THEMA: 12 Reifen für ein Halleluja - Namibia im August 13
17 Sep 2013 21:12 #304721
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  • Steffi82 am 17 Sep 2013 21:12
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Guten Abend alle miteinander!

Nachdem ich am Anfang ja gerne einen Schuldigen suche :whistle: :

Die nachfolgend zu beschreibende Reise ist ganz allein Christians Schuld B) .

Die Verfasserin dieser Zeilen ist wieder einmal völlig schuldlos (…vööööölllliiiig… :whistle: ) und ihr blieb gar nichts anderes übrig als den Göttergatten nach Namibia zu begleiten (…kann ihn ja nicht alleine in Afrika rumlaufen lassen, den Armen B) …).

Ursprünglich war ja mal angedacht, dass es uns dieses Mal nach Botswana verschlagen sollte. Aus einem Sammelsurium aus Gründen klappte das aber nicht (..u.a. weil tatsächlich niemand mit uns zusammen nach Botswana fahren wollte und dass, wo wir doch so verträglich sind :P …).

Da Christian aber gerne noch einmal nach Namibia wollte und für mich Afrika ja immer ein passables Reiseziel darstellt *hust*, war die Entscheidung schnell gefallen, uns in Namibia ein paar Ecken, die uns reizten, noch einmal genauer anzusehen, und die Reise gebucht.

Als wir die Buchung freudigst meinen Schwiegereltern mitteilten, stellten wir allerdings fest, dass es durchaus jemanden gegeben hätte, der gerne mit uns in Urlaub gefahren wäre! … ooops… :pinch:

Und so kam es, dass wir aus unserer 2-Personen-Individual-Reise eine - zugegebenermaßen sehr spezielle ;) - 4-Personen-Kleingruppen-Reise machten.

Voraussetzung war allerdings: 2 Autos, damit dem Unabhängigkeits- und Freiheitsbedürfnis jedes Kleingruppen-Reisepaares genüge getan sei! Und so traten wir, Christian und Steffi sowie Fred und Ursula, Anfang August motiviert zusammen mit zwei Ford Rangern und vier Reservereifen (was dann also insgesamt 12 Reifen macht B) ) an unserer Seite unsere Reise an…

… Ranger-Paar 1 (wären dann wir) im Lone Ranger… ;)




… Ranger-Paar 2 im Power Ranger (wären dann die Schwiegereltern)… B)




Aufgrund der Tatsache, dass wir unsere Tour schon fertig gebucht hatten, als wir Fred und Ursula (aka die Power Rangers ;) ) Huckepack nahmen, ist unsere Reise vom Reiseverlauf her etwas speziell … Christian wollte unbedingt nach Lüderitz, ich ins Dolomite Camp, wir beide nach Okonjima und Wolwedans, etc… sodass manche typische Ersttour-Destinationen wie Swakopmund und Sossusvlei im wahrsten Sinne des Wortes auf der Strecke blieben.

Man muss halt manchmal Prioritäten setzen! ;)

Für die beiden Namibia-Neulinge unter uns, war das Weglassen dieser typischen Ersttour-Destinationen im Nachhinein aber kein Beinbruch, da wir während der 2 ½ Wochen so viele tolle, atemberaubende Eindrücke sammelten, dass das gar nicht weiter auffiel.

Bevor wir aber loslegen, unsere Route zur besseren Nachverfolgung:

1.8.2013 Abflug ab Frankfurt mit Air Namibia direkt nach Windhoek
2.8.2013 Ankunft in Windhoek – Mietwagenübernahme – Fahrt zur Bagatelle Kalahari Game Ranch
3.8.2013 Bagatelle Kalahari Game Ranch – Klein Aus Vista, Eagle’s Nest
4.8.2013 Klein Aus Vista, Eagle’s Nest mit Tagestour nach Lüderitz und Besuch Kolmanskuppe
5.8.2013 Klein Aus Vista, Eagle’s Nest – Wolwedans
6.8.2013 Wolwedans
7.8.2013 Wolwedans – Rostock Ritz
8.8.2013 Rostock Ritz – Cape Cross Lodge
9.8.2013 Cape Cross Lodge – Grootberg Lodge
10.8.2013 Grootberg Lodge
11.8.2013 Grootberg Lodge – Dolomite Camp
12.8.2013 Dolomite Camp – Okaukuejo
13.8.2013 Okaukuejo
14.8.2013 Okaukuejo – Halali
15.8.2013 Halali – Namutoni
16.8.2013 Namutoni – Okonjima
17.8.2013 Okonjima
18.8.2013 Okonjima – Windhoek – Abflug nach Frankfurt
19.8.2013 Ankunft zuhause

Mal abgesehen davon, dass wir den Schwiegereltern Namibia an sich zeigen wollten, hatten wir an unsere Reise nur ganz wenige Wünsche / Ansprüche :cheer: :

- mindestens eine Hyäne (ich finde die doch so schnuckelig) :lol:
- mindestens ein Erdmännchen
- mindestens ein Eland, einigermaßen nah, uns nicht die Kehrseite zuwendend und – vor allem!!! – nicht sofort weglaufend, wenn es uns sieht! B)
- einen fotogenen Leoparden (*hust* - nein, wir sind ja nicht anspruchsvoll :whistle: )
- einen Klippspringer, überhaupt einmal (der müsste bei der 4. Afrikareise doch langsam aber sicher mal drin sein … :dry: )
- ein Erdferkel, überhaupt einmal (*hust* - nein, wir sind wirklich und überhaupt nicht anspruchsvoll… :whistle: )

Ob sich unsere Wünsche erfüllten? – lasst euch überraschen! ;)

Was ihr dieses Mal jedenfalls miterleben dürft?

