Fotografieren in der Dunkelheit

19 Antworten · 8'125 Aufrufe · gestartet 18. Mai 2006 von WildlifeMoments.de
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Themenstarter291 Beiträge · seit 200618. Mai 2006 · #1
Hallo zusammen,

vielleicht hat ja jemand von euch noch eine gute Idee, bzw. Lösung. Folgendes Thema beschäftigt mich seit ein paar Tagen: Wie kann ich in der Dunkelheit Tiere fotografieren?

Ganz klar, direkt angeblitzt werden Tiere nicht (min. ein Diffusor muss sein)! Aber wie könnte eine Lösung aussehen? Handlampe + AF-Hilfslicht? Externer Blitz + Diffusor + AF-Hilfslicht? Alternativen?

Würde gerne die ein oder andere Aufnahme vom Zelt aus machen und dokumentieren was Nachts so alles los ist, aber wie schon gesagt: Wie am Besten?

Danke schonmal vorab...

Viele Grüsse aus München.
Christian
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931 Beiträge · seit 200618. Mai 2006 · #2
Hallo Christian,

ein Patenrezept habe ich auch nicht. Ich fotografiere digital und gehe in der Dunkelheit auf ISO 800 oder auch 1600. Als Lichtquelle dient dann entweder der Autoscheinwerfer oder ein Handscheinwerfer. Wichtig ist in dieser Kombination unbedingt den Weißabgleich zu korrigieren... AF funktioniert bei meiner Kamera problemlos.

Die Ergebnisse finde ich nicht berauschend, aber besser als geblitzt. Beim Blitzen erscheint die Umgebung meist völlig schwarz- was mir nicht so gut gefällt. Ich kann bei Gelegenheit (wenn ich wieder zu Hause bin) mal ein Beispielfoto reinstellen.

Gruss

Ulli
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Themenstarter291 Beiträge · seit 200618. Mai 2006 · #3
Hi Ulli,

bin ebenfalls digital unterwegs. ISO 800, bzw. 1600 is klar. Muss mal schauen heute Abend ob es bei mir mit Handscheinwerfer funktioniert. Grundsätzlich sehe ich bei Blitz auch noch das Reichweitenproblem. Ev. könnte ja auch beides gehen (Blitz mit Softbox + Handscheinwerfer). Muss ich mal testen...

Weißabgleich ist ein guter Punkt. Den hätte ich vergessen...

Grüsse.
Christian
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3'491 Beiträge · seit 200618. Mai 2006 · #4
Hallo Christian,
Handscheinwerfer scheint mir eine gute Lösung - gibt es in Namibia in reicher Auswahl (z.B. bei Cymot, aber auch im WernhilCenter/Basement), auch mit Zigaretten-Anzünder-Anschluss. Häufig benutzen die Tour-Guides diese Scheinwerfer bei Nacht-Drives - und bei 2.000.000 Lux bringen die wirklich was.
Gruß Joli
Themenstarter291 Beiträge · seit 200619. Mai 2006 · #5
Hallo,

denke wir werden mal die Idee mit dem Handscheinwerfer testen.

Habt ihr da Erfahrungen wie die Tiere darauf so im Normalfall reagieren? Werde den ersten Test wohl mal nicht mit einem Elefanten machen.... 😛

Viele Grüsse.
Christian
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2'732 Beiträge · seit 200619. Mai 2006 · #6
Christian,

solange du den Elefanten nicht direkt in die Augen leuchtest sollte es kein Problem sein. Es soll auch gut funktionieren wenn man rotes oder blaues Pergamentpapier als Filter anbringt. Habe dieses aber noch nie probiert.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
3'491 Beiträge · seit 200619. Mai 2006 · #7
Hallo Christian,
wenn man den Tierfilmer-Profis glauben kann, sollen sich die Tiere durch Scheinwerferlicht nicht im Geringsten gestört fühlen. So ganz allerdings kann ich das doch nicht glauben - wir haben schon mehrfach beobachtet, wie die Tiere im Lichtkegel des fahrenden Autos blieben und sich erst nach Abschalten des Lichts rechts oder links in die Büsche schlugen. Wenn man in den Busch leuchtet, sieht man überraschend viele Augenpaare aufleuchten - alle mehr oder weniger unbeweglich. Auch das deutet m.E auf eine Störung hin; wenn ich dann noch an die auch bei Tieren erforderliche Adaptionszeit von Hell an Dunkel denke, dann meine ich schon, dass das künstliche Licht stört. Aber ich weiß es eben nicht.
Gruß Joli
Themenstarter291 Beiträge · seit 200619. Mai 2006 · #8
Denke ich probiere es mal. Hab mal gehört das die Tiere sich bei den Profis auch erst nach Monaten im Scheinwerferlicht ganz normal verhalten.

