Klöster - Khachkars - Kaukasus 2026

Reisebericht 31 Antworten · 851 Aufrufe · gestartet 04. Okt. 2026 von Elde
Themenstarter299 Beiträge · seit 201617. Okt. 2026 ·

27. 06. Fahrt nach Jerewan

Auf Empfehlung von Tatev sollten wir heute Morgen vor unserer Weiterfahrt noch unbedingt den Markt besuchen. Wir haben es gemacht, fanden den in Kutaissi wesentlich größer und vielfältiger, aber solche Lebensmittelmärkte kann man sich immer wieder ansehen und einkaufen wollten wir ohnehin. Es ging uns in erster Linie um Aprikosen. Armenien ist das Land der Aprikosen. Der botanische Name ist daher auch Prunus armeniaca. Da steckt das Wort Armenien bereits drin. Die sind unglaublich lecker und etwas größer als die die man bei uns zu kaufen bekommt. Wir entdeckten auch einen Fladenbecker, der den traditionellen Lavash herstellte und haben auch direkt zugeschlagen. Wie man sehen kann passierte das nicht mehr in einem herkömmlichen Backofen sondern mit einer modernen Fladenbackmaschine. Für den Fladen haben wir 120 Armenische Dram bezahlt, das sind 30 Cent und 8 Aprikosen haben 90 Cent gekostet. Unser Mittagessen war gesichert. Zusammen mit Schafskäse ist das für uns immer wieder ein Genuss.

Von Gjumri aus führte unser Weg nach Jerewan über das geistige Zentrum Armeniens Etschmiadsin, dem Vatikan der armenisch, apostolischen Kirche und Sitz des Katholikos, deren Papst. Auf unserer Fahrt sind uns immer wieder eine Menge Storchennester mit bis zu 4 Vögel darin aufgefallen.

Die Stadt Etschmiadsin, nur wenige Kilometer von Jerewan entfernt, ist eines der bedeutendsten historischen und geistigen Zentren Armeniens. Diese alte Stadt ist berühmt für ihre reiche Geschichte, die uns bis in ferne Zeiten zurückführt, als hier der erste christliche Tempel der Welt gegründet wurde - die Etschmiadsin-Kathedrale, die im 4. Jahrhundert erbaut wurde. Dieses architektonische Meisterwerk zieht auch heute noch viele Pilger und Touristen an, die das geistige Erbe Armeniens kennen lernen wollen. 
Das Gelände umfasst die Kathedrale, mehrere kleinere Kapellen, den Palast des Katholikos und ein Museum für religiöse Kunst mit geschnitzten Khachkaren (Kreuzsteine), illuminierten Manuskripten und Reliquien. Der Museumseintritt ist kostenpflichtig; Kathedrale und Gärten sind frei zugänglich. Dieser ganze Bereich gehört zum UNESCO - Weltkulturerbe. Es ist eine beeindruckende Anlage. Leider kann man auch hier von der Hauptkirche keine Innenaufnahmen machen.

Das Bild zeigt das Hauptportal zur großen Kathedrale oben.

Neu ist eine große unterirdische Kathedrale.

Etschmiadsin fanden wir sehr beeindruckend. Dann ging es weiter nach Jerewan.

Nach einem längeren Stau sind wir gegen 14:00 Uhr in unserem Hotel Silk Road eingetroffen. Wir haben eine kurze Mittagspause gemacht, denn gegen 17:00 Uhr wurden wir schon zur Stadtbesichtgung abgeholt. Jerewan hat uns nicht begeistert. Geschichte und Kultur sind sehr interessant und es gibt bestimmt auch tolle Museen, aber an Baudenkmälern gibt es nicht sehr viel. Toll sind natürlich die Kaskaden mit dem Denkmal "Mutter Armenien" als Abschluss. Die Kaskaden wurden von einem reichen amerikanischen Armenier finanziert, der auch für den Skulpturenpark drumherum verantwortlich ist. Verehrt wird auch sehr Charles Aznavour, der sehr viel, vor allen Dingen auch finanziell für das Land getan hat. Es sieht so aus das im Ausland lebende reiche Armenier ihre Heimat nicht vergessen.

Jerewan, mit etwa 1,1 Millionen Einwohnern, ist eine der ältesten Städte der Welt. Die facettenreiche Millionenmetropole, die wegen der Farbe ihrer Häuser den Beinamen „Pink City“ trägt, liegt auf etwa 1.000 Meter Höhe im Kleinen Kaukasus. Im Stadtbild vermischen sich mittelalterliche Kirchen, Klöster, Museen und Bauwerke aus unterschiedlichen Epochen mit Gebäuden der Moderne. Europäische Einflüsse sind genauso wahrzunehmen wie der "Sowjet-Charme" vergangener Zeiten. Das Zentrum der Stadt rund um den Platz der Republik lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Das linke Bild zeigt das Gebäude indem das armenische Parlament tagt, das Bild rechts zeigt eine Villa an der Straße an der auch das Parlament und der Präsidentenpalast liegt. Vor der Sowjetzeit wohnten in diesen Gebäuden viele Künstler und einflussreiche armenische Bürger und Geschäftsleute. Wenn man diese Straße entlangeht, kommt man automatisch zum Platz der Republik, dem Zentrum Jerewans.

Das Projekt des Kaskadenkomplexes war ursprünglich im Generalplan für das sowjetische Jerewan von 1924 enthalten. Der Architekt Alexander Tamanjan (Bild oben links), der viele stadtbildprägende Bauwerke entworfen hat, stellte sich die Kaskade als Verbindung zwischen den zentralen und nördlichen Bezirken Jerewans vor. Das Projekt wurde jedoch erst Jahrzehnte später, in den 1970er Jahren, unter dem Chefarchitekten Jerewans Jim Torosyan verwirklicht und später zwischen 2002 und 2009 von Gerard Cafesjian, einem armenisch-amerikanischen Geschäftsmann und Philanthropen, weiterentwickelt und finanziert. Er hat auch die Kunstwerke an, auf und in den Kaskaden gestiftet.

Das Bild oben zeigt das Opernhaus, links einen Brunnen mit Märchenfguren.


Unsere Stadtbesichtigung endete am Platz vor den Kaskaden. Unsere Guide hat uns eine Menge zur armenischen Geschichte und die Entwicklung Jerewans erzählt. Dann wurde es langsam dunkel, sodass wir zu unserem Hotel zurück mussten. Die Kaskaden konnten wir nur von außen begutachten. Falls wir morgen noch Zeit haben sollten, werden wir auch die Kaskaden besteigen und sie von innen besichtigen. Da wir keine Lust hatten den Weg zum Hotel im Dunkeln zu gehen, sind wir ein Stück mit der U-Bahn gefahren. Die hat nur 4 oder 5 Stationen. Da kann man sich nicht verfahren.

Im Hotel Silk Road konnte man auch kleinere Gerichte als Dinner bekommen. Nach der Lauferei bei der Stadtbesichtigung waren wir froh nicht noch in ein Restaurant zu müssen. Die Terrasse mit Innenhof war sehr gemütlich, sodass wir draußen sitzen konnten, denn es war auch abends noch ziemlich warm.