- 1 Land, 2 Ford Ranger, 3tausend plus x Kilometer, 4 Reisende, 5 platte Reifen (yap, wir hatten dieses Mal echt mieses Reifen-Karma ;) )
- Staub, Staub und nochmals Staub, dazu Sand in rauen Mengen und teils frostige Temperaturen am Morgen
- die Reisefamilie benennt die Fauna Afrikas um B) : Seid gespannt auf Elends, Hamber, Koffer und wandelnde Büsche!
- der Göttergatte verteilt Namen an sämtliche tolle Tiersichtungen (bei den Elefanten hat er’s dann aber irgendwann aufgegeben ;) …): Freut euch also auf Glöckchen, Sergeant Fuzzyboots, die Awesomes, Mausi, Else, Kurt, viele andere und nicht zu vergessen: Hans-Otto (der hieß aber schon so, bevor wir kamen! B) )
- Die Verfasserin dieser Zeilen hat dieses Mal tatsächlich und regelmäßig die Unterkünfte fotografiert inklusive Sanitäranlagen! D.h. Freunde der gepflegten Toilettenfotografie kommen diesmal auch auf ihre Kosten! ;)
- nicht zu vergessen das knisternde Erlebnis der anderen Art: Wir landen mitten im Buschbrand! :S
- und natürlich wieder einmal: tolle Landschaften, tolle Unterkünfte, viele Tiere und abermals viel zu viele Fotos davon! :)

Da ich dieses Mal etwas unter Zeitdruck stehe (die nächste Reise ins südliche Afrika ist nicht mehr fern), dürfen gerne Wetten abgeschlossen werden, ob ich es bei meinem Rekordkriechtempo, das ich beim Reiseberichtsschreiben immer an den Tag lege, tatsächlich schaffe vor dem 20. Dezember (diesen Jahres!) und damit vor Beginn der Südafrikareise fertig zu werden!

Ansonsten: Wer Fragen hat, immer raus damit! Kommentare sind ausdrücklich gewünscht und immer willkommen! Danke-Button-Drücker auch sehr gerne gesehen! :)

Und wer lieber auf der sonnigen Seite des kommentarlosen Reiseberichtlesens verweilen möchte, dem lege ich einen „Klick“ auf die Sonne rechts oben in der blauen Überschriftenzeile nahe, dann gibt’s Reiseberichtsgenuß ohne Kommentare! :)

Und nun bitte ich euch Platz zu nehmen in einem unserer Ranger, euch anzuschnallen und festzuhalten: Es wird bald losgehen!!!



LG Steffi
Letzte Änderung: 18 Sep 2013 17:26 von Steffi82.
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18 Sep 2013 17:59 #304845
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  • Steffi82 am 17 Sep 2013 21:12
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Kapitel 1: Freitag, 2. August 2013
Ankunft in Windhoek und Fahrt zur Bagatelle Kalahari Game Ranch


Teil 1: Kaum im Urlaub und schon Elend!

Es gibt etwas was ich nach dieser Reise definitiv nicht weiter empfehlen kann: Am Abend vor der Abreise bei irgendeiner Festivität versumpfen :whistle: ! … nachdem aus dem „wir gehen um 11“, ein „wir gehen um 12“ und schließlich ein „wir fallen gegen 2 Uhr morgens ins Bett“ wurde :whistle: :S :pinch: , starteten wir dieses Mal mit verdammt kleinen Augen und umso größeren Augenringen in unseren Urlaub !

Nach einem leckeren Brunch bei den Schwiegereltern wurden diese samt Gepäck ins Auto verladen und auf ging es nach Frankfurt. Dort trafen wir uns mit den Eltern von Frauke, die wir auf unserer ersten Namibia –Tour 2011 getroffen hatten. Frauke ist zwischenzeitlich nach Namibia ausgewandert und wir hatten uns angeboten ihr ein paar Sachen mitzubringen. Nachdem wir unser Gepäck bis an die Gewichtsgrenzen vollgeladen hatten, schlugen wir unser Lager vor dem Air Namibia Schaltern auf, wo Christian nachfolgend seine Kreise zog, da wir Upgrades in die Premium Economy ergattern wollten.

Letzteres klappte absolut einwandfrei :cheer: … war irgendwie auch dringend notwendig B) : Ich bin noch nie so müde wie an diesem Abend in ein Flugzeug gestiegen. Insofern hat sich das Upgrade echt gelohnt: Wir haben wunderbar geschlafen und sind fast schon putzmunter in Windhoek angekommen.

Überpünktlich landeten wir um kurz vor halb sechs Uhr morgens in Windhoek. Dort stellten wir uns zielgerichtet an der langsamsten Einreiseschlange an :blink: … wird irgendwie zur Tradition bei uns ;) . Danach erwartete uns schon Frauke, der wir kurzerhand alles Gepäck in die Hand drückten, während wir Frauen zum Geldwechseln abmarschierten und den Männern das Prozedere am Schalter von Europcar überließen.

