THEMA: Facettenreiches Namibia-Der Virus hat zugeschlagen
21 Mai 2012 19:21 #236509
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Donnerstag, 3.5.2012: Sossusvlei und Fahrt zur Rooiklip Gästefarm

Teil 2:

Nach einem Tankstopp in Sesriem fuhren wir wieder Richtung Solitaire. Dort wurde auch nochmal getankt. Auf dem Weg bis nach Swakopmund gibt es ja keine Tankstelle mehr und wir fuhren ja noch zur Rooiklip Farm.
In Solitaire mussten wir noch den Apfelkuchen probieren.










Ab dem Gaub-Pass war die Straße in einem sehr schlechten Zustand und wir waren froh als dann endlich der Abzweig Richtung Gamsberg kam.

Unsere erste Gästefarm in Namibia. Wir waren schon sehr gespannt.

Die Rooiklip Farm liegt sehr abgelegen. Nach einigen Kilometern ging es rechts weg. Noch 18 km bis zur Farm. Wir fuhren über Stock und Stein. Das wäre mit einem normalen Pkw nicht zu schaffen gewesen. Diese 18 km zogen sich in die Länge. Wir konnten teilweise nicht schneller als 20 km/h fahren.
Ich fragte mich wirklich, ob das die richtige Wahl war. Da hatte ich schon meine Zweifel. Wir brauchten für die Stecke fast eine Stunde.
Auch dem Weg begegneten wir noch eine Gruppe auf einem Safariauto, die wohl auf der Jagd waren.

Dann waren wir endlich da. :whistle:
Ich wollte gerade das Tor öffnen, als ich schon Hundegebell und ein Schreien hörte „Nein, nein, nicht“. Ich war erst mal verwirrt. Aber dann war mir sehr schnell klar warum:
Es stand ein junger Oryx im Schatten; den hatte ich erst gar nicht gesehen. Der sollte natürlich nicht entkommen.
Hannelore, die Besitzerin und Thomas (Biologe aus Augsburg) öffneten uns dann vorsichtig das Tor, so dass wir hineinfahren konnten.
Wir wurden erst mal mit einem kalten Bier versorgt und unterhielten uns mit Thomas. Wir haben sogar festgestellt, dass eine seiner ehemalige Labormitarbeiterinnen auch schon in meiner Arbeit gearbeitet hat. Was für ein Zufall.
Das Zimmer war auch sehr schön mit einem tollen Bad.










Später kam dann Frans mit den Jagdgästen zurück.

Zum Abendessen saßen wir alle an einem gemeinsamen großen Tisch, zusammen mit Hannelore und Frans. Da hat uns echt begeistert.
Zum Abendessen gab es: Avocadocreme, sehr leckeren Kudubraten mit Reis, Nudeln, versch. Gemüse und Salat und als Nachspeise Obstsalat.
Wir sind mittlerweile zu totalen Fans von Wildfleisch geworden.

Auf Rooiklip lernten wir auch noch ein Ehepaar aus Speyer (Helga und Paul) kennen.

Um 21:00 Uhr fielen wir todmüde ins Bett; wir waren ja früh aufgestanden und morgen konnten wir endlich ausschlafen. Wir hatten keinen Fahrtag.


Übernachtung: Rooiklip Gästefarm (ÜF 450 N$ p.P. + 120N$ Essen)
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23 Mai 2012 18:46 #236738
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Freitag, 4.5.2012: Rooiklip Gästefarm

Frühstück gab es wieder in der Lapra. Thomas, Helga, Paul und Hannelore frühstückten mit uns.Frans war mit den anderen Gästen noch auf Jagd. Sie mussten noch ein Oryx erledigen.
Thomas musste leider wieder nach Hause fliegen. Schade, wir hatten tolle Gespräche mit Ihm.












Nach dem Frühstück machten wir mal einen Farmrundgang. Heute war ja mal ein Tag zum erholen. Wir beschlossen die Campsites, die ca. 500 m weit weg waren zu besichtigen.
Auf dem Weg dorthin sahen wir Linus, das Zebra und den Esel Nr. 7. Die Hunde begleiteten uns ein Stück.

