SuMaThemenstarter97 Beiträge · seit 202331. Okt. 2026 ·
Wir sind noch nicht lange zurück aus Sambia - gerne möchte ich mit Euch unsere schönen Eindrücke teilen.
Flug: mit Emirates von Zürich über Dubai nach Lusaka, trotz einiger Bedenken (gebucht vor dem Schlamassel) alles geklappt wie am Schnürchen 😊
Die Einreise ging zügig und sehr freundlich voran, unser Gepäck war auch schon da und wir wurden sogar schon erwartet und zu unserem ersten Übernachtungsplatz gebracht.
Die Wild Dogs Lodge liegt relativ nah beim Flughafen und hat uns gut gefallen. Überrascht waren wir, wie kühl es in Lusaka zu diesem Zeitpunkt war - der Oktober gilt ja als „Suicide month“ angesichts der sonst üblichen Temperaturen. Der Regen, der die letzten Tage gefallen war, hat für eine gehörige Abkühlung gesorgt, wir waren froh um unsere Jacken.
Wir sind nicht selbst gefahren, sondern haben die Reisezeit mit Flügen zwischen den Nationalparks abgekürzt, so konnten wir unsere Urlaubstage (fast) vollständig in der Natur geniessen.
SuMaThemenstarter97 Beiträge · seit 202331. Okt. 2026 ·
Am nächsten Morgen geht es früh los: um 4.45 h klingelt der Wecker, draussen ist es empfindlich kühl. Wir gönnen uns trotz allem ein Frühstück, welches für 5.00 h bestellt ist. Es herrscht schon fröhliche Betriebsamkeit, aber auch afrikanische Gelassenheit - so dass wir uns am Ende beeilen müssen, den Shuttle zum Flughafen um 5.30 h nicht warten zu lassen.
Am Flughafen holen wir am ATM noch Kwatchas, das anschliessende Check-in, Boarding etc im Domestic Airport ist sehr entspannt. Etwas verwirrt sind wir, da auf allen Anzeigen Royal Airstrip steht und auf unserem Reiseprogramm Jeki. Dies erklärt sich erst nach der Landung in Royal, als die sehr freundliche Pilotin erklärt, Jeki sei im Moment nicht anfliegbar, da der Airstrip dort Naturboden ist und es die letzten 2 Tage geregnet hat.
Für uns hat sich das als Glücksfall herausgestellt: Wir kommen direkt zu einer Bootsafari als Transfer😁. Nach einer ca 20 Min. Autofahrt, dürfen wir in ein sehr bequemes Boot einsteigen. Wir haben keine Eile und fahren gemütlich den Sambezi herunter bis zum Chula Island Camp,
Malachite Kingfisher
Immer wieder entdecken wir oder vielmehr Josh, unser Guide, grosse und auch kleine Tiere.
Pied Kingfisher
Brown hooded Kingfisher
Fisheagle
SuMaThemenstarter97 Beiträge · seit 202301. Nov. 2026 ·
Gegen 11.00 h kommen wir beim Chula Island Camp an. Es gefällt uns ausgesprochen gut. Über eine kleine Wiese und einen Steg erreicht man die Boma. Wir werden herzlich begrüsst mit frischen Tüchern und einem feinen (alkoholfreien) Getränk. Die Safari-Zelte sind grosszügig entlang des Sambesi verteilt und sind sehr einladend.
Um 12.00 h gibt es einen Lunch, der als kleines Buffet gereicht wird. Viel frisches Gemüse und Salate und Hühnchenstreifen, alles sehr schmackhaft. Man isst an einem grossen Tisch, die Stimmung ist fröhlich. 😃 Total sind wir 10 Gäste, alle (ausser uns) sind bereits früher hier gewesen. Es wird viel Safari-Latein ausgetauscht und noch mehr gelacht. Dann freuen wir uns auf die Siesta.
