Namibia Selbstfahrerreise: Welche Reisezeit würdet ihr empfehlen?

7 Antworten · 612 Aufrufe · gestartet 07. Okt. 2026 von Leni14330
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Themenstarter2 Beiträge · seit 202607. Okt. 2026 ·

Hallo zusammen 😊

ich würde sehr gerne eine Selbstfahrerreise durch Namibia machen und bin gerade dabei, die Route und vor allem die beste Reisezeit zu planen.

Bei der Reisezeit bin ich mir allerdings noch ziemlich unsicher. Ich hatte zuerst an September gedacht, habe aber etwas Sorge, dass es nachts (gerade beim Campen) doch ziemlich kalt werden könnte. Wie sind da eure Erfahrungen?
Wie sieht es im Oktober aus? Oder würdet ihr eher November oder Dezember empfehlen? Da beginnt ja allerdings schon die Regenzeit, weshalb ich nicht so richtig einschätzen kann, welcher Zeitraum am besten geeignet wäre.

Als Route hatte ich mir ungefähr vorgestellt, von Windhoek Richtung Norden bis zu den Epupa Falls zu fahren, natürlich mit verschiedenen Stopps unterwegs. Anschließend würde ich gerne über den Etosha-Nationalpark weiter in den Caprivi und von dort noch nach Botswana fahren.

Ich würde mich sehr über eure Erfahrungen und Tipps freuen!
Welche Reisezeit würdet ihr für diese Route empfehlen? Ist September nachts wirklich noch sehr kalt oder wäre Oktober vielleicht ein guter Mittelweg? Und wie habt ihr November/Dezember hinsichtlich Regen und Straßenverhältnissen erlebt?

Auch über Tipps zur Route, schönen Campingplätzen oder Stopps, die man auf keinen Fall auslassen sollte, würde ich mich sehr freuen. 

Vielen Dank schon einmal 🇳🇦

16,9k Beiträge · seit 201207. Okt. 2026 ·
Hallo Leni,


hier zitiere ich gerne Carsten Möhle, ein geschätztes Mitglied dieses Forums:


Welches ist die Beste Reisezeit für das Südliche Afrika?

der beste Monat, um ins südliche Afrika zu reisen ist der

  • Januar, weil ganz Namibia beim Strandangeln mit Old Brown Sherry an der Küste ist und im Caprivi die Büffel kalben.
  • Februar, weil Oryxbabies durch die Wüste laufen und die Weissdornakazie gelb blüht. Außerdem kann man wunderbare Kameldornschoten sammeln, mit denen sich zu Hause prima Mobiles basteln lassen. In Walvis Bay sitzen die Brillenpinguine auf ihren Eiern.
  • März, weil der Schreiseeadler mit dem Nestbau und der Brut beginnt, am 21. der Unabhängigkeitstag Namibias gefeiert wird und Breitmaulnashornnachwuchs ( 40 kg ) in Halali rumläuft.
  • April, weil man bei der Guano-Vogelmisternte auf dem größten Tisch der Welt in Walvis Bay zuschauen kann und der Karneval in Windhoek für einen Verkehrsstau mit einmal mehr als 4 Autos sorgt.
  • Mai, weil dass die Antilopenbrunftzeit ist und man immer zwei Tiere auf eine Photo bekommt-was natürlich Photomaterial spart. Zeremonienlose Paarung aber gemeinsame Jagd der Ohrengeier ist natürlich schlecht für Leguane, Perlhühnerund Springhasen.
  • Juni, weil der Küstenkarneval in Swakopmund regiert, durch Überschwemmungen der Capriviflüsse die Einbaumfahrten günstiger als in Botswana sind und die männlichen Kap - Honigfresservögel mit Ihren langen Schwänzen locken, um Weibchen in ihr Territorium zu locken.
  • Juli, weil der Korallenbaum rot glüht und die Löffelhunde auf ihre Winterdiät umstellen.
  • August, weil hier die die Waterbergfeiern und Herero-Gedenktage für ein farbenprächtiges und versöhnliches Spektakel sorgen.
  • September, weil sogar der harte Kameldorn blüht und ein Abstecher ins Blumenmeer Namaqualand schnell möglich ist.
  • Oktober, weil dann die blühenden Jakarandabäume Städte wie Windhoek und Tsumeb in einem violetten Blütenmeer erstrahlen lassen.
  • November, weil der Klapperbos ( Nyamaniacapensis )in vollster Blüte steht, frische Kuhantilopen herumlaufen und die Kronenkraniche mit ihrer 30tägigen Brutzeit beginnen.
  • Dezember, weil die Mangos reif sind und der 10.12. Tag der Menschenrechte hier ein Feiertag ist.



