursula das Ganze pragmatisch mit „Wenn mir die Maus nicht nachts über die Zehen läuft, kann sie da bleiben, war ja auch schon vor uns da!“ quittierte, maßen wir dem Vorfall nicht wirklich Bedeutung zu!

Als wir an diesem Morgen jedoch mit zunehmender Dämmerung unsere sieben Sachen packten und die beiden an ihrem Chalet hielten, guckte meine Schwiegermama völlig übernächtigt und total fertig mit allen Nerven drein. :blink:

Der Grund? Ursula hatte am Abend bevor sie zu uns zum Abendessen liefen ihre Tabletten wohl fein säuberlich auf den Tisch gelegt! … nur … als sie zurückkamen … waren keine Tabletten mehr da! :woohoo:

Was danach genau geschah, hat sich uns bis heute nicht genau erschlossen … es gab aber wohl eine größere Maus-Tabletten-Such-Aktion (ohne Ergebnis :dry: ), schwere Selbstvorwürfe wie man den Tabletten liegen lassen könne, wenn so ein kleines Mäuschen im Chalet wohne und die arme Ursula malte sich die ganze Nacht über in schillernsten Farben aus, was sie der armen Maus mit ihren Tabletten wohl angetan hätte… :S

Insofern: Wenn im Desert Vista fortan keine Maus mehr lebt: Wir sind daran schuld! B)

Nachdem alle verladen waren, durften wir noch ein letztes Mal über die Speed Humps ruckeln und machten uns dann auf unseren Weg ins Namib Rand Gebiet.



Noch ein bisschen Aussicht ...



Kurz hinter der Einmündung zur D707 passierte es dann!

- zum Schmunzeln am Rande :) : Die D 707 sind wir nicht gefahren, weil wir uns des Straßenzustands unsicher waren und keinen Reifenschaden riskieren wollten :whistle: … ja … ähm … naja …. :pinch: -

Als wir gemütlich mit etwa 75 km/h einen kleinen Hügel entlang der C13 (die eigentlich in super Zustand war) hinauffuhren, hatte ich auf dem Beifahrersitz plötzlich das Gefühl, dass sich das Auto seltsam anfühlte :huh: . Dementsprechend stellte ich die eingangs erwähnte Frage! Glücklicherweise ging Christian gleich vom Gas, glücklicherweise fuhren wir leicht bergauf und wahrscheinlich hätte Bremsen in die zwei, drei Sekunden, wo wir andächtig ins Fahrzeug lauschten das Kraut auch nicht mehr fett gemacht. Denn dann machte es „puff“ und die Steffi dachte sich nur noch:

„Zu weit links :woohoo: !!!!! Nein, nicht da raus :woohoo: !!!!! Nein, zu weit rechts :woohoo: !!!!! Wieder zuuuu weit links :woohoo: !!!!! Ahhhhhhhh!!!!!“

Ich weiß nicht, wie er’s gemacht hat, aber Christian bekam den ausgebrochenen Ranger, ohne dass wir tatsächlich von der Straße abkamen, erstaunlich schnell wieder in den Griff! Was aber passiert wäre, wenn wir nur einen Ticken schneller gewesen wären oder Christian nicht so gut reagiert hätte – ich will es mir gar nicht ausmalen! :S

So saßen wir nun etwas verdutzt in unserem nun stehenden Ranger und Christian stellte das scheinbar Offensichtliche fest: „Du, Schatz, ich glaube, wir haben ein Problem mit unserem Reifen!“ :whistle:

Ich muss zugeben … so im Nachhinein … ich hätte zu gern mein Gesicht gesehen, als ich motiviert aus dem Ranger sprang, zum Hinterreifen sah und feststellte: Wir haben gar kein Problem mit dem Reifen! Das Problem ist, dass wir keinen Reifen mehr haben! :woohoo: … das gute Teil hatte es uns nämlich von der Felge gezogen! :S

In diesem Moment kam auch schon der Power Ranger angefahren und wir wurden von den Insassen mit einer Mischung aus totaler Erleichterung und einem gewissen Amüsement gefragt, warum wir denn unseren Reifen einige Meter entfernt – angeblich rauchend – im Busch liegen gelassen hätten! :blink:

Nun gut, war ja noch einmal glimpflich ausgegangen! Während sich die Männer ans Reifenwechseln machten, sammelten Ursula und ich den Reifen (nicht mehr rauchend ;) ) ein.

