Hallo,
da wir hier vor unserer Reise sehr viele nützliche Informationen erhalten haben, möchten wir nach unserer Namibia-Reise etwas davon zurückgeben. Natürlich beruhen diese auf unserer Sichtweise.
Flug: Discover Airlines, wir können Nichts negatives über diese Fluggesellschaft berichten. Hat alles wunderbar geklappt u. waren teils überpünktlich. Preis mit Aufgabegepäck 800 Euro Pers., noch OK.
Mietwagen: bei Europcar ab WDH Flughafen. Nette u. schnelle Mitarbeiter. Bei 2 Reifenpannen wurde uns am Telefon schnell geholfen. Für 22 Tage 900 Euro für einen Hyundai Creta (vergleichbar mit X-Trail) ist prima. Dabei war der Wagen mit ca. 5-6 L/100 km echt sparsam unterwegs und das auf den Pads in Namibia, Spritkosten für 6220 km 350 Euro. An allen Tankstellen konten wir mit Kreditkarte bezahlen.
Den internationalen Führerschein haben wir bei Straßenkontrollen vorzeigen müssen.
Reifenpannen: das läuft in Namibia völlig unproblematisch ab. An eine Tankstelle fahren und nach 15 Min. ist der Reifen geflickt bzw. ausgetauscht. Wurde alles direkt mit Europcar abgerechnet u. wir haben Nichts bezahlen müssen.
Straßen / Pads: einfach das glauben, was hier geschrieben wird. Schneller als 70 - 80 km/h auf Schotter / Sand sind wir nie gefahren und das war auch gut so. Die Pads waren teils in einem schlechteren Zustand, als wir das erwartet hätten.
Einreise Namibia: wir haben uns auf anraten des Forum gegen des E-Visa entschieden. Das war die richtige Entscheidung, wir standen mit 10 anderen Personen am Visa-Schalter, waren in ca. 20 Minuten durch. An den eVisa-Schaltern ca. 300-400 Personen.
Unterkünfte: wir haben uns für einfache Unterkünfte und gegen Camping entschieden, Temperaturen um die Null Grad waren uns dann doch zu heftig im Dachzelt. Und insgesamt kommt man auch günstiger, wenn man keine Lodges bucht und die teuren "Sundowner-Fahrten" meidet, und keinen teuren Camper-Mietwagen braucht. Preise pro Übernachtung meist 30-50 Euro / Nacht. Waren durchweg einwandfrei und sauber. Teils mit Küche. Kosten für 22 Übernachtungen ca. 1000 Euro.
Besichtigungen/Eintritte: wir hatten diese Reise bereits 2020 geplant, welche aufgrund Corona abgesagt werden musste. Kenne deshalb die Preis von damals sehr gut. Viele Eintrittspreise haben sich seitdem verdoppelt und man fragt sich, wohin das noch führen soll. Unsere Empfehlungen:
Hardap NP: war als erster Park ganz nett. Erste Giraffen gesehen. Die Wege sind teils in keinem guten Zustand und nicht gut ausgeschildert. Kein Pflichtprogramm. Eintritt (2025). 250 NAD / 2 Per. (mit Kreditkarte)
Fish River Canyon: definitiv ein Highlight der Reise. Hat uns besser gefallen als Grand Canyon in den USA. Man sieht hier mehr vom Canyon. Die Pads sind allerdings echt mies und nicht reifenschonend. 350 NAD / 2 Per. (nur in Cash)
Fahrt am Orange River: ist eine nette Route, bestimmt schöner als an der "Autobahn" entlang. Haben hier einige Tiere gesehen: Affen, Adler.
Kolmanskoppe: als Amateurfotograf eines der absoluten Highlights. Allein das einfallende Licht in die Häuser ist ein Traum. 360 NAD (mit Kreditkarte)
Lüderitz: echt sehr klein und unspektakulär. Lebt doch sehr von seiner Geschichte.
Lüderitz Halbinsel: wenn man Zeit hat kann man das machen, aber kein Muss. Auf Pads aufpassen, da teils unangekündigte heftige Kurven.