Oryx Jonathan:



Die Hunde Kiala und Fasa:



Das Zebra Linus:



Die Campsites liegen in einer Art Höhle an einem Felsen. Der absolute Wahnsinn.
Martin meinte, wenn wir das nächste mal wieder kommen, dann gehen wir dort campen. Die Site Nr. 3 ist besonders schön. Alles mit Liebe zum Detail. Besonders die Dusche und die Toilette. In freier Natur. Die Aussicht ist einfach gigantisch. Mittlerweile hat man durch eine Solaranlage auch warmes Wasser zum Duschen.




Toilette:



Dusche und Waschbecken:




Nach einem Mittagssnack auf der Terrasse unseres Zimmers verbrachten wir den Nachmittag am Pool. Gerne hätten wir mit Frans noch eine Farmrundfahrt gemacht .Aber er musste sich um die zwei geschossenen Zebras und den Oryx kümmern. Da hatte er leider keine Zeit. So lesen wir ein wenig und ich schreibe schon mal meinen Reisebericht. Bei einem Sundowner-Bier unterhielten wir uns dann mit Hannelore, Paul, Helga und Frans über das Leben auf Rooiklip. Das war total interessant. Die netten Hunde waren immer bei uns und wurden durch Kraulen verwöhnt. Der Sonnenuntergang ist fantastisch und man sieht das ganze Gebirge rot leuchten.



Zum Abendessen gab es zur Vorspeise Rooiklips (kurz frittierte Oryxlende vom frisch geschlachteten Oryx) mit getoastetem Brot, Oryxleber und –nieren mit Reis , Nudeln, Butternut und Salat. - Ein Traum-





Bei Bier, Wein und Wiskey gingen die Gespräche weiter. Um 22:30 Uhr gingen wir dann ins Bett.

Wir hätten es noch gut einen Tag länger ausgehalten. Uns hat es hier ausgezeichnet gefallen. Das nächste Mal bleiben wir länger. Die Anfahrt hat sich dann doch gelohnt. Jedoch muss man schon 2 Tage bleiben.
Hannelore und Frans sind sehr, sehr nette Gastgeber. Vor allem die Gespräche mit Frans haben uns schon sehr fasziniert. Was die beiden auf die Beine gestellt haben, ist schon absolut bemerkenswert. Die ganze Farm ist mit sehr viele liebe zum Detail aufgebaut worden.


Übernachtung: Rooiklip Gästefarm
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23 Mai 2012 19:20 #236744
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Samstag, 5.5.2012: Fahrt nach Swakopmund

Nach einem ausgiebigen Frühstück verabschiedetet wir uns von Allen. Helga und Paul fuhren auch nach Swakopmund. Es ging dann weiter auf der Wellblechpiste Richtung Walvis Bay. Wir sahen Wildschweine, Paviane, Springböcke und Strauße. Am Kuiseb Canyon ist die Straße zeitweise geteert. Wir haben uns schon gefreut. Leider geht es aber kurz danach mit der schlechten Piste weiter. Gut, dass wir von Sesriem bis Swakopmund nicht in einem Stück gefahren sind.




So ca. 30 km vor Walvis Bay hielten wir dann doch mal an um etwas zu Essen und dringenden Bedürfnissen nachzugehen.
Wir waren schon fast fertig als auf einmal ein großer Kranwagen anhielt und ein Schwarzer auf uns zuging. Mir war die Situation nicht so ganz geheuer und ich habe mich ins Auto verzogen. Er fragte meinen Mann nach einer Flasche Wasser.
Ich sagte dann zu Martin, dass er jetzt einsteigen soll und wir besser weiterfahren. Ich war mir nicht sicher, was ich von so einer Situation halten soll.
Wir haben dass dann einigen anderen Leuten, die in Namibia erleben erzählt und die fanden das auch alle sehr merkwürdig. Aber Gott sei dank ist nichts passiert.

In Walvis Bay machten wir nur einen kurzen Stopp am Meer, fuhren zum tanken und Geldabheben und kamen dann um 16:00 Uhr bei Sophia Dale an. Sophia Dale liegt ca. 12 km außerhalb von Swakopmund.





