Namibia Ersttäter - Routenplanung mit 3 Kindern
erst mal herzlich willkommen!
Man sieht, dass du dir schon etliche Gedanken gemacht hast und die Route sieht nicht schlecht aus.
Dennoch einige Anmerkungen:
Ich habe früher auch immer bei namibischen Vermietern gebucht, buche aber seit Jahren bei billiger Mietwagen und co. Auf deiner Route brauchst du eigentlich keinen 2. Ersatzreifen. Wagenheber ist überall dabei, aber prüfen, ob es der richtige ist. Der hauptsächliche Nachteil bei den Internationalen ist, dass du keinen Kühlschrank erhalten kannst, jedenfalls soweit mir bekannt ist. Vorteil ist dagegen außer dem Preis, dass du umfassende Versicherungen wählen kannst, was zumindest meiner Vollkaskomentalität mehr entgegenkommt. Ich habe bei Dertour dieses Jahr im September für Fortuner, allerdings 2x4 , weniger als 1200€ für 22 Tage bezahlt. 2x4 reicht auch für eure Route. Ihr solltet nur darauf achten, dass die hinteren Klappsitze ausgebaut sind, sonst könnte es mit dem Gepäck knapp werden.
Bezüglich des Kühlschranks nehmen wir immer so ne faltbare Kühltasche mit und lassen in den Lodges 4 halbliterflaschen Wasser einfrieren und nutzen die als Kühlakkus.
Zur Route:
Zwischen WDH und Sossousvlei brauchst du keine Zwischenübernachtung. Ich würde dennoch die Kalahari einbauen. Aber vergiss nicht: in Namibia kommt es nicht auf den stundenschnitt an. Der Weg ist das Ziel.
Mein Vorschlag:
1 N WDH
2 N Kalahari, z.B. Jansen oder Anib
2 N Sossousvlei
3 N Swakop
2 N Erongo, Omandumba o.ä.
5 N Etosha, wobei ich eher Okaukuejo 2 N und Halali 1 N machen würde. Das Wasserloch in Halali ist einen ordentlichen Fußmarsch von den Bungalows entfernt. Mit 7 jährigen stelle ich mir das eher beschwerlich vor, vor allem, wenn man mehrmals hinläuft, weil nix los ist. Und ich werfe noch mindestens 1 Nacht vor dem Anderson Gate in den Ring. Die Camps im Park sind wahrlich nicht der Renner.
Dann bleiben noch 4-5 Tage. Okonjima ist halt sehr teuer, wie wäre es mit 2 Tagen Frans Indongo?
Oder nochmal irgendwo 1 Nacht verlängern, um mal durchzuschnaufen.
Viel Spaß beim Planen
Boris
nur eine Anregung zum Nachdenken. 5 Nächte Etosha bedeutet 5 Tage im Auto sitzen. Man kann in Etosha mit 3-4 Ausnahmen norgendwo aussteigen. Meine Kinder (jetzt 10 und 13) labgweilen sich nach einem halbten Tag Tiere gucken aus dem Auto in Etosha. Natürlich könnt ihr mal einen halben Tag am Pool verbringen oder so, aber wirklich gemütlich und schön sind die Unterkünfte IN Etosha eben auch nicht.
Mir fehlen in Eurer Unterkunftsplanung vor allem Gästefarmen, für die Namibia bekannt isr und die vor allem auch bei Kindern sehr beliebt sind. Da würde z. B. Vreugde als Alternative zu Okaukuejo für 2 Nächte sinnvoll sein. Aber es gibt natürlich noch mehr Gästefarmen auf Euren Routen.
Viele Grüße
Christian
wir haben mit einer gemischten Camping/Lodge Tour mit unseren Dreien (11, 13 und 15 ) die schönsten Erlebnisse gehabt. Ein bischen Abenteuer und Lagerfeuerromantik auf den Campgrounds und dann wieder Verwöhntage am Pool in einer Lodge sind in der Gesamtrechnung und vom Erlebniswert nicht zu unterschätzen. In Halali ist der Campgrund auch wesentlich dichter am Wasserloch.
Im Budget geht es gut auf und die Action beim Dachzelten ist ein gute Abwechselung zum Autositzen.
Unser Favorit für den Mietwagen ist immer ein lokaler Anbieter. Eine kleiner Batterieschaden in Etosha war nach 6 Stunden behoben. Die Anbieter sind dort super vernetzt.
Beste Grüße und weiterhin viel Spaß bei der Planung.
