Aktuelle Reiseinfos Südafrika, Botswana, Namibia

6 Antworten · 3'158 Aufrufe · gestartet 13. Dez. 2012 von pollux
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Themenstarter1'689 Beiträge · seit 200713. Dez. 2012 ·
Von Oktober bis Dezember waren wir 9 Wochen unterwegs, von Kwazulu-Natal, via Swaziland, Krüger Park, durch Botswana und den Caprivi bis Windhoek. Dies soll kein Reisebericht sein, nur einige Infos zu Übernachtungen entlang der Route und ein paar allgemeine Gedanken. Wenn Lodges vorkommen, sind immer die Campingplätze gemeint.

Ithala Game Reserve: Campsite 120 R ppn, bei Fülle etwas eng, keine Eintrittsgebühr.
Ndumo Game Reserve: Campsite 110 R ppn, bei Fülle etwas eng, keine Eintrittsgebühr. Ndumo ist ja ziemlich abgelegen, wir haben es wegen seines Rufs für Vogelbeobachtungen angesteuert. Wir waren nicht direkt enttäuscht, aber würden nicht nochmal hin gehen, ausser wir wären sowieso in der Gegend.
Mabibi/Lake Sibaya: private Campsite in den Dünen, nur per 4x4 zu erreichen, dazu muss man ein Strandtyp sein.
Sodwana Bay: hauptsächlich für Tauchen und Hochseeangeln interessant.
Cape Vidal: Eintritt 30 Rand pp, Camping 90 Rand ppn, am Strand wie Sodwana, aber schönes Hinterland mit Game Drive-Strecken, Hides und einiges an Wildlife.
Swaziland, Mbuluzi Game Reserve: 75 Rand ppn, ein privates Gebiet nördlich des Hlane Nationalparks, nette Campsites und gut zum Wandern.
Zum Krüger keine weiteren Anmerkungen, wir waren in Tsendze und Shingwedzi, sowie mit Freunden im Bateleur Bushcamp. Der Süden des Krüger war im Oktober sehr grün, der Norden noch ganz trocken. Die Elefanten und die meisten anderen Tiere waren fast alle im Süden.
Mapungubwe Nationalpark: das Visitor Center im Stil der Zimbabwe Ruins ist jetzt nach Jahren Verzug endlich eröffnet, es gibt dort auch eine Cafeteria. Von den Lookout-Points im Ostteil die übliche Mischung aus Wildtieren und Kühen aus Zimbabwe. Darüber gibt es ja geteilte Meinungen. Die Campsite im Westteil ist ok, wenn leer, bei Fülle eng. Am Mazhou-Wasserloch mit Hide diesmal nicht viele Vierbeiner, aber immer wieder kleine Elefantengruppen und interessante Vögel.
Molema Camp im Tuli: liegt halt nicht wirklich im Tuli Game Reserve, sondern ein ganzes Stück weiter westlich, das reduziert die Tiere schon stark, besonders da alles trocken war.
Moremi Gorge Camp bei den Tswapong Hills (Ostseite) zwischen Groblers Bridge und Palapye: Eine neue Anlage mit EU-Förderung, (noch) schöne Ablutions. Teerstraße bis zum Ort Moremi (nicht zu verwechseln mit Moremi im Delta). Geeignet zum Wandern und zum Beobachten der Geier, die in der Schlucht brüten. Nicht ganz billig, Eintritt 40 Pula pp + 30 Auto, Camping 80 P ppn
Khama Rhino Sanctuary: wenig verändert, Preis für 2 Personen 303 Pula pro Nacht, einer der Orte, um Rhinos einfach und nah zu sehen.
Gweta, Planet Baobab: gepflegt und funky, die Schattendächer der Campsites sind bei 37 Grad sehr nützlich.
Makgadikgadi NP, Tree Island Camp: sehr einsam südlich der aufgelassenen Njuca Hills Site, 3 Plätze mit Longdrops und wasserloser Dusche auf einem Hügelchen, nur 30 Pula ppn (DWNP).
Baines Baobabs: stolze 260 Pula ppn bei Xomae, Site 1 direkt gegenüber den Baobabs hat den ganzen Tag fast keinen Schatten, die beiden anderen Sites sind abgelegen weiter im Südosten.
Maun, Island Safari Lodge: 100 Pula ppn, ok wenn leer, bei Fülle sehr eng, Ablutions haben schon bessere Zeiten gesehen, nur wenige der Plätze direkt am Fluss.
Die Piste vom Ende der Teerstraße bei Shorobe via Sankuyo und Mababe ist teilweise in übelstem Zustand, Federnbrecherwellblech.
Khwai Community Campsite: immer noch "der Geheimtipp". Zufahrt von Mababe Village via der neuen Transit Route und der Cutline zum Fluss (ab der Cutline ausgeschildert). Die Sites sind jetzt markiert, es gibt zwei Bereiche, die ca. 1,5 km separiert sind, Bereich 1 mit Sites 1-8, diese Sites sind kleiner, Bereich 2 mit Sites 9-15 ist wohl mehr für mobile Safaris gedacht. An den zwei Tagen, wo wir dort waren, kam niemand zum Kassieren, vielleicht war es zu heiß 😉 Viele Tiere, auch Löwen.
Die Wege an der Khwai-Floodplain sind teilweise überschwemmt, und es gibt einige Wasserdurchfahrten, die regelmäßig von den Game Drive Autos der Khwai River Lodge benutzt werden, aber im Prinzip war bei dem Wasserstand im November die Floodplain gut befahrbar.
Savuti: 50 USD ppn, kann nur als Nepp bezeichnet werden. Am Waschhaus läuft tagsüber ein lauter Dieselgenerator, um Strom für die Zelte zu erzeugen. Es wird noch weiter gebaut. Der alte Flair ist weg. Das legendäre Wasserloch Richtung Airstrip ist aufgelassen worden. Erstaunlich war, dass wir am Kanal selbst keine Tiere gesehen haben, alle waren in der Marsh. Die Marsh ist jetzt sehr eindrucksvoll, Massen von Elefanten, Büffeln, Zebras und Vögel. Die Wege sind irgendwie noch im Entstehen, viele der alten Wege sind ja nicht mehr befahrbar, auch hier muss man durchs Wasser fahren.
Chobe, Ihaha: 270 Pula ppn, auch nicht gerade wenig, die Ablutions werden immer schlechter, kein Warmwasser, die Solaranlage sieht desolat aus. Nachts fährt alle zwei Stunden einer Streife wegen "thieves from Namibia". Die Regelungen, wie und wann an der östlichen Waterfront gefahren werden kann, sind total unklar und werden wohl auch nicht überprüft. Wir bekamen die Aussage, dass die Einschränkungen für Leute mit Ihaha-Buchungen nicht gelten, auf dem Aushang steht was anderes. Die Waterfront war Mitte November leer, die Elefanten waren ins Hinterland abgezogen, und andere Tiere waren auch ziemlich rar.
Senyati Camp: ein weiterer "Geheimtipp", der keiner mehr ist. Sehr angenehme Atmosphäre, und am Wasserloch ist immer was los, auch wenn keine Elefanten da sind.