Um 15.00 gibt es dann Tee/Kaffee und Kuchen, anschliessend brechen wir zu unserem ersten Gamedrive auf. Dieser führt zuerst über die Insel und dann eine kleine Fähre, danach werden wir auf die verschiedenen Fahrzeuge verteilt. Wir sind heute nur zu zweit im Auto.
Das Bild stammt von einem späteren Tag, als wir das Camp wechseln.
Wir geniessen unsere erste Fahrt, die Geräusche, das Gefühl, jederzeit hinter dem nächsten Busch ein Tier zu entdecken, es ist einfach einmalig.
Schon bald finden wir dank eines aufgeregten Impalas diese drei Löwenbrüder. Wir schauen ihnen beim Gähnen zu, viel mehr Aktivität bieten sie uns nicht.
Wir sehen viele Wasserböcke, die aber immer reissaus nehmen, sobald wir stoppen. Auch alle Vögel halten einfach nicht still. 🤫 Nicht mal einen Bum-shot kriege ich hin. Da sind die Elefanten kooperativer.
Ich übe ein bisschen mit Gegenlichtaufnahmen.
Direkt am Wasser geniessen wir unseren Sundowner. Der Himmel ist so klar - einfach perfekt.
Auf der Rückfahrt, die hier als Night Drive fungiert, sehen wir zwei verschiedene Stachelschweine, Krokodile an Land und dann eine Leopardin, die sich gerade an Impalas anschleicht. Also stellen wir den Motor und das Licht aus und warten und horchen. Es bleibt ruhig, sie hat aufgegeben. Als wir das Licht wieder andrehen, geht sie direkt an uns vorbei. Sie ist sehr dünn und scheint sehr hungrig. Wir hoffen für sie, dass sie heute noch eine erfolgreiche Jagd haben wird.
Spät kommen wir zurück und setzen uns gleich zu den anderen an den Tisch. Das Essen ist wieder gut, die Stimmung ausgezeichnet, aber es war ein langer Tag, wir sind müde. Zum Schluss gibt es noch „bad news“: die Elefanten haben irgendwo für ein Leck in der Leitung gesorgt und wir hatten daher kein Wasser. Dies ist aber kein grosses Problem: einzig die Klo-Spülung funktioniert nicht, für Zähneputzen hat es sowieso eine Thermoskanne und die Dusche ist Bucketshower.
SuMaThemenstarter97 Beiträge · seit 202302. Nov. 2026 ·
Es geht bald weiter, lieber Picco…
SuMaThemenstarter97 Beiträge · seit 202302. Nov. 2026 ·
4. Oktober
5.00 h Tagwach
5.30 h Frühstück
Nach dem vielen Sitzen im Flugzeug, Boot und Auto haben wir uns heute für den Walk entschieden. In Chula werden die Walks am Morgen angeboten, da dann die Temperaturen noch etwas moderater sind. Heute ist aber eher kühl 🥶.
Was für ein Aufstehen, wenn man von so einer Aussicht erwartet wird🌞
Da sich heute alle anderen fürs Auto entschieden haben, sind wir alleine mit Guide und einem vom Park angestellten Ranger (mit Gewehr) unterwegs. Ein zusätzlicher Guide in Ausbildung begleitet uns noch. Wir bleiben auf der Insel, dort fahren keine Autos.
Wir lernen viel über Vogelrufe, Verhalten und Spuren der verschiedenen Tiere, sehen einen Schlafplatz eines Elefanten und bereits im Camp einen frischen Kot von einem Leoparden!
Pied Kingfisher
Open billed Stork
White fronted Bee-eater und Cattle Egret
Wir gehen in einem grossen Bogen, sehen viele Impalas, Waterbucks, und hören dann die Büffel - diese wollen wir dann nicht überraschen und gehen einen weiteren Bogen, dabei überraschen wir Ground Hornbills, die wir natürlich auch schon länger gehört haben mit ihrem typischen „Trommeln“.
Um ca 9.30 h sind wir zurück nach 5.7 km. Es war sehr interessant und lehrreich. Zum Abschluss gibt es noch Kaffee und Kuchen. Nachher geniessen wir die freie Zeit mit Lesen und immer wieder auf den Fluss schauen. In der Ferne sehen wir viele Hippos und auch immer wieder Elefanten.