Vosta
auf jeden Fall über den Spreetshogte ( weiß nie ob 2 e oder 2 o) Pass. Am einfachsten geht das, wenn man nach Rehoboth rechts abbiegt. Den Straßennamen weiß ich grad nicht. Man kommt an Namibrand vorbei.
Grüßle Boris
boris schrieb:Hi,auf jeden Fall über den Spreetshogte ( weiß nie ob 2 e oder 2 o) Pass. Am einfachsten geht das, wenn man nach Rehoboth rechts abbiegt. Den Straßennamen weiß ich grad nicht. Man kommt an Namibrand vorbei.
Grüßle Boris
Beides, zwei e und zwei o :-) Gebaut von Herrn Spreeth, Hoogte ist die Höhe in Afrikaans.
boris schrieb:auf jeden Fall über den Spreetshogte ( weiß nie ob 2 e oder 2 o) Pass. Am einfachsten geht das, wenn man nach Rehoboth rechts abbiegt. Den Straßennamen weiß ich grad nicht. Man kommt an Namibrand vorbei.
Drei "e" und zwei "o".
Ich würde über den Kupferberg-Pass fahren. Da geht der Asphalt nach ca. 25 km in Piste über und man hat gleich das Gefühl, in Afrika zu sein und es ist kaum Verkehr. Es gibt dann eine Abzweigung nach Süden und man fährt über Namibgrens zum Spreetshoogte.
Gruß
Wolfgang
| Nach | Übernachtung | Camping/Lodge | KM | Fahrzeit |
| WDH | (21:30-07:30) | |||
| Windhoek | ? | L | 25 | |
| Kalahari | Bagatelle | C | 300 | 03:00 |
| Kalahari | Bagatelle | C | 0 | |
| Sesriem | Desert Quiver | L | 330 | 03:45 |
| Sesriem | Desert Quiver | L | 0 | |
| Swakopmund | The Stilz | L | 350 | 04:15 |
| Swakopmund | The Stilz | L | 0 | |
| Swakopmund | The Stilz | L | 0 | |
| Erongo | Ai Aiba | L | 195 | 02:20 |
| Erongo | Ai Aiba | L | ||
| Damaraland | Mowani | C | 235 | 03:30 |
| Damaraland | Mowani | C | ||
| Sophienhof | L | 225 | 02:45 | |
| Etosha | Okaukuejo | L | 125 | 01:30 |
| Etosha | Okaukuejo | L | ||
| Etosha | Halali | C/L? | 70 | 01:20 |
| Etosha | Mushara | L | 90 | 02:00 |
| Etosha | Mushara | L | ||
| Okonjima | Okonjima | C | 340 | 03:30 |
| Windhoek | Windhoek Game Camp | L | 210 | 02:30 |
| Windhoek (4Y 20:30) | 25 | 00:40 | ||
MUC Ankunft (4Y 06:30) |
EvaMare schrieb:Platzmäßig müsste es klappen und von Savannah habe ich bereits 2 Angebote erhalten.Einmal den Ford Ranger sowie den Toyota Landcruiser, jeweils mit 2 Dachzelten. Der Aufpreis des Landcruiser liegt bei 600€ für 20 Miettage.Hat hier jemand eine Empfehlung oder Tipp welches Auto in Bezug auf Familientauglichkeit und Platzangebot mehr bietet? Für unsere geplante Strecke sollten die Offroad Fähigkeiten der Wägen ohnehin kein Thema sein.
Ich fahre seit ca. 10 Jahren einen Ford Ranger und hatte in Südafrika mal für vier Wochen einen Land Cruiser.
Für eure Anforderungen würde ich jederzeit den Ranger wählen. Der fährt sich deutlich PKW-ähnlicher und hat eine direktere Lenkung. 4x4 lässt sich im Bedarfsfall einfacher zu- und vor allem abschalten.
Das Platzangebot dürfte sich kaum unterscheiden. Zu den höheren Kosten für den Land Cruiser kommt noch der deutlich höhere Spritverbrauch und wenn ihr den als Saugdiesel bekommen solltet, kommt der auch kaum vom Fleck. Für schwieriges Gelände wäre er natürlich die bessere Wahl.
Gruß
Wolfgang
ich finde die Route und auch die 5 Tage nach Swakopmund absolut rund und würde das genauso machen. Bei der Spitzkoppe wäre das Spitzkoppe Cabin Camp evtl. eine Option (auch über booking buchbar).
Viel Spaß bei der weiteren Planung und viele Grüße,
Andrea
tolle Route habt ihr ausgesucht.