Naukluft NP: tolle aber anstrengende Olive-Trail Wanderung 4h. Sichtung von Bergzebras. Uns hat es viel Spaß gemacht. 350 NAD (mit Karte)
Sesriem NP: da muss man hin, am besten früh beim Sonnenaufgang, aber das ist ja Nichts Neues. 350 NAD (mit Karte). Überteuerter Shuttle vom 2x4 Parkplatz aus: 400 NAD (mit Karte), laufen ist aber keine wirkliche Option da lang und eher eintönig.
Swakopmund: ist definitiv die schönste Stadt die wir gesehen haben. Hat uns viel Spaß gemacht diese zu besichtigen. Auch das S. Museum ist sehr sehenswert.
Living-Desert Tour: fanden wir sehr gut. Haben 4 der small 5 und weitere gesehen. 1800 NAD (mit Karte)
Sandwich Harbour: hat uns auch gut gefallen. Mit ca. 160 Euro (inkl. Cashback) überteuert.
Cape Cross: die Seehundkolonie ist schon beeindruckend, das sollte man sich ansehen. Die nachgebildeten Kreuze von Cao Diego gehen hier völlig unter. 350 NAD (mit Karte, sofern Netz da ist)
Spitzkoppe: fanden wir sehr schön, besonders der Steinbogen am Morgen, ehe die Tourigruppen kommen. 320 NAD (mit Karte)
Brandberg White Lady: 1 h Wanderung in ziemlich flotten Tempo mit Führer. Für uns kein Muss, besonders in Anbetracht des überteuerten Eintritts. 540 NAD (mit Karte, falls Netz da ist)
Tour Wüstenelefanten am Huab-River: fanden wir sehr gut, auch in Anbetracht des sehr informativen Führers. Viele Elefanten gesehen. 1800 NAD (mit Karte)
Twyfelfontein: mit sehr vielen Malereien, für uns ein Muss. 540 NAD (mit Karte)
Burnt Mountain / Organ Pipes: das war für uns den Preis nicht wert. 500 NAD (mit Karte). Sollte man meiden, damit die Preise dort auf einen angemessenen Preis zukünftig sinken.
Petrified Forest: achtet darauf den offiziellen Schild zu folgen, da gibt es einige die Geld verdienen wollen. Für eine 20 Min. Führung war der Preis überzogen. 540 NAD (mit Karte)
Damara Living Museum: hat uns gut gefallen. Schöne Atmosphäre mit Tanz. Preis ca. 250 NAD / Pers.
Himba-Dorf Otjikandero: hat uns sehr gut gefallen. Besonders die Kinder waren sehr neugierig. Armbänder wurden zwar angeboten, aber nicht sehr aufdringlich. 400 NAD (in bar)
Etosha NP: natürlich ein Muss. Die Einfahrt am Galton Gate war sehr unfreundlich. Aber wir würden wieder über den Westen einfahren, da haben wir viele Tiere (Elefanten, Gepard, etc.) gesehen und es ist hier auch noch nicht soviel los. 350 NAD die Nacht (mit Karte). Im ganzen Park waren die Tankstellen ausgefallen und die Pads zu den Wasserlöchern sind teils eine Zumutung, das ist schon unwürdig für solch einen Park.
Tsumeb Museum: sehr schönes kleines Museum, sollte man definitiv besuchen. 140 NAD (in bar)
Waterberg NP: sind u.a. den Mountain-Trail gelaufen. Ist teils anspruchsvoll und schlecht ausgeschildert. Kann man machen. 350 NAD (mit Karte)
Okonjima: die Leoparden-Tour ist nur für Übernachtungsgäste. Haben uns dort eine Infotour angeboten, die sich für uns nicht sehr spannend angehört hat. Die Preise hier sind eh überteuert hoch.
Düsternbrook: haben hier die kurze Leopardenfütterung mitgemacht. Uns hat´s gefallen, war unser einziger Leopard. 700 NAD (mit Karte)
Windhoek: sollte man sich schon alleine aufgrund der Geschichte ansehen. Aber nicht zu viel erwarten.
Tour insgesamt: haben uns größtenteils an eine empfohlene Reiseroute von Iwanowski gehalten. Diese hatte max. 350 km Strecke pro Tag. Wir sind insgesamt damit sehr gut gefahren und kamen, trotz der "kürzeren" Tage im Juni, nie unter Zeitdruck. Wir können das somit nur weiterempfehlen. Preis insgesamt für 3,5 Wochen mit An-/Abreise 2500 Euro / Pers.