Mittag läuft nach dem gleichen Muster ab wie am Vortag, inzwischen konnte auch das Wasserproblem wieder gefixt werden.
Um 16.00 h, nach Kaffee/Tee und Kuchen gehen wir auf eine Kanufahrt. Ich war ja vor der Reise etwas nervös - mit den Hippos und Krokodilen etc. Aber man wird auch da richtig verwöhnt und schon aus Sicherheitsgründen darf/muss man nicht selber paddeln. Man sitzt zu zweit in einem Kanu und zuhinterst der Guide. Wir waren mit einem anderen Gast, also mit 2 Kanus unterwegs, daher auch die Fotos, die uns zeigen.
Zuerst geht es mit dem Auto zur Fähre, dort ist auch die Einstiegsstelle für die Kanus. Gemächlich geht es dann durch den „Discovery Channel“ bis zum Sambesi. Es ist ein ganz besonderes Erlebnis lautlos auf Augenhöhe an so vielen grossen und kleinen Tieren vorbei zu gleiten.
Immer wieder muss den Hippos ausgewichen werden, ihnen wird der tiefere Teil des Kanals überlassen, wir fahren dann teilweise durch sehr seichtes Gewässer. Dieses ist sehr trüb und für uns Laien ist es kaum ersichtlich, wo es am niedrigsten ist. Plötzlich spürt man, dass man über Sand fährt und der Guide steigt dann aus und muss etwas schieben. Ein bisschen unheimlich, denn immer wieder verschwinden Krokodile im Wasser direkt vor uns.
Am Sambesi steigen wir dann auf das grössere Boot um und zum Sonnenuntergang mit entsprechenden Getränken geht es zurück zum Camp.
Dort müssen wir uns etwas gedulden, einige Elefanten finden Gefallen am Gras gerade an der Anlegestelle.
Heute Abend gibt es Grill direkt am Sambezi unter den Sternen nur bei Kerzenschein. Sehr romantisch 🥰 aber etwas dunkel. Neue Gäste aus Indien sind heute angereist- ihr Zeitgefühl ist etwas anders, als das der anderen. Da wir alle sehr höflich sind, findet heute das Abendessen fast eine halbe Stunde später statt. Immerhin haben wir anderen unseren Spass - es sind Ferien😇.
SuMaThemenstarter97 Beiträge · seit 2023gestern 22:20 ·
5. Oktober
Heute wechseln wir das Camp. Bereits am Vorabend wurden wir zusammen mit einem englischen Paar gefragt, ob wir hier einen Gamedrive machen wollen und dann zum einen Transfer so dass wir zum Lunch in Kutali sind oder einen längeren Drive der in Kutali endet. Wir waren uns alle schnell einig: einen langen Gamedrive, dafür etwas später starten.
6.00 h Tagwach
6.30 h Frühstück
7.00 h Gamedrive/Transfer
Als erstes gehen wir die Leopardin Boma suchen, sie wurde von einem anderen Team gesichtet, hat sich aber inzwischen verkrochen. Unterwegs sehen wir einen der Elefanten, die sich auf die Hinterbeine stellen können. Er ist aber noch mit einem riesigen Ast, der bereits am Boden liegt, beschäftigt. Also fahren wir weiter. Und tatsächlich finden wir die Leopardin, auch dank den Alarmcalls eines Squirrels.
Sie ist kaum zu sehen. Aber von unserem Standort aus entdecken wir eine schlafende Hyäne mitten auf der Ebene. Also fahren wir ein bisschen näher.
Vom Escarpment kommen die Elefanten runter - sie wollen nach der Nacht Richtung Wasser.
Nun erhebt sich die Hyäne, sie hinkt und man kann eine Verletzung erkennen. Sie verzieht sich in ein nahes Gebüsch und schläft weiter.
Da tut sich nicht mehr viel, also wollen wir sehen, ob sich eventuell die Leopardin etwas anders hingelegt hat.