Und wer sich jetzt fragt, wie so ein unabsichtlich in zwei Teile zerlegter Reifen aussieht? – guckt ihr hier B) :



Ich denke wir sind uns alle einig, dass das Teil rettungslos kaputt ist! :whistle:



Aber es kann uns nun wirklich niemand vorwerfen, dass wir den Reifenplatzer vor unansehlicher Kulisse gehabt hätten! :laugh:



Nachdem der erste Schock verdaut und der Reifen gewechselt war fuhren wir die nächsten Kilometer zugegebenermaßen etwas angespannt durch die Gegend. Irgendwann hinter Betta löste sich die Anspannung aber doch wieder ein bisschen und wir erlaubten uns die grandiose Landschaft durch die wir fuhren etwas zu genießen. :)

Straße mit Landschaft….



…noch mehr Straße mit Landschaft….



Abermals recht gut in der Zeit erreichten wir gegen halb zwölf das Namib Rand Nature Reserve. Nach einigen Kilometern auf der öffentlichen Straße durch das Reservat ging es für uns links auf die private Zufahrt zum „Base Camp“ von Wolwedans (von dort werden die Leute auf die unterschiedlichen Unterkünfte „verteilt“).

Ich muss ehrlich sagen: Die private Zufahrt ist im ersten Kilometer eine echt Zumutung :blink: ! Vielleicht mit Absicht – sicherlich will man nicht, dass da einfach Unbefugte reinfahren und will sie mit der schlechten Straße abschrecken! Aaaaaaber: Muss sie denn gleich so schlecht sein, dass selbst wir mit den zwei Rangern mit einer gewissen Bodenfreiheit und nicht schneller als die erlaubten 40 km/h fahrend zwei Mal fast aufgesessen wären :unsure: ?



Glücklicherweise wurde die Zufahrt nach dem ersten Kilometer etwas besser, nicht wirklich gut, aber besser! Straße nicht so toll – die Kulisse, die sich vor uns jedoch aufzog umso beeindruckender …



...richtig schön war es hier und wir sahen auch gleich Oryxe und Zebras über die Flächen ziehen… :)



Ich glaube das Namib Rand Nature Reserve dürfte einer der wenigen, wenn nicht sogar der einzigste Ort in Namibia sein, wo man Steppenzebras vor den Namibdünen sehen kann…



Am Base Camp angekommen, wurden wir vom Base Camp Manager (ich hab leider den Namen vergessen :blush: ) herzlich mit einem kalten Getränk begrüßt. Nach einer kurzen Pause im Schatten und der Heimsuchung der dortigen Sanitärräume erklärte er uns anhand einer Karte, wo wir gerade im Reservat waren und wo wir nun hingebracht würden.

Unser Ziel für die nächsten zwei Nächte, das Wolwedans Dune Camp, lag noch einmal ca. 10 Kilometer vom Base Camp entfernt. Das hieß, für die nächsten zwei Tage mussten wir uns nun von den Rangern verabschieden. Das ganze Gepäck und wir wurden in einen kleinen Landrover verladen und schon ging es ab auf die Sandpiste!

Und wieder grüßten uns Oryxe inmitten der Dünenlandschaft…



… und wer ganz genau hinschaut, sieht im Hintergrund auch schon die Zelte des Dune Camps stehen… :)



Was uns im Dune Camp so alles erwartet, erfahrt ihr im nächsten Teil :)

Liebe Grüße
Steffi
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29 Sep 2013 08:07 #306253
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Kapitel 4: Montag, 5. August 2013
Klein Aus – Wolwedans (Dune Camp)


Teil 2: Tent with a view!


Kaum am Camp angekommen, sahen wir schon wieder was? – Na klar: Oryxe am campeigenen kleinen Wasserloch! :) Sehr schön, so konnte es weitergehen!



Nachdem wir uns ausgeladen hatten, wurden wir von Helen, der Campmanagerin begrüßt. Ich schiebe es mal gleich vorweg: Mit Helen sind wir unseren Aufenthalt über nicht wirklich warm geworden :dry: , was an unterschiedlichen Sachen lag (darauf werde ich dann aber im Fazit eingehen).

Nach einem Begrüßungsgetränk wurde uns mitgeteilt, dass heute Abend noch eine Sundownerfahrt stattfinden würde und dann wurden uns dann die Zelte gezeigt. Das Wolwedans Dune Camp hat insgesamt nur 6 Zelte – wir hatten mit Zelt 5 und 6 die beiden letzten in der Reihe. Der Weg dorthin ist – weil das Camp pittoresk auf einer Düne liegt – zwangsweise etwas sandig, aber gut schaffbar (und ein bisschen Bewegung hat uns nach der ganzen Fahrerei auch nicht geschadet… ;) ). Etwas seltsam ist, dass der Weg bei Zelt 5 aufhört … um zu Zelt 6 zu gelangen, muss man also erst zu Zelt 5 hinunterlaufen und dann zu Zelt 6 (da gibt’s dann wieder einen Trampelpfad).

Ja, die Zelte! Ganz, ganz toll :) ! Ich lasse am Besten einfach mal Bilder sprechen…



... und noch einmal in weniger rund ...