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Themenstarter299 Beiträge · seit 201618. Okt. 2026 ·

28. 06. Rund um Jerewan

Heute geht es aus der Stadt heraus. Es soll zu einigen der Hauptsehenswürdigkeiten Armeniens gehen. Als erstes hat uns der Stadtmarathon von Jerewan überrascht, sodass viele Straßen gesperrt waren und wir einen anderen Weg fahren mussten. Es sollte zum Garnitempel gehen, dem einzigen antiken Bauwerk Armeniens. Da der auch beim schweren Erdbeben zerstört wurde, ist es nur noch eine Rekonstruktion, allerdings originalgetreu. Er ist ein Publikumsmagnet und heute ist Sonntag, da scheinen besonders viele Touris unterwegs zu sein. An solchen Hotspots sind es auch Unmengen an Asiaten. Dazu kommt halt auch zu den Kreuzfahrschiffen die 2. Plage unserer Zeit Instagram. Wir hatten das Pech das ein Shooting gerade stattfand.

Der heidnische Tempel von Garni wurde in der 2. Hälfte des 1. Jahrhunderts gebaut. Es ist ein einzigartiges architektonisches Denkmal aus der spätantiken (römischen) Zeit, nicht nur in Armenien, sondern auch im ganzen Kaukasus. Der Tempel wurde dem Sonnengott Mihr gewidmet. Der Tempel Garni wurde 1679 durch ein Erdbeben zerstört. 
Fragmente von Säulen und Mauersteinen waren rund um den Tempel zerstreut. Dieser Umstand ermöglichte die Restaurierung des Tempels, der in den 1930er Jahren erfolgte. 

Das Bild habe ich mit Teleobjektiv aus der Ferne aufgenommen damit man die Menschenmenge nicht erkennt. Wir sind ziemlich schnell weiter gefahren. Diesen Trubel halten wir nicht aus und wollen das auch bei unseren Reisen nicht erleben. 

Die Landschaft rund um den Tempel ist wunderschön.

Nach dem Garnitempel sind wir wenige Kilometer weiter zu der Felsformation mit dem Namen „Symphonie der Steine“ gefahren. Dort war es nicht ganz so voll. Es handelt sich dabei um sechseckige Basaltsäulen, die wie Pfeifen einer Kirchenorgel aussehen. Damit die Lava zu diesen sechseckigen Säulen erstarrt, müssen ganz bestimmte Bedingungen vorherrschen. Das Sechseck ist physikalisch die effizienteste Form um die Spannungen in der erstarrten Masse gleichmäßig zu verteilen. Eiskristalle und Bienenwaben bilden auch Sechsecke. Das ist schon toll anzusehen. 

Eine Kaffeepause haben wir auch gemacht und einen geeisten Cappuccino getrunken, denn mittlerweile wurde uns ganz schön warm.

Dann sollte es zum Highlight des Tages kommen, der Besichtigung des Klosters Geghard, einem der wichtigsten Klöster Armeniens. Wir haben es nicht einmal bis zum Parkplatz geschafft. So voll war es. Das Foto konnte ich nur mit dem Teleobjektiv machen. Auf eine Besichtigung haben wir daraufhin verzichtet.

Das Felsenkloster Geghard im Osten von Armenien wurde in einer Schlucht aus einer Felswand herausgeschlagen und ist mit einzigartigen Schnitz- und Steinmetzarbeiten verziert. Das Höhlenkloster ist einer der berühmtesten Wallfahrtsorte Armeniens. Bei der Reiseplanung sollte man generell darauf achten das man Besichtigungen an den Hotspots nicht auf ein Wochenende legt.

Etwas gefrustet sind wir dann wieder in unser Hotel nach Jerewan gefahren, haben eine Mittagspause gemacht und sind anschließend zu Fuß in die Innenstadt gegangen. Wir wollten zu den Kaskaden. Dort gibt es überall auf jeder Etage Kunstwerke zu bestaunen. Je höher man kommt, desto besser wird auch die Aussicht auf die Stadt.  Leider konnten wir nicht bis zur Skulptur " Mutter Armenia" aufsteigen, da diese wegen Restaurierung zur Zeit nicht zugänglich ist. 


Das folgende Bild zeigt ein Stadtpanorama mit großen und kleinen Ararat im Hintergrund aufgenommen von der obersten Plattform der Kaskade.


Auf dem Weg zum Vernissage-Markt sind wir an diesem Wohngebäude mit einer tollen Street-Art-Fassade.

Unser Rundgang ging weiter zum Vernissage einem Handwerks- und Kunstmarkt unweit des Platzes der Republik. Er ist einer der bekanntesten Freiluftmärkte der armenischen Hauptstadt und einer der besten Orte, um armenisches Kunsthandwerk, lokale Kunst und handgefertigte Souvenirs zu entdecken. In diesem lebendigen Markt spiegelt jedes Stück das Können, die Kreativität und das kulturelle Erbe armenischer Kunsthandwerker wider.
Beim Rundgang durch die Reihen des Vernissage sieht man handgefertigten Silberschmuck mit alten armenischen Ewigkeitssymbolen, kunstvoll bearbeiteten Obsidian, Holzschnitzereien, Keramik, handgewebte Teppiche und viele weitere Arbeiten, die von den Traditionen des Landes geprägt sind. 
Besonders beeindruckend waren die kunstvoll gearbeiteten Schachspiele. Für alle Grillfans gibt es da natürlich eine große Auswahl an Grillspießen und Messer.

Den Markt fanden wir durchaus sehenswert. Wenn man in Jerewan ist, sollte man einen Besuch einplanen. Wir sind dann am Platz der Republik in die U-Bahn gestiegen und zurück in unser Hotel Silk Road gefahren. Vom U-Bahnhof zum Hotel war es nicht sehr weit. Dort haben wir den Abend bei einem leckeren Snack mit georgischen Wein verbracht. Nach einem ereignisreichen Tag ein gutes Essen mit Wein ist ganz unser Ding.

Morgen werden wir Jerewan verlassen und als Erstes nach südosten zum Kloster Khor Virap fahren.













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zuletzt bearbeitet 18. Okt. 2026
88 Beiträge · seit 202618. Okt. 2026 ·
Was für ein tolles Land das ist, ich habe das immer nicht so am Schirm, aber eure Reise sieht ja vor allem kulturell sehr spannend aus! Vielen Dank für den Bericht!
Themenstarter299 Beiträge · seit 201619. Okt. 2026 ·

Danke Caroline das du dich für den Reisebericht interessierst. Wir hatten diese beiden Länder ebenfalls lange nicht auf unserem Schirm bis wir eine Reportage gesehen haben. Von da an war für uns klar das wir die Länder besuchen wollen. Es sind wirklich 2 Länder die einiges gemeinsam haben, zB ähnelt sich das Essen, die aber auch durchaus verschieden sind. Das ist in erster Linie die Religion. Die Armenier gehören überwiegend der armenisch-apostolischen Kirche an mit dem Katholikos als religiöses Oberhaupt.  Die Georgier gehören überwiegend der georgisch-orthodoxen Kirche an mit ihrem Patriarchen als Kirchenoberhaupt. 

