Botswana u. Namibia im Dezember u. Januar / Auswahl der Route und Camps

5 Antworten · 461 Aufrufe · gestartet 20. Aug. 2026 von SimonK
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Themenstarter3 Beiträge · seit 202620. Aug. 2026 ·
Hallo liebe Community, 

begeistert lesen wir seit einiger Zeit eure vielfältigen und begeisterten Berichte von 4x4 Reisen durch Namibia und Botswana. Nach Südafrika im vergangenen Jahr geht es nun nach Namibia und Botswana. 

Aktuell planen wir (4 Personen mit einem 4x4) eine insgesamt 30-tägige Rundreise von Mitte Dezember bis Mitte Januar ab Windhoek. 

Die ersten 10 bis 12 Tage soll es durch Botswana gehen. 

Neben Stopps im Moremi möchten wir noch Nxai Pan und Chobe in unsere Route mit einbauen. 

Was uns etwas Sorge bereitet sind die Straßen und Wege zu dieser Jahreszeit. Man liest und sieht die unterschiedlichsten Dinge - eine vorhersage gibt es natürlich nicht. Unsere Hoffnung auf gute (Straßen)-Verhältnisse ruht auch ein wenig auf den wahrscheinlich stattfindenden El Nino - ob der Dezember weitestgehend trocken bleibt? Wir werden sehen. 

Aktuell planen wir kurz vor Weihnachten im Moremi zu sein. Wir haben uns bewusst dagegen entschieden durch das Moremi in Richtung Savuti zu fahren und möchten lieber "außenrum" fahren und über Kasane wieder in den Chope einfahren. Auch als Campsite haben wir lieber Xakanaxa als Third bridge gewählt. Die Bilder von extremen Wasserdurchfahrten im Dezember möchten wir ungern selbst erleben. 


Wie sieht es mit euren Erfahrungen zu dieser Jahreszeit aus? Habt ihr noch Tipps oder Ratschläge die wir auf keinen Fall vergessen sollten?


P.S. sobald wir zurück sind, werde ich von unseren Erfahrungen berichten :) 


Für eure Antworten im voraus vielen lieben Dank

Simon 


Das Bild entstand im Januar 2026 im Kruger als dieser sprichwörtlich abgesoffen ist. 





zuletzt bearbeitet 20. Aug. 2026
33,1k Beiträge · seit 200620. Aug. 2026 ·

"Wie sieht es mit euren Erfahrungen zu dieser Jahreszeit aus? Habt ihr noch Tipps oder Ratschläge die wir auf keinen Fall vergessen sollten?"

Unbedingt, z. B., das Euch 40, 45 Grad nichts aussmachen sollen, dass ihr flexibel sein müsst falls es regnet (was es leider aber nicht soll - Super El Nino sei dank), es Hauptreisesaison im südlichen Afrika ist (lange SOmmerferien) und v. a. die Südafrikaner Camping in Botswana und Namibia lieben.

Wenn ihr es aber alles auf Euch zukommen lasst, dann werdet ihr einen schönen Urlaub verbringen. Ich würde mich aber nicht eben darauf verlassen, dass ihr an Tag X einen der wenigen Campingplätze in den beliebten Nationalparks Botswanas bekommt usw.

Viele Grüße aus WIndhoek

Christian


Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter3 Beiträge · seit 202621. Aug. 2026 ·

Hallo Christian,

vielen Dank für deine Antwort und den Input. Wir packen auch mal noch unsere aktuelle Reiseroute dazu, um noch bzgl. weiteren Fragen konkreter werden zu können.

Wir freuen uns auf Feedback und Verbesserungsvorschläge zu unseren Gedanken / Reiseplänen / Fragen.

Unsere Gedankengänge/Fragen:

Start der Reise mit Botswana, damit die Regenzeit nicht noch ein paar Wochen weiter fortgeschritten ist.

Keine Fahrt durch Moremi nach Savuti / Chobe, um den schlimmsten Straßenverhältnissen zu entgehen (oder sollte das lieber spontan vor Ort entschieden werden?). Zusatzinfo: das ist unsere erste Reise mit einem 4x4.

Fahrt „außenherum“ und Besuch von Nxai Pan / Makgadikgadi Pans NP aufgrund der Jahreszeit. Kann jemand etwas darüber berichten, ob zu dieser Zeit (Mitte Dezember) die Wanderungen der Tiere von Norden nach Süden bereits angefangen haben? Oder ist das vollständig vom verfügbaren Regen/Wasser abhängig? Sollte man falls der El Nino wirklich so stark sein sollte und es recht trocken bleibt, lieber Moremi/Chobe statt die Pans priorisieren oder ist beides zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert?