Beides ging erstaunlich schnell, so dass wir kurz darauf schon vor unseren beiden Gefährten für die nächsten zwei Wochen auf dem Parkplatz standen: den beiden Ford Rangern! Eigentlich hatten wir ja zwei Hiluxe erwartet, waren zugegebenermaßen auch ein bisschen enttäuscht, aber so im Nachhinein betrachtet, haben wir da sehr brave Autos an die Hand gedrückt bekommen, mit einem phänomenal niedrigen Dieselverbrauch. :)

Bei der Wagenübernahme stellten wir fest, dass einer der Ranger allerdings nur einen, anstatt zwei Reservereifen bei sich hatte. Die zwei Europcar Jungs versprachen sich sofort zu kümmern … nur: was heißt denn „Sofort“ in afrikanischer Zeitrechnung? :S ….Wir waren jedenfalls etwas skeptisch und schlossen bereits Wetten ab, wie lange wir nun auf den Reifen warten müssten.

Während die Männer fleißig in und unter den Rangern rumkrabbelten (auf den Rangern haben wir sie nicht gesehen, aber ich will’s nicht ausschließen… B) ), vertrieben wir Frauen uns die Reifen-Wartezeit bei einem gepflegten Plausch mit Frauke, übergaben ihr kiloweise Gepäck, bekamen dafür eine gefüllte Kühltasche in die Hand gedrückt :) – und siehe da: Keine 15 Minuten später hatten wir auch schon unseren zweiten Reservereifen für den zweiten Ranger! :woohoo: Das ging wirklich fix!

Wir verabschiedeten uns, stiegen in unsere Ranger und auf ging es in den Urlaub!

Und das hieß: Auf in den Linksverkehr! Oder auch: Fröhliches Scheibenwischergewedel beim Abbiegen! :whistle:

Wobei ich recht schnell aufgeklärt wurde, dass hier natürlich keine Verwechslung irgendwelcher Hebelchen im Auto vorlag :blink: : Nein, nein - auch herumfliegende Staub- und Sandkörner können … nein vielmehr müssen von der Scheibe gewischt werden B) … deswegen muss MANN ab und zu (bevorzugt beim Abbiegen) eben mal Scheibe wischen! Völlig logisch, oder? :P

Nachdem wir also scheibenwischblattwedelnd Richtung Dordabis abgebogen waren, lief uns auch sofort eine Horde Paviane über den Weg! Keine fünf Minuten später grinste uns ein kapitaler Oryx vom Straßenrand an und ein Warzenschwein samt Anhang wuselte über die Fahrbahn… :woohoo:

Was war denn hier los? :blink: Wollte sich die Tierwelt Namibias Ursula und Fred gleich zu Beginn in voller Pracht und Fülle zeigen? – wussten die denn nicht, dass wir heute nur ankommen wollten und dass das hier kein Game Drive war? :laugh:

Nun gut, wenigstens saßen im Power Ranger hinter uns nun ein paar Grinsegesichter mehr (okay im Lone Ranger schon auch! ;) ) und immerhin hatten wir so schon in der ersten halben Stunde belegt, dass es hier tatsächlich echt, freilebende Tiere gab!

Warzenschweine wie Oryxe schienen an diesem Tag unser Empfangskomitee zu sein, denn wir sahen in den darauffolgenden Stunden noch einige auf und neben der Straße. Allerdings – das muss man sagen: Mit ein paar Warzenschweinchen und Oryxen garniert macht so eine Fahrt auch gleich viel mehr Spaß!

Die Schotterpiste, in welche die Teerstraße hinter Dordabis über ging, war abgesehen von den letzten 30 Kilometern, die ein bisschen ruckelig waren, in hervorragendem Zustand.

Etwas gerädert, aber trotzdem in überraschend gutem Zustand – Premium Economy sei Dank ;) - kamen wir gegen halb zwölf Uhr mittags schließlich am Tor der Bagatelle Kalahari Game Ranch an. Schnell beide Autos in der Anmeldeliste eingetragen und schon ging es, Springböcke im Vorbeifahren grüßend, die letzten paar Kilometer über eine etwas sandige Piste Richtung Lodge.

Dort wurden wir herzlich mit einem Glas Saft empfangen. Unsere Zimmer waren noch nicht ganz fertig, aber das machte insofern nichts, als der ganzen Familie sowieso die Mägen knurrten. Also erst einmal vier Bagatelle Club Sandwiches bestellt … dieses stellte sich als recht üppiger, aber sehr leckerer Sandwichberg heraus, der trotz Größe erstaunlich schnell von allen Tellern verschwunden war. :)

Während Christian vergebens versuchte mit dem lodgeansäßigen Springbock Freundschaft zu schließen, kümmerten Ursula und ich uns um eine Beschäftigung für den restlichen Nachmittag. Angeboten wurden ein Game Drive mit anschließender Geparden-Fütterung und Sundowner (die Lodge hat vor ein paar Jahren mal eine Gruppe nicht mehr auswildbarer Geparde vom Cheetah Conservation Fund übernommen) oder nur die isolierte Geparden-Fütterung. Wir buchten das große Paket – wenn schon, denn schon! :laugh:

Dann waren auch schon unsere beiden Dune Chalets zum Bezug fertig!

- und von dieser Stelle an nun auch mit Fotos –

Die Dune Chalets der Bagatelle Kalahari Game Ranch liegen recht pittoresk auf einem kleinen Dünenkamm mit Blick nach Westen. Und wir fanden sie wirklich ganz bezaubernd: sehr hübsch, sehr geräumig, mit Kühlschrank und einem Wahnsinns-Badewannenausblick! :cheer:

Ein paar Impressionen gefällig?



