TRTraumreisendeThemenstarter35 Beiträge · seit 200902. März 2010 · Hallo liebe Fomis,
wir fliegen heuer im Dezember für 3,5 Wochen nach Tansania und Sansibar.
Mein Freund ist ganz wild drauf den Kilimanjaro zu besteigen - für mich ist das jedoch gar nix 😵
Aber weil man ja nicht alle Tage am Kili vorbei kommt und ich ihm den Aufstieg gönne 😛 , hab ich mir überlegt, dass ich zwischenzeitlich eine Fly-in Safari 3 Nächte/4 Tage nach Selous oder Ruaha machen könnte. Das wäre nämlich sehr nach meinem Geschmack 🤪
Kennt jemand Anbieter, die von Kilimanjaro Airport aus einen dieser Nationalparks für Fly-in Safaris anfliegt? Persönliche Erfahrungen und Empfehlungen?
In welcher Mindestzeit (in Tagen) ist der Kili besteigbar (3 Nächte/4 Tage?)?
Vielen Dank für eure Antworten?
Liebe Grüße,
Barbara
tiffernine146 Beiträge · seit 200902. März 2010 · Hi Barbara,
von Arusha aus (nicht Kilimanjaro Airport) fliegt Coastal airways (www.coastal.cc) entweder über Dodoma in den Ruaha, vom Ruaha hast du direkten Anschluss in den Selous oder über Zanzibar/Dar es Salaam in den Selous. Von dort wieder direkter Anschluss in den Ruaha.
Für 3 Nächte würde ich dir den Ruaha empfehlen, da dort die Tierbeobachtung viel leichter als im Selous ist. Ruaha ist ein toller Park. Als Lodge empfehle ich Mwagusi.
Der Kili ist theoretisch in 4 Nächten/5 Tage zu machen (bei 3 Nächten müsste er vom Gipfel in einem Tag bis ins Tal absteigen). Bis auf den richtigen Gipfel (Uhuru Peak) schaffen das aber in dieser Zeit die wenigsten ohne vorheriger Akklimation (z.B. Besteigung des Mount Meru) -ausser dein Freund ist "extrem höhentauglich".
Ciao
Alfred
Geopard378 Beiträge · seit 200702. März 2010 · Hallo Barbara,
wegen deiner Safari kannst du dich ja mal mit einem der zahlreichen Anbieter in Tansania in Verbindung setzten. Empfehlen kann ich dir www.afromaxx.com die auch Touren in den Selours anbieten. Aber warum soll es der Selours sein? Kennst du die nördlchen Nationalparks Tansanias schon alle? Serengeti, Ngorongoro, Lake Manyara, Arusha-NP und Tarangiere ließen sich sicher problemloser und auch kostengünstiger darstellen.
Zum Kilimanjaro: Wie Alfred schon schrieb, 4 Nächte 5 Tage ist die kürzeste Route. Dabei handelt es sich um die Maranguroute, die als einzige Hüttenübernachtungen bietet. Alle anderen Routen sind einerseits mind. einen Tag länger und reine Zeltrouten. Auch auf der Maranguroute wird ein zusätzlicher Tag zur Akklimatisation empfohlen. Ich halte den Zusatztag auch für dringend sinnvoll. Die Höhe des Kilimanjaro von 5895 Metern sollte nicht unterschätzt werden.
Mach dich doch mal in einem speziellen Forum zum Kilimanjaro schlau. Zu diesem Berg gibt es so einiges, dass man wissen sollte bevor man sich in dieses Abenteuer stürzt. Eine recht gute Informationsquelle findest du hier:
http://www.forumromanum.de/member/forum/forum.php?action=ubb_tindex&USER=user_22196&threadid=2Gruß Bernd
Streifenhörnchen297 Beiträge · seit 200702. März 2010 · die meisten Routen auf den Kili dauern 5 Tage oder länger - je länger desto bessere Akklimatisation.
heike
TRTraumreisendeThemenstarter35 Beiträge · seit 200902. März 2010 · Hallo!
Danke erst mal für die raschen Antworten!
Unser Reiseplan sieht im Groben so aus:
- 12-14 Tage geplant für Tarangire, Ngorongoro, Serengeti und Manyara
- dann hätt ich meinen Freund auf den Berg geschickt und für mich selbst noch eine fly-in Safari geplant
- und dann abschließend 3-4 Tage Sansibar
Aber wahrscheinlich wird das mit dem Kili eh zu stressig und kompliziert und gibt es erst mal einen Plan für die fly-in, wird mein Freund vor lauter Neid den Kili wieder canceln.... 😛
Ich könnte mir auch vorstellen, dass wir noch nach Kenia in den Amboseli einen Abstecher machen oder in die Usambara-Berge.
Vielen Dank nochmal & weitere Anmerkungen sind stets willkommen.
Lg, Barbara
Geopard378 Beiträge · seit 200702. März 2010 · Traumreisende schrieb:Aber wahrscheinlich wird das mit dem Kili eh zu stressig und kompliziert und gibt es erst mal einen Plan für die fly-in, wird mein Freund vor lauter Neid den Kili wieder canceln.... 😛
Nein ist es nicht! Weder kompliziert noch stressig. Den Kilimanjaro zu besteigen ist eines der herausragenden Erlebnisse in Afrika. Man muss sich halt etwas vorbereiten und es dann einfach machen.
Ich denke dein Freund sollte auf keinen Fall darauf verzichten.
