ANanetteThemenstarterGast05. Mai 2007 · Affirmative Action killing SA economy'
May 05 2007 at 04:45PM
Affirmative action as currently practised by the South African government was doing the South African economy more harm than good, the Democratic Alliance (DA) federal congress resolved on Saturday.
The tone for the discussion about affirmative action was set by outgoing DA leader Tony Leon who in his last speech as party leader said that while the country's economy was growing, eight million South Africans were still without work.
"The government talks about the 'development state' as the answer, but it cannot deliver public service because of a skill shortage brought about by racial engineering," Leon said.
This argument was taken further by one of the delegates Deon Malan who said while the party supported affirmative action, its idea about it was different to that of the African National Congress (ANC).
"We do not support the kind of affirmative action that's being thrust down South Africa's throat by the ANC," he said.
He said what was needed was to "skill up young people", while providing older people with new skills. - Sapa
sammy1’009 Beiträge · seit 200705. Mai 2007 · sorry Anette,
Mein Englisch reicht um in keinem Land der Welt zu verhungern, oder
wenn ich 8 Tage in USA bin, kann ich an nahezu jedem Gespräch teil-
nehmen.
Aber ich kann nicht nachvollziehen was Du uns mit diesem Text - ohne
Einleitung oder Kommentar - eigentlich sagen willst.!!
Klär mich doch bitte mal auf.
Gruß
Jürgen
Gott gab den Europäern die Uhr und den Afrikanern die Zeit
unsere Website:
SAMMY FAMILY YOYoshikawaGast06. Mai 2007 · Moin Jürgen,
Anettes Intention kenne ich natürlich nicht, aber zu AA kann ich Dir etwas sagen. Affirmative Action soll dazu dienen, den Arbeitsplatzanteil einer benachteiligten Gruppe zu erhöhen. Im bundesdeutschen öffentlichen Dienst sollen z.B. Frauen bei gleicher Eignung bevorzugt befördert werden, bis die Parität in den Spitzenämtern erreicht ist.
In Südafrika soll der Anteil der schwarzen Beschäftigten an allen Jobs dadurch so lange erhöht werden, bis er der ethnischen Schichtung Südafrikas entspricht. In der Praxis, und das liegt der Stellungnahme Tony Leons zugrunde, ist das Ergebnis der Durchführung für den südafrikanischen Staat jedoch eine Katastrophe.
Seit den Township-Aufständen der 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts gibt es keine vernünftig ausgebildete Generation Schwarzer mehr. Damals hatten die Jugendlichen gegen die Einführung des Afrikaans als Unterrichtssprache rebelliert. Seit den ersten freien Wahlen wurde das öffentliche Bildungswesen Südafrikas durch die ANC/SACP/COSATU-Regierung nicht nur nicht verbessert, sondern völlig gegen die Wand gefahren. Es gibt also auch weiterhin keine ausreichende Anzahl gut ausgebildeter Schwarzer.
Die Arbeitsplätze jedoch bekommen sie trotzdem!
Dies hat zwei negative Auswirkungen, deren Folgen immer offensichtlicher werden und die wahrscheinlich schon dafür gesorgt haben, dass das Land den "Point of no Return" überschritten haben dürfte.
Zunächst müssen immer mehr Weiße das Land verlassen, da für sie oder ihre Kinder keine vernünftigen Arbeitsmöglichkeiten mehr bestehen. Des weiteren werden schwarze Bewerber eingestellt, die häufig nicht einmal die Grundvoraussetzungen für den Job besitzen. Hieraus erklären sich solche Erscheinungen, wie z.B. das völlig dysfunktionale Innenministerium, die langsam kollabierende Energieversorgung und das zerfallende Straßensystem.
Das Land lebt, wie die DDR der 80er-Jahre, von der Substanz -ironischer Weise wurde sie vom weißen Apartheidsregime geschaffen. Anders als die DDR allerdings, die am grundsätzlichen wirtschaftlichen Webfehler der sozialistischen Theorie scheiterte, scheitert Südafrika an der Inkompetenz der handelnden Personen und dies auf allen staatlichen und halbstaatlichen Ebenen.
Tony Leon, der scheidende Oppsitionsführer, kritisiert hier -wie auch in der Vergangengheit!- nicht das Ziel, den schwarzen Jobanteil mittels AA zu erhöhen, sondern die ideologische Verbortheit der tatsächlichen Umsetzung.
Gruß, Michael<br><br>Post geändert von: Yoshikawa, am: 06/05/2007 21:59
sammy1’009 Beiträge · seit 200706. Mai 2007 · Guude Michael,
das ist das hessische Gegenstück zu moin,moin !
Vielen Dank Michael, das ist sehr lieb von Dir, eine so ausführliche
Erläuterung zu AA ins NamFo zu stellen. Jetzt kenne auch ich und
vielleicht auch einige andere die Hintergründe und wenn Anette uns
dann auch noch verrät, ob sie mit diesem Artikel nur eine Info,eine
Kritik oder eine Warnung als Diskussionsgrundlage bezweckt !?!