siehe => https://www.bwana.de/faq.html



LG 😜

Logi













33,4k Beiträge · seit 200607. Okt. 2026 ·
Hallo Leni14330,

Leni14330 schrieb:Bei der Reisezeit bin ich mir allerdings noch ziemlich unsicher. Ich hatte zuerst an September gedacht, habe aber etwas Sorge, dass es nachts (gerade beim Campen) doch ziemlich kalt werden könnte. Wie sind da eure Erfahrungen?

zur Reisezeit gibt es gefühlt 10.000 Beiträge im Forum. Daran hat sich nichts geändert. Die Hauptreisezeit für europäische Touristen war traditionell immer etwa Juni bis August, ist mittlerweile aber eher April bis Oktober. September ist es in aller Regel auch nachts nicht mehr kalt, es ist Frühling. (wissen kann man es aber wegen Klimawandel & Co nie so genau; Oktober war immer einer der heißestens Monate, derzeit haben wir es aber nachst immer noch recht frisch). Nebensaison, weil es regnersich sein kann und sehr heiß (Oktober bis Februar, wenn es nicht regnet, ehr 40, 45+ Grad am Tag), ist eher November bis März. An der Küste ist es in aller Regel immer kühl, im ganz hohen Norden pauschalisiert gesagt immer warm.

Leni14330 schrieb:

Auch über Tipps zur Route, schönen Campingplätzen oder Stopps, die man auf keinen Fall auslassen sollte, würde ich mich sehr freuen. 

https://www.namibia-forum.ch/forum/thema/289845-ersttaetertouren-so-sehen-sie-aus


Viele Grüße aus WIndhoek

Christian

Vom 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 07. Okt. 2026
7’351 Beiträge · seit 200607. Okt. 2026 ·
Logi schrieb:
  • Mai, weil dass die Antilopenbrunftzeit ist und man immer zwei Tiere auf eine Photo bekommt-was natürlich Photomaterial spart. Zeremonienlose Paarung aber gemeinsame Jagd der Ohrengeier ist natürlich schlecht für Leguane, Perlhühnerund Springhasen.

Da hat Carsten aber einen Fehler eingebaut. Gemeint sind vielleicht Warane und Eidechsen.

Leguane gibt es in Afrika gar nicht. Die leben in Süd- und Mittelamerika.

Gruß

Wolfgang 

Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
1’290 Beiträge · seit 200608. Okt. 2026 ·
Mensch Wolfgang, die Ohrengeier sind doch Zugvögel, die erwischen doch sicher auch einmal einen Leguan.😉
Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2026
7’351 Beiträge · seit 200608. Okt. 2026 ·
Carsten Möhle schrieb:Mensch Wolfgang, die Ohrengeier sind doch Zugvögel, die erwischen doch sicher auch einmal einen Leguan.😉

Wenn so ein Leguan an der Westküste Südamerikas von seinem Baum ins Wasser fällt, dann könnte er durch die Meeresströmungen über Südostasien irgendwann ungefähr bei Somalia angeschwemmt werden.
Dort hätte er dann auch eine für Geier geeignete Darreichungsform.  🙂

Mit freundlichem Grinsen
Wolfgang 

Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2026
7’351 Beiträge · seit 200608. Okt. 2026 ·
Leni14330 schrieb:

Bei der Reisezeit bin ich mir allerdings noch ziemlich unsicher. Ich hatte zuerst an September gedacht, habe aber etwas Sorge, dass es nachts (gerade beim Campen) doch ziemlich kalt werden könnte. Wie sind da eure Erfahrungen?

Im September habe ich schon Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt gehabt.
Im November wandern viele Tiere aus dem Caprivi weg. Ich habe dort zu der Zeit gerade noch drei Elefanten gesehen.
Ich denke, der Oktober würde prima passen.

Gruß
Wolfgang 

Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2026
1’988 Beiträge · seit 201109. Okt. 2026 ·
Warme Sachen sollten immer dabei sein, damit man nicht "überrascht" wird und friert. Ich hatte im Dezember in der Namib schon einmal 8 Grad Morgentemperatur, die Nacht im Camper war dementsprechend frisch, um es gelinde auszudrücken. Oder besser gesagt - saukalt. 


Liebe Grüße, Margit

www.margit-noehrer.com FB und Insta: reisende.autorin Buch: Der glühende Atem der Wüste Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari