Empfehlung 4x4 Vermieter in Uganda?

9 Antworten · 2’101 Aufrufe · gestartet 21. März 2021 von Bobsch
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Themenstarter9 Beiträge · seit 202121. März 2021 ·
Hallo,

wir überlegen kurzfristig nach Uganda zu verreisen und dort eine Selbstfahrertour zu unternehmen. Hierfür wollen wir ein Allradmobil anmieten welches auch jetzt in der Regenzeit die Wege schafft. Uns wurde jetzt von einem lokalen Anbieter ein Landcruiser V8 und ein Landcruiser TX angeboten. Ich liebäugele mit dem V8. Was meint ihr? Könnt ihr einen bestimmten Anbieter empfehlen mit dem ihr schon mehrfach gute Erfahrungen gemacht habt oder mit dem viele hier im Forum schon gute Erfahrungen gemacht haben?
Außerdem überlegen wir das Gefährt mit einem Dachzelt anzumieten. Oder ist es vielleicht die bessere Wahl sich für ein "pop up roof" wegen der Safaris zu entscheiden und dann ein "normales Bodenzelt" mitzunehmen?

Danke und viele Grüße
Bob
6’428 Beiträge · seit 201122. März 2021 ·
Hoi Bob

In der Regenzeit würd ich auf jeden Fall ein möglichst schlammtaugliches Gefährt nehmen, da wäre der doch recht schwere Landcruiser definitiv nicht meine erste Wahl!
Meiner Meinung nach am Besten ist ein möglichst leichtes Auto mit möglichst breiten Reifen und Zuschaltallrad oder Mitteldifferentialsperre.
Leichtes Auto & breite Reifen = wenig Bodendruck, was im Schlamm von Vorteil ist!
Du brauchst auch nicht viel Leistung wie im Tiefsand sondern einen fein dosierbaren Motor, denn im Schlamm hilft Leistung nur sich selbst zu versenken. Wichtig ist da gleichmässiges, feinfühliges Fahren ohne anzuhalten!
Ich bin mit einem Toyota Hilux Surf (hiess bei uns 4-Runner) mit Zuschaltallrad im Regen durch den Lake Mburo NP gefahren, der so durchnässt und schlammig war dass die Profi-Guides gemäss einem Mitreisenden sich nicht getraut haben in den Park reinzufahren und sie mir vorausgesagt haben dass ich steckenbleiben werde.
Blieb ich nicht.
Aber ich bin mehr querwärts denn vorwärts gefahren und ich habe wirklich nicht ein einziges Auto im Park gesehen. Der Schlamm stand bis zu den Türen und spritzte auch bei kleinen Geschwindigkeiten (ich fuhr immer nur im Geschwindigkeitsbereich eines Joggers) bis aufs Dach.
Meine Motorsporterfahrung kam mir da genauso zur Hilfe wie meine 4x4-Tagesschulung von vor etlichen Jahren.
PopUpRoof ist meiner Meinung nach das Beste was man auf Safari haben kann, Dachzelt hat meiner Meinung nach keinerlei Vor- aber einige Nachteile. Zumindest auf Safari.
Das Bodenzelt kann man einfach stehen lassen und morgens sofort losdüsen, das Dachzelt muss man zusammenpacken und es verhindert das PopUpRoof.
Terrain Safaris (klick mich) hat meines Wissens auch Autos zu vermieten, wenn ich mich recht erinnere ist es eine Partnerfirma. Frag da mal an.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter9 Beiträge · seit 202122. März 2021 ·
Danke für die schnelle Antwort und den konstruktiven Input!

Ich hatte die beiden Landcruiser ins Auge gefasst, da ich dachte das seien "richtige Allradmobile", aber ich werde mal nach dem Toyota Hilux fragen. Alternativ wurde auch ein Toyota Rav4 angeboten. Dieser ist mit Sicherheit auch deutlich leichter als die genannten Landcruiser-Modelle, aber ich hatte ihn gar nicht weiter in Erwägung gezogen, da ich der Meinung war dies sei bloß ein netter Großstadt-SUV. Oder meinst du der könnte besser geeignet sein als die schweren Landcruiser?
Ich habe eigentlich nicht vor die Strecken zu fahren, die selbst die Einheimischen meiden. Dazu habe ich zu wenig Erfahrung im 4x4 fahren. Ist der von dir ausgeführte Fall denn eine Ausnahme oder eher die Regel jetzt in der Regenzeit? Was habe ich generell von der Regenzeit zu erwarten? Es regnet mal 2 Stunden heftig und dann ist wieder strahlender Sonnenschein oder doch anders? Ist vom Reisen in der Regenzeit (also in unserem Fall) Anfang April einfach total abzuraten, weil mein permanent im Regen sitzt und die Safaris und co. gar nicht geniessen kann? Oder muss man "einfach nur" mit gewissen Einschränkungen rechnen?

Derjenige bei dem ich bezüglich der Vermietung angefragt hatte, hat aufgrund der Regenzeit ein Dachzelt empfohlen. Kannst du/ihr was dazu sagen? Grundsätzlich spricht für uns auch nichts gegen ein Bodenzelt. Da haben wir selbst ein sehr gutes (widerstandsfähig gegen Wind und Wasser) zuhause welches wir mitnehmen könnten.

