Natur & Umwelt

Natur und Kalender stehen auf Frühling
Der 1. September gilt auf der südlichen Halbkugel als Frühlingsbeginn. Laut Kalender ist der Winter dann vorbei, aber die Natur hält sich nicht an genaue Daten. So blühten die ersten Hakendornakazien (Acacia mellifera) bereits Ende August, z. B. östlich von Rehoboth, und kündigten damit in einigen Gegenden den Frühling an. Anderswo waren derweil nicht einmal […]
Weiter lesen
Bootsfahrt auf dem Chobe an einem Wintermorgen
In der Nähe des Chobe River Camps fehlen die mit hohem Ried und Papyrus bewachsenen Ufer und die hohen Bäume, die an den anderen Grenzflüssen im Nordosten des Landes zu finden sind. Am südlichen Ufer, in Botswana, zieht sich eine Hügelkette mit zahlreichen großen Bäumen und sehr vielen Wildtieren entlang. Unser Guide Nelson Sabata hat […]
Weiter lesen
Bootsfahrt im Winter auf dem Okavango
Die meisten Zugvögel sind vor unseren Wintermonaten (Mai bis August) schon lange nach Norden gezogen und Mitte Juli dauert es noch eine Weile bis sie wiederkommen. Trotzdem lohnen sich Vogelbeobachtungen auf und an den Flüssen im Nordosten Namibias. Die Hakusembe River Lodge am Ufer des Okavango in der Kavango-Ost Region ist ein idealer Ort für […]
Weiter lesen
680 Vogelarten in Namibia
Nach jüngsten Statistiken sind in Namibia 680 verschiedene Vogelarten zu finden. Vier davon wurden von Menschen eingeführt: Der Haussperling (Passer domesticus), die Haustaube (Columba livia), der Gemeine Star (Sturnus vulgaris) und die Hirtenmaina (Acridotheres tristis). Die Bestände dieser vier Arten haben sich im südlichen Afrika gut akklimatisiert und verbreitet. Sechzehn Vogelarten sind endemisch. Die Dünenlerche […]
Weiter lesen
Mit Hilfe von Otolithen Fischart und Alter bestimmen
Steine im Kopf eines Fisches, kann das sein? Einigen Anglern ist bekannt, dass Afrikanische Adlerfische „Steine“ im Kopf haben, aber dass bei allen Fischen meist sehr kleine Gehörsteine im Schädel zu finden sind, ist nicht allgemein geläufig. Wissenschaftlern zufolge  dienen Gehörsteine, oder Otolithen, den Fischen wahrscheinlich dazu um das Gleichgewicht zu halten. Otolithen sind weiß […]
Weiter lesen
Nach einem Regenschauer: Die Wüste bei Lüderitzbucht lebt
Es ist schon drei Monate her, seit am 17. Mai ein kräftiger Regenguss von über 50 Millimeter in und um Lüderitzbucht niederging. Zahlreiche Blumen, die seit Jahren nicht mehr geblüht oder gar Blätter getragen hatten, erwachten zum Leben. Samen, die jahrelang in der ausgedörrten Erde lagen, begannen zu sprießen. Das Grün und die Farbenpracht sind […]
Weiter lesen
Perlkauz gerettet – die Geschichte von 5H63061
Mitte Mai rief mich die Windhoekerin Nadja Visagie an und sagte mir, dass ihr Schwiegervater eine kleine verletzte Eule mit einem Ring am Bein zu ihr gebracht habe. Er hatte das Käuzchen morgens vom Jan-Jonker-Weg in Klein Windhoek aufgehoben. Ich kannte Nadja, weil wir vor einigen Jahren Geierküken auf der Farm ihres Vaters beringt hatten. […]
Weiter lesen
Allesfresser Marabu: Alter Mann im Frack
Viele Menschen beschreiben den Marabu als hässlich oder als einen alten Mann im Frack. Die knapp 1,5 Meter großen Vögel, die zu den Störchen gehören, haben fast keine Federn am Kopf und Hals. Zu ihrem ungewöhnlichen Aussehen trägt zudem ein rötlicher Kehlsack bei, der allem Anschein nach zur Temperaturregelung und zum Imponieren dient. Marabus stehen […]
Weiter lesen
Der falsche Eingang zum Nest der Weißstirn-Beutelmeise
Ununterbrochen peitscht der Wind in kräftigen Böen über die Landschaft. Bäume und Sträucher werden stundenlang hin und her geschüttelt. Schoten von Kameldornbäumen und Weißdorn prasseln auf den Boden. Unzählige noch grüne Blätter verschiedener Bäume sind der Kraft des Windes nicht gewachsen, reißen ab und werden davongeweht. Einige Meter über dem Boden hängt an einem dünnen […]
Weiter lesen
Gottesanbeterinnen: Raubtiere in der Welt der Insekten
