nana76Themenstarter156 Beiträge · seit 200923. Mai 2013 ·
27.04.2013 Für heute ist ein Ausflug zum Palmarium geplant. Es erstreckt sich über ca 50 ha und liegt zwischen dem See Ampitabe und dem indischen Ozean. Abends hatten wir im Buschhaus schon in Erfahrung gebracht, daß man zu Fuß am Strand entlang laufen kann, entschieden uns dann aber bequemerweise doch für den Bootstransfer, da wir die nicht ganz so leichte Kameraausrüstung dabei hatten. Es gab aber vorher noch ein wirklich leckeres Frühstück mit so kleinen Rosinenbrötchen/Muffins. Mjam Mjam!
Am Palmarium angekommen werden wir auch schon von den ersten Lemuren begrüßt. Auch ein wunderschönes Chamäleon sitzt direkt im ersten Baum.
Ein Roter Vari springt mir auf die Schulter und markiert erst mal sein Revier. Eins meiner absoluten Lieblingsbilder ! 😊 Mein Gesichtsausdruck muß wohl etwas irritiert gewesen sein. Ich bin aber wirklich froh, daß ich nur mit etwas flüssigem getauft wurde 😉 Aber Kuschelig weich sind sie! Die Tierchen sind wirklich zutraulich und stibitzen des Öfteren auch mal etwas vom Frühstückstisch der anderen Gäste. Beim Fressen legen sie immer wieder den Kopf in den Nacken, um auch ja nichts vom leckeren Saft der Früchte zu verlieren. Kronenlemuren sehen wir auch.
Nach einer ausgiebigen Fütterung der Lemuren geht es dann mit unserem Guide los. Immer wieder versucht er die Pelztiere anzulocken. Unterwegs finden wir Frösche, wilden blauen Kaffee,
Vanille, bunte Pilze, große und kleine Schnecken, am Strand Tausendfüßler,
hübsche hellblaue Frösche mit goldenen Füßen und Augen
Ich will sofort in den Flieger springen! Och menno, bei uns ist erst für Oktober 2014 wieder Madagaskar geplant, und dann soll es ja auch in den Osten gehen. Das Palmarium habe ich auch schon auf meiner Liste.
Was für schöne Frösche Ihr dort auch gesehen habt! Wow. Und die roten Varis, allerliebst!
Ähm, ich wurde in Andasibe auf Lemurs Island auch von einem Braunen Lemuren angekackert. Aber irgendwie konnte man die recht trockenen Köttel gut wieder vom Rucksack absammeln... 😗
nana76Themenstarter156 Beiträge · seit 200923. Mai 2013 ·
Synchronabhängen:
Zwischendurch fängt es plötzlich an wie aus Kübeln zu schütten. Aber unser Guide weiß Rat :
Als wir beim Restaurant wieder ankommen, erwarten uns dort auch schon die Sifakas.
Mit dabei ein junges, ca 3-4 Monate alt.
Das hätte ich am liebsten in meinen Rucksack gepackt und mitgenommen. Herzallerliebst!!
Durchs viele wandern hungrig geworden, gibt es dann leckere Pommes.
Rückblickend gesehen würde ich beim nächsten Mal direkt im Palmarium übernachten, denn die Lemuren hätte ich noch stundenlang beobachten können. Das Buschhaus war auch absolut in Ordnung, der Service sehr gut und das Essen lecker, aber so hautnah an den Lemuren zu sein, find ich einfach unschlagbar.
Abends entdecken wir dann auch unser Hausstier – ein wunderschöner, großer grüner Madagaskartaggecko, der unser Badezimmer bewohnt. Ich hoffe er vernichtet alle Moskitos!
Zum Buschhaus ist noch zu ergänzen, daß der Strom morgens und abends für einige Stunden angestellt wird.
Krass, die Indris mal aus Augenhöhe zu sehen. Wir haben sie im Andasibe ja nur von unten beobachten können, wie sie hoch in den Bäumen hängen. Bei Euch sehen sie ja noch knuffiger aus!