Hier der hintere Teil des Zeltes mit Waschbecken...



... Dusche und Toilette.



Tolle Idee auch die beiden Liegestühle und die verschiedenen Sitzmöglichkeiten auf der Veranda (Bild dazu gibt's irgendwann später ;) )! … allerdings soll ich von Christian einwerfen, dass du Liegestühle für sehr große Menschen auf Dauer recht unbequem weil unverstellbar sind (…wobei ich abschließend nicht ausschließen möchte, dass wir den Verstellmechanismus einfach nicht gefunden haben B) ). Strom und Warmwasser wird über Solarpanels produziert, weswegen uns angeraten wurde, das Duschen auf Abends zu legen, damit gesichert warmes Wasser da wäre (wir hatten trotz Duschens abends und kalter Nächte aber jeden Morgen noch warmes Wasser, insofern scheinen die Tanks nicht ganz klein zu sein :) ).

Grundsätzlich die Aussicht: Wow! Wir waren mit unserem Zelt 6 etwas „zugedünt“ vor der Veranda, aber wenn wir unsere kleine persönliche Minidüne vorm Zelt erklommen (was ungefähr 10 Meter waren), hatten wir einen grandiosen Ausblick rundherum! Wirklich toll!

Hier mal das Zelt als Ganzes :)



Nachdem wir uns kurz frisch gemacht hatten, machten wir uns um eins wieder auf den Weg zu Rezeption (übrigens auch sehr schön, offen, mit schönen Sitzgelegenheiten um das Wasserloch zu beobachten) zum Mittagessen. Dort stießen mit Rodney und Marge ein sehr lustiges südafrikanisches Paar zu uns mit denen wir beim Essen ausgiebig plauschten :) ! Das Mittagsessen (es war so eine Art Couscous mit Salat und Rinderfiletstreifen) fanden wir Frauen sehr lecker, die Männer haben es anfangs ein bisschen schräg von der Seite angesehen, geschmeckt hat es ihnen aber dann auch sehr gut B) !

Nach dem Essen wurde uns noch mitgeteilt, dass unsere Sundownerfahrt um kurz nach 16:30 Uhr starten würde. Hhhmm, das fanden wir jetzt etwas spät … immerhin ging um kurz vor 17:30 Uhr schon die Sonne unter … nachdem Rodney und Marge, die uns begleiten sollten, das ähnlich sahen, beschlossen wir sechs einfach um spätestens 16.00 Uhr da zu sein und losfahren zu wollen (wir wollten ja etwas vom Gebiet sehen, vor allem nachdem Rodney und Marge nur eine Nacht blieben und am nächsten Tag schon wieder abreisen mussten). Dem Gesicht von Helen war anzusehen, dass sie das jetzt ziemlich doof fand, aber sie nickte und meinte sie würde dem Guide Bescheid geben.

Nachdem wir noch etwas Zeit hatten, beschlossen Christian und ich zuerst ein Stündchen die Seele auf unserer Terrasse baumeln zu lassen … als dann auch noch direkt hinter unserer Zeltdüne ein Oryxkopf vorbeiwanderte und kurz herüber guckte (kein Foto davon, ich war zu perplex ) war das Afrika-Feeling perfekt :) . Irgendwann packte uns dann aber doch die Neugier und wir wanderten noch ein bisschen umher und genossen die Landschaft, die sich vor uns aufzog (und den ein oder anderen Oryx mittendrin ;) ).



Wer sich jetzt wundert, warum es obwohl Wüste hier so grün ist: Das Namib Rand Nature Reserve hatte wohl 2011 und 2012 überdurchschnittlich gute Regenszeiten und 2013 anders als viele andere Landesteile noch ausreichend viel Regen abbekommen. Das lange Gras ist ein Überbleibsel davon, die vielen Tiere im Gebiet sicherlich auch! :)

Um halb vier ging es dann für einen Kaffee wieder Richtung Rezeption. Dort wartete schon unser Guide Daniel auf uns, dem es augenscheinlich sehr gefiel, dass wir etwas früher los wollten, da er uns dann zu einer besonders schönen „Sundowner-Düne“ fahren könne.

Die halbstündige Fahrt zur Düne war dann auch wirklich ein Augenöffner…



… die Landschaft echt grandios ….



… und überall ein Oryx hier …



… ein Oryx da …



Alle sechs haben wir uns fast ein wenig geärgert, dass wir nicht noch eher weggefahren sind, den eine halbe Stunde Rundfahrt ist in diesem tollen Gebiet echt viel, viel zu wenig ...



… auch weil die dünenansäßigen Oryx-Antilopen immer so pittoresk herum stehen, dass man gar nicht anders als halten und staunen kann :) !



Guck Mama, ich bin schon fast so groß, wie das Gras! ;)



Nachdem wir geparkt waren, hieß es erst einmal Düne besteigen! … argh … ich gebe zu, ich hasse das :whistle: ! Ich liebe Wüsten, aber Dünen besteigen hasse ich wie die Pest! Aber wer einen grandiosen Ausblick haben möchte, der muss halt leiden ;) … und so stiefelten wir im Gänsemarsch unsere Düne hinauf! Der Ausblick oben entlohnte aber für die Strapazen allemall!

Die Sonne verabschiedet sich …



Dann planten wir noch unser Programm für den morgigen Tag: Nachdem Rodney und Marge bereits vormittags wieder abreisen mussten und daher keine Zeit für einen längeren Ausflug hatten, beschlossen wir zu sechst frühmorgens einen „Sunriser“ zu machen, dann gemütlich frühstücken und nachdem Rodney und Marge abgereist wären, würden wir vier gegen halb zehn noch bei einem mehrstündigen Ausflug tiefer ins das Naturreservat „eintauchen“!

Zurück im Camp saßen wir noch bis zum Abendessen gemütlich mit Daniel, Rodney und Marge bei einem Gläschen Wein am Feuer zusammen :) . Das Abendessen … ja … also an diesen ersten Tag fanden wir es eigentlich recht gut … auch wenn ich mich gerade nicht mehr ganz erinnern kann, was es genau gab :whistle: , vom leckeren Oryx-Filet abgesehen …allerdings war es schon ein bisschen arg verkünstelt :huh: (völlig unnötigerweise) und kam sehr ambitioniert rüber)! Aber geschmeckt hat es :) ! Was allerdings recht mau war, war die Sache mit den Getränken … es wurde nämlich alles gemacht, nur keine Getränke nachgeschenkt :unsure: … Auf die Idee, den Krug Wasser einfach in die Mitte des Tisches zu stellen, kam aber leider auch keiner! Und wenn man anmerkte, dass man gerne noch etwas trinken möchte, wurde man relativ giftig angesehen :S … hhmmm…

Ein weiteres „hhhmmm“ stellte sich auf dem Heimweg zum Zelt ein! Unser Weg wär nämlich nur bis Zelt 3 beleuchtet, danach waren entweder die Leuchtstäbe ausgegangen oder jemand hatte beschlossen, dass der Weg bis ganz nach hinten zu weit wäre, als dass er beleuchtet werden solle :dry: . Da freuten wir uns wirklich über unsere Taschenlampen, die wir glücklicherweise einstecken hatten…

Wobei ich zugeben muss: Mangelnde Beleuchtung hat auch etwas für sich – dann sieht an nämlich den Sternenhimmel besser. Und der war in Wolwedans wirklich der Hammer! :woohoo:



Und so war der nächste ereignisreiche Urlaubstag zu Ende!


Was ihr an Tag 5 der Reise miterleben dürft?

- Es wird mal wieder kalt! :S
- Noch mehr „Oryx with a view“
- Gaaaaanz viel tolle Landschaft (ab und zu auch mal ohne Oryx, dafür aber mit anderem Getier ;) )
- Und wir kehren im Hard Rock Cafe ein!

Liebe Grüße
Steffi
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01 Okt 2013 19:30 #306535
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Kapitel 5: Dienstag, 6. August 2013
Wolwedans


Teil 1: Spinnenfreuden am Morgen


Tag 5 unserer Reise begann viel zu früh und vor allem viel zu kalt! :S Eigentlich bin ich im Urlaub ja ein ziemlicher Frühmorgens-Sonnenschein, aber in diesem Fall war das Bett (übrigens das mit Abstand beste Bett der Reise :) ) soooo kuschelig warm und es außerhalb des Bettes so fröstelig kalt … brrrrr…. :pinch:

Aaaaber ;) , wer seinen Sonnenaufgang auf der Düne mitnehmen will, muss halt früh aufstehen! … wobei wir eigentlich nur hätten vors Zelt gehen müssen, wenn ich’s mir recht überlege B) ! Aaaaber gut, wir wollten ja auch eine große Düne – also raus aus den warmen Federn, eingemummelt rauf auf den Wagen und rein in die klirrende Morgenluft! :S

Auch wenn es in der Dämmerung auf den Weg zu unserer Düne wieder einmal pittoreske Oryxe zu beobachten gab – ich hoffe ihr verzeiht mir, dass es davon keine Fotos gibt (Kamera hat noch geschlafen! :P )

Dann wieder rauf auf die Düne uuuuund …

Ausblick auf unseren „Parkplatz“…



Ausblick generell :)



Ausblick mit Parkplatz B)



Hier kommt die Sonne...