Wir wurden von Michaela, der Besitzerin und ihrer Tochter Merle begrüßt. Nach dem Auspacken genehmigten wir uns noch ein Bierchen auf der Terrasse.










Um 17:30 Uhr gingen wir dann ins Restaurant. Manfred fragte und was wir denn gerne Essen wollen. Nachdem wir ihn fragten was es denn gibt, empfahl er uns einen Springbockrücken mit grünem frischen Spargel und Bratkartoffeln. –Perfekt.
Martin trank noch ein Bierchen und ich probierte mal einen Rock Shandy. Er war nicht schlecht, aber eher für heißere Tage und hier in Swakopmund war es doch deutlich kälter.
Manfred zeigte und noch seine Küche, sein Kühlhaus und erzählte uns einiges über seine Wurstproduktion und seine weiteren Pläne. Er ist ja Metzger.
Das Essen war ausgezeichnet, der Wein auch sehr lecker und zum Nachtisch gab es noch einen selbst gebrannten Obstler seines Vaters.
Von der langen Fahrt waren wir dann doch ganz schön kaputt und gingen früh Schlafen.

Heute gabs mal nicht so viele Bilder. Aber morgen steht ja die Living Desert Tour an und da gibt es bestimmt viel gute Motive.

Übernachtung: Sophia Dale Base Camp: ÜF: 380N$ p.P.
Letzte Änderung: 17 Jul 2013 18:47 von Uli.S.
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25 Mai 2012 15:20 #236977
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Sonntag, 6.5.2012: Living Desert Tour

Nach dem Frühstück fuhren wir zum Hotel Swakopmund (Alter Bahnhof) wo wir von Douglas von den Living Desert Tours abgeholt wurden und ab gings in die Wüste. Zuerst waren wir ein bischen enttäuscht, dass nicht Chris selbst die Tour machte. Aber Douglas machte das auch fantastisch.






Douglas erklärte uns sehr lustig, wie das Leben in der Wüste, die Nahrungskette der „Little Five“ funktioniert.
Ich probiere mal ob ich noch hin bekomme.

„Zuerst ist da der Klopfkäfer, der findet überall in der Wüste Nahrung (Gras etc). Das ist dann sein Müsli. Larven gibt es auch noch am Buffet. Eidechsen und Chamäleon bedienen sich am Buffet; die Spinne frisst Käfer, Larven und kleine Geckos. Das ganze ist dann ein Restaurant. Und wer geht ins Restauran? Schlangen, Schakale, Vögel etc.“

So ähnlich hat er das erklärt. Das war ganz lustig. Das ganze hat er dann noch mit einer Zeichnung im Sand deutlich gemacht. Er wusste auch alle lateinischen Namen. Dann hat er ist noch die Spuren im Sand aufgemalt.

Als erstes suchte er die weiße tanzende Lady.








Dann suchten wir ein Chamäleon und fanden es im Gebüsch.










Als nächstes grub er einen Gecko aus. Der war noch winzig klein, Douglas meint höchsten 4 Tage halt. Später fanden wir dann noch einen größeren.








Dann sahen wir einige Eidechsen. Die waren aber so schnell, dass man siwe nicht fotographieren konnte.

Eine kleine Blindschleiche kamen wir auch noch zu Gesicht.




Nur mit der Schlange klappte es nicht.
Wir fuhren kreuz und quer durch die Wüste, erfuhren noch etwas über die Mineralien in der Wüste. Mit einem großen Magneten sammelte Douglas Sand am Boden auf. Die schwarzen magnetischen Bestandteile (Fe3O4) blieben daran hängen.



















Die 5 Stunden vergingen total schnell und wir wurden wieder zum Hotel gebracht. Die Tour hat sich absolut gelohnt.

Vom Hotel schlenderten wir zum Leuchtturm und stärkten uns bei Kaffee und einem Toast. Dann begaben wir uns auf den Holzschnitzermarkt.
Das ist ganz schön anstrengend. Denn jeder hat einen „Low Price, Best Price oder Small Price“.
Von jedem wird man in Beschlag genommen. Man muss Handeln, handeln, handeln. Der Endpreis beträgt bei so kleineren Dingen dann ca. 20% vom Anfangspreis.