Aufgrund deines Feedbacks zur Flexibilität: Ist es somit empfehlenswert die Unterkünfte spontan zu buchen mit dem Risiko, dass man ggf. auf Unterkünfte außerhalb der Nationalparks ausweichen muss? Oder sollte man trotzdem nach grobem Zeitplan bereits Camps vorbuchen, die man dann ggf. vor Ort zeitlich verschieben muss? 

Darf man mit dem Plan mehrere Tage im Moremi/Chobe verbringen zu wollen einfahren, ohne dass man eine Buchung für einen Campingplatz hat?

In Botswana zahlt man für jeden Tag, den man im Nationalpark verbringt, Eintrittsgebühren pro Person. Ist es daher für Parks, in denen man nur 1 Nacht verbringen möchte (Game Drive abends und morgens), wert, die Mehrkosten von 2 Tagen zu tragen, um im NP zu schlafen oder ist es genauso gut machbar außerhalb zu schlafen und einen vollen Safaritag im NP zu verbringen?

Wir haben davon gelesen, dass die Kosten für die Nationalparks in Botswana seit April 2026 angehoben wurden. Moremi und Chobe von 270 Pula auf 500 Pula und die restlichen Parks von 190 Pula auf 380 Pula. Hat jemand aktuelle Informationen, ob die Erhöhung verschoben wurde, wie in diesem Link (https://moremipark.com/entry-fees/) beschrieben?


Liebe Grüße

Simon 

zuletzt bearbeitet 21. Aug. 2026
Themenstarter3 Beiträge · seit 202621. Aug. 2026 ·

Ganz grobe Reiseroute (wir haben noch keine Unterkunft gebucht, sondern nur den Flug):

Datum Übernachtung

14.12. Abflug DE

15.12. Windhoek 

16.12. Ghanzi 

17.12. South Gate (Moremi)

18.12. Xakanaxa (Moremi)

19.12. Xakanaxa (Moremi)

20.12. Khwai 

21.12. Maun 

22.12. Nxai Pan 

23.12. Nxai Pan 

24.12. Makgadikgadi 

25.12. Nata 

26.12. Kasane 

27.12. Savuti 

28.12. Savuti 

29.12. Kongola  / Kwando 

30.12. Divundu 

31.12. Grootfontein  / Tsumeb 

01.01. Etosha NP

02.01. Etosha NP

03.01. Etosha

04.01. Privater Aufenthalt bei Freunden

05.01. Privater Aufenthalt bei Freunden

06.01. Damaraland

07.01. Damaraland

08.01. Swakopmund 

09.01. Swakopmund 

10.01. Sesriem

11.01. Sesriem

12.01. Windhoek

13.01. Abends Abflug

4'130 Beiträge · seit 200823. Aug. 2026 ·

Moin, SimonK,


deinen Fragen kann man entnehmen, dass du dich schon sehr intensiv mit deiner Reise befasst hast. Das ist schon mal gut. Allerdings sieht man auch, dass es nicht so einfach ist, die vielen Information ohne Erfahrung passend einzuordnen. Das ist ja auch normal.


Du schreibst unter Gedankengänge/Fragen:

„• Keine Fahrt durch Moremi nach Savuti / Chobe, um den schlimmsten Straßenverhältnissen zu entgehen (oder sollte das lieber spontan vor Ort entschieden werden?).“ 

Das kann man zwar so machen und so begründen, ist aber Quatsch, denn deine geplanten Strecken nach Nxai Pan, Makgadikadi (Westen) und insbesondere Kachikau-Savuti u. retour! sind ebenso anspruchsvoll/teilweise anspruchsvoller als Mababe-Savuti, - und das willst du lieber auslassen... 


„Zusatzinfo: das ist unsere erste Reise mit einem 4x4.“

Und dann als erste Reise tiefsandige Tracks durch die Wildnis, - ohne jegliche 4x4 Erfahrung könnte der Botswana-Teil etwas unentspannt und arbeitsintensiv werden (Auto freibuddeln). Es sei denn du suchst grad diese Art Reiseerlebnis. Ist aber bei 40°C eher spaßfrei. Vielleicht einen kleinen Crashkurs für Geländefahrten machen? Dann wäre es vor Ort dahingehend relaxt.

Empfehlung: Rechne deine Strecken mal zeitlich durch (T4A, hier unter: Know-How/Karten, da stehen die Fahrzeiten neben den Strecken. Bedenke: Addiere mind. 10% Zeit.). Dann siehst du auch, ob sich die Tagesfahrzeit bzw.km mit deinen sonstigen Wünschen (Gamedrives...) vereinbaren lässt. 