Ein Einschub zu Nordbotswana, rein persönlich, soll auch gar keine Diskussion anfachen: Sicherlich ist der Loop Maun-Moremi-Savuti-Chobe für Neulinge immer noch ein tolles Erlebnis, es gibt wenig vergleichbare "wilde" Selbstfahrerstrecken, die so einfach zu machen sind. Wenn man die Parks aber schon mehrfach gesehen hat, kommt man doch ins Grübeln. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist einfach zu schlecht geworden. Die privaten Betreiber der Campsites denken nur ans Geld, tun aber nichts dafür, sie haben die Infrastruktur von DWNP übernommen und das war’s. Die Sites müssen auch nicht mehr exklusiv vergeben werden, bei Xomae steht es wenigstens im Kleingedruckten, bei den anderen ist es wohl genauso. SKL verlangt ab 2103 auch für Khumaga 50 USD, Kwalate Sites 360 P und Xomae Sites 260 P. Das mindeste, was man erwarten könnte, wäre dass sie bei diesen Preisen z.B. Schattendächer bauen und die Ablutions instand halten. Und eine saftige Erhöhung der Parkeintritte ist ja immer noch im Gespräch. Wir werden den Loop erst mal einige Zeit nicht mehr machen, bzw. auf Plätze außerhalb der Parks ausweichen. Die einzige Verbesserung seit einiger Zeit ist, dass man die meisten Campsites wieder an den Gates zahlen kann und auch die Parkeintritte.