Du hast recht, kulturell haben wir sehr viel gelernt auf dieser Reise, denn Kultur und Religion gehören zusammen seit dem 4.Jahrhundert. Die Menschen in beiden Ländern sind sehr religiös. Das sieht man auch an den vielen Menschen die Klöster und Kirchen besuchen und das nicht nur touristisch. Wenn wir in ein Land reisen ist es uns auch immer wichtig die Menschen des Landes mit ihrer Kultur und Gebräuchen kennenzulernen. Nur die touristischen Highlights abzufahren ist uns zu wenig. Daher lassen wir uns auch viel Zeit bei unseren Reisen und meistens ist es dann immer noch zu wenig. Die Kultur ist die eine Sache, uns hat auch die grandiose Landschaft begeistert. Viel Spaß beim weiterlesen.

LG Elde

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Themenstarter299 Beiträge · seit 201619. Okt. 2026 ·

29. 06. Fahrt von Jerewan nach Goris

Heute liegt wieder ein langer Fahrtag mit einigen Besichtigungen vor uns, 240 Kilometer bis zur kleinen Stadt Goris. Unsere Rundreise führte uns von Jerewan als erstes zum Kloster Khor Virap, eines der wichtigsten Klöster Armeniens. Wir haben gehofft das es dort heute leerer ist als am Kloster Geghard gestern. Das war es auch, obwohl eine Menge Touris da waren. Man konnte sich auf jeden Fall das Kloster ansehen, bis auf die Kapelle mit der Grube in der der heilige Gregor der Erleuchter 12 Jahre lang wegen seines Glaubens gefangen war. Man kann dort in die Gefängnisgrube hinabsteigen. Das geht jedoch nur einzeln und daher staute es sich. Da wir ohnehin nicht in die Grube steigen wollten und ansonsten diesen Heiligengeschichten sehr skeptisch gegenüberstehen, machte uns das auch nichts aus. Das Kloster liegt natürlich fantastisch vor dem großen und kleinen Ararat. Ansehen sollte man sich das Kloster auf jeden Fall.

Khor Virap bedeutet  „tiefes Verlies“  und ist ein berühmter Wallfahrtsort an der Westgrenze, nahe der Türkei, des Landes in der Provinz Ararat. 

Zum Glück ist heute Montag, gestern wäre das hier sicherlich genau so eine Katastrophe gewesen wie am Kloster Geghard.

Anschließend sind wir weiter zum Kloster Norawank gefahren. Die Landschaft ist großartig. Man fährt durch eine Schlucht und sieht dann das Kloster auf einem Berg vor einer Felswand liegen.
Die Klippen der Schlucht des Amaghu im Sonnenlicht gestalten eine einzigartige Kulisse in den Bergen von Armenien. Am Ende der wunderschönen Schlucht behauptet sich schon seit dem 13. Jahrhundert das malerisch gelegene Kloster Norawank mit dem herrlichen Ausblick auf die Umgebung. Skulpturen und Reliefs verfeinern den eindrucksvollen sakralen Bau des Klosters Norawank und zeugen von der Kunstfertigkeit des Architekten Momik, welcher sich im Bauwerk verewigt hat. 
Dort kann man auch sehr schöne Kreuzsteine (Khachkars) ansehen. Das sind traditionelle Grabsteine auf denen häufig etwas über die verstorbene Person geschrieben steht. Diese Kreuzsteine gehören zum UNESCO Weltkulturerbe und sind sehr kunstvoll gearbeitet.

Anschließend sind wir weiter zum Kloster Norawank gefahren. Die Landschaft ist großartig. Man fährt durch eine Schlucht und sieht dann das Kloster auf einem Berg vor einer Felswand liegen.
Die Klippen der Schlucht des Amaghu im Sonnenlicht gestalten eine einzigartige Kulisse in den Bergen von Armenien. Am Ende der wunderschönen Schlucht behauptet sich schon seit dem 13. Jahrhundert das malerisch gelegene Kloster Norawank mit dem herrlichen Ausblick auf die Umgebung. Skulpturen und Reliefs verfeinern den eindrucksvollen sakralen Bau des Klosters Norawank und zeugen von der Kunstfertigkeit des Architekten Momik, welcher sich im Bauwerk verewigt hat. 
Dort kann man auch sehr schöne Kreuzsteine ansehen. Das sind traditionelle Grabsteine auf denen häufig etwas über die verstorbene Person geschrieben steht. Diese Kreuzsteine gehören zum UNESCO Weltkulturerbe und sind sehr kunstvoll gearbeitet.

Leider gibt es heute kaum noch Steinmetze die in der Lage sind diese kunstvollen Khachkars (Kreuzsteine) anzufertigen. Der Besuch dieses Klosters war unser heutiges Highlight. So kann es weitergehen. Vom Kloster aus mussten wir durch die Schlucht wieder zur Hauptstraße zurückfahren. Am Anfang der Schlucht gibt es ein nettes Cafe´. Dort haben wir eine kleine Mittagspause gemacht und sind anschließend Richtung Goris weitergefahren. Unser nächstes Ziel war ein steinzeitlicher Steinkreis bei Sissian, den Zorats Karer.

Er ist zwar nicht so gewaltig wie Stonehenge, dafür aber älter. Vermutlich hat er auch religiösen oder kalendarischen Zwecken gedient, denn viele dieser Steine haben gemeißelte Löcher durch die an bestimmten Tagen zu bestimmten Zeiten die Sonne hindurch scheint. Den genauen Zweck weiß man bis jetzt nicht. Eine andere Bedeutung könnte auch ein prähistorisches Gräberfeld aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. sein. 

Schön war es auf jeden Fall zwischen den Steinen herumzulaufen. Die Fahrt ging dann weiter durch herrliche Blumenwiesen mit den Bergen im Hintergrund nach Goris in unsere nächste Unterkunft, dem Gasthaus Mirhav.









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Themenstarter299 Beiträge · seit 201621. Okt. 2026 ·

30. 06. Besuch im Kloster Tatev

Direkt neben unserem Hotel gibt es eine Bäckerei. Dort haben wir uns nach unserem Frühstück für unseren kleinen Mittagssnack eingedeckt. Dann haben wir uns auf den Weg Richtung Tatev gemacht. Wir sind jetzt ganz im Südosten Armeniens, nicht weit von der Grenze nach Aserbaidschan. Im Reiseführer wurde noch vor eventuellen Straßenschäden aus dem Krieg mit Aserbaidschan von 2020 gewarnt. Wir haben nichts bemerkt. Die Straßen sind hier völlig in Ordnung.

Je näher wir Tatev kamen, desto schöner wurde die Landschaft. Kurz vor Tatev erreicht man eine Schlucht wo der Fluss Vorotan in einer ganz engen Klamm verschwindet. bis dahin sind wir gelaufen.

Dann führt die Straße über viele, enge Serpentinen den Berg hinauf bis zum Kloster Tatev. Wir hätten auch mit der längsten Seilbahn der Welt fahren können. Diese hat eine Länge von 5,7 km und führt über die Vorotanschlucht. Da wir aber vom Kloster aus der Straße weiter folgen wollten, hätte eine Seilbahnfahrt wenig Sinn gemacht. Das Kloster liegt wieder wunderschön und der Besucherandrang hielt sich auch in Grenzen, sodass wir uns alles in Ruhe ansehen konnten.