... hier das Bad...



... in rund... :)



… eine Premiere: Mein allererstes Toilettenfoto! :laugh:



… und weil’s so schön ist, hier noch einmal der Badewannenausblick! :woohoo:



….und von außen gesehen…



Jedes Dune Chalet hat seine eigene Veranda, auf der man gemütlich die Seele baumeln lassen und das Wasserloch am unteren Ende der Düne beobachten kann. Was wir, nachdem wir uns ein bisschen frisch gemacht hatten, auch ausgiebigst taten.



Zuerst waren nur ein paar Springböcke am Wasserloch versammelt, doch dann schallte es auch dem Nachbarchalet von Ursula und Fred: „ELEND!“ :blink:

Nun muss man wissen ;) : Nachdem letztes Jahr mein Versuch mit „Gabi lernt Antilope“ zwar nicht kläglich gescheitert war (wir erinnern uns an den Schaschlikbock! :whistle: ), aber nun doch …ähm B) … ja … ausbaufähig … erschien , hatten Christian und ich das Ganze noch einmal überarbeitet und den Schwiegereltern zu Weihnachten ihr ganz persönliches „Schwiegereltern lernen Antilope“-Tierbestimmungsbüchlein überreicht. Das Ganze funktionierte dieses Mal nicht zuletzt aufgrund der sehr lernfreudigen Schüler sehr gut :) … - nur, so sollten wir an diesem Tag erfahren: Mit der Schriftgröße hatte ich es im Büchlein wohl etwas untertrieben! :S :whistle: :pinch:

… und so wurden aus der kleinen Herde Elands, ein paar große Haufen Elend :laugh:



Aber, was soll’s? - hey … Elends … äh .. –lands B) und zwar welche, die nicht wie sonst immer wegliefen, als sie mich sahen, sondern stehen blieben und sogar herüberguckten (was ja allemal ein großer Fortschritt in der Steffi-Eland-Beziehung ist :P )



Weiter geht es dann im nächsten Teil! :) (wohl erst am Freitag)

LG
Steffi
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19 Sep 2013 18:08 #304988
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  • Steffi82 am 17 Sep 2013 21:12
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Kapitel 1: Freitag, 2. August 2013
Ankunft in Windhoek und Fahrt zur Bagatelle Kalahari Game Ranch


Teil 2: Vom Glück der Afrikaerstlinge

Gegen halb drei lösten wir uns von unseren Verandastühlen und liefen hinunter zum Hauptgebäude, da gab’s nämlich Kaffee und lecker Kuchen.

Auf dem Weg dorthin begegnete unser dieser lustige Geselle, eine Fuchsmanguste:



Zusammen mit Pedro, unserem Guide, und zwei Damen aus Deutschland brachen wir dann zum Game Drive auf. Naja, nicht ganz, denn vorher wurden am Campingplatz noch fünf Franzosen in den Wagen geladen. Hätte uns Pedro gleich am Anfang gesagt, dass noch mehr Leute dazustossen, hätten wir uns gleich entsprechend gesetzt, so artete die Verladung der fünf Franzosen ein bisschen zum Menschengeknäuel aus :S , auch weil die Game Drive Fahrzeuge der Lodge mit 10 Mann schon ziemlich eng besetzt sind :unsure: .

Ich muss ja gestehen :blush: : Aufgrund der etwas beengten Verhältnisse hat der arme (sehr, sehr nette) Franzose neben mir leider aus Versehen einmal eine mit dem Teleobjektiv auf den Kopf bekommen :whistle: :pinch: :blush:

… das lag aber nur daran, dass auf dem Gelände der Lodge wider Erwarten erstaunlich viel Wild angesiedelt ist :laugh:

Die obligatorischen Oryx…



… Kudus…



… schöne Landschaft gab’s auch :)



… hier garniert mit ein paar Vogelstraußen…



… da noch ein Steinböckchen…



… sogar Giraffen leben hier…



Irgendwie fanden wir das ja schon ein klein wenig ungerecht :dry: : Christian und ich mussten 3 bzw. 4 Mal nach Afrika fahren bis wir endlich einmal ein nicht davonlaufendes, uns nicht die Kehrseite zuwendendes Eland aus der Nähe sehen konnten, von der Fuchsmanguste ganz zu schweigen, und Fred und Ursula laufen dieses Tiere gleich am ersten Tag über den Weg samt Giraffen, Oryxen, Springböcken, Warzenschweinen, Steinböckchen, Strauße, Kudus, Pavianen etc., etc. :woohoo: ! Das nennt man dann wohl das Glück der Afrikaerstlinge! ;)

Den Game Drive empfanden wir übrigens als sehr schön.. Allerdings muss ich sagen: Wenn ich mir die Wildvielfalt und -menge ansah – man hätte mehr draus machen können! Pedro war doch ein bisschen mundfaul und für Antilopen wurde nur im Ausnahmefall gebremst … – dafür aber umso länger für Giraffen :)



Jedenfalls: Tolle Gegend, ein überraschend hoher und artenreicher Tierbestand :) – wenn jetzt noch ein bisschen mehr Engagement seitens des Guides dazu käme, wäre das Ergebnis ganz ausgezeichnet. Aber alles in allem fanden wir den Game Drive aber wirklich überraschend ergiebig und perfekt für den Urlaubsanfang!