Tatsächlich , sie ist nun auf der anderen Seite des Gebüschs, schaut uns kurz in die Augen und legt sich dann wieder hin. Nun sieht man noch weniger von ihr als zuvor.
Das war eindrücklich, dieser Blick geht bis ins Innerste und dann einfach kaum mehr zu sehen! Auf dem weiteren Weg sehen wir viele Elefanten, sogar nochmal einen, der auf die Hinterbeine stehen kann, aber auch dieser tut uns den Gefallen nicht🙃. Nach dem vergangenen Regen spriesst an vielen Orten schon frisches Grün, es ist wunderschön, überall hat es viele verschiedene Tiere.
Diesen alten Hippobullen schrecken wir (leider) auf. Wir hatten ihn zuvor nicht gesehen, er hatte sich tief in dieses kleine Schlammloch eingegraben.
Dann kommen wir auf eine riesige Ebene, wo gar nichts wächst… Plötzlich ruft unser Guide: da hinten sind Löwen!
Wow - was ein Vormittag! Und da wussten wir noch nicht, was wir heute Nachmittag noch alles sehen werden…
SuMaThemenstarter97 Beiträge · seit 2023heute 09:45 ·
Das Camp Kutali liegt auch direkt am Sambezi. Das Ufer ist dort steiler, dh. man ist viel näher am Wasser. Man sieht dadurch auch nicht direkt ans Ufer, dafür auf die andere Flussseite. Man sieht auch ein Camp dort, nachts auch die Lichter. Die Anordnung ist sehr ähnlich wie in Chula.Wifi gibt es an beiden Orten nur an einem „Wifi“-Spot etwas abseits. Beide Camps liegen in einem wunderschönen Winterthorn-Wald, der schönen Schatten anbietet, viele Tiere anlockt und weil er in Bodennähe nicht verbuscht ist, auch eine gewisse Weitsicht bietet.
Um 15.30 h ziehen wir nach Kaffee/Tee und Kuchen wieder los, wieder gemeinsam mit dem englischen Paar. Das passt gut, sie besitzen den englischen Humor, wir unterhalten uns ausgezeichnet.
Unser Guide, Johann, hat gehört, dass Löwenbabys von einem trockenen Flussbett aus zu sehen gewesen waren. Dies ist also unser erstes Ziel. Wir „schwimmen“ ca eine Viertel Stunde und endlich, da sind sie🥰
Es sind fünf ca 2 Monate alte Löwenbabys ohne Mamas. Sie balancieren auf einem dicken Ast oder spielen im Gebüsch dahinter, wo wir sie nicht sehen können, abgesehen von mal einer Schwanzspitze.
Die Mütter sind nicht zu sehen, wahrscheinlich haben sie ihre Jungen versteckt und sind auf der Jagd.
Wir bleiben über eine halbe Stunde, bis ein anderes Fahrzeug kommt, da machen wir Platz.
Als wir diese Büffel im schönsten Abendlicht bestaunen, hört Johann über Funk, dass das grosse Löwenrudel unterwegs ist. Die Guides von Kutali und Chula tauschen sich per Funk untereinander aus über die speziellen Sichtungen, nicht aber mit anderen Camps.
So sind mehrere Fahrzeuge bei den Löwen, als wir dort ankommen. Alle verhalten sich aber sehr respektvoll sowohl gegenüber den Löwen wie auch gegenüber den anderen Fahrzeugen.
Wow - wir sind total begeistert 🤩
Bei der Vorbereitung des Sundowners hat heute jemand geträumt (wahrscheinlich von den vielen Löwen) - es hat kein Tonic, nur Ginger Ale, aber das kann unsere Stimmung kein bisschen trüben.🥹
Auf der Rückfahrt ist es dann sehr ruhig, ein Schakal ist auf der Pirsch, ein Genet verschwindet im Gebüsch, aber wir sind sowieso 🙃.
Beim Abendessen sind die Löwen auch Thema Nummer eins - die Stimmung entsprechend ausgelassen.