Das mittelalterliche Kloster Tatev, das bereits im 9. Jahrhundert an der Stelle eines heidnischen Heiligtums errichtet wurde, war lange Zeit eine wichtige religiöse, wirtschaftliche und akademische Größe in Armenien. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde in Tatev nicht nur gebetet, sondern auch gelehrt und studiert.

Die Bilder zeigen das Portal zur Hauptkirche und den Glockenturm.
Foto unten links: Altarbereich der Hauptkirche
Foto unten rechts: Sarkophag vom Heiligen Gregor dem Erleuchter, dem Nationalheiligen Armeniens. Er brachte das Christentum nach Armenien und es wurde Staatsreligion.

Die Steinsäule Gavazan („Hirtenstab“, zum Antreiben der Rinder) wurde 904 im Süden des Klosterhofs aufgestellt. Das der Dreifaltigkeit geweihte Denkmal in der Nähe der Wohnanlagen ist eine einzigartige Arbeit armenischer Architektur und armenischen Kunsthandwerks. Die achteckige Säule aus sorgfältig behauenen Quadern ist acht Meter hoch und wird von einem Gesims mit einem kleinen Khachkar darauf bekrönt. Durch Erschütterungen der Erde, sogar durch bloße Berührung einer Hand, gerät die Säule ins Wanken, so die Legende? Wir haben es sicherheitshalber nicht ausprobiert.😉

Die beiden folgenden Bilder zeigen noch 2 Khachkars und einen Stein mit zusätzlicher armeinscher Schrift. Die Sprache und Schrift der Armenier hat keine Gemeinsamkeiten mit der der Georgier obwohl die Völker direkt nebeneinander leben sind die Alphabete völlig unterschiedlich.

Auf unserer heutigen kleinen Rundtour wollten wir jetzt auch noch das Kloster Vorotnavank besuchen. Also ging es weiter über eine enge Serpentinenstraße durch den kleinen Kaukasus. Das Problem bei diesen Straßen bilden die großen LKW die es kaum und nur sehr langsam den Berg hinauf schaffen. Wenn man da weiterkommen will, muss man sich der Fahrweise der Armenier anpassen und waghalsige Überholmanöver durchführen. Wir versuchen immer einen Armenier als erstes fahren zu lassen und uns an ihn zu hängen. Wenn dann plötzlicher Gegenverkehr auftaucht, erwischt es wenigstens den. 

Das Kloster Vorotnavank ist nicht so berühmt wie das Kloster Tatev, daher gibt es dort noch weniger Touristen. Was uns nur gewundert hat, ist das es dort auf dem Friedhof nicht die bekannten Kreuzsteine gibt.

Das Kloster liegt vier Kilometer  östlich von Sissian an der rechten Seite der Vorotanschlucht. Das Kloster Vorotnavank stammt aus dem Mittelalter und ist eines der unbekannten religiösen und kulturellen Zentren während der Zeit des 10. Bis 15.Jahrhunderts. Vorotnavank war von einer hohen Mauer umgeben. Es gab hier Werkstätten, Läden, einen Schulungsraum, ein Reservat und Armenhaus.

Das Bild folgende zeigt unser Hotel Mirhav. Es war ein sehr schönes Hotel und das Abendessen war ausgezeichnet. Ich habe noch den Maulbeerbaum vor dem Hotel fotografiert. Die Früchte waren noch nicht reif. Maulbeerbäume gibt es häufig, sowohl mit weißen als auch mit brombeerfarbenen Früchten. Wir haben die brombeerfarbenen Früchte anfangs für eine Brombeerart gehalten, dazu passten jedoch die Bäume nicht. Zum Glück gibt es für solche Fälle die App Flora incognita.

Morgen geht es wieder langsam nach Westen und Norden des Landes Richtung Sevansee.







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zuletzt bearbeitet 21. Okt. 2026
Themenstarter299 Beiträge · seit 201622. Okt. 2026 ·

01. 07. Fahrt nach Yeghegnadzor

Heute Morgen sah es in Goris wettermäßig sehr bescheiden aus. Es war dichter Nebel, sodass man keine 50 Meter weit sehen konnte. Da die Tour über Jermuk, einem Kurort mit warmen Quellen und einem schönen Wasserfall, führen sollte, hatten wir schon Bedenken, denn zu einem Wasserfall in dichtem Nebel gehen und den kaum sehen können, macht wenig Sinn. So sind wir doch etwas skeptisch aus Goris weg gefahren. Aber kaum 10 Kilometer weiter heiterte es immer mehr auf, bis schließlich die Sonne schien. Wir waren happy und der Tag konnte wie geplant ablaufen.

Als erstes nun ein Bild von einem Imkerwagen mit den Bienenvölkern. Wir hatten den Eindruck das die Imker in Armenien, ähnlich unseren Schäfern, mit ihren Völkern immer weiterziehen. So viele dieser Wagen haben wir vom Straßenrand aus sehen können.

Die Landschaft bis Jermuk ist traumhaft schön, aber das wisst ihr ja bereits. Ich kann es nur immer wiederholen. Wir müssen häufig stehen bleiben damit ich Bilder machen kann.  Schließlich erreichen wir das Arpatal, das ist  der Fluss der durch Jermuk fließt und in den auch der Wasserfall mündet. Der Fluss bildet auch eine tolle Schlucht.

Wir sind anschließend nach Jermuk hineingefahren und haben uns den Kurort angesehen. Er ist berühmt für seine warmen Mineralquellen. Mittlerweile gibt es auch einige mondäne Hotels.

Die Jermuk-Mineralwasser-Galerie, eine Arkade mit einzelnen Zapfhähnen für verschiedene Quellen, ist die meistbesuchte Sehenswürdigkeit der Stadt. Besucher füllen direkt an der Quelle kleine Becher und trinken vor Ort. Jeder Zapfhahn ist mit der chemischen Zusammensetzung und den angeblich zu behandelnden Beschwerden beschriftet. 

Die Kolonaden mit den unterschiedlichen Quellen zum Kuren haben wir auch gefunden und das Wasser probiert. Das Wasser hat eine Temperatur von etwa 40 Grad. Wir waren vom Geschmack nicht so angetan.

Bevor wir unsere nächste Unterkunft anfahren wollten, haben wir uns nach unserer Mittagspause überlegt noch etwas durch die kleineren Orte in den Seitentäler zu fahren und uns die schöne Landschaft und die tollen Blumenwiesen anzusehen. Den Duft und die Farben könnt ihr euch nicht vorstellen. Zu den Blumen gibt es auch reichlich Kräuter wie Thymian und Basilikum. Die Armenier pflücken die und trocknen sie. Daraus wird dann Tee und auch Gewürzmischungen hergestellt.