Hallo Nana, so schöne Frösche habe ich auch gesucht, aber nicht gefunden 🙁 Sehr schöne Bilder - auch von den tollen Lemuren. Rote Varis, wow, ich glaube Madagaskar sollte man nicht von der Reisewunschliste streichen, es gibt noch soooo viel zu entdecken. 🤩 🤩 Ich freu mich schon drauf, wie es bei Euch weitergeht.
LG, BriZA
nana76Themenstarter156 Beiträge · seit 200924. Mai 2013 ·
erdferkel schrieb:Krass, die Indris mal aus Augenhöhe zu sehen. Wir haben sie im Andasibe ja nur von unten beobachten können, wie sie hoch in den Bäumen hängen. Bei Euch sehen sie ja noch knuffiger aus!
Ich fand das Erlebnis absolut unschlagbar und die Indris so knuffig! Man konnte echt in Augenhöhle auf Tuchfühlung gehen. Aber dazu war ich ein wenig gemein 😊 und hab die Banane mit der einen Hand festgehalten und mit der anderen Hand fotografiert.
nana76Themenstarter156 Beiträge · seit 200924. Mai 2013 ·
BriZA schrieb:es gibt noch soooo viel zu entdecken. 🤩 🤩 Ich freu mich schon drauf, wie es bei Euch weitergeht.
Da hast Du absolut Recht. Ich möchte so gerne noch die Kattas sehen, die Tsingys, die Baobab Allee, das Hochland, den Anja Park, die Bischofsmütze und und und (die mir gerade so spontan einfallen) 😁 Da gibt es noch jede Menge Potential für Urlaube 😗
Leider gibt es nicht mehr ganz so viele Fotos aus Madagaskar, obwohl noch ein paar Tage übrig sind.
nana76Themenstarter156 Beiträge · seit 200924. Mai 2013 ·
28.04.2013
Heute geht es wieder weiter. Nach Frühstück, Kofferpacken und dem Erwerb von einigen hübschen Dosen-Autos geht es mit dem Boot bei Sonnenschein und Schäfchenwölkchen über den Canal de Pangalanes nach Tamatave. Wir bekommen leckere Baguettes als Wegzehrung mit. Diese Art zu Reisen finde ich sehr schön, nur das Geräusch des Motors stört ein wenig die Idylle.
Am Flussufer stehen kleine Kinder, die uns mit „salut Vazha“ begrüßen. Richtung Tamatave zieht sich der Himmel leider immer mehr zu und es fängt wieder an zu regnen. Aber unterwegs sehen wir ein paar Eisvögel, leider bin ich immer zu langsam mit dem fotografieren. Wunderschöne Tiere. Zwei Stunden dauert die Fahrt bis Tamatave. Im Hafen wartet bereits Henri auf uns.
Im Reiseführer hatte ich von einem botanischen Garten Ivoloina gelesen, der ca. 10 km nördlich von Tamatave liegt und da es noch früh ist, frage ich Henri, ob er uns dort hinfährt. Gesagt, getan. Die Straßen werden immer schlechter, so viele Schlaglöcher habe ich selten gesehen. Der Garten liegt an einem Fluss und es leben dort unterschiedliche Lemurenarten frei aber auch in Gefangenschaft. Es gibt auch Aye-Ayes, die man bei einer speziellen Nachtwanderung besuchen kann. Die Einrichtung ist seit einiger Zeit auch Zentrum für Workshops und Bildungsmaßnahmen zum Thema Umwelt- und Naturschutz. Dort kann man auch das rekonstruierte Ei des ausgestorbenen Elefantenvogels sehen, wirklich riesig!