Zum Thema Camping im Dachzelt, ich weiß nicht wie Camping erfahren ihr seit und euch macht es vielleicht auch nichts aus. Wir waren dieses Jahr im April in Namibia (Süden) mit Dachzelt unterwegs und hatten leider eine Zeit erwischt in der es abends und nachts sehr kalt und windig wurde (niedrigste Temperatur war 6°C). Da macht halt dann campen nicht mehr so richtig Spass, Vorallem liegt man dann halt um 8 Uhr im Dachzelt dick eingemümmelt.
Also auf jeden Fall dicke Jacke mitnehmen und versuchen sich möglichst früh zu verpflegen wenn es noch einigermaßen warm ist.
Bei uns war es die 1. Campingreise und wir mussten erst lernen, dass man sehr einfallsreich werden muss, um mit dem Gaskocher bei Wind einigermaßen was zu Essen zu bewerkstelligen oder halt auf "kalte Küche" ausweichen.
Im Übrigen kann ich The Stilz sehr empfehlen, wir haben uns dort sehr wohl gefühlt. Von der Little 5-Tour waren wir sehr begeistert, dass macht bestimmt auch Kindern viel Spass.
Ihr plant von Sesriem nach Swakopmund mit 4,25 Std., dass ist sportlich, vor allem die Straße alles andere als gut zu befahren, dass reinste Wellblech, wir sind vor 2 Jahren ebenfalls diese Strecke gefahren und haben insgesamt mit kurzer Pause 6,5 Std. benötigt. Ein Teilstück der Straße sind wir dieses Jahr im April gefahren und auch da war die Straße immer noch sehr schlecht. Die meiste Zeit war unsere Geschwindigkeit so 60-70 km/h.
Eure Aufteilung im Etosha finde ich gut, Okaukuejo hat ein wirklich tolles Wasserloch, wo in eurer Reisezeit bestimmt einiges los ist. Die Unterkünfte halt sehr einfach, wir waren zufrieden, ebenfalls mit dem Essen, auch wenn man im Forum oft nur schlechtes liest.
Viel Spass bei eurer weiteren Planung
Viele Grüße
Monika
EvaMare schrieb:Mietwagen hab ich hier im Forum eindeutig die Empfehlung hin zu einer lokalen Vermietung vernommen. Primär wegen der besseren Ausstattung für die Strassen Namibias. (2. Reifen, generell Offroad Reifen, größerer Tank, Wagenheber etc.). Da wir jedoch keinerlei wirklichen Offroad Fahrten planen hadern wir doch noch etwas mit den 1300€ Aufpreis.Check24 liegt bei ca. 2000€ mit Premium Schutz (Toyota Fortuner 4x4), zu 3300€ bei Namibia2Go. Der Hilux Double Cab liegt jeweils bei einigen hundert Euro mehr. Savannah und Asos liegen preislich etwas unter Namibia2Go.
Dazu gibt es als Lodge-Reisender mit Standard-Tour auch eine Alternativstrategie:
Internationaler Vermieter z.B. Europcar. Dort die hohe Klasse buchen, also Toyota Fortuner 4x4. Relativ früh in der Saison fahren (Sommerferien).
Dann hast du mit 90%iger Sicherheit ein neues Auto mit deutlich unter 20k km Laufleistung. Die Reifen sind auch noch gut. Sicherheitshalber kontrollierst du die pingelig. Einen zweiten Reifen brauchst du dann nicht. Sollte dir einer kaputt gehen, würde ich den allerdings umgehend ersetzen. Kontrollier auch das Reserverad und lass dir zeigen, wie man es herablässt und dass das auch funktioniert.
Das Komplett-Versicherungspaket der internationalen Vermieter erspart die pingelige Kontrollen bei der Abgabe. Verwechsel es aber auf keinem Fall mit deutschem Vollkasko-Schutz. Den bietet dort keiner. Kauf dir beim ersten Einkaufen ein Besen/Kehrblechset und fege das Auto vor der Abgabe aus. Dann sparst du dir Reinigungsgebühren. Unterwegs ist es auch schön, wenn man das Auto mal säubern kann. ;-)
So hab ich das bisher 7 mal erfolgreich gemacht. Reifenpanne hatte ich eine einzige. Die kam dadurch zustande, dass ich mir einen dicken Eisennagel im Etosha auf einer WC-Anlage in Renovierung eingefangen habe. Pech bzw. Blödheit. Fahr nie zu nah an eine Baustelle. ;-)