Regungslos sitzt die gut getarnte Gottesanbeterin auf einer Blüte. Ihre Farbenpracht ist eine ausgezeichnete Tarnung. Nichtsahnend kommt eine Biene angeflogen. Noch bevor sie sich auf der Blüte niederlassen kann, schießen plötzlich zwei Fangarme nach vorne, packen sie, halten sie gnadenlos fest und schon beginnt die Gottesanbeterin zu fressen. In einiger Entfernung lauert ebenso gut getarnt […]
Weiter lesen
Die bisherige Reise von Junggeier J121
Der Weißrückengeier mit dem Ring G31384 und den gelben Plastikmarken J121 an den Flügeln wurde am 16. Oktober 2016 zusammen mit weiteren 13 Artgenossen als Küken auf der Farm Aris südlich der Hauptstadt Windhoek beringt und markiert. Der junge Geier saß in einem flachen 770 x 1060 Millimeter großen Nest aus trockenen Zweigen, 11,5 Meter […]
Weiter lesen
Wildzählung im Gondwana Kalahari Park
Der Gondwana Kalahari Park wird geprägt von einer malerischen Landschaft aus langgestreckten Dünen und Tälern, mit ihrem roten Sand, gelben Gras und grünen Akazien. Dieses 98 km² große private Naturschutzgebiet von Gondwana Collection Namibia ist Heimat typischer Tiere der Kalahari. Durch ein wissenschaftlich fundiertes Wildprogramm wurde in diesem Gebiet 30 km nordöstlich von Mariental die […]
Weiter lesen
Auge in Auge mit einem Elefanten
Die sanften Riesen sind wilde Tiere. Sie denken nicht wie wir, vergessen aber Geschehnisse genauso wenig wie wir! Wir dringen in ihren Lebensraum ein, nicht sie in unseren. Elefanten erscheinen gutmütig, ruhig und bedachtsam. Sie sind jedoch gefährlich, stark und unberechenbar, wenn wir eine unsichtbare Linie zu ihnen überschreiten. In Namibia kommen Elefanten in Nationalparks […]
Weiter lesen
Warum Pinguine manchmal nicht ins Wasser sollten
An der Küste kann man gelegentlich einen Pinguin auf dem Strand sitzen sehen. Wer ihn findet, hält den Vogel oft für krank und will ihn wieder ins Wasser setzen. Doch wenn der kleine Frackträger zerrupft und armselig aussieht, ist er meistens gar nicht krank, sondern er mausert sich. Bisweilen werden die Findlinge in Swakopmund oder […]
Weiter lesen
Vogelzählungen auf Gondwana Lodges im Nordosten Namibias
Seit 1992 werden zweimal im Jahr regelmäßig Vogelzählungen in Feuchtgebieten durchgeführt. Vögel sind gute Indikatoren für die “Gesundheit” dieser Gebiete. Als Signatar der Feuchtgebiete-Konvention (Ramsar Convention) ist Namibia dazu verpflichtet, den Zustand der Feuchtgebiete innerhalb der Landesgrenzen zu beobachten. Dazu werden jeden Sommer und Winter an verschiedenen Plätzen an  Vogelzählungen durchgeführt. Die über einen längeren […]
Weiter lesen
Faszinierendes „Wasserloch“: der Otjikoto-See
Rund 20 Kilometer nordwestlich von Tsumeb liegt ein Karstsee, um den sich faszinierende Geschichten ranken. Er heißt Otjikoto-See und ist einer von nur zwei natürlichen Seen in Namibia. Die einheimischen Völker wussten seit uralten Zeiten von der mit Wasser gefüllten Doline. Es ist überliefert, dass dort mit Kupfer vom Malachit-Hügel in Tsumeb gehandelt wurde. Einst […]
Weiter lesen
Wie der Leopard zu seinen Flecken kam
In afrikanischen Erzählungen heißt es, der Leopard habe seine Beute nicht mehr teilen wollen und angefangen, sie in Bäumen zu verstecken, weil sich Schakal und Hyäne nie für seine Großzügigkeit erkenntlich zeigten. Die Leopardin habe zudem schockiert feststellen müssen, dass der Hase ihre Jungen fraß. Eine der bekanntesten Fabeln vom Anfang der Zeit ist jedoch […]
Weiter lesen
Spürhund Azaro ist ein Meister seines Fachs
Mitten im Busch im Etosha-Nationalpark bei sengender Hitze läuft Spürhund Azaro durch die trockene Landschaft. Als der Belgische Schäferhund an einem dichten größeren Busch vorbeikommt, bleibt er plötzlich kurz stehen, wittert und kriecht durch den Busch auf die andere Seite. Der Hund gibt Laut und bleibt sitzen. Ein Stückchen rohes Elfenbein liegt zwischen den trockenen […]
Weiter lesen