Danke und Grüße
6’428 Beiträge · seit 201122. März 2021 ·
Hoi Bob

Ein RAV4 ist kein echter Geländewagen, auch wenn er für einen SUV recht weit kommt und im Schlamm auch ganz brauchbar sein kann.
KANN!
Nicht IST!
Denn es gab in den unterschiedlichen Ländern RAV4 mit 2-Rad-Antrieb, RAV4 mit zuschaltbarem 4-Rad-Antrieb, RAV4 mit permanenten 4x4-Antrieb, RAV4 mit permanenten 4x4-Antrieb und Mitteldifferentialsperre und wohl noch tausend Versionen. Von den Aufgezählten würd ich auf keinen Fall den 2x4 und genausowenig den mit permanentem 4x4 ohne Mitteldifferentialsperre nehmen. Denn bei den beiden reicht es wenn ein Rad durchdreht und schon bleibst Du stecken. Bei den Anderen brauchst Du 2 durchdrehende Räder um stecken zu bleiben.
Der RAV4 hat aber ein Problem mit den Querlenkern der hinteren Aufhängung, die sind etwas schwach konstruiert für ins Gelände.
Ich war nie im April in Uganda, aber in meinen Reiseberichten findest Du Infos zur Regenzeit im Herbst.
Bodenzelt wird halt vom Boden her nass sein, selbst wenns nicht regnet.
Dachzelt wird nur bei Regen nass sein...und wenn man losfahren will wenn das Dachzelt noch nass ist dann bleibts auch nass. Das Bodenzelt kann man zum trocknen z.B. an einen Baum hängen wenns mal nicht regnet und auf Gamedrive gehen bevor man weiterfährt.
Aber man kann auch recht zahlbare Lodges finden wenn man mal nicht ins Zelt will.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter9 Beiträge · seit 202124. März 2021 ·
Danke für diese Antwort. Es wird wohl ein Landcruiser werden, da ich einen Hilux nicht ausfindig machen konnte. Und dazu dann unser Bodenzelt welches sturm- und regenerprob ist. Ich hoffe das funktioniert und bin sehr gespannt was ich von Uganda in der Regenzeit erwarten kann.
7’357 Beiträge · seit 200624. März 2021 ·
Bobsch schrieb:Und dazu dann unser Bodenzelt welches sturm- und regenerprob ist. Ich hoffe das funktioniert und bin sehr gespannt was ich von Uganda in der Regenzeit erwarten kann.

Ich würde noch zu einem Footprint oder einer Gewebeplane als Zeltunterlage raten. Aber wenn das Zelt regenerprobt ist, habt ihr das vermutlich sowieso dabei.

Gruß
Wofgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter9 Beiträge · seit 202125. März 2021 ·
BikeAfrica schrieb:
Bobsch schrieb:Und dazu dann unser Bodenzelt welches sturm- und regenerprob ist. Ich hoffe das funktioniert und bin sehr gespannt was ich von Uganda in der Regenzeit erwarten kann.

Ich würde noch zu einem Footprint oder einer Gewebeplane als Zeltunterlage raten. Aber wenn das Zelt regenerprobt ist, habt ihr das vermutlich sowieso dabei.

Gruß
Wofgang
Jap, eine Gewebeplane zum Unterlegen des Zeltbodens und der Apsiden nehmen wir mit. Aber dann sollte es doch eigentlich gehen, oder? Haben uns überlegt lieber die Kombi aus unserem Zelt und dem Hubdach für Safaris anstatt ohne Hubdach und dafür Dachzelt. Was meinst du?
7’357 Beiträge · seit 200625. März 2021 ·
Sauerei wird es mit dem Bodenzelt sicherlich ab und zu geben. Ich war in Uganda noch nicht in der Regenzeit (während meiner Tour war es trocken), aber dafür in Kamerun. Dort regnet es noch mehr. Es kann halt manchmal 'ne ziemlich dreckige Angelegenheit werden.
Bei der Autowahl bin ich nicht so der perfekte Informant. Ich war erst einmal mit Dachzelt unterwegs und fand es umständlich, die Plane da drüber zu bugsieren. Wenn man zwei Meter groß ist, ist das kein Thema, aber ich musste mich immer auf die Reifen stellen, um die Plane über dem Zelt vor der Frontscheibe ordentlich zu verschließen. Wenn die Reifen matschig und rutschig sind, ist das sehr unfallträchtig. Ist das Zelt hinten montiert, geht es besser.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter9 Beiträge · seit 202125. März 2021 ·
Danke dir für den Input
6’428 Beiträge · seit 201125. März 2021 ·
Hoi Bob

Ich weiss jetzt nicht ob Alpha Rental Cars noch aktiv ist, zumal deren CEO kürzlich nach einer Corona-Infektion verstorben ist. Aber kannst es ja mal versuchen, vielleicht wird die Firma weitergeführt. CEO heisst ja nicht dass man der Besitzer ist. Hier der Link zum Toyota Hilux Surf: Klick mich!
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)