Die unabsichtliche Franzosen-Haue mit dem Objektiv habe ich übrigens später wieder mit ein paar Gruppenaufnahmen der fünf wett zu machen versucht…. :whistle:

Nach dem Game Drive ging es mit dem Wagen zum Gepardengehege. Über die drei Geparde der Lodge muss ich jetzt noch schmunzeln … das waren die bisher langsamsten und unmotiviertesten Geparde, die uns je untergekommen sind. :blink:

Die wissen nämlich: Wenn ein Fahrzeug mit Touris ins Gehege kommen, müssen wir uns ersteinmal in Fotopose auf einen kleinen Erdhaufen begeben :)



… für den Geparden von Welt natürlich eine fürchterlich langweilige Tätigkeit ;)



... ein schöner Rücken kann auch entzücken B) ...



Nachdem wir den Menschen ausgiebig Gelegenheit geboten haben, uns zu fotografieren laufen wir etwas unmotiviert einem der Geländewägen hinterher – wohl wissend, dass unser Springbockschenkel doch eigentlich im zurückbleibenden Wagen ist …

… und dann – wir Geparde sind ja so touristenfreundlich B) – springen wir halt wieder zurück zu Wagen B, dem mit dem Springbockschenkel, um uns – endlich – unsere Belohnung für das Touritainment abzuholen.



Aber bitte schön langsam und bedächtig springen, sonst können die Touris ja keine Fotos machen! ;)



Irgendwie hatte das Ganze ein klein wenig etwas von Dressureinlage – ich kann mich aber bis heute nicht wirklich entscheiden, wer da wen dressiert hat! :laugh:



Nach dem Besuch bei den drei Geparden ging’s noch für einen gemütlichen Sundowner auf eine kleine Düne.

Ausklingen ließen wir unseren ersten, in allen Aspekten perfekt gelaufenen Tag in Namibia dann bei einem unglaublich leckeren Buffett. Und zwar dem mit Abstand besten Buffett der ganzen Reise, durch das wir uns fleissig durchfutterten :cheer: ( es gab vorweg Oryx-Carpaccio und am Buffett dann eine Auswahl sehr leckerer Salate und Beilagen und dann noch frisch gegrillten Springbock und Lamm, jeweils super lecker mariniert.)

Ja und dann fielen wir vollgefuttert, müde und zufrieden in unsere Betten. Um unsere warmen Wollsocken und meine Schaafwollschläppchen aus dem Koffer zu holen, waren wir irgendwie zu platt … so kalt war es ja dann auch wieder nicht … dachten wir… :whistle:

… wir sollten es bereuen … :blink:

… aber dazu mehr im nächsten Teil! :)

Fazit Bagatelle Kalahari Game Ranch
Ein sehr schöner Anfang für unsere Rundreise mit wunderbarer Unterkunft, super leckerem Essen und was Tiersichtungen angeht, sehr viel ergiebiger als wir uns das vorgestellt hatten :) . Die Game Drives sind, wenn auch nicht ganz billig mit 400 Nam-$ pro Nase, auf jeden Fall empfehlenswert – allerdings wäre es wünschenswert, wenn der Guide etwas motivierter bei der Sache wäre (aber vielleicht hatten wir da auch einfach Pech an dem Tag).
Von der Cheetah- Tour kann man sicherlich halten was man will – Christian und ich haben sich als Unterhaltung genommen, für Fred und Ursula war es aber auf jeden Fall spannend, den Großkatzen einmal so nah zu kommen. Man darf sich nur nicht der Illusion hingeben, dass es sich dabei um wilde Tiere handelt (genauso wenig wie freilich der Illusion, dass da Kuscheltiere vor einem sitzen) – davon waren die drei schon wahrlich weit entfernt.
Alles in allem hat es uns auf der Bagatelle Kalahari Game Ranch super gut gefallen und wir würden sofort wieder in eines der Dune Chalets einziehen, das nächste Mal auch gerne für 2 Nächte. :)

Was ihr an Tag 2 der Reise miterleben dürft?
- eine neue tolle Unterkunft
- das Glück der Afrikaerstlinge Teil 2: Wir sehen richtig viele Wildpferde
- wir schreiben das erste Kapitel im Buch „bizarr-amüsante Erlebnisse mit Reisegruppen!“

LG
Steffi
Letzte Änderung: 19 Sep 2013 18:10 von Steffi82.
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20 Sep 2013 19:43 #305094
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Kapitel 2: Samstag, 3. August 2013
Bagatelle Kalahari Game Ranch – Klein Aus, Eagle’s Nest


Teil 1: Vista mit View

Die Elends vom gestrigen Tag hatten wohl ihre Schatten vorausgeworfen, denn in der Nacht wurde es wahrlich elendig kalt! Aber so richtig! :blink:

Und wo waren die warmen Bettsocken und meine warmen Hausschuhe? :whistle: Ja, genau – gut verpackt in der Reisetasche! – wo auch sonst? :pinch:

Tag 2 begann insofern mit einem Fluchkonzert meinerseits, die frühmorgens auf den Weg ins Bad ihre Reisetasche heimsuchte, auf der Suche nach besagten Hausschuhen, denn auch wenn es im Bett behaglich schön warm gewesen war, außerhalb des Bettes war es das so was von nicht!… :S



Wobei frostige Temperaturen am Morgen auch etwas Gutes haben: Man vertrödelt definitiv keine Zeit B) . Christian war in jedem Fall im Rekordtempo gewaschen und angezogen … naja, eingemümmelt trifft es wahrscheinlich besser! Selbiges bei mir! Das Gepäck war auch recht schnell verladen … nur von unseren zwei Mitreisenden fehlte jede Spur!