Leider ist es mit Wandern in Armenien etwas schwierig. Es gibt nur an wenigen Stellen ausgewiesene Wege. Da ist Georgien wesentlich weiter. Das hat uns Tatev bereits beim gemeinsamen Abendessen mit ihrer Familie in Gjumri erzählt.  Da wir gerne kleine Nebenstraßen fahren, bei denen man nicht so genau weiß wie und ob sie mit einem Geländewagen befahren werden können, sind wir häufiger Streckenabschnitte vor dem Befahren abgelaufen. Wir hatten keine Lust uns mitten in einer gottverlassenen Gegend festzufahren. Die gemütliche Tour durch abgelegene kleine Orte haben wir sehr genossen.

Unsere nächste Unterkunft ist das Green Stone B&B in Yeghegnadzor. Wir waren die einzigen Gäste. Das Essen war wieder ausgezeichnet und einen vom Hausherrn selbst gemachten Chacha gab es zusätzlich nach dem Abendessen. 


Das ist der Ausblick von unserem Zimmer Green Stone B&B. Hier haben wir bei einem Kaffee nach unserer Ankunft tatenlos und entspannt in die Gegend geschaut.

Morgen geht es über den Selimpass an den Sevansee.









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02. 07. Fahrt nach Dilijan

Unsere Reise geht weiter über die Berge zum Sevansee und dann nach Dilijan. Dort werden wir 2 mal übernachten. Die Fahrt durch die Berge war, wie gewohnt, sehr schön. Es ging über den Selimpass. Der hat eine Höhe von 2429 Metern. Dort hatten wir uns eine schöne Aussicht erhofft. Da lagen wir aber falsch. Der Pass war ziemlich flach, mehr eine Hochebene, und von Aussicht keine Spur. Auf dem Weg sind wir aber an einer schönen Kapelle vorbeigefahren und haben sie uns angeschaut.

Dann säumten Vulkane unseren Weg und einen Schichtvulkan in Vollendung konnten wir ebenfalls bewundern. Das ist ein Bild für die Geografiebücher in unseren Schulen. Es ist der Mt. Armaghan mit einer Höhe von 2829 Metern. Man muss dabei allerdings bedenken das wir bereits auf einer Höhe von fast 2000 Metern sind. Von diesen Vulkanen gibt es eine ganze Reihe, einer neben dem anderen. Manche erreichen eine Höhe von 3400 Metern.

Am Sevansee haben wir uns über den Friedhof Noratus führen lassen. Auf dem Friedhof befinden sich Khachkars (Kreuzsteine) aus mehreren Jahrhunderten, vom 10. bis zum 17. Jahrhundert. Die Stelen sind meist Grabsteine lokaler Adliger, Handwerker und Geistlicher; einige tragen Inschriften mit dem Namen des Bildhauers. Noratus gilt als die zahlreichste und am besten erhaltene Sammlung armenischer Grabkreuze im Land, mit über neunhundert katalogisierten Stücken. Die Erklärungen unseres Führers, obwohl nur auf armenisch bzw mit Händen und Füßen, waren sehr beeindruckend. Das hätten wir ohne ihn nicht so würdigen können. Die Khachkars mit der dazugehörenden Handwerkskunst sind UNESCO Weltkulturerbe. Es gibt heute nur noch sehr wenige Handwerker die diese Steinmetzkunst beherrschen.

 

Während unserer Besichtigung ist eine ganze Gruppe Overlander aus der Schweiz und Deutschland eingetroffen. Der Friedhof gehört zu den Hauptsehenswürdigkeiten in Armenien, entsprechend besucht ist er. Wir sind dann zur kleinen Kapelle Shor Gol in der Nähe weiter gefahren. Dort gab es keine Touristen. Die Kapelle ist sehr schön und da wir am Kloster Sevanawank wieder mit einem größeren Touristenandrang rechneten, haben wir an diesem schönen Ort unsere Mittagspause gemacht.Man hat auch einen schönen Blick auf den Sevansee.

Bevor wir Sevanawank besucht haben, haben wir auf dem Weg direkt am See dieses kleine Kloster Hajrawank besichtigt. Da es nicht so bekannt ist wie Sevanawank, waren auch viel weniger Touristen da, also genau richtig für uns.
Das Kloster Hajrawank ist ein Kloster der Armenischen Apostolischen Kirche auf einer felsigen Anhöhe in der Nähe des Dorfes Hajrawank am westlichen Ufer des Sevansees. Die kleine Kirche stammt aus dem späten 9. Jahrhundert. Sie hat einen kreuzförmigen Vierpass-Grundriss mit vier halbkreisförmigen Apsiden. 

Das Bild oben rechts zeigt das Buch der Liturgie für den Gottesdienst, bei den Katholiken wäre es das Messbuch. Danach ging es zum Kloster Sevanawank.

Die folgenden Bilder zeigen nun das Kloster Sevanawank. Und wir hatten richtig vermutet. Das Kloster war stark besucht. An einem Wochenende sollte man besser nicht hierhin fahren. Es liegt nur ca 100 Kilometer von Jerewan entfernt. Entsprechend schnell sind gewaltige Mengen an Reisebussen da.

Das Kloster Sevanawank, auf einer felsigen Halbinsel am Sevansee in Armenien gelegen, ist ein beeindruckendes Beispiel mittelalterlicher armenischer Baukunst. Ursprünglich war die Halbinsel eine Insel, vom Ufer durch klares, fischreiches Wasser getrennt. Ende des 8. Jahrhunderts ließen sich Mönche hier nieder und errichteten eine bescheidene Kapelle und Zellen. Aufgrund seiner günstigen Lage wuchs das Kloster im Laufe der Zeit: Mauern, Wachtürme, Kirchen und weitere Bauten kamen hinzu. 
Heute stehen nur noch zwei Tempel aus dem 9. Jahrhundert zwischen zahlreichen Khachkars. 

Aufgrund der vielen Menschen haben wir das Innere der Kirchen nicht besichtigt. Die Lage mit Blick über den See ist toll. Da kann man schon einmal die Menschen um sich herum vergessen. Ansonsten bietet der Sevansee Freizeitmöglichkeiten aller Art. Das ist dann eher etwas für jüngere Menschen. Schwimmen, Bootfahren und Surfen können wir auch in Deutschland. So sind wir am Seeufer entlang nach Dilijan zu unserer nächsten Unterkunft, dem Gasthaus Toon Armeni, weitergefahren. Dilijan liegt in einem der waldreichsten Gebiete Armeniens in einem Nationalpark.





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03. 07. Besichtigungen rund um Dilijan

Heute wollten wir zum Informationszentrum der Nationalparkverwaltung bei Dilijan gehen und uns ein paar Wanderempfehlungen  abholen. Wir brauchten eine Zeit bis wir das richtige Gebäude und das richtige Zimmer gefunden hatten, denn beschriftet war nichts und Karten hatten die auch keine. Wir fanden aber schließlich einen Menschen der Englisch verstand und uns etwas empfehlen konnte. Er zeigte uns auf einer Karte den Trailhead. Etwas zum Mitnehmen gibt es nicht. Die kleine Tour wollten wir dann auch machen, wenn wir den Startpunkt finden. Richtig vorbereitet auf wanderwillige Menschen sind die hier noch nicht. Nur an wenigen Stellen gibt es ausgeschilderte Wanderrouten. Zuerst kommt allerdings ein Bild unserer Unterkunft, dem Toon Armeni in Dilijan. Es ist wieder eine sehr schöne Unterkunft.