Eine (noch) günstige Alternative ist natürlich der Caprivi.
Camp Chobe: direkt hinter Ngoma Bridge, ausgeschildert an der Teerstraße. Drei Sites am Chobe, mit Schattendach und privaten Ablutions. Wenn gegenüber in Botswana im Chobe NP Tiere sind (etwa bis Oktober), bestimmt super. Allerdings wurde direkt daneben ein großes Camp mit Luxuszelten gebaut, es scheint unklar, wie es mit der Campsite weitergeht.
Kalizo Fishing Camp: am Hochufer des Zambezi, ok wenn leer, bei Fülle eng. Das Dinner für 150 N$ pp konnte man allerdings vergessen. Toll ist eine riesige Kolonie von Carmine Bee-Eaters nur 1,5 km entfernt, die dort in der Regenzeit brütet.
Namwi Island Lodge, bei Katima Mulilo: wird ja in Foren gelobt, ist auch super gepflegt und sauber, war uns aber etwas zu steril, wir waren die einzigen am Platz und mussten dauernd eine aufdringliche Katze verscheuchen, die nachts sogar aufs Autodach sprang.
Rupara Community Campsite am Mamili NP: 4 Sites mit Schattendächern und eigenen Ablutions. Seit dem Bau von zwei Stahlbrücken gut erreichbar, nur direkt am Dorfrand von Sangwali ist noch eine Knüppeldammbrücke, die bei hohem Wasserstand Probleme machen könnte. Die C49 von Katima nach Kongola wird gerade geteert, 60 km ab Katima sind fertig.
Mamili NP (ausgeschildert als Nkasa Lupala): Eintritt 40 N$ pp + 10 Auto (wie in allen Caprivi Parks). Man kann ganz offiziell kostenlos im Park campen. Derzeit gibt es nur eine Piste, die östlich der Rangerstation nach Süden geht, die ohne Wasserdurchfahrt ist (war bisher nicht in T4A). Der Linyanti ist allerdings nicht mehr trocken erreichbar, wir haben keine Wasserdurchquerungen probiert.
Mudumu NP: Uns gefällt Site 1 immer noch am besten. Die Piste zwischen Site 1 und 3 ist absoluter Tiefsand, als Game Drive ungeeignet; wenn dort Elefanten stehen und man anhalten müsste, würde man leicht steckenbleiben. Die Abfalltonne bei Site 1 war offensichtlich schon wochenlang nicht mehr geleert. Unglaublich diese Nachlässigkeit.
Mavunje Camp: 15 km südl. Kongola, gehört Dan, einem Engländer, an einem Nebenarm des Kwando. Nur zwei Campsites und Zelte. Macht Bootstour bis rüber zum Gebiet südlich des Horseshoe. Empfehlenswert. Reservierung erforderlich.
Nambwa Campsite: Zustand wie immer, immer noch 80 N$ ppn, Reservierungssystem chaotisch bis nicht vorhanden. Südlich des Horseshoe Game Drives bis nahe an die Botswana-Grenze möglich.
Goabaca/Popa Falls: ziemlich heruntergekommen, von den Plattformen wurden zwar Bodenplatten ausgetauscht, die alten liegen aber noch herum. Donkey Boiler liegt am Boden, bei Ankunft kein Wasser. Die Zufahrt entlang des Gefängnishofs ist auch eher abschreckend. Würden wir nicht mehr nehmen.
Buffalo Area auf der Ostseite des Okavango (Zufahrt 10 km östlich des Goabaca-Abzweigs): kann als Tagesbesucher befahren werden, schöner Game Drive entlang der Floodplain, wenig besucht.
Ndhovu Lodge beim Mahango Park: es gibt eine exklusive Campsite mit schönem Blick auf den Fluss, ist aber eingequetscht zwischen Hütten der benachbarten Mahango Lodge und einem privaten Chalet auf dem Ndhovu-Gelände.
Im Mahango Park ist die Piste entlang des Flusses jetzt als Allwetterpiste ausgebaut und hochgelegt, für PKW leicht befahrbar.
Riverdance Lodge: bei Mukwe am Okavango, 20 km westl. Divundu: wurde uns mehrfach empfohlen, sehr moderne, stylische Lodge, die auch irgendwo am Amazonas oder Mekong sein könnte. 4 Campingplätze mit eigenem Ablution-Haus und Vordach. Die Website wirbt damit, dass Camper frisch gebackenes Brot und Pizza bestellen können, das war dann aber doch nicht so. Abendessen war möglich, aber nur weil Lodgegäste da waren, sonst wäre die Küche geschlossen geblieben. Abendessen war wirklich gut.
Shamvura Camp: älteres Camp zwischen Divundu und Rundu am Okavango (siehe T4A), etwas exzentrische Besitzer mit größerem Tierleben (Hühner, Hunde, Pferd, Ziegenbock, ...)
Hogo Campsite, Rundu: sehr einfache Anlage 8 km östlich, Samsitu im Westen soll besser sein.
Farm Tigerquelle, Grootfontein: ist ja hier im Forum bekannt, super Essen (Elandschnitzel mit Spargel)
Waterberg Wilderness Lodge: 12 Campsites, 150 N$ ppn, Schattendach, eher zu teuer.
Waterberg NWR Camp: fanden wir sehr teuer, Eintritt für zwei 170 N$, Camping 300 N$. Personal am Office eher unfreundlich, Receipt für Camping wurde nur auf Nachfrage geschrieben (will da jemand Geld abzweigen?). Die Campsites sind alle nummeriert, aber viele sind verwahrlost, Grillstellen zerfallen, Gelände abgeschwemmt. Zumindest die Waschhäuser sind noch ok.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
1'249 Beiträge · seit 201213. Dez. 2012 ·
Hallo Pollux,
willkommen zurück und danke für die wertvollen Infos!
Eine Frage: habt Ihr Senyati direkt gebucht? Ich habe für nächstes Jahr gebucht und die Kommunikation gestaltet sich als sehr schwierig... Ich habe die Anzahlung vor drei Wochen gemacht und versuche seither, herauszufinden, ob mein Geld da ist und die Buchung bestätigt, aber keiner antwortet 😵
Hast Du einen Tipp?
Danke und liebe Grüße,
Alexa
Meine Reiseberichte: Südafrika 2011 Südafrika 2012 Botswana/Südafrika 2013 Südafrika 2014 Südafrika/Botswana 2014 Südafrika 2015 FACEBOOK
33,1k Beiträge · seit 200613. Dez. 2012 ·
Hi pollux,