Hhhmm :blink: … hatten wir nicht eigentlich vereinbart, dass wir uns um zwanzig nach sieben fertig gepackt bei den Autos treffen wollten um gemeinsam zum Frühstück zu fahren? Wie wir feststellen durften, lag unser frühmorgendlicher Reisegruppenmitgliederschwund daran, dass Chalet Nr. 3 verschlafen hatte :laugh: . Die Bewohner des Chalets sahen das zwar anders und behaupteten es wäre zwanzig vor acht ausgemacht gewesen … aber für uns war es ohne Zweifel ein Fall von Verschlafen. Denn: Seid mal ehrlich – haben wir jemals schon derart lange im Urlaub ausgeschlafen? :P

Nach einem sehr reichhaltigen und leckeren Frühstück, checkten wir aus und verabschiedeten uns von der Lodge. Da wir an diesem Tag das längste Fahrtstück des Urlaubs vor uns hatten, wollten wir zeitig los und so rollten die beiden Ford Ranger um kurz nach acht Uhr vom Gelände der Bagatellle Kalahari Ranch.

Ziel des heutigen Tages: Klein Aus – Eagle’s Nest Lodge

Kilometer bis zum Ziel: mehr als 450 Kilometer oder so.

Die etwas über 450 Kilometer vergingen dann doch erstaunlich schnell. Nach einem kurzen Stopp in Mariental, wo wir den Super Spar plünderten, brachten uns unsere Rangers auf der B1 doch recht zügig Kilometer für Kilometer dem Ziel näher. Da es Samstag war, war auf der Strecke auch kaum anderweitiger Verkehr unterwegs, was das Fahren ganz angenehm machte. Gut - zu sehen gab es links und rechts der Straße lange Zeit auch nicht wirklich viel, erst als wir nach Keetmanshoop Richtung Klein Aus fuhren, änderte sich die Landschaft und gewährte uns teilweise grandiose Ausblicke…



Noch ein bisschen Straße mit Landschaft gefällig?



Gegen halb zwei erreichten wir Klein Aus und checkten erst einmal im Desert Horse Inn ein. Die vorangegangene kalte Nacht noch in Erinnerung beschlossen die beiden Männer dann einvernehmlich, dass abends nicht gegrillt würde, und wir buchten auch gleich einen Tisch für das Abendbuffett des Desert Horse Inn. Unser Foto-Permit für Kolmanskuppe lag auch bereits an der Rezeption für uns bereit :) – das hatte in Abstimmung mit Lüderitz Tours & Safaris ganz wunderbar geklappt. Bewaffnet mit unseren Schlüsseln machten wir uns dann auf die letzten 8 Kilometer zum Eagle’s Nest!

Ein bisschen Respekt hatten wir ja zugegebenermaßen vor der Anfahrt, allerdings völlig unnötig! Bis auf zwei Stellen (eine sehr sandige Kurve und eine Halbkurve bei der auf der einen Seite die Straße „abgebröckelt“ ist) fanden wir die Strecke – Bodenfreiheit vorausgesetzt -, wenn man sich an die ausgewiesenen 40 km/h hält, völlig problemlos zu fahren. Etwas schuckelig wurde es erst, als wir in Sichtweite der Unterkünfte angekommen waren und die Speed Humps anfingen :blink: . Wir haben ja die Vermutung, dass es dort einen örtlichen Speed Hump Commisioner gibt, dessen Lebensaufgabe es ist diese Dinger sehr liebevoll zu pflegen B) – das waren mit Abstand die größten, buckligsten und nah beieinander stehenden Speed Humps, die uns je untergekommen sind :S ! Aber auch diese waren mit ein bisschen lustigem „Speed Humping“ an sich problemlos zu bewältigen! :)

Mit dem „Desert Vista“ und dem „Eagles View“ hatten wir die letzten beiden Chalets in der Reihe bekommen.

Hier das „Desert Vista“, das Fred und Ursula bezogen…



…innen wie außen sehr schön, gell? :)



Dann fuhren Christian und ich die letzten paar Meter zum „Eagle’s View“. Und was soll ich sagen: noch schöner! :woohoo:

…hier das Chalet in kreisrund (und mit schiefen Möbeln ;) )…



… und hier ein paar Aufnahmen vom Felsen im Raum aus gesehen!





Und von außen ....



Achja, Aussicht – die hatten wir auch noch! Und was für eine! :woohoo:





Unser kleines Mittagspicknick auf der Terrasse lockte auch gleich neugierigen Besuch an :) :



Unbedingt sollte man übrigens darauf gucken, dass die Vogeltränke immer gut mit Wasser gefüllt ist – das Kommen und Gehen der gefiederten Kerlchen fanden wir in den zwei Tagen immer wieder unterhaltsam zum Zusehen :) .



Im nächsten Teil geht’s dann zu den Wildpferden :) !

LG
Steffi
Letzte Änderung: 23 Sep 2013 13:45 von Steffi82.
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23 Sep 2013 17:42 #305499
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Kapitel 2: Samstag, 3. August 2013
Bagatelle Kalahari Game Ranch – Klein Aus Vista, Eagle’s Nest


Teil 2: Es busgruppelt!