Nach dem Frühstück  wollten wir uns als Erstes aber gerne das Kloster Hargatsin ansehen, denn heute ist Freitag und unsere Erfahrung ist es das am Wochenende die Klöster ziemlich frequentiert sind. Und Hargatsin soll eine beliebte Hochzeitskirche sein. Wir waren recht zeitig da und die Menschenmenge hielt sich in Grenzen. So gefällt uns das. Die Klostergründung geht bis ins 10. Jahrhundert zurück. Die Klosteranlage ist allerdings gut renoviert worden.

Das Kloster hat 3 Kirchen und diese wiederum kleine Seitenkapellen. In einer dieser Kirchen fand gerade ein Gottesdienst statt, mit viel Weihrauch und reichlich Gesang. Die Liturgie wird fast ausschließlich gesungen, sowohl vom Priester als auch von einer Vorsängerin. Ein Gottesdienst kann mehrere Stunden dauern und Bänke gibt es nicht. Da sollte man schon Proviant mit in den Gottesdienst nehmen. Das zweite Bild oben zeigt das Refektorium, den Speisesaal des Klosters. Den kann man auch für Hochzeiten mieten.

Das Kloster beherbergte einst rund 300 Mönche, und sein Refektorium ist mit seinen 12 Stützsäulen, die die 12 Apostel repräsentieren,eine architektonische Besonderheit. Der Besuch dieses Klosters hat sich auf jeden Fall gelohnt. Es ist eine imposante Anlage, wunderschön gelegen. 


Unser nächstes Vorhaben für heute sollte die vom Ranger der Nationalparkverwaltung empfohlene kleine Wanderung sein. Sie führt an einem Bach entlang und dann auf einen Berg zur Klosterruine Matosavank.  Eine Abstellmöglichkeit für unser Auto am Startpunkt haben wir zum Glück auch gefunden. Diese Wanderung hatte den Charme das sie ausschließlich durch Wald führte, denn in der Sonne ist es uns schon häufig zu warm. 

Das Kloster wurde im 13. Jahrhundert gegründet. Heute ist es verlassen. Die Gebäude sind weitgehend zerstört und das Areal ist überwachsen. Es hat aber einen besonderen Spirit. Die Klosterruine liegt auf gut 1200 Metern. Das Kreuz fanden wir besonders sehenswert. Beeindruckend ist auch das dort immer noch Menschen hin pilgern, Kerzen anzünden, beten und singen. So etwas habe ich bei uns noch nicht gesehen.

Wieder im Tal zurück, haben wir unsere Mittagspause gemacht und dabei überlegt was wir am Nachmittag noch unternehmen können. Da sind wir in unserem Reiseführer auf das Kloster Goshavank in der Ortschaft Gosh gestoßen. Da es nur 30 Kilometer entfernt war, war das noch gut am Nachmittag zu schaffen. Hier war es deutlich voller, aber da sind wir mittlerweile schlimmeres gewohnt.

Eingebettet in die malerischen Wälder Armeniens, ist das Kloster Goshavank ein beeindruckendes architektonisches Meisterwerk und ein geschätztes spirituelles sowie kulturelles Zentrum aus dem Mittelalter. Es wurde Ende des 12. Jahrhunderts von dem bedeutenden Juristen, Schriftsteller und Mönch Mkhitar Gosh gegründet und diente als Zentrum für Bildung und Kunst.  Das folgende Bild zeigt die Skulptur des Klostergründers. Er ist auch in der Klosterkirche begraben worden.

Das war wiederum ein gelungener Tag mit vielen Besichtigungen und auch einer Wanderung. So lieben wir es, denn wir denken das für uns diese Abwechslung zwischen fahren, wandern und immer wieder den direkten Kontakt mit der Bevölkerung eine Reise ausmacht. So können wir zufrieden in unsere Unterkunft zurückfahren. Das Toon Armeni hat auch ein gutes Restaurant in dem wir unser Abendessen in Ruhe genießen können.

Der Nationalpark rund um Dilijan ist sehr waldreich. Das hat uns gut gefallen. Im Süden und Osten Armeniens sieht es anders aus. Da gibt es viel Gras. Das kennen wir eher aus der Steppe der Mongolei. Morgen heißt es Abschied nehmen und es geht zu unserer letzten Station in Armenien, nach Haghpat immer an der "Straße der Klöster" entlang. 



 

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04. 07. Fahrt über die Klosterstraße nach Haghpat

Nach dem Frühstück haben wir uns vom Gasthaus Toon Armeni verabschiedet. Hier hat es uns sehr gut gefallen, eine sehr empfehlenswerte Unterkunft. Das folgende Bild zeigt das Restaurantgebäude.


Wie ihr der Überschrift entnehmen könnt, geht es heute über die Klosterstraße nach Haghpat. Das bedeutet das wir uns einige Klöster, zum Teil auch Ruinen angesehen haben.  Dabei ging es wieder durch eine sehr schöne Landschaft. Zum ersten Kloster Hnevank mussten wir von der Hauptstraße abbiegen und es ging eine gute dreiviertel Stunde über übelste Schotterpisten. Gut das wir einen Geländewagen fahren, denn es geht dabei auch steil den Berg hinauf. Zwischenzeitlich konnte ich den folgenden Schmetterling fotografieren. Ich weiß zwar nicht was es für einer ist, aber Schmetterlinge gibt es hier jede Menge. Hier wird wahrscheinlich wenig Gift versprüht, denn intensive Landwirtschaft wie bei uns haben wir noch nicht gesehen. Schließlich sind wir an der Klosterruine Hnevank angekommen.

Hnevank bedeutet „Altes Kloster“. Die Ursprünge des Klosters gehen auf das 7. Jahrhundert zurück. Heute ist es größtenteils eine Ruine, die teilweise wieder aufgebaut wurde. Wir waren überrascht wie viele Menschen sich dort befanden, so weit ab von jeglicher Zivilisation. 3 LKW-Ladungen Mensch haben wir gezählt. So etwas ist in Deutschland garantiert nicht erlaubt.

Nun mussten wir die ganze Holperstrecke bis zur Hauptstraße wieder zurückfahren. Nach der Anstrengung haben wir in einem kleinen Cafe' erst einmal eine kleine Kaffeepause eingelegt und ein paar kleine Probierflaschen armenischen Brandy eingekauft. Neben Aprikosen ist Armenien auch für seinen ausgezeichneten Brandy bekannt. Dann ging es weiter zum nächsten Kloster Odzun.  Die herrliche Landschaft hat uns die ganze Strecke begleitet.

Jetzt ging es in die Debedschlucht. Der Fluss Debed ist weit mehr als ein Fluss: Er ist die Lebensader des Nordens Armeniens und der rote Faden eines der kulturell reichsten Reisewege im Kaukasus. Entlang seines Laufs, zwischen senkrechten, waldbedeckten Schluchtwänden, reihen sich mittelalterliche Klöster, historische Dörfer und Naturlandschaften aneinander. Nach den Canyons und Wadis im Oman konnte sie uns nicht begeistern. Sie ist schön aber auch durch eine Reihe Bausünden aus der Sowjetzeit verschandelt. Das ist allerdings unsere persönliche Meinung. Die Bilder zeigen natürlich nur die schönen Seiten der Schlucht.