 „… Flexibilität: Ist es somit empfehlenswert die Unterkünfte spontan zu buchen mit dem Risiko, dass man ggf. auf Unterkünfte außerhalb der Nationalparks ausweichen muss? Oder sollte man trotzdem nach grobem Zeitplan bereits Camps vorbuchen, die man dann ggf. vor Ort zeitlich verschieben muss?“ 

Kurzfristig verschieben? Keine Option. Damit rechnen kann man nur off-season. In der Saison gilt allgemein: Entweder bucht man und hält sich dran oder die Buchung ist weg. Die sind ja mitunter ziemlich stramm ausgebucht, in den SA-Ferien sowieso. So ist es... Diesem "Problem" muss sich jeder stellen, egal ob erfahren oder nicht.. Es gibt da einfach keine generelle Empfehlung, es kommt immer auf die konkrete Situation an und darauf, was das Individuum für sich als wichtig entscheidet. Allein ist Flexibilität und gute Information generell hilfreich. Mit Buchungen Du bist für die Gegend spät dran,☹️ …so um die 8 Monate.🙂 (das soll nicht heißen, dass man es nicht versuchen sollte, es ist ja auch immer mal etwas in Bewegung... bei denen) – In der Green Season ist das anders, aber auch da nur mit Flexibilität und dem entsprechenden Buchungsgerödel und ggf. 1-2 Tage "Wartezeit"/Routenänderung…). 


„• Darf man mit dem Plan mehrere Tage im Moremi/Chobe verbringen zu wollen einfahren, ohne dass man eine Buchung für einen Campingplatz hat?“

Nein. Du musst entsprechende Übernachtungs-Buchung(en) haben, sonst kriegst du die Einfahrtserlaubnis nur für einen Tag. Evtl. hast du ja die Möglichkeit etwas passendes am Gate zu buchen, - unwahrscheinlich, dass es eine Wunschcampsite ist. Da muss man dann flexibel sein...  

 

„• In Botswana zahlt man für jeden Tag, den man im Nationalpark verbringt, Eintrittsgebühren pro Person. Ist es daher für Parks, in denen man nur 1 Nacht verbringen möchte (Game Drive abends und morgens), wert, die Mehrkosten von 2 Tagen zu tragen, um im NP zu schlafen oder ist es genauso gut machbar außerhalb zu schlafen und einen vollen Safaritag im NP zu verbringen?“

Genauso gut? Wer soll das für dich beurteilen. Es kommt darauf an, was man vorhat. Will man das Kerngebiet vom Moremi erkunden, ist das Außerhalb-Übernachten die ungünstigste Option. Aber man muss nicht zwingend in das Kerngebiet, auch am Rand des Moremi kann es sehr spannend und schön sein.  Es kommt immer darauf an wo man ist. 

Und, zur Frage, ob irgendetwas es wert ist/es sich lohnt? Denk daran: Nur man selber gibt dem, was man dort erlebt einen Wert. Und dementsprechend organisiert man sich seine Reiseroute. Das ist individuell sehr verschieden.

 

„• Wir haben davon gelesen, dass die Kosten für die Nationalparks in Botswana seit April 2026 angehoben wurden. Moremi und Chobe von 270 Pula auf 500 Pula und die restlichen Parks von 190 Pula auf 380 Pula. Hat jemand aktuelle Informationen, ob die Erhöhung verschoben wurde…“

Haben die neuen Namibia Visagebühren einen Einfluss auf deine Reiseroute? Welchen Einfluss könnte eine geplante/staatgefundene Erhöhung der NP Fees auf eure Reiseroute haben? Für die paar Tage NP ist das im Gesamtbudget keine wesentliche Differenz. 

 

Zwei Anmerkungungen:

- Die Strecken a. Ghanzi-South Gate, b. Savuti-Kongola sind sehr ambitioniert. Es macht auch nicht so wirklich Sinn, NP Fee und die teureren Campsites zu zahlen, wenn man nicht einmal einen ausgiebigen Nachmittags-Gamedrive um das South Gate herum machen kann und b. Savuti ohne ausgiebigen Morning Gamedrive verlassen muss, wenn man auf der Strecke nach Kongola nicht in die Dunkelheit kommen will. Wie du richtig bemerkt hast, zahlt man immerhin für den ganzen Tag, - da wäre es doch gut das auch  zu nutzen, also seine Einfahrts- und Ausfahrtszeiten danach richtet – und seine Route entsprechend berechnet. Bei deinen langen Kilometer-Abschnitten vergeudest du bisher aber deine Möglichkeiten, die NPs, die du bezahlt hast, voll auszukosten.

- Wenn du den kleinen Schritt machst und dafür sogst, dass du zuvor einige 4x4 Kenntnisse/Erfahrungen erlangst (spez. Tiefsandfahren), könntest du deine Routenführung freier/sinnvoller gestalten. 

Weiterhin erfolgreiche Planung.

Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 23. Aug. 2026
Themenstarter3 Beiträge · seit 2026gestern 11:14 ·
Hallo @lilytrotter,


vielen Dank für deine ausführlichen Informationen!


Viele Grüße

Simon