Irgendwie war am vorherigen Abend beim Gespräch mit Daniel am Feuer im Camp das Gespräch auf die Living Desert Tour in Swakopmund gekommen. An dieser hatte ich letztes Jahr zusammen mit Gabi sehr begeistert teilgenommen, und so ziemlich alles gesehen, nur keine „White Lady“-Spinne gesehen (was daran lag, dass ein paar nicht spinnen-affine Leute bei der Tour dabei waren, die darum baten, dass man auf die Spinnen doch verzichten möge). Lustigerweise war es Rodney und Marge bei ihrer Tour ähnlich gegangen, so dass uns Daniel abends noch versprochen hatte, am Morgen mal zu gucken, ob er uns eine „White Lady“ finden könne! :)

Ich glaube, für meine Schwiegereltern war es eine der seltsamsten Szenen im ganzen Urlaub, als plötzlich fünf Leute vor ihnen am Rande der Düne gebannt auf den Sand guckten, dann ein bisschen im Sand rumgestochert wurde und vier der fünf Leute total happy über eine kleine weiße Spinne waren, die da plötzlich durch den Sand lief :laugh: ! Oder höchst amüsierter O-Ton Schiegermama: „Das würd’ ich aber schon gerne mal sehen, dass ihr euch zuhause so dermaßen über eine Spinne freut!“ B)

Ja … *hust* … Spinnenfreude ist halt nur im Urlaub! :whistle:



Hier noch ein wenig Ausblick auf dem Weg zurück ins Camp…



… und – hatten wir ja schon so lange nicht mehr ;) – Oryx in Landschaft



Zurück im Camp stand dann auch schon das Frühstück bereit. Es gab lecker Obstsalat, laut dem Rest der Truppe das beste Müsli der ganzen Reise (ich habe mich lieber am Obstsalat gütlich getan ;) ), Eier in jeglicher Variation und Wurst und Käse. Also alles was das Herz nach einmal Düne rauf und runter frühmorgens so begehrt!

Dann hieß es Abschied nehmen von Rodney und Marge. Während wir auf Daniel warteten, der gerade unser Mittagspicknick einsammelte, kam dieser kleine Kerl um die Ecke gebogen…



Es schien sich hierbei um das Camp-Steinböckchen zu handeln, denn der Kleine kam recht zutraulich bis auf zwei Meter nah an uns heran und machte ein bisschen „touri-gucken“! :)

Ich präsentiere: Tischtennisschläger-Ohren vom Steinböckchen… B)



… und noch einmal bitte recht freundlich… :)



Dann kam auch schon Daniel um die Ecke gebogen, verlud uns vier wieder in den Wagen und los ging es …

… zuallererst obligatorisch… :whistle: ... Oryx with a view…



…und noch einmal … :laugh:



Oryx einmal ohne „view“ ;)



Ich muss sagen, dieser mehrstündige Ausflug war ein absoluter Traum :) ! Wir haben von Daniel richtig viel über das Gebiet erfahren inkl. einer kleinen sehr interessanten Käferkunde (keine Fotos hiervon, ich wollte dann doch nicht vor meinen Schwiegereltern fluchend im Sand irgendwelchen Käfern hinterher krabbeln :whistle: ) , haben richtig viel gesehen von traumhafter Landschaft über viel mehr Tiere als wir uns in dem Gebiet eigentlich erhofft hatten…

Hier die Aussicht von unserer „Käferkunde“-Düne … wenn man genau hinguckt, sieht man neben dem Wagen auch noch zwei Oryxe (was sonst? ;) ) stehen…



Ausnahmsweise mal Landschaft ohne Oryx… :)



Springböcke gibt’s in Wolwedans übrigens auch … diese Bande lief im Anschluss recht lustig direkt vor uns über die Straße :)



Noch einmal Landschaft ohne Oryx…



Mehr dann im nächsten Teil :) !

Liebe Grüße
Steffi
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04 Okt 2013 19:08 #306927
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Kapitel 5: Dienstag, 6. August 2013
Wolwedans


Teil 2: Hard Rock Café

Gegen Mittag fragte uns Daniel, ob wir denn schon Hunger hätten oder ob wir einen kleinen Umweg machen und uns das Boulder's Camp ansehen möchten. Natürlich wollten wir letzteres B) ! Das Boulder's Camp ist das südlichste der Wolwedans Camps und schon recht edel! Die Lage, wie glaube ich alle Wolwedans Unterkünfte, einfach ein Traum :woohoo: .



Das Camp an sich ist auch sehr, sehr schön, allerdings muss ich sagen, dass uns persönlich das Dune Camp - alleine wegen der Dünenlage - tatsächlich besser gefallen hat :) .