Dann erreichten wir das Kloster Odzun, hoch auf einem Plateau der Region Lori gelegen, ein steinerner Zeuge der frühen Christenheit in Armenien. 
Die Hauptkirche des Komplexes ist eine in Armenien seltene Kuppelbasilika, die ihr eine besondere architektonische Bedeutung verleiht. Obwohl nur wenige schriftliche Quellen über die Gründung existieren, datieren Forscher das Bauwerk sicher ins 6. Jahrhundert. 
Als wir eintrafen fand gerade eine Trauung statt, sodass wir nicht in die Kirche konnten. Es ist ein sehr schönes Kloster und gut erhalten.

Nun ging unsere Fahrt weiter durch die Debedschlucht zum letzten Kloster für heute, dem Kloster Sanahin. Das Kloster Sanahin wurde im 10. Jahrhundert gegründet und war ein bedeutendes religiöses und kulturelles Zentrum des mittelalterlichen Armeniens. Der Name „Sanahin“ bedeutet übersetzt „dies ist älter als das andere“ und verweist vermutlich auf das nahegelegene Kloster Haghpat. Sanahin war nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein wichtiges Zentrum für Wissenschaft und Bildung. Die Klosterschule zog Gelehrte und Künstler an, die hier Manuskripte kopierten und wertvolle Werke der armenischen Literatur schufen. Das Kloster ist heute Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Diese Besichtigung war unser Highlight des Tages.

Das Kloster gehört zu den schönsten und wichtigsten Klöstern in Armenien. Entsprechend war auch der Besucherandrang. Es waren weniger Touris sondern sehr viele Einheimische. Es verblüfft uns sehr wie viele Menschen in ihrer Freizeit zu Klöstern fahren, Kerzen anzünden und beten, auch Jugendliche. Durch die Debedschlucht geht es weiter zu unserer nächsten Unterkunft, dem Gasthaus Kefilyan in Haghpat.

Das letzte Bild zeigt die Aussicht von unserem Zimmer über die Debedschlucht. Unser Zimmer und das Abendessen waren wieder sehr gut.










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Themenstarter299 Beiträge · seit 201626. Okt. 2026 ·

05. 07. Fahrt nach Sighnaghi (Georgien)

Nach dem Frühstück sind wir von unserem Hotel aus zum Kloster Haghpat gefahren. Da das Kloster nur knappe 3 Kilometer vom Hotel entfernt liegt, waren wir früh da, vor den ganzen Touribussen. Heute ist ja Sonntag und da wird bestimmt wieder ein reger Besucherandrang herrschen. So konnten wir uns das Kloster mit nur wenigen Besuchern zusammen ansehen. Hier kann man in einer Kirche im Altarbereich noch ein paar schöne Fresken sehen. Die Kirchen sind innen ziemlich dunkel, viel Beleuchtung gibt es da nicht.  Das macht fotografieren nicht einfacher. 

Das Kloster Haghpat entstand im späten 10. Jahrhundert während der Herrschaft der armenischen Bagratiden-Dynastie. Diese Ära erlebte einen kulturellen und wissenschaftlichen Aufschwung, an dem Haghpat maßgeblich beteiligt war. Mönche gründeten das Kloster als religiöses Zentrum, in dem sie nicht nur beteten, sondern auch wissenschaftliche und literarische Arbeiten vorantrieben. Der Name „Haghpat“ bedeutet auf armenisch etwa „starke Mauer“ oder „festes Dach“. Dies spiegelt die robuste Bauweise und die symbolische Stärke des Klosters wider, das als Schutz- und Zufluchtsort in der Region diente. 

Das Bild rechts ist die letzte Landschaftsaufnahme aus Armenien. Ich habe es vom Kloster Haghpat aus gemacht. Die meisten Klöster liegen ja auf einem Berg mit einer tollen Aussicht.

Dann ging es weiter zum Grenzübergang Sadakhlo. An der armenisch - georgischen Grenze müssen die Mitfahrer immer aussteigen und zu Fuß in Seitengebäuden die Grenzformalitäten erledigen. Ich bin mit dem Auto über die Grenze. Das hat dieses Mal gut und schnell geklappt, nur Friederike hatte Pech. Vor ihr war eine Gruppe Asiaten bei denen es wohl Probleme mit den Papieren gab. So musste ich auf sie warten ohne zu wissen was los ist. Es hat dann doch noch alles geklappt und wir konnten unsere Fahrt in Georgien fortsetzen. 

Ich hatte morgens bereits meine armenische SIM-Karte wieder gegen die georgische getauscht, sodass wir das letzte Stück in Armenien, wie früher, mit analoger Karte gefahren sind und wir konnten es noch. Wir verreisen immer noch mit einer gedruckten Karte als Sicherheit. Das Navi hat schon einige Male versucht uns über seltsame Wege zu führen. Das checken wir dann auf  der Karte gegen und entscheiden uns gegebenenfalls anders.

In Georgien haben wir als erstes das Nonnenkloster Bodbe besucht. Das Kloster ist sehr schön, auch die Außenanlagen. Innenaufnahmen waren nicht erlaubt, hätten aber auch keinen Sinn gemacht, da wegen Renovierung ein Gerüst in der Kirche aufgebaut war. Zwei Aufnahmen habe ich dann doch heimlich mit meinem Handy gemacht, da in dieser Kirche auch die heilige Nino begraben sein soll und das Grab wollte ich denn doch fotografieren. Hier gab es auch wieder mehr Touristen.

Das Kloster Bodbe ist ein georgisch-orthodoxes Kloster im Dorf Bodbe in der Region Kachetien. Der Legende nach ruht hier die Heilige Nino, die das Christentum nach Georgien brachte. (Bild rechts) Die ursprüngliche Kirche geht auf das 4. Jahrhundert zurück, die heutige Bausubstanz stammt aus dem 9. Jahrhundert. Im Mittelalter bot das Kloster georgischen Königinnen Zuflucht. Der Klosterkomplex umfasst mehrere Gebäude – Kirche, Glockenturm und eine Quelle, deren Wasser heilende Kräfte zugeschrieben wird. Vom Klostergelände eröffnet sich ein beeindruckender Blick ins Alazani-Tal. 

Vom Kloster Bodbe sind wir in das wenige Kilometer entfernte Sighnaghi gefahren. Sighnaghi ist mit 1500 Einwohnern eine der kleinsten und gleichzeitig eine der meist besuchten Städte Georgiens. Sie wird auch „Stadt der Liebe“ genannt, da sie für Hochzeiten sehr beliebt ist. Die Stadt besitzt eine gut erhaltene Wehrmauer-
Diese ist 4 Kilometer lang und 10 bis 15 Meter hoch. Der untere Teil der Mauer ist 1,5 Meter und der obere 0,7 bis 0,8 Meter breit, wobei durch den Breitenunterschied ein Gehweg über die Wehrmauer geschaffen wurde. Ein Spaziergang über die Wehrmauer ist sehr schön und bietet tolle Ausblicke in die Umgebung.
In die Mauer sind 23 runde Wehrtürme integriert, die in unterschiedlicher Entfernung voneinander liegen.
Die Stadt hat 6 bogenförmige Stadttore. Außer ein paar nette Gassen und der Kirche gibt es allerdings nicht viel zu sehen. Ein Kurzbesuch lohnt sich trotzdem. 

