Den internationalen Fahrzeugschein habe ich, ich konnte aber im gesamten südlichen Afrika noch niemanden finden, der damit auch nur das Geringste anfangen konnte. Den Original Fahrzeugbrief, der dein Eigentum über das Auto verbrieft, würde ich um nichts in der Welt auch nur in die Nähe des Autos bringen. Meiner befindet sich, ebenso wie die amtlichen Original-Kennzeichen, nicht mal auf dem gleichen Kontinent.
Ein internationaler Führerschein wird zwar gern mal von der Police verlangt, aber da dieser ja quasi immer letzen Monat abgelaufen ist (meiner so vor ca. 10 Jahren), ist er eh niemals gültig, wenn man ihn alle paar Jahre mal braucht. Ich habe ihn daher seit langem durch eine beglaubigte Übersetzung meines guten alten "rosa Lappens" ersetzt - beide komplett ohne Ablaufdatum. Das hat bislang immer seinen Zweck erfüllt. Von Angola bis Südafrika, von Namibia bis Mozambique.
Ich würde mir ohnehin reichlich Kopien aller Dokumente griffbereit ins Auto packen, und die Originale auch bei Behördenkontakten äußerst sparsam und überlegt einsetzen, da sie sehr gern erst mal als Pfand einbehalten werden. Besonders gut funktionieren beglaubigte Kopien mit einem bunten Stempel drauf, bis vor kurzem und vielleicht auch heute noch bei namibischen Polizeistationen erhältlich (geht angeblich nicht mehr).
Dein Gegenüber ist zwar niemals happy mit der Kopie, aber eventuell vergisst er im Rahmen der dann folgenden Diskussion ja, weshalb er dich eigentlich angehalten hatte (in zwei von drei Fällen). Genau genommen hat meine originalen Dokumente in den letzten Jahren niemand gesehen, da sie sich immer gerade "im Safe" befinden und ich da leider nicht so einfach dran komme. Und ohne erst ausgiebig zu frühstücken und vier Kaffee vorher zu trinken, sowieso gar nicht. Ausnahme: an den Landgrenzen braucht es natürlich den Reisepass und das Carnet (bei Verlassen der SACU) im Original, mehr aber auch nicht.