Viele Grüße
Martin
da wir hier vor unserer Reise sehr viele nützliche Informationen erhalten haben, möchten wir nach unserer Namibia-Reise etwas davon zurückgeben. Natürlich beruhen diese auf unserer Sichtweise.
Flug: Discover Airlines, wir können Nichts negatives über diese Fluggesellschaft berichten. Hat alles wunderbar geklappt u. waren teils überpünktlich. Preis mit Aufgabegepäck 800 Euro Pers., noch OK.
Mietwagen: bei Europcar ab WDH Flughafen. Nette u. schnelle Mitarbeiter. Bei 2 Reifenpannen wurde uns am Telefon schnell geholfen. Für 22 Tage 900 Euro für einen Hyundai Creta (vergleichbar mit X-Trail) ist prima. Dabei war der Wagen mit ca. 5-6 L/100 km echt sparsam unterwegs und das auf den Pads in Namibia, Spritkosten für 6220 km 350 Euro. An allen Tankstellen konten wir mit Kreditkarte bezahlen.
Den internationalen Führerschein haben wir bei Straßenkontrollen vorzeigen müssen.
Reifenpannen: das läuft in Namibia völlig unproblematisch ab. An eine Tankstelle fahren und nach 15 Min. ist der Reifen geflickt bzw. ausgetauscht. Wurde alles direkt mit Europcar abgerechnet u. wir haben Nichts bezahlen müssen.
Straßen / Pads: einfach das glauben, was hier geschrieben wird. Schneller als 70 - 80 km/h auf Schotter / Sand sind wir nie gefahren und das war auch gut so. Die Pads waren teils in einem schlechteren Zustand, als wir das erwartet hätten.
Einreise Namibia: wir haben uns auf anraten des Forum gegen des E-Visa entschieden. Das war die richtige Entscheidung, wir standen mit 10 anderen Personen am Visa-Schalter, waren in ca. 20 Minuten durch. An den eVisa-Schaltern ca. 300-400 Personen.
Unterkünfte: wir haben uns für einfache Unterkünfte und gegen Camping entschieden, Temperaturen um die Null Grad waren uns dann doch zu heftig im Dachzelt. Und insgesamt kommt man auch günstiger, wenn man keine Lodges bucht und die teuren "Sundowner-Fahrten" meidet, und keinen teuren Camper-Mietwagen braucht. Preise pro Übernachtung meist 30-50 Euro / Nacht. Waren durchweg einwandfrei und sauber. Teils mit Küche. Kosten für 22 Übernachtungen ca. 1000 Euro.
Besichtigungen/Eintritte: wir hatten diese Reise bereits 2020 geplant, welche aufgrund Corona abgesagt werden musste. Kenne deshalb die Preis von damals sehr gut. Viele Eintrittspreise haben sich seitdem verdoppelt und man fragt sich, wohin das noch führen soll. Unsere Empfehlungen:
Hardap NP: war als erster Park ganz nett. Erste Giraffen gesehen. Die Wege sind teils in keinem guten Zustand und nicht gut ausgeschildert. Kein Pflichtprogramm. Eintritt (2025). 250 NAD / 2 Per. (mit Kreditkarte)
Fish River Canyon: definitiv ein Highlight der Reise. Hat uns besser gefallen als Grand Canyon in den USA. Man sieht hier mehr vom Canyon. Die Pads sind allerdings echt mies und nicht reifenschonend. 350 NAD / 2 Per. (nur in Cash)
Fahrt am Orange River: ist eine nette Route, bestimmt schöner als an der "Autobahn" entlang. Haben hier einige Tiere gesehen: Affen, Adler.
Kolmanskoppe: als Amateurfotograf eines der absoluten Highlights. Allein das einfallende Licht in die Häuser ist ein Traum. 360 NAD (mit Kreditkarte)
Lüderitz: echt sehr klein und unspektakulär. Lebt doch sehr von seiner Geschichte.
Lüderitz Halbinsel: wenn man Zeit hat kann man das machen, aber kein Muss. Auf Pads aufpassen, da teils unangekündigte heftige Kurven.