Nach einer Dusche bei Sophia Dale sortierte ich noch meine Fotos auf dem Laptop. Dann fuhren wir dann ins Restaurant „The Tug“. Zuvor machten wir noch einen kleinen Spaziergang auf der Jetty.








Zum Essen gab es nach dem vielen Fleisch mal einen Fisch (Kingklip). Im Restaurant trafen wir Helga und Paul, die wir auf Rooiklip kennengelernt hatten und verbrachten noch einen netten Abend.

Essen im Restaurant: 340$ mit Getränken
Übernachtung: Sophia Dale Base Camp
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28 Mai 2012 15:46 #237152
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Montag, 7.5.2012: Swakopmund

Nach dem Frühstück fuhren wir wieder nach Swakopmund, parkten das Auto wieder am alten Bahnhof und gingen als erstes in die Kristall Galerie.



Dann schauten wir uns folgende Sehenswürdigkeiten an:
Brauhaus Arcaden, Hohenzollernhaus, Wörmannhaus, Prinzessinnen Rupprechtheim, Mariendenkmal, und die Ankerplatz-Arcade.



















Auf dem Markt kauften wir dann noch die restlichen Andenken ein.
Den Sundowner nahmen wir bei Museums-Café ein.
Zum Abendessen kochte uns Manfred wieder leckeren Springbockrücken. Diesesmal mit einem Chutney und Pommes und einem Salat. Wieder waren die Portionen riesig. Zum Essen tranken wir einen „Rotwein „Alles Verloren“. Der Wein aus dem Hummeldumm-Buch, ein sehr guter Wein. :P


Übernachtung: Sophia Dale Base Camp


LG Uli
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01 Jun 2012 14:53 #237562
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Dienstag, 8.5.2012: Spitzkoppe, Onduruquea Guest Farm

Teil 1:

Am Morgen werden ich von meinem Schatz mit einem „Alles gute zum Geburtstag“ geweckt.
Stimmt, da war noch was. Ich werde wieder ein Jahr älter.:whistle:
Aber, hier in Afrika lässt sich der Geburtstag auch ganz gut feiern. :) :)
Nach einem, wieder reichlichen Frühstück verabschieden wir uns von Michaela, Merle und Manfred und fahren Richtung Spitzkoppe.





Dort mussten wir erstmal 90N$ Eintritt zahlen. Der junge Mann erklärte uns dann noch, was wir alles anschauen könnten. Wenn wir allerdings die Felszeichnungen anschauen wollten, dann müssen wir das mit Führer machen und das kostet nochmal 150N$. Dann hielt er uns ein Schreiben hin, wo alles noch mal erklärt stand. Dann erklärte er uns noch, dass wir die Zeichnungen aber auch alleine anschauen könnten und das würde dann nur 100N$ kosten.
Wir haben das natürlich auch gezahlt. Dafür haben wir aber keine Quittung bekommen. Da fühlten wir uns dann schon etwas abgezockt..
Wir fuhren also als erstes zu den kleineren Felszeichnungen, da wir ja nicht so viel Zeit für die große Runde hatten.
Die Felszeichnungen waren aber nicht der Hit, da haben wir später schönere gesehen. Das hat sich dann im nach hinein nicht rentiert hierfür 100N$ zu zahlen.












Als nächsten suchen wir dann die „Brücke“ und fanden sie auch. Wir sind dort ein wenig herumgelaufen. Das war echt klasse und man konnte gute Fotos machen. Die Landschaft war auch sehr schön und man hatte von oben eine gute Sicht.
Die Campgrounds lagen auch sehr schön. Da kann man am Abend bestimmt einen tollen Sundowner genießen.
Das nächste Mal gehen wir dort vielleicht Campen.










Nach einem Tankstopp in Usakos kamen wir gegen 15:00 Uhr an der Onduruquea Guest Farm an.
Wir waren schon sehr gespannt, weil wir ja schon so viel unterschiedliches hier im Forum gelesen hatten.

Teil 2 folgt später.

LG Uli
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