Gruß Bernd
Eto557 Beiträge · seit 200902. März 2010 · Hallo Barbara,
ich kann Dir ebenfalls Afromaxx als Organisator empfehlen. Wir sind gerade von einer 3wöchigen Reise aus Tansania zurück und sind mit der Durchführung und Organisation sehr zufrieden. Die Inhaber von Afromaxx sind Deutsche, die seit ca. 4 Jahren in Tansania leben.
Herzliche Grüße
Eto
TRTraumreisendeThemenstarter35 Beiträge · seit 200902. März 2010 · Hi Eto!
Wo ward ihr denn so unterwegs? Habt ihr alles über Afromaxx organisiert oder seid ihr auch als Selbstfahrer unterwegs gewesen? Was waren eure Highlights?
LG, Barbara
Topobär5'483 Beiträge · seit 200903. März 2010 · Auch die Normalroute machen alle seriösen Guides nur in 5 Nächten / 6 Tagen.
Geopard378 Beiträge · seit 200703. März 2010 · Topobär schrieb:Auch die Normalroute machen alle seriösen Guides nur in 5 Nächten / 6 Tagen.
Das stimmt definitiv nicht. Die Marangu, ich denke die meinst du mit Normalroute, ist normalerweise mit 4 Nächten ausgeschrieben. (1 Mandara-Huts, 1x Horombo-Huts, 1x Kibo-Huts und auf dem Rückweg nochmal die Horombo) Eine zweite Nacht während des Aufstiegs auf der Horombo ist optionell und muss zusätzlich bezahlt werden.
Da viele Wanderer diesen Zusatztag buchen wollen, bieten viele Operator diese Tour auch von vorn herein als 5 Nächtetour an, Standard sind allerdings 4 Nächte.
Mit Seriös oder nicht hat das nicht zu tun.
Gruß Bernd
Topobär5'483 Beiträge · seit 200903. März 2010 · Doch, es hat sehr viel mit Seriösität zu tun.
Das Hauptproblem bei Kilimanjaro ist die Aklimatisation. Der Weg an sich ist nicht schwieriger, als wenn Du auf den Broken wanderst.
Um dem Körper wenigstens ein ein bischen die Akklimatisation zu erleichtern bieten seriöse Guides zwei Übernachtungen auf der Horombo Hut an. Der Tag zwischen den beiden Übernachtungen wir für eine Tageswanderung auf ca. 4.500m ü.N.N. genutzt, z.B. zur Mawenzi Hut.
Ohne den Akklimatisationstag hat man kaum eine Chance den Gipfel zu erreichen und wenn dann nur unter heftigen Symptomen der Höhenkrankheit.
Rein physiologisch wäre sogar ein noch langsamerer Aufstieg sinnvoll, aber die Parkverwaltung vergibt für die Normal-Route max. ein 6-Tages Permit.
Wer vor diesem Hintergrund die Tour in 5 Tagen anbietet handelt in meinen Augen unseriös.
Eto557 Beiträge · seit 200905. März 2010 · Hallo Barbara,
in aller Kürze: Den Flug von Deutschland nach Tansania und zurück haben wir durch ein hiesiges Reisebüro selbst gebucht, Afromaxx hat die Reise so organisiert, wie wir es gewünscht haben, Lake Manyara, Ngorongoro, Oldupai Gorge, Serengeti, Sansibar, Buchung aller Quartiere in Tansania, ein Guide/Fahrer stand uns mit einem Toyota Landcruiser für unsere Pirschfahrten ganztägig zur Verfügung, Transfers von und zu den Flughäfen, Buchung eines Fluges von Arusha nach Sansibar.
Die beeindruckendsten Erlebnisse während der Reise: Der atemberaubende Einblick am zeitigen Morgen vom Rand des Kraters in den Ngorongoro-Krater in ein scheinbares Paradies, sofern man für so etwas ein Gefühl entwickeln kann und die unendlichen Weiten der landschaftlich so vielfältigen Serengeti mit Hunderttausenden von Tieren in manchen Bereichen und die gesamte Natur in ihrer Großartigkeit.
Ich hoffe, dass ich in Kürze den Reiseablauf im Forum einstellen kann.
Herzliche Grüße
Eto
SESelous52 Beiträge · seit 200806. März 2010 · Hallo,
für die Fahrten in den Nationalparks werdet Ihr viel Zeit im Auto verbringen. Deshalb finde ich es immer schön, wenn man ein paar Tage wandert. Da Du scheinbar "nicht so hoch hinaus willst", bietet sich entweder der Arusha National Park oder die Usambara Berge hervorragend zum angenehmen Wandern an. Natürlich kann man auch am Fuße des Kilimanjaro (z.B. Machame oder Marangu wunderbar mit einem Guide zu Wasserfällen, durch Bananenhaine und im Urwald wandern).
Im Arusha Park kann man am Fuße des Mt. Meru (z.B. Ngurdoto Crater) mit einem Guide wandern und dabei Büffel, Elefanten, Giraffen ... beobachten. Der üppige Regenwald ist fantastisch!
In den Usambara Bergen habt Ihr einen wunderbaren Blick in die Pläne ... landschaftlich erinnern die grünen Hügel mich ein wenig an die Schweiz (ok, mit viel Phantasie). Jedenfalls etwas ganz anderes als die beige Steppe und der Strand.
Es muss nicht immer die Kili sein!
LG
Selous