27. 06. Fahrt nach Jerewan
Auf Empfehlung von Tatev sollten wir heute Morgen vor unserer Weiterfahrt noch unbedingt den Markt besuchen. Wir haben es gemacht, fanden den in Kutaissi wesentlich größer und vielfältiger, aber solche Lebensmittelmärkte kann man sich immer wieder ansehen und einkaufen wollten wir ohnehin. Es ging uns in erster Linie um Aprikosen. Armenien ist das Land der Aprikosen. Der botanische Name ist daher auch Prunus armeniaca. Da steckt das Wort Armenien bereits drin. Die sind unglaublich lecker und etwas größer als die die man bei uns zu kaufen bekommt. Wir entdeckten auch einen Fladenbecker, der den traditionellen Lavash herstellte und haben auch direkt zugeschlagen. Wie man sehen kann passierte das nicht mehr in einem herkömmlichen Backofen sondern mit einer modernen Fladenbackmaschine. Für den Fladen haben wir 120 Armenische Dram bezahlt, das sind 30 Cent und 8 Aprikosen haben 90 Cent gekostet. Unser Mittagessen war gesichert. Zusammen mit Schafskäse ist das für uns immer wieder ein Genuss.




Von Gjumri aus führte unser Weg nach Jerewan über das geistige Zentrum Armeniens Etschmiadsin, dem Vatikan der armenisch, apostolischen Kirche und Sitz des Katholikos, deren Papst. Auf unserer Fahrt sind uns immer wieder eine Menge Storchennester mit bis zu 4 Vögel darin aufgefallen.

Die Stadt Etschmiadsin, nur wenige Kilometer von Jerewan entfernt, ist eines der bedeutendsten historischen und geistigen Zentren Armeniens. Diese alte Stadt ist berühmt für ihre reiche Geschichte, die uns bis in ferne Zeiten zurückführt, als hier der erste christliche Tempel der Welt gegründet wurde - die Etschmiadsin-Kathedrale, die im 4. Jahrhundert erbaut wurde. Dieses architektonische Meisterwerk zieht auch heute noch viele Pilger und Touristen an, die das geistige Erbe Armeniens kennen lernen wollen.
Das Gelände umfasst die Kathedrale, mehrere kleinere Kapellen, den Palast des Katholikos und ein Museum für religiöse Kunst mit geschnitzten Khachkaren (Kreuzsteine), illuminierten Manuskripten und Reliquien. Der Museumseintritt ist kostenpflichtig; Kathedrale und Gärten sind frei zugänglich. Dieser ganze Bereich gehört zum UNESCO - Weltkulturerbe. Es ist eine
beeindruckende Anlage. Leider kann man auch hier von der Hauptkirche keine Innenaufnahmen machen.




Das Bild zeigt das Hauptportal zur großen Kathedrale oben.


Neu ist eine große unterirdische Kathedrale.


Etschmiadsin fanden wir sehr beeindruckend. Dann ging es weiter nach Jerewan.
Nach einem längeren Stau sind wir gegen 14:00 Uhr in unserem Hotel Silk Road eingetroffen. Wir haben eine kurze Mittagspause gemacht, denn gegen 17:00 Uhr wurden wir schon zur Stadtbesichtgung abgeholt. Jerewan hat uns nicht begeistert. Geschichte und Kultur sind sehr interessant und es gibt bestimmt auch tolle Museen, aber an Baudenkmälern gibt es nicht sehr viel. Toll sind natürlich die Kaskaden mit dem Denkmal "Mutter Armenien" als Abschluss. Die Kaskaden wurden von einem reichen amerikanischen Armenier finanziert, der auch für den Skulpturenpark drumherum verantwortlich ist. Verehrt wird auch sehr Charles Aznavour, der sehr viel, vor allen Dingen auch finanziell für das Land getan hat. Es sieht so aus das im Ausland lebende reiche Armenier ihre Heimat nicht vergessen.
Jerewan, mit etwa 1,1 Millionen Einwohnern, ist eine der ältesten Städte der Welt. Die facettenreiche Millionenmetropole, die wegen der Farbe ihrer Häuser den Beinamen „Pink City“ trägt, liegt auf etwa 1.000 Meter Höhe im Kleinen Kaukasus. Im Stadtbild vermischen sich mittelalterliche Kirchen, Klöster, Museen und Bauwerke aus unterschiedlichen Epochen mit Gebäuden der Moderne. Europäische Einflüsse sind genauso wahrzunehmen wie der "Sowjet-Charme" vergangener Zeiten. Das Zentrum der Stadt rund um den Platz der Republik lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden. Das linke Bild zeigt das Gebäude indem das armenische Parlament tagt, das Bild rechts zeigt eine Villa an der Straße an der auch das Parlament und der Präsidentenpalast liegt. Vor der Sowjetzeit wohnten in diesen Gebäuden viele Künstler und einflussreiche armenische Bürger und Geschäftsleute. Wenn man diese Straße entlangeht, kommt man automatisch zum Platz der Republik, dem Zentrum Jerewans.







Das Bild oben zeigt das Opernhaus, links einen Brunnen mit Märchenfguren.
Unsere Stadtbesichtigung endete am Platz vor den Kaskaden. Unsere Guide hat uns eine Menge zur armenischen Geschichte und die Entwicklung Jerewans erzählt. Dann wurde es langsam dunkel, sodass wir zu unserem Hotel zurück mussten. Die Kaskaden konnten wir nur von außen begutachten. Falls wir morgen noch Zeit haben sollten, werden wir auch die Kaskaden besteigen und sie von innen besichtigen. Da wir keine Lust hatten den Weg zum Hotel im Dunkeln zu gehen, sind wir ein Stück mit der U-Bahn gefahren. Die hat nur 4 oder 5 Stationen. Da kann man sich nicht verfahren.
Im Hotel Silk Road konnte man auch kleinere Gerichte als Dinner bekommen. Nach der Lauferei bei der Stadtbesichtigung waren wir froh nicht noch in ein Restaurant zu müssen. Die Terrasse mit Innenhof war sehr gemütlich, sodass wir draußen sitzen konnten, denn es war auch abends noch ziemlich warm.



































