Ich teste es mal und kann euch dann ab Mitte Juli über die Reaktionen berichten.

@Andreas: keine Angst, werde dem Elefanten nicht direkt in die Augen leuchten... 😉

Grüsse.
Christian
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931 Beiträge · seit 200619. Mai 2006 · #9
Hallo Christian,

ich habe mal 2 Beispielbilder in die Galerie gestellt. Wie schon gesagt eher rauschend als berauschend. Beide Bilder sind nur mit einer starken Handlampe ausgeleuchtet, also nicht geblitzt. Es war Nacht und kein anderes Umgebungslicht mehr vorhanden.

[bild: 9830]

[bild: 9834]

Übrigens, natürlich werden die Tiere gestört. Sie sind nämlich genauso geblendet wie wir wenn wir im Dunkeln in eine starke Lichtquelle schauen...

Gruss

Ulli
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Themenstarter291 Beiträge · seit 200619. Mai 2006 · #10
Super, danke... Da werde ich mal mein Glück versuchen...

Christian
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Gast19. Mai 2006 · #11
moin,

in allen National Parks ist es untersagt, in der Dunkelheit herumzufahren. Ich halte das auch für richtig!
Allerdings bieten professionelle Safari-Veranstalter immer wieder nächtliche Game-Drives an. Ich weiss nicht, ob die dafür eine Sondergenehmigung haben, oder ob sie "auf gut Glück" rumgurken.
Ich halte das Herumfahren in der Dunkelheit nicht für richtig. Man sollte der Tierwelt auch mal Ruhe gönnen.

Gruss Gernot
Themenstarter291 Beiträge · seit 200619. Mai 2006 · #12
Gernot,
ist schon klar und auch richtig. Mich interessiert mal was so um das Zelt herum passiert. Wenn ich da an den letzten Urlaub denke.... Alleine was man mit der Stirnlampe schon gesehen hat. Da bin ich dann doch neugierig.

Grüsse,
Christian
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503 Beiträge · seit 200619. Mai 2006 · #13
Also, mich würde es stören, wenn mir nachts jemand mit einem Handscheinwerfer oder Blitzlicht die Nachtruhe stehlen würde. Ich vermute 'mal, mit den Tieren ist das ebenso. Ein Guide, von Beruf Zoologe, den ich 'mal in Etosha hatte, wehrte sich aus eben dem Grund vehement gegen irgendwelche Nightdrives.
Liebe "Nightshooter", erholt Euch doch auch einfach in der Nacht und freut Euch an der tollen Tierwelt am Tage.

Gruß
Martin
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Gast19. Mai 2006 · #14
moin Christian,

dagegen ist doch überhaupt nix zu sagen! Ich meine doch nur die Autos, die nachts störend durch die Nat.-Parks fahren.

In der Dunkelheit am Feuer zu sitzen mit einem Dutzend Hyänen um einen herum.....das hat doch was!! Dann kapiert auch jeder, warum man von Anfang an alle gewarnt hat, das Camp zu verlassen.

Gruss Gernot
931 Beiträge · seit 200619. Mai 2006 · #15
Bevor meine Beispielbilder zu einer Grundsatzdiskussion führen eine kurze Erklärung:

Die Bilder stammen aus Zambia, die Tiere waren im Campbereich. In der Nacht zuvor wurde direkt im Camp ein Büffel von Löwen gerissen.

Gruss

Ulli
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Themenstarter291 Beiträge · seit 200619. Mai 2006 · #16
Gernot, genau darum ging es mir ja auch. Mit dem Auto will ich Nachts nicht wirklich dort durch die Gegend fahren.

@Ulli: Klasse Bilder. Gefallen mir...
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503 Beiträge · seit 200619. Mai 2006 · #17
Hallo Christian,
da habe ich Dich sicher missverstanden. Deinen Ansatz finde ich auch o.k. Ich höre nur immer wieder, dass überlegt wird, auch Night Drives durch Etosha anzubieten. Das fände ich dann allerdings doch sehr bedenklich.

Gruß

Martin
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Themenstarter291 Beiträge · seit 200619. Mai 2006 · #18
Hi Martin,

das sehe ich auch so. Muss ja nicht sein. Wir werden in Botswana am Abend in den Camps sitzen und da es dort keine Zäune gibt, wird wohl auch mehr los sein.

Grüsse.
Christian
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503 Beiträge · seit 200619. Mai 2006 · #19
Hallo Christian,

ich beneide Euch und wünsche Euch einen schönen Urlaub.

Gruß

Martin
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Themenstarter291 Beiträge · seit 200621. Mai 2006 · #20
Danke, den werden wir hoffentlich haben...

Christian
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