Zum Nachdenken

8 Antworten · 2'697 Aufrufe · gestartet 19. Feb. 2010 von Volker
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Themenstarter2'612 Beiträge · seit 200719. Feb. 2010 · #1
Heute in der AZ
Bye bye Forum
818 Beiträge · seit 200719. Feb. 2010 · #2
Super Bericht in dem mehr als nur ein Fünkchen Wahrheit steckt - leider.
http://www.oribi.de/
5'538 Beiträge · seit 200819. Feb. 2010 · #3
Guten Morgen, Volker,

danke für den Hinweis. Das stimmt wirklich sehr nachdenklich, aber - wie immer gibt es dieses verdammte "aber" - wie können wir das ändern? Ich selbst fahre viel im Land umher - Gott sei Dank nicht als bezahlter Reise-leiter, sondern mit meinen Freunden. Da habe ich das Glück, dass die meisten sich auf meine Zeitplanungen verlassen und dass wir uns meistens die Zeit zum Genießen nehmen können.

Aber auch manche meiner Freunde haben es schon mal eilig und wollen wie die Japaner reisen. Dann lasse ich sie und denke mir, Du warst auch mal so jung, Du wolltest auch mal immer gleich alles beim ersten Besuch in einem Land erleben, denn ich wusste ja nie, ob ich wiederkommen werde.

Fazit für mich: Es ist zwar schade, aber ich weiß nicht, wie wir das ändern können.

Liebe grüße
Gerd
781 Beiträge · seit 200719. Feb. 2010 · #4
So bitter es sein mag - Beruf eindeutig verfehlt!

Was diese Reiseleiterin beschreibt, deckt sich mit meinen Individualreiseerfahrungen, seit ich selbst reisen kann: Sobald man irgendwo auf der Welt auf eine geführte Reisegruppe trifft, bricht Unruhe und Hektik aus, und man tut gut daran, wenn man schon bei Annäherung eines Busses das Feld räumt oder sich mit Ohrstöpseln unter einen Baum verzieht, bis der Spuk - meistens ja schon in weniger als 15 Minuten! - vorbei ist. In extremer Ausprägung ist mir dieses Reisegruppenverhalten übrigens noch von japanischen Reisegruppen in atemberaubenden amerikanischen Nationalparks wie z.B. Monumet Valley in schlechter Erinnerung. 😵

Wie kann man das nicht wissen, wenn man sich selbst zum Reiseleiter ausbilden lässt? Ich würde ja beispielsweise auch keine Ausbildung z.B. zur Tierpflegerin machen, um mich dann nachher zu wundern, dass ich nicht den ganzen Tag mit den Tierchen herumschmusen kann.

Wenn Dein Denkanstoß jedoch eher den in Reisegruppen Reisenden gewidmet war, die sich so wie beschrieben verhalten, wird sich in diesem Forum der weit überwiegend Individualreisenden wohl kaum jemand angesprochen fühlen, oder?
1'287 Beiträge · seit 200819. Feb. 2010 · #5
Hallo,

naja so ganz auf die Seite der "besseren" Individualreisenden möchte ich mich da nicht schlagen und finde der Artikel ist auch für nicht Gruppenreisende interessant.

Schaut man sich die Routenideen der "Neulinge" hier im Forum an, so sind die doch alle ähnlich und wer will es ihnen verdenken, dass man das erste Mal Namibia auch möglichst alles sehen will, was man aus den ganzen Berichten so kennt. (Fishriver, Kolmannskuppe, Sossusvlei, Swapkop, Etoscha usw. usf.)

Ehrlich gesagt sah unsere erste Reise (drei Wochen) ziemlich genauso aus.

Ich denke es ist eben tatsächlich schwierig, die Ruhe und Gelassenheit zu entwickeln, ferne und fremde Länder mit dem Bewusstsein zu bereisen, man kommt ggf. nicht nochmal dorthin und darum ganz bewusst Sehenswürdigkeiten wegzulassen.Es ist eben viel Geld was für solche Reise bezahlt wird und als Europäer wird man hier halt immer den "Leistung pro Euro" Maßstab ansetzen. Natürlich definiert sich Leistung sehr individuell.

Meiner Meinung nach schafft man das mit der Ruhe und Gelassenheit fast nur dann, wenn man ein Land häufiger oder lange bereist.

Auch die Thematik des Fotografieren ist nicht von der Hand zu weisen. Auch ich bin um 4:30 Uhr aufgestanden (im Urlaub!), um den Schattenriss auf der Düne auf ein Foto zu bannen. Dieses mein Foto gibt es im Internet aber schon zig mal, also gibt es eigentlich keinen Grund selbst eins zu machen.

Kurzum, ich glaube, der Unterschied zwischen Touristen ist gar nicht so groß, egal wie sie reisen.

Das man als Reiseleiterin vlt. versucht etwas zu verändern ist ein hehres Ziel, wenngleich auch nicht besonders realistisch.

Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15) "Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon) "I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
zuletzt bearbeitet 19. Feb. 2010
3'766 Beiträge · seit 200619. Feb. 2010 · #6
Ups,da wurde aber schon viel geschrieben das auch meiner Meinung entspricht!

Also die Reiseleiterin hat aus meiner Sicht wirklichen den falschen Job ausgewählt 🤩

Der Kunde ist König, wusste ich bis jetzt nicht, ich dachte immer wir Kunden sind Teil eines Vergügungsprogrammes für Guides 😄

Wie ärgerlich, da möchte man auspennen weil man schon so viele Sonnenaufgänge gesehen hat, und da kommt so ein frecher Tourist der gerade einemal im Leben die Chance hat diesen wunderbaren Moment in der Vlei zu geniessen und will fühmorgens dahin.

Aber nicht genug da gibt es noch anderer Tourer die das selbe wollen und die stellen sich noch am gleichen Ort auf für das Frühstück wie ich, sollen sie doch gefälligst zu McPomfritt!

Ja der Arbeitstag ist schon hart, 8 Stunden au weia
wenn ich denke das ich 225 Tage zu Mindestens 10 Stunden am Computer sitze und regelmässig den Sonnenuaufgang verpasse weil ich schon um 6 im Büro bin.

....

nix für ungut Mädel, Reiseleiterin ist ein Knochenjob das sollte man schon vorher wissen.

....

Das mit dem ausgefüllten Programm, rücksichtnahme gegenüber der Natur ect.PP ja da bin ich gleicher Meinung 🙁
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
zuletzt bearbeitet 19. Feb. 2010
818 Beiträge · seit 200719. Feb. 2010 · #7
Das man als Reiseleiterin vlt. versucht etwas zu verändern ist ein hehres Ziel, wenngleich auch nicht besonders realistisch.
Doch, ich denke es ist realistisch, aber eben nicht mit den herkömmlichen Touristen (egal ob Pauschal oder individuell).
Dafür müsste sie eine andere Art von Reise anbieten und einen entsprechenden Kundenstamm gewinnen.
Wie und ob das gelingen würde, steht auf einem anderen Blatt.

Ich glaube aber auch, dass sich der Europäer gerne mehr Zeit nehmen würde, aber der Rückflugtermin steht eben unumgänglich fest.
Die einzige Möglichkeit aus diesem Schlammassel rauszukommen, ist kündigen und losfahren ... ohne zeitliche Begrenzung. Das machen aber verständlicherweise nur die wenigsten.

Insoweit gilt die Zeit als wahrer Luxus, und die hat man bei einem 3-4 wöchigen Urlaub nunmal leider nicht.

Bei unserer 8-monatigen Reise haben wir dieses Gefühl aber erstmals kennengelernt und streben nun immer wieder auf diesen Effekt "Reisen-ohne-anzukommen-und-ohne-Zeitlimit" hin.
Selbst auf unserer 2-monatigen Reise nach Südamerika haben wir dieses Gefühl nie wieder so empfunden, wie einst in Afrika.

LEIDER! 🙁
Aber wir arbeiten daran 😉
http://www.oribi.de/
630 Beiträge · seit 200819. Feb. 2010 · #8
Für mich ist das ein Bericht, der mir noch mal klarmacht, warum ich nur individuell in den Urlaub fahren will.

Zu der armen Reiseleiterin kann man eigentlich nur sagen, dass sie sich entweder an den Wünschen ihrer Kunden orientieren oder einen anderen Beruf suchen muss. Der Kunde ist König. So ist das nun mal im Dienstleistungsgewerbe! Die Hoffnung, dass ich Kunden innerhalb von ein paar Tagen eine andere Lebenseinstellung vermitteln kann, ist doch ziemlich verwegen.

Gruß

Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet. (Hans Magnus Enzensberger)
138 Beiträge · seit 200819. Feb. 2010 · #9
Bitte nicht alles Busreisenden über einen Kamm scheren ......
Es sind ja auch nicht alle Kinder laut ....
Nicht alle Selbstfahrer benehmen sich gut .....

Sorry aber bei Verallgemeinerungen stehen mir die Haare zu berge .... so und nu habe ich keinen Fön da (das erinnert mich doch wieder an einen sehr amüsantes Post).

Ich glaub über mich konnte sich noch kein Reiseleiter / Tourguide beschweren.
mache gerne Fotos, bin aber nicht auf der Jagd nach "dem Foto" ....

Swakop
P.S. habe heute bereits das 3x mal meine Meinung hier im Forum geäußert. Wahnsinn, vielleicht bin ich heute etwas dünnhäutig. Aber manche Bemerkungen gehen mir so auf die Nerven ... meistens denke ich mir "lass sie reden / schreiben", aber heute ist mir das Pferdchen durchgegangen 😵
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