Nach unserem kleinen Abstecher zum Boulder's Camp hieß es: "Essen fassen!" Und dazu fuhren wir zum Hard Rock Café ... zugegebenermaßen zum coolsten Hard Rock Café, in dem wir bisher waren :) . In der Gegend ums Boulder's Camp liegen haufenweise riesige Steine (naja, eher Felsbrocken ;) ) umher, unter anderem an einer Stelle so freundlich übereinander, dass sie einen kleinen Unterschlupf bilden: Das Hard Rock Café!



Dort packte Daniel dann ein sehr umfangreiches leckeres Picknick aus (Schnitzel, grünen Salat, Nudelsalat, Obstsalat etc.) und dann wurde geschlemmt. Allerdings unter etwas erschwerten Bedingungen: Da der Wind ziemlich aufgefrischt hatte durften wir zuweilen unseren Salatblättern etwas hinterher springen! :whistle:

Kugelrund gefuttert kugelten wir dann zurück zum Wagen und weiter ging es ...

... mit Landschaft...



... da hielt jemand (Fuchsmanguste) Ausschau nach uns :laugh: ...



... noch mehr Landschaft :) ...



... mittendrin grüßte einmal eine Kududame...



... Landschaft :) ...



Generell sahen wir an diesem Nachmittag viel mehr Tiere als wir erwartet hatten: Neben den vielen Oryxen, die uns überall begegneten, viele Springböcke, einige Kudus, aus der Ferne sogar einmal Bergzebras. Ja, und diese Straußendame, die uns den Gefallen machte, aufzuspringen und dann über eine Minute neben dem Auto entlang sprintete :woohoo: .



... jetzt behaupte noch einer, Strauße könnten nicht fliegen :laugh: ...



...die Gute war wohl der Ansicht, dass wir genug Oryx mit Landschaft gesehen hatten, und es nun Zeit war für Strauß mit Landschaft B) ....



Auf einer großen Ebene wuselten dann noch einige Gruppen Löffelhunde durch die Gegend :)



... und Oryxe (hatten wir jetzt wirklich lange nicht mehr :whistle: ...)



Gegen vier Uhr nachmittags ging es dann langsam zurück ins Camp!

...zuvor aber noch einmal Landschaft :) ...



Den Sonnenuntergang beobachteten wir nachdem wir uns etwas frisch gemacht hatten gemütlich von unserer Terrasse bzw. auf unserer kleinen Minidüne...



... durch die aufgezogenen Wolken ergab sich ein wunderschönes Farbenspiel :) ...



... hier noch einmal ...



Und für alle, die sich gefragt haben, wie denn so die Aussicht vom Bett ist ;) ...



Nach Sonnenuntergang machten wir uns langsam fertig und liefen dann gemütlich zum Hauptzelt, wo wir am Feuer ein wenig Gin Tonic und Wein schlürften :) ! Danach leider der Tiefpunkt des Tages :dry: : Das Abendessen! Nun muss man ja wirklich sagen: Eigentlich können die im Wolwedans Dune Camp schon sehr gut kochen, das haben wir mehrmals gesehen (erstes Mittagessen, erstes Abendessen, Picknick), aber dieses zweite Abendessen war leider nicht wirklich gut. Es gab vorweg als Gruß aus der Küche eine (!!!) Gurkenscheibe (!!!) mit Olivenmus, dann drei überbackene Muscheln, die ca. eine halbe Stunde zulange im Ofen waren (und von der Konsistenz eher gummiähnlich waren :blink: ), danach einen Fisch mit Ratatouille , der gar nicht mal schlecht war, aber von der Portion her leider auch nicht sehr üppig :S und zum Nachtisch ein Dessert an das ich mich leider nicht mehr erinnern kann (das war aber okay). Wir stellen uns heute noch die Frage, weswegen man vor allem mit zwei Kindern am Tisch ein solches Menü zusammenstellen kann, vor allem wenn in der Küche keiner weiß, wie man mit Muscheln umgehen muss :unsure: . Die Muscheln gingen von zur Hälfte unangetastet wieder zurück, was die Laune des Camp-Managements nicht wirklich nach oben trieb (das Nachschenken der Getränke mussten wir auch dieses Mal leider wieder mehrmals ausdrücklich einfordern :dry: . Zum Glück hatten wir mittags sehr gut und reichlich geschlemmt, sonst wären wir an diesem Abend nicht wirklich satt ins Bett gefallen!

Fazit Wolwedans Dune Camp

Wolwedans ist wirklich die einzigste Unterkunft dieses Urlaubs, wo mir das Fazit schwer fällt! Das Dune Camp hat alle Voraussetzungen die Traum-Unterkunft schlechthin zu sein: Wunderschöne Zelte, eine traumhafte Landschaft, gute Guides - aber bei uns hat sich das "Zuhause"-Fühlen einfach nicht einstellen wollen. Dass das Essen so wechselhaft war, hat uns auch etwas verwundert - gegen ambitioniert ist ja nichts einzuwenden, nur wenn es zum Schluss eher "function follows form" anstatt "form follows function" ergibt, dann läuft irgendetwas schief. Selbiges beim Service, den wir schon etwas schräg für eine Unterkunft dieser Preiskategorie fanden. Nichtsdestotrotz: Wir hatten zwei sehr schöne Tage auf Wolwedans, die wir nicht missen hätte wollen! :)

Was euch an Tag 6 der Reise erwartet?