Unsere heutige Unterkunft ist das Lost Ridge Inn ein reiner Ökobetrieb mit eigener Brauerei in der Nähe von Sighnaghi. Dort werden wir gleich zu Abend essen und dabei ein leckeres selbstgebrautes Bier trinken. Die brauen hier sehr herbe Palebiere. Wir sind gespannt. Nach dem armenischen und georgischen Wein in letzter Zeit freue ich mich zur Abwechslung auf ein gutes Bier. 

Morgen geht es nach Tuchetien wieder in den hohen Kaukasus über den Abanopass. Es ist einer der gefährlichsten Gebirgspässe der Welt. Die Passhöhe beträgt mehr als 2900 Meter. Wir haben aber einen Fahrer gebucht der uns mit unserem Auto nach Omalo fährt und auch wieder zurück bringt.


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zuletzt bearbeitet 26. Okt. 2026
Themenstarter299 Beiträge · seit 2016gestern 15:01 ·

06. 07. Fahrt nach Omalo

Im Lost Ridge Inn wurde für uns extra früh um 8 Uhr bereits Frühstück gemacht. Wir hatten darum gebeten da uns laut Reiseplan eine 5 - 7 stündige Fahrt über den Abanopass nach Tuchetien in den kleinen Ort Omalo angekündigt war und wir ja noch zum Treffpunkt mit unserem Fahrer vorab nach Kvemo Alvani fahren mussten. In einem kleinen Ort vor Kvemo Alvani war anscheinend Schlachtag, denn an den Straßenrändern wurden ganze Schweineteile verkauft, einfach so. Da hat auch noch keiner etwas von Kühlkette gehört und es ist kaum zu glauben, die Menschen leben immer noch. 😉

In Kvemo Alvani angekommen hat es mit unserem Fahrer auf Anhieb geklappt. Nach ein paar Kilometer normale Straße ging es dann auch in die Berge. Ich kann euch sagen, schon nach relativ kurzer Zeit waren wir froh nicht selber fahren zu müssen.

Der legendäre Abano Pass mit seinen vielen Haarnadelkurven und senkrechten Abhängen, ist Georgiens berüchtigste Passstraße und eine der höchsten befahrbaren Strecken im Hohen Kaukasus. Obwohl die Straße über den rund 2.826m hohen Abano Pass jedes Jahr verbessert wird, gehört sie immer noch zu den anspruchsvollsten und gefährlichsten Strecken des Landes. Das war der Grund weshalb wir uns einen Fahrer für die Hin- und Rückfahrt über den Pass gebucht haben. Das hat uns zusätzliche 60,-€ gekostet. Wir fanden das es gut angelegtes Geld war, denn selbst bei gutem Wetter ist das nur eine Piste für geübte Allradfahrer. Für wagemutige Reisende mit passendem Fahrzeug gehört der Abano Pass definitiv zu den „Must Sees“ Georgiens – ein Abenteuer, das man so schnell nicht wieder vergisst!

Bald kam auch schon die erste Stelle an der wir warten mussten bis die Straße frei gebaggert war. Es bildete sich ein kleiner Stau in beide Richtungen. Und es fing auch noch an kräftig zu regnen. Viele Tuchen verbringen den Sommer in ihren Häusern in den Bergen und jetzt ist Frühling und sie beziehen diese Häuser so nach und nach.

Die Piste schlängelt sich durch einen dichten, grünen Laubwald und folgt dem rauschenden Stori Fluss. Immer wieder gibt es Engstellen; einmal fährt man sogar unter einen kleinen Wasserfall hindurch, genannt die Tuchendusche. Nach ca. 14km erreicht man die erste kleine Schlüsselstelle. Ab hier schraubt sich die Piste immer weiter durch den Wald empor. Mit dem Regen wurde auch der Nebel immer dichter. 

Nach insgesamt rund 31km ab Lechuri erreicht man die erste große Haarnadelkurve des Abano Passes. Ab hier schraubt sich die Piste in insgesamt 7 engen Serpentinen am steilen Berghang nach oben. Dies ist der berühmteste Abschnitt der Strecke: enge Kehren und fast senkrechte, über 500m tiefe Abhänge – definitiv nichts für schwache Nerven! Fotos der tödlich Verunglückten kann man am Wegesrand erkennen. Irgendwann sind wir durch die Überreste des letzten Wintereinbruchs Ende Mai gefahren. Schließlich sind wir auf der Passhöhe bei über 2826 Metern angekommen. Statt einer guten Aussicht konnte man die eigene Hand vor Augen kaum sehen und es war schweinekalt. Aber es gab eine Hütte in der man Kaffee und Kuchen kaufen konnte. Hier haben wir eine kurze Pause eingelegt, denn unser Fahrer brauchte ab und zu eine Zigarettenpause.

Auf der nordöstlichen Seite geht es anschließend fast genauso weiter wie auf der südlichen Seite: die Straße schlängelt sich in vielen, vielen Kurven und Serpentinen ins Tal. Der Abhang ist hier zwar nicht so tief, die Piste ist jedoch in einem schlechteren Zustand und stellenweise sehr ausgewaschen und steil (vor allem in den Haarnadelkurven). 
Bevor man nach insgesamt rund 57 anstrengenden Kilometern das kleine Dorf Omalo erreicht, den Hauptort der wilden Tusheti Region, schraubt sich die Schotterpiste erneut über ein paar enge Serpentinen auf das Felsenplateau, auf dem das Dörfchen liegt. 

Das Foto zeigt unsere Unterkunft, das Hotel Tsetse in der Nähe von Omalo. Der Regen ließ jetzt etwas nach, sodass wir trockenen Fußes unser Zimmer beziehen konnten. Die Unterkunft ist sehr einfach und gehört unserem Fahrer und seiner Familie. Wir fanden es gemütlich und das Essen war gut. Strom gibt es nur über Solarmodule und duschen konnte man nur nach 17:00 Uhr da es dann erst warmes Wasser gab. Stromleitungen in die Berge gibt es nicht, da die Masten durch Schnee- und Gerölllawinen immer wieder zerstört werden. Da nur wenige hundert Menschen dort ständig leben, wären die Kosten für den Unterhalt der Stromleitungen viel zu hoch.

 Das ist unsere Unterkunft für die nächsten 3 Tage in Tuchetien. Friederike packt unsere Rucksäcke. Da wir immer nur wenige Tage bei unseren Rundreisen am gleichen Ort bleiben, haben wir uns angewöhnt die Koffer im Auto zu lassen und nur das was wir brauchen in unserem Daypack mit ins Haus zu nehmen und natürlich auch die Fotoausrüstung.
Die folgenden Fotos zeigen die Aussicht von unserem Hotel Tsetse auf die Berge im Hohen Kaukasus und unser Auto nach der Passüberquerung. 

Morgen werden wir Omalo und den Kaukasus Richtung russische Grenze erkunden.


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