Mittwoch, 25. März 2026
Zwischen grünen Hügeln und alten Steinen
Heute ist unser großer Tag - wir verlassen Fès und werden das erste Mal außerhalb einer Stadt in Marokko unterwegs sein. Wie wird es wohl sein?
Ausnahmsweise können wir heute schon um 7: 20 Uhr frühstücken und bedauern sehr, dass wir es nicht ausgiebig genießen können. Unsere Tour nach Volubilis und Meknès beginnt schon um 8:00 Uhr und der Treffpunkt mit unserem Guide liegt ca. 5 Minuten von unserem Riad entfernt. So früh sind die Gassen noch ruhig und die klare Morgenluft und der Sonnenschein lassen sie in einem warmen Licht erscheinen.



Freudestrahlend erwartet uns Mohamed am vereinbarten Treffpunkt gegenüber der Pharmacie Amine. Wir begrüßen uns, steigen in einen komfortablen Minivan und los geht`s. Nordwestlich fahren wir aus der Stadt raus und Mohamed beginnt sofort uns ein paar Sehenswürdigkeiten entlang der Straße zu erklären.



Bab Segma
An einer Tankstelle wird das Fahrzeug noch aufgetankt und kleine Wasser für den Tag besorgt. Der Verkehr hält sich in Grenzen, generell ist Fés viel ruhiger als Marrakesch, wo wir jetzt im September waren. Kaum aus der Stadt raus, sehen wir auch schon die erste Polizeikontrolle - wir werden durchgewunken. Solche Kontrollen passieren wir heute noch mehrmals.
Endlich haben wir Fés weit hinter uns gelassen und sind überrascht, wie grün die Landschaft hier ist. Mohamed erzählt uns viel über Land und Leute und die Landwirtschaft der Gegend: neben Oliven, Gemüse wie Kartoffeln und Zwiebeln und Getreide werden auch Weinreben angebaut. Der rund um Meknès produzierte Wein wird zum großen Teil exportiert, aber auch in Marokko verkauft. In der Öffentlichkeit ist das Trinken von Alkohol verboten, aber in Restaurants, Hotels und Riads wird er den Kunden angeboten. Wir haben ihn auch schon probiert , er schmeckt wirklich gut.
Die Bodenbearbeitung der Felder erfolgt meist noch traditionell mit Esel und Pflug.


An einem Lookout Point halten wir an und blicken auf den Barrage Sidi Chahed, ein Staudamm am Fluss Qued Mikkès. Er dient der Trinkwasserversorgung und der umliegende Landwirtschaft. Seine Wasserfläche bildet einen schönen Kontrast zur grünen Hügellandschafft. Ein paar Händler haben ihre Verkaufsstände mit Souvenirs und Obst aufgebaut, doch Mohamed warnt uns aufgrund der zu hohen Preise dort etwas zu kaufen. Das hatten wir sowieso nicht vor ...



Während der Weiterfahrt sehen wir auch ein paar andere Tiere als immer nur Esel ...


Dann sehen wir Volubilis in der Ferne und Mohamed hält für ein Foto an.

Bei Ankunft an der archäologischen Ausgrabungsstätte gut erhaltener Mosaike und Bauwerke der römischen Antike, erklärt uns Mohamed die Anlage und verabschiedet sich bis später. Wir besorgen die Eintrittskarten und nehmen den Weg vorbei an Olivenbäumen zu den Ruinen.




Volubilis ist eine sehr weitläufige Anlage und so wir schlendern wir gemütlich bei herrlichem Sonnenschein durch die römischen Ruinen. Wir hatten keine große Erwartungen an die Ausgrabungsstätte und sind sehr positiv überrascht. Es ist beeindruckend sich vorzustellen, dass dieser Ort einst von Römern bewohnt wurde.

Capitol

Basilika

Triumphbogen





Da wir uns in Volubilis so viel Zeit genommen haben, fahren wir durch den Ort nur durch. Dass wir nicht aussteigen, ist gar nicht weiter tragisch, denn in dem Ort tummeln sich jede Menge Touristen.




Am Ende des Ortes geht es eine Straße mit spektakulärem Blick über die fruchtbare Ebene hinunter ins Tal.