Danach bringt Henri uns in unser Hotel. Dieses ist sehr neu und noch nicht lang eröffnet. Da es noch hell draußen ist, beschließen wir noch ein wenig zu Fuß die Stadt zu erkunden. Es ist Sonntag und hier scheint gerade Kirmes/Volksfest zu sein. Aber wir kommen nicht weit. Plötzlich gibt es einen Wolkenbruch und wir sind innerhalb von Sekunden bis auf die Unterhose klatschnass. Eine halbe Stunde laufen wir durch die Gegend, aber da es nicht absehbar ist, daß der Regen aufhört, beschließen wir umzudrehen und freuen uns auf eine heiße Dusche. Danach suchen wir das Restaurant des Hotels auf und beobachten das Nachtleben von Tamatave. An der Bar sitzen recht spärlich bekleidete Damen mit Highheels neben europäischen? Herren während im Hintergrund Fußball läuft. Die Pizza schmeckt sehr gut und wir verschwinden recht früh ins Bett, da es morgen sehr früh los geht zum Flughafen Richtung Maroantsetra.
nana76Themenstarter156 Beiträge · seit 200926. Mai 2013 ·
Eine Vorwarnung: Personen mit Flugangst sollten die nächsten beiden Abschnitte besser nicht lesen.
Ihr verpasst auch keine Fotos 😉
29.04.2013 Sehr früh klingelt heute der Wecker. Denn um 08:20 Uhr geht der Flug nach Maroantsetra. Soll er zu mindestens gehen und wir dann gegen 09:35 Uhr in Maroantsetra landen. So ist es eigentlich geplant. Henri holt uns sehr früh ab und bringt uns sicher um Flughafen. Hier sind wir die ersten und es ist absolut noch nichts los. Nach und nach trudeln die Leute ein und wir können einchecken. Wir verabschieden uns ganz herzlich von Henri, denn hier trennen sich unsere Wege. Er macht sich auf den Weg zurück nach Antananarivo, wo er mit seiner Familie wohnt. Er ist ein wirklich sehr sympathischer Mensch und wir haben uns immer wohl bei ihm gefühlt.
Wir sitzen dann zwischen vielen Madagassen in der Wartehalle und ich schäkere mit einem kleinen jungen Mann, der sich noch recht unsicher, aber auf zwei Beinen zwischen den Stühlen bewegt. 🙂 Mit seinen vier Schneidezähnen grinst er immer wieder in unserer Richtung. Und dann plötzlich habe ich den kleinen Mann bei mir auf dem Schoß sitzen. 🤪 Seine Tante hat ihn dort hin gesetzt. Seine Familie beobachtet gespannt, wie er wohl reagiert. Aber die große weiße Frau ist ihm nicht so ganz geheuer 😣 und so windet er sich schnell wieder von meinem Schoß. Wir warten und warten. Irgendwann gegen 10 Uhr können wir dann endlich ins Flugzeug einsteigen. Mit zwölf anderen klettern wir in die kleine Propellermaschine mit dem Klappsitzen. Der kleine Junge mit seiner Mutter kommt auch mit. Das Flugzeug startet und ich lese ein wenig während des Flugs. Irgendwann stupst mich mein Mann an, schaut mich mit großen Augen an und deutet auf den linken Propeller. Der steht! 🤩 Mir wird ganz anders und ich drücke die Hand meines Mannes. Allgemeine Unruhe breitet sich im Flugzeug aus, als dies die anderen Fluggästen auch bemerken. Einige der Passagiere übergeben sich und der Priester, der vor mir sitzt, fängt an zu beten. Der kleine Junge schläft zum Glück auf dem Schoß seiner Mutter. Eigentlich befanden wir uns schon im Sinkflug auf Maroantsetra, aber der Pilot zieht die Maschine wieder hoch. Ich denke mir nur, gut, daß ich nicht hier alleine im Flugzeug sitze, sondern dass mein Mann bei mir ist. Und daß bitte, bitte der andere Propeller nicht auch noch ausfällt.