Naukluft NP: tolle aber anstrengende Olive-Trail Wanderung 4h. Sichtung von Bergzebras. Uns hat es viel Spaß gemacht. 350 NAD (mit Karte)
Sesriem NP: da muss man hin, am besten früh beim Sonnenaufgang, aber das ist ja Nichts Neues. 350 NAD (mit Karte). Überteuerter Shuttle vom 2x4 Parkplatz aus: 400 NAD (mit Karte), laufen ist aber keine wirkliche Option da lang und eher eintönig.
Swakopmund: ist definitiv die schönste Stadt die wir gesehen haben. Hat uns viel Spaß gemacht diese zu besichtigen. Auch das S. Museum ist sehr sehenswert.
Living-Desert Tour: fanden wir sehr gut. Haben 4 der small 5 und weitere gesehen. 1800 NAD (mit Karte)
Sandwich Harbour: hat uns auch gut gefallen. Mit ca. 160 Euro (inkl. Cashback) überteuert.
Cape Cross: die Seehundkolonie ist schon beeindruckend, das sollte man sich ansehen. Die nachgebildeten Kreuze von Cao Diego gehen hier völlig unter. 350 NAD (mit Karte, sofern Netz da ist)
Spitzkoppe: fanden wir sehr schön, besonders der Steinbogen am Morgen, ehe die Tourigruppen kommen. 320 NAD (mit Karte)
Brandberg White Lady: 1 h Wanderung in ziemlich flotten Tempo mit Führer. Für uns kein Muss, besonders in Anbetracht des überteuerten Eintritts. 540 NAD (mit Karte, falls Netz da ist)
Tour Wüstenelefanten am Huab-River: fanden wir sehr gut, auch in Anbetracht des sehr informativen Führers. Viele Elefanten gesehen. 1800 NAD (mit Karte)
Twyfelfontein: mit sehr vielen Malereien, für uns ein Muss. 540 NAD (mit Karte)
Burnt Mountain / Organ Pipes: das war für uns den Preis nicht wert. 500 NAD (mit Karte). Sollte man meiden, damit die Preise dort auf einen angemessenen Preis zukünftig sinken.
Petrified Forest: achtet darauf den offiziellen Schild zu folgen, da gibt es einige die Geld verdienen wollen. Für eine 20 Min. Führung war der Preis überzogen. 540 NAD (mit Karte)
Damara Living Museum: hat uns gut gefallen. Schöne Atmosphäre mit Tanz. Preis ca. 250 NAD / Pers.
Himba-Dorf Otjikandero: hat uns sehr gut gefallen. Besonders die Kinder waren sehr neugierig. Armbänder wurden zwar angeboten, aber nicht sehr aufdringlich. 400 NAD (in bar)
Etosha NP: natürlich ein Muss. Die Einfahrt am Galton Gate war sehr unfreundlich. Aber wir würden wieder über den Westen einfahren, da haben wir viele Tiere (Elefanten, Gepard, etc.) gesehen und es ist hier auch noch nicht soviel los. 350 NAD die Nacht (mit Karte). Im ganzen Park waren die Tankstellen ausgefallen und die Pads zu den Wasserlöchern sind teils eine Zumutung, das ist schon unwürdig für solch einen Park.
Tsumeb Museum: sehr schönes kleines Museum, sollte man definitiv besuchen. 140 NAD (in bar)
Waterberg NP: sind u.a. den Mountain-Trail gelaufen. Ist teils anspruchsvoll und schlecht ausgeschildert. Kann man machen. 350 NAD (mit Karte)
Okonjima: die Leoparden-Tour ist nur für Übernachtungsgäste. Haben uns dort eine Infotour angeboten, die sich für uns nicht sehr spannend angehört hat. Die Preise hier sind eh überteuert hoch.
Düsternbrook: haben hier die kurze Leopardenfütterung mitgemacht. Uns hat´s gefallen, war unser einziger Leopard. 700 NAD (mit Karte)
Windhoek: sollte man sich schon alleine aufgrund der Geschichte ansehen. Aber nicht zu viel erwarten.
Tour insgesamt: haben uns größtenteils an eine empfohlene Reiseroute von Iwanowski gehalten. Diese hatte max. 350 km Strecke pro Tag. Wir sind insgesamt damit sehr gut gefahren und kamen, trotz der "kürzeren" Tage im Juni, nie unter Zeitdruck. Wir können das somit nur weiterempfehlen. Preis insgesamt für 3,5 Wochen mit An-/Abreise 2500 Euro / Pers.
Viele Grüße
Martin