nur als kleiner Hinweis zu
Mamili NP (ausgeschildert als Nkasa Lupala)
Macht auch Sinn, da der Park seit einigen Jahren "Nkasa Lupala National Park" heißt.

Sonnige Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter1'689 Beiträge · seit 200713. Dez. 2012 ·
Hallo Alexa,

leider können wir Dir nicht viel helfen, weil wir nur kurz vorher telefonisch reserviert haben. Hast Du schon mal versucht, Louw anzurufen? Am besten am frühen Morgen, da zahlen die Gäste, bevor sie wegfahren. Er ist wohl nicht der Typ Büromensch, aber sicher seriös.

Viel Glück!
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
Themenstarter1'689 Beiträge · seit 200713. Dez. 2012 ·
Hallo Christian,

wir wissen um den langjährigen Namensstreit. Deswegen war es für uns interessant, dass uns jetzt die sehr freundliche Rangerin beim Check-In im Office begrüßt hat mit "Welcome to Mamili".

Weiße Grüße aus Oberbayern!
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
479 Beiträge · seit 200613. Dez. 2012 ·
Hallo Alexa,
ich habe gerade Weihnachtswünsche von Senyati bekommen mit folgendem Absender:
juanitav@orangemail.co.bw
Juanita ist auch die Ansprechpartnerin für Buchungen. Viel Glück und vielleicht ein feedback, danke.
LG Gabi
Höflichkeit ist der Schlüssel zu den Herzen der Menschen Höflichkeit ist auch der Schlüssel zum Wissen. Niemand wird dann mit seinem Rat geizen.
1'249 Beiträge · seit 201213. Dez. 2012 ·
Hallo Gabi,
Mit Juanita war ich in Kontakt und die Weihnachtsgrüsse habe ich auch bekommen, aber auf meine Mails antwortet sie leider seit Wochen nicht mehr, ein wenig warte ich noch, dann rufe ich mal an.

Sorry Pollux, wollte Deinen Thread nicht missbrauchen...

Liebe Grüsse, Alexa
Meine Reiseberichte: Südafrika 2011 Südafrika 2012 Botswana/Südafrika 2013 Südafrika 2014 Südafrika/Botswana 2014 Südafrika 2015 FACEBOOK