- Es wird noch kälter …! :S
- Wir müssen uns von „Oryx with a view“ verabschieden …
- … haben schon wieder einen Platten… :whistle:
- … zum Ersatz und als Trostpflaster gibt’s aber Erdmännchen ;) … und viele Fotos davon (wer keine Erdmännchen mag, sollte sich die nächsten beiden Reiseberichtsteile definitiv NICHT antun :whistle: …)

Liebe Grüße
Steffi
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Kapitel 6: Mittwoch, 7. August 2013
Wolwedans - Rostock Ritz Desert Lodge


Teil 1: Von Luxusplatten und kleinen wuseligen Gesellen

Zugegebenermaßen: Ursprünglich war an diesem Tag geplant, dass wir den Sonnenaufgang gemütlich auf unserer Terrasse / Minidüne genießen :whistle: . Tja ... und dann wurde es mal wieder kalt :blink: ... richtig kalt :S ... und die Betten waren sooooo schön warm B) (eingemümmelt hat man da gar nichts von der Kälte gespürt :laugh: ) ...

Daher gibt es genau ein Foto vom Sonnenaufgang ...



... danach bin ich schlotternd wieder ins warme Bett geklettert B) ! Irgendwann mussten wir dann aber trotzdem aufstehen - freundlicherweise hatte die aufgehende Sonne die Temperaturen schon etwas nach oben wandern lassen, ein bisschen frostelig war es aber immer noch!

Hier unser Zelt noch einmal in der Morgensonne...



Stillleben mit Kaktus B) ...



Nach einem reichhaltigen Frühstück verabschiedeten wir uns vom Dune Camp und Daniel brachte uns zurück zum Base Camp, wo wir unsere beiden Ranger wieder in Empfang nahmen...

Zum Abschied standen ein paar Zebras Spalier :) ...



...und wir konnten uns ein letztes Mal an den "Zebras vor Dünen" satt sehen...



Dann waren wir auch schon wieder auf der C27 - unser heutiges Ziel: Die Rostock Ritz Desert Lodge, etwa 50 Kilometer nördlich von Solitaire.

Straßenpanorama...



Mag mir mal bitte einer erklären, wieso diese Straußenfamilie direkt vor einem "Zebra-kreuzt"-Schild über die Straße lief? :laugh:



Nachdem es an diesem Tag auf der Strecke ziemlich staubte, fuhren wir mit unseren Rangern in ca. zwei bis drei Minuten Fahrabstand. Und so fuhren Christian und ich vor und die Schwiegereltern folgten im staubfreien Abstand. Die Staubentwicklung auf den Straßen war zum Teil so krass, dass die Staubwolke mehrere hundert Meter lang hinter uns hing :blink: .

Als wir aus der Ferne die ersten Dünen bestaunen konnten, klingelte plötzlich mein Telefon: Die Verbindung war schlecht, aber soviel verstanden wir: "Platter vor orientalischer Burg!" :S

Wer sich jetzt fragt, was es mit der orientalischen Burg mitten in Namibia auf sich hat - nunja ;) : Einige Kilometer vor dem Sesriem-Eingang steht das "Mirage". Und ich muss meiner Schwiegermama schon recht geben: Es sieht schon recht wie orientalische Burg aus, das Mirage :laugh: ! Zumindest wussten Christian und ich sofort, wo die beiden gestrandet waren.

Glücklicherweise hatten Fred und Ursula auch "nur" einen ganz gewöhnlichen Platten. Leider, leider habe ich von der nachfolgenden Reifenwechselaktion direkt vor unserer orientalischen Burg keine Fotos gemacht :blush: ... aber ich denke, es sah schon lustig aus! Der Reifen war dann auch erstaunlich schnell gewechselt (die Männer hatten ja schon Übung darin :unsure: ) und weiter ging es.