Nachdem wir eine bisschen die Aussicht auf unserer Terrasse genossen hatten, machten wir uns gegen halb vier noch einmal auf, um den Wildpferden am Wasserloch Garub einen Besuch abzustatten.

Ob wir welche sehen würden? Immerhin sollen die ja bekanntlich kommen und gehen, wie es ihnen passt… wir beschlossen uns einfach überraschen zu lassen, blieb uns ja auch nichts anderes übrig! ;)

Entlang der Teerstraße in Richtung Lüderitz sahen wir jedenfalls erst einmal: Nichts! Doch kaum waren wir auf die schmale Gravel Richtung Wasserloch abgebogen … tatatata …



Okay, ist ein Oryx ;) … noch dazu von hinten … aber Tiere, die uns dezidiert ihr Hinterteil gezeigt haben, hatten wir bislang in diesem Urlaub ja noch nicht so oft! B)

Aber nur wenige Meter dahinter waren sie auch schon: unsere ersten Wildpferde! :)



Je näher wir dem Wasserloch kamen, desto mehr Pferde wurden es. Der halbe Parkplatz vor dem Unterstand war von Pferden besetzt :woohoo:



… um in den Unterstand zu gelangen mussten wir zum Amüsement des darin bereits befindlichen südafrikanischen Pärchens zuerst einmal auf zwei Pferde freundlich einreden, die sich direkt vor die Türchen gestellt hatten (die vom Schwiegerpapa vorgeschlagene Option „Pferd wegschieben“ haben wir dann doch bleiben lassen B) ). Eines der Rösser hat sich kurzerhand aber doch erbarmt und uns vier Touristen in den Unterstand gelassen! :)

Ich habe irgendwo mal gelesen, dass die Anzahl der Wildpferde von Garub so zwischen 60 und 80 Tieren liegt. Wenn das stimmt, dann dürften bei unserem Besuch fast alle der Pferde anwesend gewesen sein… :woohoo:



… und dazu noch ein paar Oryxe, Springböcke und Strauße!



Sehr interessant übrigens die Hackordnung der Tiere untereinander am Wasserloch. Die armen Springböcke hatten gar nichts zu melden, die wurden von allem verscheucht :blink: . Die Strauße näherten sich sehr, sehr vorsichtig – aber als sie dann am Wasserloch waren, waren sie ganz schön garstig zu anderen Tieren, die mittelbar zu ihnen ebenfalls trinken wollten :unsure: .

Bei den Pferden gibt es im Übrigen einige ganz Schlaue, die wohl gemerkt haben, dass von so einem Touristen ab und an etwas Schmackhaftes abfallen kann… Folglich wird ab und zu mal am Unterstand vorbeigeguckt! :)



Ja und dann kam der Bus! :blink: Und mit ihm eine 16-köpfige deutsche Reisegruppe! Der Bus fuhr also auf den Parkplatz vor dem Unterstand, die Pferde wichen etwas zurück, der Bus entleerte sich, das Gequassel begann! :huh:

Zwischen dem Bus und dem einen Eingangstürchen zum Unterstand standen zu diesem Zeitpunkt noch drei Pferde. Der Hummeldumm-Strom schritt genau hinter diesen Pferden in Richtung Unterstand. Macht ja auch Sinn: das andere, freie Türchen wären fünf Meter mehr Laufdistanz gewesen und außerdem, will man dem „Wildlife“ ja so nah wie nur irgendwie geht kommen! :blink:

Will man wirklich? :S

Ohja B) – den vor unseren Augen spielte sich dann etwas ab, was im ganzen Urlaub an schirrer Dummheit nicht zu überbieten war :S . Einer der mitreisenden Herren blieb direkt hinter einem der Pferde stehen und tat was? Er klopfte dem Tier mit Schmackes auf die Pobacken! :woohoo: :pinch: :woohoo: Sämtliche unfreiwillige Zuschauer hielten in diesem Moment die Luft an – und auch jetzt noch danke ich insgeheim dem Pferd, dass es so vernünftig war und einfach davon ging ohne auszuschlagen! Auch wenn es der Typ hinter ihm schon irgendwie verdient hätte… :whistle:



Wir blieben noch eine Weile und machten kombiniertes Pferde- und Reisegruppenbeobachten … beides sehr interessant! ;)



Mein Schwiegerpapa versuchte sich sogar enthusiastisch daran einem Kreis aus Damen, der sich um ihn gebildet hatte, zu erklären, dass die Antilopen dort unten am Wasserloch Springböcke und Oryxe, auch Gemsböcke genannt, seien, beides sehr wüstenadaptierte Tiere! :) Da schwellte Christian und mir ja fast ein wenig die Brust: „Schwiegereltern lernen Antilope“ schien wirklich und tatsächlich etwas gebracht zu haben! :) Wir waren begeistert! Fred war begeistert! :laugh: Die Reisegruppendamen ebenfalls! – deren Männer weniger! B)



Hier noch ein Bild, wo man den Unterstand/ "Hide" mit sehen kann:



Nach einer Weile verabschiedeten sich so langsam die Pferde vom Wasserloch...



Wir taten es ihnen gleich, wollten wir doch noch vor Sonnenuntergang wieder im Desert Horse Inn sein! Auf dem Rückweg querte dann direkt vor unserem Wagen noch eine Herde Oryx die Straße - was für ein schöner tierischer Abschluss für diesen Tag :) !