nana76Themenstarter156 Beiträge · seit 200926. Mai 2013 ·
Wir fliegen weiter und weiter. Keiner sagt etwas. Eine Stewardess, die man fragen könnte, gibt es nicht. Nach einer dreiviertel Stunde springt zum Glück der Propeller wieder an 🤨 und alle atmen spürbar auf. Wir gehen wieder in den Sinkflug und ich überlege schon, ob wir jetzt auf einem Reisfeld oder im Urwald landen werden. 😣 Mir fällt ein Hinkelstein vom Herzen, als wir endlich wieder Erde unter den Flugzeugreifen haben. Und ich sehe sogar ein Flugzeuggebäude. Nur steht da Antalaha dran und nicht Maroantsetra. 🙄 Und ich weiß leider auch, dass es keine direkte Straßenverbindung zwischen Antalaha und Maroantsetra gibt, sondern „nur“ den Masoala Trekk. 😵 Wir steigen also aus dem Flugzeug, bekommen Transitkarten ausgehändigt und warten im Flugzeuggebäude auf die Dinge, die da kommen. Mit im Flugzeug saß auch eine Frau mit ihrem Sohn aus der Schweiz, die ebenfalls den Masoala Nationalpark besuchen möchte. Wir unterhalten uns über das gerade erlebte und sind uns einig, dass wir das Flugzeug eigentlich nicht mehr betreten möchten, 🤩 aber wohl keine andere Wahl haben, wenn wir unser Ziel noch zeitnah erreichen möchten. Eine halbe Stunde warten wir im Flughafengebäude, dann heißt es plötzlich es geht weiter. Wir steigen wieder in die Maschine und fliegen nun ohne weitere Zwischenfälle endlich nach Maroantsetra. 🤪 Hier kommen wir dann mehr drei Stunden später als eigentlich geplant an. Nach Vorlage unseres Gepäckabschnittes bekommen wir dann auch endlich von einem Flughafenmitarbeiter unsere Gepäck ausgehändigt und werden mit einem recht klapprigen R4 in die Stadt gebracht. Dort werden wir von Giuseppe, dem Manager der Tampolodge begrüßt. Er klärt uns darüber auf, daß es derzeit im Masoala Park sehr viel regnet und er uns auch in Maroantsetra unterbringen könnte, wenn wir möchten. Hier regnet es aber auch. 😛 Außerdem sei die Überfahrt zur Lodge zu diesem Tageszeitpunkt jetzt deutlich schwieriger, da die Tide jetzt viel höher sei und der indische Ozean deutlich rauer. Die Bootsfahrt kann zwischen ein bis drei Stunden dauern, je nach Meeres- Wind und Wetterverhältnissen. Derzeit eher 2 Stunden. Wenn wir fahren möchten, würden wir fahren, ansonsten würden wir eine Nacht in der Stadt verbringen und es dann am nächsten Morgen versuchen. Mein Mann und ich beraten uns kurz, möchten aber unbedingt in den Masoala Nationalpark. Jetzt hatten wir schon so einen Flug auf uns genommen, da möchten wir unbedingt den Nationalpark kennenlernen! Hatte ich doch gelesen, daß es zum Weltnaturerbe gehört, der größte Nationalpark der Insel sei und daß hier 1 % der Artenvielfalt der Welt vorkommen sollen.
nana76Themenstarter156 Beiträge · seit 200926. Mai 2013 ·
Zwischen Ende Juni und September kann man auch Buckelwale dort beobachten. Auch Seekühe sollen hier noch leben. Die wollte ich schon so gerne auf Cuba mal sehen.