Leider war die Strecke ab Kreuzung auf die C19 in einem ziemlich schlechten Zustand (mit Abstand das schlechteste Stück Straße im ganzen Urlaub) mit vielen, vielen Spurrillen, sodass das Fahren auf diesem Teilstück nicht wirklich viel Spaß machte. So waren wir dann auch recht froh, als wir die Tankstelle in Solitaire erreichten. Nachdem wir die Rangers getankt hatten, legten wir selbst einen "Tankstopp" in der Bäckerei ein. :)

Die ganzen Versorgungstellen (Bäckerei, Bar, Tankstelle) hatten seit meinem letzten Besuch im Mai 2012 ein kleines "Makeover" erfahren ... hinsichtlich der Bäckerei fand ich es sehr gelungen, da der Sitzbereich nun überdacht ist und aufgeräumter wirkte. Die Bar verbreitete allerdings eher "Ballerman-Atmosphäre" :blink: mit entsprechender musikalischer Untermalung (in den Worten des Göttergatten: "Ooz-Ooz-Party-Mucke" B) ), was jetzt eher nicht so unser Fall war und dem alten Charme von Solitaire, den wir bei unseren bisherigen Stopps erlebt hatten, dieses Mal nicht aufkommen lies.

Die lustigen kleinen Erdhörnchen wuselten jedoch immer noch wie eh und je durch die Gegend! :)



Nachdem wir uns gestärkt hatten, machten wir uns auf die letzten paar Kilometer und kamen um kurz vor zwei Uhr nachmittags in der Rostock Ritz Desert Farm an! Dort wurden wir freundlich empfangen, mussten aber noch kurz warten, bis unsere Zimmer bezugsfertig waren.

Und die Zeit vertrieb ich mir, um Erdmännchen zu suchen! ;)

Ich greife mal dem vorweg, was ich später noch erfahren sollte: Die Eigentümer der Lodge betreiben ein kleines, aber feines Erdmännchen-Auswilderungsprojekt und fungieren gewissermaßen als Auffangstelle für nicht mehr willkommene Erdmännchen. Nicht mehr willkommen insofern, als es wohl nicht wenige Leute gibt, die meinen, sich die lustigen kleinen Wusel als Haustiere halten zu müssen :dry: . So lange wie die Tiere noch klein sind, funktioniert das meist ganz toll, aber wenn die Tiere älter werden fangen sie an den Garten umzugraben, zu markieren und nicht selten zu beißen :S . Und dann will sie plötzlich keiner mehr haben... :angry: ! Werden die Erdmännchen dann in Rostock Ritz abgegeben, versucht man sie zu vergesellschaften, so dass sie eine gesunde Erdmännchentruppe formen und sobald mehrere Tiere beieinander sind, wird mit der Auswilderung begonnen: Das "Gehege" wird nach und nach erweitert und irgendwann geöffnet, sodass die Tiere wenn sie wollen in die "Freiheit" können. Nach und nach gewöhnen sie sich dann immer mehr an das Leben da "draußen" und spätestens in der 2. Generation sind es dann ganz normale Erdmännchen mit natürlicher Scheu vor den Menschen... :)

Das Gehege der Erdmännchen ist ziemlich groß und von einem Schakal-Schutzzaun umgeben (... der wahrscheinlich auch einer Funktion als Menschen-Schutzzaun dient ;) ). Der Bereich ist so groß, dass wenn man Pech hat und die Bande gerade an der falschen Stelle herumwuselt, man auch mal kein Erdmännchen sieht - was es dann scheinbar wieder für die meisten Touristen unattraktiv macht, die kleinen Kerlchen zu beobachten. Hinzu kommt, dass die Erdmännchen nur zum Teil "menschen-affin" sind (verständlicherweise, sie sollen ja ausgewildert werden :) ), d.h. sich zum Teil recht schnell verdrücken, wenn jemand vor dem Zaun steht.

Auch wir sahen beim ersten Rundgang kein einziges Erdmännchen! Da wir ja aber noch nicht in die Zimmer konnten und ich zugegebenermaßen unbedingt "mein" Erdmännchen sehen wollte :whistle: (da wusste ich noch nicht, was der Rest des Nachmittags für mich parat halten sollte), setzten wir zur zweiten Umrundung an ... et voilà:

Was gräbt denn da in der Erde? :woohoo:



Grüß dich! :laugh:



Der hier war etwas schüchtern...



Nachdem wir nun Erdmännchen gesehen hatten, konnten wir auch die Zimmer beziehen ;) ! Die Zimmer der Rostock Ritz Desert Lodge sind in lustigen runden Steinhäuschen untergebracht



... pro Rundhäuschen zwei Zimmer.



... das Bad...



Die Zimmer sind nicht riesig groß, aber hübsch eingerichtet :) . Nur etwas dunkel sind sie und der Platz auf der Terrasse (mit wunderschönem Blick über die Ebene) ist leider nicht allzu großzügig bemessen.

Ganz toll auch die Aussicht vom Infinity-Pool der Lodge...



Hier noch einmal die Rundhütten vom Poolbereich aus gesehen (darauf kann man auch einen Ausläufer des Erdmännchens-Geheges sehen...)



Mehr Erdmännchen gibt's dann im nächsten Teil! :)

Liebe Grüße
Steffi
Letzte Änderung: 09 Okt 2013 18:58 von Steffi82.
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