Veilen Dank und schönen Sonntag
Jürgen
Gott gab den Europäern die Uhr und den Afrikanern die Zeit
unsere Website:
SAMMY FAMILY
pme470 Beiträge · seit 200606. Mai 2007 · Hello all,
ich kenne den Grund für Anettes Posting: Sie ist ein Agent Provocateur des ANC und hat deshalb Tony Leon's letzte Ansprache vor seinem Abtritt als DA Leader hier gepostet hat, damit wir Forumsmitglieder jetzt versuchen, internationalen Druck auf den ANC auszuüben, gegen welchen sich der ANC in Anlehnung an Robert Mugabe ("der Rest der Welt ist schliesslich genauso kriminell wie ich") dann wehren kann um somit die Enteignung und Vertreibung aller Weissen aus Südafrika zu rechtfertigen.
Schpässle gmacht.
Denke mal, dass Anette eher generell Feedback auf diese Nachricht möchte.
@Yoshikawa: Sehr gut zusammengefasst. Affirmative Action (Positive Diskriminierung) wurde ja nicht in Süfafrika erfunden. Es war in den USA in den Siebzigern weit verbreitet, um Afroamerikanern den Zugang zu Universitäten zu erleichtern. Dann in Kalifornien in einem ähnlichen Ausmass wie heute in Südafrika: Um vormals benachteiligten Bevölkerungsgruppen Chancengleichheit in der gesellschaftlichen Entwicklung zu garantieren. Hat aber nicht funktioniert und wurde dort wieder abgeschafft, genauso wie es in Südafrika wieder abgeschafft wird. Das dauert aber noch einige Jahre und Yoshikawa, vielleicht hast Du recht damit, dass der point of no return überschritten ist.
Für das Forum ist dies insofern relevant, als sich das Thema generell auf die Sitaution in den hier diskutierten Reiseländern auswirkt. Wahrscheinlich hätte es aber irgendwo unter "Diverses" hingehört.
Schöne Grüsse
Patrick
Crazy Zebra3’766 Beiträge · seit 200606. Mai 2007 · Hallo,
musste mir jetzt feste auf die Finger klopfen um nicht in die Tasten meines Keyboard zu greifen 🤩 und diese Zeilen dokumentieren zu wollen.
Ich habe mir aber einen Termin freigehalten um heute in 5 Jahren dieses Thema aufzugreifen, zur Zeit ist alles noch rosa bis bunt, was sich aber nach der WM 2010 (ausgeführt oder nicht) ändern wird 😗
Lese gerade ein Buch in der die afrikanische Befreiung noch hochgejubelt wird/wurde, nur die Daten der aktuellen Ereignise liegen schon bis zu 50 Jahren zurück, was soll ich sagen, erhofftes trat nicht ein, hingegen befürchtetes zu grossen Teilen schon.
Gruss VA<br><br>Post geändert von: VirusAfricanum, am: 06/05/2007 13:49
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
ANanetteThemenstarterGast06. Mai 2007 · leute, ich bin beeindruckt!
ganz herzlichen dank für die weiterführenden informationen und "übersetzungen" - und das meine ich keinesfalls ironisch!
hatte den artikel nur als info gepostet und hatte auch nicht mit derart objektiv-fundierten beiträgen gerechnet!
wenn ich mal zusammenfasse: seit ende der apartheid versuchte erst mandela und nun mbeki die fehler der apartheid umzukehren mit zwar guten absichten - unterstelle ich hier einfach mal 😉 - jedoch völlig falschen massnahmen............
derzeit herrscht jobmässig eine "umgekehrte" apartheid. dies gepaart mit korruption, inkompetenz und rückschrittlichkeit führt zwangsläufig ins chaos.
die mehrheit der schwarzen hat immer noch keinen anteil am durchaus vorhandenen reichtum aufgrund fehlender ausbildung.
die mehrheit der schwarzen wird von jahr zu jahr unzufriedener. woran auch einzelne housing-projecte in townships nichts ändern werden.
die dadurch immer weiter um sich greifende unzufriedenheit und auch aussichtslosgkeit, an der persönlichen situation aus eigener kraft etwas zu ändern, wird über kurz oder lang zur rebellion führen.
es ist furchtbar mit ansehen zu müssen, wie ein land sämtliche chancen auf eine neuausrichtung beginnend mit dem jahr 1996 vertan hat.
auch hier haben sämtliche politiker - und hier nehme ich madiba grundsätzlich und bewusst nicht aus! - an ihr ureigenstes fortkommen gedacht und die lösung der probleme einer starken lobbyistenseilschaft unterworfen.
freue mich über die konstruktiven und scharfsinnigen beiträge!
so macht es spass!
grüessle und schönen sonntag an euch alle!