Den Sonnenuntergang genossen wir dann bei einem Savanna Dry auf der Terrasse des Desert Horse Inn. Das Buffet was folgte :dry: … nun ja, es sollte das schwächste Essen der Reise werden! Für so einen großen Laden gab es kaum Auswahl, die Bedienung war reichlich konfus und geschmacklich schmeckte das dargebotene Schwein nach Weihnachten (O-Ton der Schwiegermama, die vermutete, dass eine Dose Zimt in den Topf gefallen sei B) ). Das Straußengulasch war ganz okay, die Beilagen eher mickrig :huh: … es wäre jedenfalls ganz nett gewesen hätte man neben den frittierten Kartoffelecken noch etwas anderes als Beilage zur Auswahl gehabt! Satt sind wir aber geworden – nur empfanden wir das Buffet für immerhin 230 Nam-$ pro Nase schon als ziemlich überteuert!

Die 8 Kilometer in der Dunkelheit zurück zum Eagle’s Nest ließen sich übrigens recht problemlos fahren – und Speed Humping in der Dunkelheit hat auch seinen ganz besonderen Reiz! ;)

Was euch an Tag 3 der Reise erwartet?

- Sand und Wind, Wind und Sand und inmitten eine Geisterstadt
- Wir verfahren uns auf der Lüderitz-Halbinsel (ja, das geht! :whistle: )

Liebe Grüße
Steffi
Letzte Änderung: 23 Sep 2013 17:56 von Steffi82.
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  • Steffi82 am 17 Sep 2013 21:12
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Kapitel 3: Sonntag, 4. August 2013
Klein Aus, Eagle’s Nest - Tagestour nach Kolmanskuppe und Lüderitz


Teil 1: Alleine in der Geisterstadt

Die Nacht war windig, aber bei weitem nicht so kalt wie die vorherige! Allerdings war sie früh zu Ende, immerhin wollten wir ja vor dem großen Gruppen-Ansturm bereits in Kolmanskuppe sein.

Und so ging es – an diesem nur mit einem Ranger an unserer Seite – mit Dämmerung wieder auf die Piste und nach dem obligatorischen Speed Humping in Richtung Lüderitz.

Die Wildpferde von Garub sind übrigens überaus touristenorientiert :) – die standen nämlich frühmorgens neben der Straße Spalier und haben vor sich hin gegrast. Sonst gab es aber entlang der Strecke keine Tiere zu sehen…

Unser Ranger …



… unser Sonnenaufgang :)



Wenig später waren wir bei der Geisterstadt angekommen. Es war sogar schon ein netter Schrankenwächter da, der uns mit dem Auto ins Gelände ließ, damit wir nicht draußen am Weg parken mussten :) . Das fanden wir wirklich sehr nett…



Kolmanskuppe fanden wir schon wirklich sehr spannend … sehr surreal, aber in jedem Fall unterhaltsam. Es ist schon interessant, was die Menschen damals der Wüste abgetrotzt haben, genauso sehr wie es gleichwohl interessant ist, zu sehen, wie sich die Wüste alles wieder zurückholt.



Besonderen Flair hatte es natürlich, dass wir anfangs völlig alleine auf dem Gelände unterwegs waren… eine Geisterstadt in vollkommener Einsamkeit zu genießen, das hat schon was :)

… hier müsste mal gefegt werden B)



Das Krankenhaus von außen...



wie innen…



… für dringende Bedürfnisse :laugh:



Aussicht…



Sand…



…etwas weniger Sand …



… Badewanne für Sandbad B)



Ein Highlight ist definitiv auch die Kegelbahn :)





Ganz haben wir uns die Geisterstadt nicht angesehen, sie ist dann doch größer als gedacht und nach dem gefühlten 20. (teil-)versandeten Haus hat man es dann doch irgendwann gesehen ;) . Noch hinzu kam um halb neun die erste Reisegruppe an sowie weitere Reisende, sodass es mit der absoluten Stille zwangsläufig schnell vorbei war. Als sehr empfehlenswert empfanden wir übrigens im Anschluss an unsere Erkundungstour den Besuch des kleinen Museums, der das Ganze perfekt abrundete.

Nach einem kleinen Frühstückspicknick machten wir uns dann auf in Richtung Lüderitz – wir mussten ja unsere Foto-Permits noch bezahlen.

Gesagt getan! – und so rollten wir wenig später bei Lüderitz Tours & Safaris vor, beglichen unsere Schulden und kauften schnell noch ein paar Andenken und die Allgemeine Zeitung für Fred, der die Tatsache, dass es in Namibia eine deutschsprachige Zeitung gibt, mehr als faszinierend fand :) .

Lüderitz als Stadt … nun ja … wenn ich ehrlich bin, wir empfanden sie als etwas schräg! Mag sein, dass sie sich dem Betrachter erst auf den zweiten oder dritten Blick erschließt, aber für uns persönlich wäre sie jetzt kein Ort gewesen, an dem wir zwei Nächte hätten verbringen wollen. Da war uns unsere Unterkunft in Klein Aus sehr viel lieber.

Da wir richtig gut in der Zeit waren, beschlossen wir noch in Richtung Diaz Point zu fahren. Mehr dazu gibt es dann im nächsten Teil :) !

Liebe Grüße
Steffi
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