Also wird unser Gepäck, Lebensmittel und Getränke zwischen zwei Planen wasserdicht vorne im Boot verpackt und wir machen uns auf dem Fluß mit Schwimmwesten, dem Guide, der Köchin und dem Kapitän auf den Weg Richtung Meer. Im Hafen ist das Wasser noch recht ruhig. Ich hab so Angst seekrank zu werden. Deshalb hab ich morgens extra nichts gegessen. Wir passieren den Strand und fahren aufs offene Meer Richtung Insel Nosy Mangabe. Die Wellen werden höher und das Boot hüpft auf und nieder. Ich denke mir: „Juhu, den Flugzeugfastabsturz hast Du heute überlebt und jetzt versuchst Du Dich im Indischen Ozean zu ertränken. 😛 Ein wenig lebensmüde und bescheuert bist Du doch echt!“ 🤩
Nach 10 Minuten stoppt das Boot dann und der Kapitän sagt, daß es zu gefährlich sei, weiterzufahren. Wenn wir aber fahren möchten, würde er es trotzdem versuchen. Nein, das möchten wir nicht. Er kennt das Meer hier wie seine Westentasche und wenn es für ihn zu gefährlich ist, fahren wir bestimmt nicht. Außerdem sagt er, daß das Meer noch rauer hinter der Insel Nosy Mangabe werden würde. Nein, danke, daß möchte ich nicht wirklich ausprobieren heute! Also drehen wir um, fahren zurück zum Hafen und werden es dann halt am nächsten Morgen erneut versuchen. Wir werden im Masoala Resort untergebracht. Dies liegt am Strand, hat einen Swimming Pool und nachdem es dann endlich mal aufgehört hat zu regnen, unternehmen wir noch einen Strandspaziergang. Nur der große Wunsch nach einer heißen Dusche wird leider nicht erfüllt. Ich habe die Wahl zwischen wenig kaltem und viel kaltem Wasser im Badezimmer. 😛 Also wasche ich mir schnell kopfüber die Haare 😏 und springe todesmutig kurz unter die Dusche. 🤪 Die Nacht ist für mich ein wenig schlaflos, denn ich habe wirklich Bedenken, daß wir es am nächsten Tag auf die Halbinsel schaffen werden.
nana76 schrieb: Ich denke mir: „Juhu, den Flugzeugfastabsturz hast Du heute überlebt und jetzt versuchst Du Dich im Indischen Ozean zu ertränken. 😛 Ein wenig lebensmüde und bescheuert bist Du doch echt!“ 🤩
Hi Nana, Ich glaube so viel Glück hätte ich nicht heraufbeschworen 😮 und mit rauhem Meer würde ich mich niemals anlegen wollen 🤢 , obwohl ich das Meer sonst sehr gerne mag. Gut, dass Ihr umgekehrt seid. Toller Bericht, hat sich super gelesen, bin beeindruckt. Und Deine Frösche finde ich auch total super. Bitte weiter so. 😎
LG, BriZA
nana76Themenstarter156 Beiträge · seit 200902. Juni 2013 ·
BriZA schrieb:Hi Nana, Ich glaube so viel Glück hätte ich nicht heraufbeschworen 😮 und mit rauhem Meer würde ich mich niemals anlegen wollen 🤢 , obwohl ich das Meer sonst sehr gerne mag. Gut, dass Ihr umgekehrt seid. Toller Bericht, hat sich super gelesen, bin beeindruckt. Und Deine Frösche finde ich auch total super. Bitte weiter so. 😎
LG, BriZA
Vielen lieben Dank!
Ich habe auch einen heiden Respekt vor dem Meer. Schwimmen kann ich wohl, aber ich hatte schon immer Angst vor tiefen Gewässern. Die Aussicht auf Haie macht es da nicht wirklich besser. 🤩
Aber dazu später noch mehr. Ich hatte leider gestern Dienst und so werde ich wohl leider erst am kommenden Wochenende zum weiterschreiben kommen.
Aber ich hab da noch einen kleinen Frosch für Dich (Ist aber aus dem vorigen Urlaub im Okavango Delta), aber ich finde ihn nicht weniger hübsch 😉
Danke für den Tip. Habe grad schon mal reingeschaut... Werden wir uns dieser Tage noch zu Gemüte führen. Oh Mist. Ist das die Strecke, die wir für 2014 auf dem Plan haben???? 🤩 😮
nana76Themenstarter156 Beiträge · seit 200909. Juni 2013 ·
30.04.2013
Auf zum nächsten Versuch zur Masoala Halbinsel zu kommen. Bei der Aussicht auf ein hüpfendes Boot verzichte ich auf ein Frühstück. Ich hoffe, ich werde dadurch weniger seekrank. Im Regen werden wir vom Resort abgeholt und fahren wieder zur Anlegestelle am Fluß. Dort sehen wir sogar einen Tomatenfrosch. 🙂 Bevor wir losfahren, besorgen wir uns noch einen Regenmantel. Unsere Sachen, die Lebensmittel, Benzin und Getränke werden wieder wasserfest im vorderen Teil des Bootes verstaut und fahren Richtung Meer. Es hat sogar zeitweise aufgehört zu regnen. Das Meer ist ruhiger als gestern und wir fahren langsam Richtung Nosy Mangabe. Zwischendurch wird mir echt ein wenig unheimlich. Das Meer ist grau, der Himmel ebenso, der Horizont ist undefinierbar und zeitweise sieht man überhaupt kein Land. 🤩 Das Boot hüpft auf und ab und knallt regelmäßig unsanft aufs Wasser. Nichts für beleidigte Bandscheiben und abends kann ich kaum auf einer weichen Matratze sitzen, weil ich das Gefühl habe, mein Po wurde mit einem Fleischklopfer bearbeitet. Ich bin nur froh, daß wir gestern nicht doch noch gefahren sind. Immer mal wieder schwappt uns Meerwasser ins Gesicht, aber das ist richtig warm oder wir bekommen von oben eine kalte Regendusche. Mein Mann zwinkert mir zu. Er merkt, daß mir nicht ganz so wohl ist in meiner Haut. Nach sprechen ist uns beiden gerade nicht. Ich bewundere echt die Madagassen, die mit ihren Einbäumen bei diesem Wellengang alleine rausfahren zum fischen. Irgendwann sehen wir endlich wieder Land und in der Ferne scheint sogar die Sonne. Es sind ca. 40 km, die wir zurücklegen müssen. Nach 2 Stunden sehen wir endlich kleine Robinson Cruso Hütten am Strand. Die Lodge liegt an einer Flußmündung.
Es ist unglaublich schön, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Nachdem wir unsere Hütte bezogen und unsere durchnässte Kleidung gegen trockene getauscht haben, trinken wir einen heißen Tee. Direkt vor unserer Hütte wohnt ein hübsches Chamäleon. Wir beschließen mit unserem Guide einen kurzen Besuch des Sekundärregenwaldes rund um die Lodge vor dem Lunch und danach wollen wir Richtung Masoala Nationalpark. Leider sehen wir außer ein paar Mangroven und einem wirklich schönen einsamen Strand nicht wirklich viel, es regnet ständig.
Das Mittagessen ist richtig lecker und es gibt süße Litschis zum Dessert. Mit einem Einbaum setzen wir über die Flussmündung und machen uns zu Fuß auf den Weg Richtung Nationalpark. Ca. eine Stunde soll der Weg dauern. Mittlerweile ist sogar die Sonne rausgekommen und es wird richtig warm. Meine bessere Hälfte dreht irgendwann um, ihm geht es nicht gut. Also laufen der Guide und ich alleine weiter. Wir kommen an der Masoala Forest Lodge vorbei. Eigentlich wollten wir hier gerne wohnen, aber die Lodge wird gerade noch renoviert und eröffnet erst in ein paar Tagen wieder.
Bis wir dann irgendwann zu einer weiteren Flußmündung kommen. Leider scheint der Fluß ziemlich tief und Flußaufwärts sieht es auch nicht besser aus. Daniel, ein Franzose der auch auf der Lodge wohnt und dort für die Wasser- und Stromversorgung zuständig ist (wie er selber sagt), testet die Wassertiefe und Strömung. Er ist etwa so groß wie ich (ich bin über 1,80m) und das Wasser reicht ihm bis zur Hüfte. Durch die Tide ist der Fluß deutlich tiefer als sonst und die Strömung auch nicht ohne. Der Guide schnallt sich meinen Fotorucksack um und will hinter her. Ich fange mit ihm an zu diskutieren, denn er ist gut einen ganzen Kopf kleiner als ich und ich habe wirklich Angst um meine Kamera, denn so würde der Rucksack garantiert im Wasser hängen. Außerdem haben wir noch gut eine Stunde Fußmarsch in der prallen Sonne vor uns, bevor wir überhaupt den Nationalpark erreichen würden. Wir drehen also auch um, beschließen morgen früh nochmal zu starten, wenn der Wasserstand deutlich niedriger ist und genießen einen wunderschönen Sonnenuntergang auf der Lodge.
Und beobachten einen Fischer, der seine Netze auswirft.